![]() |
| c by Spital Flawil /Tag der offenen Tür |
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. So oder ähnlich lautet dieser Volksspruch. Ich mache derzeit eine Pyhisyotherapie im Spital Flawil um meine Knochen wieder mal etwas Gutes zu gönnen und meinen Gehfähigkeit zu reaktivieren. Die Physio- und Ergotherapie des Kantonspitals St.Gallen (wozu ja Flawil neben Rorschach zählt ) sind entsprechend dem Auftrag eines Zentrumspitals hochspezialisiert und kompetent. Da nehmen wir halt die 15 km in Kauf.
Ausserdem verbindet mich ja mit dem Spital Flawil (zuständige) meine Herzkrankheit. War es doch ab 1995 erste Anlaufstelle nach einem Notfalleinsatz. Bin dort also schon so etwas wie ein Stammkunde. Meine Frau erhielt dort auch ihre Chemotherapie und absolviert heute noch ihre Kontrolluntersuchungen. Was die Anlaufstelle Flawil betrifft, wird sich das zwar künftig durch ein neu vorgestelltes Akutes Koronarsyndrom System ändern, welches ich später in einem detaillierten Beitrag noch genauer vorstellen möchte. Eines vorweg, es kann wertvolle Minuten bei einem Infarkt einsparen, auch wenn man kein Bundesrat ist. Tolle Sache via Handy.
Spitalschliessungen
Der Fortbestand des Spitals Flawils stand ja vor Jahren knapp an der Kippe. Dann aber wurde nochmals durchgestartet und der Laden scheint zu laufen. Nebenbei hat man die Geriatrie mit einem Heimanbau erweitert. Parkplätze waren schon immer ein Problem. Seit einem Jahr gibt es ein neues Reglement der Parkplatzbewirtschaftung, welches das Personal des Spitals und des Altersheims meiner Ansicht nach bevorteilt und die Kunden( sprich Kranke, Ambulante, Besucher) mit den verbleibenden Rest Vorlieb nehmen. Zwar werden die Parkplätze per Automat bewirtschaftet*. Aber offensichtlich kontrolliert das niemand. Auch nicht beim Notfalleingang an der Rückseite, wo drei Sonderparkplätze für Gehbehinderte und private Anfahrt für Notfälle ausgewiesen sind. Hier stehen jedoch Firmenautos, Gehfaule und junge Rowdies die sich nicht darum scheren und mit Omas Behindertenausweis Missbrauch treiben.
Wir waren einigen Jahren dabei, um uns für den Fortbestand des KK einzusetzen, weil die Spitalschliessung drohte. Auch weil dort ein familiäres Klima herrschte und offene, kompetente Ärzte im Einsatz waren. Mit ein Grund warum ich heute meinen Therapien noch in Flawil mache, obwohl dies auch in Niederuzwil/Uzwil möglich wäre. Aus alter Verbundenheit sozusagen. Nur jetzt wird es langsam ärgerlich, jedes Mal 20min und mehr herumzukurven um einen Parkplatz zu bekommen. Wie sieht es da aus mit der Feinstaubbelastung? Um so mehr man die letzten Monate noch dazu ein striktes Rauchverbot in- und ausserhalb des Haus eingeführt hat. Rauchfreies Spital. Auch im Garten. Nur frage ich mich an dieser Stelle, warum man das Personal nicht anhält mehr auf Fahrräder oder andere Transportmittel zurückzugreifen. Der Patient soll sich fit halten, Velo fahren, Spazieren usw. Umgekehrt lässt man lieber eben diesen unnötig im Kreis fahren. Die kommen ja auch nicht aus Freude am Autofahren, sondern weil sie teils in der von nicht öffentlichen Verkehrsmittel erschlossenen Einzugsgebieten wohnen. Ein grosser Teil des Personals kommt auch aus dem nahen Ausland täglich zur Arbeit. Im Prinzip keinen neue Situation.
Missbrauch Behindertenausweis
Jüngst steht ein junger Mann am Behindertenparkplatz und telefoniert in aller Ruhe. Wir warten um zu parkieren. Doch das Gespräch scheint kein Ende zu nehmen. Ein Klopfer an die Fensterscheibe ob er denn nicht endlich den Platz verlassen möchte. Nimmt der frech aus dem Handschuhfach einen Behindertenausweis seiner Oma und hält ihn mir vor die Nase. Ja junger Mann, die Oma mag zwar gehbehindert sein, aber er nur etwas weiter oben. Nach 5 Minuten gab er den Parkplatz dann gnädig frei, nachdem ich ihm mit der Polizei gedroht habe. 5 Minuten zu spät zur Therapie. Auf dem Gelände gibt es auch ein auch Stück Einbahnstrasse. Nur hält sich da keiner dran. Sonst müsste man ja einen weiten Umweg über drei Querstrassen machen bei der Parkplatzsuche.
Polizei kassiert im Namen der Gemeinde
Sicher, Leute werden krank. Leute müssen Therapien absolvieren. Ich (wir) aber überlege mir wirklich ob ich mir und meiner Frau das künftig weiter antue. Man hat den Umbau geplant und kennt die Situation aus der Planungsphase und von vorher. Nur jetzt geht heute etwas in die falsche Richtung. Alles zu verbieten kann auch nicht die Lösung sein. Um so mehr es offensichtlich nicht kontrolliert wird. Ich find es schade. Schade für ambulante Patienten für Besucher und Notfälle. In der Bahnhofstrasse ebenort bin ich es inzwischen gewohnt ein Mandat zu bekommen, wenn der Arztbesuch mal länger dauerte und die Parkuhr abgelaufen ist. Laut Polizei ist der Auftrag der Gemeindevertretung zu strafen. Alleine dort sind 6 Ärzte mit ihren Ordinationen. Bei der Neugestaltung ging man darauf leider nicht ein. Ja, ich könnte das auch alles ohne Ärger in Uzwil erledigen. Aber, man ändert halt nicht gerne seinen Gewohnheiten und nimmt leider zuviel in Kauf. Nicht zuletzt weil es ja bisher medizinisch optimal war.
Flawil mag zwar gute Ärzte und ein aufmerksames Pflegepersonal haben. Nur die Politik ist mit der Situation als med. Standort vor Ort nicht auf gleicher Höhe.
* 24.11. Heute war ich wieder mal Vorort. Dabei muste ich feststellen, dass auf den wenigen verbliebenen gebührpflichtigen Parkplätzen auch noch PW`s mit einer Ausnahmegenehmigung stehen: Parkplatzsuche heute 18 Minuten.
* 24.11. Heute war ich wieder mal Vorort. Dabei muste ich feststellen, dass auf den wenigen verbliebenen gebührpflichtigen Parkplätzen auch noch PW`s mit einer Ausnahmegenehmigung stehen: Parkplatzsuche heute 18 Minuten.

