Mittwoch, 18. Januar 2012

Armut und soziale Ausgrenzung


Europa 2020 ist eine EU-Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum für die nächsten zehn Jahre. Zum ersten Mal wurde die Armutsbekämpfung zum Ziel erklärt.

Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben versprochen, bis 2020 mindestens 20 Millionen Menschen aus Armut und sozialem Abseits zu befreien.

Die europäische Plattform gegen Armut und soziale Ausgrenzung setzt sich auf allen Ebenen dafür ein, dass dieses Ziel erreicht wird.

Fakten und Zahlen

■ 80 Millionen Menschen in der EU – 16 % der Bevölkerung – leben von einem Einkommen, das weniger als 60 % des durchschnittlichen Haushaltseinkommens in ihrem eigenen Land beträgt.
■ 19 % der Kinder in der EU leben zurzeit in Armut oder sind armutsgefährdet.
■ 17 % der Europäer fehlt es an materiellen Dingen. Das heißt, der Mangel an Ressourcen wirkt sich einschneidend auf ihre Lebensverhältnisse aus.
■ Die Systeme der sozialen Sicherheit verringern zwar das Armutsrisiko in Europa durchschnittlich um 38 %, doch gibt es dabei starke Schwankungen innerhalb der EU von weniger als 10 % bis fast 60 %.

Die wichtigsten Herausforderungen

■ Kinderarmut ein Ende bereiten
■ Förderung der aktiven Eingliederung der am stärksten gefährdeten Gruppen in Gesellschaft und Arbeitsmarkt (Empfehlung der Kommission von 2008 zur aktiven Eingliederung)
■ Schaffung angemessener Wohnverhältnisse für alle
■ Überwindung von Diskriminierung und Verbesserung der Integration von Menschen mit Behinderungen, von ethnischen Minderheiten, Einwanderern und anderen besonders schutzbedürftigen Gruppen
■ Überwindung der finanziellen Ausgrenzung und Überschuldung

Europäische Kommission