Ein K-Tipp-Leser bestellte beim Elektronikhändler Microspot eine Festplatte für seinen Computer. Ein im Produktebeschrieb genannter Anschluss fehlte allerdings. Trotzdem wollte Microspot das Gerät nicht zurücknehmen. Ein weiterer kundenunfreundlicher Vertragspunkt: Gelieferte Ware nimmt Microspot nur in Ausnahmefällen zurück. Dazu Microspot: "Generelle Umtauschrechte können im Online-Geschäft nicht gewährt werden, weil mit äusserst knappen Margen gerechnet wird." ( Lagerkosten, geringe Officekosten, Einkaufskanäle, Serviceverweigeurng, kein Umtausch - wie kommt man da bitte auf magere Margen ? ) K-Tippp berichtete darüber.
Jeder Leser beschwert sich und unternimmt schlussendlich nichts, weil es nicht gerade billig ist, gegen den Riesen COOP anzutreten. Die Masche wird also so weiter laufen wie gehabt. Die Politik ist anderwertig beschäftigt, muss Wahlen vorbereiten , sonst wäre es Zeit hier einmal die Grenzen aufzuzeigen.
Wenn sich COOP sein Image kaputt machen möchte, ist es deren ureigenstes Problem. Nur das Markenfirmen wie SONY und Co sich da offensichtlich mit reinziehen lassen, verstehe ich weniger. Internet ist, wenn man letzendlich alle Kosten berücksichtigt, nicht billger als der stationäre Handel. Erst jüngst hat ein Handelsgericht einem Kläger recht gegeben, der gegen einen Rechnungsausstellungsgebühr geklagt hatte.
Gerade aber das Beispiel SONY zeigt, dass es Kunden gibt, die einfach nach schlechter Serviceerfahrung SONY den Rücken kehren. Ohne das zu unterstützen oder zu begrüssen, gibt es aber auch Zeitgenossen, die sich auf ihre Art wehren und den Elektronikriesen in seinem Innersten angreifen, wie ja die jüngsten Computerangriffe zeigten. Davon distanazieren wir uns. Nur darüber nachdenken darf man.
Seit Jahren wehre ich mich schon gegen die teure Markengläubigkeit mancher Mitbürger, denen man mehrmals auf die berühmte Kappe schei.... Ihnen käme nie in den Sinn, die Marke zu wechseln. Dabei muss es aus meiner Erfahrung nicht immer eine bekannte Marke sein, sondern es erfreut einem ebenso eine unbekannte Firmengerät, welches am selben Band produziert wird. Oder Eigenmarken, wie zB. bei Migros.
Unabhängig davon einen kleinen Story. Wir werden älter und die Sehkraft lässt nach. DIe SeniorInnen können dann halt nicht mehr am Handybildschirm Surfen, Twittern usw. Ein Mindestrentnerin, deren einziger sozialer Kontakt das TV-Gerät ist, würde sich gerne eines mit einem grösseren Bildschirm wünschen und spart sich dieses über Monate mit der kleinen Rente vom Maul. Und dann treffen sie auf das Gespann Microspot /SONY, die das defekt gelieferte Gerät nicht austauschen möchten oder die Oma bis ans Ende ihrer Tage vertrösten und im Kreis schicken. (War selbst ein solches Opfer).Sie verstecken sich hinter ihren "AGB`s" und spielen die grossen Händler. Menschlich finde ich das schlichtweg eine Katastrophe. Rechtlich äusserst bedenklich. Und niemand störts. Denn wer sponsert dann die teuren Hobbys unserer Sportmillionäre. Wo kein Kläger, da kein Richter.
Das kann doch nicht das Ende der Fahnenstange sein. - oder der Weisheit letzter Schluss. Wegen 35 Rappen werden Leute entlassen und solche Firmen dürfen am Rande der Legalität werkeln und verursachen weit grösseren Schaden. Hierfür fehlt mir jegliches Verständnis. Hier muss am Kosumentenschutz noch einiges repariert werden. Vor allem in Zeiten wie diesen. Eine solche Menge an negativen Meldungen kommt dann ja nicht von ungefähr.