Freitag, 26. Februar 2010

Olympia-Ruinen - na und !

Nur mehr ein paar Tage, dann sind die diesjährigen olympischen Spiele in Vancouver Geschichte. So wie vorher in Griechenland, China usw. Was zurückbleibt sind millionenteure Prestigebauten, an welcher noch Generationen der jeweiligen Gastgeberländer zahlen werden.  Die Sportstätten dämmern ungenutzt vor sich hin, ihr Unterhalt verschlingt jedes Jahr Millionen.

Dies sorgt zB in Turin zunehmend für Kritik. Wann endlich finden sich Leute, die dieses unnötige Spektakel beenden. Verdiener sind letzendlich einzelne Spitzensportler. Die Regionen selbst können nur kurz von dem Werbeefffekt mitnaschen, die kleinen Gemeinden in den Skigebieten profitieren heute jedoch kaum vom Olympia-Effekt.

Wir sprechen von Sparbemühungen. Der Bundesrat erstellt Sparpläne für die nächsten Jahre. Der Bürger bezahlt dreimal. Einmal als Sponsor und Käufer der sogenannten "Sponsoren"-Produkte zu überhöhten Preisen und das zweite Mal über die Steuern oder Einsparungen im jeweiligen Land. ja udn die Eintrittskarten sind eben auch nicht billig. Millionen sind  solcherart an die Ruinen der Sportgeschichte gebunden und fehlen anderwertig für die Ankurbelung der Wirtschaft. Besonders tragisch die Situation in Griechenland.  

Der Modus muss baldigts geändert werden. Die Befürworter bringen immer wieder den Nutzen solcher Spiel für den Breitensport ein. Welcher Privater kann sich jährlich neu einkleiden, die neuesten Sprotgeräte kaufen und die teuren Tageskarten zahlen und noch dazu in der Welktgeschichte herumreisen?

Man kann sich, wenn man schon der Meinung ist, solche Veranstaltungen müssen sein, überlegen, einen fixen Ort für Winter- und einen Ort für Sommerspiele zu bauen. Aus einem gemeinsamen Topf werden diese Sportstätten dann unterhalten. Wir müssen in allen Lebensbereichen sparen - warum auch nicht bei Olympia und Weltmeisterschaften.
Das Olymipische Komitee ist gefordert. Alles andere ist in Zeiten wie diesen unverantwortlich.

Quelle: SF-Schweiz