Sonntag, 14. Februar 2010

Vancouvers sozialer Glanz ermattet

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 Die Olympiastadt Vancouver ist bereit für die Winterspiele. Allerdings gibt es ein Quartier, in das sich kein Tourist verirren sollte: In Downtown Eastside sind die Verlierer der Finanzkrise gestrandet, hier hausen 3000 von Drogenabhängigen und Obdachlosen. Die Stadt ist hilflos und versucht, mit Vorzeigeobjekten soziales Engagement zu demonstrieren.

IM: Umgekehrt hat man kurz vor den Spielen die Strafen für die Unterstandslosen drastisch erhöht, um sie dann wegen Nichtbezahlung (der hohen Strafen für Betteln, im Freien schlafen usw.) schneller wegsperren zu können. Ein Kniefall vor dem Kommerz scheinheiliger, von der Zeit und Gesellschaftsentwicklung überholter Sportwettkämpfe, die selbst ein Toter nicht beinflussen kann. Zurück bleiben Sportruinen ala Griechenland (hier darf die ganze EU einspringen) und China usw., an denen die heimischen Bewohner noch Generationen bezahlenwerden, ohne je ein anständiges Dach über den Kopf zu haben. Den Gewinn streifen die Grossfimen, sportlichen Organisationen und einzelne Spitzensportler ein.  Alleine für die Kosten der TV-Übertragungsrechte könnte man tausende Sozialwohnungen bauen, von denen langfristig mehr Menschen etwas haben. Ist das der vielgerühmte olympische Gedanke ? 
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BeitragsTVQuelle: SF Schweizer Fernsehen