Montag, 31. Januar 2011

Gebäude- und Wohnungsstatistik 2009 Schweiz

Mehr als 4 Millionen Wohnungen in der Schweiz

Ende Dezember 2009 zählte die Schweiz 1'623'000 Gebäude mit Wohnnutzung und insgesamt 4'008'400 Wohnungen. Dies ist ein Ergebnis der neuen Gebäude- und Wohnungsstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS), die erstmals auf der Grundlage des eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregisters erstellt wurde.

Erstmals eine registerbasierte Gebäude- und Wohnungsstatistik

Die neue Gebäude- und Wohnungsstatistik 2009 (GWS 2009) basiert erstmals auf einer Registererhebung. Während in der letzten Volkszählung 2000 alle Hauseigentümer und Immobilienverwaltungen noch mittels Fragebogen Auskunft über ihre Gebäude und Wohnungen erteilen mussten, ist es dem Bundesamt für Statistik (BFS) heute möglich, die Grunddaten zum Immobilienpark der Schweiz direkt dem eidg. Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) zu entnehmen. Das GWR wurde auf der Datengrundlage der VZ2000 aufgebaut und wird seit 2001 in enger Zusammenarbeit mit kommunalen Bauämtern sowie Fachstellen von Bund, Kantonen und Gemeinden nachgeführt. Mit dem Betrieb des GWR ermöglicht das BFS somit eine erhebliche Entlastung der Immobilienkreise bei der Datenerhebung.

Wichtige Grunddaten zum Immobilienpark der Schweiz

Die GWS2009 liefert erstmals seit der Volkszählung 2000 aktuelle Informationen zum Immobilienpark der Schweiz: Drei von fünf Gebäuden sind Einfamilienhäuser
Die Schweiz zählte Ende 2009 rund 1'623'000 Gebäude mit Wohnnutzung. Dies entspricht einer Zunahme von 11 Prozent gegenüber der Volkszählung 2000. Das Einfamilienhaus bleibt die meist verbreitete Gebäudekategorie. Drei von fünf Gebäuden (58%) sind Einfamilienhäuser, wobei dies sowohl auf ländliche Regionen (59%) als auch auf städtische Gebiete (57%) zutrifft. Gemessen an
allen Wohnungen machen die Einfamilienhäuser jedoch nur knapp einen Viertel (23%) aus. Die Mehrheit der Wohnungen (56%) befindet sich in Mehrfamilienhäusern.

Neue Wohnungen sind grösser

Jede vierte von den 4'008'400 Wohnungen ist eine 3-Zimmer-Wohnung (26%) oder eine 4-Zimmer-Wohnung (27%). Zusammen bilden die 3- und 4-Zimmer-Wohnungen die Mehrheit der Wohnungen. In den Bauperioden nach 1970 ist ein Wandel zu grösseren Wohnungen zu beobachten. Der Anteil der 3-Zimmer-Wohnungen reduziert sich kontinuierlich zu Gunsten der 5-Zimmer-Wohnungen. In der Bauperiode 2001-2009 stellen die 4- und 5-Zimmer-Wohnungen deutlich die Mehrheit der Wohnungen dar (61%).

Publikation der Gebäude- und Wohnungsstatistik 2009

Diese und zahlreiche weitere statistische Ergebnisse über den Bestand und die Struktur der Gebäude und Wohnungen in der Schweiz können in kommentierter Form der neu erschienenen Publikation Gebäude- und Wohnungsstatistik 2009 entnommen werden.

Eidgenössisches Departement des Innern EDI
Bundesamt für Statistik BFS

Impressionen aus Bali (in HD Video)

Für eine kurze Entspannung


zum Vergössern bitte in Bild klicken

Samstag, 29. Januar 2011

Die Woche 5/2011 - was sonst keinen Platz fand


Peinliche Fotos per Mausklick vergessen machen ?
Internetnutzer können ab sofort Online-Fotos mit einem Verfallsdatum versehen. Neben Bildern soll ein neues Programm bald auch Texte und ganze Webseiten mit einem digitalen Zeitzünder versehen können. Internetnutzer können ab sofort Fotos im Internet mit einem Verfallsdatum versehen. Die dafür notwendige Software ist seit Freitag erhältlich (Tagesanzeiger.ch)

Coop neu unter den weltweit 50 grössten Supermärkten
Migros und Coop gehören zu den gehören zu den 50 grössten Detailhandelskonzernen der Welt. Insbesondere Coop hat zugelegt und ist dieses Jahr zum ersten Mal im illustren Kreis der 50 wichtigsten Konzerne dabei. Migros belegt den 41. Rang in der heute veröffentlichten Liste der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsfirma Deloitte, während sich Coop auf Platz 49 wiederfindet.(Tagesanzeiger.ch)

Schweizer in Deutschland müssen keine Fingerabdrücke abgeben
In Deutschland lebende Schweizerinnen und Schweizer müssen für ihren Aufenthaltsausweis doch keinen digitalisierten Fingerabdruck abgeben, können es aber freiwillig tun. Sie haben zudem die Wahl zwischen einem papierenen und einem elektronischen Ausweis. (bluewin.ch)

«Träge Kunden sind Gift für den Wettbewerb»
Hohe Preise, mieser Service, Schlaumeiereien: Die Schweizer Telco-Branche ist nicht über alle Zweifel erhaben. Aber der Kunde sei für die Missstände mitverantwortlich, findet Telekom-Experte Ralf Beyeler. Einer der grössten Missstände ist sicher unser Regulierungssystem, das sich von dem der meisten EU-Länder unterscheidet. Die Telekombranche ist eine Branche, in der getrickst wird- (IM: bis der Exekutor zweimal klingelt !) (Tagesanzeiger.ch)

Apple hat (k)eine Schraube locker
Spezialschrauben sollen Nutzer davon abhalten, ihr neues iPhone 4 oder MacBook Air zu öffnen. Nun hat der Online-Reparaturservice iFixit ein Gegenmittel entwickelt. Der jüngste Ärger der stetig wachsenden Apple-Community hat einen ungewöhnlichen Namen: Pentalobe. So heissen die kleinen Schrauben, die mit den neuen iPhones ausgeliefert werden. Das Problem: Die Dinger lassen sich nur mit Spezialschraubenziehern öffnen.(20min.ch)

Wir wünschen ein erholsames Wochenende - bis montags, ciao

Freitag, 28. Januar 2011

«Keine Hängematte für Sozialbetrüger»

Die Schäfchenpartei ist immer für eine provokative Schlagzeile gut. Zumindest die Boulvardpresse dürfte darauf abonniert sein. Offenbar scheint man jetzt die exponierten Köpfe der Partei etwas aus der Schusslinie zu nehmen um Attacken wie jüngst bei Albisgüetli-Tagung zu verhindern. Der Übergriff der Autonomen ist ja aufs schärfste zu verurteilen. Die wahren Täter zu finden, wird allerdings schwer sein. Deshalb möchten wir hier an niemand eine Schuldzuweisung aussprechen und der Justiz das Feld zur Klärung überlassen. Bis dahin gilt die Unschuldsvermutung..

Doch weiter im Text und an den Ort der Topmeldung von 20min.ch. «Arbon (13.500 Einwohner) hat die höchsten Sozialkosten im ganzen Kanton Thurgau. Jetzt muss was getan werden», sagt Andrea Vonlanthen, Leiter des Initiativkomitees, das sich aus SVP-Kreisen zusammensetzt. Ein Komitee hat der Stadt Arbon nun 768 Unterschriften für die Initiative «Stopp dem Sozialhilfe-Missbrauch» eingereicht. Die Tage übergab das 15-köpfige Team die Unterschriften an die Stadt. Mit dem Spruchband «Keine Hängematte für Sozialbetrüger» setzten sie sich im Stadthaus in Szene. Für die Behörden ist das reiner Populismus, um im Gespräch zu bleiben

In der Initiative wird ein externer Sozialdetektiv gefordert, der bei Verdacht auf Sozialmissbrauch eingesetzt werden kann. Laut Vonlanthen gibt es in Arbon zu viele «Schmarotzer». Dann folgen die üblichen, bekannten Verdächtigungen : teurer Mercedes, besitzen mehrere Fernseher, Computer usw. . Diesen Leuten müsse man auf die Schliche kommen und die Rente streichen !? (Bild aus einem Zweitgerätelager beschlagnahmter TVs und PCs einer Gemeinde).

Scheinbar vergisst man, dass es auch mal ein Leben vor dem Sozialhilfebezug bei den heutigen Beziehern gegeben hat. Besonders schlimm bei jenen, welche 40 Jahre treu an einem Ort geschaffen haben und jetzt auf die Strasse gestellt und ausgemustert wurden. Da kann es schon mal vorkommen, dass zwei Fernsehgeräte in einem Haushalt vorhanden sind. Das schlimmste wäre ja, wenn man jetzt eine Liste herausgeben würde, wie viel Unterwäsche, Oberwäsche, Schuhe usw. ein Bezieher überhaupt besitzen darf, um den strengen Prüfungen standzuhalten, muss man sich doch ohnehin bis auf die Unterwäsche ausziehen. «Unser soziales Amt lässt nichts zu Wünschen übrig. Wir nehmen die Sozialbezüger eng an die Leine und kontrollieren sie in Gesprächen» sagt der Stadtammann von Arbon.

Mehr Kontrolle geht nicht

Inhaltlich also nicht viel Neues, welches der Initiative Substanz geben würde. Ein potentieller Sozialbezüger müsse sich schon heute «bildlich gesprochen bis fast auf die Haut ausziehen.» Die Initiative sei deshalb nicht überdacht: «Die Initiative beruht auf Fantasien und Stammtischgesprächen». Der Ruf nach Sozialinspektoren (IM-Beitrag) ist eine vage Kosten- Nutzenrechnung. Missstände werden zwar mal mehr aufgezeigt, aber dank Existenzminimum kommt bei den Ertappten nicht viel rein bei einer Rückzahlung.

Direktzahlungen

Am Schluss kurz eine Nebenfrage - Bauern kriegen heute mit 2,5 Mia. Fr. fast so viel Direktzahlungen vom Bund, wie die Sozialhilfeausgaben betragen. ¬ Sieht darin jemand aus der Schäfchenpartei ein Problem ? Oder wäre das nicht einmal einen Initiative mit dem Slogan " Jungbauern müssen lernen, mehr Verantwortung übernehmen". Überlegungen anzustellen ob sie künftig nicht (weniger) vom Staat finanziert werden möchten und ihre Fabriksarbeitsplätze frei geben. Nicht die Bergbauern, denn  das sind wirklich arme Schw… . und noch wirklich wahre Handwerker und Landschaftspfleger ohne hochmodernenMaschinenpark, die in bescheidenen Verhältnissen leben.

Ansonsten nichts Neues im Osten. Ach ja – ich kenne jemand in Arbon, dessen Wohnung über zwei Toiletten verfügt. Muss er jetzt nach dem Willen der Initianten  eine stilllegen ? Für mich ist das Ganze eher einen Geldverschwendung und unkollegiale Wahlpropaganda.   

Donnerstag, 27. Januar 2011

Die meisten Menschen sind der Meinung, dass Korruption zugenommen hat

und sind bereit, ihr entgegenzutreten. Dies zeigt die weltweit grösste Meinungsumfrage von Transparency International.

Die Korruption hat in den vergangenen drei Jahren zugenommen. Dieser Meinung sind sechs von zehn Befragten aus der ganzen Welt. Jeder vierte Befragte gibt zu, im vergangenen Jahr Bestechungsgelder gezahlt zu haben. Dies zeigt das Global Corruption Barometer 2010, eine globale Meinungsumfrage zu Korruption, die am heutigen Internationalen Anti-Korruptionstag von Transparency International (TI) veröffentlicht wird.

Die negativsten Meinungen zu Korruption herrschen in Europa und Nord-Amerika, wo jeweils 73% bzw. 67% glauben, dass Korruption in den letzten drei Jahren zugenommen hat. In der Schweiz sind mehr als die Hälfte der Befragten (53%) der Meinung, dass Korruption in diesem Zeitraum vermehrt aufgetreten ist.

Trotz dieser Ergebnisse zeigt die Umfrage auch, dass sieben von zehn Befragten weltweit bereit wären, einen Korruptionsfall zu melden. „Die Folgen der Finanzkrise bestimmen weiterhin die Meinung über Korruption vor allem in Europa und Nord-Amerika. Institutionen und Unternehmen auf der ganzen Welt müssen entschlossen handeln, um das Vertrauen in ihr Wirken wiederherzustellen“, bekräftigt Huguette Labelle, Vorsitzende von Transparency International. „Es ist ermutigend, dass so viele Menschen bereit sind gegen Korruption Stellung zu beziehen. Diese Bereitschaft müssen wir nutzen.“

Für das Global Corruption Barometer 2010 wurden mehr als 91.000 Teilnehmer in 86 Ländern befragt. Im Fokus des Barometers stehen geringfügige Bestechungszahlungen (sog. petty bribery), die Wahrnehmung, die man von öffentlichen Institutionen hat und wem die Befragten beim Kampf gegen Korruption vertrauen.

Bestechungszahlungen an Behörden: Regionale Unterschiede

Die Umfrage zeigt, dass in den letzten zwölf Monaten jede vierte Person Schmiergeld an eine von neun Institutionen und Dienstleistern in verschiedenen Bereichen — bspw. Gesundheitswesen, Bildung oder Steuerbehörden – gezahlt hat. Die Polizei wird von den Befragten als häufigster Empfänger von Bestechungszahlungen genannt; 29% derer, die mit der Polizei in Kontakt gekommen sind, geben an, Schmiergelder gezahlt zu haben. Im zentralen und südlichen Afrika wurden am häufigsten Bestechungsgelder gezahlt: mehr als jede zweite Person gibt an, in den vergangenen zwölf Monaten bestochen zu haben. Demgegenüber sind es im Nahen Osten und Nord-Afrika 36% der Befragten, in den ehemaligen sozialistischen Staaten 32%, in Lateinamerika 23%, auf dem Westbalkan und in der Türkei 19%, im Asien-Pazifik-Raum 15% und in der Europäischen Union und Nordamerika nur 5%. In mehr als 20 Ländern waren diese Zahlen deutlich höher als noch 2006, als die gleiche Frage gestellt wurde. Die höchsten Anteile von Menschen, die Schmiergeld bezahlten, wurde im Jahr 2010 in Afghanistan, Indien Irak, Kambodscha, Kamerun, Liberia, Nigeria, Palästina, Senegal, Sierra Leone und Uganda festgestellt, wo mehr als 50% der Befragten in den vergangenen zwölf Monaten Schmiergelder bezahlten.

Fast die Hälfte aller Befragten gibt an, Bestechungsgelder bezahlt zu haben, um Probleme mit den Behörden zu vermeiden; ein Viertel gibt an, dies getan zu haben, um bestimmte Prozesse zu beschleunigen. Besorgniserregend ist die Tatsache, dass sich Schmiergeldzahlungen an die Polizei seit 2006 fast verdoppelt haben. Ausserdem melden mehr Befragte Bestechungszahlungen an Justiz, Registrierungs- und Genehmigungsbehörden getätigt zu haben, als dies noch vor fünf Jahren der Fall war.

Armut und Bestechung

Unter den unterschiedlichen Bevölkerungsschichten sind Junge und Arme weiterhin am stärksten von Korruption betroffen. Wie schon in den Umfragen vergangener Jahre geben Menschen mit tieferem Einkommen öfter als Besserverdienende an, Bestechungsgelder bezahlt zu haben. Die Ärmeren tätigen solche Zahlungen doppelt so häufig, um sich den Zugang zur Grundversorgung (wie z. B. Bildung) zu sichern. Korruption ist wie eine regressive Steuer. Es ist nötig etwas gegen diese Ungerechtigkeit zu unternehmen. Die marginalisierten und armen Gruppen sind weiterhin am stärksten der Erpressung ausgesetzt. Die Regierungen sollten mehr tun, um Korruptionsrisiken in der Grundversorgung zu identifizieren und ihre Bürger zu schützen“, bestätigt Labelle. Ein Drittel aller unter 30-Jährigen melden, in den vergangenen zwölf Monaten Schmiergeld bezahlt zu haben. Bei den über 51-Jährigen sind es weniger als jeder Fünfte.

Mangelndes Vertrauen in Behörden

Bedauerlicherweise haben nur wenige Befragte Vertrauen in ihre Regierungen und Politiker. Acht von zehn sind der Ansicht, politische Parteien seien korrupt oder extrem korrupt. Dahinter reihen sich die öffentliche Verwaltung und das Parlament auf den Plätzen zwei und drei der korruptesten Institutionen ein. In der Schweiz hingegen nehmen die Befragten den privaten Sektor als am korruptesten wahr. Gleich dahinter folgen die Medien und die politischen Parteien. Dies unterstreicht die wiederholten Forderungen von TI Schweiz nach intensiveren Bemühungen zur Korruptionsbekämpfung in der Privatwirtschaft und nach mehr

Transparenz in der Politikfinanzierung.

54% aller Schweizer Befragten sagen aus, dass die von ihrer Regierung ergriffenen Massnahmen zur Korruptionsbekämpfung ineffizient seien. Dies sind deutlich mehr als noch im vergangenen Jahr, als nur 26% aller Befragten dieser Meinung war. Und obwohl eine grosse Mehrheit – sieben von zehn aller weltweit Befragten – signalisieren, dass sie bereit wären, korrupte Handlungen, die sie beobachten, zu melden, reduziert sich dieser Anteil auf die Hälfte, wenn sie es selbst sind, die Schmiergelder bezahlen müssen.

„Die Ergebnisse des Global Corruption Barometer 2010 zeigen, dass Korruption heimtückisch ist und das Vertrauen der Menschen erodiert. Die gute Nachricht ist, dass die Menschen bereit sind zu handeln“, sagt Huguette Labelle. „Ein besserer Schutz für Whistleblower und ein breiterer Zugang zu Information sind entscheidend. Das öffentliche Engagement im Kampf gegen Korruption wird die Behörden zum Handeln zwingen und den Menschen Mut geben, ihre Stimme zu erheben für eine sauberere und transparentere Welt“, fügt sie hinzu.

Anmerkung: Für das Barometer, das in diesem Jahr zum siebenten Mal erscheint, wurden in 86 Ländern im Zeitraum vom 1. Juni 2010 bis 30. September 2010 Befragungen durchgeführt. Das Unternehmen Gallup International war in 84 Ländern für die Befragungen verantwortlich. In Bangladesch führte die nationale Sektion von Transparency International die Umfragen durch. In der Mongolei wurde die Umfrage von der nationalen Antikorruptionsbehörde „Independent Authority against Corruption of Mongolia“ durchgeführt. Den ausführlichen Bericht und alle Daten (inklusiver Länderranking) finden Sie hier.

Mittwoch, 26. Januar 2011

BR Schneider-Ammann zieht Bilanz

Der Neu-Bundesrat Johann Schneider-Ammann zieht über seine ersten Wochen im Bundesrat Bilanz. Er wollte noch vor dem WEF seine erste Zeit Revue passieren zu lassen und die Schwerpunkte seiner Tätigkeit vorstellen.


SF Schweiz - Videoportal

Volksinitiative „Für den Schutz fairer Löhne (Mindestlohninitiative)“

Die SGB-Gewerkschaften haben heute, am 25. Januar 2011, die Unterschriftensammlung für die Volksinitiative „Für den Schutz fairer Löhne (Mindestlohninitiative)“ gestartet. Die Volksinitiative will den zunehmenden Lohndruck stoppen, einerseits durch Förderung von Gesamtarbeitsverträgen mit Mindestlöhnen, andererseits durch Festlegung eines nationalen gesetzlichen Mindestlohnes. Der folgende Text ist der Redebeitrag zur Medienkonferenz von Unia Geschäftleitungsmitglied Vania Alleva.

Unsere Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sind landauf, landab mit dem Skandal der Tieflöhne konfrontiert. Täglich treffen sie auf Arbeitnehmende, die zu Löhnen arbeiten, die kein Leben in Würde ermöglichen. Auf Vollzeitbeschäftigte, welche auf zusätzliche Unterstützung vom Sozialamt angewiesen sind. Wir sprechen hier von Löhnen von 3300 Franken, 3000 Franken oder sogar noch weniger auf ein Vollzeitpensum.

Lohndumping und Lohndrückerei gibt es in einer Vielzahl von Branchen. Die Liste der betroffenen Berufe ist lang: Es sind Arbeiterinnen und Arbeiter der Landwirtschaft der Nahrungsmittel- und Textilindustrie und des Gartenbaus, es sind Haushaltsangestellte sowie Betreuerinnen in der privaten Pflege, es sind Angestellte in der Reinigung, in Call-Centers und bei Kurierdiensten, es sind Angestellte in den sog. persönlichen Dienstleistungen wie das Coiffeur- und Kosmetikgewerbe, es sind Teile des Detailhandels. Betroffen sind aber auch Branchen und Berufe, die man nicht erwarten würde: Pharmaassistentinnen und -assistenten oder Dienstleister in der IT-Branche.

Erfolge und Grenzen der GAV-Mindestlöhne

Man muss es sich immer wieder vor Augen führen: Fast jeder zehnte Arbeitnehmende in der Schweiz arbeitet zu einem unhaltbaren Tieflohn. Betroffen sind gegen 300'000 Frauen und über 100'000 Männer. In einige Branchen kommen selbst Arbeitnehmende mit Lehrabschluss oder mit langjähriger Erfahrung nicht über diesen Tieflohn hinaus.

Diese Tieflöhne sind nicht Privatsache der Arbeitgeber. Sie sind eine Zumutung für die betroffenen Arbeitnehmenden und ihre Familien. Sie sind eine Bealastung für die Allgemeinheit. Und sie sie sind eine Bedrohung für alle Arbeitnehmenden. Denn wenn skrupellose Arbeitgeber orts- und branchenübliche Löhne unterbieten, indem sie billige Temporärangestellte beschäftigen oder Jobs an Billigfirmen auslagern, führt dies generell zu einem stärkeren Lohndruck. Und auch die „anständigen“ Arbeitgeber geraten durch den unlauteren Wettbewerb unter Druck.

Mit unserer ersten Mindestlohnkampagne haben wir ab 1998 eine positive Lohnentwicklung in Tieflohnbranchen mit Gesamtarbeitsverträgen (GAV) in Gang gesetzt. Wir haben bei Coop und Migros innert 10 Jahren um fast 50% höhere Mindestlöhne erreicht. Ein wichtiges Beispiel ist auch das Gastgewerbe, wo wir die Mindestlöhne zwischen 1998 und 2008 um 40% anheben und ab 2012 einen 13. Monatslohn für alle erreichen konnten, womit das Gastgewerbe der Initiativ-Forderung nach einem Mindestlohn von 22 Fr./h bereits sehr nahe kommt.

Dank der GAV mit verbindlichen Mindestlöhnen haben wir also eine Reihe von Verbesserungen erreicht, doch immer öfters stossen wir mit diesem wichtigen Instrument an Grenzen. Die Mindestlohninitiative soll Fortschritte insbesondere in Branchen oder Unternehmen ermöglichen, die bisher keinen GAV mit allgemeinverbindlichen Mindestlöhnen haben – weil die Arbeitgeber hartnäckig einen solchen verweigern.

Aktive Kampagne

Für diese Bereiche und für alle Branchen, in denen sich die Tieflöhne bisher trotz Vertrag nicht ausreichend verbessert haben, braucht es einen anständigen gesetzlichen Mindestlohn und einen Verfassungsartikel, der den Abschluss verbindlicher Branchenmindestlöhne fördert. Eine feste Lohnuntergrenze und mehr Gesamtarbeitsverträge verbessern den Schutz gegen Lohndumping und Vertragsverletzungen durch prekäre Arbeitsverhältnisse. Sie wirken dem zunehmenden Lohndruck entgegen und nützen so allen Arbeitnehmenden und der Wirtschaft insgesamt.

Mit einer aktiven Kampagne, welche auf skandalöse Tieflöhne in der Schweiz aufmerksam macht, wollen wir in den kommenden monaten und Jahren breite gesellschaftliche Kreise sensibilisieren und den nötigen Druck aufbauen, um die dringend notwendigen Verbesserungen erreichen. Unsere Aktivitäten im Rahmen der Initiativ-Lancierung geben einen guten Überblick darüber, wo am meisten Handlungsbedarf besteht. (mehr mit aktuellen Lohnbeispielen)

Zum Thema : Lohntabelle Branchen Blick.ch

Dienstag, 25. Januar 2011

Korruption frisst Hilfsgelder auf

Ein Grossteil des Fonds der internationalen Hilfsorganisation Global Fund to Fight Aids, von vielen Promis unterstützt, fliesst nicht dorhin, wohin er sollte.

Bis zu zwei Drittel der Hilfsgelder des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria werden einem Bericht zufolge von der Korruption (Spiegel.de) in den Empfängerländern aufgefressen. Genaue Zahlen sind nach Informationen der Nachrichtenagentur AP noch nicht bekannt, da erst ein sehr kleiner Teil der insgesamt zehn Milliarden Dollar untersucht worden sei, die die Organisation seit 2002 ausgegeben habe. Das Ausmass der Unregelmässigkeiten sei jedoch verblüffend.

So sei bei einer internen Untersuchung aufgedeckt worden, dass 67 Prozent der Summen für ein Anti-Aids-Programm in Mauretanien fehlgeleitet wurden. Bei einem Programm zur Bekämpfung von Tuberkulose und Malaria in Mali seien es 36 Prozent und in Dschibuti 30 Prozent gewesen.

Einige wichtige Unterstützer haben bereits Konsequenzen gezogen. Der elftgrösste Beitragszahler Schweden stellte seine jährlichen Zahlungen von 85 Millionen Dollar (62,4 Millionen Euro) nach Gesprächen mit Vertretern des Fonds in der vergangenen Woche vorerst ein.

Organisation will schärfer kontrollieren

«Die Probleme, die wir mit Korruption haben, unterscheiden sich weder in ihrer Art noch in ihrem Ausmass von denen, die andere internationale Finanzinstitutionen haben», sagte Fonds-Sprecher Jon Liden. Die Organisation kündigte dennoch an, ihre Ausgaben künftig schärfer zu überwachen.

Das Gesamtvolumen des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria beträgt 21,7 Milliarden Dollar (15,9 Milliarden Euro). Die wichtigsten Beitragszahler sind die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und die USA. Zu den prominenten Unterstützern des Fonds gehören Rockstar Bono, Microsoft-Gründer Bill Gates sowie die französische Präsidentengattin Carla Bruni-Sarkozy und der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan.

IM-Mediennachlese

Medizin trifft Materialforschung

Empa und Kantonsspital St. Gallen verstärken Zusammenarbeit

Die Empa und das Kantonsspital St. Gallen werden künftig auf verschiedenen Forschungsgebieten der medizin(techn)ischen Materialentwicklung verstärkt zusammenarbeiten. Zur bisherigen Kooperation im Bereich der humanen Stammzellen kommen aktuelle Forschungsthemen hinzu wie Nanosicherheit, Immunologie und Implantatentwicklung. Erste Projekte sind bereits Anfang 2011 angelaufen.

Im Rahmen der intensivierten Zusammenarbeit zwischen der Empa und dem Kantonsspital St. Gallen starteten Anfang des Jahres zwei neue Projekte: Zusammen mit der Frauenklinik und dem Institut für Pathologie wird der genaue Transportmechanismus von Nanopartikeln durch die Plazenta sowie deren Einfluss auf das Plazentagewebe untersucht. Eine neue Perfusionsanlage, die den mütterlichen und fötalen Kreislauf der Plazenta für einige Stunden durchblutet und somit aufrechterhält, ist derzeit an der Empa im Aufbau. Und gemeinsam mit Forschenden des Instituts für Immunbiologie am Medizinischen Forschungszentrum des Spitals wollen Empa-WissenschaftlerInnen zudem mögliche Auswirkungen von Nanomaterialien auf das menschliche Immunsystem untersuchen. (Bildquelle KS SG)

Nanosicherheit als zentrale Frage

Vor kurzem hat das Empa-Team bereits gezeigt, dass Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 200 bis 300 Nanometer via Plazenta vom mütterlichen in den fötalen Blutkreislauf gelangen können. Es stellt sich die Frage, ob dies das Plazentagewebe schädigen oder gar einen Einfluss auf die Entwicklung des Ungeborenen haben kann. Gleichzeitig wäre der Transport von Nano-Vehikeln durch die Plazenta denkbar, um eventuell eine gezielte Behandlung des ungeborenen Kindes bereits im Mutterleib zu ermöglichen. Die Nanotechnologie revolutioniert viele Bereiche des Alltags. Aber wie bei allen neuen Technologien sind Risiken nie ganz auszuschliessen. Darum beschäftigt sich die Empa schon seit mehreren Jahren mit möglichen negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt vor allem von freien Nanopartikeln.

Auswirkungen noch weit gehend unbekannt

Ebenfalls wird die Empa enger mit dem Institut für Immunbiologie zusammenarbeiten. Das Immunsystem ist ein ausgeklügeltes und komplexes System für die Abwehr von potenziell schädlichen Substanzen und Mikroorganismen. Inwiefern das Immunsystem durch ungewollt eingedrungene Nanomaterialien beeinflusst wird, ist noch völlig unklar. Auch im Hinblick auf neue Therapieformen ist das Verständnis, wie Immunzellen im menschlichen Körper auf «Nano-Container» reagieren, enorm wichtig.

Stammzellenforschung für Hüftimplantate

Auf dem Gebiet der Medizinaltechnik arbeitet die Empa bereits seit einiger Zeit mit dem Kantonsspital St. Gallen zusammen. So stellt die Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie ihren Empa-KollegInnen beispielsweise wöchentlich Knochenmarkproben zur Verfügung, mit deren Hilfe Materialoberflächen optimiert und neue Materialien, etwa für Implantate, getestet werden. Das Knochenmark enthält so genannte mesenchymale Stammzellen. Das sind Zellen, die sich in verschiedenste Zellen und Gewebe differenzieren können. Die Frage dabei ist, wie Oberflächen für Implantate beschaffen sein müssen, damit sich die Stammzellen darauf «richtig» entwickeln – also in den gewünschten Zelltyp differenzieren, zum Beispiel in eine Knochenzelle. Denn nur so kann das Implantat mit dem Knochen stabil verwachsen und seine Funktion übernehmen. «Dank der Zusammenarbeit mit dem Spital sind wir in der Lage, unsere Aktivitäten in der Bio- und Medizinaltechnologie deutlich auszubauen. Dadurch machen wir einen grossen Schritt Richtung klinische Anwendung der von uns entwickelten Materialien und Methoden», so Peter Wick, Co-Leiter der Empa-Abteilung «Materials-Biology Interactions». Weitere Projekte seien bereits in Vorbereitung.

http://www.empa.ch/

Montag, 24. Januar 2011

Soziale Dienste Uzwil mit neuem Stellenleiter

Die Sozialen Dienste Uzwil vereinen ab Beginn des Jahres 2011 die bisher in getrennten Strukturen organisierten Bereiche des kommunalen Beratungsangebotes. Die operative Gesamtleitung der Sozialen Dienste übernimmt Reto Drexler.

Bisher war das soziale Beratungsangebot der Gemeinde getrennt und teilwiese mit eigener Trägerschaft organisiert und geführt. Nun sind diese Bereiche zu den Sozialen Diensten der Gemeinde in der Henauerstrasse 20 in Niederuzwil zusammengeführt. Innerhalb der Sozialen Dienste wurden thematische Schwerpunkte gebildet. Die Jugend- und Sozialberatung, die Sozialarbeit an der Schule, die gemeinwesenorientierte Sozialarbeit und die Betreuung der Asylsuchenden stehen neu unter einer gemeinsamen operativen Gesamtleitung. Dafür wurden die erforderlichen Stellenprozente geschaffen.

Neuer Gesamtleiter gewählt

Als Gesamtleiter mit einem Pensum von 80 Stellenprozenten wurde Reto Drexler gewählt. Er ist 52 Jahre alt. In seiner Laufbahn als diplomierter Sportlehrer hat er in verschiedenen Institutionen Führungsfunktionen ausgeübt. Das Studium als Sozialarbeiter absolvierte er an der Fachhochschule Rorschach. Derzeit ist Reto Drexler bei den Sozialen Diensten Oberes Rheintal tätig, vorher sammelte er in verschiedenen sozialen Bereichen Erfahrungen. Reto Drexler wird sich bis zu seinem Stellenantritt am 1. März schrittweise in seine neue Tätigkeit einarbeiten. Neben seiner Funktion als Gesamtleiter der Sozialen Dienste Uzwil wird er im Rahmen seines Pensums auch Beratungen übernehmen. (Foto Homepage Uzwil)

Die goldenen Regeln auf Facebook (Video)


by Stern.de Videoportal

Samstag, 22. Januar 2011

Die Woche 4/2011 - was sonst keinen Platz fand



Web ist, was man nicht weiß
Was ist das Wesen des Internets - schnell verfügbare Fakten? Neue Kontakte? Pustekuchen! Motor des Mediums ist allein die Vermutung, glaubt Sascha Lobo. Egal ob es sich um User-Kommentare, vermarktete Inhalte oder Postings in sozialen Netzwerken handelt: Immer geht es um Mutmaßung.
Tatsächlich ist die Vermutung der publizistische, ökonomische und technologische Motor des Internets. Was die Evolution für das Leben, ist die Vermutung für das Netz.(SpiegelOnline.de)

Angehörige am Anschlag
Die Schweiz verdrängt eine brennende soziale Frage: Wer pflegt unsere Alten? Eine entscheidende Rolle spielen die Angehörigen – doch sie benötigen Unterstützung, um ihren Weg zwischen Überforderung, Geldsorgen und schlechtem Gewissen zu finden. Obwohl es sich die quirlige 68-Jährige nicht anmerken lassen will: Diese Aufgabe hat sie immer wieder und bis heute ans Limit gebracht – körperlich, aber auch emotional. Brita Holthuizen drückt aus, was viele pflegende Angehörige beschäftigt: «Meinen Mann rund um die Uhr zu betreuen nimmt mir viel Energie und jeden Freiraum. Ich bin angekettet, wie im Gefängnis. Und ich fühle mich oft allein gelassen.» (Beobachter)

Postangestellte müssen auch zu Besen und Lappen greifen
In kleineren Filialen ist neu kein Reinigungspersonal mehr im Einsatz
In kleineren Postfilialen arbeiten üblicherweise ein bis zwei Angestellte. Seit Anfang Jahr müssen sie neben ihrer eigentlichen Arbeit auch noch die Poststelle reinigen. Sie ersetzen das Putzpersonal, das bisher ein- bis dreimal die Woche die Räumlichkeiten sauber machte. Diese Arbeiten erledigte bisher auch in diesen Filialen die Tochtergesellschaft InfraPost.(Tagblatt)

Herzinfarkt kündigt sich in den Haaren an
Wie eine Kristallkugel, nur besser: Drohende Herzinfarkte lassen sich schon Monate vorher an den Haaren erkennen. Das haben Forscher herausgefunden.Nicht nur Drogen wie Kokain lagern sich in den Haaren ab, wie einige Promis inzwischen wissen: Auch das Dauerstress-Hormon Cortisol hinterlässt in der Frisur seine Spuren. Und die kann man laut kanadischen Wissenschaftlern nutzen, um drohende Herzinfarkte voraussagen. Denn: Viel und lange andauernder Stress gleich viel Cortisol-Ablagerungen gleich schlechte Karten. (Blick.ch)

Die Tat eines Besessenen
Apple verdient sechs Milliarden Dollar. Möglich machen das die Kunden, die weit mehr für die Produkte ausgeben, als sie Apple kosten. Und Steve Jobs, der dafür sorgt, dass die Kunden auch so viel zahlen wollen. Was sollen bloß die Leute denken? Da werden sie erst von der Nachricht geschockt, dass Apple-Chef Steve Jobs vorläufig zu krank sei, um das Tagesgeschäft fortzuführen. Und nur wenige Stunden später teilt das Unternehmen mit, dass es so viel verdient habe wie nie zuvor in seiner Geschichte.(Sueddeutsche.de)

Sozialstaat: Reform —Hartz IV und kein Ende
Regierung und Opposition zanken sich weiter über die Hartz-IV-Reform. Noch gibt es viele Differenzen - von der Höhe des Regelsatzes über die weißen Waren bis zu den Mindestlöhnen. Ein Überblick über die Streitfragen. Bei der Hartz-IV-Reform geht es um ein Sammelsurium von Themen: Seit mehreren Wochen sprechen Regierung und Opposition über einen Mindestlohn für Leiharbeiter genauso wie über das geplante Bildungspaket für arme Kinder bis hin zu der Frage, ob Langzeitarbeitslosen Kühlschränke oder andere "weiße Waren" gesondert zu erstatten sind. Doch bislang blieben die Verhandlungen ohne konkrete Ergebnisse. (Sueddeutsche.de)


Im Bundeshaus gibt es mittlerweile mehr Lobbyisten (321) als Parlamentarier (246)! Das hat SonntagsBlick berechnet. Damit soll jetzt Schluss sein.
In Bundesbern hat man die Übersicht über die heimlichen Einflüsterer längst verloren. Jeder der 246 Parlamentarier darf zwei Personen als seine persönlichen Gäste bezeichnen. Die haben dann ungehinderten Zugang zum Zentrum der Macht. Wer sind sie? Da herrscht weitgehend Geheimniskrämerei. Die Lobby-Liste kann nur im Sekretariat der Parlamentsdienste eingesehen werden. Fotokopieren streng verboten. Viele von ihnen werden darin bloss als PR- oder andere Berater angegeben. Welche oder wessen Interessen sie vertreten, ist aber nicht ersichtlich.(Blick.ch)

>>> Die Liste der Lobbyisten  <<<<<  IM: Da bleibt nicht viel Platz mehr für unabhängige Politik.


Ein schönes Wochenende - wir kommen wieder - bis nächste Woche.

Freitag, 21. Januar 2011

"Cassis de Dijon" im Lebensmittelbereich – eine Halbjahresbilanz

Das sogenannte Cassis de Dijon-Prinzip ist am 1. Juli 2010 in Kraft getreten; seither hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) - zuständig für den Bereich Lebensmittel - 21 Bewilligungen in Form einer Allgemeinverfügung erteilt. Sie betreffen unter anderem Milch- und Fleischprodukte oder Getränke. Von den insgesamt 69 eingereichten Gesuchen mussten bisher 14 abgewiesen werden.

Nach einem halben Jahr "Cassis de Dijon" lässt sich für den Lebensmittelbereich folgende Zwischenbilanz ziehen:
21 Gesuche wurden gutgeheissen und eine entsprechende Allgemeinverfügung ausgestellt. Darunter Rahm aus Deutschland, Fruchtsirup aus Frankreich, Schinken aus Österreich und Schmelzkäse aus Deutschland.
14 Gesuche mussten abgewiesen werden, weil sie nicht unter das Cassis de Dijon-Prinzip fallen. Für Nahrungsergänzungsmittel beispielsweise gilt weiterhin die Schweizerische Verordnung für Speziallebensmittel. Arzneimittel wiederum fallen wie bisher unter das Eidgenössische Heilmittelgesetz. Gegen 6 Entscheide des BAG wurde beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde eingereicht. Erste Entscheide werden in den nächsten Wochen erwartet.

Eine ganze Reihe von Gesuchen erfüllte die Anforderungen auf Vollständigkeit nicht, d.h. es mussten Dokumente nachgefordert werden, was das Zulassungsverfahren in die Länge zieht. Sicherheit von Lebensmitteln Hauptkriterien der Zulassung sind die Sicherheit der Lebensmittel und der Täuschungsschutz. Ist die Gesundheit der Konsumenten und Konsumentinnen nicht gefährdet und werden die Anforderungen an die Produkteinformationen erfüllt, erteilt das BAG die Bewilligung in Form einer Allgemeinverfügung.

Es sind im Wesentlichen zwei Kategorien von Produkten, die vom Cassis de Dijon-Prinzip profitieren können: Zum einen Lebensmittel aus dem EU- oder EWR-Raum, die in ihrer Kennzeichnung vom Schweizerischen Recht abweichen (etwa "0% Fett" statt "fettfrei"). Rund 52 Prozent der Bewilligungen (11 von 21 Produkten) betreffen solche Kennzeichnungsdifferenzen. Zum anderen können Produkte aufgrund des Cassis de Dijon-Prinzips in der Schweiz verkauft werden, die punkto Qualität von den herkömmlichen schweizerischen Bestimmungen abweichen (etwa beim Fettgehalt oder Fruchtsaftanteil). In diese Kategorie fallen rund 30 Prozent (6 von 21) der bisher bewilligten Produkte. Die Zusammensetzung der Produkte bleibt wie bislang auf der Etikette ersichtlich.

Eine Zulassung, viele Produkte

Eine Allgemeinverfügung gilt nicht nur für das konkrete Gesuchsobjekt, sondern ebenso für alle gleichartigen Produkte. Als gleichartig gelten Produkte, die zur selben Produktegruppe gehören, den technischen Vorschriften desselben Landes entsprechen und in diesem Land auch rechtmässig in Verkehr sind. So kann beispielsweise aufgrund der Allgemeinverfügung für Fruchtsirup aus Frankreich jeder Fruchtsirup, der den französischen Vorschriften entspricht, in der Schweiz vertrieben werden, unabhängig davon, wer das Produkt herstellt oder vertreibt.

Die Listen der eingegangenen und abgewiesenen Gesuche sowie der erteilten Allgemeinverfügungen können eingesehen werden auf: http://www.cassis.admin.ch/

Bundesamt für Gesundheit

Krankenversicherung: starker Rückgang der Kosten für die Versicherungsvermittlung und das Telefonmarketing Bern

Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) wurde über die Massnahmen informiert, die santésuisse im Bereich Versicherungsvermittlung und Telefonmarketing plant. Es nimmt mit Befriedigung zur Kenntnis, dass mit den wichtigsten Krankenversicherern eine Vereinbarung abgeschlossen wurde. Diese haben sich unter der Federführung von santésuisse verpflichtet, einen Verhaltenskodex einzuhalten, der die Tätigkeiten im Bereich Versicherungsvermittlung und Telefonmarketing stark einschränken wird.

Diese Vereinbarung wird die Gesamtrechnung für die Versicherten um jährlich 60 bis 100 Millionen Franken entlasten.Sie ist das Ergebnis der Anstrengungen, die auf Wunsch des Vorstehers der EDI unternommen wurden, um die Verwaltungskosten der Versicherungen zu senken. Die Grundzüge dieser Vereinbarung wurden am 21. Dezember im Rahmen einer Sitzung mit santésuisse festgelegt, die von Bundesrat Didier Burkhalter geleitet wurde.In den letzten Monaten hat das Eidgenössische Departement des Innern verschiedene Möglichkeiten geprüft, um diese Marketingkosten zu senken. Denn am vergangenen 1. Oktober hatte das Parlament in der Schlussabstimmung ein Paket von Sparmassnahmen verworfen, das ähnliche Bestimmungen enthielt wie die Vereinbarung, die santésuisse nun mit ihren Mitgliedern abgeschlossen hat.

Das EDI wird das Inkrafttreten und die Umsetzung der neuen Vereinbarung aufmerksam verfolgen. Mit Befriedigung hat das EDI zudem zur Kenntnis genommen, dass die Versicherer Interesse an einem Prämienrechner zeigen, den das Bundesamt für Gesundheit anbietet. Das BAG stellt den Versicherten und den Versicherern seit mehreren Jahren unentgeltlich ein Instrument für den Vergleich der Prämien zur Verfügung. Zurzeit wird dieses Instrument noch weiter verbessert. Für die Krankenversicherung und damit für die Versicherten ergibt sich daraus ein Sparpotenzial in der Grössenordnung von 20 Millionen Franken pro Jahr.

Bundesamt für Gesundheit / Internet: http://www.bag.admin.ch/

Donnerstag, 20. Januar 2011

Ladenöffnungszeiten - bekannte Argumente mit Scheuklappenblick

99% finden Ladenöffnungszeiten bis Mitternacht nicht nötig!

Die beim Verkaufspersonal des Kantons Bern von der Unia durchgeführte Umfrage zur Verlängerung der Ladenöffnungszeiten zeigt klar auf: 99% des Verkaufspersonal ist deutlich gegen eine Verlängerung der Ladenöffnungszeiten bis Mitternacht und gegen die generelle Sonntagsarbeit.

Umfrageresultate zur Verlängerung der kantonalen Ladenöffnungszeiten.

Die Gewerkschaft Unia hat in den vergangenen Wochen eine Umfrage bei den Detailhandelsangestellten des Kantons Bern durchgeführt. Dies aufgrund der von den Grossräten Erich Hess (SVP) und Matthias Tromp (BDP) eingereichten Motionen. Diese sehen Ladenöffnungszeiten werktags von 5-24 Uhr, samstags von 5-23 Uhr und generelle Sonntagsarbeit vor. Die Umfrage wurde im ganzen Kanton Bern durchgeführt. 1406 Personen aus rund 800 Geschäften haben sich an der Umfrage beteiligt. Die Resultate zeigen ein klares Signal: 99% der Befragten sind gegen Ladenöffnungszeiten bis Mitternacht und 97% gegen regelmässige Sonntagsverkäufe. Interessant ist, dass die Antworten aus Arbeitgeberperspektive nur minim von denen der Angestellten abweichen: Von den Filialleiter/-innen sind 98% gegen Ladenöffnungszeiten bis Mitternacht und 95% gegen regelmässige Sonntagsverkäufe, von den Ladeninhaber/-innen finden 98% Ladenöffnungszeiten bis Mitternacht und 96% regelmässige Sonntagsverkäufe nicht nötig.

Längere Ladenöffnungszeiten schaffen keine neuen Arbeitsplätze

Nur gerade 8 % sind der Meinung, dass längere Ladenöffnungszeiten mehr Arbeitsplätze bringen! Längere Öffnungszeiten sind aus ökonomischer Sicht nicht rentabel. Der Konsum verteilt sich lediglich zeitlich, nimmt aber nicht entsprechend zu. Dem gleich bleibendem Umsatz stehen jedoch höhere Kosten gegenüber (Aufwand für Personal und Infrastruktur).

… und erhöhen den Druck auf die Angestellten

Wenn Geschäfte trotzdem länger öffnen (müssen) - z.B. in den Einkaufszentren oder wegen des Konkurrenzdrucks -, entsteht Druck auf die Arbeitsbedingungen: Weniger Personal muss grössere Flächen abdecken, mehr Arbeit auf Abruf, längere Wochenarbeitszeit und Aufspaltung der Tagesarbeitszeiten (z.B. 3 Stunden Mittagspause). Hinzu kommen die Zerstörung des Privatlebens und die gesundheitliche Gefährdung durch immer höhere Arbeitsbelastung. „Wir arbeiten schon heute genug und zu schlechten Bedingungen – es reicht!“ heisst es in einer Resolution, die an einer Versammlung der Detailhandelsangestellten am 11. Januar verabschiedet wurde.

Das Bedürfnis nach einer weiteren Verlängerung der Ladenöffnungszeiten ist nicht gegeben. Bereits die heutigen Ladenöffnungszeiten werden nicht ausgeschöpft. Ende Januar 2011 entscheidet der Grossrat über beide Motionen, welche der Regierungsrat zur Ablehnung empfiehlt. Für die Gewerkschaft Unia ist klar: Die beiden Motionen sind unnötig und sollten abgelehnt werden.

Im Anhang finden Sie die Auswertung der Umfrage. Weiter Argumente sind auch hier zu finden.

IM-Kommentar: Bei solchen Befragungen besteht natürlich die Gefahr, und das wird ja bestätigt, dass ein hoher Prozentsatz ablehnt. Genau ähnliche Ergebnisse würde man erreichen, wenn man Polizisten, Ärzte, Krankenschwestern, Gastronomiepersonal usw. befragen würden. Unserer Meinung nach geht es aber bei den längeren Öffnungszeiten nicht darum, bestehendes Personal über Gebühr einzusetzen, sondern für die Randzeiten, zusätzliches Perosonal einstellt. Viele Familien wären froh ob einem Nebenverdienst. Hier könnten Hausfrauen am Abend einspringen, würden sich ein paar Franken verdienen und das Familienbudget entlasten. Umgekehrt kostet Freizeit Geld. Tests in Amerika haben gezeigt, als man die wöchentliche Arbeitszeit in die ersten drei Tage packte, dass dies zwar am Anfang lustig war. Nach einer gewissen Zeit tauchten aber Probleme mit der Finanzierung der Freizeitaktivitäten und mit der Freizeit auf.

Wir brauchen Arbeitsplätze und das nicht zu knapp. Bestreben der Gewerkschaften sollte es sein, hier eher ein funktionierendes System zu finden und nicht immer wieder auf die alten Vorurteile zurückzugreifen. Ein indirekter Beweis für einen Bedarf sind die Steigerungen im Onlineverkauf(24Std.). Nach mehr als 30 Jahren Fremdenverkehr und 4 Kindern kann ich nur sagen, es wäre eine Chance für Arbeitsplätze.Glauben sie kein Unternehmer würde ohne Rendite mitmachen.  In Tschechiens Einkaufsmeilen schaffen viele Kassiererinnen in den Abendstunden und können sich so mehr leisten als andere Kollegen. Zumindest gehen sie solange bis sie zB ihr Haus gebaut haben usw. Auch der Alltagsverkehr würde entlastet, weil nicht alle Samstag Vormittag en bloc die Einkaufszentren stürmen. Einkaufen kann auch ein Erlebnis mit der Familie sein. Der Mix macht es aus. Schluss mit den immer mehr Regulierungen. Und wegen Sonntag - Gott ist überall. Ich kann das aus persönlicher Erfahrung bestätigen.

Neu: Biometrischer Ausweis für Ausländer

Laut Rundschreiben des BFM ( Bundesamt für Migration) erhalten ab dem 24.Januar 2011 Personen, die einem Staat ausserhalb der EU oder EFTA angehören, einen neuen Ausländerausweis mit biometrischen Daten.

Der biometrische Ausländerausweis wurde gemäss den Anforderungen der Europäischen Union entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Schengen-Besitzstands. Die Schweiz verpflichtet, im Frühjahr 2011 Schengen-konforme biometrische Ausländerausweise für Drittstaatsangehörige zu produzieren. Deshalb erhalten Personen von Staaten, die nicht der Europäischen Union oder der Freihandelsassoziation (EFTA) angehören, jetzt einen neuen Ausländerausweis mit biometrischen Daten. Wie beim Schweizer Pass werden im Chip des Ausländerausweises ein Foto sowie zwei Fingerabdrücke und die Unterschrift gespeichert, teilt die Staatskanzlei mit.(Bild anklicken zum Vergrössern)

Ein Symbol auf der Kartenvorderseite oben links zeigt an, dass sich in dieser Karte ein Chip mit biometrischen Daten befindet. Der Chip ist nicht sichtbar. Auf dem Chip sind zwei digitale Fingerabdrücke sowie das Gesichtsbild gespeichert. Die Daten werden während fünf Jahren aufbewahrt. Dies dient ausschliesslich dem Zweck, eine Neuausstellung des biometrischen Ausländerausweises ohne zusätzlichen Erfassungsaufwand zu ermöglichen. Der biometrische Ausländerausweis erfüllt strenge internationale Normen. Die Daten sind durch ein gesichertes Zugriffsverfahren und elektronische Schlüssel geschützt. Die Fingerabdrücke sind besonders gesichert. Eine Ortung oder elektronische Überwachung ist mit dem Chip nicht möglich.

Scanformular mit dem Foto der gesuchsstellenden Person entfallen. Wird eine Biometrieerfassung notwendig, versendet das Ausländeramt künftig einen Terminvorschlag an die betreffende Person, schreibt die Staatskanzlei weiter. Die biometrischen Daten werden im Passbüro des Kantons erfasst. Die Kosten betragen 20 Franken, zusätzlich zu den bisherigen Bewilligungsgebühren.

Die bestehenden Ausländerausweise ohne biometrische Daten behalten ihre Gültigkeit bis zu ihrem Ablaufdatum. Der biometrische Ausländerausweis wird erst dann ausgestellt, wenn der alte Ausweis wegen Ablaufs der Gültigkeit oder aufgrund von Datenänderungen erneuert werden muss. Der Antrag für den biometrischen Ausländerausweis und das Ausstellungsverfahren erfolgen gemäss den Vorgaben des Wohnkantons. (mehr)

Bundesamt für Migration (BFM)

Mittwoch, 19. Januar 2011

Vorlage über die gemeinsame elterliche Sorge wird erweitert

Die Vorlage über die gemeinsame elterliche Sorge wird auch unterhaltsrechtliche Fragen neu regeln. Mit dieser Erweiterung soll die Situation jenes Elternteils verbessert werden, der trotz gemeinsamer elterlicher Sorge das Kind hauptsächlich betreut. Bundesrätin Simonetta Sommaruga, Vorsteherin des Eidg. Justiz- und Polizeidepartements (EJPD), hat am Mittwoch den Bundesrat informiert, dass die überarbeitete Botschaft nächstes Jahr vorliegen wird.

Das EJPD hat gemäss Auftrag des Bundesrates bis Ende 2010 eine Botschaft zur Revision des Zivilgesetzbuches (ZGB) ausgearbeitet, wonach die gemeinsame elterliche Sorge zukünftig unabhängig vom Zivilstand der Eltern zur Regel werden soll. Dieser Botschaftsentwurf wird allerdings noch überarbeitet: Um eine breite Akzeptanz für die Vorlage zu schaffen, werden unterhaltsrechtliche Fragen einbezogen. Während die Vorschläge zur gemeinsamen elterlichen Sorge darauf zielen, die rechtliche oder faktische Benachteilung der ledigen und geschiedenen Väter zu beseitigen, sind an der Überprüfung des Unterhaltsrechts besonders die ledigen und geschiedenen Mütter interessiert, da sie im Alltag die Kinder hauptsächlich betreuen.

Nach geltendem Recht müssen Unterhaltsansprüche des Kindes und des geschiedenen Ehegatten so bemessen werden, dass dem Schuldner das Existenzminimum verbleibt. Reichen die Mittel nicht aus, um zwei Haushalte zu finanzieren, trägt der unterhaltsberechtigte Ehegatte - meistens die Frau - den Fehlbetrag. Das Bundesgericht hat in seiner jüngsten Rechtsprechung diesen Grundsatz der einseitigen Mankoüberbindung bestätigt, gleichzeitig aber den Gesetzgeber aufgefordert, eine Lösung für diese unbefriedigende Situation zu schaffen.

Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement

Internet: http://www.ejpd.admin.ch/

"Zirkus“-Kampagne fördert die Rolle der EU in der Beschäftungs- und Sozialpolitik

Eine öffentliche Aufklärungskampagne der Europäischen Kommission gab den Bürgern mit einer „Zirkus“-Kampagne Antwort auf die Frage „Wissen Sie, was das soziale Europa für Sie tun kann?" und machte sie damit vertraut, wie sich die Sozial- und Beschäftigungspolitik der EU auf ihr tägliches Leben auswirken kann. In den Jahren 2009 und 2010 besuchten über 1,2 Millionen Menschen Veranstaltungen in 60 Städten.

An Ständen, in Workshops und in Diskussionen wurde erarbeitet, wie die Politik der EU zur Schaffung von Arbeitsplätzen, zur Förderung der beruflichen Mobilität, zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen beitragen kann. Ganz oben auf der Tagesordnung der „Zirkus“-Kampagne standen zudem die Bekämpfung von Diskriminierung und die Förderung der Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen.

Zirkus verzaubert Brüssel

Die Brüsseler „Halles de Schaerbeek“ waren Gastgeber eines internationalen Forums zur Diskussion von Themen rund um Armut und soziale Ausgrenzung. Auf der Veranstaltung im Oktober wurden Akteure und Projekte vorgestellt, die sich, inspiriert durch das Europäische Jahr 2010 zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung, dem Thema Vielfalt verschrieben haben. Den Besuchern bot sich die Gelegenheit zur aktiven Teilnahme an den Diskussionen und Workshops. Hier wurden Möglichkeiten erörtert, wie die Europäer zusammenkommen können, um eine durch Inklusion gekennzeichnete Gesellschaft aufzubauen.

Die Veranstaltung wurde von den Darbietungen von über 20 Zirkusartisten aufgelockert. Vertreten waren neben den besten professionellen Zirkusschulen Europas auch verschiedene Zirkusprojekte mit sozialem und pädagogischem Auftrag.

In den verschiedenen Veranstaltungen der Kampagne erfuhren die Besucher alles über die Umsetzung von EU-Programmen zur praktischen Unterstützung von Gemeinschaften. So investiert z. B. der Europäische Sozialfonds (ESF) jährlich über 10 Mrd. Euro in die Förderung der Beschäftigung und die Verbesserung des Bildungs- und Kompetenzniveaus der Menschen.Darüber hinaus fördert das Team für ein soziales Europa EURES, das europäische Portal zur beruflichen Mobilität, auf dem täglich mehr als eine Million Arbeitsangebote online zu finden sind.

Unterstützung im Alltag

Die Veranstaltungen boten den Teilnehmern eine gute Gelegenheit, sich formlos über für sie unbekannte Projekte und Initiativen der EU zu informieren, etwa die Europäische Krankenversicherungskarte. Die Karte wird mittlerweile von 200 Millionen Menschen genutzt und vereinfacht den Zugang zu den Dienstleistungen des Gesundheitswesens bei Krankheit oder Unfall in einem anderen Mitgliedstaat.
Die Kampagne hat einerseits das Wissen der Menschen über die EU verbessert und bot zum anderen der Kommission eine gute Gelegenheit zur Festigung ihrer Verbindungen zu lokalen Behörden und zum Austausch bewährter Verfahren mit Interessenvertretern, Organisationen und dem Informationsnetz „Europe Direct“. Die „Zirkus“-Kampagne wurde von einer erfolgreichen Posterkampagne zur Beschäftungs- und Sozialpolitik begleitet. (mehr zum Artikel auf der HP)

Dienstag, 18. Januar 2011

Park Chan-wook dreht ersten Kinofilm mit iPhone

Kann man einen Kinofilm mit einem Handy drehen? Der südkoreanische Regisseur Park Chan-wook trat den Beweis an und hat jüngst den angeblich weltweit ersten Kinofilm mit einem iPhone gedreht. Park gewann schon einmal mit "Oldboy" einen Preis beim Filmfestival in Cannes.

Ab dem 27. Januar wird der 30-minütige Kinofilm "Night Fishing" (im Original "Paranmanjang") des Filmregisseur Park Chan-wook für vier Tage in südkoreanischen Kinos zu sehen sein, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap. Der angeblich weltweit erste per iPhone gedrehte Kinofilm erzählt die phantastische Begegnung eines Fischers mit einer Schamanin. Das Werk soll dieselbe Auflösung wie konventionelle Filme haben. Besucher der Medienpremiere in Seoul sollen angenehm überrascht gewesen sein.

Szenenfoto by german.china.org

Die Produktion brauchte laut Regisseur ganze zehn Tage, 80 Personen und nur etwa 103.000 Euro. Dem "Wall Street Journal" zufolge trug die Telefongesellschaft KT, die das iPhone in Südkorea exklusiv anbietet, einen Teil der Produktionskosten. Die Szenen des Films wurden im wesentlichen mit zwei iPhones gedreht, einige Mitarbeiter filmten aber auch mit ihren eigenen iPhones. Filmemacher Park Chan-wook ist international bekannt. Für seinen Film "Oldboy" gewann er 2004 beim Filmfestival in Cannes den Großen Jurypreis. Im Jahr 2009 wurde dort auch "Thirst" mit dem Preis der Jury prämiert.

Quelle:german.china.org

Einmal so - dann wieder so - Personalpolitik beim Bund

35 Reinigungskräfte beim Bundesamt für Statistik stehen vor dem Nichts

Die Gewerkschaft Unia hat vor dem Bundesamt für Statistik BFS in Neuenburg gegen die Entlassung von 35 Reinigungskräften protestiert. Die bisher mit der Reinigung beauftragte Sub-Sub-Unternehmung Honegger AG hat der gesamten Reinigungs-Equipe gekündigt, nachdem der Auftrag an ein noch billigeres Unternehmen vergeben wurde. Die Gewerkschaft Unia fordert von allen Beteiligten – insbesondere von den auftraggebenden Bundesstellen – dass sie ihre soziale Verantwortung wahrnehmen.

Das Bundesamt für Statistik hat in seinem Budget 1,6 Millionen Franken für die Gebäudereinigung eingestellt. Diesen Budgetposten (und damit den Reinigungsauftrag) hat das BFS dem Bundesamt für Bauten und Logistik BBL abgetreten. Dieses wiederum hat den Gebäudeunterhalt und die Reinigung der Büroräumlichkeiten an die Firma Cofely GDF-Suez ausgelagert. Bis anhin hat die Reinigungsfirma Honegger AG im Auftrag der Cofely die Büroräumlichkeiten beim BFS in Neuenburg gereinigt.

Das BBL hat kürzlich beschlossen die Gebäudereinigung für das BFS neu auszuschreiben. Zwar hat der bisherige Subunternehmer, die Cofely GDF-Suez, den Zuschlag erneut erhalten: Der Sub-Sub-Kontrakt mit der Reinigungsfirma Honegger kündigte die Cofely GDF-Suez aber auf und übertrug das Mandat neu der Vebego Services AG. Die Reinigungsfirma Honegger kündigte in der Folge sämtlichen Mitarbeitenden, welche beim Bundesamt für Statistik für die Reinigung angestellt waren.

Die Leidtragenden sind die Beschäftigten

Anlässlich einer Versammlung haben die Beschäftigten der Gewerkschaft Unia ein Verhandlungsmandat erteilt. In der Folge hat die Gewerkschaft Unia verlangt, dass mindestens ein Teil der entlassenen Beschäftigten der Honegger AG beim neuen Reinigungsunternehmen Vebego weiterbeschäftigt wird. Für die übrigen Mitarbeitenden der Honegger AG verlangt die Unia einen anständigen Sozialplan. Beide Forderungen haben sämtliche beteiligten Stellen abgelehnt.

Es fanden Gespräche zwischen dem BBL, der Cofely GDF-Suez, der Vebego Services AG sowie der Honegger AG statt, mit dem Ziel, den Forderungen des Personals zum Durchbruch zu verhelfen – bisher erfolglos: Die anwesenden Parteien haben sich alle für „nicht zuständig“ für die Situation erklärt. Die Gewerkschaft Unia ist empört, dass insbesondere die Eidgenossenschaft und die Cofely GDF-Suez die Forderungen der Belegschaft nicht Ernst nehmen und ihrer sozialen Verantwortung nicht nachkommen. (Medienmitteilung Unia.ch)

IM-Kommentar: Bedenkliche Aktion wenn eine Bundesstelle 35 Arbeitsplätze zur indirekten Kündigung frei gibt und eine andere Bundesstelle Behinderten die IV-Rente streichen möchte, um sie wieder in „Arbeit zu setzen“. Diese "Freistellung von Arbeitskräften im Reinigungsbereich sind leider keine Einzelfälle.

Tausende Arbeitslose wechseln in die Sozialhilfe - Volk stimmte zu

Das Schweizer Volk hatte die Revision der Arbeitslosenversicherung am 26. September in einer Referendumsabstimmung mit 53,4 Prozent Ja-Stimmen gutgeheissen. Das Konzept zur Sanierung der ALV beinhaltet Leistungskürzungen und höhere Lohnbeiträge. In der gesamten Schweiz könnten bis zu 17 000 Arbeitslose den Anspruch auf Taggelder verlieren, wenn die Arbeitslosenversicherung am 1. April 2011 auf das gekürzte Regime umstellt. Dies hatte Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann im Dezember im Nationalrat in der Fragestunde mitgeteilt. (IM-Beitrag via 20min.ch)

Montag, 17. Januar 2011

Bloggen, kommentieren und frustrierte Zeitgenossen

Insgesamt ist es ja ums Bloggen als solches ruhiger geworden. Immer mehr langjährige Qualitätsblogger haben ihre Tore geschlossen. Zwar wird die Szene quantitativ mit immer neuen Blogs auf Stand gehalten. Nur bei vielen fehlt einfach die Würze oder Konsequenz. Ich kann das auch einerseits immer mehr verstehen. Umso mehr wenn viele ihre Kommentatorfunktion eingeschränkt oder gesperrt haben (müssen).


Den eines der grössten Probleme im Internet sind die anonymen Blogger, die all ihren Frust der sich so im Laufe des Tages aufstaut, in ihren diversen Kommentaren abladen. Würden sie das unter ihrem Namen machen, so kann man das ja noch verstehen. Da hätten sie Rückgrat und man könnte helfen. Sich aber hinter anonymen Phantasienamen (@raffnix) verstecken, finde ich in diesem Zusammenhang persönlich einfach feige. Ausserdem wird damit einem Blogbetreiber, der seinen Blog interessant und offen gestalten möchte, jede Menge zusätzlicher Arbeit mit der Kontrolle aufgebürdet. Der Verfasser schreibe einfach einen Sch…. , irgendwer wird es schon richten oder sich provozieren lassen. Mit solchen Einwürfen qualifiziert sich ein Kommentator selbst .  Nur rafft er es einfach nicht. Schade auch für Blogbetreiber die solche Leute ungestört kommentieren lassen. Ist Ranking wirklich so geil ?


Soziale Netzwerke

Somit unterscheidet sich das Internet mit seiner Blogwelt, nicht mehr vom realen Leben, wo einzelne Leute grundlos auf der Strasse angepöbelt oder zusammengeschlagen oder in der Firma und im Alltag gemobbt werden. Dialog scheint man nur mehr in Geschichtsbüchern zu finden. Ich bin sicher für Datenschutz und meide deshalb auch die neuen sozialen Netzwerke. Nur für solche Querulantenkommentatoren  würde ich es verstehen, wenn man eine zentrale Meldepflicht einführen würde. Sicher kann man auch privat mit einigem Aufwand die Spreu vom Weizen trennen. Darunter würde aber in meinem Fall die Lebensqualität leiden, weil ich nicht mehr über jene Lebenszeit verfüge, solchen Typen zur Verantwortung zu ziehen.

So haben wir dies bei all unseren Blogs machen müssen und die Funktion zum Kommentieren gesperrt. Wobei wir sonst nichts mehr begrüssen, als einen insperierenden, friedlichen, offenen Dialog. Aber alles muss seine Grenzen haben. Wenn irgendwelche pubertären Lemminge der Meinung sind, ihren Frust bei anderen Menschen anonym abzuladen, zeugt das nicht von der allerbesten Kinderstube. Facebook und Co haben sich heute zu einer grossen Konkurrenz der Bloggerszene entwickelt. Interessanterweise veröffentlichen dort die User mehr ihrer privaten Daten, als sie es je beim Bloggen getan haben. Umgekehrt sind schon namhafte Blogger bald wieder ausgestiegen und zum Bloggen zurückgekehrt, weil ebendort auch genug Lemminge unterwegs sind.

Realität 

Selbst halte ich mich mit Kommentaren auf fremden Blogs schon eher zurück, weil ich weder rassitisch angegriffen (wieso auch), beleidigt oder verarscht werden möchte. Wir haben mit vielen Blogs eine gute Zusammenarbeit. Ohne sogenannten Schwanzvergleich, Rankingstatistiken und was weis ich noch alles. Wir sind mit unseren Zugriffszahlen zufrieden und halten unseren Blog werbefrei. Bei uns muss man halt mehr als zwei Zeilen lesen, weil wir den Blog in Echtschreibung bedienen. Das geht halt oft nicht mit knapp 200 Zeichen. Das heisst, es kann ebenso mal vorkommen, dass sich kleinere Tipp- oder Schreibfehler einschleichen. Wir verwenden eine einfache Sprache, so wie als ob das Leben selbst schreiben würde. Das Thema Soziales ist nicht nur ein Blogthema, sondern trauriger Alltag für immer mehr Menschen im Lande. Wenn mich dann einer anonym zu meinem IM-Zitat frägt : “Immer mehr Menschen müssen aussen vorbleiben“* ob das den türkisch sei, dann verstehe ich länger wie mehr die jüngsten Pisa-Ergebnisse und  Fremdenhass wo gar nichts fremdes ist.  Alleine 200.000 Working-Poors und 15.000 verdiente Schweizerinnen, der man trotz mehrfacher schweren Krankheiten eine IV-Rente vor enthält oder streicht, finde ich eines Sozialstaates für unwürdig.

Das musste ich einfach wieder einmal schreiben, denn manchmal frage ich mich schon, von was sich solche Leute eigentlich ernähren. Wir haben in der Schweiz eine insgesamt gute Bloggerszene, wenn auch manchmal das Gemeinsame fehlt. Dem Aufruf des Top-Bloggers “Lupe“ zum gegenseitigen verlinken “Von Blogger zu Blogger“ sind bisher nur wenige gefolgt. Anscheinend wird der Platz eher für Rappenwerbung verwendet. Schauen wir doch zumindest, dass die Schafherde nicht grösser wird. Marktschreier haben wir schon genug. Dort wird ihnen aber erfahrungsgemäss sicher nicht geholfen. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich für Ihr grosses Interesse an unseren Blogbeiträgen bedanken.

Zum Thema : Spamaufkommen steigt zum Jahresanfang 2011 (Tagesanzeiger)

* aussen vor : etwas unberücksichtigt lassen; etwas nicht einbeziehen / beachten; etwas ausschließen. "Inhaltliche Qualität bleibt außen vor"; " Die Armen bleiben außen vor: Nur kleine Erfolge bei der Welthandelsrunde"; "Das Handwerk darf bei E-Commerce und Telelearning nicht außen vor bleiben"; "Einmal wöchentlich treffen sich Personen mit gleichartigen Problemen in neutraler Umgebung ohne einen therapeutischen Experten. Ratschläge bleiben aussen vor, jeder erzählt von sich, ohne über die anderen zu urteilen"; "Häufig tendieren Mitglieder einer Erbengemeinschaft angesichts der Nachzahlungen dazu, das Schwarzgeld aufzuteilen und das Finanzamt dabei aussen vor zulassen"

Wirtschaftliche Lagebeurteilung im Licht des Schweizer Frankens

Staatssekretär Jean-Daniel Gerber hat am Freitag, 14. Januar 2011, den Ausschuss der konsultativen Kommission für Wirtschaftspolitik zu einer Lagebeurteilung wegen der Wechselkurssituation einberufen. Am Treffen beteiligt waren Vertreter der Spitzenverbände, der Sozialpartner, und der Kantone. Das Gremium ist sich einig, dass eine dauerhafte Höherbewertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro und dem Dollar erhebliche Risiken für die Schweizer Konjunktur beinhaltet.

Der Ausschuss hat eine Situationsanalyse vorgenommen. Die grosse Mehrheit der Teilnehmer war sich einig, dass das Tempo der Aufwertung des Schweizer Frankens der Wirtschaft erhebliche Anpassungsschwierigkeiten schafft. Als Hauptursachen wurden die Staatsdefizite und die Schuldenprobleme in den Euroländern und der USA erkannt.

Gesamtwirtschaftlich dürfte der starke Schweizer Franken die Erholung der Wirtschaft belasten. Das Ausmass der Verlangsamung kann derzeit jedoch nicht beziffert werden. Auch aufgrund der weiterhin guten Entwicklung in Absatzmärkten wie Deutschland und Südostasien, geht jedoch kein Prognoseinstitut in der Schweiz gegenwärtig davon aus, dass in der näheren Zukunft eine Rezession eintreten wird.

Die Branchen sind unterschiedlich betroffen. Der Tourismussektor ist erfahrungsgemäss sehr wechselkurssensitiv und dürfte die Euroschwäche wegen der nahen Auslandkonkurrenz besonders spüren. Auch die Textil-, Maschinen-, Elektro- und Papierindustrie sowie die Bereiche Präzisionsinstrumente und Uhren wie auch der Schweizer Käse sind überdurchschnittlich abhängig vom Wechselkurs. Die Exporte der Pharma- und Chemieindustrie hingegen sind bisher eher weniger betroffen. Unternehmen, die viele Inputs aus dem Euroraum beziehen, könnten ausserdem auch von tieferen Einkaufspreisen profitieren. Die Kommissionsmitglieder stellten jedoch fest, dass die tieferen Importpreise nur ungenügend an die Einkäufer weitergegeben worden sind.

Etliche Teilnehmer haben auch Massnahmen zur Eindämmung der Aufwertung vorgeschlagen. Die Meinungen über die Zweckmässigkeit und der Wirkung solcher Massnahmen gingen auseinander. Einigkeit bestand darüber, dass der Frankenstärke nur mit der Geldpolitik direkt begegnet werden kann für welche die Schweizerische Nationalbank zuständig ist. Verschiedene Mitglieder unterstrichen in diesem Zusammenhang die grosse Bedeutung der Unabhängigkeit der Nationalbank. Andere wirtschaftspolitische Massnahmen wirken indirekt, das heisst nicht auf den Wechselkurs, sondern auf die Sekundäreffekte der Wechselkursentwicklung (z.B. auf die Wettbewerbsfähigkeit der Exporte oder auf den Arbeitsmarkt).

Der Ausschuss wird die weitere Entwicklung laufend beobachten und Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann über den Inhalt der Sitzung informieren.

Staatssekretariat für Wirtschaft

Samstag, 15. Januar 2011

Die Woche 3/2011 - was sonst keinen Platz fand

Der Plakatstreit
Wer bedroht uns denn da ?
Das droht, so teilt die SVP mit, wenn die Waffenverbots-Initiative angenommen wird. «Gegen jene, die tatsächlich eine Gefahr darstellen, unternimmt die Initiative nichts», sagt SVP-Nationalrat Adrian Amstutz. «Kein Krimineller wird sich jemals um einen Waffenschein bemühen.» .Mit einem erschossenen Teddybär werben hingegen die Befürworter der Initiative. Ein symbolisches Bild, welches sagen soll: Die Waffe ist gefährlich für Kinder. Gemeint ist die Armeewaffe. (Blick.ch)

Krankenkassenprämien machen am meisten Sorgen
Seit 2005 laut Umfrage auf Spitzenplatz bei Konsumenten.Die Konsumenten in der Schweiz machen sich weiterhin am meisten Sorgen wegen der Krankenkassenprämien. Das ergab eine Umfrage des Konsumentenforums. Damit zeigt sich im Mehrjahresvergleich, dass der Konsumentenunmut genauso kontinuierlich wie die Gesundheitskosten und die Prämien ansteigt, teilte das Konsumentenforum bei der Medienkonferenz zum Auftakt seines Jubiläumsjahrs zum 50-jährigen Bestehen mit.(Tagblatt.ch)

Die Griechen sind die neuen Deutschen
Immer weniger deutsche Ärzte bewerben sich an Schweizer Spitälern. Dafür künden sich die osteuropäischen Doktoren an - allen voran die Griechen. Nach den Deutschen kommen jetzt die Osteuropäer. Wenn wir Stellen ausschreiben, flattern seit einiger Zeit haufenweise Bewerbungen aus Osteuropa. Gleichzeitig bewerben sich immer weniger deutsche Ärzte um Stellen im Spital Linth. Deren Anstellungsbedingungen in der Heimat hätten sich verbessert. (20min.ch)

Sparen mit dem Bundes-Prämienrechner
Preisvergleich im Internet? Was den Kunden freut, freut auch die Anbieter dieser Plattformen. Sie verdienen gutes Geld damit. Das passt dem Bundesrat nicht. Er will einen eigenen Vergleichsdienst aufbauen.(Blick.ch)

Kündigungsentschädigung
Die vom Bundesrat vorgeschlagenen höheren Entschädigungen nach missbräuchlichen oder ungerechtfertigten Kündigungen sind umstritten: Während die Gewerkschaften sie befürworten und noch weiter gehen wollen, lehnt die Wirtschaft sie kategorisch ab. Der Entwurf für eine Teilrevision des Obligationenrechts (OR) sieht vor, dass die maximale Entschädigung bei missbräuchlichen Kündigungen von sechs auf zwölf Monatssaläre angehoben wird. Sechs Monatssaläre seien für schwere Fälle eine zu wenig harte Sanktion.(Wirtschaft.ch)

Grundlohn statt Sozialhilfe
Niemand muss arbeiten, aber wer will, der kann: Daniel Häni fordert eine neue Wirtschaftsordnung mit einem Grundeinkommen für alle. 1500 Franken pro Monat könnte jeder Schweizer bereits heute vom Staat erhalten – ohne Mehrkosten. Es ist die erste Gesellschaftsvision des 21. Jahrhunderts – und sie ist voller Sprengkraft: Statt Arbeitslose in einen Arbeitsmarkt zu drängen, der sie nicht braucht, sollen sie ein Grundeinkommen erhalten, von dem es sich leben lässt. (Beobachter.ch)

Wir wünschen allen Lesern und Besuchern ein erholsames Wochenende - bis nächste Woche