Es ist wichtig, dass die zu hohen Mieten in der Schweiz thematisiert und die Ursachen dieses Missstands endlich angegangen werden. Wer sich darüber aufregt, dass in der Hochpreisinsel Schweiz die-selbe Zahnpasta 70 Rappen mehr kostet als in Deutschland, hat gewiss Recht. Aber was sind 70 Rappen zu viel Zahnpasta gegen 124 Franken zu viel Miete? Wer von Entlastung spricht, muss den Hebel bei den Mieten ansetzen. Den Schweizer Haushalten ist am meisten gedient, wenn sie keine überrissenen Mieten mehr bezahlen müssen. Das sollten sich alle jene merken, die sich Sozial- und Familienpolitik auf die Fahne geschrieben haben.
Dabei ist das Mieten eine todernste Sache. Sogar die vielzitierten Senioren- und Alterswohnungsmodelle kann sich kein normaler AHV-Rentner mehr leisten. geschweige dem ein IV- und EL-Bezieher. Für Familien heisst es länger wie mehr im benachbarten Ausland einzukaufen, um halbwegs im Lande über die Runden zu kommen. Wer gefährdet da wohl die heimischen Arbeitplätze? Manche der Rentner nehmen Wohnsitz im grenznahen Ausland, um mit ihrem Einkommen, ein lebenswertes Auskommen im Alter zu haben. Dazu zählt auch leistbarer Wohnraum.
Und im Lande geht der wohl nie endende Dialog zwischen Mieterverband und Hauseigentümern in die nächste Runde. Viele Arbeitslose kann man ja heute zwingen, auch branchenfremde Arbeiten, weit weg vom Wohnsitz, anzunehmen. Auch wenn er dabei grossteils auch Abstriche beim Einkommen machen muss. Teils schafft man solcherart WorkingPoors ( rund 200.000 !!) . Nur finde ich nirgendwo ein Gesetz, welches Hausbesitzer, Private, Unternehmen zwingt, Wohnungen und Häuser zu vermieten. Noch dazu wo es angeblich sowieso nichts bringt bei den Renditen.
In der Ausgabe Mieen & Wohnen findet sich eine Berechnung des Vorschlag, die Mieten an einen «Durchschnittszinssatz» anzubinden. Erkenntnis : es bringt nichts. Das zeigt eine genauere Analyse der Hypothekarzinsentwicklung. Die Mieterinnen und Mieter würden sogar Nachteile erleiden..
.. Man ist sich einig: Die Anbindung der Mieten an den variablen Hypozins hat sich für die Mieterschaft nicht bewährt. Als neues und einfaches Richtmass für die Mietzinsberechnung bietet sich eigentlich nur eine gemässigte Teuerungsüberwälzung an. Diese Lösung soll nun aber mit einer neuen Formel hintertrieben werden: Von Hauseigentümerseite wird die Anbindung an den «Durchschnittszinssatz» ins Spiel gebracht.
.. Dabei wird die Nationalbank vierteljährlich die durchschnittliche Verzinsung sämtlicher Wohnbauhypotheken in der ganzen Schweiz berechnen und diesen Satz publizieren. Wie bisher könnten dann die Mieten bei einer Veränderung dieses Zinssatzes um mehr als 0.25% entsprechend angepasst werden..
.. Doch: Die Situation der Mieterschaft würde sich verschlechtern. Ein Beispiel zeigt die Grafik auf dieser Seite. Es wird ersichtlich, dass die Mieterschaft zusätzliche Mietzinserhöhungen hinnehmen müsste, wenn Verschiebungen innerhalb der Hypothekarzinsstrukturen (Neu-, Alt-, Festhypotheken etc.) zu einer Erhöhung der Durchschnittsverzinsung führen... via Mieten & Wohnen Nr. 9, Peter Macher, Mieterverband Schweiz ]
IM 2011: Seit 1.Jänner haben wir einen neuen Hauseigentümer, welcher ohne Aufforderung die verluderten Mietzinssenkungen berechnete und somit die Miete senkte. Ist er jetzt dümmer als der Vorvermieter oder einfach sozialer ? Ausserdem,sponsert er keinen Fussballverein der trotz der Geldspritze abstieg!