Freitag, 12. August 2011

Provider die nicht können, was sie sollten

Der PC feiert dieser Tage seinen 30.-ten Geburtstag. Der erste PC von IBM wurde am 12. August 1981 vorgestellt. Wenn auch noch weit entfernt vom heutigen Personal Computer, war er trotzdem ein Meilenstein der Computergeschichte. Und auch 30 Jahre später zählt er noch zu den wichtigsten Computern aller Zeiten. Ein Meilenstein weiter ergab sich aus einem militärischen Experiment das heutige Internet. Es brachte uns viel Gutes, viel Lehrreiches und Nützliches. Im Laufe der Jahre steigerten sich die Provider zu immer höheren Downloadgeschwindigkeiten. Mit Schaudern denke ich noch an die 56-kbits-Modems zurück. Heute werden schon 100.000 kbits Verbindungen angeboten. Eigentlich dürften wir uns über diese Entwicklung freuen.

Aus der geschichtlichen Entwicklung bekam die Swisscom das Monopol auf die sogenannte letzte Meile und somit neben der macht einen unerschöpfliche Geldquelle, welche die Kassen gut füllten.
Nach und nach erweiterte sich celd der Provider, welche über diese letzte Meile ihre Angebote an den Mann drängten alternative Angebote via Kabel und Satelit auf den Markt. Wer jetzt dachte, dass sich der Markt preislich nach unten verändern würde, musste enttäuscht zur Kenntnis nehmen, dass die Schweiz heute auf Platz drei der Onlineanbieter rangiert. Von wegen Konkurrenz, Alternativen. In diesem Umfeld war und ist es leicht für die beteiligten Firmen ihr eigenes Süppchen zu kochen. Scheinbare Schnäppchen entwickelten sich zum Albtraum. Um so mehr das Internet sich begann in der Gesellschaft durchzusetzen, desto verworrener wurden die AGBs der Anbieter. Ergänzt und geschützt durch Konsumentengesetze, die diesen Namen nicht verdienen.

Wenn man sich heute durch die diversen Foren liest und seinen eigenen Erfahrungen einfliessen lässt, rauft sich die Haare ( sofern noch vorhanden) Unsere Volksvertreter entpuppen sich mehr und mehr zu Interessensvertreter. Der Wähler wird nur bei den Wahlen gebraucht. Da werden die Leute über Nacht vom Anschluss getrennt. Sind plötzlich telefonisch nicht erreichbar oder müssen noch für Abos bezahlen die längst ausgelaufen sind. Immer mehr wird beim Anschluss versprochen und immer weniger davon gehalten. Uns bleibt nur die Faust im Sack. Was nützt mir ein goldener Porsche als Abschlussgeschenk, wenn gefinkelte Marketingleute nicht alle möglichen Fallstricke in die Verträge eingebaut hätten, der den Porsche in weite Ferne rücken lässt. Was bleibt ist im Minimum ein 12 Monate Vertrag.

Dann ergeht es ihnen so wie mir, der ein 3 Monate Probeabo von CC zum Testen genommen hat und jetzt trotz lebensgefährlicher Erkrankung die nächsten 14 Tage auf Internet und Telefon verzichten muss. Zur Krönung ihrer Inkompetenz schreibt die CC noch von Entgegenkommen in einer besonderen Situation Gestern haben wir die entsprechende Stelle der AGBs veröffentlicht. Eine klare Sache scheint es. Doch dem ist nicht so. Ich habe sie die letzte Zeit vielleicht über Gebühr mit der CC strapaziert. Aber jeder der schon in einer ähnlichen Lage war, wird mich verstehen. Es ist für mich der einzige Weg am sozialen Leben teilnehmen zu können. So ergeht es vielen älteren Mitbürgern.

Was nützt alle Innovation, jeder Fortschritt, wenn es Politikern nicht gelingt kundenfreundliche Gesetze auf den Weg zu bringen. Gerade die ältere Generation hat sich zu einem grossen Anteil der Internetgemeinde angeschlossen und erfreut sich an den vielfältigen Möglichkeiten. Für die fiesen Tricks der Anbieter lässt sich aber kein genaues Alter festlegen. Das umfasst den einfachen Arbeiter bis hinauf bis zum Universitätsprofessor. UPC CC liefert seine Gewinne via holländischer Mutter an das Stammhaus in Amerika. Klar das dazu hier im Lande die Leitungen glühen müssen.

Neuerdings bieten die Grossen noch zusätzlich einen Gemischtwarenhandel an, den sie nicht in den Griff bekommen. Alles inklusive. Auch inklusive der zahlreichen Störungen und Unterbrechungen. Dazu einen Kundendienst der den Namen nicht verdient. Vereinzelt trifft man auf vernünftige Mitarbeiter/innen. Doch die sind dünn gesät und leider ohne Kompetenz. Die Chefs (ausgenommen Swisscom) sind nicht direkt erreichbar. Ein Armutszeugnis für offene Topmanager mit fürstlichem Salär.

Aber was nützt alles jammern. Im Herbst haben wir die Wahlmöglichkeit. Denken wir doch dabei daran, wie wir in der Vergangenheit vertreten wurden. Mit dem richtigen Kreuz, können wir das ändern, uns künftig viel Ärger ersparen. Es geht um Volksvertreter und keine Interessensvertreter der Kapitalisten. Diese Firmen und Politikern gehört einfach mal und ausdrücklich die gelbe Karte gezeigt. Versprochen ist schnell etwas, aber halten steht auf einem anderen Blatt. Sonst unterschreiben sie einen Mehr-Jahresvertrag ohne Kündigungsmöglichkeit. Und das wollen wir ja im Interesse der Bevölkerung und Betroffenen vermeiden.

Zum Thema : Computerbild