Freitag, 24. Juni 2011

Kampagne gegen Fremdenfeindlichkeit

Unia lanciert Kampagne gegen Fremdenfeindlichkeit und fordert Massnahmen gegen die Zerstörung des Werkplatzes Schweiz

Dieser Tage fand in Bern die halbjährlich stattfindende Delegiertenversammlung der Gewerkschaft Unia statt. Die 130 Teilnehmenden haben unter anderem eine Kampagne gegen Fremdenfeindlichkeit beschlossen.

Unter dem Motto „Ohne uns keine Schweiz“

will die Unia aufzeigen, welchen unverzichtbaren Beitrag die MigrantInnen in der Schweiz leisten: 69 Prozent der Bauarbeiter, welche die Häuser und die Infrastruktur in der Schweiz bauen, haben keinen Schweizer Pass. 55 Prozent der Stammspieler in der Schweizer Fussball-Super League sind Ausländer. Mit einer von den Unia-Mitgliedern aktiv mitgetragenen Kampagne will die Gewerkschaft einen Beitrag gegen Fremdenfeindlichkeit leisten, die gerade im Wahlkampf zuzunehmen droht.


Werkplatz Schweiz stärken

In einer Resolution verlangten die Unia-Delegierten zudem, dass der Bundesrat endlich eine wirksame Wirtschaftspolitik entwickelt und Gegensteuer zum zu hohen Frankenkurs gibt. Er muss sich z.B. gegen die Spekulation von UBS, CS und der anderen Banken gegen den Euro wenden, welche eine Spekulation gegen die Arbeitsplätze in der Schweiz ist. Die Zeche für den zu hohen Frankenkurs sollen offenbar die Arbeitnehmenden zahlen – mit Lohnkürzungen, Dumpinglöhnen und Eurolöhnen. Der Finanzplatz gefährdet den Werkplatz, den Wohlstand und letztlich den sozialen Frieden in der Schweiz. Die Unia fordert unter anderem Lohnkürzungen wegen Wechselkursschwankungen und Eurolöhne sind zu verbieten, die Kontrollen gegen Lohndumping müssen verschärft werden, Devisengeschäfte müssen besser kontrolliert und besteuert werden.