61 Milliarden für die Gesundheit
Die Ausgaben für das Gesundheitswesen betrugen im Jahr 2009 insgesamt 61 Milliarden Franken und damit 4,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Da im Jahr 2009 das Bruttoinlandprodukt gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent sank, stieg das Verhältnis der Gesundheitsausgaben zum Bruttoinlandprodukt von 10,7 auf 11,4 Prozent. Dies sind die Er-gebnisse der neuesten provisorischen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zu den Kos-ten und der Finanzierung des Gesundheitswesens.
Ausgabenzuwachs in fast allen Leistungskategorien
Die Gesundheitsausgaben stiegen gegenüber dem Vorjahr in nahezu allen Leistungskategorien. Am bedeutendsten waren die Steigerungen der Ausgaben bei der ambulanten Behandlung in Kranken-häusern (+6,3%), beim Verkauf Gesundheitsgüter (+5,1%, darunter Medikamente) bei der Langzeitpflege in Heimen (+5,1%) und bei der stationären Akutbehandlung in Krankenhäusern (4,4%). Diese vier Kategorien verursachten mit einem Leistungsvolumen von 36,1 Milliarden 59,2 Prozent der Gesundheitsausgaben.
Verhältnis der Gesundheitsausgaben zum BIP deutlich gestiegen
Die Gesundheitsausgaben sind 2009 um 4.3 Prozent gewachsen und liegen damit etwas über dem durchschnittlichen Wachstum von 3,6 Prozent im Mittel der letzten fünf Jahre. In Verbindung mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von -1,6 Prozent stieg das Verhältnis der Gesundheitsausgaben zum Bruttoinlandprodukt (BIP) zu laufenden Preisen stark an und erreichte 2009 einen neuen Höchst-stand von 11,4 Prozent (10,7% im Vorjahr). Ähnlich hohe Werte wurden schon in den Jahren 2003 und 2004 mit jeweils 11,3 Prozent erreicht.
Finanzierung hauptsächlich durch die Grundversicherung und private Haushalte
Wie in den vergangenen Jahren wurde der Grossteil der 61 Milliarden Franken Gesundheitsausgaben durch die Grundversicherung nach KVG (35,1%) und die privaten Haushalte (30,5%) getragen. DerFinanzierungsanteil der Grundversicherung nach KVG und der privaten Haushalte blieb dabei gegen-über dem Vorjahr stabil, während der Anteil des Staates (18,9%) um 0,7 Prozentpunkte gestiegen ist.
653 Franken pro Monat für die Gesundheit
Für jeden in der Schweiz wohnhaften Einwohner wurden im Gesundheitswesen monatlich 653 Franken ausgegeben. 229 Franken pro Person konnten mit Leistungen der obligatorischen Krankenversicherung gedeckt werden, 58 Franken mit Zusatzversicherungen und 37 Franken durch andere Versicherungen wie die AHV, IV und die Unfallversicherungen. 123 Franken trug der Staat bei und 6 Franken wurden von privatrechtlichen Stiftungen finanziert. So mussten die Haushalte, zusätzlich zu den Versicherungsprämien, einen Restbetrag von 200 Franken bezahlen (vor allem für Pflegeheime, Zahnarztleistungen sowie für KVG-Kostenbeteiligungen ambulant und stationär).
Bundesamt für Statistik
Internet: http://www.statistik.admin.ch
IM-Nachlese: Rückblick 2008
Nach zwei Kapitalerhöhungen am Markt und rigorosem Aufräumen der Altlasten aus der Ära Ospel beansprucht die UBS nun doch Staatshilfe zur Bewältigung der Finanzkrise. Die Nationalbank und der Bund stellen insgesamt 68 Milliarden Franken zur Auslagerung der Problemengagements und für eine weitere Kapitalerhöhung bereit. (NZZ.ch)Im Umkehrschluss hiesse dass, man könnte mit der damaligen Finanzspritze für ein Jahr das Gesundheitswesen finanzieren und/oder die KK-Prämien aussetzen, oder das Geld auf ein paar Jahre verteilen um künftige Erhöhungen abzufangen. Sicher war der Betrag im Ganzen gesehen kein Geschenk an die UBS, zeigt aber wieviel der Staat bereit ist, für Managementfehler auszulegen (zu 1%). Wie erkläre ich das nur dem säumigen Beitragszahler, der zB in St.Gallen nach dem jüngsten Beschluss auf einer schwarze Liste landet und nur mehr im Notfall behandelt wird. Wer hilft ihm seine Finanzen ins Reinen zu bringen. Diese Menschen haben nicht spekuliert, sondern einfach mit ihrem Einkommen kein Auskommen. Die Gründe sind oft nicht selbstverschuldeter Natur.























