Mittwoch, 30. November 2011

Signale der Seele


Die Signale der Seele kommen still, so still, wie die Sonne in die Finsternis eintritt.

TIBETISCHES SPRICHWORT

Montag, 28. November 2011

Wahlsplitter

Paul Rechsteiner / SG  - Wahl in den Ständerat
Er sprach von einer "sensationellen Wahl" und von "einer grossen Aufgabe", die ihm das St. Galler Stimmvolk übertragen habe.

«Es ist der Zeitgeist, alle Parteien vereinigen sich gegen die SVP»,
sagte Toni Brunner in der «Tagesschau». Herr Brunner : Parteien können nicht wählen. Der Bürger gibt seine Stimme. Wer Unrecht sät, wird dasselbe auch ernten. Auch verlieren will gelernt sein.

Nun ist es definitiv.
er im vergangenen April angekündigte SVP-Sturm aufs Stöckli ist gründlich misslungen. Weder SVP-Vordenker und alt Bundesrat Christoph Blocher noch SVP-Präsident Toni Brunner schafften den Sprung in die Kleine Kammer. Insgesamt gehen nur fünf SVP-Männer nach Bern.

«Die Ära Blocher ist vorbei»
Die SVP ist mit ihren Ständeratskandidaturen in Zürich, Aargau, St. Gallen und Uri gescheitert.«Zürcher wollen keine polarisierende Politik» Christoph Blocher (SVP) hatte nicht den Hauch einer Chance. Die wiedergewählte Verena Diener (Glp) sieht in dem deutlichen Resultat ein Bekenntnis der Zürcher gegen den Politstil der SVP.

Führt Blocher die SVP in die Opposition?
Die SVP hat die Wahlen verloren. Trotz des teuersten Wahlkampfs aller Zeiten fällt das Ergebnis für die fast ausschliesslich von Blocher und seinen Getreuen gesteuerte Kampagne mager aus: minus sieben Sitze in der Bundesversammlung.

Freitag, 25. November 2011

Krankenkassenwechsel noch bis Ende November möglich

Noch bis am nächsten Mittwoch, dem 30. November, können Versicherte ihre Krankenkasse wechseln. Prämien und Modelle lassen sich weiterhin einfach, zuverlässig und rund um die Uhr auf www.priminfo.ch, dem Prämienrechner des Bundesamtes für Gesundheit BAG vergleichen. Der Onlinedienst ist sowohl für Versicherte wie für die Krankenkassen gratis.

Auf dem Prämienrechner können Versicherte die diversen Modelle und Angebote aller Krankenkassen miteinander vergleichen. Unter Angabe von Wohnort, Alter, Versicherungsmodell, Franchise und aktueller Krankenversicherung lassen sich die Prämien sortieren. Wer fündig geworden ist, holt online bei der gewünschten Krankenklasse eine Offerte ein oder druckt sich das entsprechende Formular aus und verschickt es per Post. Neben zahlreichen Informationen zu Prämien, Prämienverbilligung oder der obligatorischen Krankenversicherung allgemein lassen sich auch Musterbriefe für den Krankenkassenwechsel ausdrucken.

Mit dem Online Vergleichsdienst, der seit 2005 besteht und in diesem Jahr mit zusätzlichen Funktionen versehen wurde, will das BAG einen zusätzlichen Beitrag an die Transparenz im Gesundheitswesen leisten. Die Krankenkassen bezahlen für eingegangene Offerten über www.priminfo.ch nichts und können so ihre Verwaltungskosten senken, was sich wiederum positiv auf die Prämien auswirkt. Laut Hochrechnungen haben die Krankenversicherer bisher jährlich rund 16 Millionen Franken für private Internet-Vergleiche ausgegeben.

- Prämienrechner des BAG

Bundesamt für Gesundheit
Internet: http://www.bag.admin.ch/

Donnerstag, 24. November 2011

Ärger in der Fremde

c by Spital Flawil /Tag der offenen Tür
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. So oder ähnlich lautet dieser Volksspruch. Ich mache derzeit eine Pyhisyotherapie im Spital Flawil um meine Knochen wieder mal etwas Gutes zu gönnen und meinen Gehfähigkeit zu reaktivieren. Die Physio- und Ergotherapie des Kantonspitals St.Gallen (wozu ja Flawil neben Rorschach zählt ) sind entsprechend dem Auftrag eines Zentrumspitals hochspezialisiert und kompetent. Da nehmen wir halt die 15 km in Kauf.

Ausserdem verbindet mich ja mit dem Spital Flawil (zuständige) meine Herzkrankheit. War es doch ab 1995 erste Anlaufstelle nach einem Notfalleinsatz. Bin dort also schon so etwas wie ein Stammkunde. Meine Frau erhielt dort auch ihre Chemotherapie und absolviert heute noch ihre Kontrolluntersuchungen. Was die Anlaufstelle Flawil betrifft, wird sich das zwar künftig durch ein neu vorgestelltes Akutes Koronarsyndrom System ändern, welches ich später in einem detaillierten Beitrag noch genauer vorstellen möchte. Eines vorweg, es kann wertvolle Minuten bei einem Infarkt einsparen, auch wenn man kein Bundesrat ist. Tolle Sache via Handy.

Spitalschliessungen

Der Fortbestand des Spitals Flawils stand ja vor Jahren knapp an der Kippe. Dann aber wurde nochmals durchgestartet und der Laden scheint zu laufen. Nebenbei hat man die Geriatrie mit einem Heimanbau erweitert. Parkplätze waren schon immer ein Problem. Seit einem Jahr gibt es ein neues Reglement der Parkplatzbewirtschaftung, welches das Personal des Spitals und des Altersheims meiner Ansicht nach bevorteilt und die Kunden( sprich Kranke, Ambulante, Besucher) mit den verbleibenden Rest Vorlieb nehmen. Zwar werden die Parkplätze per Automat bewirtschaftet*. Aber offensichtlich kontrolliert das niemand. Auch nicht beim Notfalleingang an der Rückseite, wo drei Sonderparkplätze für Gehbehinderte und private Anfahrt für Notfälle ausgewiesen sind. Hier stehen jedoch Firmenautos, Gehfaule und junge Rowdies die sich nicht darum scheren und mit Omas Behindertenausweis Missbrauch treiben.

Wir waren einigen Jahren dabei, um uns für den Fortbestand des KK einzusetzen, weil die Spitalschliessung drohte. Auch weil dort ein familiäres Klima herrschte und offene, kompetente Ärzte im Einsatz waren. Mit ein Grund warum ich heute meinen Therapien noch in Flawil mache, obwohl dies auch in Niederuzwil/Uzwil möglich wäre. Aus alter Verbundenheit sozusagen. Nur jetzt wird es langsam ärgerlich, jedes Mal 20min und mehr herumzukurven um einen Parkplatz zu bekommen. Wie sieht es da aus mit der Feinstaubbelastung? Um so mehr man die letzten Monate noch dazu ein striktes Rauchverbot in- und ausserhalb des Haus eingeführt hat. Rauchfreies Spital. Auch im Garten. Nur frage ich mich an dieser Stelle, warum man das Personal nicht anhält mehr auf Fahrräder oder andere Transportmittel zurückzugreifen. Der Patient soll sich fit halten, Velo fahren, Spazieren usw. Umgekehrt lässt man lieber eben diesen unnötig im Kreis fahren. Die kommen ja auch nicht aus Freude am Autofahren, sondern weil sie teils in der von nicht öffentlichen Verkehrsmittel erschlossenen Einzugsgebieten wohnen. Ein grosser Teil des Personals kommt auch aus dem nahen Ausland täglich zur Arbeit. Im Prinzip keinen neue Situation.

Missbrauch Behindertenausweis

Jüngst steht ein junger Mann am Behindertenparkplatz und telefoniert in aller Ruhe. Wir warten um zu parkieren. Doch das Gespräch scheint kein Ende zu nehmen. Ein Klopfer an die Fensterscheibe ob er denn nicht endlich den Platz verlassen möchte. Nimmt der frech aus dem Handschuhfach einen Behindertenausweis seiner Oma und hält ihn mir vor die Nase. Ja junger Mann, die Oma mag zwar gehbehindert sein, aber er nur etwas weiter oben. Nach 5 Minuten gab er den Parkplatz dann gnädig frei, nachdem ich ihm mit der Polizei gedroht habe. 5 Minuten zu spät zur Therapie. Auf dem Gelände gibt es auch ein auch Stück Einbahnstrasse. Nur hält sich da keiner dran. Sonst müsste man ja einen weiten Umweg über drei Querstrassen machen bei der Parkplatzsuche.

Polizei kassiert im Namen der Gemeinde

Sicher, Leute werden krank. Leute müssen Therapien absolvieren. Ich (wir) aber überlege mir wirklich ob ich mir und meiner Frau das künftig weiter antue. Man hat den Umbau geplant und kennt die Situation aus der Planungsphase und von vorher. Nur jetzt geht heute etwas in die falsche Richtung. Alles zu verbieten kann auch nicht die Lösung sein. Um so mehr es offensichtlich nicht kontrolliert wird. Ich find es schade. Schade für ambulante Patienten für Besucher und Notfälle. In der Bahnhofstrasse ebenort bin ich es inzwischen gewohnt ein Mandat zu bekommen, wenn der Arztbesuch mal länger dauerte und die Parkuhr abgelaufen ist. Laut Polizei ist der Auftrag der Gemeindevertretung zu strafen. Alleine dort sind 6 Ärzte mit ihren Ordinationen. Bei der Neugestaltung ging man darauf leider nicht ein. Ja, ich könnte das auch alles ohne Ärger in Uzwil erledigen. Aber, man ändert halt nicht gerne seinen Gewohnheiten und nimmt leider zuviel in Kauf. Nicht zuletzt weil es ja bisher medizinisch optimal war.

Flawil mag zwar gute Ärzte und ein aufmerksames Pflegepersonal haben. Nur die Politik ist mit der Situation als med. Standort vor Ort nicht auf gleicher Höhe.
* 24.11. Heute war ich wieder mal Vorort. Dabei muste ich feststellen, dass auf den wenigen  verbliebenen gebührpflichtigen Parkplätzen auch noch PW`s mit einer Ausnahmegenehmigung stehen: Parkplatzsuche heute 18 Minuten.

Mittwoch, 23. November 2011

Tagträumen


Der letzte feuchte Fleck - und dann, so ganz ohne Regen !!!

Dienstag, 22. November 2011

Da wäre dann noch dies ....

 Lärmbelästigung durch zu laute Werbung soll bald der Vergangenheit angehören Der hektische Griff zur Fernbedienung, weil die Werbung einmal wieder viel lauter ist als die Sendung zuvor, soll bald der Vergangenheit angehören. Der ORF senkt ab 2012 die Grundlautstärke sämtlicher Werbespots und Promotions, so dass das Programm einen harmonischen Geräuschpegel bekommt. Diese Maßnahme gegen Werbe-Lärmbelästigung erfolgt in Abstimmung mit ARD, ZDF und dem Schweizer Fernsehen. News.at Online


Regierungsrat torpediert Ausbau des Mieterschutzes
Transparente Vormieten und Gratisverfahren vor dem Mietgericht: Dem Regierungsrat gehen beide Initiativen des Mieterverbandes zu weit. Er will anders für bezahlbaren Wohnraum sorgen. Gleich zwei Initiativen zum Mietrecht wurden heute vom Zürcher Regierungsrat ablehnend beurteilt. Er beantragt beim Kantonsrat, dass sie ohne Gegenvorschlag abgelehnt werden. Tagesanzeiger Online


Kampf gegen das Rauchen geht in die nächste Runde
Schadstoffkonzentration ist im Auto wesentlich höher als in jedem anderen Raum. Gibt es bald ein Rauchverbot im Auto? Die Diskussionen über ein Verbot von Glimmstängel im Auto gibt es weltweit seit Jahren. Laut einer aktuellen Aussendung der Britischen Ärztevereinigung BMA steigt die Feinstaubbelastung in Autos im Vergleich zu verrauchten Bars auf das 23-Fache. News.at Online


Wie deutsche IV-Gutachter in der Schweiz das grosse Geld machen
Deutsche Fachärzte kommen tageweise in die Schweiz, um ohne Bewilligung IV-Patienten zu begutachten. Bund und Kantone machen sich nun daran, dem lukrativen Geschäftsmodell Grenzen zu setzen. Recherchen belegen nun, dass der Fall Brinkmann nur die Spitze des Eisbergs ist. Im Kanton Bern ist es verbreitet, dass Ärzte ohne Berufsausübungsbewilligung (BAB) Gutachten für die Invalidenversicherung erstellen. Tagesanzeiger Online

Erinnerungen passen durch keine Tür
Jeder kennt das Phänomen: Man verlässt das Zimmer, steht im nächsten Raum – und hat vergessen, was man dort wollte. Die Krux ist die Tür, an der die Gedanken buchstäblich hängen bleiben.Nur eben schnell ins Nebenzimmer, um etwas zu holen – und dann steht man dort mit leeren Händen, ahnungslos, was genau der Ursprungsgedanke war. Das Problem ist die Tür . Focus Online

Montag, 21. November 2011

Ein Leben ohne Geld

Ist Geld die neue Religion oder leben wir wie Marie, die seit 13 Jahren ohne Geld auskommt. Sternstunde Religion stellt die Fragen und hat sie in ihrem "geldlosen"Leben mit der Camera begleitet. Ein interessanter Einblick in das Leben der ehemaligen Lehrerin. Ohne festen Wohnsitz, ohne Arbeit und doch immer mitten drin im Leben.

Stell dir vor, es gäbe keinen Besitz.
Ich frage mich, ob du das kannst
John Lennon

Freitag, 18. November 2011

IV Revison bringt Familien und IV-Rentner in Existenznöte

(vergrössern bitte anklicken/ Cartoon Rippenspreizer.de)

Am 1. Januar 2012 erhält die Invalidenversicherung neue Instrumente, um IV-Rentnerinnen und -Rentner wieder ins Erwerbsleben einzugliedern. Der Bundesrat hat am Mittwoch den ersten Teil der 6. IV-Revision auf diesen Zeitpunkt in Kraft gesetzt und die Ausführungsbestimmungen verabschiedet.Im Zentrum der ersten Etappe steht die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt: Bis 2018 sollen rund 17'000 Rentner ins Erwerbsleben zurückfinden. Die IV-Rente soll als Brücke zur Eingliederung verstanden werden und nicht mehr als definitive Lösung. (Bluewin Online)

Laut Ständerat sollen die Renten älterer IV-Bezüger sollen im Zuge der anstehenden Revision nicht angetastet werden. Mit dem Vorschlag würden sich die vom Bundesrat geplanten Einsparungen verzögern.

Keine IV-Rente mehr: Was nun?

Arbeit statt Rente heisst die Zauberformel der Stunde, um die Invalidenversicherung zu sanieren. IV-Renten werden überprüft, gekürzt, gestrichen. Ab 2012 greift die IV-Revision 6a. Rund 17 000 Männer und Frauen sollen wieder fit gemacht werden für den Arbeitsmarkt. Bloss: Wer stellt sie wieder ein? Wer will einen ehemaligen IV-Rentenbezüger einstellen, wenn die Wirtschaftslage angespannt ist und der Druck auf die Mitarbeitenden ständig wächst? Diskussion °°  (Direktlink z. Hören) SFDRS

Die Bloggerin Mia B. "IVInfo" befasst sich detto wie immer sehr sachlich und pointiert mit dem Thema und zeigt auf, wie unsinnig die Diskussion beim Zuhörer angekommen sein muss. Speziell zum Ausklang der Sendung fehlt einem die Verbindung zur Eingangsfrage der Radiodebatte.   

IM: Als Betroffener wird es etwas schwieriger werden, mir die IV-Rente zu streichen. Einerseits haben wir ja gestern darüber berichtet wie schwer es in der Schweiz überhaupt ist, ein Spenderherz zu bekommen. Mich stört an dieser ganzen IV-Revision, ausser das sich einige Institute dabei eine goldene Nase verdienenen, dass es scheinbar nicht möglich ist, die faulen Äpfel auszusortieren und zu entfernen, anstatt Panik im Lande zu verbreiten. Der Gesamtaufwand alleine des Teiles 6a +b kostet wieder jede Menge Bares, welches bei den Betroffenen besser angelegt wäre. Für Herrn Bortoluzzi (SVP) unvorstellbar. Donnern alleinen reicht nicht. Was würde er wohl sagen, wenn man ihm seiner Existenz berauben würden und er bei der SBB künftig als Wagenreiniger sein Fortkommen fristen müsste (obwohl die einen tollen Job machen) Der Bauernpartei sind die Kühe scheinbar näher am Hemd, als die tausenden Schicksale von Mitbürgern des Landes, die eben nicht mehr so aktiv sein können wie sie gerne möchten.

- Wie deutsche IV-Gutachter in der Schweiz das grosse Geld machen  (mit Cartoons (Tagesanzeiger Online)
- "Über Nacht gesund" (Baz Online) Im Kanton Bern ist es verbreitet, dass Ärzte ohne Berufsausübungsbewilligung (BAB) Gutachten für die Invalidenversicherung erstellen......

Donnerstag, 17. November 2011

Gleiches Recht auf Rettung

Trinker und Transplantationen
Eine im "New England Journal of Medicine" veröffentlichte Studie behauptet, der vor einer Lebertransplantation verlangte Alkoholentzug sei unnötig. Daran hat sich jetzt eine Debatte entzündet: Hat jemand, der sich selbst schädigt, das gleiche Recht auf Rettung wie andere Kranke?

Der Mediziner Philippe Mathurin vom Hôpital Huriez im französischen Lille und seine 22 Mitautoren gießen das Fazit ihrer klinischen Studie in einen einzigen, nüchternen Satz: "Eine frühe Lebertransplantation kann die Überlebenschancen von Patienten verbessern, die erstmals an schwerer alkohol-toxischer Hepatitis erkrankt sind und auf medikamentöse Behandlung nicht reagieren." mehr Spiegel Online



Wartezeit und Überlebensrate bei Herztransplantationen
Die Wartezeit für ein transplantierbares Herz ist individuell unterschiedlich und hängt ab von der Blutgruppe und der Grösse des Herzens (abgestimmt auf die Person bzw. deren Alter und Gewicht). Deshalb ist auch die durchschnittliche Wartezeit starken Schwankungen unterworfen. So betrug diese im Jahr 2002 79 Tage - und war damit die kürzeste aller Organe - im Jahr 2006 aber 212 Tage. Am Stichdatum 1. Januar 2007 waren 23 Personen auf der Warteliste für ein Herz. Neun Personen, die auf ein neues Herz warteten, starben im Jahr 2006.
Die Überlebensrate nach Herztransplantationen ist recht hoch und hat sich seit Anfang der 1990er Jahre noch verbessert.

Die aussagekräftigsten Zahlen zur Überlebenswahrscheinlichkeit stammen aus den USA, wo jährlich über 2000 Herzen transplantiert werden (Zahlen von 2003, Quelle: US-Transplant). Demnach leben noch rund 88 Prozent der Herztransplantierten ein Jahr nach der Operation. Drei Jahre danach sind dies noch 80 Prozent, und nach fünf Jahren leben immer noch 73 % der Betroffenen. Zuweilen kann es vorkommen, dass ein transplantiertes Herz nach einer gewissen Zeit versagt und die betroffene Person vorübergehend mit einer mechanischen Unterstützung bzw. einem Kunstherz überleben kann, bis eine erneute Transplantation möglich wird. Die Überlebensrate der Organe liegt (leicht unter jener der Patienten) bei 87 Prozent (nach einem Jahr), bei 79 Prozent (nach drei Jahren) und bei 72 Prozent (nach 5 Jahren).

Bei manchen Patienten mit sehr starker Herzinsuffizienz (Herzschwäche) führt keine der möglichen Behandlungen zu einer Besserung. Für diese Schwerstkranken kommt in seltenen Fällen eine Herztransplantation in Betracht, also der Ersatz des eigenen Herzens durch das gesunde Herz einer verstorbenen Person. Eine Transplantation kann die Überlebenschancen und die Lebensqualität wesentlich verbessern. Leider stehen zu wenig Spenderherzen zur Verfügung, so dass nicht alle Patienten, die von einer Transplantation profitieren könnten, ein Spenderorgan erhalten.


Expertenbeitrag von Prof. Dr. Thierry Carrel
Zum Thema «Herztransplantation» gibt es eine Fülle an Literatur. Die getroffene Auswahl erfolgte nach den Kriterien Bezug zur Schweiz, Verständlichkeit und Übersichtlichkeit. Anregungen, Kritik und Wünsche bezüglich weiterer Literatur oder nützlicher Kommentare sind willkommen und tragen dazu bei, das Transplantationsportal laufend zu aktualisieren und es den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer anzupassen.

Der Kommentar zu folgendem Werk wurde von Prof. Thierry Carrel verfasst. Carrel ist Direktor der Klinik- und Poliklinik für Herz- und Gefässchirurgie des Inselspitals Bern.
Karl Kriens und Doris Gröschke-Bachmann: «Letzte Chance – Herztransplantation»

Mittwoch, 16. November 2011

Moral kann zwei Seiten haben

Ein Beispiel gefällig. Heino, der Schlagerbarde musste im September 2007 seine Tour absagen, weil er unter anderem an Tinnitus erkrankt war und mehrere Wochen stationär behandelt wurde. Genau für so einen Fall eigentlich wurde die Tournee-Ausfallversicherung mit einer Gesamtversicherungssumme von 3.625.000 Euro abgeschlossen.

Allerdings weigerte sich die Versicherung, die Leistung zu erbringen. Begründung: Heino hätte bei Vertragsabschluss im Juli 2007 in der Gesundheitserklärung falsche Angaben gemacht beziehungsweise wichtige Informationen nicht angegeben.

Das Gericht gelangte zur Überzeugung, dass Heino bereits seit vielen Jahren an Tinnitus litt und somit eine Vorerkrankung verschwiegen wurde. Deshalb könne keine Zahlung aus dem Versicherungsvertrag verlangt werden. Das bedeutet für Heino und den Konzertveranstalter, dass sie die Kosten nun selbst tragen müssen.

Nicht auf einer Stufe

Jetzt lässt er via Bild und anderen Medien verbreiten, dass er seinen Bambi zurückgeben werde (aber noch nicht hat ?). Grund: die heurige Vergabe des Integrationsbambis an Bushido, dem Skandalrapper, der sich laut eigener Aussage am Weg der Besserung befindet und künftig keine menschenverachtende Texte mehr singen möchte. Man kann rund um die Vergabe dieses Bambi geteilter Meinung sein. Von einer zweiten Chance ist die Rede. Für mich hat Bushido für die Integration noch nicht sehr viel getan, was ihn zu solch einer Auszeichnung befähigen würde. Auch sein Alltagsumgang ist nicht gerade sehr freundlich, wenn mal jemand anderer Meinung ist und die Cameras aus sind.

In der Schweiz kennen wir uns ja Dank der SVP mit schwarzen Schafen aus. Irgendwie scheint es bei dem Rapper, als brechen ein paar weise Flecken durch. Liegt wohl eher daran, dass er Höhenluft geschnuppert hat und das viele Geld nicht mehr so verachtet.

Dass jetzt genau der blonde Barde seine dunkle Stimme erhebt und sich als Saubermann darstellt, zeugt ja nicht vom geschickten Marketing. In die Augen kann man ihm mit seinen dunklen Designerbrillen nicht blicken. Spätfolgen einer Berufskrankheit als Bäcker. Mensch Heino, bleib bei deinen Leisten, setz dich in dein Cafe und beginne nicht, auf deine alten Tage über andere zu granteln. Du kennst ja das Sprichwort von wegen Glashaus. Hannelore braucht einfach ihre Ruhe und keinen Trubel .

Die Vergabe des Bambi an Bushido ist kein Skandal als solches, sondern eine reine Fehlentscheidung der Jury. Die Auszeichnung war bereits zuvor von Politikern und Demonstranten vor der Halle kritisiert worden. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck, sagte am Freitag: „Wer Frauen- und Schwulenverachtung propagiert, hat keinen Preis für gelungene Integration verdient.“

Hossa

Dienstag, 15. November 2011

Bloglese

Haben Blogs bei all den Sozialen Netzen überlebt ? Ich sage ja. Allerdings braucht man mehr Zeit zum Lesen, als bei Twitter und Facebook. Zeit die sich viele nicht mehr nehmen möchten. Unsere Zeit ist schnelllebiger geworden. Ein Plus für Facebook der Millionen User zu seinen Kunden zählt. Je mehr User, je mehr Werbung verkauft sich auf der Plattform. Das widerspricht aber der guten alten Blogkultur aus der Gründerzeit. Blogs informieren, berichten und zeigen auf. Auch Satire und Kultur kommen nicht zu kurz. Information im Schnellzugtempo bringt zwar grossen Input – aber ist das wirklich das Gelbe vom Ei. Twitter, Google+ und Facebook als Quickie ?

Aber die Frage dabei, was ist für mich wichtig, was brauche ich davon und sind tausende anonyme Freunde sinnvoll. Theoretisch müsste man Bloggertreffen a la Facebook dann in Fussballstadien veranstalten. Würde dem Einzelnen endlich Gelegenheit geben, seine virtuellen Freunde kennen zu lernen. Aber mehr nicht. Ich habe unfreiwillig mehr Zeit zum Lesen als vielleicht der Durchschnitt. Umgekehrt aber mein einziges Vergnügen, welches ich mir noch gönne. Sofern meinen Augen mitspielen und ich einen guten Tag habe mal mehr , mal weniger. Wobei die guten Tag sich auf meinen gesundheitlichen Zustand bezieht und mein Herz halbwegs rund läuft. Stammbesucher kennen ja die Geschichte. Bloggen ist für mich zur Therapie geworden.

Es ist wie mit den Leseratten, die Buch für Buch verschlingen. Auch das kann Menschen befriedigen und führt im TV zu den literarischen Treffpunkten von Buchkritikern. Wobei ich mich an dieser Stelle frage, warum gibt es so etwas ähnliches noch nicht für die Bloggerszene. Vielleicht ist die Auswahl einfach zu gross. Zumindest was die quantitative Anzahl der Blogs betrifft. Qualitativ würde sich das rasch reduzieren. Was würde solch eine Sendung überhaupt bringen ? Es gibt tolle, sachlich und fachlich gestaltete Blogs. Umgekehrt aber auch viele Freizeitblogs. Diese werden gelesen, aber nicht über ihren qualitativen Inhalt besprochen. Ob das so mancher Blogger überhaupt recht wäre, wenn er von aussen Kritik an seinem Schreiben erfahren würde. Da und dort würde es etwas brenzlig. Trotz offener Kommentarfunktion fehlt es bei vielen Blogs an Kommentatoren. Auch für anonyme Schreiber zuwenig interessant ?

Unabhängig davon, es gibt sie noch die Boggerszene. Man muss zwar länger suchen, da die Anzahl in den letzten Jahren praktisch explodiert ist. Aber mancher Oldie hat überlebt und wird heute noch liebevoll gepflegt und hie und da neu eingekleidet. Viele Ehemalige sind zu Facebook abgewandert, weil sie dort mehr Zuhörer –(leser) haben. Aber es gibt noch interessante Gruppen zu allen Themen der Gesellschaft, die für Einzelne unter uns interessieren könnten. Um diese Perlen möchten wir uns mehr kümmern und sie in loser Reihenfolge hier kurz vorstellen. Man könnte dann dorthin surfen und sich einfangen lassen. Geschmäcker sind verschieden. So wird auch die Auswahl der Blogs nicht immer den breiten  Zuspruch finden. Aber wie gesagt, einen Versuch ist es wert. Es zählen nicht die Zugriffszahlen, die Verlinkungen, die Werbbanner und Auszeichnungen, sondern nur der Inhalt nach unseren subketiven Kriterien. Lassen sie sich überraschen. Es braucht auch nicht extra dafür eine Bibliothek oder Blogverzeichnis vom Blogverzeichnis geschrieben werden. Die Blogs schwirren schon heute durch das WWW.

H E U T E :

Hier findet Sie die Heimat zahlreicher interessanter Blogs aus und zu dem Alltag. Breitgefächert führen hier Redakteure/innen durch diverse Facetten der Gesellschaft. Von interessant bis unterhaltsam.Auchtierliebhabe rkommen nciht zu kurz. Frankfurter Allgemeine Blogs

Montag, 14. November 2011

Was sonst keinen Platz fand


Internet in der Schweiz
Geahnt haben wir es schon lange, jetzt spricht der Preisüberwacher Klartext: Der Zugang zum Internet ist in der Schweiz völlig überteuert. Das zeigt eine Vergleichsstudie. Surfen kostet in keinem Nachbarland so viel wie in der Schweiz. Das stellt der Preisüberwacher Stefan Meierhans fest und fordert Gesetzesänderungen für tiefere Preise. Dagegen wehrt sich die Swisscom, die von den heutigen Regelungen am meisten profitiert. 20min.ch


Zukunft der AHV
Obwohl die AHV 2009 einen Überschuss von 3.9 Mrd. Franken erwirtschaftet hat, stellt sich vor dem Hintergrund der demografischen Verschiebungen die Frage, wie die AHV zukünftig finanziert werden soll. Im folgenden Text werden die Funktionsweise und die wichtigsten Einflussfaktoren in der Finanzierung der AHV erläutert. In einem zweiten Schritt wird auf die aktuelle und zukünftige Situation und die damit verbundenen Konfliktpotentiale der AHV eingegangen. Schliesslich werden verschiedene Lösungsansätze zur langfristigen Finanzierung der AHV aufgezeigt. Vimentis.ch


Zero Tolerance bei ausländischen Sozialhilfebezügern
Ausländern, die Sozialhilfe beziehen, droht der Landesverweis. Die härtere Gangart möglich gemacht hat der verbesserte Datenaustausch zwischen den Ämtern. Sie kann auch unerwünschte Folgen haben. Die Verschärfungsspirale im Ausländerrecht dreht sich weiter. Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit sind verschiedene Kantone dazu übergangen, ausländischen Sozialhilfebezügern den weiteren Aufenthalt zu verweigern.Tagesanzeiger.ch Online


Die unmögliche Rentenmission
Die Euro-Krise setzt den Schweizer Pensionskassen zu. Im ersten Halbjahr 2011 haben viele Verluste erwirtschaftet. Anstatt Rentenkürzungen wären nun neue Ideen gefragt. Vergangene Woche trafen sich im Zürcher Hotel Marriott Schweizer Pensionskassenmanager und -expertinnen zu einem Erfahrungsaustausch unter dem seltsamen Titel «Schweizer Leadership Pensions Forum». Schon das Einleitungsreferat war nicht gerade ermutigend: Von Wolfgang Munchau, Mitherausgeber der «Financial Times», bekamen die Anwesenden zu hören, dass die Euro-Krise «noch lange dauern wird». Die Wirtschaft werde in den nächsten Jahren nur wenig wachsen. WOZ.ch


Vertrauensarzt
Eine interessante Fragestellung, die auch einen grosse Anzahl von IV-Antragsstellern interessieren könnte.
 Was Patienten wissen müssen in 8 Punkten ausführlich erklärt : Wie läuft es im Alltag? Gutachter beurteilen, ob jemand arbeitsfähig ist oder nicht. Darum ist es für Betroffene wichtig, ihre Rechte bei einer solchen Abklärung zu kennen. Richter sind keine Mediziner – und deshalb darauf angewiesen, dass gesundheitliche Aspekte von Fachleuten abgeklärt werden. Gutachter haben im heutigen Arbeits- und Sozialversicherungssystem einen grossen Einfluss. Beobachter Online

Sonntag, 13. November 2011

Lebensweisheiten

Ein Mensch -
das trifft man gar nicht selten -,
der selbst nichts gilt,
lässt auch nichts gelten!

Samstag, 12. November 2011

Chronisch kranke Personen geben unserem Gesundheitssystem gute Noten

weisen aber auch auf Verbesserungspotential hin

Die Resultate einer in 11 OECD-Ländern durchgeführten Befragung sind für die Schweiz erfreulich, geben gleichzeitig aber auch Hinweise auf Verbesserungspotential. Rund 70 % der befragten, in der Schweiz wohnhaften Personen finden das Gesundheitssystem gut und würden nur kleine Änderungen vornehmen. Die Schweiz steht somit auf Platz 1 im internationalen Vergleich. Verschiedene Vorlagen, die die aufgezeigten Lücken und Verbesserungspotentiale angehen, sind in der Schweiz gemäss der gesundheitspolitischen Strategie des Bundesrates in Vorbereitung oder bereits in Umsetzung.

Im Mittelpunkt der international vergleichenden Befragung stand die Einschätzung der jeweiligen Gesundheitssysteme durch Erwachsene mit mittelmässigem bis schlechtem selbstdeklariertem Gesundheitszustand, mit schwerwiegenden oder chronischen Krankheiten, Verletzungen oder Invalidität oder mit kürzlicher Erfahrung einer Hospitalisierung oder einer Operation. Befragt wurden Personen ab 18 Jahre in den drei Sprachregionen Deutschschweiz, Romandie und Tessin.

Die telefonische Befragung wurde unter der Leitung der amerikanischen, gemeinnützigen Stiftung "The Commonwealth Fund" durchgeführt; in der Schweiz in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG). Das BAG beauftragte zudem das Schweizerische Gesundheitsobservatorium Obsan mit der Analyse der Ergebnisse im internationalen Vergleich.

Der Commonwealth Fund ist eine gemeinnützige Stiftung in den USA, die das Gesundheitssystem in den USA und in anderen Ländern stärken will. Durch Ihre repräsentativen und ländervergleichenden Umfragen werden die Erfahrungen und Meinungen der direktest Betroffenen erfasst und international verglichen. Dabei stehen Zugänglichkeit, Qualität und Effizienz im Mittelpunkt. Die Resultate der jüngsten Umfrage wurden an einem Ministertreffenin Washington diskutiert, das vom 8. bis 10. November 2011 stattfindet. Geleitet wird die schweizerische Delegation von Pascal Strupler, Direktor des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), dem für diesen Anlass vom Bundesrat der Titel eines Staatssekretärs zuerkannt wurde.

In vielen Bereichen der Befragung liegt die Schweiz auf den ersten drei Rängen: 69,1% der Befragten finden das Gesundheitssystem gut und würden nur kleine Änderungen vornehmen. Dieser Anteil ist in allen anderen befragten Ländern deutlich tiefer (zwischen 50.8% in Grossbritannien und 25,1% in den USA). Der Zugang zur medizinischen Betreuung am Abend, an den Wochenenden und Feiertagen wird von 51,4% der Schweizer und Schweizerinnen als relativ einfach eingeschätzt. Mit diesem Anteil liegt die Schweiz hinter Grossbritannien auf dem zweitbesten Platz. Auch hinsichtlich der Wartefrist geben Grossbritannien und die Schweiz positive Rückmeldungen. So konnten über drei Viertel der Befragten aus diesen zwei Ländern am gleichen oder nächsten Tag einen Arzttermin wahrnehmen.

Die Zusammenarbeit mit den Hausärztinnen und Hausärzten wird von den befragten Personen (mit Erkrankungen) durchwegs positiv beurteilt (jeweils erster oder zweiter Rang). So sind die Schweizer Ärztinnen und Ärzte über wichtige Daten informiert (95,9%), nehmen sich genügend Zeit für ihre Patientinnen und Patienten (88%), ermutigen diese zu Fragen und geben dabei verständliche Erklärungen ab (77%). Auch in Grossbritannien wird die Beziehung zu den Hausärztinnen und Hausärzten sehr positiv eingeschätzt, während die Antworten der Befragten aus Ländern wie Norwegen und Schweden deutlich kritischer ausfallen. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Einbezug in die Entscheidungen bei den Spezialisten. 80% der befragten Schweizerinnen und Schweizer berichten über positive Erfahrungen.

Fast jede fünfte befragte Person (18%) aus der Schweiz hat im letzten Jahr aus Kostengründen entweder auf verschriebene Medikamente, auf Arztbesuche und/oder auf Tests, Behandlungen und Nachuntersuchungen verzichtet. Mit diesem doch substantiellen Anteil steht die Schweiz im Mittelfeld der befragten Länder. In den USA ist der Anteil mit 42% am höchsten, Schweden und Grossbritannien weisen die niedrigsten Anteile auf.

Ein anderer Problembereich, auf den die Patientinnen und Patienten hinweisen, sind medizinische Fehler. Bei Fehlern in der Medikation, der medizinischen Behandlung oder der Diagnostik schneidet die Schweiz im internationalen Vergleich zwar gut ab, und die Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz sprechen tendenziell mehr über solche Fehler als anderswo. Mit 2% bis 5% ist der Anteil für sich gesehen aber doch recht hoch. Bei Infektionen im Zusammenhang mit Spitalaufenthalten hat die Schweiz mit 9,8% einen international durchschnittlichen Wert.

Bezüglich Lücken in der Betreuung und Information nach dem letzten Spitalaufenthalten und operativen Eingriff - wie z.B. keinen Erhalt von klaren Anweisungen und Informationen zu Medikamenten, zur Nachsorge oder zu Kontaktstellen bei Problemen - steht die Schweiz im internationalen Vergleich an dritter Stelle. Dass 48% der Befragten über solche Lücken berichten, und der deutliche Abstand zu den USA und Grossbritannien (29 resp. 26%) zeigen ein Verbesserungspotential auf. Neben der Schweiz haben folgende zehn Staaten an der Befragung teilgenommen: USA, Deutschland, Niederlande, Kanada, Grossbritannien, Frankreich, Australien, Norwegen, Schweden, Neuseeland. Die Erhebung für die Schweiz wurde zwischen Mai und Juni 2011 durchgeführt.

Verschiedene Vorlagen, die die aufgezeigten Lücken und Verbesserungspotentiale angehen, sind in der Schweiz gemäss der gesundheitspolitischen Strategie des Bundesrates in Vorbereitung oder bereits in Umsetzung. Zu nennen sind namentlich die Förderung der integrierten Versorgung, die Schaffung eines Nationalen Qualitätsinstituts und die Umsetzung der Qualitätsstrategie. Damit werden auch die Patientensicherheit und die Qualität der Gesundheitsversorgung gestärkt werden. Daneben sollen die weiteren mittel- und langfristige Reformprojekte des Bundesrate - etwa der neue Risikoausgleich, die neue Spitalfinanzierung oder die eHealth-Strategie - die Wirkungen dieser Massnahmen unterstützen und ergänzen.

Bundesamt für Gesundheit
Internet: http://www.bag.admin.ch/

Freitag, 11. November 2011

Verbesserung der Durchführung der AHV

Eine Reihe von Verbesserungen in der Durchführung der AHV kann schon bald realisiert werden. Der Bundesrat hat die vom Parlament in der Sommersession 2011 verabschiedete Revision des AHV-Gesetzes und die entsprechenden Verordnungsänderungen auf den 1. Januar 2012 in Kraft gesetzt. Das Revisionspaket enthält einige Massnahmen, die seit Jahren hängig und im Rahmen der 11. AHV-Revision unbestritten waren.

Mit dem Beschluss des Bundesrates wird die erste Etappe der laufenden AHV-Reform abgeschlossen. Die zweite Etappe der AHV-Reform ist bereits unter Einbezug der Parteien, Sozialpartner und der Kantone an die Hand genommen worden. Die Vorbereitungsarbeiten dazu sind im Gang. Die Eckwerte der Reform sollen Ende des nächsten Jahres vom Bundesrat festgelegt werden.

 
Die Neuregelungen betreffen in erster Linie den Bereich der Beiträge und die technische Durchführung der Versicherung von bestimmten
  • Versicherte, die in der Schweiz arbeiten, aber nicht für einen in der Schweiz domizilierten Arbeitgeber tätig sind, waren bisher privilegiertDer Höchstbeitrag für Nichterwerbstätige an die AHV/IV/EO, der bis anhin 10’300 Franken pro Jahr beträgt, wird neu auf das 50-Fache des Mindestbeitrags limitiert, was zurzeit 23’750 Franken ergibt. Da der Mindestbeitrag in der Vergangenheit regelmässig angepasst wurde, der Maximalbeitrag aber nicht, hatte sich das Verhältnis der beiden Eckwerte verschoben.
  • Den Höchstbeitrag bezahlen müssen Personen, deren Vermögen – unter Einschluss der kapitalisierten Rentenleistungen – bei 8,3 Mio. Franken oder darüber liegt. 
  • Die Durchführung der AHV wird beispielsweise dadurch erleichtert, dass neu alle Frühpensionierten ab dem 58. Altersjahr bei der bisherigen Ausgleichskasse angeschlossen bleiben, und nicht mehr zur kantonalen Ausgleichskasse wechseln müssen, wie es heute vorkommen kann.

Donnerstag, 10. November 2011

COOP - trotz Rekordgewinnen nur minimale Lohnerhöhungen

Nur minimale und individuelle Lohnerhöhung bei Coop

Nach Jahren satter Gewinne beschliesst Coop angesichts eines mässigen Geschäftsgang 2011 einseitig eine minimale Lohnerhöhung von nur 0,3 Prozent. Die Coop-Angestellten, die bei der Gewerkschaft Unia organisiert sind, haben das Angebot als ungenügend zurückgewiesen.

Die minimale Lohnerhöhung von 0,3 Prozent individuell bedeutet im Klartext: Die meisten Coop-Angestellten gehen dieses Jahr leer aus. Dies obwohl der Arbeitsdruck und die Produktivität in den Filialen ständig gesteigert werden: Immer weniger Personal steht im Laden, räumt Waren ein, berät die Kundschaft und bedient die Kassen. Bei der Gewerkschaft Unia häufen sich die Beschwerden über Dauerstress, Druck und unzumutbare Arbeitszeiten, die gesundheitliche Probleme verursachen und die Personalfluktuation massiv erhöhen.

Seit Jahren schreibt Coop zudem satte Gewinne, erhöht die Margen und verbuchte letztes Jahr sogar einen Rekordgewinn. Vania Alleva, zuständig für die Dienstleistungsberufe bei der Unia, bezeichnet den einseitigen Entscheid von Coop darum als schlechtes Signal für die ganze Branche: «Es geht nicht an, dass der Grossverteiler jetzt in einem mittelmässigen Jahr derart beim Personal spart.»

Für die Gewerkschaft Unia ist klar: Es gilt nun dringend Massnahmen gegen die Überlastung des Personals zu ergreifen. Insbesondere müssen die Personalbestände wieder erhöht und die Flexibilisierung bei den Arbeitszeiten gestoppt werden.

COOP Umgang mit Lebensmittel Fleisch
IM: Zu COOP zählen COOP Lebensmittel- und Baumärkte, Interdiscount, Fust, Microspot Online  usw. Also insgesamt genug Bares um die Mitarbeiter leistungsgerecht zu entlöhnen. Sonst müsste man in den Chefetagen eben einen Solli einführen, um bessere Lohnergebnisse zu präsentieren.

Mittwoch, 9. November 2011

Die Exekutive lässt sich nicht bestechen

Gratisimbiss und Verkehrskontrolle

Das alte Privileg von Polizisten, im McDonald's zum halben Preis zu essen, ist vorbei. Zumindest in Genf zahlen die Beamten wieder den vollen Preis. Nun aber ist Schluss damit: Die Genfer Polizei habe ihre Angestellten jetzt daran erinnert, dass «die Annahme von Sachleistungen verboten» sei, so ihr Sprecher Eric Grandjean. In der Stadt Zürich zeigt man sich tolerant: «Höflichkeitsgeschenke von geringem Wert dürfen unsere Polizisten annehmen. Sie dürfen aber keine Kontrollfunktion wahrnehmen und nicht nach Geschenken fragen (20min.ch)

Beamtenbestechnung , verbotene Geschenkannahme

Wenn sie diesen Artikel bei 20min.ch Online gelesen haben, wird sich da und dort ein Nackenhärchen sträuben. Grundsätzlich habe ich ja mal gehört, dass kleinen Aufmerksamkeiten im Wert bis zu 5.- FR nicht zu einer aktiven Bestechung zählen. Das haben wir als Schweizer(innen) in der Vergangenheit Dank der Medien gelernt , dass es bei aktiver Bestechung um höhere Beträge geht. Selbst bin ich ja ein Sohn eines Polizisten. Leider ist mein Vater viel zu früh verstorben. Doch ich kann mich noch erinnern, dass damals vor etwa 40 Jahren oder mehr war es zum Beispiel Brauch, dass die örtliche Wirtschaft und Bevölkerung vor oder am heiligen Abend die Wachzimmer aufsuchten und dort ein paar 0,7 lt Flaschen Wein oder Bonboniers abgaben, um sich damit indirekt für die gute Zusammenarbeit mit der Polizei im abgelaufenen Jahr zu bedanken. Diese wurden dann später auf die zugehörigen Personen im Wachzimmer verteilt.

Das war noch in einer Zeit, wo man noch mehr Fussstreife ging und damit im weit engeren Kontakt zur Bevölkerung in seinem Rayon stand. Später dann führte ich eine grosse Gaststätte in Oberösterreich. Dort war es Brauch, dass die Nachtstreife der Gendarmerie* sich kurz “in den Wald“ abmeldete um bei uns ein kleines Gulasch oder Getränk zu sich zu nehmen. Dies war langjährige Tradition und keiner dachte dabei an Bestechung oder Verführung zur Geschenkannahme.

Verkehrskontrolle ohne Privileg

Noch heute erinnere mich an einen Samstagabend. Wieder einmal machte die Nachtstreife bei uns einen kleinen Stopp und man ass eben ein kleines Gulasch und dazu ein Getränk. Um etwa 21 Uhr verliessen die beiden Polizisten unser Lokal. Wenige Minuten später kamen meinen Kinder und baten mich, ab ich sie nicht in eine Disco am See fahren könnte. Da an diesem verregneten Herbsttag ohnehin nicht viel los war, starteten wir kurz darauf. Unterwegs bemerkte ich kurz bei der nächsten Ortsdurchfahrt aus den Augenwinkel heraus, eine Polizeistreife in einer Querstrasse stehen. Nachdem wir sie passiert hatten, folgten sie uns ein paar Kilometer durch Dörfer und über Land. Nachdem dritten Dorf schalteten sie das Blaulicht ein und überholten uns, um mich dann mit der Kelle anzuhalten. Es folgte einen Routine-Kontrolle der Papiere und der Vorwurf in zwei Ortschaften zu schnell gewesen zu sein. Ja und ich erkannte die beiden als jene Gendarmen, die sich noch kurz vorher bei uns auf Kosten des Hauses gestärkt hatten. Mit einem kleinen Mandat durfte ich dann die Fahrt weiterführen.

Sicher war ich fürs erste leicht verärgert. Um so mehr mit der Vorgeschichte. Ja und dann noch Blaulicht zur Verkehrskontrolle. Ist doch nur im Einsatz erlaubt. Aber eben, damals hatte ich das geschluckt und überlegt, den Brauch doch einfach abzuschaffen. Dann erinnerte ich mich wieder an die vorweihnachtliche Zeit im Wachzimmer meines Vaters. Es gibt eben solche und solche. Gebracht hätte es sowieso nichts. Aber diese kleinen Story nur für jene, die der Meinung sind, mit Prozenten oder Gratisimbissen könnte man Polizisten bestechen oder grosse Schlagzeilen damit fabrizieren. Zufällig hatten wir Wochen später eine Polizeileiterkonferenz Österreichs bei uns im Hause. Der Leiter des zuständigen Bundeslandes (Kanton) war mein ehemaliger Nachbar im Elternhaus. Wir sprachen nur kurz am Rande darüber. Interessanterweise wurden in der Folge die nächtlichen Besuche der Exekutive weniger. Dies verwunderte umso mehr, als ich mich nicht direkt beschwert hatte, sondern es einfach so erzählt habe, wie ich es eben erlebt habe. Haben da zwei Bünzler den anderen den Pausensnack verdorben? * Gendarmerie (Polizei im ländlichen Bereich)

zum Thema : MacDonaldsbanden schlagen zu

Dienstag, 8. November 2011

Vernünftiger Franken-Euro-Kurs, Investitionspaket und Kurzarbeit statt Stellenabbau

Der Unia-Branchenvorstand der MEM-Industrie hat mit Befriedigung zur Kenntnis genommen, dass sich endlich auch wichtige Wirtschaftsverbände der gewerkschaftlichen Forderung nach einem vernünftigen Franken-Euro-Wechselkurs anschliessen. Er fordert generelle Lohnerhöhungen, ein Investitionspaket und die Anwendung von Kurzarbeit, um Stellenabbau zu verhindern.

Die Unia verlangt seit Monaten vehement, dass Nationalbank und Regierung scharfe Massnahmen gegen die Franken-Spekulation ergreifen. Dass sich ein Wechselkursziel definieren und verteidigen lässt, ist inzwischen deutlich geworden. Der Unia-Branchenvorstand der MEM-Industrie hat darum heute mit Befriedigung zur Kenntnis genommen, dass sich endlich auch wichtige Wirtschaftsverbände der Forderung nach einem vernünftigen Franken-Euro-Kurs anschliessen.

Generelle Lohnerhöhungen von mindestens 100 Franken

Tatsache ist: Der Franken ist gegenüber anderen wichtigen Währungen nach wie vor um 20% überbewertet, und Tausende von Arbeitsplätzen in der Industrie sind darum in Gefahr. Unbezahlte Arbeitszeiterhöhungen oder gar Lohnkürzungen in den Betrieben und Abstriche bei den Pensionskassen sind darauf keine taugliche Antwort. Sie würden im Gegenteil zu einem wirtschaftlichen Abschwung beitragen.

Um eine tiefe Krise zu verhindern, fordert der Unia-Branchenvorstand der MEM-Industrie darum ein entschiedenes Handeln der Behörden und die Bereitschaft zu zukunftsgerichteten Lösungen von Seiten der Arbeitgeber. Konkret fordert der Branchenvorstand:

Die Nationalbank muss einen Wechselkurs von 1.40 Franken pro Euro verteidigen

Bundesrat und Parlament müssen sofort ein Investitions- und Bildungspaket zusammenstellen, das den Industriestandort Schweiz langfristig stärkt. Generelle Lohnerhöhungen von mindestens 100 Franken in den MEM-Betrieben.Statt Stellen abzubauen, müssen die Unternehmen das Mittel der Kurzarbeit ausschöpfen.

Kommunikation Unia

Montag, 7. November 2011

Was sonst keinen Platz fand


Jedem Patienten seinen Blister
Die individuelle Zusammenstellung von Medikamenten können Maschinen übernehmen. Die machen zudem weniger Fehler, hygienischer ist es auch.
Alle benötigen sie Arzneimittel. Oft müssen sie zu bestimmten Uhrzeiten verschiedene davon einnehmen. In Krankenhäusern oder Heimen stellen examinierte Pflegekräfte Tages- und Wochenrationen in kleinen Boxen zusammen. Das kostet Zeit, ist nicht immer hygienisch und lässt einigen Raum für menschliche Fehler. FAZ.net

Hoher Blutzucker kostet drei Millionen Tote pro Jahr
Schon leicht erhöhte Blutzuckerwerte können tödliche Folgen haben. Dabei würden einfache Dinge das Risiko deutlich senken. Mehr als drei Millionen Menschen sterben jedes Jahr weltweit an den Folgen eines zu hohen Blutzuckerspiegels. Das berichtet das britische Medizinjournal „Lancet“. Damit sei erhöhter Blutzucker eine der fünf häufigsten Todesursachen eltweit und hauptverantwortlich für tödliche Erkrankungen von Herz und Gefäßen. Die Autoren betonen, dass schon vergleichsweise leicht erhöhte Blutzuckerwerte - solche, bei denen Ärzte noch nicht von einer Zuckerkrankheit (Diabetes) sprechen - tödliche Folgen haben könnten. Für ihre Studie werteten die Autoren medizinische Daten aus 52 Ländern aus. Welt.de

Gassenküche St.Gallen im Wandel
Die Gassenküche ist gut in die neue Saison gestartet. Im vergangenen Jahr wurde das Rauchverbot eingeführt, das gut akzeptiert wird. Die Besucherzahlen sind stabil geblieben Die Gassenküche, die Randständige und Menschen mit Suchtproblemen zu günstigen Preisen verpflegt, startete am 1. September in die neue Saison. Die Ausgrenzung der Randständigen nehme zu. «Es gibt immer wieder Menschen, die meinen, unsere Gäste als asozial bezeichnen zu müssen, nur weil sie Suchtprobleme haben. Tagblatt.ch

Intels Donnerkeil soll Kabelwirrwarr beenden
Der Kabelsalat rund um den Computer raubt uns die Nerven, doch bislang gab es für PC-Nutzer keine echte Alternative. Das will der Chip-Produzent Intel nun ändern: Bei der Datenübertragungstechnik Thunderbolt ersetzt ein einziger Anschluss die vielen Computer-Eingänge - bald auch bei anderen Geräten als Apple-Rechnern. Süddeutsche

Samstag, 5. November 2011

Informationssicherheit in Verwaltungen – ein Blick in die Zukunft

Im September 2010 fand das fünfte Symposium „Verwaltung integriert sichere Informationstechnologie (ViS!T)“ im Stade de Suisse statt. Wie sehen künftige Anwendungen im Bereich E-Government aus, welche Auswirkungen hat die schnelllebige Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Arbeitsplätze der Verwaltung? Diesen Fragen ging das Informatikstrategieorgan Bund ISB als Gastgeber, in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für sichere Informationstechnologie Austria A-SIT, nach. Der Anlass richtete sich an die Mitarbeitenden der öffentlichen Verwaltungen in deutschsprachigen Ländern.

Die Unterstützung durch sichere Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) ist aus der heutigen Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Dies gilt auch für die öffentlichen Verwaltungen. Unter dem Titel „Was wir von gestern für morgen lernen“ haben die rund 130 Teilnehmenden der Veranstaltung „ViS!T - Verwaltung integriert sichere Informationstechnologie“ im Stade de Suisse den Blick in die Zukunft gewagt.

Sicherheit – eine wichtige Rolle

Anhand verschiedener Beispiele von neuen Verwaltungsanwendungen oder -prozessen wie dem elektronischen Zahlungsverfahren e-billing/e-payment, den elektronischen Amtssignaturen oder dem Cloud Computing wurden die erwarteten Entwicklungen aufgezeigt. Diese werden nicht nur unsere Arbeitsweisen in der Verwaltung und im Geschäftsleben verändern, sondern auch die gesellschaftlichen Umgangsformen und Lebensweisen stark beeinflussen. Das Arbeiten in der digitalen Welt bringt neue Erfahrungen und Herausforderungen. Auch in Zukunft wird die Sicherheit in der IKT eine zentrale Rolle spielen. Dabei wird es nicht nur die Aufgabe von Entwicklern sein, sichere Anwendungen zu bauen. Ebenso muss die Sensibilität der Kader und Mitarbeitenden laufend gestärkt werden, damit bisherige und neue Gefahren früh erkannt werden; so kann das sichere Handeln gefördert werden.

Informationsaustausch – national und international

Die grenzübergreifende Zusammenarbeit, die beim Symposium ViS!T im Zentrum steht, umfasst auch den offenen Informationsaustausch in heiklen Fragen. Ziel der Teilnehmenden aus Österreich, Deutschland, Luxemburg, Liechtenstein und der Schweiz war deshalb sowohl die Kontaktherstellung zur Vertrauensbildung auf nationaler und internationaler Ebene als auch die gegenseitige Vermittlung praktischer Erfahrungen. Das Symposium findet alle zwei Jahre alternierend in einem der Gastgeberländer statt.

Generalsekretariat EFD

Freitag, 4. November 2011

Privatverschuldung und Schuldenprävention

Caritas nimmt Stellung zu drei politischen Vorstössen zur

Stärkung der Schuldenprävention und Schuldenberatung

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats behandelt am 31. Oktober 2011 drei politische Vorstösse zur Privatverschuldung und Schuldenprävention. Caritas begrüsst die Vorstösse und erhofft sich davon wichtige Impulse für die Stärkung der Schuldenprävention und Schuldenberatung.

Gemäss der Erhebung des Bundesamts für Statistik lebten im Jahr 2008 in der Schweiz 570‘000 Personen mit erheblichen Kontoüberzügen oder Zahlungsrückständen. Die Schweiz benötigt deshalb ein gut ausgebautes Angebot an Schuldenprävention und Schuldenberatung. Die heutigen Angebote reichen bei weitem nicht aus, um den erforderlichen Bedarf zu decken.

Angesichts der Tatsache, dass nicht nur die öffentliche Hand, sondern auch Gläubiger wie Kreditinstitute und Krankenversicherer von der Schuldenprävention und Schuldenberatung einen Nutzen haben, ist es zu wünschen, dass der erforderliche Ausbau der Kapazitäten auch durch diese Gläubigergruppen mitfinanziert wird. Caritas befürwortet deshalb die parlamentarische Initiative Hiltpold, die eine Umsatzabgabe auf Konsumkreditverträgen für die Finanzierung von nationalen Präventionskampagnen verlangt. Allerdings fordert Caritas, dass die aus der Umsatzabgabe resultierenden Mittel nicht nur für die Schuldenprävention, sondern auch für die Schuldenberatung eingesetzt werden. Bei der Schulden-prävention sollten neben Programmen für junge Menschen insbesondere auch Angebote für die über-durchschnittlich überschuldungsgefährdeten Gruppen finanziert werden.

Caritas unterstützt auch die Motion der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats zur Erhebung von Zahlen zur Privatverschuldung. Allerdings teilt Caritas die Einschätzung des Bundesrats nicht, die Zahlen aus der SILC-Studie würden ein genügendes Bild der Überschuldung vermitteln. Caritas fordert deshalb detailliertere statistische Erhebungen und Studien über den Verlauf von Überschuldungsbiografien.

Die parlamentarische Initiative Aubert fordert ein Werbeverbot für Konsumkredite. Caritas begrüsst die Diskussion über die Werbung für Konsumkredite und stellt mit Besorgnis fest, dass einzelne Kre-ditinstitute immer aggressivere Werbung betreiben, die in keiner Art und Weise auf die Gefahren einer Kreditaufnahme respektive Verschuldung aufmerksam macht. Konsumentinnen und Konsumenten laufen dadurch Gefahr, nicht planbare Ereignisse wie Arbeitslosigkeit, Trennung oder Scheidung und Krankheit bei ihrem Entscheid über eine Kreditaufnahme ungenügend zu berücksichtigen. Caritas fordert in der Werbung für Konsumkredite im Minimum eine deutlich bessere Information über die Risiken.

Donnerstag, 3. November 2011

Spitalfinanzierung: Bundesrat erlässt die nötigen Bestimmungen für die Einführung

Im Hinblick auf eine geordnete Einführung der leistungsbezogenen Finanzierung im stationären Bereich auf 1. Januar 2012 (Fallpauschalen gemäss DRG) hat der Bundesrat zusätzliche Verordnungsbestimmungen verabschiedet. Diese regeln die Begleitmassnahmen zur Einführung der Fallpauschalen (Monito-ring und Korrekturmassnahmen) sowie die Vergütung der Anlagenutzungskos-ten im Jahr 2012. Die Änderungen treten am 1. Dezember 2011 in Kraft. Das EDI bereitet zuhanden des Bundesrates des Weiteren eine Regelung zur Daten-übermittlung vor.

Die nationalen Tarifpartner, der Verband der Schweizer Spitäler H+ und der Verband der Krankenversicherer santésuisse konnten sich im vergangenen August nicht darauf einigen, die Einführung der leistungsbezogenen Finanzierung näher zu regeln. Deshalb erlässt neu der Bundesrat im Interesse einer geordneten Einführung der leistungsbezogenen Fallpauschalen notwendige, zusätzliche Bestimmungen in der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV). Diese beinhalten folgende Punkte:

Um die Entwicklung der Kosten und Leistungen überwachen zu können, wurde als Grundlage für Korrekturmassnahmen ein Monitoring konkretisiert. Ungerechtfertigte Mehrerträge der Leistungserbringer beim Wechsel des Tarifmodells sollen während einer zweijährigen Einführungsphase korrigiert werden.Für die Abgeltung der Investitionskosten im Vergütungssystem DRG sieht der Bundesrat im Jahr 2012 einen prozentualen Zuschlag von 10% auf den verhandelten Basispreisen vor. Ab 2013 ist eine Abgeltung der Kosten, inkl. Investitionskosten, auf Basis der jeweiligen Kostenausweise der Spitäler und Geburtshäuser zu vereinbaren.

Da sich die nationalen Tarifpartner auch bezüglich der Übermittlung von abrechnungsrelevanten Daten nicht auf eine Lösung einigen konnten, wird das EDI dem Bundesrat voraussichtlich noch in diesem Jahr einen Regelungsvorschlag unterbreiten. Es wird sich dabei auf die präzisierte Rechtsgrundlage stützen, welche der Nationalrat am 27. September 2011 beschlossen hat; der Ständerat wird voraussichtlich im Dezember darüber beraten Mit den vorgesehenen Regelungen durch den Bundesrat soll zu einem der Datenschutz garantiert werden und zum anderen die Rechnungskontrolle durch die Versicherer ermöglicht werden.

Ab 1. Januar 2012 werden die Leistungen der Spitäler und Geburtshäuser im stationären Bereich über leistungsbezogene Pauschalen vergütet. Sowohl diese einheitlichen, gesamtschweizerischen Bestimmungen als auch die bereits am 6. Juli 2011 vom Bundesrat genehmigte Tarifstruktur SwissDRG Version 1.0 erlauben die rechtzeitige Einführung der Pauschalen. Die Spitäler und Versicherer sind nun gehalten, die Basispreise zu vereinbaren und den Kantonsregierungen zur Genehmigung einzureichen.

Bundesamt für Gesundheit

Mittwoch, 2. November 2011

BAG-Prämienrechner in neuem Kleid und mit neuen Funktionen


Wie hoch sind die Krankenkassenprämien nächstes Jahr? Welche Versicherungsmodelle stehen zur Verfügung, und wo finde ich für meine Bedürfnisse die günstigste Prämie? Der Prämienrechner des Bundesamtes für Gesundheit BAG bietet unter www.priminfo.ch ab sofort mehr Informationen und mehr Vergleichsmöglichkeiten. Das Angebot für einen zuverlässigen Vergleich aller Prämien ist für Versicherte und Krankenkassen weiterhin gratis.

Die Versicherten können sich einfach und rasch rund um die Uhr über die diversen Versicherungsangebote aller Krankenversicherer informieren. Sie können die jeweiligen Prämien nach ihrer Höhe sortieren und damit ihr Einsparpotenzial berechnen. Dazu genügt die Angabe von Wohnort, Alter, Versicherungsmodell, Franchise und aktueller Krankenversicherung. Wer ein passendes Angebot gefunden hat, kann bei der Krankenkasse online eine Offerte für die Grundversicherung einholen oder ein entsprechendes Formular ausdrucken und an die Krankenkasse senden. Die Krankenversicherer ihrerseits bezahlen nichts pro eingegangene Offertanfrage.

Konsumentenorganisationen und die Konsumentenzeitschriften (K-Tipp, Gesundheitstipp, Bon à savoir, Tout Compte Fait) mit rund 2,5 Millionen Leserinnen und Lesern begrüssen das ausgebaute Angebot des BAG. Sie werden den Betrieb ihres eigenen Prämienrechners auf dem Internet einstellen und dafür auf den elektronischen Prämienrechner des BAG verweisen.

Das Sparpotenzial für die Krankenversicherer ist beträchtlich, geben sie doch laut Hochrechnungen heute jährlich rund 16 Millionen Franken für Internet-Vergleichsdienste respektive für eingegangene Offertanfragen aus. Dank des neuen BAG-Angebots können sie ihre Verwaltungskosten senken, was sich wiederum auf die Prämien auswirkt. Dies führt auch zu Einsparungen bei Bund und Kantonen.

Das BAG betreibt seinen elektronischen Prämienrechner seit 2005 und hat das Angebot seither laufend ausgebaut. Die Kosten für die jetzige Weiterentwicklung des BAG-Prämienrechners beliefen sich auf rund 200‘000 Franken. Die Daten basieren auf den vom BAG bewilligten Prämien für das jeweilige Folgejahr.

Eidgenössisches Departement des Innern

Dienstag, 1. November 2011

Klarnamen-Zwang bei Google+ soll jetzt doch wegfallen

Der Klarnamen-Zwang bei Googles Online-Netzwerk Google+ soll mit der Zeit wegfallen. «Wir planen, in Zukunft auch Pseudonyme zu unterstützen», kündigte der zuständige Google-Manager Vic Gundotra beim «Web 2.0 Summit» in San Francisco an.

Google hatte seinen Start aus meiner Sicht gut begonnen. Hat im Gegensatz zu seinen Facebook-Konkurrenten gefordert, dass sich alle Nutzer grundsätzlich mit ihren echten Namen (Klarnamen) anmelden müssen. Lfd. wurden deshalb in der Vergangenheit zahlreiche Konten gesperrt, die eine Prüf-Software als Pseudonyme einstufte. Wie erwartet haben Nutzer und Netzaktivisten dagegen protestiert, auch in der Schweiz.

Jetzt scheint Google nachzugeben und künftig auch Pseudonyme auf seinem Netzwerk zulassen. Hier scheint eher der kommerzielle Erfolg im Vordergrund zu stehen, als der Wille sich durchzusetzen und den ein oder anderen User zu schützen. Dazu zählen als wohl eine der grössten Gruppen unsere Kinder und Jugendlichen. Man kann ja über das System Facebook geteilter Meinung sein. Lieber keinen Freunde als virtuelle. Nebenbei wird Facebook damit eher zum Fulltimejob.

Mit dem Einknicken demaskiert sich Google+ wohin sie sich künftig entwicklen möchten. Einerseits haben wir im realen leben ein Vermmungsverbot. Im Internet sollen plötzlich nicht ganz saubere Zeitgenossen auf ähnliche Art ihr Unwesen treiben dürfen. So wie der norwegischen Massenmörders Anders Behring Breivik, der auch anonym im Internet unterwegs war. Wir haben in der Schweiz die Meinungsfreiheit. Also für mich kein Grund unter eine Pseudonym durchs Netz zu schwirren. Besonders auf offenen Kommentarseiten findet man diese besondere Spezies, welche dort Use beleidigen und untergriffige Ausdrücke verwenden.

Ein bekannter Blogger hat jüngst dazu geschrieben, nachdem ihm Google+ ausschloss, er befürchte mit Klarnamen berufliche und private Nachteile. Zitat : “ Schon immer wieder befremdend. Sie bekommen in einem solchen Fall eine automatisch generierte Mail von Google, sehr persönlich formuliert, mit der grossartig angebotenen Möglichkeit des Widerspruchs“.

Für mich heisst das im Umkehrschluss entweder führe ich keinen Blog oder ich stehe zu dem was ich schreibe und kommentiere. Wie im alten Westen. Ich habe schon an dieser Stelle mehrfach beschrieben, was ich davon halte, wenn man anonym geführte Blogs und Webseiten dann sogar noch auszeichnet. Man stelle sich vor, wenn so nicht direkt vergleichbar, der nächste Nobelpreis würde anonym vergeben.

Was steht dem entgegen, dass wirklich gute Blogs,welche gut recherchiert und fachlich verständlich geschrieben werden, auch nicht mal Kritik anbringen dürfen , ohne gleich befürchten zu müssen, am nächsten Tag gekündigt zu werden. Dazu reicht schon ein Gewinn bei Herrn Jauchs Millionenshow. Das Internet bzw. WWW würde sich schlagartig um 50 % seines Umfanges reduzieren, wenn alle Pseudos und Anonymus abgeschaltete würden. Vielleicht könnte man dann künftig Sozialhilfe anonym beziehen oder anonym in die Schweiz einreisen, was die SVP jedoch nicht so freuen dürfte.

Ich habe nichts dagegen, wenn jemand via Pseudonym unter Bärli, Huschi oder Wasti schreibt und sich dabei moralisch wohl fühlt. Allerdings heisst es bei der Registrierung zuerst einen Klarnamen anzugeben (Zentralstelle) und damit Farbe zu bekennen, sodass man kurzfristig auf Fehlbare* und diverse Onkels zugreifen könnte, ohne umständliche Eruierung der IP Adresseninhaber. Das wäre für mich der richtige Schritt. Das Google+ jetzt nachgibt, ist mir einfach unverständlich. Damit habe ich, wenn ich wollte, keine Alternative mehr zu Facebook. Ausser den Namen. Anonymität am Altar des Kommerzes.

- Kurt Think About Beitrag vom 24.Okt. 2011
- Offener Brief an Google - pseudonymmusss.posterous.com Gemeinschaftsbrief
- Das Ende der Anonymität
- * Die Mensch-Maschine / Sascha Lobo (Spiegel.de)