Samstag, 27. November 2010

Studien- und Lebensbedingungen an den Schweizer Hochschulen 2009

Erwerbstätigkeit neben dem Studium bleibt die Regel

(BFS) - Drei Viertel der Studierenden an den Hochschulen gehen neben ihrem Studium einer Erwerbstätigkeit nach. Dies ist auch nach der Bologna-Reform der Fall. Dieser Anteil ist gegenüber dem Jahr 2005 jedoch leicht rückläufig. Die elterliche Unterstützung bleibt noch vor dem Erwerbseinkommen die grösste finanzielle Hilfe und beträgt durchschnittlich mehr als die Hälfte der Einnahmen der Studierenden. Der Anteil der Stipendien und Darlehen an den Einnahmen der Studierenden beläuft sich auf weniger als 10 Prozent.

Ganze Mitteilung als Pdf-Datei verfügbar

IM: Diese Nebenjobs gehen natürlich dem normalen Arbeitsmarkt ab. Umsomehr auch ausserhalb vom Nebenerwerb der Studierenden Zeit- und  Teilzeitarbeit im zunehmen begriffen ist. dazu kommen noch die zahlreichen Nebenerwerbsbauern. Dies ist leider traurige Realität. Ob es langfristig für den Arbeitsmarkt gesund ist, wird die Zukunft zeigen. Der Kuchen wird nicht grösser - eher kleiner und die Stücke mehr. Eine Reform der Hochschulenfinanzierung würde sicher zur Entlastung der Sozialwerke beitragen.


OttoInneichen:«Eine völlig unnötige Verakademisierung des Bildungssystems»: Otto Ineichen kritisiert Vorschläge der Denk fabrik Avenir Suisse.

Er spricht das neue Papier der Denkfabrik Avenir Suisse zur Berufsbildung an. Vorgeschlagen wird da etwa die Einführung einer Lehre auf Hochschulstufe. Maturanden sollen mit einem Betrieb einen Lehrvertrag abschliessen können. Die schulische Ausbildung übernehmen die Fachhochschulen statt die Berufsfachschulen. (IM:???).
So verschärft sie ein bestehendes Problem: «Zwischen 4000 und 5000 handwerkliche Lehrstellen konnten dieses Jahr nicht besetzt werden.» Weil handwerkliche Berufe nicht "in" seien.

«Das ist eine völlig unnötige Verakademisierung des Bildungssystems», warnt Unternehmer Ineichen. Diese «Lehre auf Maturstufe» werte indirekt die handwerklichen Berufe ab.(Blick.ch)