Sonntag, 31. Juli 2011

Wenn Tradition zur Gefahr für Leib und Leben wird


Aufgrund es Dauerregens wird es ja heuer wohl zu keinem Verbot kommen, am 1.August wie gewohnt Feuerwerkskörper abzuschiessen. Eine Tradition, die trotz allem jährlichen Leid und Feuerschaden stur weiter gepflegt wird. Noch bevor der 1.August seinen Einzug hält, melden die Medien schon erste Berichte zu einem abgebrantten Bauernhaus, verursacht durch 11-jährige, spielende Kinder, welche am Estrich des Anwesens Rauchpetraden abfeuerten. Dies soll erst der negative Anfang einer langjährigen Tradition sein. Die einen fahren wegen der preislich günstigeren Windeln nach Konstanz. Die Feuerwerkskörper Made in China oder Polen aber, werden fast bis zur Haustür geliefert.

Was machen sie denn in den Händen von Kindern ? Haben die Eltern bei der Aufsicht geschlampt. Tatsache ist, das sich Jugendliche heute überall mit dem Zeugs eindecken können. Ein Millionengeschäft, dass sich die Händler nicht entgehen lassen wollen. Leider ist es ja heute schon das ganze Jahr zur "Tradition" geworden bei jeder Gelegenheit Feuerwerkskörper in den Himmel zu schiessen. Sei es Hochzeit, Geburtstag oder Firmenfeier. Es kracht nicht nur mehr am 1. August, sondern das ganze Jahr. Spötter sagen, besonders intensiv sei es zwischen dem 15.Juli und dem 15.August. Besonders, weil offenbar einige nicht genau wissen, wann der 1. August genau ist.

Auf den Strassen heisst es als Fahrzeuglenker aufpassen. Inzwischen gehört es nämlich zum grossen Spass, die Dinger unter fahrende Autos zu schmeissen. Für den Fahrzeuglenker ein äusserst kritische Situation, die schon mal ins Auge gehen kann und Menschenleben fordern kann.   

Besonders finde ich es schlimm, wenn die Leute zum Abschiessen abseits von Wohnquatieren zu faul sind und ihre Raketen vom Balkon aus abschiessen. Es ist müssig zu erwähnen, wie Tiere, ältere Menschen durch den Krach leiden. Für Tiere eine unheimliche Stresssitution.  Bin ich deshalb kein vollwertiger Schweizer/in, wenn ich auf Mitmenschen Rücksicht nehme und auf von der Gemeinde frei gegebene Grundstücke ausweiche. Es ist um den 1.August schon mehr als lästig permanent von dem Krachen der Knallkörper Tag und Nacht aufgeschreckt zu werden. Unser Hund verzieht sich auf die Toillete und kommt erst am Tag darauf zögerlich raus.

Es wird  überall Lärm in allen Formen bekämpft. Millionen werden für Schallschutzwände ausgegeben. Doch für diesen Krach fühlt sich keine politische Partei verantwortlich. Nichteinmal die Grünen scheint es zu stören, wenn Tonnen abgebrannter Kracher und Feuerwerkskörper in den Wiesen liegen und noch lange nacher die Fauna und Flora beeinflussen.  

Aufrufe zur Einschränkung nutzen seit Jahren nichts. Als ob es keine anderen Möglichkeit gibt, den 1.August zu feiern. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle nochmals bitten, sich zumindest in der Nähe von dicht bewohnten Gebieten , Krankenhäusern udn Tierheimen zurück zu nehmen. Der ein oder andere wird auch einmal in das Alter kommen, wo er diese Feuerwerksorgien nicht mehr so lustig findet. Dann ist es aber zu spät. Zumindest sollte man mehrmals versuchen seinen Kinder auf die Gefahr für sich selbst, aber auch die Spielkameraden und Mitmenschen zu verweisen.

Wir wünschen allen Lesern, allen Schweizer/innen einen friedsamen 1.August und möge der heilige Florian ihr Haus vor allem Unbill und verirrten Raketen schützen. Meine Jalousien tragen noch heute die Spuren des Feuerwerks von letztem Jahr.

Beitrag IM Vorjahr

Donnerstag, 28. Juli 2011

Time Out mit Hindernissen

Am 9.Juli schrieb ich den vorläufig letzten persönlichen Beitrag „Alles hat ein Ende“. Gesundheitlich wollte ich danach ein grosses notwendiges Time Out nehmen und mir und meiner Frau wieder mehr Lebensqualität, sprich Gesundheit gönnen.


UPC-CC lässt Kunden im Regen stehen
 
Doch der Teufel liegt im Detail. Sprich Internet und Festnetz. Gesundheitlich sind die Probleme nicht unbedingt geringer geworden, aber das ist wieder einen andere Geschichte. Mit ein Grund der Reduzierung des Blogs war es unter anderem auch, die ganze Infrastruktur von der Swisscom weg zu einem günstigeren Provider zu übertragen. Als Mindestpensionist ist man heute auf jeden Franken angewiesen. Immer mehr Medikamente fallen aus dem Leistungskatalog. Was blieb mir also anderes über, als einen Providerwechsel ins Auge zu fassen. Um so mehr bei der Swisscom der Grundanschluss mit Nullleistung rund 25.- FR kostet, bevor überhaupt ein Wort oder ein Bit transportiert wird . Und das schon inflationsbereinigt seit mehr als 40 Jahren. Eine stolze Summe, die sich hier als Einsparmassnahme anbot. Offerte waren ja bald eingeholt. Die Wahl fiel zwar mit Baugefühl, auf Cablecom (CC). Das Kombi lag halbwegs im Rahmen und sollte helfen hunderte Franken übers Jahr zu sparen und doch halbwegs einen erhoffte Gegenleistung bringen. Ganz ohne Grundgebühr.

Ehre wem Ehre gebührt

Doch zuerst hiess es sich aus dem Swisscomvertrag zu lösen. Ist ja laut medien nicht so einfach. Hier vielleicht das einzige Positive an meinem heutigen Beitrag. Ehre wem Ehre gebührt. Einzigartig in der Schweiz ist der CEO, Herr Schlater, welcher direkt per E-mail erreichbar ist. Die anderen verstecken Schnössel verstecken sich hinter mittelmässigen Managern. Zumindest landete innerhalb von 2 Stunden Nachricht und Entschuldigung in meiner Mailbox. Der aufgebotene Kundendienst korrigierte den angeblichen Computereingabefehler. Plötzlich sollte mein Abo sich um ein Monat verlängern und damit auch die Abrechnung um stolze 170.- FR. (Strafgebühr). Dank interner Order konnten wir dann das Kapitel Swisscom verträglich abschliessen- leider nach mehr als 40 Jahren.

Cabelcom bleibt ein Rohrkrepierer

Cablecoms Glasfaseranschlüssen eilte der schlecht Ruf als Servicedienstleister aus diversen Foren und Onlineberichten voraus. Die Geschwindigkeit mit 50.000 Kbit/s klang vielversprechend. Jedoch wie heisst es im Volksmund “ Aussen hui, innen pfui“. Das mussten wir die folgenden Wochen leider schnell erfahren. Sunrise als Alternative konnte bei uns nur 5000 Kbit/s anbieten. Viele andere Alternativen gab es in der Region nicht.

Die Gerätschaft wurde von CC zwar speditiv übersandt und war bald installiert. Doch die Freude wehrte nicht lange. Und es kam zu baldigen mehrmaligen Leitungsunterbrüchen. Ein Techniker wurde aufgeboten und alles schien plötzlich wieder normal. Das Problem des Internet- Paketes schien das Thomsonmodem zu sein. Deutsche Anleitung on- oder offline Fehlanzeige. Stundenlanges suchen im Internet vergeblich. Dann warf der Techniker noch einen kurzen Blick auf die Unterseite des Modems und dort erblickte den roten Aufkleber. Naja, das wird ihnen ausgetauscht. Ohne weiteren Kommentar verliess er uns wieder. Heute weiss ich dass es da noch grüne und blaue Punkte gibt. Egal welche Farbe, die Modems sind schlichtweg Schrott. Ein weiteres Problem tat sich auf. Das Telefon hing ja mit an diesem Thomsonschrott, der keine Verbindung halten kann. CC hat grösste Probleme mit dem Modem. Es kommt auch bei anderen Kunden zu Unterbrüchen, bzw. braucht es zwischen 10-20 Minuten um einen Leitung fix halten zu können. Man kann es im Netzcenter beobachten. Kaum denkt man jetzt hat es das Modem geschafft, wird wieder alles unterbrochen und die Suche beginnt von Neuem.

Servicewüste

Sicher, wenn es dann mal hält ist auch die versprochene Geschwindigkeit da. Wenn auch für 50.000 Kbit/s etwas druchwachsen. Samstag vor 14 Tagen kam das neue Modem. Angeschlossen und die ganze Sache ging dort weiter, wo der Thomson-Vorgänger schon seine Problem hatte. Dazu mein persönliche Risiko während dieser Zeit : kein Telefon !! Für mich einen kritische Situation. Man stelle sich vor man kauft sich ein Auto und bestellt gleich ein Zweites dazu, im Falle wenn das erste immer in die Werksstatt muss. Bei UPC-CC wäre es in diesem Fall ein funktionierendes Handy. Sonntag Technikerhotline angerufen. Kollege kommt Montag oder Dienstag. Bis heute (22.7.) haben wir noch keinen Techniker gesehen oder von ihm gehört. Wir zahlen also in der Probezeit für einen Leistung, die nicht erbracht wird. Der Fernsehspot von UPC erscheint einem plötzlich wie Hohn. Da ist mehr verstopft, als der dicke Gelddrache. 3x Technikerhotline, 2 Servicehotline. Ja morgen meldet sich ein second level Mitarbeiter ? Was immer der mehr kann. Wenn er sich nicht meldet, nutzt mir das herzlich wenig. Und meine kostbare Restlebenszeit läuft und läuft und man hört nichts von CC. Via Handy und Prepaid kosten Anrufe Unsummen von Geld. Also lasse ich dass. Einfach IV-feindlich

Weiterwechseln ?

Grundsätzlich ja. Allerdings dauert es bei Sunrise aus unerfindlichen Gründen 3 Wochen bis man Online ist und telefonieren kann, sagte mir heute die Dame im Onlineverkauf. Eine nicht vertretbare Situation. Die kompetenten Ansprechpartner bei Cablecom sind offenbar am Geld zählen, welches sie nach Holland an die Muttergesellschaft überweisen werden, während dessen UPC-CC in der Schweiz weiter dahintümpelt und sich weiterhin am schlechten Service erfreut. Zahlen dieser UPC-Gesellschaft darf man ja sicher nicht trauen.

Modemprobleme

Die UPC, wie ja Cablecom seit kurzem heisst, hat ja nicht nur in der Schweiz Probleme mit Modems. Wie News.at berichtet haben Experten haben eine Sicherheitslücke bei dem Internetprovider UPC gefunden: In den Routern, die von UPC an Kunden des kombinierten TV- und Internetangebots ausgeliefert werden, soll es eine Schwachstelle geben, über die in das WLAN-Netz eingedrungen werden kann.

"Folgenschwer kann sich das natürlich für den unwissenden Nutzer erweisen, wenn es z.B. im Zuge der Vorratsdatenspeicherung zu strafrechtlicher Verfolgung kommt und man für illegale Aktivitäten im Internet belangt wird, die man gar nicht verübt hat". (ganzer Arikel)

Ja und so bleibt es vorläufig  nicht bei der erhofften Ruhe und Entspannung. Ärger alle Tage. Warten auf Rückrufe. Das ist kein Time-Out welches mir wirklich vorschwebte. Zeit, mit der UPC-CC noch ein Hühnchen rupfen. So geht das jedenfalls nicht.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Mittwoch, 20. Juli 2011

Bundesrat: Lageanalyse zur Frankenstärke

Der Bundesrat hat sich an seiner heutigen Telefonkonferenz mit dem anhaltenden Wertanstieg des Schweizer Frankens befasst. An seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hatte der Bundesrat beschlossen, sich während dem Sommer regelmässig mit den Folgen der Frankenstärke auseinanderzusetzen. Der Bundesrat nimmt die wachsende Belastung von Exportindustrie, Detailhandel, Schweizer KMU und Tourismus ernst und beurteilt laufend die aktuelle Lage. Sofortmassnahmen wurden heute keine beschlossen, da mögliche Massnahmen nicht zielführend wirken.

Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann informierte den Bundesrat über die jüngsten konjunkturellen Entwicklungen in der Schweiz. Einzelne Konjunkturindikatoren zeigten in den letzten Wochen (Monat Juni) Schwächesignale. Diese dürften insbesondere durch die schwierige Währungssituation für die Exportwirtschaft entstanden sein. Sollte sich der Aufwertungsdruck auf den Franken noch weiter verstärken, so muss mit einer stärkeren Abschwächung des Wirtschaftswachstums gerechnet werden.

Die Unsicherheiten bei der Bewältigung der europäischen Schuldenkrise haben dazu geführt, dass der Wechselkurs Franken-Euro einen neuen Tiefststand erreicht hat, da sich die europäischen Staatschefs noch nicht auf eine Lösung für Griechenland einigen konnten.

Erste Abklärungen des EVD im vergangenen Juni hatten gezeigt, dass die aufgrund der Frankenstärke im Euro-Raum erzielten Einkaufsvorteile in der Schweiz zu wenig weitergegeben wurden (vgl. Pressemitteilung vom 6. Juli 2011). Der Bundesrat appelliert an die Schweizer Firmen, die Wechselkursgewinne an die Endverbraucher weiterzugeben.
Der Bundesrat analysiert die Lage laufend, auch zusammen mit der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Für gestern Montag hatte Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann, Vorsteher des EVD, den von ihm präsidierten Wirtschaftsausschuss des Bundesrates einberufen. An den Gesprächen haben die Ausschussmitglieder Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, Vorsteherin des EFD, Bundesrätin Doris Leuthard, Vorsteherin des UVEK, sowie der SNB teilgenommen.

Der Bundesrat

Internet: http://www.bundesrat.admin.ch/

Samstag, 16. Juli 2011

Sportstadien und Alkohol: Anstrengungen lohnen sich

Seit zwei Jahren arbeitet die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) gemeinsam mit den Fussball- und Eishockeyclubs an der Verbesserung des Jugendschutzes in Bezug auf Alkohol. Kernstück dieses Projekts, das Teil des Runden Tisches über die Sicherheit im Sport und des Nationalen Programms Alkohol 2008-2012 ist, bilden die Durchführung von Alkoholtestkäufen sowie eine Erhebung umgesetzter Massnahmen im Umgang mit Alkohol. Die bisherigen Anstrengungen beginnen erste Früchte zu tragen. So sank die Alkoholverkaufsrate an Minderjährige innerhalb eines Jahres von 61,6 auf 34,4 Prozent. Die EAV wird ihr Projekt in der Sportsaison 2011-2012 fortsetzen.

Der von Bundesrat Ueli Maurer präsidierte Runde Tisch über die Sicherheit im Sport will der Gewalt an Sportveranstaltungen einen Riegel schieben. Übermässiger Alkoholkonsum gilt als eine der Hauptursachen für die Aggressivität in Sportstadien. Deshalb hat der Runde Tisch beschlossen, aus dieser heiklen Problematik ein Schwerpunktthema zu machen. Die EAV, die in Zusammenarbeit mit den Kantonen den Handel mit Alkohol überwacht und für die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen sorgt, trägt zu diesem Vorhaben bei. Sie initiierte ab 2009 ein Projekt zur Beobachtung der Alkoholverkaufspraktiken in den 22 Stadien der Super League (Fussball, ASL) und der Nationalliga A (Eishockey, NLA). Integraler Bestandteil dieses Projektes ist die Durchführung von Alkoholtestkäufen.

In der Saison 2010-2011 wurden 567 Testkäufe realisiert. Der Durchschnitt der Alkoholverkaufsrate an Minderjährige betrug 34,4 Prozent (einem von drei nicht berechtigten Jugendlichen wird Alkohol verkauft). Der Unterschied zwischen den Fussball- und den Eishockey-Ligen erweist sich mit 34,6 bzw. 34,2 Prozent als unerheblich. Die Verkaufsrate hat sich gegenüber der Saison 2009-2010 (61,6 Prozent) praktisch halbiert. Ungeachtet dieses starken Rückgangs liegen die Verkäufe von alkoholischen Getränken an Minderjährige in den Sportstadien immer noch über dem gesamtschweizerischen Durchschnitt aller Verkaufsstellen, der 2010 bei 26,8 Prozent lag.

Die EAV führte nicht nur Testkäufe durch, sondern erhob auch die Praktiken der Sportstadien rund um den Alkohol. Untersucht wurden insbesondere die Ausbildung des Verkaufspersonals, die Sichtbarkeit der Jugendschutzhinweise (Abgabeverbot von Alkohol an die unter 16/18-Jährigen) sowie das Angebot an alkoholfreien Getränken an den Verkaufsstellen. Die EAV stellte fest, dass der so genannte «Sirup-Artikel», der vorschreibt, dass eine Auswahl alkoholfreier Getränke zu einem Preis abgegeben werden muss, der unter dem billigsten alkoholischen Getränk liegt, noch nicht in allen Verkaufsstellen eingehalten wird. Andererseits zeigt sich aber auch, dass die Sportstadien beginnen, die von der EAV und ihren Partnern aus der Wirtschaft ausgearbeiteten standardisierten Ausbildungsmodule für das Verkaufspersonal anzuwenden.

Die Zwischenergebnisse des Projekts zeigen, dass die Stadion- und Sportclubbetreiber grundsätzlich «mitspielen». Sowohl das Problembewusstsein, wie auch der Wille zum Handeln sind vorhanden. In den meisten Fällen wurden Investitionen getätigt und grosse Anstrengungen unternommen, die zu einer signifikanten Verbesserung des Jugendschutzes in den Sportstadien geführt haben. Noch bestehen einzelne strukturelle Defizite, doch die Umsetzung der Massnahmen braucht auch Zeit.

Die Resultate der Saison 2010-2011 sind der Beweis dafür, dass das in Partnerschaft mit den Sportclubs lancierte Projekt Erfolg hat. Zudem konnte ein Verbesserungspotenzial geortet werden, namentlich im Ausbildungsbereich. Um die Sportclubs in ihren Bemühungen weiterhin zu unterstützen und die erzielten Fortschritte zu messen, wird die EAV ihr Projekt in der Saison 2011-2012 weiterführen. Sie wird dabei gezielter die Anwendung des «Sirup-Artikels» und die Alkoholverkaufsstellen rund um die Stadien testen.

Eidg. Alkoholverwaltung
Internet: http://www.eav.admin.ch

Samstag, 9. Juli 2011

Alles hat ein Ende ...

Blogbeitrag Nr. 2203
oder dieser Blog hat vielleicht zwei? Je nachdem. Nun, wir (ich) können diesen Blog nicht mehr in dem gewohnten Umfang betreuen. Es ist nicht einfach sein Lebenswerk, in welchem einen Menge Herzblut und Engagement liegt von heute auf morgen still zu legen. Das möchte ich auch wirklich nicht. Nebenbei gab es noch die Projektarbeit.Nur ist es mir aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich, tägliche Beiträge zu schreiben. Es gibt eben gute und nicht so gute Tage.  Sind wir uns doch ehrlich – in Zeiten von Facebook und Twitter hat es ein Blog ohnehin schwer seine Leser zu finden. Wobei, mit durchschnittlich täglichen 400 Lesern waren wir nicht so schlecht unterwegs.

Aber es geht und ging uns weniger um Zahlen, sondern um den Kern unseres Blogs, dem sozialen Alltag. Für Menschen im Schatten der Gesellschaft.  Unter der Devise "Der Weg ist das Ziel" reicht es halt nicht immer, ausführlich zu/über den Missständen im Sozialbereich zu schreiben. Sie sind nicht weniger geworden. Die IV-Revison hat unter den Kranken und invaliden Menschen der Schweiz einen richtig Kahlschlag verursacht, der nur mehr mit Katharina zu vergleichen ist. Diese Menschen haben keine politische Lobby. Warum auch. Schlussendlich kosten sie in dieser Situation  ja doch nur Geld. Ein geringer Prozentsatz betrügt dabei noch. Dieser Fact bleibt den Leuten im Gedächtnis. Die Invalidität und der Einschnitt in ein intaktes Leben fällt erst dann wieder ins Gewicht, wenn man selbst davon betroffen ist.

Dann wird der eine oder andere schmerzlich erfahren, was es heisst an Lebensqualität einzubüssen. Er wird es am eigenen Leib und Leben erfahren, was es bringt jahrzehntelang in eine Versicherung einbezahlt zu haben und dann von den versprochenen Leistungen ausgeschlossen zu werden. Sie können mir glauben, viele zerbrechen daran und werden depressiv. Depressionen zählen aber neuerdings nicht mehr als IV-Grund. Somit fallen mehr durch die sozialen Maschen als früher, welche uns durch Politiker und ewiggestriger weismachen möchten, dass es sie nicht gibt. Da mag es zwar den Artikel 1 der Verfassung geben :

Präambel :
Im Namen Gottes des Allmächtigen!
Das Schweizervolk und die Kantone, in der Verantwortung gegenüber der Schöpfung, im Bestreben, den Bund zu erneuern, um Freiheit und Demokratie, Unabhängigkeit und Frieden in Solidarität und Offenheit gegenüber der Welt zu stärken, im Willen, in gegenseitiger Rücksichtnahme und Achtung ihre Vielfalt in der Einheit zu leben,im Bewusstsein der gemeinsamen Errungenschaften und der Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen, gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen, geben sich folgende Verfassung1.

Entgegen diesem Artikel1 darf es Armut in der Schweiz nicht geben. Deshalb gibt es sie offiziell nicht. Sie wird totgeschwiegen. Mag ja sein, dass viele der jungen Leute, soweit sie überhaupt eine Lehrstelle oder Arbeit bekommen, noch hoffnungsfroh in die Zukunft blicken. Aber die Schere hat sich im Laufe der Jahre zu weit geöffnet. Korrekturen werden nur mit einem urschweizerischen Bekenntnis zu allen Mitbürgern möglich sein. Das passt in kein Wahlprogramm.

Darüber zu schreiben ist nicht einfach und nicht ganz ungefährlich. Trotzdem haben wir eine passable Leserschaft gefunden. Ihnen zu Liebe lassen wir den Blog ausklingen. Das heisst es wird nicht von heute auf morgen Schluss sein, sondern die Beiträge werden sich einfach nach und nach reduzieren. Solange eben, wie mein Herz mitspielt. Rückläufige Organspenden haben ihr übriges dazu beigetragen. Auch hier schlummert noch viel künftiges Potenzial. Man muss sich nur an den richtigen Stellen erkundigen. So kann man Menschen in der Schweiz, sowie das "WIR"Gefühl stärken, in unserem Land helfen oder aber eine Patenschaften in Afrika übernehmen. Ich jedenfalls musste mich damit abfinden, das meine Herzkrankheit mich bis zum Ende der Tage begleiten wird. Àrztlich wurde die Spitze der Fahnenstange erreicht. OP`s sind keine mehr möglich. Detto keinen Narkosen mehr.

Was bleibt ist ein Rest von Lebensqualität zu "geniessen". Gerne würde ich noch weiterhin alle Tage schreiben. Aber es wird immer schwieriger gute Tage zu erwischen. Trotzdem, wenn es irgendwie geht, dann setze ich hier einen Artikel rein. Schaut also mal zwischendurch vorbei. Sonst danke ich  all jenen, die uns über die Jahre die Treue gehalten haben. Es gibt nach wie vor noch tolle Blogs, die es lohnt zu besuchen und die sich auch mit ähnlichen Themen beschäftigen.

Ein Umdenken wird es wahrscheinlich nicht mehr gegeben. Zu gross ist die Gier einzelner, sich ihre Pfründe zu sichern. Ein Kampf gegen die Windmühlen. Aber kein Grund komplett die Flinte ins Korn zu werfen. Die Zukunft wir einiges an Änderungen bringen. Manches wird sich vielleicht wieder zum Guten wenden. Nur der Glaube daran fehlt mir. Hier alternativ mit Prosa und Lyra zu beginnen, liegt mir weniger. Es waren tolle 20 Jahre. Ich lernte den ein oder anderen Kollegen kennen und empfing Besuche zum Plaudern und Dampf ablassen. Jetzt werde ich den Fokus auf meine Frau und den Hund richten und vielleicht noch etwas fotografieren. Leider kann ich mich nicht mehr so bewegen, um alle Motive zu erreichen, die ich im Kopf hätte. So werde ich an meinem heutigen Geburtstag den Schritt wählen, diesen Artikel in das Web senden und hoffen, dass es doch ein paar da draussen gibt, die unsere LobbyArbeit vielleicht in diesem Sinne fortsetzen werden. Und vergesst nicht, auf eine kleine Stepvisite.


PS: Im Laufe der Jahre haben sich einige Schreibfehler eingeschlichen. Manche haben sie penibel gesammelt, andere wieder geflissentlich überlesen. Aber im Kern ging es weniger um die Grammatik als um Echtschreibung. Einfach so. Wer gesammelt hat, weiterhin aufbewahren. Könnten ja irgendwann mal was wert werden. Bis die Tage.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Sonntagspredig von COOP-Chef Loosli zum Einkaufstourismus

Dieser Artikel (Story) im Tagesanzeiger hat mir das Sonntags-Frühstück  und mein Time Out versaut. Deshalb ein kurzer Artikel dazu.



Ich bin ja bei Gott kein Teilhaber von Aldi, Lidl und Co. Nur ist die Aussage von Herrn Loosli (abtretender Chef von COOP) im Artikel des Tagesanzeigers, so hanebüchen, dass ich es als einen persönlichen Affront empfinde. Den eigenen Kunden zu unterstellen, sie würden aus falsch verstandenen Sparbemühungen im nahen Ausland einkaufen und damit Arbeitsplätze in der Schweiz gefährden. So bitte nicht, wenn man selbst im Glashaus sitzt. 

Ich möchte dazu nicht das "Geiz ist geil" Schlagwort in Anspruch nehmen, weil dies an der Lebenssituation vieler lt. Loosli abtrüniger Einkaufstouristen vorbeigeht und eher pauschal abwertend klingt. Für mich schlichtweg ein Unwort. Sein Appell an das soziale Gewissen jener Menschen, welche versuchen mit ihrem Einkommen das Auskommen zu haben, finde ich in Zeiten wie diesen mehr als deplatziert.

Der starke Franken kostet den Schweizer Detailhandel Milliarden. Nach Ansicht des abtretenden Chefs fliessen alleine bei Lebensmitteln deutlich über 2 Milliarden Franken ins grenznahe Ausland. So übt er deshalb Kritik und bittet um Verständnis, wer ennet der Grenze einkauft, persönlich profitiert und Arbeitsplätze in der Schweiz gefährdet. Vielleicht deshalb auch das geplante Engagement des COOP-Konzerns in Russland 15 bis 17 Cash&Carry-Märkte zu betreiben, vor allem im Grossraum Moskau. In Polen und Rumänien sollen es bis in fünf Jahren 20 bis 25 Märkte sein, sagte Loosli. Dazu kurz das Leitbild von COOP wie sie ihre Arbeit und Philosophie verstehen: nah, vielfältig, profiliert, innovativ und partnerschaftlich.

Um seinen Standpauke zu unterstreichen, verweist er auf die Lohnsituation in der Schweiz und im nahen Ausland (vergisst aber seinen eigenen Lohn anzuführen). Im Gegensatz zu Deutschland bezahlt COOP Mindestlöhne von 3700 Franken. Ein uralter Lohnvergleich, der aber jedes Mal an den verschiedenen Kaufkraftsituationen der Länder scheitert. Der Kollektivlohn beträgt lt. unseren Internetrecherche zB. brutto 1.300.- - 1.400.- Euro Anfangslohn (GAV) in Österreich. Mit Nettolöhnen konkretisiert sich die Situation. Die Transportkosten sind hüben und drüben ähnlich. Was aber in der Schweiz jahrzehntelang gefehlt hat, war der Preiskampf der Detailhändler wie in der BRD.

Es war einmal

Das waren noch Zeiten, wie COOP und Migros, neben Denner den heimischen Markt bestimmten. Dann kam Aldi und Lidl. Gross der Aufschrei. Ja man sprach sogar von einer "Aldisierung" der Schweiz. Plötzlich gingen die Preise der beiden grossen Supermarktketten stark gegen unten. Der Konsument wunderte sich nur mehr, was plötzlich preislich nach unten alles möglich war. Aldi und Lidl mussten sich auf den Schweizer Markt einstellen. Die starken Seilschaften verhindern das Aldi heute in der Schweiz seine Preise nicht durchsetzen kann, wie in seinem Stammland. Mit ein Grund, weshalb der Einkaufskarawane wieder über die Grenze zieht, trotz Aldi in der Schweiz. 

COOP ist eine Genossenschaft

Also nicht unbedingt auf Gewinn programmiert. Wir (ich) sind Mitglieder. Bekommen alle Jahre unser Kärtchen um den Vorstand zu entlassen (oder nicht). Tragen via Supercard unseren Beitrag zu einer effizienten Lager- und Verteilungslogistik bei. Helfen sparen. Offenbar aber fühlt sich Herr Loosli in seiner Arbeit falsch verstanden und möchte jetzt gerne seinen (ehemaligen) Kunden den Hals waschen. Nicht die feine französische Art. Und an den Tatsachen vorbei. Für die Arbeitsplätze sind andere verantwortlich, vorallem die Politik.  

Der Einkaufstourismus wird ja nicht von Millionären betrieben. Sondern von einfachen Bürgern . Vielfach finden sich auch Ausgesteuerte, abgewiesene IV-Antragssteller und kinderreiche Sozialfamilien dabei, die mit Fahrgemeinschaften versuchen ihren Lebensunterhalt dem Einkommen anzupassen. Scheinbar ist das in der Schweiz nicht möglich. Niemand möchte sich dabei persönlich bereichern. Genau so wenig, wie die Einkauftouristen nicht patriotisch wären.Diese Aussage finde ich einfach fern jeder Lebensrealität und noch dazu beschämend.

COOP versuche, auf Direktimporte auszuweichen. «Aber fast immer bekommen wir nicht genug Mengen.» Im Kampf für tiefe Preise mache man auch jede Woche Druck auf die europäischen Lieferanten, weil sie ihre Devisenvorteile zurückhalten würden, so Loosli im Tagesanzeiger.

Da frage ich mich schon eher was das soll und was das den Arbeitplätzen in der Schweiz bringt, warum COOP des Wachstums zuliebe gegen Osten zieht, weil die u.a. auf Wachstumskurs vollständig erworbene Grosshandelsgruppe Transgourmet dort grosse Gewinne verspricht. Insgesamt also eine unangebrachte Aussage eines scheidenden Managers, der offenbar seinen aufgestauten Frust auf diese Art noch los werden wollte und die Kunden am liebsten an die Leinen nehmen würde (wollte). Punkt.

Sonntag, 3. Juli 2011

Time Out natur pur


Natur pur an der Thur