In den letzten Jahren hat sich ja einiges in der Notfallversorgung getan. Rufen sie heute die 144 kommt der Rettungswagen nicht mehr wie früher direkt mit Notarzt an, sondern mit 2 Rettungssanitätern, welche die Lage vor Ort beurteilten und einschätzen. Je nach Situation wird ein Notarzt beigezogen, der dann in einem extra PW nach kommt. Meistens bei Herzproblemen. Für den Patienten ergab sich damit auch eine höhere finanzielle Rechnung. 1x für den Rettungswagen (FR ca 800.- FR) und dann noch für den Notarztwagen / ca. 300.- FR) Ohne Zusatzversicherung waren die Kosten selbst zu übernehmen. Das ist die einen Seite.
NEU: Netzwerk “Akutes Koronarsyndrom“ ACS
Zeit ist Myokard
Zeit ist Myokard
Ja, jetzt nicht Erbsen zählen es geht doch um ein Menschenleben, dein Menschenleben. Die finz. Situation war aber aus meiner Erfahrung eher auch ein Hemmnis überhaupt 144 anzurufen oder den Anruf länger rauszuzögern. Speziell bei sozialschwachen Mitbürgern. Wenn man aber umgekehrt hört mit welchen Wehwechen oft Leute die 144 wählten, kann man sich nur wundern. Bei lebensbedrohende Ausfahrten verringert dies die Ressourcen bei wirklich kritischen Patienten. Mitte November wurde nun im Spital Flawil /SG das neue Netzwerk namens “Akutes Koronarsyndroms“ vorgestellt, welches künftig helfen soll, sogenannte Sekundärtransporte ( Wohnort – Spital – KSSG ) zu verhindern. Voll ausgestattet mit 2 Kathederlabors ist neu das Kantonsspital St.Gallen ausgestattet. Nach dem neuen System wird bei Verdacht auf einen Herzinfarkt ein EKG (Herzspannungskurve) durchgeführt Vorort durchgeführt.
via Smartphone
Via Smartphone werden die Daten sofort an den zuständigen Notarzt der Spitalsregion weitergeleitet, der sie entweder am Smartphone oder via iPad begutachtet. Er entscheidet dann, ob der Patient wenn nötig sofort und ohne Umwege ins Kantonsspital gebracht wird. Der aufgebotene Kardiologie-Dienst des KSSG bereitet zwischenzeitlich den notwendigen Eingriff im Kathederlabor vor und steht dann für eine notwendige Dillertation (Aufdehnung und Auflösung eines Gerinnsels) eines Arterienverschlusses beim Eintreffen des Patienten parat.
Damit wird kostbare Zeit gewonnen und oft unnötige Zwischenhalts in anderen Spitälern verhindert. Die gewonnen Zeit kommt vorallem dem Patienten zu Gute. Und das während 24 Stunden. Dank dieses Netzwerkes kann innert Minuten bei neunzig von hundert Patienten Entwarnung gegeben werden. Durch das prozessorientierte Arbeiten im Rahmen des Netzwerkes wird die Porgnose für Patienten deutlich gesteigert.
Nachzulesen auch auf den Seiten des KSSG als interessante PDF`s zu Themadetails : Akutes Koronarsyndrom (PDF)
Kardiovaskuläres Manual (PDF)