Freitag, 17. Dezember 2010

Per Rechnung – geht nicht, oder wenn, dann ………

Die Elektronik- und IT-Branche soll ja heuer zum Geschenkfest boomen wie Schummi in der Box. Bei einigen Händlern hängt schon für bestimmte Handy-Modelle die Ausverkaufsfahne im Schaufenster. (Trotz undurchsichtiger Handyverträge)

Umgekehrt schwillt der Postkarten über vor Werbung. Aber auch bei der digitalen Post geht es via E-Mails rund. Auf den ersten Blick einen lästige Angelegenheit. Bei der nächsten Papiersammlung darf man schon ruhig ein Viertelstündchen mehr an Zeit einplanen. Aber es lohnt, man kann grosse Summen sparen. Bei Durchsicht der diversen Weihnachtsaktionen sieht man erst, mit welchen Spannen und Tricks manche Händler arbeiten. Z.B. haben wir im kleinen Rahmen für unsere Leser und Freunde probiert, via Rechnung Online einzukaufen. Frei nach dem Gedanken, ich möchte zuerst sehen was ich bezahle.

Techmania.ch ist ja bei Preisvergleichen oft im Spitzenfeld der Preissuchmaschinen zu finden. Nur, der Preis ist nicht alles. Anstandslos nimmt man zwar die Bestellung entgegen. Ja sogar Bezahlung via Rechnung wäre möglich. Doch am nächsten Tag kam eine Mail, dass die Bezahlung per Rechnung nicht möglich wäre. Man habe uns als Kunde via Inkassobüro I. und noch anderen Faktoren überprüft und uns als nicht vertrauenswürdig eingestuft (?). Die Bestellung ginge nur per Vorauskasse oder via Nachname. Das war dicke Post und üble Nachrede. Das sich Firmen heute im Internetdschungel absichern wollen, kann man ja bis zu einem gewissen Grad verstehen. Aber so geht es auch nicht. Sofort liessen wir eine Anfrage an das ausgewiesene Inkassobüro von wegen Datenschutz los, weil ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, irgendwo betrieben worden zu sein. Eigentlich müsste mir das bekannt sein. Leicht erregt rief ich den Geschäftsführer an. Ja das würde bei Neukunden automatisch von einem speziellen Programm erledigt. Deshalb auch die lange Aufstellung von möglichen Gründen, warum man so handelt. Er könne das auch nicht so genau sagen, wie das läuft. Ich ebenso wenig. Bestellung storniert und abgehackt. Nicht so mit den braven Leuten die ihr Geld los werden möchten.

HP hat ja einen ganz sonderbare Einstellung um seinen Kunden einer Prüfung zu unterziehen. Einerseits war die Dame sehr unfreundlich und zweitens schön genervt. Es war 15 Minuten vor 12. Bei HP können Bildungseinrichtungen und im Handeslregister eingetragene Firmen per Rechnung bestellen. Ja aber warum wurde dann die Bestellung nicht angenommen? Im Telefonbuch sei unter der angegebenen Nummer nur ein Name und keinen Firma angegeben. Was im Klartext heisst – sollten sie ein sogenanntes stilles Gewerbe von zu Hause aus betreiben und die Firma nicht explizit ausgewiesen sein, geht bei HP nichts. Trotz Handelsregistereintrag. Wie ist das denn bei den vielen Lehrern, die noch dazu grosse Rabatte einstreichen. Hier wäre eine Nachschulung notwendig.

Limite und Nebenkosten

Aber es gab auch durchaus Online-Firmen, die anstandslos per Rechnung versendeten. Die Beträge sind durchschnittlich bei ca. Fr 2.500.- limitiert. Eine kleinen Auswahl : PCP.ch, Pearl.ch, Microspot.ch, Brack.ch u.v.a.m.. Ärgerlich – Preis und Leistung sind nicht das Gelbe vom Ei. Es wird zwar vor Weihnachten gratis versendet und die Post liefert bis fast 18 Uhr aus, so kommen bei manchen Firmen unverständliche Gebühren wie für Bearbeitung, Verpackung, Transportversicherung usw. dazu. Das kann gut und gerne mal FR 40.- ausmachen. Bei ein paar Versendern kann man mit FR 15.- per Nachname bezahlen. Nur bei der SWISSCOM wären es in diesem Fall Fr 18.-.

Ja und die lokalen Händler. Weihnachtszeit ist Lagerverkauf. Zumindest wird hier via Preis und Zusammenstellung das Lager geräumt und verbaut. Preisvergleiche sind da selten zielführend. Unser beliebte Firma FUST schiesst wie immer den Vogel ab. Das Samsung Galaxy Tab 1000 (Tablet) bekommt man da um fast unschlagbare FR 999.- mit Preisgarantie. Microspot.ch Online gibt es da schon stark billiger. Hier koste der Galaxy 1000 nur FR 730. -. Am Dienstag sogar unter FR 700.- via Aktion. Da bleibt noch Geld für einige Weihnachtsgeschenke. Post im Briefkasten kann also durchaus lohnen. Gerade in Zeiten wie diesen. Ich persönlich werde mich beim Onlineeinkauf noch mehr zurückhalten. Denn bevor ich das Ding nicht in Händen halte, gibt es keine Kohle. Ja sonst. Muss ja nicht.

Abwarten was das neue Jahr bringt. Apples Tablet 2 steht angeblich für den Februar schon in den Startlöchern. Ja und Laptops sind der grosse Renner. Jetzt sollte Bill Gates nur mal seine Softwarepreise anpassen. HP seinen Service wieder extrem verbessern und Apple seine Supportmitarbeiter öfters ob deren Aussagen kontrollieren. Aber das wären wieder viele andere Geschichten.