Es gibt sie, die andere Seite zu den Magermodells. Die Übergewichtigen oder gut gebauten Mitbürger. Es muss unterschieden werden zwischen Normalgewicht, Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit).
Dazu kann man, in Zeiten des Internets auf zahlreichen Seiten nachschlagen, wenn einem das Thema interessiert oder man selbst betroffen ist. Immer mehr Menschen erkranken an den Folgen von Übergewicht oder von Fettleibigkeit, man redet auch vom Couch-Potatoes-Syndrom. Couch-Potatoes sind Menschen, die lieber auf dem Sofa (Couch) liegen, als sich zu bewegen. Fehlernährung, gekoppelt mit Bewegungsmangel, führen zu Übergewicht und Fettleibigkeit. Für heute möchte ich mal den medizinischen Teil beiseite lassen und aus dem Alltag vom männlichen Part der Betroffenen erzählen.
Übergewicht hat mit Studien belegt, nicht nur mit Faulheit, Couch-Potatoes oder dicken Leuten zu tun. Es gibt auch medizinische Probleme, die zu mehr Gewicht führen. Mangelnde Bewegung hat also nicht immer mit dem Willen zu tun, sondern kann auch aus einer eingeschränkten Bewegungsfreiheit resultieren. Dazu reicht schon ein Bandscheibenleiden oder Probleme mit der Hüfte. Die Kilos sind schnell oben. Umgekehrt sind sie nur mit viel persönlichen Einsatz und einer Grundbewegung des Körpers wieder teilweise abzubauen. Dabei zählt nicht die Volksweisheit, dass dickere Menschen gemütliche und ausgeglichener sind, als die Körnerfreunde, Biojünger oder Vegetarier und sonstige. Diese sind eher hektischer, nervös und fahrig. Bei Gott es ist keine Freude, wenn man mit solchen Menschen in unmittelbarer Nähe zusammen lebt. Es mag zwar dem Körper schlank halten, die Nerven sind weniger stabil. Die Vorlieben für eine bestimmte Ernährung ändern sich wie das Wetter. Dank der ganzen Medienmaschinerie.
Der Internethandel wird ja allgemein als die Einkaufszukunft angesehen. Umgekehrt versuchen sie mal etwas ab Grösse 56 oder XXL online zu bestellen. Selten, dass eine Firma mal ein paar Artikel in Übergrössen anbietet. Dabei wären die Betroffenen sogar bereit, für den höheren Materialverbrauch zu bezahlen. In herkömmlichen Kaufhäusern ist es nicht viel anders. Die Beispiele könnte man bei einer bequemen Unterwäsche und praktischen Unterhosen, die auch noch etwas Chic haben, fortsetzen.
Jetzt bleiben wir bei dem Beispiel von oben, gehbehindert und mit "etwas " Übergewicht. Sagen wir so um die 130 kg. Abgesehen von der fehlenden Bekleidung, geht es gleich bei den Behindertenhilfen weiter. Rollator haben eine durchschnittliche Belastungsgrenze von 110 – 120 Kilo. Badehilfen wie Auflagen für die Badewanne bleiben sogar unter 100 kg. Standvelos, Turngeräte - überall Limite.
Es mag ja da und dort Fachgeschäfte für "Übergrössen" geben. Die sind aber dann so teuer, dass man einen Sponsor braucht. Ja und waren sie schon mal bei einer OP im Krankenhaus. Die OP-Tische sind erstens schmal wie eine Hühnerleiter und die Belastung endet auch hier bei 300 kg. Es geht aber gar nicht um so extremes Übergewicht. Um die 120 kg hat ein durchschnittlich gewachsener mit über 175 cm Körpergrösse schnell mal. Auch bei manchen Krankenhausbetten gibt es da schon Schwierigkeiten. Wenn wir schon beim Preisvergleich sind. Bis Grösse 56/58 ist zB. ein Anzug gleich teuer. Bademäntel in Übergrössen ? Schwierig ? Dies obwohl bei Frauengrössen ist es noch extremer, man bedeutend weniger Stoff braucht.
Und ich schreibe heute nur über Menschen, die sich nicht dick gefressen haben, sondern die nicht nur an Fett zulegen, sondern auch Wasserablagerungen angesammelt haben. Ich kenne keinen genaue Zahlen der Zielgruppe + 100. Zeitgemäss und Aktualität wären angebracht. Schon nur alleine wegen
des kleinen Unterschiedes. Bekannte Sportgrössen legen in älteren Jahren an Gewicht zu, sodass wir den ein oder anderen am TV gar nicht mehr im erkennen. Sicher ist die Betrachtung eines Menschen der Geschlechter Geschmacksache. Bei Frauen nennt man es Vollweib - Männer werden eher abschätzig mit dick bezeichnet.
Aber stärkere Menschen so vom Konsum auszuschliessen, weil sie nicht in das Idealbild unserer Gesellschaft passen, finde ich nicht sehr sozial . Mehrgewicht ist und kann eine Krankheit. Man baut ja auch keine Computer nur für Schlanke. Lebensqualität bestimmt jeder für sich selbst. Machner stirbt halt lieber gesünder, aber nicht unbedingt später.
