Unsere Telecom-Unternehmen werden ja, sieht man sich die Jahreseinkommen an, von sogenannten Topmangern geführt. Nur in der Praxis hat man das Gefühl, hier wären nur Laien am Werk. Kauft man sich das Buch " Management für Dummies", so findet man dort in einer der ersten Lektionen den wichtigen Tipp über die Wichtigkeit von Stammkunden für eine Firma. Sie sind mit das grösste Kapital eines Betriebes.
Das Sunrise, Cablecom, Orange, Swisscom und Co gerne mehr Kunden hätten, zeigen ja nicht nur die diversen Promotion-Angebote. Leider gelten diese gelten meisten nur für Neukunden. Dies ist eine gängige Praxis der Telekom-Anbieter. Wir haben ja die letzten Wochen einige Beispiele von Dilletantismus dieser Art erleben müssen. Vor zwei Jahren musste man für ein Downgrade der Verbindungsgeschwindigkeit zahlen. Das Upgrade, auch als Kunde der ersten Stunde, war gratis. Wir zahlen ohnehin in der Schweiz die höchsten Internettarife. Der Monopolist Swisscom greift den Kunden bei der sogenannten letzten Meile kräftig in die Taschen. Den neuesten Werbeverriss leistet sich Sunrise. Mobil ins Internet mit lebenslangem Gratisabo. Nur mehr für den Tag der Benutzung fällt eine Gebühr an. Allerdings gilt vorher die Kündigungsfrist. Umsteigen für Altkunden geht nicht. Bei Cablecom hat man offensichtlich seine IT-Infrastruktur nicht im Griff. Jedenfalls zahlt eine Kundin der ersten Stunde für 10.000 Kbits FR 49.-. Das aktuelle Abo für 20.000 Kbits kostetet einem Neukunden FR 50.- und oben drauf bekommt man noch FR 100.- Guthaben auf die Rechnung.
Kunden mit Ablauffrist
Ja und jedes Mal verliert man einen Kunden. Die Anbieter müssten eigentlich einen Krebs als Firmenzeichen ausweisen. Zwei Kunden vor und einer fällt aus und wechselt zum Mitbewerber. Kundenstamm pflegen dürfte also ein Fremdwort sein. So vergrault man seine treue Kundschaft und treibt sie der Konkurrenz in die Arme. Wohl in dem Wissen, dass sich der Schweizer schwer tut beim Wechsel.
Gratisgrundangebot*
Man kann natürlich darüber streiten, ob es notwendig sei, ein Gratisgrundangebot für nicht so Gutbetuchte bereitzustellen. Staatlich gefördert und kontrolliert. Denn die Stellenangebote stehen heute im Internet. Beworben wird sich schon zu mehr als 50 % via Internet. Die Wirtschaft schreit nach besser ausgebildeten Mitarbeitern. Nur wo sollen die die Praxis herkommen. Internet wurde heute ein Grundbedürfnis unserer Gesellschaft. Nicht nur für Spiele. Information, Schalterservice, Internetbanking usw. Alles verlagert sich aufs Netz. Und die derzeit an den Schaltzentralen sitzen, lassen sich ihren Vorsprung teuer bezahlen. Zu teuer. Ausländische Betreiber holen sich in der Schweiz regelmässig ihr leichtverdientes Geld. Steuerfrei. Die Kundschaft als solches interessiert doch wirklich niemand. Sie wird zum Spielball und lässt sich fest verar……
Nur wenn ich bedenke wie viel Geld die Swisscom bei uns schon für die Steckdose kassiert hat. Mehr als 40 Jahre. Heute sind es monatlich FR 25.-. Meinen Telefongebühren dagegen betragen maximal FR 5.- - 10.- im Monat. Der Monopolist müsste mir ja schon eine vergoldete Dose installieren. Noch heute gibt es Leute, die noch monatlich für ihr altes Telefon bezahlen.
Und die Politik. Ja schön waren sie die 1.Augustreden. Nur helfen tut dies nur den wenigsten. Den anderen schmiert man kurz vor den Wahlen etwas Honig ums Maul und dann geht es weiter mit dem erprobten Wegschauen. Auch die neue Frauenpower in der Politik lässt den kleinen Bürger im Regen stehen. Was wird nicht heute alle schon per Gesetz geregelt. Wenn man natürlich selbst mit am gedeckten Tisch sitzt, fällt es schwer, den Markt zu öffnen oder für entsprechende Gesetze zu sorgen. Fair ist das alles nicht mehr. Untereinander geht es auch immer wieder zur Sache. Orange droht Marktführerin Swisscom mit einer Klage bei der Eidg. Kommunikationskommission (ComCom). Swisscom verlange zu hohe Terminierungsgebühren und weigere sich, diese angemessen zu senken.
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*Schweizer verlangen Gratis-Internet PC-Tipp.ch
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