Die über 140'000 Unterschriften gegen den massiven Abbau bei der Arbeitslosenversicherung zeigen ganz deutlich: Es gibt ein breites Unbehagen im Volk. Die Menschen verstehen zu Recht nicht, warum die Abzocker auch bei der Arbeitslosenversicherung belohnt werden und gleichzeitig die Bevölkerung bestraft werden soll. Die Chancen für ein Nein im September zum AVIG-Abbau stehen gut.
Zehntausende von Menschen haben in den letzten Monaten unverschuldet ihre Stelle verloren. Hauptverantwortlich war die Gier und Masslosigkeit der Finanzmanager, welche weite Teile der Wirtschaft in die Krise gezogen haben. In den Chefetagen steigen jetzt bereits wieder die Boni, die Abzocker machen wieder gross Kasse. Eine Riesenschweinerei ist: Bei der Arbeitslosenversicherung werden die Manager und Topverdiener weiterhin belohnt, indem sie tiefere Beiträge bezahlen müssen. Und die Bevölkerung soll gemäss dem Willen der rechten Politiker mit schlechteren Leistungen bei der Arbeitslosenversicherung bestraft werden. Die heute eingereichten 140'000 Unterschriften sind ein deutlicher Hinweis dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger dies nicht akzeptieren und die Revision im September ablehnen werden.
Die Gewerkschaft Unia hat mit 32'500 Unterschriften den grössten Beitrag zum Zustandekommen des Referendums geleistet und wird sich auch in der Abstimmungskampagne engagieren.
Gleiche Beiträge für Abzocker statt höhere Beiträge und Leistungskürzungen für das Volk
Heute bezahlen die Top-Manager und Abzocker tiefere Beiträge als die normalen Arbeitnehmenden, denn für Einkommen von über 315'000 werden keine Beiträge mehr erhoben. Das ist absolut unverständlich. Wenn die Abzocker auch 2,2 Prozent ihres Lohnes an die Arbeitslosenversicherung bezahlen, dann ergibt dies Mehreinnahmen von 440 Millionen Franken. Die Behauptung des Bundesrats, ohne Leistungsabbau müssten die Arbeitnehmenden mehr bezahlen, ist nur ein billiger Abstimmungstrick. Die Wahrheit ist: Wenn die Abzocker endlich gleich viel zahlen wie die normalen Leute, dann braucht es weder Leistungsabbau noch höhere Beiträge (www.unia.ch)
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