Checkliste für IV Antragsteller
Wenn sie einen Antrag auf IV stellen, wird dieser heute an Hand einer bislang geheimen Checkliste abgearbeitet, um mögliche Betrüger der Invalidenversicherung zu erkennen. Es wird auch anonymen Anzeigen nachgegegangen. Solche Hinweise werden sogar besonders ernst genommen. Verdächtig macht sich ein IV-Rentner auch, wenn er schlecht erreichbar ist, an einem Schleudertrauma leidet oder einen «Migrationshintergrund» hat.
- keinen hinreichend bekannten Ärzte ein Gutachten erstellen lassen
- sich nicht von einem der IV bekannten Rechtsanwalt vertreten lassen
- kooperativ zeigen und nicht auf sein Recht beharren
- immer erreichbar sein
- sich mit den Nachbarn gut stellen
- Sein Leiden möglichst nicht bei der Abklärung erwähnen
- beim Untersuch versuchen, nicht auf Schmerzen zu reagieren
- Migartionshintergrund
- sich von Facebook und ähnlichen Socialplattformen fernhalten
- auch keinen Blog oder Selbsthilfegruppe führen oder leiten – Feind liest mit
- merke : Als IV Antragsteller oder Bezieher gilt für dich nur ein eingeschränktes Recht . Rede- und Meinungsfreiheit sind nicht gerne gesehen und können unabhängig vom tatsächlichen Grad der Behinderung zur Ablehnung führen
- Beschwere dich nicht mündlich oder schriftlich beim zuständigen Kantonsrat/in. Auch Dienstaufsichtsbeschwerden oder Eingaben werden nicht neutral behandelt. Kommt also der zuständige Mitarbeiter zu einer Vorortuntersuchung um die Haushaltsfähigkeit zu prüfen, wundere dich nicht, wenn er schon das Formular mit der Schreibmaschine/PC ausgedruckt hat.
Dem Präsidenten (Jacques de Haller) der schweizerischen Ärztegesellschaft FMH ärgert sich ebenso über ein solches Vorgehen. Er liess sich mit den Worten zitieren: «Solche Listen sind nicht akzeptabel. Das waren die Methoden der Stasi.» . IV-Chef Stefan Ritler will jetzt die umstrittene Checkliste «unter die Lupe nehmen und bei Bedarf anpassen». Das Ziele der Bemühungen zur Einsparung bedeutet, dass pro Jahr 2700 Behinderte eine Stelle erhalten sollen. Kommentar überflüssig.
Was sagen Leser in Foren dazu
……………. Unsere Bauern sind die grössten Empfänger von Subventionen und Direktzahlungen im Land, aber gleichzeitig stemmt sich die Bauernpartei SVP mit aller Kraft gegen eine Sanierung der Invalidenversicherung. Wenn die IV-Abstimmung bachab geht, müssen die IV-Renten um 40% gekürzt werden, wird prognostiziert. Ich frage mich dann nur, mit welchem Geld die Invaliden ihre Milch im Laden kaufen werden, wenn unsere Bauern, die den Hals offenbar nie voll kriegen, auch noch einen höheren Milchpreis durchdrücken wollen.
Der Milch- (und Fleisch)preis ist sowieso auf einsamer Höhe in unserem Land. Gestern habe ergab ein Lokalaugenschein kurz hinter der Grenze, was die Milch in Deutschland, 800 Meter von der Schweizergrenze entfernt kostet: Umgerechnet kostet der Liter UHT-Milch bei Aldi 75 Rappen, täglicher Normalpreis!!! Hierzulande kriege ich den Kuhsaft, wenn er bei Migros Aktion ist, nicht billiger als für einen Franken, also 33% teurer. Ohne Aktionspreise ist die Ware noch viel teurer bei uns. Ein Drittel Preisunterschied beim genau gleichen Produkt ist durch nichts zu rechtfertigen, oder haben unsere Kühe etwa vergoldete Euter?
Hallo zusammen ………..
Der Vergleich Bauern und IV-Renten hinkt in der Tat ganz gewaltig. Die 60'000 Bauern in der Schweiz erhalten pro Bauernhof ca. Fr. 50'000 oder pro Arbeitsplatz Fr. 80'000 Subpensionen pro Jahr und jetzt jammern diese, weil sie für den Liter Milch nicht mehr als 70 Rappen erhalten.
Die 300’000 IV-Rentnerinnen und IV-Rentner erhalten pro Jahr durchschnittlich pro Person ein IV-Rente von ca. Fr. 20'000.--. Somit bekommt ein Bauer pro Jahr, ohne einen Finger krumm zu machen, Fr. 60'000 mehr als ein Rentner aus dem IV Topf bezieht.
A.B……………
Seit die 5. IV-Revision in Kraft getreten ist, sind die neu gesprochenen Renten zurück gegangen und durch die Streichung der Ehepartner-Renten sind einige Rentenbezüger/innen nahe an die Armutsschwelle gerückt. Es wurde und es wird bei der IV auf Teufel komm rausgespart und jetzt glauben doch Tatsächlich immer noch viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, dies IV-Rentner/innen sollten den Gürtel nochmals um ein paar Löcher enger schnallen.
Zum Thema :
- Mit Nachdruck gegen Renten Beobachter .ch