Donnerstag, 10. November 2011

COOP - trotz Rekordgewinnen nur minimale Lohnerhöhungen

Nur minimale und individuelle Lohnerhöhung bei Coop

Nach Jahren satter Gewinne beschliesst Coop angesichts eines mässigen Geschäftsgang 2011 einseitig eine minimale Lohnerhöhung von nur 0,3 Prozent. Die Coop-Angestellten, die bei der Gewerkschaft Unia organisiert sind, haben das Angebot als ungenügend zurückgewiesen.

Die minimale Lohnerhöhung von 0,3 Prozent individuell bedeutet im Klartext: Die meisten Coop-Angestellten gehen dieses Jahr leer aus. Dies obwohl der Arbeitsdruck und die Produktivität in den Filialen ständig gesteigert werden: Immer weniger Personal steht im Laden, räumt Waren ein, berät die Kundschaft und bedient die Kassen. Bei der Gewerkschaft Unia häufen sich die Beschwerden über Dauerstress, Druck und unzumutbare Arbeitszeiten, die gesundheitliche Probleme verursachen und die Personalfluktuation massiv erhöhen.

Seit Jahren schreibt Coop zudem satte Gewinne, erhöht die Margen und verbuchte letztes Jahr sogar einen Rekordgewinn. Vania Alleva, zuständig für die Dienstleistungsberufe bei der Unia, bezeichnet den einseitigen Entscheid von Coop darum als schlechtes Signal für die ganze Branche: «Es geht nicht an, dass der Grossverteiler jetzt in einem mittelmässigen Jahr derart beim Personal spart.»

Für die Gewerkschaft Unia ist klar: Es gilt nun dringend Massnahmen gegen die Überlastung des Personals zu ergreifen. Insbesondere müssen die Personalbestände wieder erhöht und die Flexibilisierung bei den Arbeitszeiten gestoppt werden.

COOP Umgang mit Lebensmittel Fleisch
IM: Zu COOP zählen COOP Lebensmittel- und Baumärkte, Interdiscount, Fust, Microspot Online  usw. Also insgesamt genug Bares um die Mitarbeiter leistungsgerecht zu entlöhnen. Sonst müsste man in den Chefetagen eben einen Solli einführen, um bessere Lohnergebnisse zu präsentieren.