Aufgrund es Dauerregens wird es ja heuer wohl zu keinem Verbot kommen, am 1.August wie gewohnt Feuerwerkskörper abzuschiessen. Eine Tradition, die trotz allem jährlichen Leid und Feuerschaden stur weiter gepflegt wird. Noch bevor der 1.August seinen Einzug hält, melden die Medien schon erste Berichte zu einem abgebrantten Bauernhaus, verursacht durch 11-jährige, spielende Kinder, welche am Estrich des Anwesens Rauchpetraden abfeuerten. Dies soll erst der negative Anfang einer langjährigen Tradition sein. Die einen fahren wegen der preislich günstigeren Windeln nach Konstanz. Die Feuerwerkskörper Made in China oder Polen aber, werden fast bis zur Haustür geliefert.
Was machen sie denn in den Händen von Kindern ? Haben die Eltern bei der Aufsicht geschlampt. Tatsache ist, das sich Jugendliche heute überall mit dem Zeugs eindecken können. Ein Millionengeschäft, dass sich die Händler nicht entgehen lassen wollen. Leider ist es ja heute schon das ganze Jahr zur "Tradition" geworden bei jeder Gelegenheit Feuerwerkskörper in den Himmel zu schiessen. Sei es Hochzeit, Geburtstag oder Firmenfeier. Es kracht nicht nur mehr am 1. August, sondern das ganze Jahr. Spötter sagen, besonders intensiv sei es zwischen dem 15.Juli und dem 15.August. Besonders, weil offenbar einige nicht genau wissen, wann der 1. August genau ist.
Auf den Strassen heisst es als Fahrzeuglenker aufpassen. Inzwischen gehört es nämlich zum grossen Spass, die Dinger unter fahrende Autos zu schmeissen. Für den Fahrzeuglenker ein äusserst kritische Situation, die schon mal ins Auge gehen kann und Menschenleben fordern kann.
Besonders finde ich es schlimm, wenn die Leute zum Abschiessen abseits von Wohnquatieren zu faul sind und ihre Raketen vom Balkon aus abschiessen. Es ist müssig zu erwähnen, wie Tiere, ältere Menschen durch den Krach leiden. Für Tiere eine unheimliche Stresssitution. Bin ich deshalb kein vollwertiger Schweizer/in, wenn ich auf Mitmenschen Rücksicht nehme und auf von der Gemeinde frei gegebene Grundstücke ausweiche. Es ist um den 1.August schon mehr als lästig permanent von dem Krachen der Knallkörper Tag und Nacht aufgeschreckt zu werden. Unser Hund verzieht sich auf die Toillete und kommt erst am Tag darauf zögerlich raus.
Es wird überall Lärm in allen Formen bekämpft. Millionen werden für Schallschutzwände ausgegeben. Doch für diesen Krach fühlt sich keine politische Partei verantwortlich. Nichteinmal die Grünen scheint es zu stören, wenn Tonnen abgebrannter Kracher und Feuerwerkskörper in den Wiesen liegen und noch lange nacher die Fauna und Flora beeinflussen.
Aufrufe zur Einschränkung nutzen seit Jahren nichts. Als ob es keine anderen Möglichkeit gibt, den 1.August zu feiern. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle nochmals bitten, sich zumindest in der Nähe von dicht bewohnten Gebieten , Krankenhäusern udn Tierheimen zurück zu nehmen. Der ein oder andere wird auch einmal in das Alter kommen, wo er diese Feuerwerksorgien nicht mehr so lustig findet. Dann ist es aber zu spät. Zumindest sollte man mehrmals versuchen seinen Kinder auf die Gefahr für sich selbst, aber auch die Spielkameraden und Mitmenschen zu verweisen.
Wir wünschen allen Lesern, allen Schweizer/innen einen friedsamen 1.August und möge der heilige Florian ihr Haus vor allem Unbill und verirrten Raketen schützen. Meine Jalousien tragen noch heute die Spuren des Feuerwerks von letztem Jahr.
Beitrag IM Vorjahr
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