Dienstag, 27. Dezember 2011

Der, die, das ?

Bloggerzene 2011

Ob der Blog oder das Blog - laut Duden gilt beides - ist Grundbestandteil der Schweizer Bloggerszene. Vor einem Jahr entführte uns Michi Eugster mit seiner Maturaarbeit in einen 10 minütigen Film über die  heimische Blogwelt. Der Bloggerfilm gewährt mit 20 Interviews einen einmaligen Einblick in die Vielschichtigkeit der Schweizer Bloggerszene. Heute, ein Jahr später hat sich meines Erachtens die Szene etwas verändert. Bloggerurgesteine wie zB Blogging Tom findet man heute eher auf Facebokk und Twitter. Wie hat er im Film gesagt : "Bloggen sei für ihn Therapie"*. Dem ursprünlichen Statement kann ich mich für meinen Fall nur anschliessen. Wobei Tom "seinen Therapie" um ein paar Taktschläge offenbar erhöht hat. Die Szene ist vielschichtig.

Es findet sich für jeden etwas. Blogs kann man, wie Zeitungen überblättern, oder man nimmt sich Zeit und liest die zahlreichen Beiträge. Sicher sind die Meldungen auf Facebook und Twitter kürzer, erinnern mich eher an meine CB-Funkzeit. So stellt sich an dieser Stelle die Frage, wie lange wird es die bekannte Blogform von heute noch geben. Die Intervies aus dem Film mögen für viele heute noch stimmen. Manche fahren neuerdings aber schon zweigleisig - Blog und Netzwerk. Dadurch wird der Arbeitsaufwand natürlich grösser. Zugriffszahlen sind heute noch immer das Mass aller Dinge. Wobei Quantität nicht unbedingt mehr Qualität bedeutet oder umgekehrt. Mit dem beginnenden Jahr werden wieder einige Blogs verschwinden, viele umgekehrt dazu kommen. So kann ich nur hoffen, das sich genug Interessenten finden sich unsere Artikel zu Gemüte zu führen. "Lupe der Satireblog" hat ja versucht mit seiner Verlinkungsaktion die gegenseitige Verbindung von Blogs neu aufleben zu lassen. Doch scheint es, als hätten viele davor Angst sie könnten Leser verlieren und verzichten auf die Verlinkung. Auch dieser sogenannte Schwanzvergleich wir wohl weiter die Szene bestimmen. Sei es das Ego oder Ehrgeiz - verstehen kann ich es nicht.

Ich wollte ja krankheitsbedingt aufhören. Doch die Entzugserscheinungen traten alsbald auf. So griff ich ein paar Tage später wieder in die Tasten. Zwar bin ich nicht mehr so im Geschehen an der Front und im Alltag involviert,  doch der *Therapiegedanke steht im Mittelpunkt. Schreiben hilft mir. Ob für fünf oder hundert Leser. Man kann die Artikel lesen, muss aber nicht. Auf ein interessantes neues Blogjahr 2012.