Die Wohnqualität hängt massgeblich vom Wohnumfeld ab. Ruhige Wohnlagen am Stadtrand und abseits von stark befahrenen Strassen sind die begehrtesten. Der Vorstand des MVO unterstützt deshalb die Städte-Initiative als Mitglied des Initiativkomitees. Das Begehren verlangt, dass die steigende Mobilität durch die Förderung des öffentlichen Verkehrs abgedeckt wird und verhindert damit, dass die Wohnqualität in der Stadt durch die Mehrbelastung von Strassenlärm und durch die Abgase verschlechtert wird.
Bei der Suche nach einer neuen Wohnung ist das erste Kriterium die Lage. Bei Mietwohungen fast ebenso wichtigist die Wohnung selber, beim Erwerb von Wohneigentum ist die Lage aber klar das wichtigste Kriterium. Dazu gehört neben der Aussicht und der Besonnung auch das Wohnumfeld, die Nähe zu Läden, Schulen und der Anschluss anden öffentlichen Verkehr. Es gehören aber auch die zu erwartenden Immissionen dazu. Dass der motorisierte Verkehr eines der Hauptprobleme für ein attraktives Wohnumfeld darstellt, wird in den letzten Bevölkerungsbefragungen, welche die Stadt St.Gallen durchführte, wiederholt bestätigt. Bei der Befragung im Jahre 2005 wurde die Verkehrsbelastung an vierter Stelle der grössten Probleme in der Stadt genannt.
In den Befragungen von 2007 und 2009 verschärfte sich das Problem weiter, es wurde als das zweitwichtigste genannt.Ein Handlungsbedarf ist damit klar gegeben.Mehrbelastung verhindern Der Vorstand des Mieterinnen- und Mieterverbandes unterstützt verkehrsberuhigende Massnahmen in den Quartieren und in der Innenstadt. Die zu erwartende steigende Mobilität muss aber auch mit weiteren Mitteln in emmissionsarme Bahnen gelenkt werden. Hier setzt die Städte-Initiative an. Durch die Förderung des öffentlichen Verkehrs (öV) sowie des Fuss- und Veloverkehrs soll das Wachstum der gesamten Mobilität aufgefangen werden.Dass der öV – und der Velo- und Fussverkehr sowieso – dem individuellen motorisierten Verkehr in Bezug Emmissionen von Lärm und Abgasen bei weitem überlegen ist, wird wohl von niemandem bestritten. Deshalb muss die steigende Mobilitätsnachfrage mit dem öV, Fuss- und Veloverkehr abgedeckt werden. Das fördert die Wohnqualität, die Gesundheit und letztendlich die Zufriedenheit der Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner. Ein verkehrsarmes Wohnumfeld erhöht die Standortattraktivität nachhaltig. Ziel muss es sein, dass die Verkehrsbelastung bei den nächsten Bevölkerungsbefragungen in der Problemskala stetig weiter nach unten rutscht. Dafür braucht es einen klaren Auftrag an die Exekutive.
Deshalb: Ja zur Städte-Initiative am 7. März 2010
Für Medienauskünfte:
Hugo Wehrli
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