Dienstag, 17. Januar 2012

Probleme beim Gesundheitsschutz im Neat-Gotthardtunnel

Arbeiter erzwingen Unterbruch der Arbeiten

In den vergangenen Tagen haben die im Tunnelabschnitt bei Faido beschäftigten Arbeiter zusammen mit der Gewerkschaft Unia verschiedentlich auf die viel zu hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeitswerte im Tunnel aufmerksam gemacht.

Nachdem am letzte Woche die Temperatur im Neat-Gotthardtunnel bei Faido noch immer unerträgliche 36 Grad und mehr betrug, haben die Arbeiter sich geweigert, in den Tunnel einzufahren. Die Leitung des für die Bauausführung zuständigen Konsortiums TAT hat die Proteste der betroffenen Arbeiter ernst genommen und die Arbeiten in der Weströhre bei Faido bis am Montag ausgesetzt, den meisten der betroffenen 80 Arbeitern frei gegeben und die SUVA als Ausführungsorgan für den Gesundheitsschutz einbezogen. Die SUVA wird auch entscheiden, welche Massnahmen notwendig sind und ob die Arbeiten am Montag wieder aufgenommen werden können.

Neuer Landesmantelvertrag mit mehr Schutz jetzt!

Die Gewerkschaft Unia wird zusammen mit den Beschäftigten die Situation vor Ort weiterhin genau beobachten und dazu beitragen, dass die gesetzlich und gesundheitlich minimalen Anforderungen an die Arbeitsbedingungen in allen NEAT-Abschnitten eingehalten werden. Der Fall bei in der NEAT-Weströhre bei Faido macht aber auch deutlich, dass der Schutz der Gesundheit und die Arbeitssicherheit auf dem Bau zu den zentralen Themen gehören und für die betroffenen Arbeiter lebenswichtig sind.
Entsprechend zentral ist es auch, dass der Landesmantelvertrag für den Bau, der zur Zeit wegen der Weigerung der Baumeister auf einen zügigen Verhandlungskalender einzutreten ausser Kraft ist, so rasch als möglich mit zusätzlichen Schutzmassnahmen fertig ausgehandelt und wieder in Kraft gesetzt werden kann.