Montag, 14. Mai 2012

Umgang mit Behinderten



Ist die Behinderung eines Mitmenschen erkennbar, gibt es ein paar Grundregeln, an die man sich halten sollte. Behinderte Menschen brauchen nicht unser Mitleid, sondern unsere Hilfe und Zuwendung. Deshalb muss jeder Mensch etwas zu Behinderungen wissen:

Wie definiert sich Behinderung?
Behinderung ist unserer Ansicht nach ein Prozessbegriff, da eine Behinderung sowohl teilweise verschwinden als auch durch Unfälle, fortschreitende Erkrankungen oder unzureichender Förderung entstehen kann. Ein Mensch mit Behinderung ist jedoch nicht in allen Bereichen des sozialen Lebens gleich behindert. In seiner Familie kann er mit entsprechender Akzeptanz und Einfühlungsvermögen ein annehmbares Leben führen, ohne dass sich die Behinderung als großes Hemmnis weist.. Anders gestaltet sich dies in seinem öffentlichen Leben, z.B. in der Schule oder im Beruf.

Als Grundregel gilt daher für Sie als helfende Person, vor jeder Hilfeleistung die Fragen zu stellen:
Kann ich Ihnen helfen?

Wie kann ich Ihnen helfen?

Sie sollten nicht darauf bestehen zu helfen, wenn der behinderte Mensch Ihr Angebot dankend ablehnt; oder darüber enttäuscht sein und das nächste Mal nicht mehr fragen, ob Sie helfen können, obwohl vielleicht gerade dann Ihre Hilfe nötig und willkommen wäre.

Wird Ihre Hilfe angenommen, so handeln sie bitte nach den Wünschen / Anweisungen der behinderten Person, denn sie weiß am besten, was zu geschehen hat.

Menschen mit Sprachbehinderungen
Hören Sie sprachbehinderten Menschen geduldig und selbstverständlich an, auch wenn Sie beim Sprechen Fehler machen sollten oder längere Zeit benötigen

Menschen mit geistigen Behinderungen
Der Umgang mit geistig behinderten Menschen (neuer Codex): mit "Lernschwierigkeiten" erfordert von Ihnen viel Geduld, Verständnis und Güte. Denn geistig behinderte Menschen möchten - ebenso wie Sie – ernst genommen und freundlich behandelt werden.

Sprechen Sie bitte mit geistig behinderten Menschen in kurzen und klaren Sätzen (nicht in Kindersprache). Machen Sie lieber eine Sache vor, anstatt lange Erklärungen abzugeben. Geben Sie Anweisungen oder Bitten präzise und falls nötig, wiederholt. Gliedern Sie Aufträge in kleine Teilaufträge.

Geistig behinderte Menschen verstehen viel mehr, als allgemein angenommen wird. Höflichkeit und Freundlichkeit im Kontakt zu geistig behinderten Menschen sollten daher ebenso selbstverständlich sein, wie im allgemein menschlichem Umgang. (MedienQuelle: Deutsches Rotes Kreuz )