Donnerstag, 29. Juli 2010

Spielsucht trieb Arzt zu ungewöhnlichen Hausbesuchen

Tagsüber war er ein normaler Spitalsarzt in Wien. Nachts brach er in die Wohnungen seiner Patienten ein und wurde so zum Kriminellen. Er plünderte deren Ersparnisse. Seine krankhafte Spielsucht trieb ihn zu diesen Taten.

Vor allem Geld und Schmuck im Wert von 500.000 Euro hat der Mediziner erbeutet, um dann beim Pokerspielen wieder zu verlieren. Auch eine 96-jährige Kranke hat der Turnusarzt nicht verschont. "Mein ganzes Sterbegeld ist weg. Alles, was ich gespart habe. Jetzt muss ich von der Gemeinde leben", klagte die Betagte dem Richter ihr Leid.

Um seinen nächtlichen Besuche vorzubereiten, sammelte er Patienten-Klebeetiketten von stationär aufgenommenen Personen und glich sie mit den Patienten-Evidenzlisten ab. Vormittags besuchte er dann die Wohnungen um auszuspähen, ob sie tatsächlcih unbewohnt waren. Nachts kam er dann wieder sich zu bedienen.

Nicht die schlechte Bezahlung war der Auslöser für seinen nächtlichen Zweitberuf. Es begann mit Pokerspielen. Die Verluste häuften sich. Um diese zu kompensieren, lies er alles in den Wohnungen mitgehen was sich zu Geld machen lies. Neben Bargeld, Golddukaten, Schmuck usw. welches er anschliessend verhökerte. Um in die Wohnungen zu gelangen, brach er die Schlüsselkästchen für die Pflegedienste vor dem Wohnungen auf und verschaffte sich so den unerlaubt Zutritt.

Der Lohn seines unmenschlichen Nebenberufs : drei Jahren Haft

Mittwoch, 28. Juli 2010

Das Alter ?


Grossi :"Mein linker Fuss tut immer so weh,, ich weis nicht was das ist Herr Doktor ". "Na, Omi das ist das Alter !" " Unsinn, Alter ! Mein rechter Fuss ist ebenso alt und tut mir gar nicht weh!"

Heuchelei und falsch verstandene Tradition

Diese Woche endete wieder die Tour de France. Genau gesagt am Sonntag – in Wirklichkeit aber aus Tradition schon am Samstag. Diese alte Tradition, das gelbe Trikot auf der letzte Etappe nicht mehr anzugreifen gehört fest zur Tour, wie der Asphalt auf dem sie fahren. Das gibt es in keiner anderen "Sportart".

Am Sonntag landete Ferrari einen umstrittener Doppelsieg in Hockenheim erhitzt noch Tage nachher die Gemüter. Die Italiener verteidigen die Teamorder vehement, Ferrari-Boss Luca di Montezemolo fordert bezüglich des Überholskandals von Hockenheim ein Ende der Heuchelei. Er verteidigt die Taktik seines Rennstalls und meinte am Dienstag: "Solche Dinge sind schon passiert, als ich selbst noch Sportdirektor gewesen bin. Also genug mit der Heuchelei!"

Zwei Sportanlässe der gehobenen Klasse. Zweimal Unverständnis für den kritischen Besucher. Warum endet die Tour nicht auf der Ziellinie, sondern schon einen Tag vorher? Warum gibt es keine adäquate Regelung in der F1, wobei einfach 5 Runden vor Schluss der Führende nicht mehr überholt werden darf. Stattdessen gibt es erhitzte Gemüter von wegen Unsportlichkeit, wenn ein Teammitglied das andere aufgrund einer Stallorder überholt. Skandal und was weis ich noch.

Sind wir uns doch ehrlich. Diese sogenannten Sportanlässe sind eher nur mehr kommerzielle Anlässe, wobei Firmen die kassierten Mehr-Gelder (Sponsering) ihrer Kunden einzelnen Stars in den A... schieben. Sportler, nur mehr mit allen möglichen Tricks den Vorgaben folgen können und deshalb leicht austauschbar sind. Wer wirklich ehrlichen Sport sehen will, der hätte schon Generationen früher auf die Welt kommen müssen. Als Zuschauer bleibt uns nur mehr die Statistenrolle und als Konsument die überteuerten Artikel und Produkte zu kaufen um "IN" zu sein - um den ganzen Zirkus am laufen zu halten.

Für diese "Heuchlerei" müssten wir einen neuen Begriff erfinden, den ich aber hier nicht so öffentlich ins Netz stellen möchte. Oder wir ziehen die Reissleinen und lassen all die Superstars a la Schuhmacher, Woods usw. im Regen stehen. Ob die wohl alternativ Anspruch auf Harz-IV hätten ?

Dienstag, 27. Juli 2010

Ausstand

Protest

Aus Protest

.. gegen die chaotische Medienberichtserstattung zur LoveParade mit voreiliger Schuldzuweisung, reisserischen Schlagzeilen, dem Bildmaterial und mangelnder Recherche der sogenannten "Berufsjournalisten" werden wir im Gedenken an die zahlreichen Opfer und deren Familien für eine Zeit keine Blogeinträge veröffentlichen. Es wurden Bilder und Abläufe geschildert, gedruckt und verbreitet, die nichts mehr mit verantwortlichem Journalismus zu tun haben, sondern wo nur mehr mit Effekthascherei auf Kosten von toten Mitbürgern die Auflagen gesteigert werden sollten. 


Ich kann nur hoffen, dass man diesen traurigen Anlass als Anstoss nimmt, künftig solche Megaveranstaltungen generell zu verbieten. Es muss wieder ein normales Mass gefunden werden und dem Kommerz einiger Weniger ein Riegel vorgeschoben werden. Offenbar sind hier einige Verantwortliche schlichtweg überfordert gewesen und sahen nur ihren Profit auf Kosten des Lebens von durchwegs jungen Menschen. Andererseits hat man die Mahner einfach überstimmt. Selbst müssen wir uns fragen ob diese Art von Megaveranstaltungen noch zeitgemäss sind.

Den angehörigen der Toten unser aufrichtiges Beileid

Blog Infomagazin

Sonntag, 25. Juli 2010

Massenpanik - und nun ?

Es hätte eine grosse Veranstaltung werden sollen. Doch es kam bei der Love Paradein Düsseldorf zur Katastrophe. Die Staatsanwaltschaft hat sich eingeschaltet, prüft die Genehmigungsunterlagen - die Polizei warnte vor der Millionenparty Vorort , scheiterte aber mit einem umfassenden Sicherheitskonzept. Der Kommerz hat wieder einmal gesiegt. Ob er der egentliche Auslöser war, möchte ich an dieser Stelle nicht behaupten. Ein ursächlicher Zusammenhang ist  aber nicht von der Hand zu weisen.

@ Monsieur Fischer Blog : Traurig. Und jetzt machen wieder alle einen auf "sowas von betroffen", die Medien überbieten sich mit Opferzahlen und geschmacklosen Bildern. Mir bleibt ausser einem Kopfschütteln nicht viel... ausser dass ich die Frage stelle, warum das liebe Geld einmal mehr vor der Sicherheit gekommen ist? Es gab - neben dem gesunden Menschenverstand - durchaus Hinweise dass diese Loveparade mit 1,4 Mio Menschen die Dimensionen sprengen könnte.

@Side Effects Blog: Die Duisburger Love-Parade hätte ein Freudenfest werden sollen. Doch eine Massenpanik forderte zehn Menschenleben und mindestens zehn Menschen schweben in Lebensgefahr.

Man könnte hier noch mehr Schlagzeilen und Berichte zu diesem unsäglichen Fest online stellen. Erstens aber waren wir nicht Vorort und zweitens  würde es nichts an dem Verlust von inzwischen 19 Menschenleben ändern. Über Schuld und Unschuld kann man nur spekulieren. Endgültig klären wird sich das nie mehr lassen. Es war einen kommerzielle Veranstaltung und die Versuchung, die Besucher über diesen Tunnel zu ventilieren und einzulassen, damit ja kein Euro verloren geht, war sicher gegeben. Genauso wie man auch wusste, wer die Zielgruppe dieser Love Parade war und dass soviele junge Leute auf engsten Raum ein immenses Sicherheitsrisiko darstellen. Es sei ein Skandal, die Menschen nur durch einen einzigen Zugang auf das Gelände am alten Güterbahnhof zu lassen. "Da ging es doch nur ums Geldmachen. Die Veranstalter haben nicht das geringste Verantwortungsgefühl für die Menschen gezeigt."

Bei allem Wenn und Aber frägt man sich, warum man heute nur mehr Open Airs , Freiluftkonzerte, StreetParade und Konzerte usw. generell nur mehr an den unmöglichsten Orten abhält. Kein See, keinen Alm bleibt vor den Massen verschont. Wobei wir angeblich alle so grün veranlagt sind. Die Tonnen an Müll und diversen Utensilien bleiben in der Landschaft verstreut zurück und es braucht Monate , wenn nicht Jahre bis sich die Flora wieder erholt hat. Können wir nur mehr via lauter Musik, Rekordjagd und Apres Ski Menschen zur Unterhaltung animieren. Je mehr Besucher , desto höher das Risiko einer Panik. All die obergescheiten Analysen machen die Toten auch nicht mehr lebendig.

Genau sowenig wie die Wracks welche man vor Discos abstellt um die Jugendlichen von Alkoholfahrten und Autorennen abzuhalten. Wir sollten nicht richten und vorverurteilen - wir sollten helfen das ganze Dilemma wieder in normale Bahnen zu lenken und dieser Form von einseitigen Kommerz die Latte ganz hoch zu legen, damit solche Schlagzeilen erst gar nicht gedruckt werden müssen.   

Samstag, 24. Juli 2010

Gewerbefreiheit nur ein Phrase ?

Das Bundesgericht hat die nächtliche Schliessung von sieben Zürcher Tankstellenshops besiegelt. Nach Ansicht der Richter in Lausanne kann die Mehrheit der Bevölkerung auf Einkäufe nachts zwischen ein und fünf Uhr verzichten, ohne dies als grossen Mangel zu empfinden. In seinem Entscheid hält das Gericht fest, dass Nachtarbeit nur erlaubt werden kann, wenn sie «unentbehrlich» ist. (Abriss NZZ)

Richter müssen natürlich abends früh ins Bett, damit sie morgens ausgeschlafen und ausgeruht sind, um solche lebensnahe Gesetze beschliessen zu können. Oder man verdient soviel, dass man sich die Pizza nach Hause liefern lassen kann. Man(n)Frau kann sich natürlich darüber streiten ob es tragbar ist, die ganze Nacht Lebensmittel einkaufen zu dürfen, bzw. zu können wenn man möchte und es sich leisten kann. Gäbe ja genug, die tagsüber von ihrem Job nicht abkömmlich sind, bis Mitternacht arbeiten (zB Gesundheitsbereich, Gastgewerbe, Schichtbetrieb, Reinigung usw) und sich dann halt noch gerne einen Pizza oder ähnliches zu kaufen. Zehn Jahren haben diese Shops im 24-Stunden- Betrieb niemand gross gestört. Die Tankstelle darf ja nach wie vor weiter betrieben werden. Doch jetzt verweigert das SECO die erforderlichen Bewilligungen, welche sie angeblich bis dahin toleriert hat.

Bistro-Betrieb weiter erlaubt

Zulässig ist laut dem Urteil auch weiterhin die durchgehende Öffnung der Tankstellen selber sowie der angegliederten Bistro- Betriebe. In seinem Entscheid hält das Gericht fest, dass Nachtarbeit nur erlaubt werden kann, wenn sie «unentbehrlich» ist. Ich stehe ja schon am Ende meines Arbeitslebens. Umgekehrt kenne ich genug, die gerne arbeiten würden auch nachts. Dann wenn es eben geht, weil der Mann zB die Kinder hütet. Der Haushaltskasse würde es gut tun – auch die strapazierten Sozialwerke bekämen so ihre Beiträge.

Nein das darf nicht sein. Arbeitplätze werden rationiert. Wir wollen keine amerikanischen Verhältnisse und die Pächter können sowieso nicht rechnen. Es wird lieber Arbeitslosigkeit verwaltet. Nachts darf man zwar nicht arbeiten, aber bis zur Sperrstunde in den Kneipen feste feiern. Ist doch toll, wie wir fremdbestimmt werden. Irgendwann in meiner Ausbildung ging es mal bei dem Thema Kostenrechnung um Angebot und Nachfrage. Die Tankstellen sehen für sich einen Bedarf zum Geld verdienen. Dies würde das Nachtarbeitsverbot aushöhlen und zu Marktverzerrungen (???) führen sagt man bei Gericht. Ja und die Mehrheit der Bevölkerung würde das Fehlen der fraglichen Waren in der Nacht gar nicht vermissen.

Menschenverstand

Eine Vertreterin eines grossen Benzinanbieters bedauert den Entscheid des Bundesgerichts. Ja es widerspreche ihrer Meinung nach dem gesunden Menschenverstand. Irgendwie scheint uns eben dieser verloren gegangen zu sein, weil wir ja nur mehr von oben gelenkt werden, wann wir was wo, wann und wie machen dürfen. Das nennt sich dann freie Marktwirtschaft. Schwierig wird es für das ohnehin anwesende Personal der Tankstelle, welches dem Kunden erklären muss: Kaffee trinken darfst du. Ebenso Autozubehör kaufen. Aber Tiefkühlprodukte oder andere Lebensmittel gibt es dann wieder nach dem Sonnenaufgang bei der Migros.

Das Ganze erinnert mich irgendwie an die ehemalige Swiss Air. Heute als Swiss und unter ausländischer Führung läuft wieder alles rund und sie zählt zu den führenden Airlines. Denn mit eingeschränktem Sortiment wird es vielleicht nicht mehr rentieren und die eine oder andere Tankstelle wird ganz schliessen. Von wegen freier Gewerbeausübung – ob es rentiert bestimmen letztendlich Betriebsfremde. Ja und die paar hundert Arbeitplätze fallen auch nicht mehr ins Gewicht. Von den Steuern ganz zu schweigen. Und mit der Eu hat das Ganze auch sehr wenig zu tun.

Von der Mehrheit der Bevölkerung werde das Fehlen der fraglichen Waren in der Nacht nicht als erheblicher Mangel empfunden. Unter uns gesagt – so manchen Politiker würde ich auch nicht vermissen.  

Freitag, 23. Juli 2010

ÖBB-Posse im Morgenverkehr

"Vurschrifd is Vurschrifd"

Das eine Lokomotive ohne Lokführer nicht verkehren bzw. fahren kann, dürfte ja soweit jedem einleuchten. Doch was sich da im idyllischen Oberösterreich bei den ÖBB ereignete, lässt einem doch leicht verwundert das Haupt schütteln. Den lt. gesetzlichen Bestimmungen darf so ein Regionalzug nicht ohne Schaffner verkehren. Bei den ÖBB ist jeder einzelne Schaffner unentbehrlich. ( nicht nur wegen der Schwarzfahrer)
Diese Vermutung legt zumindest ein Zwischenfall nahe, der sich am Donnerstag im oberösterreichischen Attnang-Puchheim ereignet hat. Dort musste der Regionalzug von Salzburg nach Linz eingezogen werden, weil der Schaffner, der ihn übernehmen sollte, erkrankt war. Ein Ersatz für den Mann war nicht aufzutreiben. (Bild: Wikipedia)

Ob es nun an den Personaleinsparmassnahmen lag, den Einsparungen insgesamt. Jedenfalls mussten die Fahrgäste via Lautsprecherdurchsage darüber unterrichtet, dass ihre Reise nun ende und der Zug eingezogen würde - obwohl dieser eigentlich noch 60 Kilometer weiter fahren sollte.

Normalerweise werden in Attnang-Puchheim die Schaffner gewechselt. Doch die Ablösung erschien wegen einer Erkrankung nicht am Einsatzort. Ersatz war nicht aufzutreiben. So erschienen einen Menge Pendler um Stunden verspätet erst auf ihrem Arbeitsplatz.Österreich ist ja reich an Operetten – doch diese Geschichte der ÖBB-Verantwortlichen wird eher als Posse in die Geschichtsbücher eingehen.

Alltagstipp


Der Lift dient der Bequemlichkeit -
die Stufen der Gesundheit !!

Sunrise – für mein Leben nie

Ärger der Woche

Es gibt wohl erstrebenswertere Dinge, als bei Sunrise ein lebenslanger Kunde  sein zu wollen. Anscheinend ist es ein Virus oder derselbe Marketingberater, der die Schweizer Internetprovider eint. Dabei geht es um langjährige Kunden, die man gerne ins Abseits stellt. Ein Unding, dass sich keine kundenorientierte Firma heute mehr leisten kann oder darf. Das scheint aber in dieser Branche Usus zu sein. Denn mit nichts sonst lässt sich erklären, wie Sunrise reagiert. Nur mehr Neukunden zählen. Die Stammkunden hat man via AGB im GRiff.

Die resolute Dame am Kundentelefon versuchte mir via einem lahmen Migrosvergleich die Situation darstellen. Leider konnte ich ihr dabei nicht ganz folgen. Wenn die Migros letztes Jahr eine Aktion hatte, kann ich auch nicht heute hin und diesen Aktionspreise fordern. Auf diese Idee wäre nicht einmal ich gekommen. Andererseits beruft sie sich auf die AGB. Nun gut, wer hat die wirklich schon von vorne nach hinten gelesen. Abgesehen davon ist sie in diesem Pkt. widersprüchlich. Dieser Tage haben wir ja von der Cablecom berichtet, welche einem Kunden der ersten Stunde für 10.000 Kbits FR 49.- abnimmt und umgekehrt neu für 20.000 Kbits nur 1 Franken mehr , also 50.- FR verlangt. Man muss es bei den Lebendigen nehmen.

Bei Sunrise geht es um das neu beworbene Take Away Basic – lebenslang ohne Grundgebühr. Wir mussten, weil Cablecom 2008 für 1 Woche keinen Leistung erbringen konnte, einen Alternative finden und haben ein Take Away Basic Abo mit 10.- FR Grundgebühr abgeschlossen. Für 12 Monate. In Reserve und für Krankenhausaufenthalte. Im Krankenhaus haben sie zwischenzeitlich einen Gratis-WLAN-Zugang und so ging das Abo etwas in Vergessenheit, bzw. war ich mir nicht klar, wenn ich nicht im Jänner kündige, ich wieder für ein weiteres Jahr gebunden bin. Jetzt dachte ich mir dieser Tage, eine Firma die so grossspurig vom Service spricht, für solch eine Firma dürfte es kein Problem sein ab Juli unser Abo ebenfalls auf frei zu stellen, handelt es sich doch um das gleiche Abo mit gleicher Bezeichnung (Take Away Basic). Das ginge eben aus "technischen" Gründen nicht. Lustigerweise könnte ich jedoch jederzeit kostenlos upgraden. Also mehr zahlen für den Konzerngewinn oder denen fehlt einen Taste am PC. 

Jede Versicherung gibt Prämiensenkungen weiter ohne dafür ein Büro aufzumachen. Sicher auch umgekehrt Erhöhungen. Nur diese Sturböcke lassen lieber einen Kunden ziehen, als einzulenken. Abgesehen davon finde ich die jährliche Kündigungsfrist schlichtweg einen Abzocke, egal ob mit oder ohne AGB. Drei Monate sind der Normalfall. Ich fühle mich schlichtweg abgezockt. Werde mich aber rechtsfreundlich beraten lassen.

Für uns heisst das jedenfalls – nie mehr Sunrise – ein Leben lang und damit es ein langes werde. Und das übergeb ich lieber in professionelle Hände.

Donnerstag, 22. Juli 2010

Eine multimediale Geschichte des BFS (150 Jahre)

Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat eine reiche Geschichte.

Seit 150 Jahren hat es die Aufgabe, die Schweiz, ihre Wirtschaft und ihre Gesellschaft zu beobachten und anschliessend die Ergebnisse zu veröffentlichen. In dieser langen Zeit entstand in seinem Schosse eine grosse Zahl von Publikationen zu den verschiedensten Bereichen des Lebens in unserem Land – erstellt wurden diese immer im Bewusstsein der Aufgabe des BFS, als neutraler Beobachter die grossen Entwicklungen und Ereignisse in der Geschichte der modernen Schweiz seit 1860 abzubilden.

Aus dieser reichen Geschichte des Entstehens und Wachsens der öffentlichen Statistik der Schweiz haben wir eine Auswahl wichtiger Wegmarken zusammengestellt, angereichert durch oft wohlwollende, manchmal kritische Blicke der Öffentlichkeit auf das BFS in Form von Ausschnitten aus drei wichtigen Tageszeitungen (Neue Zürcher Zeitung, Quotidien de Genève, Gazette de Lausanne). Dieser grosse Fundus an Texten und Bildern ergibt, kombiniert mit den technischen Möglichkeiten des Internets, eine multimediale Geschichte des BFS und der Schweizer Statistik, gespiegelt in der Publizistik der Zeitläufe.

Wir nennen diese Multimedia-Anwendung ChronoStat. Sie wird hier (März 2010) in ihrer ersten Version präsentiert und im Verlauf des Jahres ständig wachsen. Wir laden Sie ein, dieses „Gesamtkunstwerk“ unter folgendem Link zu entdecken:


Innerhalb von 150 Jahren erlebte das BFS eine rasante Entwicklung. Die Erhebungsmethode änderte sich mit dem Einzug der Informations- und Kommunikationstechnologien drastisch und die zahlreichen Veränderungen in Politik und Wirtschaft erhöhten den Bedarf an Daten als Entscheidungsgrundlage.

Zu Beginn war das BFS ein kleines Büro mit bloss einer Handvoll Mitarbeitern. Im Laufe der Jahre passte es sich immer wieder an die neuen Gegebenheiten an und wurde vergrössert, damit es seiner Aufgabe als nationales Kompetenzzentrum der öffentlichen Statistik gerecht werden konnte.Ich wünsche Ihnen eine angeregte Lektüre und spannende Entdeckungen beim "Blättern" in diesen Seiten.

Dr. Jürg Marti, Direktor

Mittwoch, 21. Juli 2010

Microfinance: A New Facility for You

45 000 loans could be given over the next 8 years, specifically targeting the unemployed young people and people from disadvantage groups. People that have great ideas can now turn it to a successful future.

Sonntag, 18. Juli 2010

We’re not perfect

Der Apple CEO Steve Jobs hat die Pressekonferenz mit viel Humor gestartet in dem man zuerst den iPhone Antenna Song vorgespielt hat. Und dann meinte Jobs selbstkritisch: We’re not perfect. Phones aren’t perfect. We want to make all our users happy.


Es ist die Physik, die man nicht überlisten könne, erklärte Steve Jobs am Freitag Abend auf der Pressekonferenz Apple zum Antennenproblem des iPhone 4. Alle Smartphones hätten eine kritische Stelle, doch nehme man die massiv vorgetragenen Beschwerden nur weniger Kunden ernst und biete allen Käufern des iPhone 4 kostenlose Hüllen an. Apples eigene Bumpers und Produkte von Drittherstellern.

Samstag, 17. Juli 2010

Immer wieder Cablecom

Da gibt es den angeblich führenden Kabel- und Internetanbieter der Schweiz, welche die letzten Jahre seinen Kunden oft nicht sehr fair behandelt hat. Als das Dach zu brennen begann, gelobte man Besserung und wollte von da an den Kunden in den Mittelpunkt des Interesses stellen. Das klingt für mich so in etwa, wenn einen Ehefrau ihren Mann beim fünften Seitensprung ertappt hat und er hoch und heilig für die Zukunft gelobt, nie wieder andere Frauen anzuschauen. Mir ist ja der Umfang des Schulungsaufwandes der Mitarbeiter bei CC nicht bekannt. Viele dürften es aber aufgrund diverser Telefonate im Ergebnis nicht gewesen sein.

Grundsatz einer guten Geschäftsbeziehung sollte doch nicht sein, dass ich versuche den Kunden mit allen möglichen Tricks an mich zu binden.  Kündigungsstories dazu kann man jede Menge im Internet recherchieren. Neukunden bekommen FR 100.- auf der nächsten Rechnung gutgeschrieben. Langjährige, treue Kunden nimmt man aus wie eine Weihnachtsgans. Wie sonst kann es sein, dass man einem Kunden der seit 2006 bei der netten Firma CC ist, für sein Internetabo mit 10.000 Kbit/s Download FR 49.- abnimmt und gleichzeitig einen Download mit Fiber Power Internet 20.000 Kbit/s mit FR 50.- bewirbt. Plus FR 100.- bei einem Wechsler noch dazu auf die nächste Rechnung. Nicht sehr fair. Oder rechnet man einfach mit der Bequemlichkeit der Kundschaft, der nicht mitbekommt, dass er um einen Franken mehr, die doppelte Geschwindigkeit erhalten würde.

Und den einzigen Vorteil welcher ein lang gedienter Kunde bei CC hat, sein Abo monatlich Kündigung zu dürfen, spricht man ihm am Telefon ab. Was ich persönlich noch einen Frechheit finde, dass man bei den Modems am falschen Ort spart. Sollte der Kunde gnädigerweise upgraden dürfen, so darf er Fiber Power Internet nutzen (allerdings mit lokalen Kapazitätsengpässen) – dazu noch das alte Modem aus 2006. Denn das wird nicht ausgetauscht. WLAN-Router darf man sich extra besorgen.

Ja und dann noch das Sahnekrönchen oben drauf. Web 2.0, Socialnetzwerke soll Menschen verbinden, näherbringen. So ist es „In“. Bei Cablecom mag man allerdings nichts davon wissen, wenn man in Form von Nachbarschaftshilfe für jemanden anruft, einfach weil die Gefahr über den Tisch gezogen zu werden, geringer ist. Man verhandelt eigentlich nur mit dem Aboinhaber? Ein Schelm der dabei Böses denkt. Ich persönlich habe mich ja schon lange von Cablecom verabschiedet ( ich war ein Kunde der ersten Stunde, die nur mehr verwaltete waren). Es mag so jeder für sich entscheiden. CC jedenfalls mag man sich mit Bedacht nähern.

Zur Ehrenrettung muss allerdings erwähnt werden, dass es bei anderen Anbietern auch nicht 100% läuft. Deren Kundendienstmitarbeiter haben allerdings schon einen weiteren Kurs besucht und sind bei Gesprächen offener und freundlicher. Und das dämpft den ersten Ärger. Mit dem Brecheisen wird es auf Dauer in der Schweiz nicht funktionieren.

Schlechter Cablecom-Service: «Der Wettbewerb löst solche Probleme»  Tagesazeiger.ch

Freitag, 16. Juli 2010

Jahresbericht «Sozialversicherungen 2009» erschienen

Der jährliche Bericht des Bundesrates über die Sozialversicherungen für das Berichtsjahr 2009 liegt vor. Der Schwerpunkt dieser Ausgabe beleuchtet die Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Sozialversicherungen. Der Jahresbericht «Sozialversicherungen 2009» gemäss Artikel 76 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) bietet eine Gesamtübersicht über die gegenwärtige Situation und die Perspektiven der Sozialversicherungen sowie einen Überblick über die aktuellen politischen Diskussionen. Der Bericht stellt auch Querbezüge zwischen den verschiedenen Sozialversicherungen dar.

Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Sozialversicherungen

Ein Themenschwerpunkt befasst sich mit der Finanzmarktkrise und deren Auswirkungen auf die Sozialversicherungen der Schweiz. Sowohl bei den Einnahmen und Ausgaben als auch bei den Vermögensanlagen der Versicherungen hat die Krise deutliche Spuren hinterlassen. Andererseits zeigt sich, dass die Sozialversicherungsleistungen in Krisenzeiten auch einen Beitrag zur Unterstützung der Konjunktur leisten. Für eine abschliessende Bilanz ist es jedoch zu früh, da auch mit Effekten zu rechnen ist, die sich erst mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung bemerkbar machen werden.

Die Einnahmen aller durch Lohnbeiträge finanzierten Sozialversicherungen nahmen auch 2009 noch zu, im Vergleich zu den Vorjahren war das Wachstum jedoch deutlich tiefer.

Die Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind am stärksten abhängig von der Konjunktur. Nachdem sie 2008 mit 3,5 Milliarden Franken einen Tiefstand erreicht hatten, kletterten sie 2009 rasant in die Höhe und erreichten 6 Milliarden Franken. Von diesem Anstieg dürften schätzungsweise 2 Milliarden Franken direkt auf die Wirtschaftskrise zurückzuführen sein.

Finanzkapital geschmolzen

Die Finanzmarktkrise hatte deutliche Auswirkungen auf den Kapitalwert und die Entwicklung des Kapitalertrags vor allem der beruflichen Vorsorge und der Unfallversicherung. Der Wert des Finanzkapitals der 2. Säule sank im Jahr 2008 um 94 Milliarden Franken, was einem Rückgang um 15 Prozent entspricht. Rund die Hälfte der Vorsorgeeinrichtungen befand sich Ende 2008 in Unterdeckung, gegenüber 3 Prozent Ende 2007. Die Erholung der Finanzmärkte im Jahr 2009 und die getroffenen Sanierungsmassnahmen haben dafür gesorgt, dass die Lage in der Zwischenzeit bereits wieder verbessert werden konnte.

Das Auf und Ab der Anlageportfolios hatte hingegen nur wenig Einfluss auf die Versicherungen der 1. Säule und die Krankenkassen, weil diese nach dem Umlageverfahren finanziert werden und das Vermögen nur eine Nebenrolle spielt. In dieser Hinsicht hat sich die Kombination von Umlagefinanzierung und Vermögensbildung im schweizerischen Sozialversicherungssystem bewährt.

Eidgenössisches Departement des Innern

Donnerstag, 15. Juli 2010

Neues Informationsportal: www.produktsicherheit.admin.ch

Am 1. Juli 2010 ist das neue Produktesicherheitsgesetz in Kraft getreten. Das neue Gesetz weist das gleiche Schutzniveau auf wie die EG-Richtlinie über die Allgemeine Produktsicherheit. Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO und das Eidgenössische Büro für Konsumentenfragen BFK bieten ein Internetportal mit Informationen für Hersteller und Importeure von Produkten und für ratsuchende Konsumenten an.

Im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten des Produktesicherheitsgesetzes (PrSG) und der dazugehörenden Verordnung am 1. Juli 2010 bietet das Internetportal www.produktsicherheit.admin.ch  eine erste Orientierung über allgemeine Aspekte des PrSG. Zudem werden weitere Informationen zu den spezialrechtlichen Sicherheitsvorschriften für Produkte sowie den für die Marktüberwachung zuständigen Stellen des Bundes angeboten. Diese sind jeweils in ihrem Produktbereich für den Vollzug des Produktesicherheitsgesetzes verantwortlich und nehmen in ihrem Bereich Meldungen über gefährliche Produkte entgegen.

Den Konsumentinnen und Konsumenten, welche Fragen zur Sicherheit von Produkten haben, bietet die Hotline des Büros für Konsumentenfragen (Tel: 031 322 20 00) zusätzliche Unterstützung bei der Suche nach den zuständigen Stellen.

Staatssekretariat für Wirtschaft

Internet: http://www.seco.admin.ch

YouTube zeigt Videos im Original-Kinoformat 4K

Scheinbar scheint die Auflösung auf der Videoplattform You Tube nach oben offen zu sein. Nicht "Full HD" das Maß aller Dinge in puncto Auflösung. Lassen sie sich eines Besseren belehren. Die Videoplattform unterstützt ab sofort nämlich auch Filme in einer Auflösung von 4K, also 4.096 mal 2.304 Pixeln.

Das Original-Kinoformat bietet somit eine mehr als viermal so große Auflösung wie Full HD, das von YouTube seit Ende vergangenen Jahres unterstützt wird. Zuerst bedarf es aber einer “superschnellen Breitbandverbindung“ um das hochauflösende Videoformat auf den heimischen PC zu bringen. Laut Firmenblog bedürfe es zur vorher neben teuren Kameras und derzeit noch etwa "kühlschrankgroßen" Projektoren, die 4K unterstützen. Die optimale Leinwandgröße, betrage umgerechnet allerdings über siebeneinhalb Meter. Der PC-Monitor kann da kaum mithalten.

Trotzdem hat YouTube im Internet eine Playlist mit fünf Videos veröffentlicht, die allesamt mit einer 4K-Kamera gedreht wurden. Die Wiedergabe in 4K erfolgt über die Auswahl des Punktes "Original" im Auflösungs-Menü oberhalb von 1080 HD. Was man dann zu sehen bekommt ist dann doch sehr passabel. Hier geht es zu den Testvideos : zu den 4K-Videos auf YouTube

Mittwoch, 14. Juli 2010

Stöckchen zu gross - kein Problem !

Vor rund 20 Jahren hatten wir noch den Urschäfer* "Boris", der voll Energie und Temperament war. Nichts war ihm zu gross, zu hoch und zu schwer. Von wegen müde. Das Wort kannte er ebensowenig in seinem Wortschatz. 10 Minuten Päuschen und er forderte wieder die volle Aufmerksamkeit. Nebenbei war er hochintelligent und absolvierte seine Kurse mit Bravour. Leider wurde er spätes Opfer falsch verstandener kommerzieller Zucht und musste nach drei Jahren aufgrund eines Gendefektes eingeschläfert werden. Bis dahin war er uns stets ein treuer Begleiter. Heute haben wir einen Mischlingsdame (8 jährige belgischer Schäfer und ??), die wir aus dem Tierheim in Zürich holten. Sie ist unserem Alter und Gesundheitszustand eher angepasst und ist froh, wenn sie ihr Schläfchen halten kann und dabei ihre Ruhe hat.  

Beim Stöbern fand ich diese alte VHS-C Kassette, die ich jetzt digitalisiert auf You Tube stellte. 1 1/2 Minuten Showtalent mit Boris oder wie mache ich mir mein Stöckchen passend. Gute Unterhaltung. Bei Gefallen bitte Klicken.  



*Bald begann man ja, den heute eher bekannten Deutschen Schäfer zu züchten. Das wolfsähnliche wurde rausgezüchtet. Dunkles Fell mit gelben Flecken und niederen Hüften waren angesagt. Die Hüften zählen heute zu den grössten gesundheitlichen Problemen  der Rasse.  

Krebs hat vielerlei Väter

Fachleute definieren Krebs unterschiedlich

"Krebs ist ebenso wenig eine Erkrankung von Zellen wie ein Verkehrsstau eine Erkrankung von Autos ist" (Krebsforscher Rudolf Virchow)

Sicher ist es im ersten Moment ein Schock, wenn man mit der Diagnose konfrontiert wird. Doch sind die Menschen unterschiedlich, bei der Bewältigung des weiteren Verlaufs,dem Erleben, damit umgehen. Vieles hängt auch vom Partner, von der Familie oder von Freunden ab, wie sie in dieser Zeit der Verarbeitung der Diagnose mit einem umgehen, Rückhalt bieten. Am schlimmsten jedoch die ewig gestrigen, diejenigen, welche Krebs erkrankte heute noch mit Aussätzigen assoziieren. Dabei sind die Chancen Krebs zu besiegen noch nie so gross wie heute. Dank modernster Medizin und Bestrahlungsmethoden kann es in den ein oder anderen Fall ohne grossen Eingriff gelingen, ihn einzudämmen oder geheilt zu werden.

Noch sind viele Mechanismen, die der Krebsentstehung zugrunde liegen, unbekannt. Deshalb orientiert man sich bei der Krebsdefinition vor allem an den Krebsursachen. Krebs hat viele Väter: Es gibt nicht nur eine Ursache und eine Wirkung.

"Leben ist die Alternative"

Auch meine Frau wurde mit der Diagnose konfrontiert. Wer weiss, wie lange der Tumor schon in ihr geschlummert hat, bis er spürbar wurde und die Schmerzen und Beschwerden zunahmen. Es folgten einen Vielzahl von Chemeotherapien und dann die grosse Operation, die sie Gott sei Dank gut überstanden hat. Heute befindet sie sich in einem stabilen. Ihre Schmerzen ertrug un erträgt sie tapfer. Jetzt braucht es einfach Zeit und Ruhe. Die Hoffnung, noch möglichst eine lange Zeit gemeinsam verbringen zu dürfen verbindet uns jeden Tag enger und enger.

Krebs als solchen zu definieren, ist eine schwierige Aufgabe, selbst für Krebsforscher. Den Begriff anhand der Krebsursache zu erklären, scheint wesentlich einfacher. Heute weiss man, dass die Zellen eines Tumors von einer gemeinsamen Ursprungszelle abstammen, die irgendwann - meist Jahrzehnte, bevor eine Geschwulst überhaupt sicht- oder tastbar wird - vom Weg der kontrollierten Teilung abgekommen ist.

Jedes Leben beginnt als Zelle. Durch Teilung wird sie sich vervielfachen und sich dabei spezialisieren. Normale, spezialisierte Zellen sind aufeinander abgestimmt und funktionieren harmonisch untereinander. Sie gruppieren sich zu Geweben, welche die verschiedenen Organe bilden.

Am Anfang einer Krebserkrankung wandeln sich normale in bösartige Zellen, die sich unkontrolliert zu teilen beginnen. Wenn die Abwehrmechanismen des Körpers sie nicht zerstören können, entstehen immer mehr kranke Zellen, die zu Beginn eine örtlich begrenzte Geschwulst (Tumor) bilden. Dann werden die Nachbargewebe durchwuchert. Über die Lymph- und Blutgewebe können Krebszellen an entfernte Körperstellen gelangen, wo sie neue Krebsgeschwülste (Metastasen) bilden. Bei Leukämien und gewissen Lymphdrüsenkrebsen verteilen sich die Krebszellen rasch im ganzen Körper.

Für Betroffene nimmt Krebs oft eine menschliche Form an.

Krebs wird zum Feind: "An Krebs zu denken ist, als wäre man in einem dunklen Zimmer mit einem Mörder eingesperrt. Man weiss nicht, wo und wie er angreifen wird", schildert die Schriftstellerin Maxie Wander ihre persönlichen Erfahrung in ihren Tagebuchaufzeichnungen "Leben wär eine prima Alternative".

In unserem Fall hat sich gezeigt, dass wir dank der persönlichen Unterstützung des Partners und wahrer Freunde ("wir" schaffen es !) Berge versetzten kann. Dazu braucht es umgekehrt ebenso Vertrauen in den behandelnden Arzt/in und die stets sich weiterentwickelnde Medizin. Und doch stellt man sich in ruhigen Minuten die Frage, warum sind wir beide so mit Krankheiten und Prüfungen betroffen`? Aber vielleicht ist es gerade das, was uns täglich stärker verbindet. Einfach für den anderen da sein. Ohne Wenn und Aber. Im Heute leben und jeden Tag geniessen- "Leben ist die Alternative".

Mehr Informationen, Adressen und Links finden sich auf den Seiten der Krebsliga Schweiz, wovon wir auch kurze Abrisse hier einfliessen liessen. Auch bei der Internetsuche stossen sie auf manches Tagebuch Betroffener, Erzählungen oder Infos.

Zum Thema: Krebsliga Schweiz   /  Leben mit dem Krebs (Beobachter)

Dienstag, 13. Juli 2010

Nachbetrachtung und Kurzkommentar zur WM

Das Spiel der Holländer im sogenannten WM-Finale, hat mir bestätigt was heute unter Fussball verstanden wird. Randale innerhalb und ausserhalb der Stadien. Was sich die Holländer da an Fouls geleistet haben, grenzt schon an vorsätzliche Körperverletzung. Herr Bommel hat ja im Vorfeld schon angekündigt, dass es ein schmutziges Finale wird.Einzig Blatter und seinen Altherrenriege verdienten sich wieder ein goldiges Näschen.

Grundsätzlich habe ich mein Problem mit solchen Grossanlässen. Mit billigsten Arbeitskräften wurden Stadien gebaut, wovon man heute schon weiss, dass sie sicher nicht mehr gebraucht werden. Grosszügige Sponsoren (Kundengelder für überteuerte Produkte, Marken), Geldvergeudung von zwangsbeglückten Gebührenzahlern aller Länder für überzogene Fernsehrechte und ein Grossaufgebot an Polizei und Sicherheitskräften erlaubten diese Weltmeisterschaften. In einem Kontinent, der trotz der WM nicht aus seiner Armut und Kinderreichtum finden wird. Trotzdem konnte die grosse Anzahl an Diebstählen nicht verhindert werden. Vom Fernsehreporter bis zum extra angereisten, zahlenden Zuschauer wurden ihre Wertsachen los. Das Land hat Naschholbedarf. Die WM wird das nicht richten. Noch immer leben viele Menschen in Bruchbuden ohne Strom und fliessend Wasser, ohne Arbeit und mit schlechter medizinischer Versorgung und mangelhaften Schulen. Ein einheimischer Gegenerder WM : "Wir leben in einer der ungleichsten Gesellschaften der Welt, und die WM hat diese Tendenz noch verstärkt! ".

Auf Wiedersehen Südafrika, auf Wiedersehen Vuvuzela. Die Fußball-Weltmeisterschaft ist vorbei. Süchtige, die ohne Fußball partout nicht mehr leben wollen oder können, müssen in der Schweiz ohnehin nicht lange auf den nächsten Schuss und Schlägerei vor dem Stadien warten. Vielleicht kurz für ein paar Tage mal wieder um die Familie oder Frau kümmern, die Pfandflaschen zurückbringen und die Kühlschränke auffüllen.

Und die Stars am Beispiel des Dritten BRD - einige hundert hatten sich auf den Weg gemacht und auch am Morgen nach dem Finale noch mal ihre schwarz-rot-goldene Tracht angelegt. Dass es für sie keine Chance geben würde, die Spieler und den Trainer zu sehen, erfuhren sie erst an Ort und Stelle. Sehr enttäuscht sei er darüber, beklagten sich. So könne man doch nicht mit den eigenen Anhängern umgehen, sagte der 16 Jahre alte Fußball-Fan beim Verlassen der Flughafenhalle. Oh doch, können sie.

Schnöde Zuschauer haben gefälligst im Stadion zu erscheinen, teure Tickets zu kaufen, Schnarchfussball und Schwalbenflüge anzuschauen und sich dann wieder heim zu Mamie zu begeben. Der Fussballstar als solches mag scheinbar keinen allzu nahen Kontakt mit seinen Fans. Er ist mit sich selbst, mit sich selbst und seiner internationalen Karriere beschäftigt. Ja und nach dieser WM werden die Gagen wieder steigen. Löw wird sicher wissen wie er sich teuer verkaufen muss. Die Stars mit ihren Nobelhobels sowieso. Wird ja alles bezahlt. Was schert uns das Sparen im Rest der Gesellschaft. Wir sind wir.  

Was zurück bleibt ist ein Kontinent in Armut, HIV und mit wenig Perspektive. Gebeutelt von Bürgerkriegen, Diktatoren, Menschenrechtsverletzungen und Hungerkrisen. Andererseits kassiert der Südafrikanische Präsident um die 270.000 Dollar jährlich. Daran wird sich nichts ändern. Was soll`s. Das Runde muss in das Eckige. Alles andere wird sich schon richten.

Montag, 12. Juli 2010

Sozialamt erfindet Lohnzahlung

Sozialhilfe-Missbrauch der anderen Art

Um ihre Sozialhilfe zu entlasten, missbrauchen Gemeinden im Thurgau systematisch die Arbeitslosenversicherung berichtet der Beobachter in seiner Ausgabe 13/10. Das Steueramt kassiert mit.

Ein Langzeitarbeitsloser im Thurgau bezieht Sozialhilfe. Das Sozialamt Frauenfeld schickt ihn für ein Jahr in ein Beschäftigungsprogramm des Vereins Fiwo in Bischofszell. Ein Arbeitsvertrag regelt die Details: Statt Lohn bezieht Baumann weiterhin rund 2000 Franken Sozialhilfe. Trotzdem legt das Sozialamt nach eigenem Dafürhalten mit FR 4.200 brutto einen fiktiven Lohn Das erfundene Salär wird nie ausbezahlt, doch der Arbeitgeber zahlt brav Beiträge für diese Lohnhöhe an die Sozialversicherung ein.

Eine Hand wäscht die andere

So wird der Lohn des Langzeitarbeitslosen künstlich so hoch angesetzt, damit er das Existenzminimum überschreite und Baumann nach dem Arbeitseinsatz bei der Arbeitslosenversicherung (ALV) an- und von der Sozialhilfe abgemeldet werden könne. Ein Trick auf Kosten der ALV. Sollte er wieder arbeitslos werden, kann er nach 1 Jahr wieder beim RAV vorstellig werden und sich zum Bezug von ALV melden. Vorteil für die Gemeidne – sie spart sich dann künftig die Sozialhilfeausgaben für den Mann. Nebenbei profitiert auch noch der Verein Fiwo, kassiert sie doch von der Gemeinde monatlich eine Entschädigung für jeden Langzeitarbeitslosen, den sie wieder für die ALV fit schult.

Der höhere Lohn jedoch hätte bei der Steuerklärung beim Steueramt auffliegen müssen. Um so mehr der Arbeitslose dabei noch auf die Praxis hinweist. Doch diese stören sich nicht daran. Im Gegenteil: Man drückt nicht nur beide Augen zu und deckt damit die Mauschelei, sondern verlangt erst noch Steuern für den erfundenen Lohn. Dieser systematische Missbrauch stellt die schlagzeilenträchtigen Einzelfälle von Sozialmissbrauch in den Schatten.

Der Verein Fiwo argumentiert, es sei alles rechtens. Sozialdienst Frauenfeld erklärt: «Die Sozialversicherungen wurden weder betrogen noch missbraucht, da die Sozialabgaben auf den Lohn tatsächlich erfolgten.» Weil die Beiträge gezahlt worden seien, müsse die Arbeitslosenversicherung ihrer Versicherungspflicht nachkommen. Das Steueramt stimmt in den Chor ein

Staatssekretariat für Wirtschaft untersucht erst jetzt

Hier sieht man die ganze Angelegenheit doch etwas anders. Dieser frei erfundene Lohn sei bei der Arbeitslosenversicherung nicht versichert. Es lässt sich mit höheren ALV-Beiträgen nicht einfach einen angeblich besseren Lohn versichern. Und auch das Steueramt dürfe nicht, gestützt auf falsche Angaben, Steuern veranlagen.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) zeigt sich «sehr überrascht» über die Praxis im Kanton Thurgau. Konfrontiert mit den Recherchen des Beobachters, will es jetzt eine Untersuchung aufnehmen. (mehr dazu im Beobachter)

Samstag, 10. Juli 2010

Moritz – der Blogger

++++++++++ Breaking news +++++++++++++++



Landauf. Landab kann man derzeit die unterschiedlichsten Kommentare zum angekündigten Rücktritt des einzigen bloggenden Bundesrat Leuenberger lesen.

Beim StöhlkerBlog: Moritz Leuenberger tritt nach der Herbstsession zurück, weil seine Partei, die SP, befürchten musste, mit ihm in die nächste Wahlniederlage zu gehen. Er hat seiner Partei seit Jahren nur noch schlechten Dienst geleistet.Als Narziss, der sich zwischen Yves Saint Laurent und Christoph Marthaler positioniert hat, ist er auch als Rhetoriker* nicht sehr weit gekommen. Er wie seine Reden werden bald vergessen sein.

arlesheimreloaded: Dass Herr Leuenberger zurücktritt ist überfällig gewesen. Und er hat das so getan, wie es von ihm zu erwarten war, überraschend, eigenbrödlerisch, ätschig.Das Ärgerliche an der Sache ist etwas Grundsätzliches: dass nämlich so ein Bundesrat nach Lust und Laune zurücktreten kann, also wann auch immer es ihr/ihm passt.

Die Kommentatoren der Schweizer Tageszeitungen haben den angekündigten Rücktritt von Bundesrat Moritz Leuenberger am Samstag ausnahmslos begrüsst, schreibt der Tagesanzeiger. Einzig freundlichere Töne schlägt seine Kantonalpartei an. Diese würdigt Leuenberger als «starken Vertreter eines urbanen und weltoffenen Kantons Zürich». Die SP lobt seine Fähigkeiten als Redner, verneigt sich vor seiner nachhaltigen Klima- und Verkehrspolitik – verliert aber kein Wort über die Fluglärmfrage (IM: wird auch von einem Nachfolger nicht gelöst werden, ausser man verlegt den Züricher Airport nach Lybien). Bild: 20 min Screenshoot

*2003 wurde Leuenberger mit dem Cicero-Preis für die beste politische Rede im deutschsprachigen Raum ("Das Gute, das Böse, die Politik") ausgezeichnet. Also so ein schlimmer Redner kann er doch nicht gewesen sein. Seinen Bloggerqualitäten waren durchwachsen. Zumindest hat er sich der Herausforderung gestellt. Viele seiner Beiträge wussten zu begeistern. Im März des Jahres war jedoch plötzlich Schluss. Begann er da schon seinen möglichen Rücktritt vorzubereiten. Böse Zungen behaupten er war/ist ein Edelsozialist, der den Genossen nicht einmal die Hände schütteln wollte. Also bitte ?!!!

Für mich war er das Salz im Bundesrat. Man konnte ihn nie so richtig in einen Schublade einordnen. Vielleicht war es dies, was seine Gegner verunsicherte. Gerne hätte ich einmal persönlich kennen gelernt. Für mich war er ein moderner Bundesrat, der keine Konfrontation scheute und sich den neuen Kommunikationsmitteln nicht verwehrte. Seinen Mimik und Gestik : einzigartig. So sei allen die heute ihre Giftpfeile ausgepackt haben ins Stammbuch geschrieben: Moritz Leuenberger war ein guter Bundesrat – wirklich schlecht war er nicht. An seinem politischen Wirken wird man ihn künftig in den Geschichtsbüchern messen. An alle anderen kann ich nur sagen: Besser machen !

Eine Analyse Leuenbergers über sein Amt (Abriss aus seinem Blog)

Ein Bundesrat ist kein Minister, kein Diener oder Gehilfe des Premierministers oder Ministerpräsidenten, der ihm Weisungen erteilen oder ihn gar ersetzen könnte. Der schweizerische Bundesrat ist ein Präsidialkollegium, das gemeinsam die Geschicke des Landes leitet und die Regierungsverantwortung trägt. Deshalb steht jedes Mitglied des Bundesrates nicht nur seinem Departement vor, sondern ist immer auch - als Teil des Kollegiums - Regierungsoberhaupt.

Bis die Tage - hitzefrei ist weiterhin aus gesundheitlichen Gründen angesagt

Donnerstag, 8. Juli 2010

Hitzefrei


Bis die Tage

Win 7 im PCWelt-TV-Überblick

Favela Brasiliens erhielten kostenlosen Internetzugang

Brasiliens größte Favela ist online: Die Aktion ist Teil des Programms "Rio Estado Digital", über das sich die "Internautas" (Internetnutzer) vor allem über Kurse zu Berufsausbildung und Fortbildung informieren sollen. Seit dieser Woche stehen für die mehr als 100.000 Bewohner der Armensiedlung Rocinha in Rio de Janeiro kosten- und kabellos ein Internetzugang zur Verfügung.

Im Juni wurde zudem mit der Installierung von 14 Sendern das Zentrum der "Stadt am Zuckerhut" fürs kabellose "Gratis-Surfen" freigeschaltet. Einige Teile der in Rios Süden gelegenen Siedlung sind bereits seit März online. Auch in den Favelas Dona Marta und Cidade de Deus in Rio gibt es bereits gratis Internet-Zugang. Dies ist eine Initiative des Gouverneurs des Bundesstaates Rio, Sergio Cabral. Er hat sich hatte das ehrgeizige Ziel gesetzt, der erste Bundesstaat mit 100-prozentiger kostenloser Breitband-Internet-Versorgung zu werden.

IM: Für uns ein Schritt in die richtige Richtung. Viel wurde ja von Armutsbekämpfung berichtet. Das 100 Dollarlaptop bestimmte eine kurze Zeit die Schlagzeilen. Umgekehrt jammert die Wirtschaft über mangelnde Ausbildung der Jugend. Gouverneur Cabral ist nicht nur ein Mann des Volkes, erkennt auch deren Probleme. Vielleicht ein Ideeanstoss an Herrn Bill Gates seinen überteuerten Produkte zu leistbaren Preisen zu verkaufen. So braucht er sich nicht mit Milliardenspenden und Anrufen in die Presse drängen, den Wohltäter zu mimen, sondern kann hier praktische Hilfe Vorort leisten. Den der Internetzugang alleine wird auf Dauer nicht reichen.

EU Journalist Award gegen Diskriminierung

Schreiben gegen Diskriminierung in Europa und gewinnen !

Bewußtsein schärfen, Ungerechtigkeiten anprangern - darum geht es bei dem EU-Journalistenpreis 2010 "Gemeinsam gegen Diskriminierung", zu dem noch bis zum 17. September aufgerufen wird. Dafür sind Preisgelder von bis zu 5.000 Euro ausgelobt. Sie können Preise im Wert von bis zu 5 000 EUR gewinnen!

Print- und Onlinejournalisten können sich mit Beiträgen über Diskriminierungen aufgrund der Rasse oder ethnischen Herkunft, des Alters, einer Behinderung, der sexuellen Identität sowie der Religion oder Weltanschauung bewerben. Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, ruft zur Teilnahme auf: "Gleiche Rechte können nur durchgesetzt werden, wenn es Wissen über das Recht auf Nicht-Diskriminierung [...] gibt. Auch die Medien tragen eine besondere Verantwortung im Kampf gegen Diskriminierung." Besonders erwünscht sind Artikel über Vielfalt am Arbeitsplatz und Mehrfachdiskriminierungen. Hier geht es zum EU Journalist Award

Quelle :

Senden Sie uns Ihre Artikel zum Thema Diskriminierung aufgrund der Rasse oder ethnischen Herkunft, des Alters, einer Behinderung, der sexuellen Ausrichtung, sowie der Religion oder Weltanschauung. Da es sich um einen Wettbewerb der EU handelt, müssen Ihre Artikel auch eine europäische Dimension aufweisen.
erstellt mit WIN 7

Mittwoch, 7. Juli 2010

Es hat nicht soll`n sein !


Deutschland - Spanien 0:1

Üsi Badi

Im Mittelpunkt von «Üsi Badi» stehen sechs Menschen mit geistiger Behinderung, die den Sommer in einer Badi verbringen. Sie helfen dem Bademeister, bewirten unter freiem Himmel Gäste und unterstützen den Kioskbetrieb. Bei der ertsen Sendung dieser Reihe war das Bad noch geschlossen. In der nächsten Ausgabe wird es ernst - dann kommt es zum direkten Kundenkontakt.

Dass Behinderte in Kontakt mit den Badebesuchern (und so indirekt mit uns Zuschauern kommen), ist das grosse Verdienst, aber auch Risiko der Sendung. Es erinnert an das Schulsystem «Schule für alle», das in einigen Kantonen bereits zum Zug kommt: Statt Behinderte auszugrenzen, werden sie im Schulalltag der normalen Kinder integriert. Das, so die nicht unumstrittene Idee, fördere gleichzeitig das Selbstbewusstsein der Behinderten und die Sozialkompetenz der anderen Schüler. (poasted by win 7)



SF Schweiz

Kein gutes Omen

Kostenpflicht reißt britische Times online in die Tiefe

Die Frage ob man für Online-Zeitungen Geld verlangen darf, muss oder soll geistert ja schon seit Monaten durch das Internet. Viele sind ja der Meinung das man für Onlineinhalte, die ja von Profis erstellt und geschrieben wurde, es durchaus angebracht wäre einen Obolus zu entrichten.

Dabei stellt sich die Frage, was ist Qualitätsjournalismus. Alleine die mathematischen Kenntnisse mancher Redakteure lassen mir stets die Haare zu Berge stehen. Jüngstes Beispiel die Raucher/Nichtraucherabstimmung in Bayern. 61 % der Bayern haben sich für das strengste Rauchverbot Deutschlands entschieden ! Geht es noch ! Es gab einen Wahlbeteiligung von 37,7 %. Davon haben 61 % für ein Rauchverbot gestimmt. Also nicht 61 % der Bayern. Insgesamt waren knapp 9,4 Millionen Bayern zur Stimmabgabe beim Volksentscheid aufgerufen, 37,7% davon haben die Wahl ergriffen (Wahlberechtigten ) * Wie soll ich jedes Mal meinen Enkelkindern erklären, die bei einer Schulaufgabe damit glatt durchfallen würden. Ähnliches kennen wir ja in der Schweiz aus SVP-Kreisen.

Objektive Berichterstattung*

Der Verleger Rupert Murdoch hat sich jetzt eine verlegene rote Nase geholt – denn er dachte eigentlich, er könnte mehr Geld verdienen, wenn er seine Inhalte kostenpflichtig macht. War wohl nix und mag beim Wall Street Journal (auch Murdochs Eigentum) funktionieren. Nicht so bei der Times. Und so muss Rupert auch im fortgeschrittenen Alter noch seine Lektionen lernen. Sei er für das britische Flagschiff Geld verlangt, verlassen die Leser in grossen Scharen den Onlineauftritt.
Inquirer-UK-Mann* (unser Quellenbasisbeitrag) Nick Farell hämisch: »Jetzt haben die Kollegen von TheIndependent endlich mehr Leser als die Times! Und das, obwohl die doch eher die paar Leser haben, die sogar ihren Joghurt selber stricken!« .Dem Website-Statistikdienst Alexa zufolge fallen die Zahlen tief. Nicht nur ein bisschen: Sie seien eher ein steiles Cliff heruntergestürzt, kommentiert Nick.

Keine guten Aussichten für die Zukunft. Wahrscheinlich werden in den nächsten Jahren zahlreiche traditionelle Zeitungen aus dem Angebot verschwinden. Ob Online-Bezahlmodelle überhaupt eine Zukunft haben, steht in den Sternen. Mancher wird sich da noch einen rote Nase holen. Meinungsmache ist in meinen Augen, um auf das deutsche Beispiel zurückzukommen kein

* Speziell die Leserkommentare Vorort sprechen einen eigene Sprache

Dienstag, 6. Juli 2010

Abzockerzähler


(Quelle: Unia.ch - bitte anklicken)

140.000 Unterschriften gegen Abzocker und ALV Kürzung

Die über 140'000 Unterschriften gegen den massiven Abbau bei der Arbeitslosenversicherung zeigen ganz deutlich: Es gibt ein breites Unbehagen im Volk. Die Menschen verstehen zu Recht nicht, warum die Abzocker auch bei der Arbeitslosenversicherung belohnt werden und gleichzeitig die Bevölkerung bestraft werden soll. Die Chancen für ein Nein im September zum AVIG-Abbau stehen gut.

Zehntausende von Menschen haben in den letzten Monaten unverschuldet ihre Stelle verloren. Hauptverantwortlich war die Gier und Masslosigkeit der Finanzmanager, welche weite Teile der Wirtschaft in die Krise gezogen haben. In den Chefetagen steigen jetzt bereits wieder die Boni, die Abzocker machen wieder gross Kasse. Eine Riesenschweinerei ist: Bei der Arbeitslosenversicherung werden die Manager und Topverdiener weiterhin belohnt, indem sie tiefere Beiträge bezahlen müssen. Und die Bevölkerung soll gemäss dem Willen der rechten Politiker mit schlechteren Leistungen bei der Arbeitslosenversicherung bestraft werden. Die heute eingereichten 140'000 Unterschriften sind ein deutlicher Hinweis dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger dies nicht akzeptieren und die Revision im September ablehnen werden.

Die Gewerkschaft Unia hat mit 32'500 Unterschriften den grössten Beitrag zum Zustandekommen des Referendums geleistet und wird sich auch in der Abstimmungskampagne engagieren.

Gleiche Beiträge für Abzocker statt höhere Beiträge und Leistungskürzungen für das Volk

Heute bezahlen die Top-Manager und Abzocker tiefere Beiträge als die normalen Arbeitnehmenden, denn für Einkommen von über 315'000 werden keine Beiträge mehr erhoben. Das ist absolut unverständlich. Wenn die Abzocker auch 2,2 Prozent ihres Lohnes an die Arbeitslosenversicherung bezahlen, dann ergibt dies Mehreinnahmen von 440 Millionen Franken. Die Behauptung des Bundesrats, ohne Leistungsabbau müssten die Arbeitnehmenden mehr bezahlen, ist nur ein billiger Abstimmungstrick. Die Wahrheit ist: Wenn die Abzocker endlich gleich viel zahlen wie die normalen Leute, dann braucht es weder Leistungsabbau noch höhere Beiträge (www.unia.ch)

Die Welt der Mikrofinanz traf sich in Bern

Vom 28. Juni bis 2. Juli war Bern die Hauptstadt der Mikrofinanzbranche. An der Jahreskonferenz der Social Performance Task Force trafen sich im Kursaal 200 Fachleute zum Austausch über den nachhaltigen Finanzmarkt. In einem Mediengespräch zogen DEZA-Direktor Martin Dahinden und vier führende Experten auf dem Gebiet der Mikrofinanzen Bilanz.

Für die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) sind Mikrofinanzen ein Schwerpunkt mit Zukunft. „Noch immer haben über zwei Drittel aller Menschen keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen“, sagte DEZA-Direktor Martin Dahinden vor den Medien. Vor allem fehle es an professionellen Unternehmen, die kostengünstige Kredite, Geldtransfers und Mikroversicherungen auch für Arme anböten. Finanzinstrumente könnten einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der weltweiten Armut leisten. Die Schweiz als wichtiger Finanzplatz kann eine Vorreiterrolle spielen.

Im Rahmen der Social Performance Task Force (SPTF) hätten die DEZA und ihre Partner bereits viel erreicht. Eine wichtige Voraussetzung ist die Messbarkeit der sozialen Nachhaltigkeit sowie die Transparenz der Branche. Nur so würden Anreize für die Investoren geschaffen, die soziale Nachhaltigkeit zu stärken, hielt Dahinden fest. Mit dem Mediengespräch zog Dahinden eine Bilanz des diesjährigen SPTF-Jahreskonferenz. Die DEZA war neben dem Liechtensteiner Entwicklungsdienst, der CGAP (Consultative Group to Assist the Poor) sowie der Ford Foundation Mitveranstalter der Konferenz. Als Referenten nahmen am Mediengespräch auch Laure Foose, Koordinatorin der SPTF, Melchior de Muralt, Vorsitzender des World Microfinance Forums in Genf, Klaus Tischhauser, Direktor von ResponsAbility, und Jean-Pierre Klumpp, CEO der Blue Orchard Finance teil.

Die SPTF ist das globale Forum der Mikrofinanzspezialisten, dessen Auftrag es ist, soziale Standards in der Mikrofinanzbranche messbar zu machen und zu verankern. Alle interessierten Gruppen sind in der SPTF vertreten: Mikrofinanzinstitute und deren nationale, regionale und internationale Neztwerke, soziale Investoren, Rating-Agenturen, Wissenschafter und Geber. An der diesjährigen Konferenz nahmen 200 Fachleute aus rund 50 Ländern teil.

Die Jahreskonferenz begann mit einer Vorveranstaltung am 28. Juni. An diesem Workshop wurden Teilnehmer, die neu auf dem Gebiet tätig sind, in die Arbeit des nachhaltigen Finanzsektors und der Social Performance Task Force eingeführt. Am 29. Juni trafen sich die Mitglieder der einzelnen Arbeitsgruppen (Netzwerke, sozial nachhaltiges Management, Investoren und weitere) zur Vorbesprechung ihrer Positionen. Am 30. Juni und 1. Juli fand die Plenarkonferenz der SPTF statt, an der jede Arbeitsgruppe über ihre Arbeit im vergangenen Jahr sowie die Herausforderungen und das Potenzial des kommenden Jahres berichtete. Am letzten Tag organisierte die DEZA ein zusammenfassendes Fachseminar, das sich auch an die erweiterte Gemeinschaft der Schweizer Akteure richtete.

Montag, 5. Juli 2010

Aufgeschnapptes

Haben sie auch Kinder. Ja so frühkluge, alles wissende, die sich weniger um ihre Kindheit kümmern, sondern sich eher an den sie umgebenden Erwachsenen orientieren. Da und dort schnappen sie Worte auf und bringen sie dann, wenn es ihnen passend erscheint mitten in einem Gespräch unter Erwachsenen ein. Das kann manchmal sehr peinlich sein oder umgekehrt zur Erheiterung beitragen. Denn die lieben Kleinen schnappen so einiges auf, wenn der Tag lang ist.  

Wiedereingliederung

Was das ganze mit der IV-Revision zu tun, wird sich der geneigte Leser fragen. Nun, es geht um den Begriff Wiedereingliederung. Zuerst war es die Kürzung der IV-Renten, jetzt möchte der Bund mangels wirklichen Erfolg oder Auswirkung auf die Kasse, 16'500 IV-Rentner in den Arbeitsmarkt zurückführen. Was da der Beobachter in seiner jüngsten Ausgabe jedoch zu dem Thema berichtet, haben wir schon in einigen Artikeln angetönt. Selbst Hilfswerke wie Caritas tun sich schwer bei der Wiedereingliederung. Kommt mir eben wie in der Einführung erwähnt vor, als wäre hier der Kindermund am sprechen. Man hat zwar gewisse Vorstellungen zum Thema Wiedereingliederung, aber die bisherige Praxis müsste zeigen, das all die am Schreibtisch ausgeheckten Ideen nicht wirklich vom Erfolg gekrönt sind.

Nun ist ja die Caritas einen Einrichtung, bei der viel von Hilfe und helfen die Rede ist. Das mag ja in den ein oder anderem Punkt sicher stimmen. Das Rad neu erfinden wird auch allerdings der Caritas nicht gelingen. «Wir können nur Personen einsetzen, die physisch und psychisch belastbar sind»: Christoph Bossart, der Geschäftsführer der Caritas beider Basel, war sich nicht sicher, ob Beglinger ganz allein im Laden hätte arbeiten können. Zudem seien die Möglichkeiten der Caritas, Arbeitsplätze anzubieten, beschränkt: «Wir sind hier in Basel nur ein Nischenplayer mit wenigen Stellenprozenten.» Enttäuschend für einen langjährigen, freiwilligen Mitarbeiter, der solcherart um seine Träume gebracht wird. (Bild anklicken Hartz IV durch IV-Rentner ersetzen)

Verlangt wird aber, dass im Rahmen der anstehenden 6. IV-Revision 16'500 Rentner wieder ins Arbeitsleben integriert werden sollen. Dies fordert der Bundesrat, um die IV-Kasse zu entlasten. Doch wohin mit den Wiedereinzugliedernden, wenn selbst Hilfswerke wie Caritas wenig anzubieten haben? Von wegen gezielter Anreize für die Arbeitgeber, so wie sich dass das Bundesamt für Sozialversicherung via Jobcoaching (Kinder bitte weghören) die Begleitung von IV-Rentnern vorstellt. Es wird nicht klappen. Genau sowenig wie vorher bei der Reduzierung der IV-Renten und jener die durch den Rost fallen.

Mangel an hoch qualifizierten Arbeitskräften

Seit einiger Zeit klagen gewisse Branchen der Schweizer Wirtschaft darüber, dass sie ihre Stellen für hoch qualifizierte Arbeitskräfte nicht besetzen können. Dieser Text erklärt, wer mit dem Mangel an hoch qualifizierten Arbeitskräften zu kämpfen hat und warum es dazu gekommen ist ( mehr dazu auf www.vimentis.ch

Familienarmut bekämpfen,

das System der sozialen Sicherheit besser koordinieren und kantonale Sozialberichte einführen: Das sieht ein Programm der Konferenz der kantonalen Sozialdirektoren (SODK) zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung vor. Viele Wörter, die unsere Kleinen aufschnappen, nachplappern , aber nicht verstehen. Oder doch die Vorbereitungen für ein Auffangnetz.

Sonntag, 4. Juli 2010

Betrachtungen zum Alltag

Selbstmitleid wirkt sich auf die Gefühle und das Denken, und damit auf das Verhalten, aus. Der Selbstbemitleidende neigt mehr und mehr zu negativem Denken, fühlt sich selbst als Opfer schwieriger Verhältnisse, vernachlässigt und ungeliebt von anderen. Trauergefühle, Ärger, Ängste und Hoffnungslosigkeit kennzeichnen seine Gefühlswelt. Soweit kann man dazu unter Wikipedia über Selbstmitleid nachlesen. Warum wir Selbstmitleid zum heutigen Blogthema ausgesucht haben, liegt an den Pressemeldungen der letzten Tage.

Die älteren unter unseren Lesern wurden ja noch nach anderen Werten erzogen. Da galt es schon als persönliche Niederlage, wenn man arbeitslos wurde. Der Gang zum Arbeitsamt (damals noch bei den Gemeindeämtern integriert) schien von vornherein ausgeschlossen. Dazu kommt noch, dass auf so einem Gemeindeamt der rege Parteienverkehr grossteils über noch über nebeneinander liegenden offen Schaltern abgewickelt wurde. So wurde man oft unbewusst Zeuge des Begehrs seines Nachbarn. Erst als die Arbeitslosenzahlen Mitte der 90er zu explodieren begannen, begann man nach und nach die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren einzurichten. Dort gab es dann schon Beraterbüros.

Nun hält ja das Leben neben Arbeitslosigkeit, noch eine Vielzahl von Schicksalsschlägen bereit. Das bis dahin scheinbar gesicherte Leben und/oder die Partnerschaft geht plötzlich den Bach ab. Nicht selten die Folge von Arbeitslosigkeit, oder dass der Partner plötzlich Gefallen an eine/r anderen gefunden hat. Ein Unfall oder eine schwere Krankheit . Dem beruflichen Niedergang folgt der finanzielle Abstieg. Mancher landet schlussendlich am Sozialamt. Man wird abhängig von Sozialleistungen. Soweit der technische Teil. Begleitet wird dieser Abstieg aber nicht selten von Selbstvorwürfen, verminderten Selbstwertgefühl und immer öfters ertappt man sich dabei, wie man die Frage stellt: " Warum passiert das gerade mir?" Allerlei schlimme Gedanken begleiten einem dabei.

Das gezeigte Verhalten wird immer passiver und zunehmend von Resignation geprägt. Das Interesse an der Umwelt lässt nach und die Person zieht sich in Extremfällen gänzlich zurück (Wikipedia)

Neuste Forschungsergebnisse aus Amerika

Der amerikanische Psychologe Mark Leary *(Wake Forest University in Winston-Salem, USA) hat in mehreren Tests allerdings inzwischen nachgewiesen, dass eine Person, welche Selbstmitleid zeigt, mit negativen Erlebnissen besser umgehen kann als jemand mit großem Selbstbewusstsein. Deswegen sei Selbstmitleid für Leute mit geringem Selbstvertrauen vorteilhaft.

* Bislang herrschte die Meinung vor, dass vor allem ein starkes Selbstwertgefühl wichtig sei, wenn es darum geht, Niederlagen oder Fehler zu verarbeiten. Learys Studien zeigen nun, dass Menschen, die statt zu großem Selbstbewusstsein zu Selbstmitleid neigen, negative Erlebnisse oft anders und vor allem besser bewältigen.Ein weiterer unerwarteter Nebeneffekt sei zudem, betont Leary, dass Menschen mit starkem Selbstmitleid offenbar mehr Verantwortung für ihre eigenen Fehler übernehmen. Der Wissenschaftler ist daher überzeugt, dass Selbstmitleid insgesamt und gerade für Leute mit geringem Selbstvertrauen nur vorteilhaft ist. (Stern.de)

Erwarten wir eigentlich in dieser Situation als Sozialhilfebezieher Mitleid aus unserem persönlichen Umfeldes, der Familie ? Leary beschreibt es ja in seiner Studie. Wir reagieren dabei verschieden. Je besser wir in das Umfeld als Menschen intrigniert sind, desto leichter wird es uns gelingen, damit umzugehen. Haben wir dies nicht, können wir uns bei einem guten Freund/in den Frust von der Seele quatschen. Andere gründen Selbsthilfegruppen mit Gleichgesinnten zum Gedankenaustausch. Dazwischen finden sich mal da und dort diejenige/n, welche versuchen sich ihr "Schicksal" wegzuschreiben. Sei es in Blogs, mit Büchern usw.

Wenn man dies offen tut und so schriebt wie es bei einem im Alltag wirklich abläuft, OK. Ohne dabei den Eindruck zu vermitteln, dass man dauernd bemitleidet werden möchte. Besonders betroffen sind Frauen mit mehreren Kindern – die sogenannten Alleinerziehenden. Sie werden mit den jüngsten Buch-Thesen der ehemaligen deutschen Tagesschausprecherin Eva Hermann weniger anfangen können. Es geht knapp her in solchen Haushalten. Nicht selten fliessen Alimente spärlich bis gar nicht. Eine grosse Last und Verantwortung, die manche Frau da zu tragen hat. Dürfen sie deswegen Selbstmitleid haben oder es von anderen für sich erwarten? Sie sind eine von Vielen. Es liegt an in der Verantwortung einer modernen Gesellschaft, Frauen, aber auch Männern diejenigen Hilfen und Voraussetzungen bereit zu halten, dass sie es auch künftig schaffen, über die Runden zu kommen. Selbstmitleid ist dabei ein schlechter Berater. Verbitterung noch mehr. Die Kinder brachte ja nicht der Storch. Und manchmal hält für diese Frauen das Schicksal oft noch ein Türchen offen. Auch ich habe in jungen Jahren eine Frau mit drei Kindern geheiratet. Ich würde es heute nochmals tun. Gegen den Rat der Familie. Nur würde ich das ein oder andere konsequenter druchziehen. Umgekehrt sind Patchwork-Familien heute IN.

Ebenso können unüberlegte, ärztliche Diagnosen einem von einem Tag auf den anderen aus der Bahn werfen. Nur gibt es hier im Gegensatz zu oben, ganz, ganz selten eine Chance. Da bleibt aber auch keine Zeit für Selbstmitleid. Sondern man versucht mit seinem Partner noch alle Zeit zu nützen. Das Beste aus der Situation zu machen. Gemeinsam die Steine aus dem Weg räumen.

So bleibt am Schluss nur eine Frage. Aber an wem sollen wir sie stellen ? Warum gerade ich ? Warum muss gerade ich so einen steinigen Weg gehen und bekomme nicht ein Zipfel des Glücks oder von finanzieller Unabhängigkeit zu fassen. Nur Mitleid dürfen wir in diese Situation nicht erwarten. Selbstmitleid wirkt sich auf die Gefühle und das Denken aus und kann uns den Rest von Lebensqualität nehmen. Lassen wir unseren Gefühlen einfach freien Lauf, egal wir gross die Steine sind, welche wir in den Weg gelegt bekommen. Der Weg ist das Ziel. Mitleid passt nicht in unser Gesellschaftsbild.

Was Betroffene erwarten ist nicht Mitleid, Almosen und Vorurteile. Sie sind und bleiben Menschen wie Du und Ich. Sie haben Rechte, abe rauch Pflichten. Dessen sind sie sich durchaus bewusst. Nur müssen sie vielleicht manchmal eine kleinen oder grösseren Umweg gehen, um ans Ziel zu gelangen. Auf keinen Fall sind sie die Verursacher explodierender Defizite. Denn in einem werden sie mir Recht geben. In der Politik sind sie eher selten anzutreffen. Dies ist keine wissenschaftliche Arbeit, sondern gibt nur einen kleinen Teil des Alltag Betroffener aus zahlreichen Gesprächen wieder.

PD 7/2010