Wenn schon im laufenden Wahljahr ständig die Schweiz und ihre Werte beschwört werden, dann will es «Club Extra – Talk der Generationen» genauer wissen: Was macht die Schweiz aus? Was gefällt an ihr, was nervt? Und welche Ängste und Visionen für die Zukunft beschäftigen vor allem die jungen Menschen?Im «Talk der Generationen» debattieren sie mit prominenten Persönlichkeiten. Auftritte von Lea Lu und dem «Hornroh Modern Alphornquartet» sowie Interaktionen mit den Zuschauern machen das Thema zum Fernseh-Event.
Soweit zur Ankündigung des Extra-Clubs. Meines Erachtens hätte Röbi Kolber zur Moderation durch die Sendung voll ausgereicht. Warum man ihn mit Christine Maier gerade bei so einem Thema zusammenspannte weiss wohl nur der Sendungsverantwortliche. Besonders gegen Ende der Sendung zeigte sich, dass sie mit nicht geplanten Aktionen und Protesten überfordert ist/war.
Den Protest der 100'000, oder sogar 200'000 ausgebeutete und entrechtete Menschen in der Schweiz, weil sie keine Aufenthaltsbewilliung erhalten tat sie als "etwas mageren Beitrag". ! Sie (die Tranparentaufzeiger) sollten sich doch beruhigen, obwohl niemand eine Wortmeldung oder Zwischenrufe abgab. Ich finde den Beitrag der Gruppe, die das Transparent hochgehalten hat, absolut wichtig für die Diskussion um die Zukunft der Schweiz. Schade, dass Frau Maier dies nicht erkennen wollte, dass auch diese andere Schweiz zum Gesamtbild gehört. Genau so wie Workingpoors und Menschen im Schatten der Gesellschaft. Es hätte einen Platz als Beitrag für diese Problematik welche man als konstruktiv in das Thema der Vielfalt und Bereicherung einbauen hätte können, verdient. Schliesslich können wir ja seit Generationen die Vielfalt nur auf dem Boden von Gerechtigkeit und Gastfreundschaft leben. Detto fand ich den Migroschef für überflüssig. Hat die Migros, aus heutiger Sicht, doch den Schweizern jahrelang über Gebühr in den Sack gegriffen. Solange bis ausländische Mitbewerber in die Läden zogen.
Erst kurz vor dem Ende bekam auch die ältere Generation in Form der grauen Panther ein paar Sekunden zur Vorstellung. Soviel zum Dialog der eher der Realität entsprach. Insgesamt erlebten wir viel Rethorik und Floskeln. Der Gedanke zur Sendung wäre im Ansatz gut gewesen. Nur das Ergebnis war "Clublike". Schade um die Gelegenheit zur freien Meinungsäusserungen und Tatsachen aus der Gesellschaft in all seinen Facetten. So aber bleibt es bei halb Fisch, halb Fleisch.
Die Clubverantwortlichen bräuchten mehr Mut zu wirklichen Veränderungen mit einer neuen, unvoreingenommen Moderatorin, die nicht nur sich selbst sieht.
by SFDRS