Montag, 28. Juni 2010

Wer im Amt raucht, zahlt 1000 Euro

Arnie Schwarzenegger`s Heimatkanton die Steiermark in Österreich, erliess einen Regierungserlass: Behördenleiter müssen verbotenes Rauchen anzeigen - Kritik der Gegener: Polizeimethoden, sorgen für schlechtes Betriebsklima.

Polizeimethoden, die das "Vernadern" (IM: hinter dem Rücken anschwärzen) fördern

Laut einem neuen Erlass haben die Leiterinnen und Leiter der Dienststellen und der Büros der Regierungsmitglieder "dafür zu sorgen, dass in den Amtsräumen nicht geraucht wird". Sie müssen Raucher zuerst abmahnen und „bei nachhaltiger Uneinsichtigkeit" bei der zuständigen Verwaltungsbehörde anzeigen. Dieser Erlass der Landesamtsdirektion, der dem Standard vorliegt, sorgt in der Landesregierung (Kantonsregierung) nun für gehörigen Wirbel.

Soweit die Fakten und dem Erlass. Im Detail geht es also darum, das generell in Amtsräumen nicht mehr geraucht werden darf. Gut das kennen wir auch in der Schweiz. Offenbar gibt es aber noch Mitglieder in den Amtsstuben, die heimlich die Toiletten* aufsuchen, um ihre Sucht zu befriedigen.

Es mehren sich aber auch kritische Stimmen. SPÖ Landesrat (Kantonsrat): "Ich habe meinen Abteilungsleitern gesagt, dass sie sich nicht zu Exekutivbeamten machen lassen dürfen. Man muss sich das vorstellen, was das letztlich fürs Klima in einer Abteilung heißt, wenn man die eigenen Mitarbeiter anzeigen muss. Noch dazu auf die Gefahr hin, dass ich selbst angezeigt werde, wenn ich das Rauchen nicht melde. Wo kommen wir denn da hin? Wenn wir Polizei spielen wollen, sollen sie sich eine eigene Polizei einstellen." Beamte seien nur verpflichtet, strafrechtliche Tatbestände anzuzeigen, " Soweit ein Auszug aus seinem Interview welches er dem Standard gab. Der politische Koalitionspartner sieht das naturgemäss anders. Inwieweit der Erlass wirklich das Betriebs- und Arbeitsklima vergiften wird, sehen wir künftig. Im Prinzip ist der Erlass die logische folge des Antirauchergesetzes.

Persönlich kann ich nur hoffen, dass das "Vernadern" nicht zum Alltag wird. Den nach dem strikten Rauchverbot, wäre die logische Folge ein Alkoholverbot, welches meiner Überzeugung nach den grösseren Volksschaden verursacht. Dazu kommen noch die unerlaubtes Surfen und mailen. Insgesamt also ein breites Spektrum, seine Kollegen zu überwachen. Die Aktenberge werden wahrscheinlich proportional steigen. Bleibt die Frage am Schluss : "Muss das sein ?!" Sind dies doch alles Verwaltungsbehörden und nicht Polizeizentralen.

* "Häusltschick" (Toilettenzigarette)