Donnerstag, 14. April 2011

Aufstand und Protest gegen SONY

Es soll am Samstag ein weltweiter Protest gegen Sony und Läden in der Schweiz werden Das Hacker-Kollektiv Anonymous trägt den «Krieg* gegen Sony» auf die Strasse. Es sollen eben auch Ladengeschäfte ausserhalb von Städten im Fokus der Aktivisten stehen. Es wird zwar von der Firmenleitung als eher unwahrscheinlich gesehen, sei aber nicht völlig auszuschliessen.

Noch sei der aussergerichtliche «Deal» zwischen dem Multimilliarden-Konzern und einem 21-jährigen Computer-Freak aus New Jersey nicht besiegelt, berichtet The Register. Die zuständige Richterin müsse erst noch zustimmen. Sony hatte den Freak vor Gericht gezerrt, weil er wiederholt Informationen im Internet veröffentlichte, die verwendet werden konnten, um die PlayStation 3 zu knacken. Es geht Sony darum «Geistiges Eigentum schützen» Hier kann man sich weiter in der Sache informieren. Wobei wir uns in diesem Fall neutral verhalten wollen, ob und  inwieweit der Hacker berechtigt oder unberechtigt war, durch den Kauf einer PS3 Programme zur Übernahme und Verwendung Empfehlungen erwirbt. (Teilquelle: CEO tritt zurück -20min.ch)

Unsoziale Konzernpolitik

Für mich zeigt die ganze Aktion eher, dass wir uns von den Konzernen allzu viel gefallen lassen müssen. Müssen aus dem Grund, weil den meisten die finanziellen Mittel fehlen gegen Grosskonzerne ihre Rechte und Garantien durchzuklagen. Aus persönlicher Erfahrung habe ich auch negative Erlebnisse mit SONY. Oder erst dieser Tage wollte ich ein Supportangebot von Microsoft in Anspruch nehmen, weil sich durch die Installation des IE9 die HTML –Verlinkung verstellt hat und es nicht mehr möglich war, direkt aus einem Dokument ins Internet verbunden zu werden. Zurück kam ein Standardschreiben, welches schlussendlich darauf hinauslief mich doch via kostenpflichtigen telefonischen Support zu verbinden um das Problem zu lösen. Mit dem selbst recherchierten Artikel konnte ich via Microsoft eigenem Fixit dann das Problem in Sekunden gelöst. Als Antwort auf meinen schriftliche Beschwerde und dem Hinweis auf den von mir gefundenen Link, konterte MS sie danken für die konstruktive Lösung und werden sich künftig bemühen, den Support kostengünstiger und effektiver zu gestalten.

Ein weiteres Kapitel sind neben weiteren PC-Herstellern auch einige OnlineVersender. Der Kunde wird schlichtweg verarscht und im Kreis geschickt. Mit diesem Drehtüreffekt erwartet man offensichtlich, dass der Kunde dann schon mal von selbst aufgibt. Dies ist umso beschwerlicher, da wir zu jenen Kunden zählen,die, wenn sie sich mal etwas kaufen, garantiert immer ein Problemgerät einhandeln. Selten das ein Gerät das gekaufte Erstgerät ist. Aber auch in den Zeiten als wir noch für Kollegen einkauften, waren wir davor nicht gefeiht. Aber dies ist wieder einen andere Story.

Das grundsätzliche Problem ist, dass man(n)/frau nie an kompetente Leute eines Konzern direkt herankommt, um sein Anliegen zu deponieren. Einzig bei Apple gelang mir dies einmal vor Jahren direkt in den Vorstand vorzudringen. Und ich war über den folgenden angenehmen Ablauf begeistert. Via Irland wurde das Problem mit einem geräuschvollen I-Mac gelöst. Man tauschte das Gerät kurzfristig kostenfrei aus. Die technische Abteilung hatte die Geräusche vorher als im Toleranzbereich eingestuft und einen Reparatur abgelehnt (den Kunden abgewimmelt).

Kundenmanagement nicht im Fokus

Das zweite grosse Problem scheint mir, dass offenbar die Konzerne von ihren eigenen Produkten nicht überzeugt sind und zusätzlich teils teure Garantieverlängerungen verkaufen. Hier läuft es in etwa  so ab, wie es sich der Kunde eigentlich schon im ersten Garantiejahr wünscht. Eine Garantie für einen optimalen Service gibt es trotzdem nicht.

Würden also alle so "betrogenen" Kunden auf die Strasse gehen, würde der Druck sicherlich steigen, mehr soziale Praktiken im Kundenkontakt anzuwenden. Man(n)/frau möchte ja nur ein funktionierendes Gerät haben, solches, welches man ja schliesslich voll bezahlt hat. Es darf nicht sein, wenn ein PC neu aufgesetzt wird, man einen Hürdenlauf starten muss, um ein Gerät wieder in Betrieb zu nehmen. Um am Beispiel Microsoft zu bleiben. Eine Onlineregistrierung (Telefon) mit schnell gesprochenen Nummereingaben ist für ältere Leute teils unmöglich.

Um mit SONY zu schliessen. Fast wöchentlich erscheinen neue Modelle. Als Kunde wäre mir lieber, die bestehenden Modelle würden so funktionieren, wie es die Werbung verspricht. Und wenn dann in den AGB steht, dass bei Defekten das Gerät ausgetauscht wird, dies zu Lasten von SONY und nicht des Kunden gehändelt wird. Um so mehr wenn alle Gesichter die Farbe der Simpsons haben, nämlich gelb. Dabei wäre sogar der technische Support der gleichen Meinung - ein Elektronikteil sei defekt. Die Administration bzw. der involvierte Onlinehändler Microsoft (Coop) sehen das allerdings anders und schicken den Kunden auf eine Runde Ping-Pong spielen. Früher durften nur Fachhändler Weltmarken verkaufen. Heute offenbar jeder Strassenhändler.