Haben sie auch Kinder. Ja so frühkluge, alles wissende, die sich weniger um ihre Kindheit kümmern, sondern sich eher an den sie umgebenden Erwachsenen orientieren. Da und dort schnappen sie Worte auf und bringen sie dann, wenn es ihnen passend erscheint mitten in einem Gespräch unter Erwachsenen ein. Das kann manchmal sehr peinlich sein oder umgekehrt zur Erheiterung beitragen. Denn die lieben Kleinen schnappen so einiges auf, wenn der Tag lang ist.
Wiedereingliederung
Was das ganze mit der IV-Revision zu tun, wird sich der geneigte Leser fragen. Nun, es geht um den Begriff Wiedereingliederung. Zuerst war es die Kürzung der IV-Renten, jetzt möchte der Bund mangels wirklichen Erfolg oder Auswirkung auf die Kasse, 16'500 IV-Rentner in den Arbeitsmarkt zurückführen. Was da der Beobachter in seiner jüngsten Ausgabe jedoch zu dem Thema berichtet, haben wir schon in einigen Artikeln angetönt. Selbst Hilfswerke wie Caritas tun sich schwer bei der Wiedereingliederung. Kommt mir eben wie in der Einführung erwähnt vor, als wäre hier der Kindermund am sprechen. Man hat zwar gewisse Vorstellungen zum Thema Wiedereingliederung, aber die bisherige Praxis müsste zeigen, das all die am Schreibtisch ausgeheckten Ideen nicht wirklich vom Erfolg gekrönt sind.
Nun ist ja die Caritas einen Einrichtung, bei der viel von Hilfe und helfen die Rede ist. Das mag ja in den ein oder anderem Punkt sicher stimmen. Das Rad neu erfinden wird auch allerdings der Caritas nicht gelingen. «Wir können nur Personen einsetzen, die physisch und psychisch belastbar sind»: Christoph Bossart, der Geschäftsführer der Caritas beider Basel, war sich nicht sicher, ob Beglinger ganz allein im Laden hätte arbeiten können. Zudem seien die Möglichkeiten der Caritas, Arbeitsplätze anzubieten, beschränkt: «Wir sind hier in Basel nur ein Nischenplayer mit wenigen Stellenprozenten.» Enttäuschend für einen langjährigen, freiwilligen Mitarbeiter, der solcherart um seine Träume gebracht wird. (Bild anklicken Hartz IV durch IV-Rentner ersetzen)
Verlangt wird aber, dass im Rahmen der anstehenden 6. IV-Revision 16'500 Rentner wieder ins Arbeitsleben integriert werden sollen. Dies fordert der Bundesrat, um die IV-Kasse zu entlasten. Doch wohin mit den Wiedereinzugliedernden, wenn selbst Hilfswerke wie Caritas wenig anzubieten haben? Von wegen gezielter Anreize für die Arbeitgeber, so wie sich dass das Bundesamt für Sozialversicherung via Jobcoaching (Kinder bitte weghören) die Begleitung von IV-Rentnern vorstellt. Es wird nicht klappen. Genau sowenig wie vorher bei der Reduzierung der IV-Renten und jener die durch den Rost fallen.
Mangel an hoch qualifizierten Arbeitskräften
Seit einiger Zeit klagen gewisse Branchen der Schweizer Wirtschaft darüber, dass sie ihre Stellen für hoch qualifizierte Arbeitskräfte nicht besetzen können. Dieser Text erklärt, wer mit dem Mangel an hoch qualifizierten Arbeitskräften zu kämpfen hat und warum es dazu gekommen ist ( mehr dazu auf www.vimentis.ch .
Familienarmut bekämpfen,
das System der sozialen Sicherheit besser koordinieren und kantonale Sozialberichte einführen: Das sieht ein Programm der Konferenz der kantonalen Sozialdirektoren (SODK) zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung vor. Viele Wörter, die unsere Kleinen aufschnappen, nachplappern , aber nicht verstehen. Oder doch die Vorbereitungen für ein Auffangnetz.
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