"Vurschrifd is Vurschrifd"
Das eine Lokomotive ohne Lokführer nicht verkehren bzw. fahren kann, dürfte ja soweit jedem einleuchten. Doch was sich da im idyllischen Oberösterreich bei den ÖBB ereignete, lässt einem doch leicht verwundert das Haupt schütteln. Den lt. gesetzlichen Bestimmungen darf so ein Regionalzug nicht ohne Schaffner verkehren. Bei den ÖBB ist jeder einzelne Schaffner unentbehrlich. ( nicht nur wegen der Schwarzfahrer)
Diese Vermutung legt zumindest ein Zwischenfall nahe, der sich am Donnerstag im oberösterreichischen Attnang-Puchheim ereignet hat. Dort musste der Regionalzug von Salzburg nach Linz eingezogen werden, weil der Schaffner, der ihn übernehmen sollte, erkrankt war. Ein Ersatz für den Mann war nicht aufzutreiben. (Bild: Wikipedia)
Ob es nun an den Personaleinsparmassnahmen lag, den Einsparungen insgesamt. Jedenfalls mussten die Fahrgäste via Lautsprecherdurchsage darüber unterrichtet, dass ihre Reise nun ende und der Zug eingezogen würde - obwohl dieser eigentlich noch 60 Kilometer weiter fahren sollte.
Normalerweise werden in Attnang-Puchheim die Schaffner gewechselt. Doch die Ablösung erschien wegen einer Erkrankung nicht am Einsatzort. Ersatz war nicht aufzutreiben. So erschienen einen Menge Pendler um Stunden verspätet erst auf ihrem Arbeitsplatz.Österreich ist ja reich an Operetten – doch diese Geschichte der ÖBB-Verantwortlichen wird eher als Posse in die Geschichtsbücher eingehen.
ÖBBler frustriert: Einsparungen, kein Personal & Proporz
