Sonntag, 19. September 2010

Krankes Handeln bis zum Himmelstor

Unter der Voraussetzung, dass der King of Pop Michael Jackson überhaupt nach seinem dubiosen Tod  Zutritt zum Himmel erhielt, ist die Geschichte über seine Grabstätte eine eher absurde Idee von geldgeilen Verwaltern. Mir sowieso unverständlich, was diese Anbetung eines undurchsichtigen Idols überhaupt soll. Es gibt andere Problem auf unserer Erde, die gelöst werden müssen. Vorbilder eines Schlages Jackson zählen da sicher nicht dazu.

Ein Star zum Anfassen war Michael Jackson Zeit seines Lebens nie. Er war einerseits eine Geldmaschine bis er kurz vor seinem Tod in eine  finanzielle Schieflage geriet und  deshalb wieder ein grosses Comeback anleiern wollte. Von den vielen Millionen war nicht mehr viel verfügbar. Banken reichten sich Türschnalle. Mit wem oder was er diese Unsummen durchbrachte wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben.

Abschreckend und makaber was jetzt im kalifornischen Glendale abläuft. Zumindest für seine Fans. Genauso exzent­risch wie einst der King of Pop gebärden sich nun aber auch die Verwalter seiner letzten Ruhestätte.

Für die Abgabe der Gestecke berappt man zusätzlich eine «Zustellgebühr» von 3 Dollar (100m). Dafür werden die Blumen von Mitarbeitern immerhin ins Innere des Mausoleums befördert. Das Mausoleum ihres Idols dürfen die Fans allerdings nicht mehr betreten. Alles andere ausser Blumen landet im Abfall.

Weniger exentrisch wäre das Ganze, wenn man zB die "Zustellgebühr" halbieren würde und diese für Kinder in der dritten Welt spenden würde. Er, der Kinder doch so geliebt hat. So wird er sprichwörtlich als Person und Star indirekt bis zuletzt ausgepresst. Und dafür müssten auch die lieben Verwandten inklusive Verwalter in die Hölle abfahren. Gratis, franko frei Haus.
For ever.