Donnerstag, 28. Januar 2010

Auszeit

Geschätze Leser

Ich muss mal kurz meine Batterien aufladen lassen. Also bis die Tage. Benutzt doch bitte inzwischen das Archiv zum Duchblättern und Nachlesen. Findet sich sicher für jeden Geschmack etwas. Bis zum nächsten Artikel, allen eine tolle, grippefreie,
erfolgreiche Zeit und viel Interessantes zum Lesen in der Bloggerwelt.

Peter

Sind ja nur kleine Existenzen



Schlampige Datensammler: Alles viel schlimmer

Hunderte Zuschauer meldeten «Kassensturz» Erfahrungen mit fehlerhaften Einträgen in Bonitätsdatenbanken.
Auch die neusten Fälle zeigen: Die Branche schlampt auf breiter Front – mit äusserst sensiblen Personendaten.
«Kassensturz» zeigt auf, wie Konsumenten sich dagegen wehren können.

Quelle: SF Kassensturz

Zum Thema : Was machen Kredit-, Handels- und Wirtschaftsauskunfteien?

Kredit-, Handels- und Wirtschaftsauskunfteien sammeln Informationen über die wirtschaftliche Betätigung, Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit (Bonität) von Unternehmen und Privatpersonen. Diese Informationen werden in Datensammlungen gespeichert und gegen Entgelt an anfragende Stellen schriftlich, telefonisch oder im automatisierten Verfahren weitergegeben. Ein grosser Teil der Auskunftstätigkeit betrifft Unternehmen, die sich über andere Unternehmen informieren wollen. Auskünfte werden aber auch in erheblichem Umfang über gewerblich tätige Einzelpersonen sowie über Privatpersonen erteilt. (mehr Eidgenössischer Datenbeauftragter)
Vorschau : Der neue I-Pad

Mittwoch, 27. Januar 2010

Revolution bei Interdiscount

Bei Interdiscount spricht man von Innovationsoffensive,

der Revolution der Geschwindigkeit. Nicht immer klappt es dabei scheinbar mit der Werbfirma und oder bei den Preisen. Was man nachlässt, muss vorher raufgesetzt werden. Merkt ja sowieso keiner. (Links Prospekt, rechts Coop-Zeitung, 1x 1.999.- und einmal 1.899.- ?!!)


Bitte Anklicken !

Bezugsdauer für Kurzarbeitsentschädigung



Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO hat am 26. Januar 2010 eine Anhörung zur Verlängerung der Höchstbezugsdauer der Kurzarbeitsentschädigung von 18 auf 24 Monate unter Beibehaltung der Verkürzung der Karenzfrist eröffnet. Die Verordnungsänderung würde auf den 1. April 2010 in Kraft gesetzt und bis zum 31. Dezember 2011 gelten.

Durch die Kurzarbeitsentschädigung soll verhindert werden, dass Unternehmen in konjunkturell schwierigen Phasen wegen Auftragsmangel Personal abbauen. Dadurch können Entlassungen und Arbeitslosigkeit vermieden werden. Der Unternehmung bleibt das Know-how der Mitarbeitenden erhalten. Die Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes geht davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen in den bevorstehenden zwei Jahren erheblich zunehmen wird. Um dem entgegen zu wirken und um den Unternehmungen eine gewisse Planungssicherheit zu geben, soll frühzeitig über eine Verlängerung der Bezugsdauer entschieden werden.

Seit dem 1. April 2009 kann innerhalb von zwei Jahren für insgesamt 18 Monate Kurzarbeitsentschädigung bezogen werden. Diese Dauer wird auf 24 Monate verlängert, wobei bei ununterbrochenem Bezug von 24 Monaten innert zwei Jahren, eine Wartefrist von 6 Monaten vorgesehen ist, bevor abermals ein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung geltend gemacht werden kann. Seit dem 1. April 2009 muss der Arbeitgeber jeweils nur noch einen Karenztag statt wie ursprünglich zwei resp. drei Karenztage übernehmen. Dies soll weiterhin der Fall sein und mit der Dauer der Verlängerung auf 24 Monate koordiniert werden. Damit übernimmt die Arbeitslosenversicherung einen grösseren Teil des Lohnausfalls. Die Kosten für die Arbeitslosenversicherung für einen Mitarbeitenden, der KAE bezieht, sind in aller Regel geringer als die Kosten für eine ganzarbeitslose Person. Grundsätzlich werden deshalb die Kosten der Arbeitslosenversicherung durch die Verlängerung nicht ansteigen.

Staatssekretariat für Wirtschaft

Patentrezepte

Es gibt kein Patentrezept gegen Armut und soziale Ausgrenzung.



Armut wird oft mit Entwicklungsländern in Verbindung gebracht, wo Unterernährung, Hunger, und der Mangel an sauberem Trinkwasser zum Alltag gehören. Aber Europa ist ebenso von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen. Nicht so ausgeprägt, aber dennoch zu inakzeptablem Ausmaß. Armut und Ausgrenzung eines einzelnen Individuums führen letztendlich zur Armut einer ganzen Gesellschaft. Europa kann nur dann stark sein, wenn das Potenzial jedes einzelnen voll ausgeschöpft wird.

Eines ist jedoch sicher: Diesen Kampf können wir nur gemeinsam gewinnen. Es ist an der Zeit, unser Bekenntnis zu Solidarität, sozialer Gerechtigkeit und mehr Integration zu erneuern.

Dienstag, 26. Januar 2010

Armut, Sozialfirmen und Berater



Bald keine Armut mehr in der Schweiz ??

Berater aller Branchen tuen sich soweit immer ganz leicht bei ihrer Tätigkeit. Führen sie dann noch einen eigenen Blog, läuft es ihnen ganz ungeniert aus der Tastatur, was der Tag und die Meldungen so hergeben. Es herrscht auch in dieser Branche ein Verdrängungswettbewerb, sodass man schon mal voreilig den einen oder anderen Artikel ablässt. Voll im Bewusstsein und nach meiner bisherigen nicht eben kurzen Berufserfahrung, das sie für das Gesagte oder Geschriebene nie direkt in Haftung genommen werden.

Jede Regierung hat schon Millionen von Franken in den Sand gesetzt um sich von Fachleuten und Konsulenten beraten zu lassen. Offenbar scheint man bei der Caritas dem Jahr der Armut entsprechend, auf den Zug aufspringen zu wollen. Laut Caritas-Forum 2010 ist Armut in der Schweiz nicht augenfällig und bedeutet selten, ums nackte Überleben kämpfen zu müssen (?). Noch dazu im internationalen Vergleich. Doch Armut ist kein Seltenheit, wenn sie verstanden wird als prekäre Lebenslage, geprägt von finanzieller Knappheit, gesundheitlichen Schwierigkeiten, beengten Wohnverhältnissen und sozialem Ausschluss. So verstandene Armut hat gravierende Folgen für einzelne Menschen und Familien, wie auch für die Gesellschaft als Ganzes.

Holen sie sich einen Betriebsberater ins Haus. Der wird ihren Betrieb soweit es seinem persönlichen Können entspricht durchleuchten und ihnen unangenehme Dinge sagen, die sie ohnehin schon wussten, aber bisher verdrängt haben. Dafür zahlen sie noch eine saftige Rechnung. Geht ihr Betrieb mit seinen/ihren Ratschlägen und Empfehlungen trotzdem den Bach ab, so wird er nie mithaften. Den Kopf hinhalten werden immer sie. Für meine Wiedergeburt sehe ich im Beruf eines Berater, einen der ersten, welche ich schon mal in die engere Wahl nehmen möchte.

Das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung ist für die Caritas Anlass, das Thema Armut erneut auf die sozialpolitische Agenda zu setzen. Das Caritas-Forum soll dazu beitragen, dass 2010 nicht nur ein besonderes Jahr für die Armutsdiskussion, sondern auch ein Jahr für die Armen und gegen die Armut wird.

Schon über die Definition was ist eigentlich Armut, könnte man stundenlang diskutieren. Man kann sich auf zwischenstaatliche Abkommen berufen und sie mit der EU vergleichen. Nur wäre das Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Auch wenn man sie, die Armut, der europäischen Definitionen angleicht, ändert sich im Alltag der hiesigen Armen weniger. MM hat in seinem Blog eine absurde Rechnung der BAZ zum Thema wiedergegeben. Tatsache bleibt, auch statistisch wird das angepeilte Ziel der Caritas Armut zu halbieren ein Wunschdenken bleiben. Vielleicht mag es daran liegen, dass die Caritas manchmal mit zu grosser Kelle anrichtete und die Armen in der Schweiz etwas vergisst und zuviel international tätig wird. Gut, das wäre vielleicht unfair bei Haiti. Zumindest erwarte ich mir, das das Jahr über nur mehr Geld in die heimische, bedrohten Bevölkerungsschichten umgelenkt werden. Selbst Carisatläden haben mehr und mehr Schwierigkeiten an Ware zu kommen - ein Spiegel des Ist-Zustandes unserer momentanen Wirtschaftslage.

Wir sind in vielen Punkten mit der Kampagne der Caritas konform. Nach den Schätzungen der Caritas ist in der Schweiz jede zehnte Person von Armut betroffen. In der Eu jede Siebente. Der politische Handlungsbedarf sei hoch. Das Hilfswerk fordert eine Dekade der Armutsbekämpfung. Von 2010 bis 2020 “müsse“ die Zahl der armutsbetroffenen Personen in der Schweiz halbiert werden. Die Caritas legt mit dem Beginn Jänner einen entsprechenden Aktionsplan vor. Derzeit ist allerdings das tragische Erdbeben von Haiti im Fokus der Medien. Die Armut in der Schweiz muss warten.

Nur wird der Plan so ohne erkennbaren politischen Willen etablierter Parteien, auch der SVP und ohne tatkräftige Unterstützung der Wirtschaft nicht realisierbar sein. Mit 2010 beginnt eine neue Zeitrechnung. Die Vorzeichen stehen eher auf Sturm den auf Harmonie. Es muss endlich einen andere Sozialdiskussion Platz greifen. Das Instrument Sozialfirmen wurde in der Vergangenheit schon zuviel missbraucht. Dabei wird es noch falsch definiert. Die Keimzelle aller Sozialfirmen in der Schweiz waren schon lange vorher die Selbsthilfeprojekte von den Betroffenen. Umgekehrt lassen sie sich nicht unbegrenzt vermehren. Ausserdem buhlen heute schon zu viele um diesen ersten Arbeitsmarkt. Firmen die sich daran einen goldene Nase verdienen, genauso wie Firmen die auf einen Pool aus billigen Arbeitskräften zugreifen können und Betroffenen welche mit Sanktionen des RAV hin- und hergereicht werden, und dabei kränke rund kränker werden. Nebenbei spähen auch Behinderteneinrichtungen, Haftanstalten, Suchtbekämpfung mit Wiedereingliederung u.v.a.m. auf die immer kleiner werdende Schar von Vermittelbaren. Der Rest ist einfach entweder vor der Armut oder mit ihr wegen Krankheit weg vom Fenster – sprich nicht mehr vermittelbar. Dazu gibt es heute schon genug Erfahrungszenarien.

Dazu muss man/frau kein Berater sein um heute schon vorauszusagen, so wird es künftig nicht gehen. Wir werden helfen, wir werden unterstützen. Lobbieren. Nur den wirklich armustbetroffenen Mitbürgern falsche Hoffnungen vorgaukeln, lässt sich mit unserem Gewissen nicht vereinbaren. Dazu kennen wir die Szene zu gut. Nicht nur aus den Medien und Rechenspielchen, sondern am eigenen Leib. Deshalb sind wir froh um jede(n) engagierten Sozialarbeiter/in. Und halten Distanz zu jenen, die sich ins gemachte Nest setzten, nur weil sie einen berühmten Namen haben. Pioniere waren andere (DAZU usw.). Das kann man auch in den Archiven nachlesen. Nur ihnen wurden grosse bürokratische Hürden aufgebaut,
die man ohne bundesrätliche Beziehungen nicht so schnell lösen konnte.

Somit stellt sich gar nicht die Frage, was die Caritas tun wird, wenn es kaum mehr Arme in der Schweiz gäben würde.

Montag, 25. Januar 2010

HP Touchsmart 600-1050: Sein und Schein



Der HP Touchsmart 600-1050de tritt in die Fußstapfen seines Vorgängers HP Touchsmart IQ820
und bietet an Ausstattung alles, was gut und teuer ist.

Es sollte eine Revolution werden. HP war und ist Vorreiter mit dem kleinsten (HP 2133) und grössten Touchsmart  am Markt. Neuere Modelle  gibt es sogar mit Multi-Touch-Funktionen anstatt Single-Touch . Insgesamt aber nicht der versprochene Vorteil, der sich bei den momentan installierten Anwendungen gegenüber der Single-Touch-Funktionalität bietet. Die Spielereien sind zwar nett. Allerdings mangelt es momentan beim HP Touchsmart 600-1050de noch an vernünftigen Anwendungen für die Multi-Touch-Technik.

Leider hat man dem All-in-One-PC noch keinen neunen, aktuellen Prozessor verpasst. Sonst ist die Ausstattung multimedial luxerös, inklusive TV. Die Leistungsfähigkeit hat beim HP Touchsmart 600-1050de im Vergleich zum vorigen Modell nicht zugenommen. Andererseits noch ein weiter Weg zum vollwertigen Multi-Touch-Gerät. Und wenn man schon dabei ist zu verbessern, wäre es auch nett die Geräuschkulisse und den Stromverbrauch zu reduzieren. Die Preise hat man ja schon etwas nach unten korrigiert.


Quelle: PCwelt.de TV

Sonntag, 24. Januar 2010

Auf ein Wort !

Macht



„Macht ist, wenn man einen Punkt im Leben erreicht hat, der einen glauben lässt, dass eben diese Macht alles entschuldigt.”

Katja Kerschgens, Rhetorik- und Schlagfertigkeitstrainerin


Samstag, 23. Januar 2010

Billag a la demokratie leuenberger



Bundesrat Leuenberger meint, dass alle für die SRG bezahlen sollen. Den auch, wer keinen Radio und Fernseher besitzt, profitiert von der Demokratie, die die SRG bereitstellt, sagt Bundesrat Leuenberger. «In der ursprünglichen Logik hat sich vieles verschoben», sagte er.

Im heutigen Beitrag möchte ich versuchen diese neue Form der Demokratie a la leuenberger in der Praxis zu erklären. Ich besitze zwar einen PC, Radio, und TV. Davon benutze ich allerdings nur den PC. Der ist aber nicht radiotauglich und besitzt auch keinen Fernsehempfang. Den Radio und TV können wir an jedem Ort der Wohnung gratis bei unseren Nachbarn mithören. Ich finde das toll. Die wenigen Sommerabende, welche man heuer auf dem Balkon verbringen konnte, kann man auf einer Hand abzählen. Was aber nie fehlte, war die Backgroundmusik der Nachbarin oberhalb unserer Wohnung. Die nimmt nach einem langen Arbeitstag ihr Abendessen meistens in trauter Zweisamkeit mit ihrem Freund ein. Nur unterbrochen von lautstarken Handygesprächen. Ist das schon gelebete Demokratie oder einfach Rücksichtslosigkeit ?

Am liebsten höre ich die tiefen Bässe meines anderen Nachbarn vis a vis. Man hat mit zwar erzählt, rundum die Bässe gebe es noch so etwas wie Musik. Aber die höre ich nicht. Nur die Holzdecke biegt sich im Takt der Bässe, rhythmisch wie die Wellen am Strand. Bei uns werden ja neuerdings verstärkt am Balkon Rauchpause eingelegt. Je Quartierseite 10 Balkons! Niemand traut sich mehr in der Wohnung rauchen. Von wegen Raucherwohnung und hoher Malerkosten beim Auszug. Das geht oft bis in die frühen Morgenstunden. Für einen Zigarettenlänge lernte ich gratis nach und nach die verschiedenen Musikgeschmäcker meiner Nachbarn kennen.

Irgendwie kann man sich ja dem demokratischen Musikgenuss nicht entziehen. Vielleicht kurz, während der Fahrt zum Einkaufsmarkt im eigenen Auto. Im EZ wird man schon wieder mit Gedudel und Musik empfangen. Am schlimmsten ist es bei Mediamarkt. Die könnten wahrscheinlich den doppelten Umsatz machen, wenn sich Kunden und Verkäufer besser verstehen würden. Neu darf man ja beim meinem Hausarzt jetzt keinen MP3-Player und Handys im Wartezimmer benutzen. Vor allem weil der nicht grösser als 10qm gross ist.

Ja wie gesagt, am PC ist diesebzüglich nicht viel los. Deshalb erschrecke ich umsomehr, wenn sich plötzlich auf einer Seite nach einem kurzen Mauskontakt plötzlich aussagekräftige, laute Werbedurchsagen einschalten. Wobei die Betonung hier eher auf lautstark liegt. Zusammenfassend glaube ich also schon zu verstehen was Herr Leuenberger mit Demokratie versteht. Nur wenn ich mir so die Beiträge von Otto Normalverbraucher und seiner Frau ansehe, was die bis heute schon in die Demokratie einzahlen, dann kann ich den Einwurf des Bundesrates nur so verstehen, dass wir alle von den Billaggebühren befreit werden müssten. Die Billag könnte man dem Verteidigungsministerium vereinen, sodass die Miltärersatzabgabe dann künftig für den Unterhalt des Schweizer Fernsehens abgeführt werden kann. Das SF könnte dafür gratis den Fuhrpark der Armee mitbenützen. Speziell für Luftaufnahmen würde sich eine Kooperation anbieten. Die zuviel bestellten Impfstoffe für die Schweinegrippe könnte man für Indukterradios eintauschen, welche gratis an die Bürger verteilt werden, die weder noch. Soweit habe ich die Äusserungen von BR Leuenberger verstanden. Konkrete Vorschläge für Gesetzesänderungen will der Bundesrat erst vorlegen, wenn das Parlament über den Bericht diskutiert hat. Wenn`s dann wirklich nicht`s mehr kostet, soll es mir recht sein.

«Leitfaden für zukünftige Steuerpflichtige»



 
Neue Ausgabe der Broschüre zum Download

Die Eidgenössischen Steuerverwaltung ESTV hat eine neue Auflage der Broschüre «Leitfaden für zukünftige Steuerpflichtige» veröffentlicht. Die mit zahlreichen Illustrationen und Karikaturen aufgelockerte Broschüre gibt in allgemein verständlicher Sprache einen Überblick über die Einkommens- und Vermögenssteuer natürlicher Personen beim Bund und in den Kantonen. (PDF Download)

Zudem wird auf besondere Steuertatbestände näher eingegangen, mit denen gerade jüngere und neue Steuerpflichtige oft konfrontiert sind.Diese Broschüre ist primär für den Schulunterricht konzipiert, kann aber für alle Steuerpflichtigen von grossem Nutzen sein. Als Hilfsmittel für Lehrkräfte dient es zur Beantwortung allfälliger Fragen seitens der Schüler. Ausserdem vermittelt die Broschüre neuen Steuerpflichtigen allgemeine Informationen zur Einkommens- und Vermögenssteuer.

Verfasst hat dieses Werk die Abteilung Grundlagen der ESTV; Herausgeberin der gedruckten Version ist die Schweizerische Steuerkonferenz (SSK), Vereinigung der schweizerischen Steuerbehörden.Die Neuauflage kann in deutscher, französischer und italienischer Sprache kostenlos bei der Abteilung Grundlagen der ESTV bezogen werden:

•via Internet: www.estv.admin.ch; Rubrik "Dienstleistungen",
•per E-Mail: ist@estv.admin.ch,
•per Post (Eigerstrasse 65, 3003 Bern).
 
Eidg. Steuerverwaltung



Freitag, 22. Januar 2010

Nein zur Senkung des Umwandlungssatzes der Pensionskassen

Über 200'000 Unterschriften konnten gegen die Rentensenkung gesammelt werden. Am 7. März 2010 werden wir über den Rentenklau bei den Pensionskassen abstimmen, ob die zukünftige Pensionskassenrente gekürzt wird.


 
Die Kürzung ist unzumutbar. Für viele Arbeitnehmende wäre im Alter ein Leben in Würde gefährdet.
Der Rentensenkung ist unnötig. Vor wenigen Jahren wurden die Renten bereits der steigenden Lebenserwartung angepasst. Es sind die privaten Versicherungsgesellschaften, die eine Rentensenkung wollen. Denn je weniger Rente sie auszahlen, desto höher ist ihr Profit.

Donnerstag, 21. Januar 2010

Ich blogge nachts heimlich unter der Bettdecke

"Bild"-Chef Diekmann: "Das Bloggen ruiniert meine Ehe"
Bloggen, immer bloggen, hat das nie ein Ende?



"Bild"-Chef Kai Diekmann hat von seiner Frau ein Ultimatum gestellt bekommen, doch das Aufhören fällt ihm schwer - wird er rückfällig wie die anderen? Einblicke ins Jahrestreffen der "Anonymen Blogger", bei dem am Ende sogar eine Kleinkamera starb. (Quelle : Spiegel Online TV)

Je dicker, je schicker

Immer mehr Verbände und Behörden rufen zum Kampf gegen Übergewicht auf. Wissenschaftler dagegen zweifeln, ob Dicksein ungesund ist. Aktueller Forschungsstand: Ein paar Kilos mehr verlängern das Leben.



Doch während das Problembewusstsein weiter genährt wird und die Warnungen immer schriller klingen, schmilzt die wissenschaftliche Faktenbasis wie Fett auf dem Grill. Übergewicht, sagt eine wachsende Zahl von Experten, mag ästhetisch misslich sein, gesundheitsschädlich ist es nicht. Diese überraschende Erkenntnis wird durch immer mehr Studien erhärtet. Im November 2007 erklärten das amerikanische National Cancer Institute und die Centers for Desease Control, dass leichtes Übergewicht die Sterblichkeitsrate senke. Die Gesundheitsdaten von zwei Millionen US-Bürgern wurden dafür ausgewertet.  mehr (Quelle: Weltwoche.ch)

Mittwoch, 20. Januar 2010

Ärger der Woche


Freie Meinungsäusserung

Seit wir im Blog die Kommentarfunktion deaktiviert haben, bekommen wir verschiedentlich Mails, ob wir uns nicht der Kritik stellen möchten. Im Normalfall gerne und jederzeit. Andere sehen darin eher Nachteile für unseren Blog, weil damit der Dialog fehlen würde.

Es möge ja der ein oder andere recht haben. Fachleute sprechen davon, dass Blogs ohne Kommentarfunktion weit weniger Zugriffe haben. Ja so ist es halt beim Bloggen. Die einen mögen nur kurze Wortmeldungen. Andere wieder sind daran interessert Dinge im Konsens zu sehen und nehmen dabei in Kauf ein paar Zeilen mehr zu lesen. Nach all den Jahren muss ich sagen, es ist ohnehin egal was man schreibt. Denn wären wir wirklich am Zugriffsbolzen, dann müssten wir uns um die diversen Blogseilschaften bemühen, nur um dabei zu sein. Der Inhalt wäre dann eher sekundär. Umgekehrt weis ich ja nicht, wie weit es für Leser interessant ist, wie oft ich heute am WC war oder welche Dinge ich gerne einkaufe, shope, esse oder trinke.

Wir haben uns von Anfang an aus allen möglichen Diskussionen soweit es ging herausgehalten. Der Grund – mehr als die Hälfte schreiben sowieso anonym. Andererseits ist es mir leid, immer wieder zu erklären, dass meine verbleibende Lebenszeit aufgrund meiner schweren Herzkrankheit welche ich am PC verbringen kann, beschränkt ist. Manchmal können dadurch sogar ein paar Tage Abstinenz entstehen. Diejenigen welche mich persönlich kennen, wissen auch, dass ich sonst durchaus bereit bin, mich trotzdem für ein Anliegen, Personen oder Willkür voll einzusetzen.
Oft mehr, als es meine Gesundheit erlaubt schimpft meine Frau. Ausserdem bin ich per E-mail erreichbar.

Leserbriefzensur

Warum ich dies alles schreibe. Weil diese Woche wieder mehrmals zu den Missbräuchen von IV-Beziehern geschrieben wurde, die eigentlich gar keine sind, sondern nur Personen darstellen, die ihre kriminellen Energien ausleben. Mir steht es bis zum Hals wie man in den Medien diese Fälle ausbreitet und damit all die Vorurteile gegenüber IV-Beziehern immer wieder aufwärmt. Egal ob die angebliche Krankenschwester, welche neben der IV auch ihre Freunde ausnimmt wie einen Weihnachtsgans. Oder der slowakische Politiker, der neben seinem Abgeordnetengehalt noch einen IV-Rente aus der Schweiz bezieht. Angeblich ist sein Gehalt mit Euro 5.000.- unter seinen Lebungshaltungskosten. Wir wissen es ja – es gibt leider einige die Missbrauch betreiben.

Kurzes Ende. Jetzt muss man sich ja sowieso schon überall bei den Leserbriefen registrieren. Man liest, man zensuriert und man passt die Leserbriefe offenbar dem Geschriebenen an. Jedenfalls schaffen es nur wenige Leserbriefe in die Öffentlichkeit. Liebe Medien – warum schreibt ihr eure Leserbriefe nicht gleich selbst. Wenn ich schon meine kostbare Zeit opfere, erwarte ich zumindest bei jedem fünften Mal eine Veröffentlichung. Oder anders ausgedrückt. Diejenigen welche veröffentlicht wurden, sind oft unterste Schublade. Regelt man damit das Niveau ? Wobei ich mich schon mal nach den Bewertungskriterien der Lektoren fragen muss. Menschlichkeit und Fairplay – mehr bràuchte es doch nicht. Dann klappt es auch wieder mit dem Zeitungsverkauf.

PLANET 13 - ein Selbsthilfeprojekt



Das Selbsthilfeprojekt Planet 13 wurde von Armutsbetroffenen für andere Armutsbetroffene entwickelt und realisiert. Sie betreiben das Internetcafé in Basel /CH selbstständig und ehrenamtlich. Es steht aber allen weiteren Interessierten offen.

Das Team

Das BetreiberInnen-Team stammt aus den verschiedensten Herkunftsländern: Deutschland, Serbien, Schweiz, Sri Lanka, Türkei, Sudan, Griechenland, Kurdistan und der Slowakei. Wir bieten folgende Sprachen in Wort und Schrift: Deutsch, Schwiizerdütsch, Neugriechisch, Spanisch, Italienisch, Arabisch, Französisch, Türkisch, Singhalesisch, Tamil, Slowakisch, Ungarisch, Serbisch und Englisch.
Die zuständigen verantwortlichen Teammitglieder für die verschiedenen Arbeitsfelder des Internetcafés Planet13, werden in der Rubrik Impressum erwähnt. Sie sind die entsprechenden Ansprechpersonen.

Das Internetcafé
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ist ein Austausch- und Treffort für Menschen aus den verschiedensten sozialen Kreisen und Kulturen. Sich gegenseitig kennenlernen, sich austauschen, eventuell bestehende Vorurteile abbauen, neue Ideen einbringen, Zusammenarbeitsformen finden, neue Projekte entwickeln, sich gegenseitig behilflich sein.

Armut und Gesundheitspflege



Gesundheit ist ein hohes Gut. Kranksein ein Defizit. Wer reich ist, lebt gesünder und hat mehr Mittel zum Erhalt des Wohlbefindens. Armutsbetroffene unterliegen besonderen Krankheitsbedrohungen. Statt Verständnis wird mehr Druck aufgebaut.

“Man möge sich die Folgen ausmalen, wenn das Gesundheitssystem sich vor allem an finanziellen Kalkülen, nicht an der Gesundheit des Patienten orientiert“, schreibt Stefan Kutzner, Professor für Soziologie in der Zeitschrift SozialAktuell (Nr. 6 / 2009, S. 17).

Ungedeckte Armutskosten

Menschen aus der Unterschicht, Minderbemittelte und Armutsbetroffene sind – medizinisch gesehen – mit erhöhtem Krankheitsrisiko behaftet. Nationalrat Otto Ineichen (FDP/LU) weist jedoch auf ein ökonomisches Problem hin (News, 5.6.09): „Das Schlimmste: Hausärzte haben riesige Ausstände. Teilweise über 100 000 Franken. Die Schuldner sind Leute, die allgemein versichert und die Prämien verbilligt haben.“ Ineichen zu den Minderbemittelten: “Sie holen sich systematisch das Geld für die Arztrechnungen bei der Kasse, bezahlen aber nicht. So schaffen sie sich ein Zusatzeinkommen.“ Die Hausärzte als mittelständische EinzelunternehmerInnen müssen Zahlungs-Ausstände der Armutsbetroffenen erdulden. In der Schweiz gibt es zudem 150'000 Menschen, die wegen unbezahlten Rechnungen ohne Versicherungsschutz der Krankenkassen sind. Die eidgenössischen Räte arbeiten an einer Lösung, mit der die Kantone 85% der offenen Krankenkassen-Rech-nungen übernehmen. Damit wird zumindest der obligatorische Versicherungsschutz gewährleistet.

Diskurs über Bedürfnisse

Der öffentliche Diskurs ist nun von den SchmarotzerInnen, die angeblich unrechtmässig Sozialleistungen beziehen, zu den SchmarotzerInnen in der Pflege gesprungen. Nationalrat Ineichen ortet im nichtchronischen Bereich eine übermässige Inanspruchnahme von medizinischen Dienstleistungen. 8 % der PatientInnen verursachten 60 % der Arztbesuche. Ineichen: „Sehr viele davon bekommen Prämienverbilligungen“. Damit peilt er die untersten Schichten unserer Bevölkerung an. Doch auch für diese gibt es das intensive zwischenmenschliche Bedürfnis, angehört und verstanden zu werden. Vertraulichkeit gewähren vor allem noch die HausärztInnen. Ihre mentale Zuwendung in einem Pa-tientInnengespräch gehörte daher ebenso mit Tarmed-Punkten entschädigt wie eine allfällige Beratung und Triage zugunsten einer nicht technokratischen Sozialfürsorge. Solche Massnahmen wären die beste Gesundheitsvorsorge, besser als Diskurse über angebliche SchmarotzerInnen.

Was zu tun wäre

Pflegeexpertin Cornelia Mackuth-Wicki (BScN) weist auf besondere Krankheitsfaktoren bei Armut hin: Migration, schlechten sozialen Status, mangelnde Schulbildung, weibliches Geschlecht. Nebst der höheren Lebenserwartung unterliegt unsere Gesellschaft neuen Prozessen. Psychische und chronische Krankheiten nehmen zu, ineinander gekoppelte Krankheiten ebenso. Was genau ist an Be-treuung nötig? Ist ein Medikament genau so wirkungsvoll oder wirkungsvoller als eine Entspannungsübung? Mackuth-Wicki empfiehlt ein Überdenken der Aufgabenteilung zwischen Ärzteschaft und Pflegediensten. Es sollten vermehrt niedrigschwellige Anlaufstellen auf Pflegestufe ausserhalb der normalen Bürozeiten geöffnet werden. Und zur Gesundheitspflege gehören Gesundheits-Aufklärung und mehr Bildung, damit überhaupt Eigenverantwortung wahrgenommen werden kann. (Quelle 1/2 Unabhängiger Mediendienst)

Paul Ignaz Vogel

Dienstag, 19. Januar 2010

Hartz IV-Update auf Hartz V


Ist Hartz IV eine "angenehme Variante" des Lebens? Das behauptet Hessens Ministerpräsident Koch - und fordert eine Arbeitspflicht für Arbeitslose, zur Not in Billig-Jobs. Die These des CDU-Politikers: Jedes Sozialsystem braucht ein Element der Abschreckung.

Nach einer kurzen satirischen Einleitung im Vorbeitrag,  zum bitteren Ernst des Hartz IV Alltags. Vorab. Kennt ihr den Unterschied zwischen einen Arbeitslosen und einem Beamten? Nein ! Der Arbeitslose hat sich schon einmmal bewegt. Ist schon etwas abgegriffen, wird aber trotzdem noch gerne genommen. Allerdings hat Hessens Ministerpräsident Koch einen neue, fiese Variation auf Lager. Wobei hier Beamter durch Politiker oder Koch ersetzt werden darf. Wie schon oben erwähnt, fordert er eine Arbeitspflicht für alle Arbeitslosen. Er ist der Meinung, sagt er, die Nachbarn müssen ein Instrumente einsetzen, damit niemand das Leben von Hartz IV als angenehme Variante ansieht. ( Wer tat das je) Na ja lassen wir das lieber. Dazu ist das Thema zu heikel. Egal ob in Deutschland oder hier in der Schweiz.

Hartz-IV-Empfänger sollen also zusätzlich zu den staatlichen Leistungen mehr eigenes Geld verdienen dürfen als bisher. Außerdem wurde die Frage aufgeworfen, wie schnell Arbeitnehmer in das Hartz-IV-System abrutschen dürfen, auch wenn sie zuvor jahrzehntelang in die Sozialversicherung eingezahlt haben. Dabei gibt es allerdings Probleme, welche sich nicht so leicht unter den Tisch kehren lassen. Deren Wurzeln liegen in der Politik. Politik wird von Politikern gemacht, die selten während ihrer Karriere Einblicke erhalten, wie es ist arbeitslos zu sein. Was es heisst auf Hartz-IV angewiesen zu sein, um sein und das Leben der Familie zu bestreiten. Dabei lassen wir die Diskussion von wegen Betrüger und Schmarotzer mal beiseite. Sie sind nicht die eigentliche Ursache für die hohen Arbeitslosenzahlen in Deutschland. Die liegen eher auf der Seite der Politik.

Umgekehrt, wo sind den die Millionen von Arbeitsplätzen, welche Herr Koch gerne vergeben möchte? 1-Euro Jobs sind schon rar. Langzeit- u. Festarbeitsplätzearbeitsplätze entsprechen in Zeiten wie diesen eher schon einem Lottosechser. Und die Politikerjobs sind auch nicht mehr langfristig sicher.

"Wir haben ja zwei Gruppen", sagte Koch nun der "Wirtschaftswoche". "Jene, die durch die Unbilden des Lebens, völlig ohne eigene Schuld, in Not geraten sind. Denen möchte man Hartz IV eigentlich nicht zumuten. ( och wie gütig!). Und wir haben Menschen, die mit dem System spielen und Nischen ausnutzen. Wenn man das nicht beschränkt, wird das System auf Dauer illegitim." Ja, eben, da hat er schon recht. Ändert aber nichts am Aderlass in der Autobranche, IT-Branche, bei Post und Bahn, den Metallern und der Industrie.

Das Wesen der Arbeitslosenversicherung liegt doch darin, dass diese Menschen einmal für die Solidargemeinschaft viel einbezahlt haben und wenn sie selbst in Not sind, wären sie jetzt die Gelackmeierten", kritisierte Huber. Die bisherige Regelung ist ungerecht. Tausende Urteile gegen Fehlentscheide sind noch von den Sozialgerichten ausständig. Jetzt macht her Koch noch eine Sippenhaftung daraus. Unverständlich in Hinblick auf die Ungeschorenheit der Bankenmanager usw. Politiker kann man abstrafen, indem man eine andere Partei wählt. Allerdings ist das auch kein Allheilmittel. Man kauft die Katze im Sack.

In der Union mehren sich die Stimmen für eine grundsätzliche Korrektur der Hartz-IV-Gesetze. An der Reform sei vieles "hastig" gemacht worden und müsse gerechter werden, sagte Arbeitsministerin von der Leyen. Hartz V muss wieder menschlicher werden und nicht die Menschen verurteilen, sondern das System und deren Baumeister. Insgesamt, mit Verlaub, ein schlechter Scherz Herr Koch. Dazu ist das Thema zu ernst.

Der kleine Nils will Taschengeld (Satire)

Darf man über Hartz IV Satire machen? Ja, wenn man kein Politiker ist, Koch heisst und einem selbst das Wasser bis zum Hals steht.

"Ist da der Herr Hartz ?"


Quelle: Antenne Bayern

Montag, 18. Januar 2010

Schweizerische Sozialhilfestatistik




Die Sozialhilfequote im Kanton Graubünden beträgt 1,4%



Im Kanton Graubünden sind 1,4 Prozent der Bevölkerung auf Sozialhilfe angewiesen. Die Sozialhilfequote bleibt damit auf tiefem Niveau stabil. Überdurchschnittlich stark betroffen sind junge Erwachsene sowie Alleinerziehende. Dies geht aus der Schweizerischen Sozialhilfestatistik für das Jahr 2008 hervor.

Die Ergebnisse der Schweizerischen Sozialhilfestatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) für das Jahr 2008 zeigen, dass der Kanton Graubünden eine im Vergleich zur Gesamtschweiz tiefe Sozialhilfequote aufweist. Die Sozialhilfequote blieb im Kanton Graubünden in den Jahren 2006 bis 2008 stabil und betrug jeweils 1,4 Prozent. Im Jahr 2008 bezogen 2569 Personen Sozialhilfe. Die gesamtschweizerische Quote für das Jahr 2007 lag bei 3,1 Prozent (der Wert für 2008 liegt noch nicht vor).

Je grösser die Gemeinde, desto höher die Sozialhilfequote
Die Sozialhilfequote steigt tendenziell mit der Grösse bzw. Urbanität einer Gemeinde. Ein hoher Anteil von Sozialhilfebezügern und- bezügerinnen findet sich erwartungsgemäss in Chur, wo die Quote bei 3,2 Prozent liegt. Auch einzelne mittelgrosse Gemeinden wie Domat/Ems oder Thusis sind mit Werten von 3,2 Prozent bzw. 3,3 Prozent überdurchschnittlich stark betroffen. Die Tourismuszentren Davos (1,9%) und insbesondere St. Moritz (0,9%) weisen im Vergleich zu anderen Gemeinden mit ähnlicher Grösse eine tiefe Sozialhilfequote auf.

Trotz Vollzeitjob in der Sozialhilfe
32% der Sozialhilfeempfänger/innen ab 15 Jahren sind erwerbstätig. 40% davon erzielen trotz einer Vollzeitstelle ein ungenügendes Einkommen. Vergleichsweise hoch ist dieser Anteil bei den Ausländern und Ausländerinnen (56% gegenüber 34% bei den Schweizern und Schweizerinnen). Der Beschäftigungsgrad variiert je nach Geschlecht. 67% der Männer, aber nur 23% der Frauen sind vollzeitig erwerbstätig. Dies ist massgeblich mit den Kinderbetreuungspflichten vieler Sozialhilfe-bezügerinnen zu erklären, die nur eine Teilzeiterwerbstätigkeit zulassen.

Sozialhilfebezug von mehr als einem Jahr ist die Regel
Die Sozialhilfe soll eine vorübergehende Unterstützung in Notlagen darstellen, häufig erstreckt sie sich aber über einen längeren Zeitraum. In 42 Prozent der Fälle dauert der Bezug mehr als zwei Jahre. In 20 Prozent der Fälle beträgt die Bezugsdauer zwischen einem und zwei Jahren und in 38 Prozent der Fälle liegt sie unter einem Jahr. Medienmitteilung BFS

Hohes Sozialhilferisiko Alleinerziehender
Die Zahl der Alleinerziehenden in der Sozialhilfe ist im Vergleich zu 2007 um 12 Prozent gesunken. Dennoch bleibt das Sozialhilferisiko von Familien mit einem alleinerziehenden Elternteil sehr hoch: Die Unterstützungsquote liegt bei 9,6 Prozent. Annähernd jeder zehnte Haushalt von Alleinerziehenden wird von der Sozialhilfe unterstützt. Mit 2,9 Prozent weisen auch die Alleinlebenden eine überdurchschnittliche Unterstützungsquote auf. Bei Paaren mit Kindern beträgt die Sozialhilfequote 0,6 Prozent, bei Paaren ohne Kinder 0,3 Prozent. 130 Paare mit 290 Kindern müssen finanziell unterstützt werden. Zusammen mit den Kindern von Alleinerziehenden ergibt dies eine Anzahl von 817 Kindern, die von der Sozialhilfe leben. Der grösste Anteil dieser Kinder (728) ist unter 17 Jahre alt.

Risikogruppe junge Erwachsene
Junge Erwachsene tragen ein erhöhtes Risiko, von der Sozialhilfe abhängig zu werden: 1,7 Prozent der 18- bis 25-Jährigen beziehen Sozialhilfeleistungen. Im Unterschied zur Gesamtentwicklung hat die Zahl der Bezügern und Bezügerinnen in dieser Altersklasse zwischen 2007 und 2008 um 8% zugenommen. Arbeitslosigkeit sowie ein tiefes Ausbildungsniveau junger Erwachsener bilden zentrale Risikofaktoren. 39 Prozent der jungen Erwachsenen in der Sozialhilfe sind arbeitslos (alle jungen Erwachsenen: 3%) und 19 Prozent (4%) sind weder erwerbstätig noch auf Stellensuche. Auffallend ist auch, dass 68 Prozent der jungen Erwachsenen in der Sozialhilfe über keine abgeschlossene Ausbildung verfügen, während dies in der Gesamtbevölkerung nur 35 Prozent sind.

Verbitterungsstörung



Krank durch Kränkung

Niederlagen können psychisch krank machen: Geld verloren oder Job gekündigt – Menschen mit Verbitterungsstörung schaffen es nicht, Misserfolge zu bewältigen.

Die Zeichen der Zeit stehen nicht günstig. Schuld daran ist eine weltweite Wirtschaftskrise, welche viel verdiente, langjährige Mitarbeiter plötzlich wegen Auftragsrückgang, Auslagerung oder Fusionierung um ihren Job und somit um ihr Einkommen bringt. Viele schütteln verwundert den Kopf, wenn heute ein nicht unerheblicher Teil von IV-Fällen im psychischen Bereich angesiedelt sind.

Hier einer der Gründe dafür:

Ein Blick zum Nachbarn zeigt, dass dort rund zwei Prozent der Menschen (nach Schätzungen) an einem emotionalen Dauerschockzustand leiden, der sogenannten „posttraumatischen Verbitterungsstörung“ (PTED). Die Betroffenen sind unfähig, ein bestimmtes Ereignis zu verarbeiten, das sie als entwürdigend, kränkend oder ungerecht empfunden haben – den Verlust des Arbeitsplatzes, eine Niederlage vor Gericht oder eine Scheidung zum Beispiel. Unentwegt hämmert die Erinnerung an das Ereignis im Kopf der Patienten. Groll, Depressionen, Selbstmordgedanken oder Rachegelüste sind die Folge.
Bei einigen PTED-Patienten bricht die Wut aus.

Fachleute sprechen sogar davon, dass diese PTED Auswirkungen sich für Patienten schlimmer auswirken als Depressionen. Lange Zeit wurde sie sogar mit diesen verwechselt. Bösartig könnte man darin den Grund für eine gewisse Betriebsblindheit der Psychiater und Psychologen ableiten. Neu und noch wenig erforscht sind deshalb die Therapien . Ein paar der Patienten seien nach vielen Monaten spezieller Behandlung geheilt, andere immerhin „funktionsfähig“.

Sonntag, 17. Januar 2010

Las Vegas CES Nachlese : Tablet PC 2 in einem

Notebook und Tablet PC in einem:

Das IdeaPad U1 von Lenovo zeigt auf der Unterhaltungselektronik-Messe CES in Las Vegas ein Notebook, dessen Display sich von der Tastatur abnehmen lässt. Geeignet auch für Facebbok und Twitter. Betriebssystem WIN/Linux.

Sehen Sie hier das revolutionäre IdeaPad U1.


Quelle: PC Welt.TV

Zum Thema : Chip.de Lenovo IdeaPad U1 hybrid
Neuerdings.com : Smartbook .....

Gedanken zum Sonntag


Bild by Infomagazin

Petra Schürmann ist tot. Die ehemalige und einzige deutsche Miss Welt, ist in den Armen von Freunden von dieser Welt gegangen. Von einer Welt, die ihr sehr viele Prüfungen auferlegt hat. Nun, werden unsere Stammleser sagen, wenn Prominente mal dasselbe Schicksal ereilt, wie Menschen die in Armut am Rande der Gesellschaft gelebt haben und ihr Leben beenden mussten, was ist an dem Tod von Fr. Schürmann so aussergewöhnlich ?

In der Sache habt ihr ja recht. Wir sind alle Kinder Gottes oder eines Gottes. Je nach Religion. Heute geht es mir aber nicht um Armut und Reiche, berühmte Mitbürger, vom Leben Begünstigte, sondern um den Menschen selbst. Petra Schürmann kannte alle Höhen und Tiefen der Gefühlswelt. Freude neben Trauer, Trennung und Tod. Sie hat es weniger gestört, dass sie ihre traumhafte Karriere beendet hat, sondern sie zerbrach an dem unerwarteten Tod ihrer Tochter. Selten hört man von so einer intensiven Mutter-Kind-Bindung wie zwischen den beiden. Vielleicht waren es die weniger Sorgen im Alltag, die sie dieses Verhältnis intensiver ausleben lies. Umgekehrt , ist es nicht natürlich, wenn Eltern ihre Kinder lieben. Das wäre ja wohl der Normalzustand innerhalb einer Familie. Haben wir verlernt unsere Kinder zu lieben, zu akzeptieren wie sie sind. Ich glaube der Grossteil der Eltern wird dies bejahen. Kinder werden ohne zu fragen auf die Welt gestellt. Man sagt sie sind ein Geschenk Gottes. Nicht immer gefallen einen Geschenke die man im Leben so erhält. Bei manchen Eltern hat man jedenfalls dieses Gefühl, dass es so ist. Aber wenn wir unsere eigenen Kinder nicht verstehen, ihnen nicht den Freiraum zustehen welche sie zu ihrer Entwicklung brauchen, wie wollen wir uns dann in der Gesellschaft oder weltweit verstehen.

Es wird immer wieder so Ausnahmeverbindungen geben wie die zwischen ihrer Tochter und ihr. Dann der Tod, der innerlich alles lähmt. Der Körper welcher sich verweigert, es nicht akzeptieren möchte. Solange bis er offenbar daran zerbricht und man sich letztendlich in die Hände des Schöpfers begibt. Mich hat die Kraft der Frau begeistert. So wie mich die Kraft bei Menschen generell begeistert, die trotz aller Widrigkeiten versuchen ihr Schicksal zu meistern. Sie hat sich erlaubt, aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Ihr gutes Recht. Aber sind wir alle so stark um in ähnlicher Situation einfach zu sagen, adieu, ich bin dann mal weg. Der Brief ihrer Tochter aus jungen Jahren, welche als Todesanzeige abgedruckt wurde, bringt ihren gewählten Schritt auf den Punkt:

“Mami, Du bist ja nun älter als ich und musst, das ist ja völlig klar, früher sterben. Könnten wir da nicht jetzt schon was verabreden? Dass Du mal aus dem Himmel ein kleines Wunder machst, ein Haar oder eine Wimper oder so was von Dir hinlegst, damit ich weiß, Du bist nah?“

Es ist ein möglicher Weg mit dem Schmerz fertig zu werden – ob es so allerdings richtig ist, mag jeder für sich entscheiden. Wir können es bedauern, müssen aber nicht. Darüber nachdenken ist jedoch erlaubt.

Samstag, 16. Januar 2010

Bloggroll zum Nachlesen




Handelsmilliadäre auf Kosten anderer

Wenn Millionen Kunden im Detailhandel tagtäglich ihren Alltagsbedarf decken, ergeben sich bald Milliardenumsätze. Entsprechend hart umkämpft ist der Markt....
 sh. Spalte rechts unter  Bloggroll : Andreas Rieger Co-Präsident

Leserbild

Winterzeit


Projektmitglied

Freitag, 15. Januar 2010

Schluss mit verkeimten Handys, Computermäusen usw.




Ozongenerator gegen Keime

Alltagsgegenstände wie Computermäuse, Handys und Schuhe sind stärker verkeimt als Toiletten-Sitze. Ein innovatives Produkt, das einem Mikrowellengerät ähnelt, befreit Gegenstände in nur acht Minuten von Keimen und Pilzen.
"Konkret" hat dieses Gerät ganz genau unter die Lupe genommen.


Quelle: Orf.at /Konkret

Versicherungsmathematische Tricks, frei erfundene Rentenlöcher, Renditeziele à discrétion




Anlässlich eines Auftritts von Bundesrat Didier Burkhalter* warb die Unia Zürich mit ganz im FdP-Stil gestalteten Flugblättern für ein Nein zur Senkung des Umwandlungssatzes in der Volksabstimmung vom 7. März.

Pro und Kontra :

* 1.Ansprache als BR - Anpassung Mindestumwandlungssatz BVG (es  gilt das gesprochene Wort)

Die Gewerkschaft Unia macht die Teilnehmer der a.o. Delegiertenversammlung der Zürcher FDP im Casino Zürich Horn heute Abend mit einer Flugblattaktion darauf aufmerksam, dass die von den Rentensenkern vorgebrachten Argumente nicht stichhaltig sind. Das Argument der steigenden Lebenserwartung weist die Unia als spekulativ zurück. Die Tricks der Lebensversicherer, welche je nach Versicherungsart verschiedene Sterbetafeln zur Berechnung der Renten bzw. Versicherungspolicen verwenden, liefern dafür den besten Beleg. So hat in der Versicherungsmathematik ein 65 jähriger BVG-Rentner eine um 4,7 Jahre längere Lebenserwartung, als ein 65jähriger Mann, der eine Todesfallversicherung abschliesst. Darüber hinaus verweist der Bundesrat selber in seiner Abstimmungsbotschaft darauf, dass die Zunahme der Lebenserwartung bis 2015 bereits mit der BVG-Revision von 2003 (Senkung des Umwandlungssatzes auf 6,8%) ausgeglichen worden sei.

Die Behauptung des Pro-Komitees, bereits heute seien Rentenbezüge von 600 Millionen Franken ungedeckt, entlarvt das Flugblatt als «frei erfunden». Tatsache ist: Den Pensionskassen geht es prächtig. Ende 2009 erreichten sie einen Deckungsrad von über 105%. Schliesslich weist das Flugblatt darauf hin, dass die Lebensversicherer zwar einerseits in der zweiten Säule ein Rücknahme der Renditerwartung auf unter 3,5% verlangen, andererseits aber interessierten Kapitalanlegern über Jahre hinaus eine
Eigenkapitalrendite von 10-12 Prozent (Swiss Life) ja sogar von bis zu 16% (Zürich Financial) versprechen.

Autonome Vorsorgeeinrichtungen: kein Problem mit aktuellem Umwandlungssatz

Unterstützt wird die Argumentation der Unia von einem heute Donnerstagmorgen verbreiteten Communique der Interessengemeinschaft der autonomen Sammel- und Gemeinschaftsstiftungen. Darin heisst es, den autonomen Vorsorgeeinrichtungen der zweiten Säule entstünden mit der Beibehaltung des aktuellen Umwandlungssatzes keine Probleme.

Die Unia ruft in dem von den Veranstaltungsteilnehmer/innen beim Casino Zürich Horn mit Interesse entgegengenommen Flugblatt abschliessend zu einem Nein zum Rentenklau in der Volksabstimmung vom 7. März auf. Nicht der Umwandlungssatz zu Lasten der Rentenbezüger müsse in der zweiten Säule gesenkt werden, sondern die im Vergleich zur AHV sechsmal teureren Verwaltungs- und Vermögensverwaltungskosten bzw. die Profite der grossen Lebensversicherungsgesellschaften.

Donnerstag, 14. Januar 2010

Bekämpfung der Diskriminierung



Seit dem Jahr 2000 gibt es neben den Gesetzen zur Gleichstellung von Männern und Frauen auch EU-Antidiskriminierungs-Rechtsvorschriften, die einen Mindestgrad an Gleichstellung und den Schutz für jeden, der in Europa lebt und arbeitet, sicherstellen. Diese Gesetze sollen eine Gleichstellung sicherstellen unabhängig von

- Rasse oder ethnischer Herkunft
- Religion und Weltanschauung
- Behinderung
- Sexueller Ausrichtung
- Alter

Diese Gesetze zielen auf eine Gleichbehandlung in vielen Bereichen des Alltags, vom Arbeitsplatz über Bildung und Gesundheitsfürsorge bis hin zum Zugang zu Waren und Dienstleistungen. Bürger über ihre Rechte und Pflichten unter europäischer Gleichstellungsgesetzgebung zu informieren, ist für die Europäische Kommission von größter Bedeutung. Ähnliches gilt auch für die Schweiz.
Anbei ein kleiner Zeichetrickfilm zum Thema.


Quelle: Europa

Mittwoch, 13. Januar 2010

Sozialhilfe sprengt angeblich Budget von Wohlen



In Wohlen im Kanton Aargau beklagen die Behörden, dass anggeblich auffällig viele Personen, die aus dem EU- und EFTA-Raum eingewandert sind, in der Schweiz arbeitslos werden und in der Gemeinde Sozialhilfe beantragen.

Der Gemeinderat meint, Wohlen sei nicht länger in der Lage die Kosten selber zu tragen. Er fordert vom Bund und vom Kanton Aargau, dass die Situation von EU-Zuwanderern im Vorfeld besser abgeklärt wird. Zum Jahresanfang ziehen die meisten späteren Sozialhilfeempfänger nach Wohlen. Das hätten die neuesten Fallauswertungen ergeben, sagt Urs Spillmann, Leiter Soziale Dienste in Wohlen. Grund dafür seien zum Beispiel günstige Wohnungen in alten Häusern im Dorf. Eine Rückkehr zum früheren Prinzip, wo die bisherige Gemeinde die Sozialhilfekosten bei Wegzug in eine andere Gemeinde noch während zweier Jahre zahlen musste, dürfte den «Sozialtourismus» bremsen und für die Gemeinde Wohlen entlastend wirken, meint Urs Spillmann.
Es scheint, als sei die momentane Situation also nicht nur ein Problem durch EU-Zuwanderer.

by SF Schweiz

Dienstag, 12. Januar 2010

trans-Fettsäuren und Gesundheit



Wie wirken sich trans-Fettsäuren auf unsere Gesundheit aus?

Forscherinnen und Forscher in der Schweiz nehmen die Wirkungen von trans-Fettsäuren unter die Lupe. Die Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP führt in Zusammenarbeit mit dem Inselspital in Bern eine klinische Studie durch, welche die natürlichen trans-Fettsäuren in Milchprodukten mit den trans-Fettsäuren industrieller Herkunft vergleicht.

Die Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP untersucht zusammen mit der Abteilung Kardiovaskuläre Prävention und Rehabilitation (KARE) des Inselspitals Bern, ob trans-Fettsäuren tierischer Herkunft einen anderen Effekt auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten haben als jene industriellen Ursprungs.

Unterschiedliche Quellen von trans-Fettsäuren

Es ist einerseits bekannt, dass bei der Fetthärtung trans-Fettsäuren entstehen können, welche das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten erhöhen. Aus diesem Grund wird ihr Gehalt in Lebensmitteln in der Schweiz gesetzlich auf 2% des Gesamtfetts limitiert. Andererseits lassen Hinweise aus Beobachtungsstudien vermuten, dass sich die natürlicherweise in Milchprodukten vorkommenden trans-Fettsäuren nicht negativ auswirken. Diese Auswirkungen auf die Gesundheit abzuklären, ist sowohl für die Schweizer Landwirtschaft wie auch für die Konsumenten von grossem Interesse.

Margarine industriellen Ursprungs und Alpbutter

Daher haben ALP und das Inselspital Bern beschlossen, eine klinische Studie durchzuführen. Rund 200 gesunde Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgen über sechs Wochen einer speziellen Diät. Sie werden in drei Gruppen eingeteilt: Die ersten zwei Gruppen ersetzen das Fett in der Nahrung mit Alpbutter oder Margarine. Die für die Studie speziell hergestellte Margarine enthält teilgehärtete pflanzliche Fette mit einem trans-Fettsäurengehalt, der demjenigen der Alpbutter entspricht. Die zwei Gruppen werden verglichen mit der dritten Gruppe, welche ebenfalls eine Margarine, aber eine ohne trans-Fettsäuren konsumiert.

Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten

Am Ende der Studie werden Veränderungen bei der Funktion der Blutgefässwände und des Blutcholesterinspiegels gemessen. Diese beiden Faktoren geben Hinweise auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Die für die Studie verantwortlichen Forscher erwarten, dass sich in den verschiedenen Gruppen unterschiedliche Effekte zeigen werden. Eine Gefahr für die Studienteilnehmer besteht nicht, da sich etwaige Veränderungen nach Absetzen der Diät wieder normalisieren werden.

Betreuung durch eine Ernährungsberaterin

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie werden von einer Ernährungsberaterin betreut und erhalten eine Kontrollliste, um ihren Lebensmittelkonsum während der Studie festzuhalten. Sie dürfen ihre Gewohnheiten, vor allem die körperliche Aktivität, nicht verändern.

Rolle des Stoffwechsels

Wissenschaftler von ALP werden ausserdem die Wirkungen der trans-Fettsäuren auf den menschlichen Stoffwechsel untersuchen. Dafür wird die Gesamtmenge an Ribonukleinsäuren (Moleküle, welche genetische Informationen zur Produktion von Proteinen übertragen) und an Stoffwechselmetaboliten (chemische Substanzen, welche von Enzymen produziert werden und eine wichtige Rolle im Stoffwechsel spielen) analysiert. Es wird erwartet, dass sich dadurch Hinweise auf die Mechanismen ergeben, wie die trans-Fettsäuren, die Gesundheit beeinflussen.

AGROSCOPE

Der Schweiz verbunden




Gerade die letzten Tage haben gezeigt, dass man der Schweiz auf mehrere Arten verbunden sein kann. Dazu muss man nicht unbedingt die Schweizer Staatsbürgerschaft oder Bürgerrecht haben, wie viele von uns. Es reicht schon die wiederholte Bejahung zur Schweiz vor der Presse, um zB zur Schweizerin des Jahres gekürt zu werden. Eine besonders vife, steuerschonende Art, sein "Schweizersein" auszuleben.

Mit einigen Millionen im Handgepäck in der Schweiz Wohnsitz nehmen. Sich eine Gemeinde aussuchen, mit der man am besten um einen möglichsten niedrigen Pauschalsteuersatz verhandeln kann. Wird gerne von ehemaligen Bühnenstars, Formel-1 Fahrern im Unruhestand oder ehemaligen Tennisassen genommen. Es reicht aber auch schon, Besitzer der weltgrössten Möbelhauskette zu sein. Sie verleihen mit ihrer Wohnsitznahme der Schweiz ein weltmännisches Flair nach aussen. Hier lässt sich leben, hier lasse ich mich nieder.

Auch für diejenigen, welche gerne der Schweiz verbunden wären und aber über noch keinen roten Pass verfügen, kann geholfen werden. Dazu muss man nicht einmal in die Schweiz reisen, oder hier Wohnsitz nehmen. So wie bei der seltsam raschen Einbürgerung von Eduardo Frei, chilenischer Präsidentschaftskandidat, der seit kurzem stolzer Schweizer ist. Wenn auch die genauen Umstände unklar sind, reicht eine ganz besonderen Bedingung: Wenn der Antragsteller «mit der Schweiz eng verbunden ist». Das kann auch durch Geburt sein. Zwar stammt er in dritter Generation von einem aus dem Toggenburg eingewanderten Schweizer ab. Sein Vater Eduardo Frei, wurde erst im hohen Alter eingebürgert. Und Frei junior hatte sein Schweizer Bürgerrecht als Jugendlicher nie reklamiert, er blieb immer nur Chilene. Nach Schweizer Gesetz hat er damit seine Staatsbürgerschaft verwirkt. Im Ausland geborene Kinder von Schweizern können nur bis zu ihrem 22. Lebensjahr die Staatsbürgerschaft eintragen lassen. (sh. Einbürgerung)

Nichts ist unmöglich. Als Präsident des chilenischen Senats (2006), einer der beiden dortigen Parlamentskammern, erhielt er Besuch von einer Schweizer Delegation mit der Familienchronik als Geschenk im Gepäck. Optisch schief, jetzt hat er den roten Pass, will Präsident aller Chilenen werden und ist umgekehrt stolz, Schweizer zu sein.

Im dritten Fall ging lief es nicht so einfach. Kein Schweizer Pass wegen geistiger Behinderung: Der zwölfjährige Alan (Name geändert) wird nicht eingebürgert. Der zuständige Einbürgerungsrat begründet dies damit, dass Alan weder die Tragweite noch die Auswirkung einer Einbürgerung kenne. Auch könne er sich diesbezüglich keine Meinung bilden und diese entsprechend auch nicht ausdrücken. (egalite-handicap)

Ja und dann gibt es noch den Fall der geborenen Schweizerin mit Bürgerrecht, welche immer fleissig ihre Pflichten erfüllte, arbeite und sich mit 60 den Luxus einer Erkrankung u.a. Krebs leistete. Sie war auch Zeit ihres Lebens der Schweiz verbunden. Nur die Schweiz dankte es ihr nicht. Sie fand es trotz mehrfacher schwerer Erkrankungen für nicht angebracht, ihr eine IV-Rente zuzusprechen. So verschwand sie schlichtweg als Schweizerin aus dem System.

Tausende wären der Schweiz gerne verbunden. Würden mit vollem Einsatz arbeiten und Steuern zahlen. Aber viel von ihnen schaffen nicht einmal die erste Hürde Gemeindeversammlung. So ist es halt im Leben.

Zum Thema: Schweizer Macher drücken ein Auge zu (Tagesanzeiger.ch)

Montag, 11. Januar 2010

Preisgünstiger Wohnraum dank guter Raumplanung



Immer mehr Städte und Gemeinden sind mit dem Problem steigender Boden- und Wohnungspreise konfrontiert. In einzelnen Regionen können sich Normalverdienende den Wohnraum nicht mehr leisten. Im Auftrag des Bundesamtes für Wohnungswesen (BWO) hat die Schweizerische Vereinigung für Landesplanung VLP-ASPAN in einer Studie (PDF) aufgezeigt, wie dort das gemeinnützige, langfristig preisgünstige Wohnungsangebot mit raumplanerischen Mitteln gefördert werden kann.

Die starke Bevölkerungszunahme der letzten Jahre und ein stetig wachsender Wohnflächenkonsum haben in vielen Städten und Gemeinden zu einem Mangel an Wohnraum sowie hohen Boden-, Haus- und Mietpreisen geführt. Besonders von dieser Situation betroffen sind die grossen Städte und die Gemeinden an attraktiven Lagen. Immer mehr Leute können sich die hohen Wohnkosten nicht mehr leisten und sind gezwungen, Wohnraum in peripheren Lagen zu suchen. An den betroffenen Wohnstandorten findet eine Entmischung der Bevölkerung statt und die Pendlerdistanzen nehmen zu. Wie die Studie der VLP-ASPAN zeigt, können raumplanerische Massnahmen dazu beitragen, dass an diesen Orten das gemeinnützige Wohnungsangebot ausgeweitet und langfristig preisgünstiger Wohnraum für die wirtschaftlich schwächeren Bevölkerungsgruppen angeboten wird.

Von den geprüften Massnahmen verspricht die Festlegung von Wohnanteilen für den gemeinnützigen Wohnungsbau in der kommunalen Bau- und Zonenordnung die grösste Wirkung. Demnach wird in bestimmten Zonen ein Anteil der zu erstellenden Bruttogeschossfläche für den gemeinnützigen Wohnungsbau reserviert. In der Stadt Zug haben die Stimmberechtigten im September 2009 eine entsprechende Regelung gutgeheissen. Die Gemeinde kann sich aber auch bei Neueinzonungen ein Kaufsrecht an einem bestimmten Anteil des künftigen Baulandes ausbedingen und dafür sorgen, dass auf dieser Fläche preisgünstiger Wohnraum entsteht. Sie kann diesen selber erstellen oder aber das Bauland durch Verkauf oder im Baurecht an gemeinnützige Wohnbauträger abgeben. Diese können für die Finanzierung ihrer Vorhaben auf die Wohnraumförderung des Bundes zurück greifen. Eine entsprechende Regelung kennt die Gemeinde Oberägeri im Kanton Zug.

Die Förderung über einen so genannten Ausnützungsbonus, mit dem die Erstellung gemeinnütziger Wohnungen honoriert wird, oder über eine Befreiung von einer Mehrwertabschöpfung sind weitere Massnahmen, die in der Untersuchung geprüft und beurteilt werden. Ferner wird aufgezeigt, mit welchen rechtlichen Vorgaben die Planungsabsichten langfristig sicher gestellt werden können.

Bundesamt für Wohnungswesen