Samstag, 19. Juni 2010

Nebenwirkungen können ihre Gesundheit gefährden

Forschungsfakten

Als Hochrisikoherzpatient muss ich täglich mehr als 16 Medikamente nehmen. Manche 2 mal.  Dazu noch mehrmals Insulin spritzen. Eines davon ist eben ein Blutdrucksenker. Meinen Frau hat sich mal die Arbeit gemacht, alle Beipackzettel zu lesen. Das  hätte sie lieber mal gelassen. Um sich gegen alle möglichen Risken abzusichern finden sich da jede Menge möglicher Nebenwirkungen festgehalten. Damit möchten  sich die Firmen  vor Regressforderungen schützen. Das eine Medikament schliesst demnach das andere oft aus. Forschungsarbeiten diverser  Universitäten zeigen ein düsteres Bild. Jeder muss für sich persönlich abwägen, wie er mit dieser Erkenntnis umgeht. Bedenklich bleibt es auf jeden Fall. Andererseits die einzige Chance  um zu übeleben.

Arthritis-Medikamente steigern Krebsrisiko

Schmerzpatienten, die regelmäßig TNF-alpha-Blocker einnehmen, haben laut einer neuen Studie ein erhöhtes Krebs- und Infektionsrisiko. Der US-Rheumatologe Eric Matteson von der Mayo-Klinik in Rochester (USA) analysierte die Ergebnisse bisheriger Studien. Er fand heraus, dass bei Patienten, die diese Arzneien erhielten, das Tumorrisiko deutlich stieg: Es war um das 3,3-fache höher war als bei solchen Patienten, die lediglich ein Placebo erhielten. Auch die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion – wie eine Lungenentzündung – war um das 2,2-fache höher, berichtet er in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „JAMA“. (mehr Fokus)

Erhöhtes Krebsrisiko durch Blutdrucksenker

Eine bestimmte Klasse von Blutdrucksenkern führt zu einem leicht erhöhten Krebsrisiko. Die sogenannten ARB galten bislang als unbedenklich. Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB) galten bislang als nebenwirkungsarme Medikamente gegen hohen Blutdruck und verschiedene andere Herz-Kreislauf-Probleme, aber auch gegen diabetisches Nierenversagen. Nun hat jedoch eine Metaanalyse aller verfügbaren Studien zur Arznei ein – allerdings nur mäßig – erhöhtes Krebsrisiko festgestellt ( mehr Fokus-Online)

Die unbekannten Krebsrisiken

Die Krebsrisiken durch Zigaretten, Alkohol und Sonne sind bekannt. Weniger publik ist, dass Schichtarbeit, Einsamkeit und Dieselabgase Tumore begünstigen. Die gute Nachricht zuerst: In Europa sterben immer weniger Menschen an Krebs. Innerhalb von zehn Jahren ist die Krebstodesrate unter Männern um neun, die von Frauen um acht Prozent gesunken.  ( mehr FOCUS-Online )