Donnerstag, 30. Dezember 2010

Der andere Silvester - Zucker im Cafe

Der etwas andere Silvester - nämlich musikalisch begleitet von Eric Silvester - ohne Krach von Silvester- und Knallkörpern. Das freut sogar die Oma, die Katze und den Hund. Prosit.


Diese beschwingte Musik und ein Cafe als Dank im Voraus an jene, die ihre Feuerwerke nicht in unmittelbarer Umgebung von Altenheimen, Krankenhäusern, Quartieren und Tieren abfeuern. Zur Erinnerung : Silvester ist um Mitternacht und nicht den ganzen Tag. Es reicht schon die Zeit um den Jahreswechsel wenn es kracht.

Allen Lesern einen guten Rutsch, viel Glück, Gesundheit und Zufriedenheit im neuen Jahr.

s`Team IM

Wir hören und sehen und wieder im neuen Jahr. Bis dahin empfehlen wir unsere Archivbeiträge.

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Was gibt es 2011 Neues?

Im nächsten Jahr werden über 300 neue Erlasse und Änderungen von Erlassen in Kraft treten. www.ch.ch bietet eine Übersicht über einige wichtige Änderungen, die 2011 auf die Bürger und Bürgerinnen zukommen werden.


Das Jahr 2011 stellt einen wichtigen Meilenstein für die schweizerische Justizreform dar. Mit der Einführung der neuen Straf- und der neuen Zivilprozessordnung, welche die bis 2010 gültigen kantonalen Bestimmungen ersetzen, werden die gerichtlichen Verfahren für die ganze Schweiz einheitlich geregelt.

Abbau der Schulden der Arbeitslosenversicherung

Die in der Abstimmung vom 26. September 2010 vom Volk gutgeheissene Revision der Arbeitslosenversicherung (ALV) tritt am 1. April 2011 in Kraft.

Vorübergehende Erhöhung der Mehrwertsteuer

Ende September 2009 haben Volk und Stände einer auf sieben Jahre befristeten Anhebung der Mehrwertsteuer zugunsten der Invalidenversicherung zugestimmt. Ab Januar 2011 werden die Steuersätze angehoben.

Komplettes Dossier (by www.ch.ch)

Dienstag, 28. Dezember 2010

Weltbürger und Armut

Armut - was ist Armut oder echt arm ?
(Virtuelle Ausstellung zum Durchblättern, Lesen , Nachdenken) 

Zum Vergrössern bitte anklicken (by die gesellschafter.de)


Sonntag, 26. Dezember 2010

Die Woche - was sonst keinen Platz fand


Kitzbühel sagt dem Saufen den Kampf an -Nix Hochprozentiges am Rennwochenende
Softe Maßnahmen" sollen Auswüchse verhindern. Standln müssen auf Schnapsausschank verzichten. Die Hahnenkammstadt Kitzbühel setzt bei der 71. Auflage des Traditionsskirennens Ende Jänner heuer auf Alkoholprävention. Beim Ausschank soll auf Getränke mit zu hohem Alkoholgehalt verzichtet werden. Unter anderem seien die Standlbetreiber angewiesen, auf Schnaps komplett zu verzichten. Wer sich daran nicht halte, verliere seine Konzession und müsse zusperren, hieß es beim Stadtamt. Security-Mitarbeiter werden die Taschen von Besuchern auf Hochprozentiges untersuchen und etwaige Flaschen abnehmen. ( News.at Online)

IM: Nach dem Rauchen nun das Trinken. Begrüssenswert und zum Nachahmen empfohlen. Sport hat nichts mit Alkohol zu tun oder umgekehrt. Das Land braucht gesunde, nüchterne Steuerzahler. 


Wintertipps für Handys und Computer
Wer nicht aufpasst, dem frieren im Winter auch auf dem Notebook, Smartphone oder MP3-Player die Daten ein. Mit einigen Vorkehrungen lässt sich das aber verhindern. Kühlt das Notebook beim Transport durch die Kälte oder längerer Lagerung im kalten Auto aus, dann kommt es im Büro oder zuhause zum gleichen Effekt, der Brillenträgern zu schaffen macht. Die in der warmen Raumluft enthaltene Feuchtigkeit kondensiert an der kühlen Oberfläche. (Tagesanzeiger.ch Online)


Treue Kundin der Migros erhielt fünf Jahre Hausverbot
Rote Karte statt Cumulus-Karte: Aus einem kleinen Streit zwischen einer Kundin und einem Migros-Mitarbeiter wurde eine mittlere Staatsaffäre. Sie ist ein typisches Migros-Kind, ihre Familie kauft seit Urzeiten in der Migros ein. Ihren Grossvater hatte Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler zum «Brückenbauer», dem Vorläufer des «Migros-Magazins», geholt. Er war dort Chefredaktor. Sie war 20 Jahre lang treue Kundin der Migros-Filiale im zürcherischen Egg. Bis zum 5. November 2008.

Ein Hausverbot wird stets «für mindestens fünf Jahre» ausgesprochen – und zwar ohne vorherige Verwarnung. Erst nach Ablauf dieser Frist kann ein Gesuch um Aufhebung des Verbots gestellt werden. Hausverbote spricht der Sicherheitschef der jeweiligen Genossenschaft aus. (Tagi) http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Treue-Kundin-der-Migros-erhielt-fuenf-Jahre-Hausverbot-/story/23901461


Reichtumsschere geht weiter auseinander
Der Unterschied zwischen Arm und Reich in den USA hat sich in den vergangenen Jahren weiter vergrössert. Die Unterschicht musste überproportional unter der Wirtschaftskrise leiden. Gemäss einer Studie hat das eine Prozent der US-Haushalte, das am reichsten ist, im Schnitt 225 Mal so viel Vermögen wie der amerikanische Durchschnittshaushalt. So gross sei der Unterschied seit Beginn der Erhebung 1962 noch nie gewesen (20min.ch)


Schmutziges Weihnachtsbaumgeschäft
Tot unter der Tanne. Georgien kommen mehr als die Hälfte der Samen für Christbäume in deutschen Wohnzimmern. Um den Nachschub an begehrten Nordmann-Tannen für das reiche Westeuropa zu sichern, setzen arme Zapfenpflücker ihr Leben aufs Spiel.Kurz vor den wichtigsten Festtagen des Jahres, vor Neujahr und der orthodoxen Weihnacht, hat sich Keti Gwenzadse schön gemacht und ihre schwarzen Haare blond gefärbt. "Es bleibt uns ja nicht viel hier, so arm wie wir sind", sagt die Vierzigjährige. (Spiegel Online)

Freitag, 24. Dezember 2010

Skype läuft wieder - zu 90 Prozent

Am vergangenen Mittwoch erlitt Skype einen Totalausfall.

Der Grossteil der Probleme konnte behoben werden, einzelne Funktionen sind allerdings noch defekt. CEO Tony Bates informierte gestern auf dem Unternehmensblog, dass der Normalbetrieb zu 90 Prozent wieder aufgenommen werden konnte. Die genaue Ursache, die zum Ausfall geführt hat, ist noch nicht geklärt. Bates geht davon aus, dass es nicht eine Attacke von aussen war, die zum Zusammenbruch geführt hat.

Die Führen von Videotelefonaten mit mehreren Teilnehmern gleichzeitig und Offline-Instant-Messaging funktionieren zurzeit noch nicht, ansonsten soll der Dienst wieder einwandfrei laufen.

IM: Somit steht dem weihnachtlichen skypen nichts mehr entgegen

Schöne Feiertage

Weihnachtsbotschaft aus der Redaktion

Täglich bringt der Briefträger Weihnachtswünsche von Leuten aus dem privaten und Freundeskreis, welche ich schon Jahre nicht mehr gesehen habe. Offenbar unterliegt das Schreiben von Weihnachtspost einer gewissen Routine, welche man trotz guten Vorsätzen im Vorjahr, doch wieder schreibt. Inzwischen haben sich die Ausgaben vervielfacht. Schon alleine ein weihnachtliches, ansehnliches Billet kostet ab FR 5.-. Dazu das Porto. Schnell summiert sich da ein stolzes Sümmchen.

Ich persönlich habe mich schon vor Jahren dazu durchgerungen, zuerst die Anzahl der Empfänger und die Art der Weihnachtspost zu vereinfachen. Sicher hilft mir dabei das Internet. Dank Quelltext-Mails lassen sich heute wunderbare Weihnachtsgrüsse selbst erstellen und versenden. Wobei ich vielleicht berufsbedingt zu Weihnachten ein besonderes Verhältnis habe. Das lag einerseits an meinem Job im Hotelfach und andererseits dem "einfach weihnachtlich gestimmt zu sein". Der eigentliche Zweck des Festes der Besinnung, des Innehaltens ist zu einem Kommerzhype verkommen, der sich trotz scheinbarer Krise jährlich in immer mehr Umsatz niederschlägt. Hektik bis zu letzten Moment. Ein Wettrennen der Wertigkeit. Letztes Jahr ein Geschenk um ca FR 50.- erhalten. Dann muss ich mich heuer grosszügig zeigen und das Ganze topen. Nein liebe Leute – nicht mehr mit mir/uns. Solange die Kinder noch kleiner waren gab es das ein oder andere Geschenkli ausserhalb der Reihe. Sonst wurde geschenkt, was die Kinder eben brauchten.

Heute ist es mit jeder Art von Geschenk vorbei. Gegenseitig und im Einverständnis mit meiner Frau. Wir haben beide schwere Krankheiten gemeistert, wurden damit reich beschenkt und dürfen noch ein paar Tage auf dieser Erde verweilen. Das hat uns zusammengeschweisst und aus zwei halben ein Ganzes geschmiedet. Gesundheit ist eines der wenigen Güter, die man sich  nicht kaufen kann. Man kann sich das krank sein vielleicht besser leisten. Ob man allerdings dabei glücklicher ist, sei dahingestellt.

Haben sie in letzter Zeit einmal Freunde oder Kollegen aus ihrem Weihnachtspostverteiler gebraucht, versucht sie zu erreichen ? Die Ausreden gerade an diesem Tag einen wichtigen Termin zu haben wenn man sie brauchen würde, könnte ganze Bücher füllen. Freunde sind für mich jene Mitmenschen, die ich nach zwei, drei Jahren anrufen darf und die am nächsten Tag auf der Matte stehen. Ohne wenn und aber. Diese Menschen gibt es immer seltener. Aber sie sind das Salz in der Suppe, die das geschenkte Leben lebenswert machen. Alleine eine Krankheit zu überstehen ist nicht alles. Es muss auch das Umfeld passen. Zu wissen, da und dort gibt es noch Menschen, die nicht verschnupft sind, weil sie keine Weihnachtsgrüsse erhielten erfüllt uns mit Zufriedenheit und Wohlwollen. Sie sind einfach da. Man kann sie allerdings auf einer Hand abzählen.

Sicher ist die Zahl jener grösser, die heute den ganzen Tag und die Nacht in der Schweiz bereitstehen, um uns in Notfällen zur Seite zu stehen, zu helfen. Ihnen gebührt unser besonderer Dank. Ich war 30 Jahre einer von ihnen. Nicht nur deshalb weiss ich, was es heisst solche Anlaufstellen zu haben. Meine erste Wintersaison verbrachte ich im steirischen Bad Aussee. Mein erstes Weihnachtsfest von zu Hause weg. Nach dem Abendessen der Hotelgäste und einer kleinen Weihnachtsfeier haben sich diese zurückgezogen und auch fast alle Kollegen fuhren zu ihren Familien. Ich ging um ca 22 Uhr auf einen kleinen Spaziergang durch den Ort. Das Wetter war wirklich wie bestellt. In dicken Flocken schneite es vom Himmel, als ob Frau Holle alle ihre Polster ausschütteln würde. Hinter vielen Fenster sah man weihnachtliches Treiben. Da und dort brannten noch die Kerzen am Christbaum. Weihnachtslieder und Musik drangen an meinen Ohren und mir wurde für erste schwer um`s Herz. Nie mehr in meiner ganzen Berufslaufbahn verbrachte ich so einen schönen Weihnachtsabend. Draussen im winterlichen Ort, dicke Schneeflocken und fröhliche Leute. Kein Mensch ist mir begegnet. Für mich ein einmaliges, spezielles Erlebnis. Wusste ich doch jetzt, Weihnachten kann man nicht steuern, nicht kaufen. Es ist ein Fest der Stille und der Freude. Und so soll es bis heute bleiben.

Ich möchte allen Ärzten, Schwestern, Pflegern, Polizisten und Helfer, sowie jenen "wirklichen" Freunden und meiner Familie für das schöne, wenn auch erlebnisreiche Jahr danken. Ganz besonders meiner Frau, die wie selbstverständlich immer für mich da ist, obwohl sie selbst genug eigene gesundheitliche Probleme hat. Vielleicht braucht es solche Situationen, um die ein oder andere Familie unter dem Weihnachtsbaum zu versammeln. Für einander da zu sein, auch wenn es stürmt und schneit. In diesem Sinne ein frohes Fest – danke für alle Unterstützung und Hilfe. Ohne speziell Namen zu nennen – jeder würde sich einen grossen Weihnachtsstern verdienen, den wir somit auf digitalen Weg auf die Brust stecken.

Auch danke an die zahlreichen Leser unseres Blogs, die ohne es zu wissen, mir persönlich helfen mein Leben abwechslungsreicher zu gestalten. Die meine (unsere) Gedanken und Geschichten lesen und es mit einem neuerlichen Besuch belohnen. 

Somit ein geruhsames Fest aus der kleinsten Redaktion der Schweiz entbieten wir allen Mitbürgern. Auf einen Jahresrückblick verzichten wir bewusst. Die Katastrophen waren schlimm genug und müssen nicht immer wieder medial aufbereitet werden. Die Medienkarawane zieht weiter. Und zu den Geschichtel`n rund um die Cervelat-Prominenz und Möchtegern-VIPs sind wir nicht der richtige Ort. Es wurde uns nur übers Jahr bestätigt, dass Recht nichts mit Paragrafen zu tun hat, sondern mit Geld,Einfluss und Macht. Alles andere entnehmen sie bitte der einschlägigen Presse und den Medien. 


Uschi, Peter und Redaktionshündin Laika



Am 25. erscheinen keinen Beiträge 

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Märchenstunde mit dem Hauseigentümerverband-Direktor

«Wir erwarten von den Vermietern, dass sie berechtigte Mietzinssenkungen automatisch weitergeben», sagt Ansgar Gmür, Direktor des Hauseigentümerverbands im heutigen «Blick». Wenn sie das nicht tun, müssten Mieter aktiv werden. «Sie können sich gratis an die Schlichtungsstelle wenden», so Gmür.


Mag es an der vorweihnachtlichen Adventstimmung liegen, aber Herr Gmür sie haben ihre Verbands-Vermieter offenbar nicht im Griff. Die Realität sieht anders aus. Besonders einige Verwaltungen scheren sich einen Deut drum, ob die Mieter eine Senkung gut haben. Viele Mieter hätten Angst vor einer Kündigung und würden ihr Recht deshalb nicht einfordern, antwortet er: «Das mag sein, ist aber völlig unbegründet. Der Vermieter kann den Mieter nicht aus Rache auf die Strasse stellen.» Oh doch er kann. Es findet sich immer ein Grund. In den letzten Jahren war Herr Dölf Früh Eigentümer unserer Liegenschaft. In dieser Zeit haben wir nachweislich keinen Mietzinssenkung erhalten. "Seine" beauftragte Verwaltung, die grosse Intercity-Verwaltungs AG, zeigte den Mietern immer die kalte Schulter bei Mietzinsansuchen.

Jetzt haben wir ab 01.01.2011einen neuen Eigentümer, weil der bisherige, Herr Dölf Früh die Liegenschaft überraschend verkauft hat, um sich offenbar voll auf seine Tätigkeit als Präsident beim FC St.Gallen zu konzentrieren. Interessant dabei, wir haben über ein Jahrzehnt Miete und Verwaltungskosten bezahlt. Er hat uns bei Problemen immer auf die "professionelle Verwaltung " verwiesen. Das Geld hat er aber umgekehrt gerne genommen, wie auch die Intercity. Wir waren seine Kunden, so wie wir Kunden der Verwaltungen sind, was diese gerne vergessen. Wir sind nicht Bittsteller. Nur ein bisschen des Engagements welches er heute beim FC St.Gallen an den Tag legt und wir wären zufriedener gewesen. So aber liess er die Verwaltung schalten und walten und es kam sogar zu einer Kündigung ein paar Tage vor Weihnachten wegen Reklamierens an uns. Die neueste Statistik zeigt, sogar in Zürich kostet eine 4-Zimmer-Wohnung nur 1730 Franken im Schnitt. Das beweist, dass es auch sehr viele günstige Wohnungen gibt, meint Herr Gmür weiter. Es ist bloss die Frage für wem ?

Beim neuen Vermieter (privaten) klappt es von selbst

Jedenfalls hat die neue Eigentümerin ohne wenn und aber die Mietzinssenkungen durchgerechnet und noch vor den Feiertagen zu Gunsten der Mieter erledigt. Die schwarzen Schafe aber schliessen sich immer mehr zu Molochen im Immobereich zusammen und haben ihre eigene Rechtsabteilung. Obwohl Mieter monatelang nachweislich ihre Miete bezahlt haben, werden sie mal schnell fristlos gekündigt. Offenbar braucht es ein paar gute Buchhalter um den Saustall in einigen Verwaltungen aufzuräumen. Andere wieder, halten sich nicht einmal bei den Verwaltungskosten an Höchstgerichtliche Entscheide.

Dann kommt noch dazu, dass die Verwaltung sehr rasch beim Betreiben sind. Dies geht ja sehr einfach in der Schweiz. Bis das wieder gelöscht und verschwunden ist, sollte Herr Gmür mal mit der Kündigung im Nacken eine Wohnung suchen. Also nicht die Angst vor der Kündigung, sondern wie komme ich zu einer neuen Wohnung. Da können sie im Fragebogen hundertmal ausfüllen, dass sie den Vorvermieter nicht angeben möchten. Einen heimlichen Anruf können sie nicht verhindern. Es stellen sich noch viele Fragen über die schwarzen Schafe in der Vermieterschaft. Nur in Stichwörtern möchte ich hier Haftpflichtversicherung, Reparaturbeteiligung, Mietübernahme Sozialhilfe, Ergänzungsleistung, Nebenkosten, Schlichtungsstellen und Mieterverband anführen. Erlebnisse würden Bücher füllen.

Heute bin ich schwer krank und kann, bzw. möchte mich nicht mehr diesem Stress unterwerfen, weil ich dadurch mein Leben gefährde. Das wäre es nicht wert. Nur packt es mich, wenn ich dieses Interview des Herrn Gmürs lese, der scheinbar auf einem anderen Planeten zu leben scheint. Ansgar Gmür ist Direktor des Hauseigentümerverbandes und erwartet von seinen Mitgliedern, dass sie Mietzinssenkungen von sich aus weitergeben. Und wenn sie es nicht tun, dann passiert nichts. Dessen muss er sich sicher bewusst sein. Die Mieter haben einen Vertrag mit gegenseitigen Rechten und Pflichten abgeschlossen. In vielen Punkten, tun sich aber auch die Schlichtungsstellen schwer, Vermieter auf den Boden der Tatsachen zu holen. Die Mieter zahlen Verwaltungskosten und müssen oder sollen dann noch zusätzlich für ihre Rechte eintreten. Vorerst gratis (Schlichtungsstelle) und dann aber kräftig wenn es weitergeht. Die Gemeinden und Kantone sollten weit mehr in den sozialen Wohnungsbau einsteigen und solche schwarzen Schafe vom Markt ausschliessen oder die Zulassung zu entziehen.  Ghetto hin oder her. Heute haben wir in den Quartieren schon Verhältnisse wie in den Schulklassen.

Herr Gmür - ein Glück sind sie beim Hauseigentümerverband und haben keinen Sorge ihre Miete zu bezahlen - als Märchenonkel sind sie eher unglaubwürdig und überbezahlt.

I am dream from withe christmas


Christmas Song 

Nationale Ergebnisse der Sozialhilfestatistik 2009

Im Jahr 2009 wurden in der Schweiz 230'019 Personen mit Sozialhilfe unterstützt, was einer Sozialhilfequote von 3 Prozent entspricht. 

Seit 2006 ist dies der erste - wenn auch sehr moderate - Anstieg: im Jahr 2008 betrug die Sozialhilfequote 2,9 Prozent. Wie aus den Daten des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervorgeht, verlief die Entwicklung in den Kantonen und bei den Altersgruppen unterschiedlich. Bei den Altersgruppen verzeichneten die 56- bis 64-Jährigen eine starke prozentuale Zunahme an Sozialhilfebezüger/innen gegenüber dem Vorjahr.



Sozialhilferisiko bei Personen vor der Pensionierung nimmt stärker zu

Bei sämtlichen Altersgruppen stieg 2009 die absolute Zahl der Sozialhilfebezüger/innen gegenüber dem Vorjahr an. Ein starkes Wachstum wies dabei die Altersgruppe der 56- bis 64-Jährigen auf. Mit einer Sozialhilfequote von 2,2 Prozent im Jahr 2009 weist diese Gruppe den höchsten Wert seit Vorliegen der ersten gesamtschweizerischen Resultate für das Jahr 2004 auf. In den letzten Jahren vor der Pensionierung gelingt es Sozialhilfebezüger/innen offensichtlich immer weniger, sich durch eine verbesserte Erwerbssituation aus der Abhängigkeit von der Sozialhilfe zu lösen. Wichtigster Beendigungsgrund in dieser Altersgruppe ist die Existenzsicherung durch Sozialversicherungen. Die Altersgruppe der 0- bis 17-Jährigen hatte hingegen ein unterdurchschnittliches Wachstum zu verzeichnen. Hier scheinen die Massnahmen zu greifen, welche den Übergang in die nachobligatorische Bildung und den Einstieg in das Berufsleben fördern.


Alleinerziehende benötigen am häufigsten Sozialhilfeleistungen

Bei Auswertungen zur Fallsstruktur bilden nicht die unterstützen Personen, sondern die Sozialhilfefälle (Unterstützungseinheiten mit einer oder mehreren Personen) die Grundlage. 2009 zahlten die Sozialdienste der Schweiz in insgesamt 136'593 Fällen eine finanzielle Leistung aus, was 3,8 Prozent der Privathaushalte in der Schweiz entspricht. Wie in den Vorjahren sind es die Alleinerziehenden, die ein besonders hohes Sozialhilferisiko zu tragen haben: Gut jeder sechste Haushalt mit einem alleinerziehenden Elternteil ist auf Leistungen der Sozialhilfe angewiesen.

Nationale Ergebnisse der Sozialhilfestatistik 2009 

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Top Secret a la Appenzeller


Mag kommen was mag - wir bleiben offline. Ausserdem haben wir ja gar keine PC`s ! 

Neue Zahlen zum Grundbedarf (SKOS)

Teuerung für den Grundbedarf

Der Grundbedarf für den Lebensunterhalt gemäss SKOS-Richtlinien unterliegt der Teuerung. Diese wird in gleichem Umfang und zeitgleich ausgerichtet wie der Teuerungsausgleich für die Ergänzungsleistungen zu AHV und IV.

Teuerung 2011: Neue Zahlen zum Grundbedarf

Der Grundbedarf für den Lebensunterhalt gemäss SKOS-Richtlinien unterliegt der Teuerung. Diese wird per Anfang 2011 wirksam und beträgt 1,75 Prozent. Die Anpassung des Grundbedarfs erfolgt somit zeitgleich wie die Teuerungsanpassung der Ergänzungsleistungen zu AHV und IV. Der Vorstand der SKOS hatte sich Ende 2009 für diese neue Regel entschieden, die auch von der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) unterstützt wird. Jetzt stehen die neuen Zahlen auf der Webseite der SKOS zur Verfügung. Abonnentinnen und Abonnenten der SKOS-Richtlinien erhalten die Tabelle mit den aktualisierten Zahlen zum Grundbedarf im ersten Quartal 2011 per Post.

Zum Vergrössern bitte anklicken

Die Sozialhilfe ausrichtenden Stellen müssen vor der Gewährung des Teuerungsausgleichs überprüfen, ob und auf welchen Zeitpunkt das kantonale Recht den Teuerungsausgleich gemäss SKOS-Richtlinien übernommen hat. Bis dahin gelten noch die alten Beträge.

Dienstag, 21. Dezember 2010

"Armut sieht man nicht"

Die Stärke einer Gesellschaft misst sich am Wohl der Schwachen (Art.1)

Armut in der reichen Schweiz ist ein Tabu. Wir wissen genau, wie viele Autos und Motorräder auf unseren Strassen verkehren, aber wir wissen nicht genau, wie viele Menschen in unserem Land arm sind.

Jede zehnte Person gilt als arm. Das bestätigen auch die neuesten Zahlen des Bundesamts für Statistik BFS (siehe Link). Armut kann jeden und jede treffen: Von Armut bedroht ist, wer arbeitslos oder krank ist, wer ungenügend ausgebildet ist, drei oder mehr Kinder hat, eine Scheidung durchmacht oder Opfer der Wirtschaftskrise wird. (Abriss Caritas Schweiz)

Man muss wohl selbst erst in diesen Schuhen stecken, um das ganze Ausmass von Armut so zu verstehen, zu empfinden wie es zahlreiche Menschen in der Schweiz am eigenen Leib erfahren müssen. Gerade jetzt zur Adventzeit eine bittere Zeit. Nicht einfach und selbstverschuldet. Sondern durch unser gesellschaftliches Umfeld von Menschen verursacht, die noch Geld dafür bekommen, dass sie Arbeitsplätze abbauen. Verursacht von Männern, die sich plötzlich aus ihrer Verantwortung stehlen möchten und Frauen mit drei und mehr Kinder sich selbst überlassen. Von einer Politik, die zwar Ahnung hätte, was es heisst armutsbetroffen zu sein. Die aber in Interviews ständig ausweichen, weil es so nicht in ihre heile Politikerwelt passt wie viel Armut im Lande eigentlich wirklich herrscht.

Dieser Podcast-Beitrag von SF-DRS gibt einen kleinen Einblick, wie Politiker Armut aus ihrer Sicht sehen. Zitat Reg. Rat. Katrin Hilber “ Die Armut hat verschiedene Gesichter. Bei uns sieht man sie nicht “ ….. „Armut hat ein diffuses Gesicht “ ?? (sh. Beitrag DRS).



Die Stärke einer Gesellschaft misst sich am Wohl der Schwachen (Präambel)

Die Schweiz muss alles unternehmen, um Armut an der Wurzel zu bekämpfen. In einer Woche ist heiliger Abend. Eine zusätzliche Belastung für viele Familien. Hier ist nicht die erste Frage was schenken zum Fest, sondern was koche ich am Abend. Menschen in Armut verlieren nicht nur ihre persönliche Motivation. Sie werden auch als unzuverlässig und wenig glaubwürdig eingestuft. Gerade zu Weihnachtsfest sollten wir uns darauf besinnen, dass auch diese Menschen Bedürfnisse haben. Nur wer seinen Kindern einmal im Leben erklären musste, warum es am heiligen Abend keinen Geschenke gibt, sieht Weihnachten mit anderen Augen. Da ist nichts mit Konsumwut, mit Ausgelassenheit. Gottseidank haben zahlreiche betroffene Mitbürger trotz ihrer prekären Situation nicht den Kontakt zur Kirche, zu Gott verloren.

Armut soll bis 2020 (also in rund 10 Jahren) nach dem Willen der Politik in der Schweiz halbiert werden. Wenn wir aber die IV-Revision, die Teuerung und die Spekulationsgeschäfte, die Lage der Wirtschaft mit ins Kalkül ziehen, sehe ich da eher schwarz. Ausser es würden keine neuen Bürger mehr invalid, gekündigt oder sozialhilfeabhängig. Keine Familien getrennt. Ihr Einkommen als Nicht-Working-Poors das Auskommen finden. Politiker 10 % ihres Einkommens in einen Solidaritätsfond (Verantwortungsfond) einzahlen.

Ja sonst könnte ich 2020 diese Zeilen hier einfach nochmals veröffentlichen. Noch glaube ich an die grosse Wende und hoffe auf alle möglichen Kräfte im Lande.

Die Caritas ruft zu einer Dekade der Armutsbekämpfung auf: Bis 2020 soll die Armut in der Schweiz halbiert werden! Ein unmöglicher Wunsch ans Christkind, wenn man sich die weltweite Situation betrachtet und einzelne Parteien ihr eigenes Süppchen kochen.

Montag, 20. Dezember 2010

Happy Day - Spinalkanalopfer meistert den Alltag

Der Heiri kommt ins Starduett! Erich Vock, Hauptdarsteller der «Kleinen Niederdorfoper», singt mit Ernst Rath aus Pfäffikon (ZH) das berühmteste Lied aus dem beliebten Stück. Ernst Rath liebt die Figur des Heiris über alles. Seit einer Komplikation nach einem Arztbesuch vor sieben Jahren kann er nicht mehr sitzen. Ein Schicksal, das den lebensfrohen Ernst aber nicht vom Singen und Tanzen abhält!


SF Schweiz

Sonntag, 19. Dezember 2010

Die Woche - was sonst keinen Platz fand

Krankenversicherungsprämien-Index 2010
Der Krankenversicherungsprämien-Index (KVPI) verzeichnete für das Prämienjahr 2010 ein Wachstum von 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf der Basis 1999=100 erreichte der KVPI damit einen Indexstand von 156,3 Punkten. Prämienwachstum zwischen 2009 und 2010 dämpfte die Entwicklung der verfügbaren Einkommen um 0,6 Prozentpunkte (BFS)

50.IV-Jubiläum - Petition fordert mehr Rechte für Behinderte
Dies sind drei von zehn Forderungen, die der Behindertenverband Procap in einer Petition formuliert hat. Das von 3500 Personen unterzeichnete Papier wurde am Montag in Bern Bundesrat Didier Burkhalter übergeben. Anlass zu dieser Petition war der 50. Geburtstag der IV. Procap – Behindertenverband

Ein gesundes neues Jahr – 750 Medikamente billiger
Am 1. Januar werden rund 750 Originalmedikamente zwischen 10 und 50 Prozent billiger. Und im Juli ist schon die nächste Preissenkung für Generika geplant. (Blick.ch) Die neuen Preise

Die Gadgets des Jahres
Welche Firmen konnten dieses Jahr mit welchen Computern und Handys überzeugen? Wir zeigen eine Top Ten der vom «Time Magazine» erkorenen Geräte.(Tagesanzeiger.ch)

Was Samsungs iPad-Rivale besser macht
iPad-Killer oder einfach ein weiteres TABLET ?  Ein Ersteindruck des Samsung Galaxy Tab.
(Tagesanzeiger.ch)

Telekomregulator verordnet der Swisscom Preissenkungen
Im Streit zwischen der Sunrise und der Swisscom um die Preise für die Entbündelung der "letzten Meile" und die Durchleitungsgebühren auf dem Festnetz hat der Telekomregulator Comcom dem "Blauen Riesen" erneut eine Preissenkung verordnet. Sunrise ist damit nicht zufrieden und prüft einen Rekurs. (Swisscom.ch)

Testen Sie ihr Armutsrisiko
Über Armut spricht man in der reichen Schweiz nicht gern. Obwohl immer mehr darunter leiden. Erstmals lässt sich die Armut in der Schweiz mit dem Ausland vergleichen. Das Bundesamt für Statistik hat dazu nach dem Zufallsprinzip rund 7000 Schweizer Haushalte mit insgesamt über 17‘000 Personen nach ihrer Lebenssituation befragt. Hier gibt`s den Test, wie gut es Ihnen geht. (Blick.ch)

IV-Bezüger sollen zurück an die Arbeit
16'800 IV-Rentner sollen wieder ihren Beruf ausüben. Die Linken kritisieren den Entscheid des Nationalrats als unethisch und finanzpolitisch nicht vertretbar. Geplant ist, dass 16'800 IV-Rentner bis 2018 wieder eine Stelle finden. Damit würden 12'500 volle IV-Renten überflüssig. (Tagesanzeiger.ch) http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/IVBezueger-sollen-zurueck-an-die-Arbeit/story/13532736

Samstag, 18. Dezember 2010

Sparwut der Regierung - Hauptsorge der behinderten Schweizer

Obwohl die Arbeitslosigkeit in der Schweiz seit Jahresbeginn statistisch abgenommen hat, haben über drei Viertel der Schweizer Angst, ihre Stelle zu verlieren. Das sind zehn Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, wie aus der Umfrage zum Sorgenbarometer 2010 hervorgeht. Die Sorgen um die Altersvorsorge haben bei den Befragten um 9 Punkte auf 45 Prozent zugenommen. Auf Platz drei folgt das Gesundheitswesen. 41 Prozent (2009: 36 Prozent) der Schweizer machen sich darüber Gedanken. Der Sorgenbarometer wird von der Grossbank Credit Suisse publiziert.

Für die Menschen am Rande der Gesellschaft und für unsere invalide Mitbürger bläst derzeit ein kälterer Wind, als im realen Frostwinter. Die Motivation geht gegen den Nullpunkt. Sie haben meistens keinen Arbeitsplatz mehr und stehen auf einem Barragplatz zum totalen Abstieg oder Eintritt in dne Schatten der Gesellschaft. Der Sparwille der Regierung ist teils verständlich. Nur ist nicht nachvollziehbar warum es immer die Schwächsten in der Gesellschaft treffen muss. Ist es deshalb, weil man von ihnen den geringsten Widerstand erwartet. Sie keinen Lobby haben und mit ihrer Meinungsfreiheit hinterm Berg halten müssen. Sie waren Jahrzehnte wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft und brave Steuerzahler. Bis dann der Tag der persönlichen Katastrophe kam, der sie aus dem Arbeitleben warf. Bei promineneten werden solche Ereignisse wie Krebs, Herzinfarkt oder andere schwere Krankheiten tagelang gross in den Schlagzeilen behandelt.

«Wirklichkeitsfremd»

Wobei es einen kleinen aber entscheidenden Unterschied gibt. Es ist schon klar, dass ich in einem geordneten Leben mit gutem Einkommen besser versorgt werde, als viele in ihrem sozialen Umfeld. Damit die Rechnung mit der 6. IV-Revision aufgeht, müssten innert sechs Jahren 16'000 IV-Rentner und -Rentnerinnen wieder eine Anstellung finden. Denn das grösste Sparpotenzial liegt mit 231 Millionen Franken bei der Aufhebung von 12'500 Vollrenten. Ist das realistisch? In grossen Teil der Fälle ein Verstoss gegen die Menschenwürde verdienter Arbeitnehmer. Wobei da noch die Arbeitslosenzahlen und Working-Poorquoten wären. Man kann sich nicht des unguten Gefühls erwehren, hier wird gehandelt als würden Blinde von Farbe sprechen (ohne diesen nahe zu treten). Solange man nicht selbst betroffen ist, entscheidet man nach Parteilinie und Lobby. Der Mensch (auch Wähler) rückt dabei an die zweite Stelle (bis zur nächsten Wahl). Ja jetzt spricht man sogar von Versteuerung der Sozialleistungen. Hinter den Kulissen werden ganz pragmatische Allianzen geschmiedet.

«Wir können das besser»

Der Luzerner Ex-Unternehmer Otto Inneichen kann sich eine Zusammenarbeit mit der IV gut vorstellen, wie er sagt. Zumal er dies auch in der Vergangenheit schon gemacht hat. Er hat mehrere Projekte zur Integration aufgegleist. Ja aber. Doch viele Projekte sind des Hasens Tod. Als Pensionist und umtriebiger Nationalrat denkt er dabei an sein jüngstes Projekt namens «Speranza 50+», welches für über 50-jährige Erwerbslose gedacht ist. Er ist sicher, «dass man 60 Prozent aller IV-Rentner integrieren könnte, wenn man ihnen die Chance gäbe, einen Monat lang im Unternehmen zu schnuppern». Man müsse die Integration pragmatisch vorantreiben. Mit diesem Gedankengut gehört der Mann an die Spitze der IV. Denn dann könnten in seinen Billigläden nicht einmal die Ärmsten im Lande mangels Geld mehr poasten.

Untaugliche Rezepte gegen die IV-Schulden

Würden Arbeitgeber mehr behinderte Menschen einstellen, wenn die Firmen dadurch Vorteile hätten? Peter Wehrli vom Behindertenverband Selbstbestimmtes Leben sagt: “Nein!“.

Überlastete IV

Dem Problem der IV-Überschuldung sei mit den Revisionen nicht beizukommen, glaubt Wehrli. «Die Gesellschaft delegiert alle Fragen im Umgang mit Behinderten der IV, damit ist die Versicherung völlig überlastet.» Beim Thema Gleichstellung herrsche der Tenor: Das gehört in den Bereich der IV. Eigentlich sei es aber Aufgabe der Politik. Er versteht nicht, warum sich der Bundesrat nicht am US-amerikanischen System orientiert, das Diskriminierung im Keim zu ersticken.

Jeder Behinderte hat ein Anrecht auf ein menschenwürdiges Lebensdasein. Ob es der Politik passt oder nicht. Sonst müsste man den Artikel 1 der Eidg. Verfassung ändern. Abgesehen von der Würde der Menschen. Transportierte Vorurteile sind der Sache ebenso wenig dienlich.

Freitag, 17. Dezember 2010

Per Rechnung – geht nicht, oder wenn, dann ………

Die Elektronik- und IT-Branche soll ja heuer zum Geschenkfest boomen wie Schummi in der Box. Bei einigen Händlern hängt schon für bestimmte Handy-Modelle die Ausverkaufsfahne im Schaufenster. (Trotz undurchsichtiger Handyverträge)

Umgekehrt schwillt der Postkarten über vor Werbung. Aber auch bei der digitalen Post geht es via E-Mails rund. Auf den ersten Blick einen lästige Angelegenheit. Bei der nächsten Papiersammlung darf man schon ruhig ein Viertelstündchen mehr an Zeit einplanen. Aber es lohnt, man kann grosse Summen sparen. Bei Durchsicht der diversen Weihnachtsaktionen sieht man erst, mit welchen Spannen und Tricks manche Händler arbeiten. Z.B. haben wir im kleinen Rahmen für unsere Leser und Freunde probiert, via Rechnung Online einzukaufen. Frei nach dem Gedanken, ich möchte zuerst sehen was ich bezahle.

Techmania.ch ist ja bei Preisvergleichen oft im Spitzenfeld der Preissuchmaschinen zu finden. Nur, der Preis ist nicht alles. Anstandslos nimmt man zwar die Bestellung entgegen. Ja sogar Bezahlung via Rechnung wäre möglich. Doch am nächsten Tag kam eine Mail, dass die Bezahlung per Rechnung nicht möglich wäre. Man habe uns als Kunde via Inkassobüro I. und noch anderen Faktoren überprüft und uns als nicht vertrauenswürdig eingestuft (?). Die Bestellung ginge nur per Vorauskasse oder via Nachname. Das war dicke Post und üble Nachrede. Das sich Firmen heute im Internetdschungel absichern wollen, kann man ja bis zu einem gewissen Grad verstehen. Aber so geht es auch nicht. Sofort liessen wir eine Anfrage an das ausgewiesene Inkassobüro von wegen Datenschutz los, weil ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, irgendwo betrieben worden zu sein. Eigentlich müsste mir das bekannt sein. Leicht erregt rief ich den Geschäftsführer an. Ja das würde bei Neukunden automatisch von einem speziellen Programm erledigt. Deshalb auch die lange Aufstellung von möglichen Gründen, warum man so handelt. Er könne das auch nicht so genau sagen, wie das läuft. Ich ebenso wenig. Bestellung storniert und abgehackt. Nicht so mit den braven Leuten die ihr Geld los werden möchten.

HP hat ja einen ganz sonderbare Einstellung um seinen Kunden einer Prüfung zu unterziehen. Einerseits war die Dame sehr unfreundlich und zweitens schön genervt. Es war 15 Minuten vor 12. Bei HP können Bildungseinrichtungen und im Handeslregister eingetragene Firmen per Rechnung bestellen. Ja aber warum wurde dann die Bestellung nicht angenommen? Im Telefonbuch sei unter der angegebenen Nummer nur ein Name und keinen Firma angegeben. Was im Klartext heisst – sollten sie ein sogenanntes stilles Gewerbe von zu Hause aus betreiben und die Firma nicht explizit ausgewiesen sein, geht bei HP nichts. Trotz Handelsregistereintrag. Wie ist das denn bei den vielen Lehrern, die noch dazu grosse Rabatte einstreichen. Hier wäre eine Nachschulung notwendig.

Limite und Nebenkosten

Aber es gab auch durchaus Online-Firmen, die anstandslos per Rechnung versendeten. Die Beträge sind durchschnittlich bei ca. Fr 2.500.- limitiert. Eine kleinen Auswahl : PCP.ch, Pearl.ch, Microspot.ch, Brack.ch u.v.a.m.. Ärgerlich – Preis und Leistung sind nicht das Gelbe vom Ei. Es wird zwar vor Weihnachten gratis versendet und die Post liefert bis fast 18 Uhr aus, so kommen bei manchen Firmen unverständliche Gebühren wie für Bearbeitung, Verpackung, Transportversicherung usw. dazu. Das kann gut und gerne mal FR 40.- ausmachen. Bei ein paar Versendern kann man mit FR 15.- per Nachname bezahlen. Nur bei der SWISSCOM wären es in diesem Fall Fr 18.-.

Ja und die lokalen Händler. Weihnachtszeit ist Lagerverkauf. Zumindest wird hier via Preis und Zusammenstellung das Lager geräumt und verbaut. Preisvergleiche sind da selten zielführend. Unser beliebte Firma FUST schiesst wie immer den Vogel ab. Das Samsung Galaxy Tab 1000 (Tablet) bekommt man da um fast unschlagbare FR 999.- mit Preisgarantie. Microspot.ch Online gibt es da schon stark billiger. Hier koste der Galaxy 1000 nur FR 730. -. Am Dienstag sogar unter FR 700.- via Aktion. Da bleibt noch Geld für einige Weihnachtsgeschenke. Post im Briefkasten kann also durchaus lohnen. Gerade in Zeiten wie diesen. Ich persönlich werde mich beim Onlineeinkauf noch mehr zurückhalten. Denn bevor ich das Ding nicht in Händen halte, gibt es keine Kohle. Ja sonst. Muss ja nicht.

Abwarten was das neue Jahr bringt. Apples Tablet 2 steht angeblich für den Februar schon in den Startlöchern. Ja und Laptops sind der grosse Renner. Jetzt sollte Bill Gates nur mal seine Softwarepreise anpassen. HP seinen Service wieder extrem verbessern und Apple seine Supportmitarbeiter öfters ob deren Aussagen kontrollieren. Aber das wären wieder viele andere Geschichten.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

iPhone-Hülle made by Heuss

Stefan Heuss: iPhone-Hülle

Wie bastele ich eine iPhone-Hülle für Papi`s iPhone zum Weihnachtsfest. Kreativ und nicht allzu teuer.


Quelle : Giacobbo / Müller SF Schweiz

Dürfen Männer Monatsbinden tragen ?

Ein etwas anderer Erfahrungsbericht (freigegeben ab 16 )

Antwort: Ja wenn sie müssen. Oder anders gesagt, es gibt Situationen wobei man die Damenbinden zweckentfremdet, um sie auch als Mann zu verwenden. Dies hat aber mit den monatlichen Zyklus einer Frau eher weniger zu tun.

Eines Vorab. Was die Werbung betrifft, hier wird gross gelogen. Weil Sie können als Bindeträger weder reiten (wenn sie es schon vorher nicht konnten). Nichtschwimmer werden ebenso wenig zum Leistungsschwimmern und all die anderen Sachen wie Golfen, Joggen und was man mit den Dingern angeblich lt. Werbung sonst anstellen kann, sind nur bedingt möglich. Was bleibt -  dass Ganze ist ein heikles und nicht alltägliches Thema.

Was die männlichen Träger allerdings zuerst enttäuscht, ist die miese Qualität der Binden. Da retten auch keine Flügerl oder bestimmte Anpassungen an die Unterhose. Vielleicht haben wir dazu im Vorfeld zu wenig geforscht. Deshalb wissen wir nicht genau, wie lange Frau zeitmässig ein solches Ding im Höschen trägt. Aber mehr als ein paar Stunden halten sie dem Bewegungsdrang sicher nicht stand und beginnen sich in Einzelteile aufzulösen. Von wegen reiten, Golfspielen usw. All das sollte damit möglich sein. Ob in diesem Stadium dann noch der volle Saugschutz gegeben ist, entzieht sich unserem einfachen Testaufbau. Mangels Tinte konnten wir hier keine aussagekräftigen Tests zur Kontrolle durchführen.

Wobei dieser Artikel durchaus einen ernsten Hintergund hat, denn man nicht so einfach ins Lächerliche ziehen darf. Das ist einen todernste Sache. Um das vielleicht besser zu verstehen, noch ein paar ergänzende Fakten. Der Vorteil der Dinger ist, dass man sie sowohl vorne als auch hinten tragen kann. Sie passen sich soweit der natürlichen Wölbung an der Mitte des Körpers an dieser Stelle an. Zum Einsatz kommen sie nach einem medizinischen Problem. Salopp gesagt, i konkreten Fall ein Schliessmuskel der nicht mehr so 100% schliesst, wie er sollte. Mal klappt es, mal lässt dieser kleinere Inkontinenzen durch. Bei schwer herzkranken Menschen ist es nun leider so, dass man an ihnen keine Operationen mehr durchführt, die eine Narkose oder Teilnarkose erfordern. Im Prinzip einen sehr schmerzhafte Situation im Alltag. Umsomehr, wenn auch eine notwendige Hüftoperation solcherart scheitert und es mit der Fortbewegung nicht mehr so richtig klappt.

Die Binden erfüllen in diesem Fall eher den Zweck eines Sicherheitsfallschirms. Sonst Sie sind ursächlich für den eigentlichen Zweck der Aufnahme von Flüssigkeiten bestimmt. Bei allzu viel Bewegung lösen sie sich allerdings bald in ihre Einzelteile auf. Zusätzlich kleben sie überall, nur nicht dort wo sie haften sollten. Für Sitzpinkler oft etwas mühsam. Allerdings haben wir nur Binden von Aldi, Migros und Coop eingesetzt. Die Version Tanga haben wir von Haus aus nicht in die engere Wahl gezogen. Die bekannte Marke mit den Flügerln (nicht Red Bull) hätte unser Budget gesprengt. Als Zwischenlösung vor den original Gesundheits-Windelhosen für Inkontinenz aus der Apotheke, erfüllen die Damenbinden somit den geschilderten Zweck.

Wieder ein Punkt mehr, was Männer neben weinen, schnarchen und raunzen dem zu Folge noch dürfen. Und vor allem warum Männer auch Binden tragen können, obwohl sie die Wechseljahre schon hinter sich haben. haben wir somit geklärt. Grüsse an dieser Stelle mangels Papas an den geschätzten Mama-Blog. Die beiden Blogbetreiberdamen wurden übrigens dieser Tage mit dem Journalistenpreis ausgezeichnet. Wir wünschen weiterhin gesunde, ruhige Adventtage.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Lebensbedingungen in der Schweiz 2009 - ein frohes Fest

Lebensbedingungen in der Schweiz 2009

Die Erhebung über die Einkommen und die Lebensbedingungen (SILC, Statistics on Income and Living Conditions) ermöglicht es, zum ersten Mal in der Schweiz die Lebensbedingungen auf breiter Basis zu untersuchen, indem Informationen über das Wohlbefinden und die Einkommensverteilung kombiniert werden. Im Jahr 2009 waren drei von vier Personen nach eigenen Aussagen mit ihrem Leben sehr zufrieden. Demgegenüber waren 6,7 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz von starker materieller Entbehrung betroffen. Die Armutsgefährdung hängt von der berücksichtigten Armutsgefährdungsschwelle ab: Mit der Schwelle der Europäischen Union beträgt die Armutsgefährdungsquote in der Schweiz 14,6 Prozent, während es mit jener der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) 8,0 Prozent sind.

Ungleichheiten bei der Einkommensverteilung

Die Ungleichheiten bei der Einkommensverteilung werden aufgrund des verfügbaren Äquivalenzeinkommens ermittelt. Dieses wird wie folgt berechnet: Die obligatorischen Ausgaben werden vom Gesamteinkommen des Haushalts abgezogen, und der sich daraus ergebende Saldo wird durch die Äquivalenzgrösse des Haushalts geteilt. Damit dient das verfügbare Äquivalenzeinkommen unabhängig vom Haushaltstyp als Mass für den Lebensstandard der betrachteten Personen.
Das Medianeinkommen teilt die in aufsteigender Reihenfolge geordneten Einkommenswerte in zwei gleich grosse Teile: Für die eine Hälfte der Bevölkerung liegt das verfügbare Äquivalenzeinkommen über dem Medianeinkommen, für die andere Hälfte ist es darunter angesiedelt. 2009 betrug der Median des verfügbaren Äquivalenzeinkommens 47'840 Franken pro Jahr. Damit besass die wohlhabendere Hälfte der Bevölkerung ein 2,3-mal höheres verfügbares Äquivalenzeinkommen als die einkommensschwächere Hälfte.

Finanzielle Armutsgefährdung

In der Schweiz leitet sich die Definition der absoluten Armutsschwelle von den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe ab, während die Armutsgefährdungsschwelle international definiert wird: Vereinbarungsgemäss setzt die Europäische Union (EU) diese Schwelle bei 60 Prozent des Medians des verfügbaren Äquivalenzeinkommens an. Zur Veranschaulichung: Die Armutsgefährdungsschwelle lag 2009 bei 28'700 Franken Jahreseinkommen für eine Einzelperson und bei 60'270 Franken Jahreseinkommen für zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren.
Im Jahr 2009 waren 14,6 Prozent der in der Schweiz lebenden Bevölkerung armutsgefährdet, d.h. fast jede siebte Person. Zu den am stärksten armutsgefährdeten sozialen Gruppen gehören Personen in Einelternfamilien (31,7%) oder kinderreiche Familien (27,2%), aussereuropäische Staatsangehörige (30,5%), Erwachsene ohne nachobligatorische Ausbildung (25,0%), Erwerbslosen (23,8%) und schliesslich Kinder von 0 bis 17 Jahren (18,3%). Die 65-Jährigen und Älteren weisen ebenfalls eine sehr hohe Armutsgefährdung auf (26,4%) – insbesondere wenn sie alleine leben (32,8%). Allerdings greifen auch besonders viele unter ihnen auf ihr Vermögen zurück, um ihre laufenden Ausgaben zu decken (18,3%; verglichen mit 8,3% der Gesamtbevölkerung). Da jedoch der Rückgriff auf das eigene Vermögen nicht ins verfügbare Äquivalenzeinkommen einbezogen wird, bleiben entsprechende Situationen von der Schätzung der Armutsgefährdung ausgeschlossen.......................................


Bundesamt für Statistik

Dienstag, 14. Dezember 2010

Jetzt Mietzinssenkung verlangen !

Der Referenzzinssatz ist nochmals um 0.25% auf 2.75% gesunken, gültig ab 2. Dezember 2010. Dieser Zinssatz ist massgebend für die Berechnung der Mietzinse. So tief war er noch nie. Somit haben fast alle Mieterinnen und Mieter eine Senkung zugut. Der MV empfiehlt, anhand der eigenen Vertragsbedingungen zu überprüfen, ob ein Senkungsbegehren gestellt werden kann. ( Mietzinsberechnung )

by Mieterverband Schweiz

Herz sei Dank - Europäisches Freiwilligenjahr 2011

Freiwilligenarbeit in der Schweiz

Was ist Freiwilligenarbeit?


Freiwilligenarbeit umfasst Tätigkeiten, in denen Menschen freiwillig und gratis Zeit und Energie aufwenden, um sich für andere einzusetzen und einen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten. Freiwilligenarbeit wird für Personen und Organisationen ausserhalb des eigenen Haushalts erbracht. Haus- und Familienarbeit wird zwar ebenfalls unbezahlt geleistet, jedoch nicht zur Freiwilligenarbeit gezählt. Wir unterscheiden formelle und informelle Freiwilligenarbeit: formell bedeutet ein Engagement innerhalb von Organisationen, Vereinen und Institutionen. Informelle Freiwilligenarbeit umfasst überwiegend persönliche Dienstleistungen für andere.
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Welchen Wert hat die Freiwilligenarbeit für unsere Gesellschaft?

Freiwilligenarbeit ist ein tragendes Fundament der Schweiz, fest in unseren gesellschaftlichen und politischen Strukturen verankert. Spezifisch schweizerische Institutionen wie Milizsystem, Föderalismus und direkte Demokratie sind ohne die hoch entwickelte Freiwilligkeit kaum denkbar. Gleichzeitig trägt Freiwilligenarbeit dazu bei, dass die Menschen in der Schweiz für den Dienst am Gemeinwohl geschult und sich gewöhnt sind, ihren Beitrag an öffentliche Aufgaben zu leisten.Gäbe es nicht so viele Freiwillige, würden Sport- und Sozialwesen, der Kulturbereich sowie andere öffentliche Einrichtungen empfindlich geschwächt.

Wie gross ist der Umfang der Freiwilligenarbeit in der Schweiz?

Die Freiwilligen leisten in der Schweiz insgesamt rund 700 Millionen Arbeitsstunden pro Jahr. Etwa die Hälfte fällt auf die formelle, die andere Hälfte auf die informelle Freiwilligenarbeit. Zum Vergleich: Im gesamten Gesundheits- und Sozialwesen in der Schweiz werden jährlich 706 Millionen Stunden (bezahlte) Arbeitsstunden geleistet.

Das Niveau der Freiwilligkeit ist auffallend stabil. Allerdings ist in den vergangenen Jahren das informell freiwillige Engagement leicht zurückgegangen. Davon betroffen sind weniger klassisch gemeinnützige Tätigkeiten als vielmehr solche, die den Spass und Austausch mit anderen zum Inhalt haben. 

Eine Aktion von MIGROS - Kulturprozent zum Europäischen Freiwilligenjahr 2011

Montag, 13. Dezember 2010

Strafnorm gegen die organisierte Kriminalität hat sich bewährt

Bundesrat will Bundesgerichtsbarkeit erweitern

Die Strafnorm gegen die organisierte Kriminalität hat sich grundsätzlich bewährt und ist nicht revisionsbedürftig. Um Probleme bei der Bekämpfung von Formen organisierter Kriminalität unterhalb der Schwelle dieser Strafnorm zu beheben, soll die Bundesgerichtsbarkeit erweitert werden. Dies schlägt der Bundesrat in einem am Freitag veröffentlichten Bericht vor.

Die 1994 eingeführte Strafnorm gegen die organisierte Kriminalität (Art. 260ter StGB) hat sich durchaus als wirksam erwiesen und bis Ende 2007 zu 38 Verurteilungen geführt. Sie weist weder Mängel noch Lücken auf und bildet zudem einen sorgfältig abgestimmten Kompromiss in der heiklen Frage der Vorverlagerung der Strafbarkeit. Der Bundesrat gelangt in seinem aufgrund verschiedener parlamentarischer Vorstösse erstellten Bericht zum Schluss, dass keine Änderung der geltenden Strafnorm erforderlich ist.

Probleme in der Praxis

Schwierigkeiten bei der Bekämpfung von Formen organisierter Kriminalität, die nicht oder nur teilweise die Merkmale einer kriminellen Organisation gemäss Art. 260ter StGB aufweisen, sind nicht primär darauf zurückzuführen, dass sie durch die bestehenden Strafnormen unzureichend oder gar nicht erfasst würden. So können zum Beispiel illegale Aktionen von Tierschutzextremisten, die den Anstoss zu den parlamentarischen Vorstössen und dem vorliegenden Bericht gegeben hatten, insbesondere gestützt auf die Strafnormen gegen Nötigung (Art. 181 StGB) und Drohung (Art. 180 StGB) geahndet werden. Eine rechtzeitige, umfassende, wirksame und nachhaltige Bekämpfung solcher Kriminalitätsformen wird vielmehr wegen der in diesem Bereich unklaren Abgrenzung zwischen Bundesgerichtsbarkeit und kantonaler Gerichtsbarkeit erschwert.

Meinung der Kantone wird eingeholt

Der Bundesrat beabsichtigt deshalb, die bestehende Bundesgerichtsbarkeit auch auf solche kriminelle Vereinigungen zu erweitern, die unterhalb der Schwelle von kriminellen Organisationen i. S. von Art. 260ter bleiben, wobei eine Lösung analog zur bereits bestehenden fakultativen Bundesgerichtsbarkeit bei Wirtschaftskriminalität im Vordergrund steht. Voraussetzung für die Übernahme des Strafverfahrens durch die Bundesanwaltschaft wäre namentlich, dass die strafbaren Handlungen zu einem wesentlichen Teil im Ausland oder in mehreren Kantonen (ohne eindeutigen Schwerpunkt) begangen wurden und dass keine kantonale Strafverfolgungsbehörde schon mit der Sache befasst ist. Nicht unter die neue Bundeszuständigkeit fiele die einfachere Bandenkriminalität (z.B. organisierte Kriminaltouristen und Seriendelinquenten). Da die ins Auge gefasste Ausweitung der Bundesgerichtsbarkeit direkte Auswirkungen auf die Kantone hätte, wird der Bundesrat vor der Ausarbeitung einer Gesetzesvorlage die Meinung der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) einholen.

Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement
Internet: http://www.ejpd.admin.ch

Samstag, 11. Dezember 2010

Kurz und knapp - Kalorien

Ernährungspyramide auf einen Blick


Fotoquelle : Fonds Gesundheit Österreich:  http://www.goeg.at/

(Vergrössern anklicken)

Freitag, 10. Dezember 2010

„Von Arbeit muss man leben können“

Aber nicht im Deutschen Bundestag

Sie arbeiten an den Eingangsschleusen, im Fahrstuhl oder in der Reichstagskuppel: die Mitarbeiter privater Wach- und Sicherheitsunternehmen im Deutschen Bundestag. Viel Verantwortung, aber kaum Geld zum Leben. Ohne Tarif gab es im letzten Jahr 5,50 Euro pro Stunde. Seit Anfang des Jahres gilt ein Tariflohn von 6,25 Euro Brutto. Viele können ihren Lebensunterhalt trotz Vollzeitstelle damit nicht bestreiten. Sie müssen zusätzliche Unterstützung vom Staat beantragen. Staatliche Leistungsempfänger selbstgemacht - unter dem Dach des Deutschen Bundestages. [zum Beitrag]


ARD-Mediathek

Verbrauchsvorschriften für Elektrogeräte

Bundesrat verlängert Übergangsregelung

Für Haushaltgeräte, elektronische Geräte und Elektromotoren gelten seit 1. Januar 2010 neue oder verschärfte Vorschriften zum Stromverbrauch. Aufgrund einer Übergangsbestimmung dürfen Händler und Hersteller ihre Lagerbestände, die vor Ende 2009 importiert oder in der Schweiz hergestellt wurden und den neuen Vorschriften noch nicht entsprechen, bis Ende 2010 verkaufen. Der Bundesrat hat nun entschieden, diese Übergangsbestimmung bis Ende 2011 zu verlängern. Die entsprechende Änderung der Energieverordnung tritt auf den 1.1.2011 in Kraft.

Am 24. Juni 2009 hatte der Bundesrat die strengeren Verbrauchsvorschriften im Rahmen einer Revision der Energieverordnung verabschiedet. Da sich in den Lagern der Schweizer Händler und Hersteller per 1. Januar 2010 noch nicht-konforme Lagerbestände mit einem Warenwert von über 100 Millionen Franken befanden, gewährte der Bundesrat eine Übergangsfrist für den Abverkauf dieser Geräte bis Ende 2010. Heute hat der Bundesrat entschieden, diese Übergangsregelung bis Ende 2011 zu verlängern. Damit ermöglicht er insbesondere dem Kleingewerbe den Verkauf allfälliger noch vorhandener, nicht-konformer Lagerbestände.

IM: Halbherzig wie immer !!! Entweder oder ! Abgesehen davon sind die Geräte nicht auf dem neuesten technischen Stand. 

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Per 1. Januar 2011 gelten die folgenden Steuersätze:

Mehrwertsteuer-Erhöhung: Auswirkung auf die Preisanschrift von Waren und Dienstleistungen

Am 1. Januar 2011 tritt die Mehrwertsteuer-Erhöhung in Kraft. Gemäss der Preisbekanntgabe-Verordnung (PBV) muss der tatsächlich zu bezahlende Preis von Waren und Dienstleistungen für die Konsumenten und Konsumentinnen klar ersichtlich sein. Was müssen Anbieter hinsichtlich der Steuersatzänderung bei der Preisanschrift beachten?

Die Änderung des Mehrwertsteuersatzes tritt per 1. Januar 2011 in Kraft. Die Anbieter haben Zeit, innert drei Monaten nach deren Inkrafttreten die Preisanschrift anzupassen. Im Sinne der Transparenz und der Preisklarheit, sind die Konsumenten während dieser Frist mit einem gut sichtbaren Hinweis darüber zu informieren, dass im angegeben Preis die Steuersatzänderung noch nicht berücksichtigt ist.

Per 1. Januar 2011 gelten die folgenden Steuersätze:

Der Normalsatz (aktuell 7,6%) wird um 0,4% auf 8% erhöht
Der reduzierte Satz für die Güter des täglichen Bedarfs (aktuell 2,4%) wird um 0,1% auf 2,5% erhöht
Der Sondersatz für Beherbergungsleistungen (aktuell 3,6%) wird um 0,2% auf 3,8% erhöht.

Falls für 2011 bereits publizierte Preiskataloge noch die alten MwSt-Sätze enthalten, sind die Konsumentinnen und Konsumenten auf klare und deutlich sichtbare Weise mittels Aufkleber oder Prospektbeilage darüber zu informieren, dass die in den Preisen enthaltene MwSt nicht mehr aktuell ist (7,6% neu 8% ; 2,4% neu 2,5% ; 3,6% neu 3,8%).

Die Kontrollen über die korrekte Preisanschrift am Verkaufsort und in der Werbung sind den kantonalen Gewerbepolizeistellen übertragen. Dort können auch Auskünfte eingeholt werden. Die kantonalen Vollzugsstellen können bei Widerhandlungen Verzeigungen vornehmen. Die PBV lässt Bussen bis zur Höhe von 20‘000 Schweizerfranken zu.


Staatssekretariat für Wirtschaft

Internet: http://www.seco.admin.ch

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Lidl beschliesst Sozialpartnerschaft

Neue Sozialpartnerschaft im Detailhandel

Als erster Discounter in der Schweiz geht LIDL eine Sozialpartnerschaft mit Syna und KV Schweiz ein. Der LIDL-GAV senkt u.a. die wöchentliche Arbeitszeit auf 41 Stunden pro Woche und schreibt Referenzmindestlöhne für alle Angestellten vor. Der Vertrag tritt am 1. März 2011 in Kraft.Heute Morgen haben die Sozialpartner LIDL, Syna und KV Schweiz ihren während der vergangenen Monate erarbeiteten GAV unterschrieben.

Die von LIDL vorgeschlagene und von den Sozialpartnern wohlwollend aufgenommene Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von bisher 42 Stunden auf 41 Stunden gilt für alle Unternehmensbereiche und liegt somit unter dem Branchendurchschnitt. Ausserdem legt der LIDL-GAV die Mindestlöhne verbindlich fest. Der Mindestlohn (Referenzmindestlohn, Vollzeit, x13) liegt für 20-jährige, ungelernte Angestellte bei 3800 Franken. Bei Mitarbeitenden mit funktionsbezogener Berufserfahrung und einer zweijährigen Grundausbildung sind es mindestens 3950 Franken, mit dreijähriger Grundausbildung mindestens 4100 Franken. Die Sozialpartner haben zudem jährliche Lohngespräche vereinbart.

Alle Mitarbeitenden erhalten fünf Wochen Ferien, für Lernende und Angestellte über 50 Jahre gelten neu sechs Wochen Ferien. Beim Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub konnten ebenfalls Lösungen vereinbart werden, die über dem gesetzlichen Minimum liegen.

Beibehalten wird die fortschrittliche BVG-Lösung von LIDL. Da im Detailhandel Teil­zeitpensen verbreitet sind, wird bei der zweiten Säule bewusst auf den Koordinations­abzug verzichtet. Dadurch wird sichergestellt, dass sich auch Teilzeitangestellte eine Altersvorsorge erarbeiten können.

Der Gesamtarbeitsvertrag gilt für Lernende und alle Angestellten (ohne Kader), unabhängig vom Arbeitspensum. Er tritt am 1. März 2011 in Kraft und gilt für drei Jahre; danach verlängert er sich ohne Kündigung jeweils um ein weiteres Jahr. Es ist der erste gesamtschweizerische GAV, der mit einem Discounter abgeschlossen wurde. (Logo geschützt)
GAV zwischen LIDL Schweiz, Gewerkschaft Syna und KV Schweiz


IM: Irgendwie erscheint mir diese ganze Sache als Mogelpackung. Vollzeitstellen sind ja eher selten. 

Dienstag, 7. Dezember 2010

Wohnbautätigkeit im 3. Quartal 2010 (provisorische Daten)

Rückgang der neu erstellten Wohnungen
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Im 3. Quartal 2010 wurden gemäss den Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) in der Schweiz 9570 Wohnungen neu erstellt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht dies einem Rückgang von 7,5 Prozent. Ende September 2010 befanden sich 70'160 Wohnungen im Bau, was im Jahresvergleich einer Zunahme von 12,5 Prozent entspricht. Die Zahl der von Juli bis September 2010 baubewilligten Wohnungen blieb gegenüber dem Vorjahresquartal mit 12’610 Einheiten konstant.


Danke , es reicht !

Risiko-Dialog 

Thomas Gottschalk ist Medienprofi und sich als solcher durchaus bewusst, wie er die längst überfälligen Samstagabendschau "Wetten dass" in Ruhe ausklingen lassen könnte. Aber er scheint nicht los lassen zu können. Wiederkehrende internationale Stars sind der falsche Weg. Damit lockt man keine Oma hinter den Ofen hervor. Die Sendung stammt noch aus einer Zeit, wo die Privaten keinen Quotenhimmel trübten. 

Ehrlich gesagt hatte die Sendung am Anfang auch mehr Pfiff und verkommt immer mehr zu einer Bühne der Selbstdarstellung sogenannter Prominenter, Politker, Schauspieler und Entertainer. Den gebotenen Musikgeschmack des alternden Showstars verstehe ich persönlich schon lange nicht mehr. Vielleicht sein persönliches Vehikel, sein Geschmack um vergangene Jugend zu kompensieren. Solange die Sendung noch zweistellige Quoten liefert, geben die Indentanten der öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten Ruhe und müssen sich keinem politischen Druck der Medienpolitiker beugen. Den letzten Sendungen drohte aber Ungemach von seitens des Poptitanen Bohlen auf RTL. Filmpremieren, halbnackte Künstlerinnen, belanglose Plaudereien, das fünfte vorgestellte Buch von wiederholt eingeladener Dauergästen auf dem bekanntesten Sofa der Nation, brachten auch nicht den gewünschten Schwung zurück. Fad. Peinlich das Gegrapsche. Einzig die Wetten waren Fixpunkte dieser Familiensendung, die ansonsten durchaus keine Generationen mehr am heimischen TV vereinte. Da schlägt nichts mehr auf, wie man heute im Youngster-Jargon zu sagen pflegt. Die Jugend zieht es in die Diskotheken. Die Alten eher ins Bett.

Sportliches Risiko begleitete schon immer die ein oder andere Wette. Doch es ging vor den Kameras fast 29 Jahre gut. Bis auf einen Beinbruch und kleinere Verletzungen. Und jetzt diese Samstagsendung. Diese Wette. Der junge Mann wusste, welches Risiko er eingeht. So, wie zahlreiche Artisten, Skifahrer und Stuntmans alle Tage sich in umittelbare Gefahr begeben. Der Unfall ist tragisch. Die Folgen für den 23-jährigen heute noch nicht abschätzbar. Aber hätte man im Vorfeld nicht die Notbremse ziehen müssen. Ja es waren Sekunden des Entsetzens. Immer wieder in Bild und Ton gezeigt. 100 % Sicherheit wird es nie geben. Das wussten alle. Auch der Kandidat selbst. Persönlich würde ich ihm wünschen, mit einem blauen Auge davonzukommen. Ferndiagnosen wurden schon genug gestellt. Jedenfalls wird es ein steiniger, schmerzvoller Weg.

Gott und die Welt gibt derzeit Kommentare zu dem Unfall ab. Viele fühlen sich berufen, dass sie die Gefahr dieser Wette richtig einschätzen hätten können, wenn man sie nur lassen hätte. SF strich jetzt sogar einen ähnlichen Auftritt. Die Wette entspricht dem momentanen, risikofreudigen Trend der Samstagabend-Sendungen um wieder mehr Zuschauer vor die Geräte zu locken. Auf der einen Seite die Produktionsfirmen, die aus dem Vollen schöpfen möchten. Auf der anderen Seite Kandidaten, die um ein Butterbrot ihre Gesundheit aufs Spiel setzen. Ein Spagat wie wir ihn bereits aus unserem Alltagsleben kennen. Die Produzenten kassieren. Die Kandidaten krampfen. Ist Berühmtheit heute wirklich das Mass aller Dinge, um Dasein und Lebensqualität zu verbessern. In zu sein. Der Aufstieg geht schnell. Die Faktoren dazu sind zwar unberechenbar, selten verständlich und nicht immer von Leistung abhängig. Abwärts geht es dann umso schneller. Wenn man die Zuwendungen der Medien verloren hat, so hat man fast alles verloren. Beispiele dafür gab es in der Vergangenheit genug. Auch grosse Schlagerstars blieben davon nicht verschont und beendeten ihr Leben in bitterer Armut (jüngst P. Hoffmannn).

Was SPD-und Medienpolitiker Kurt Beck (Rheinland-Pfalz Ministerpräsident und im ZDF Vorsitzender des Verwaltungsrats) dazu treibt, plötzlich über "Nervenkitzel, Waghalsigkeit und Quote" zu reden, ist nicht ersichtlich. Was kann uns noch mehr ekeln als Dschungelcamp, Big Brother und wie die Formate alle heissen. Meines Erachtens bleibt der Bildungsauftrag aller TV-Anstalten schon lange weit hinter dem, was sich der Seher erwartet. Ein sachlicher Diskurs über öffentlich-rechtliche Inhalte und das Angebot kommerzieller TV-Anbieter fehlt. Man möchte einerseits gerne gut ausgebildeten Computerfachleuten für die Wirtschaft. Nur wo sind die entsprechenden Sendungen dazu, welche die jungen Menschen dazu animieren, künftig in die IT-Welt einzusteigen. Sie sind nach und nach still vom Bildschirm verschwunden.

Laut Prof. Dr. Pannen- einem der behandelnden Ärzte - (Universitätsklinikum Düsseldorf) zeigt Samuel Lebenswillen? In dieser Extremsituation genauso wie wahrscheinlich in anderen Situationen seines künftigen Lebens. Wir wünschen es ihm. Alle anderen halten sich bis dahin mit ihren Wortspenden eher zurück.