Beim Lesen dieser > Nachricht (Blick) konnte ich mir ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen. Ähnlich erging es unserem Hund. Umgekehrt ist die ganze Angelegenheit für viele Mitbürger aus ihrer Sicht ein weiterer Angriff auf ihre Privatsphäre. Soweit es eine solche in der Schweiz überhaupt noch gibt.
Die Vorgangsweise kennen wir ja schon vom Nichtrauchergesetz. Die Zielgruppe ist ähnlich gelagert. Einfachere Leute aus dem Volk, aber durchaus auch die Mittelschicht wird dabei ins Visier genommen. Wieder einmal geht es um Genussmittel. Diesmal aber nicht um Zigaretten, sondern um Bier, Wein und Schnaps. Die Frau Finanzminister braucht Geld.
Gründe dafür gibt es ja verschiedene. Wenn man den Fremdenverkehr wirklich statt mit reduziertem mit einem Nullsteuersatz ankurbeln (lenken) möchte, verliert man Einnahmen. Dabei gebe es verschiedene Möglichkeiten sich dort das Geld zu holen, wo es offenbar vorhanden ist. Ja richtig , bei den Reichen oder Besserverdienenden. In der Praxis bräuchte es nicht unbedingt einen grossen Verwaltungsaufwand. Zumindest weniger als bei der geplanten "Lenkungsabgabe" auf Bier, Wein und Schnaps. Man könnte den Luxus etwas verteuern. Und zwar mit einem sogenannten Luxussteuersatz von 25 %. Einzuheben für Uhren ab ~70.000.- FR, Schmuck, Luxus-Immobilien, Jachten und vor allem bei Luxusautos ab einem Listenpreis von ~70.000.- FR. Dazu noch Champagner und Kaviar, Lachs und all die Köstlichkeiten, von denen der kleine Mann nur träumen kann und die man täglich quer über die Kontinente fliegt. Die Herrschaften würden dass wahrscheinlich nicht einmal bemerken. Die Sterneküche wäre weiter gefragt. Man gönnt sich ja schliesslich sonst nichts.
Lenkungsabgabe
Lenkungsabgabe
Aber nein. Unter der Schutzbehauptung was Suchtfachleute schon lange fordern, um zB. die Jugend besser vor dem Alkohol zu schützen. Dies funktioniere am besten übers Portemonnaie. Es geht aber auch um das verdiente Feierabendbier der Büezer. Ich bin weit davon weg, dem Alkohol und seine Folgen hier zu verniedlichen. Man trifft aber wieder eine Branche, die durch das Rauchverbot ohnehin schon am Rande der Existenz dahin vegetiert. Und die Jugendlichen. Die werden Mittel und Wege finden weiter zu ihrem Bier zu kommen. Die Kriminalität wird steigen. Ich möchte das gar nicht zu Ende denken.
Alkohol ist einen Droge und kann Familien zerstören und Menschenleben kosten. Also nicht die feine Zitronenlimonade von Muttern. Um die Jugend zu schützen könnte man das Alter für Alkohol auf 21 Jahre erhöhen. Oder den Alkoholverkauf beschränken wie in einigen nordischen Ländern. Dazu haben wir ja ein Heer von Spezialisten und Fachleuten, die da so ihre Konzepte entwickeln könnten. Wenn sie nur so dürften, wie sie wollten.
Was mich aber am meisten stört, warum muss es immer die Kleinen treffen ? Ja es wird sogar von "Geiselhaft" gesprochen. Nicht immer den Mann von der Strasse, die Mittelschicht und sondern mal die da oben ? Was denkt man sich so in der Politik , wenn man(n)/frau solche Vorschläge dem Volk näher bringen möchte. Was kommt als nächstes. Wie geht es den Profiteuren. Warum hat man jetzt mit dem Rauchverbot nicht eine Gute-Luftsteuer ins Auge gefasst, wo doch jetzt alles so schön rauchfrei ist ? Wann kommt die Genussteuer auf den ehelichen Verkehr ? Die Gehsteigbenützungsgebühr ?
Ich bin schlichtweg der Meinung, dass sich diejenigen welche sich eine Armbanduhr um teures Geld als Staussymbol leisten, durchaus auch eine höhere Mehrwertsteuer leisten können. Alles andere würde die Lebensqualität in unserem schönen Land nur weiter schmälern. Gar nicht zu sprechen von den nächsten Wahlergebnissen.
Wäre ich dem Alkohol zugetan, würde ich ihnen an dieser Stelle zuprosten. So bleibt mir nur ihnen ein angenehmes Wochenende zu wünschen. Allen Kranken im Lande gute Besserung.
