Da gibt es den angeblich führenden Kabel- und Internetanbieter der Schweiz, welche die letzten Jahre seinen Kunden oft nicht sehr fair behandelt hat. Als das Dach zu brennen begann, gelobte man Besserung und wollte von da an den Kunden in den Mittelpunkt des Interesses stellen. Das klingt für mich so in etwa, wenn einen Ehefrau ihren Mann beim fünften Seitensprung ertappt hat und er hoch und heilig für die Zukunft gelobt, nie wieder andere Frauen anzuschauen. Mir ist ja der Umfang des Schulungsaufwandes der Mitarbeiter bei CC nicht bekannt. Viele dürften es aber aufgrund diverser Telefonate im Ergebnis nicht gewesen sein.
Grundsatz einer guten Geschäftsbeziehung sollte doch nicht sein, dass ich versuche den Kunden mit allen möglichen Tricks an mich zu binden. Kündigungsstories dazu kann man jede Menge im Internet recherchieren. Neukunden bekommen FR 100.- auf der nächsten Rechnung gutgeschrieben. Langjährige, treue Kunden nimmt man aus wie eine Weihnachtsgans. Wie sonst kann es sein, dass man einem Kunden der seit 2006 bei der netten Firma CC ist, für sein Internetabo mit 10.000 Kbit/s Download FR 49.- abnimmt und gleichzeitig einen Download mit Fiber Power Internet 20.000 Kbit/s mit FR 50.- bewirbt. Plus FR 100.- bei einem Wechsler noch dazu auf die nächste Rechnung. Nicht sehr fair. Oder rechnet man einfach mit der Bequemlichkeit der Kundschaft, der nicht mitbekommt, dass er um einen Franken mehr, die doppelte Geschwindigkeit erhalten würde.
Und den einzigen Vorteil welcher ein lang gedienter Kunde bei CC hat, sein Abo monatlich Kündigung zu dürfen, spricht man ihm am Telefon ab. Was ich persönlich noch einen Frechheit finde, dass man bei den Modems am falschen Ort spart. Sollte der Kunde gnädigerweise upgraden dürfen, so darf er Fiber Power Internet nutzen (allerdings mit lokalen Kapazitätsengpässen) – dazu noch das alte Modem aus 2006. Denn das wird nicht ausgetauscht. WLAN-Router darf man sich extra besorgen.
Ja und dann noch das Sahnekrönchen oben drauf. Web 2.0, Socialnetzwerke soll Menschen verbinden, näherbringen. So ist es „In“. Bei Cablecom mag man allerdings nichts davon wissen, wenn man in Form von Nachbarschaftshilfe für jemanden anruft, einfach weil die Gefahr über den Tisch gezogen zu werden, geringer ist. Man verhandelt eigentlich nur mit dem Aboinhaber? Ein Schelm der dabei Böses denkt. Ich persönlich habe mich ja schon lange von Cablecom verabschiedet ( ich war ein Kunde der ersten Stunde, die nur mehr verwaltete waren). Es mag so jeder für sich entscheiden. CC jedenfalls mag man sich mit Bedacht nähern.
Zur Ehrenrettung muss allerdings erwähnt werden, dass es bei anderen Anbietern auch nicht 100% läuft. Deren Kundendienstmitarbeiter haben allerdings schon einen weiteren Kurs besucht und sind bei Gesprächen offener und freundlicher. Und das dämpft den ersten Ärger. Mit dem Brecheisen wird es auf Dauer in der Schweiz nicht funktionieren.
Schlechter Cablecom-Service: «Der Wettbewerb löst solche Probleme» Tagesazeiger.ch
