Donnerstag, 14. Oktober 2010

Infarkt-Patienten haben in Wien beste Chancen

Herzinfarkt-Patienten haben in Wien die besten Chancen: 60 Prozent von ihnen kommen rechtzeitig, das heißt binnen 90 Minuten, in eines von sechs Herzkatheter-Zentren der Bundeshauptstadt, wo es möglich ist, per interventioneller Kathetermethode neun von zehn verschlossene Koronargefäße wieder zu öffnen.

In 27 Prozent aller Fälle wird wegen Überschreitung dieser eineinhalb-Stunden-Frist eine medikamentöse Lysetherapie durchgeführt. Das sagte Univ.-Prof. Dr. Kurt Huber vom Wilhelminenspital anlässlich der Jahrestagung der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft in Salzburg.

Wien ist mit acht Prozent Spitalssterblichkeit von Infarkt-Patienten auch international Spitze. In den anderen Bundesländern gebe es zum Teil noch einen großen Aufholbedarf, so Huber. "Die flächendeckende Versorgung mit Herzkatheter-Zentren wird ein Thema in den kommenden Jahren sein", meinte der Kardiologe. Vergleichsweise schlecht sei die Situation etwa im nördlichen Waldviertel, wo ein Patient oft zwei Stunden transportiert werden muss .

Quelle: Wiener Zeitung

PS: Ein Wunschdenken für die Schweiz. Hier wartet man durchschnittlich als externer Patient 3 Wochen oder man heisst Merz oder ist prominent. Dann kommt auch der Chefarzt ans Bett.