Dienstag, 8. November 2011

Vernünftiger Franken-Euro-Kurs, Investitionspaket und Kurzarbeit statt Stellenabbau

Der Unia-Branchenvorstand der MEM-Industrie hat mit Befriedigung zur Kenntnis genommen, dass sich endlich auch wichtige Wirtschaftsverbände der gewerkschaftlichen Forderung nach einem vernünftigen Franken-Euro-Wechselkurs anschliessen. Er fordert generelle Lohnerhöhungen, ein Investitionspaket und die Anwendung von Kurzarbeit, um Stellenabbau zu verhindern.

Die Unia verlangt seit Monaten vehement, dass Nationalbank und Regierung scharfe Massnahmen gegen die Franken-Spekulation ergreifen. Dass sich ein Wechselkursziel definieren und verteidigen lässt, ist inzwischen deutlich geworden. Der Unia-Branchenvorstand der MEM-Industrie hat darum heute mit Befriedigung zur Kenntnis genommen, dass sich endlich auch wichtige Wirtschaftsverbände der Forderung nach einem vernünftigen Franken-Euro-Kurs anschliessen.

Generelle Lohnerhöhungen von mindestens 100 Franken

Tatsache ist: Der Franken ist gegenüber anderen wichtigen Währungen nach wie vor um 20% überbewertet, und Tausende von Arbeitsplätzen in der Industrie sind darum in Gefahr. Unbezahlte Arbeitszeiterhöhungen oder gar Lohnkürzungen in den Betrieben und Abstriche bei den Pensionskassen sind darauf keine taugliche Antwort. Sie würden im Gegenteil zu einem wirtschaftlichen Abschwung beitragen.

Um eine tiefe Krise zu verhindern, fordert der Unia-Branchenvorstand der MEM-Industrie darum ein entschiedenes Handeln der Behörden und die Bereitschaft zu zukunftsgerichteten Lösungen von Seiten der Arbeitgeber. Konkret fordert der Branchenvorstand:

Die Nationalbank muss einen Wechselkurs von 1.40 Franken pro Euro verteidigen

Bundesrat und Parlament müssen sofort ein Investitions- und Bildungspaket zusammenstellen, das den Industriestandort Schweiz langfristig stärkt. Generelle Lohnerhöhungen von mindestens 100 Franken in den MEM-Betrieben.Statt Stellen abzubauen, müssen die Unternehmen das Mittel der Kurzarbeit ausschöpfen.

Kommunikation Unia