Er sollte doch irgendwie etwas besonderes sein. Dabei ist es vielleicht gar nicht so relevant ob es so erwartet wird. Heuer haben wir ja wieder einmal ein Schaltjahr mit 366 Tagen. Am 29. Februar geborene haben nach drei Jahren endlich wieder mal Geburtstag. Diejenigen welche der Meinung sind angeblich am 30. Februar sei ihr Geburtstag, werden genauso enttäuscht sein, wie die anderen, welche mit fünf Kerzen auf ihrem Adventkranz erfahrungsgemäss eine zuviel hatten. (..... fünfte brennt, Weihnachten verpennt)
Ich persönlich jedenfalls blicke dem neuen Jahr mit kritischen Gefühlen entgegen. Die Einsparungen im Gesundheitswesen treiben immer mehr selten Blüten. Wenn man gestern die Blick-Schlagzeilen gelesen hat, dem vergehen schon heute alle Gedanken an einen faire Zukunft.. Die Gesundheitskosten werden auch dieses Jahr steigen. Trotz den neuen Fallpauschalen. Unsere KK-Prämie nähert sich bis auf ein paar Fränkli dem Tausender. Allgemein und nur Spitalzusatz. Der Zürcher Herzchirurg Paul R. Vogt erklärt, wie das Gesundheitswesen günstiger und trotzdem besser werden könnte. Der Patient wird eine Art Werkstück, aus dem man durch geschicktes Codieren, Anpassen der Spitalaufenthaltsdauer und zusätzliche Massnahmen, ob nötig oder nicht, das Maximum an Profit herausholt. Über die Fallpauschalen und blutige Entlassungen haben wir ja schon mehrmals geschrieben.
Jetzt droht dem Patienten neues Ungemach. 80 Jahre, Raucher und etwas übergewichtig. Ginge es nach den Zukunftsaussichten des Herzchirurgen Vogt, dann würde in diesem Fall eine Bypassoperation nicht automatisch ausgeführt. Der Patient hat es ja selbst verschuldet. Mit ethisch-moralischen Kriterien kann man solcherart die Gesundheitskosten nicht senken. Was wäre dann mit den kaputten Knien und Beinen der Hobbysportler, welche schon mehrfache Bänderrisse und Knochenbrüche hinter sich haben und mit 40 so invalid werden. Auch ehemalige Sportstars und Fussballspieler zählen dazu. Wer spielt hier den Regisseur. Magenkrämpfe bekomme ich, wenn ich in dem Interview weiter lese. Für die Kosten der Mahlzeiten im Krankenhaus soll der Patient künftig selbst aufkommen. Wäre er zu Hause muss er sich doch auch verpflegen. Bevor sich Pizzakuriere und andere Lieferdienste schon vorzeitig freuen. Es wird weiter im KH gekocht. Alles andere würde den Ablauf auf der Station zuviel stören. Nur zahlen darf man selbst, bei eingeschränkter Menuwahl.Delegieren wir zur Standardhandlung
Man mag sich das nur in Ansätzen im Geiste vorstellen. Ja und auch die Lagerung der Patientendaten wird neu organisiert. Der Patient kümmert sich künftig selbst um deren Archivierung und Aktualisierung. Vorbei die Einführung der teuren e-HealthKarten. Dabei keimt in mir die vage Vorstellung hoch, ob denn die Migros jetzt nicht gemeinsam mit der Pro Senectute Selbsthilfekurse startet, die kleinere Operationen betrifft, die man eben mal schnell am Küchentisch erledigen kann. Denn für Krankenhäuser sind diese sowieso nur eine Belastung und gefährdet das Kostenranking der KH im nationalen Vergleich.
Ja und zum Schluss überlegen sie sich, ob sie künftig überhaupt so alt werden möchten. Ihre Prämie würde verursachergemäss (Lebenserwartung ) in Form einer stark erhöhten Krankenkasseprämie ihr Pensionseinkommen stark beschränken. Vorbei die Zeit der grossen Weihnachtsgeschenke an die Enkel. Ich bin noch im überlegen, wie ich das neue Jahr bewerten soll, es startet schon gut. Viellleicht ziehen wir als Eremiten in den dunklen Wald, fern aller modernen Kommunikationsmittel und
schliessen Frieden mit den Waldtieren. Naheliegend wäre es bei diesen düsteren Vorzeichen schon.
schliessen Frieden mit den Waldtieren. Naheliegend wäre es bei diesen düsteren Vorzeichen schon.
