Anlässlich eines Auftritts von Bundesrat Didier Burkhalter* warb die Unia Zürich mit ganz im FdP-Stil gestalteten Flugblättern für ein Nein zur Senkung des Umwandlungssatzes in der Volksabstimmung vom 7. März.
Pro und Kontra :
* 1.Ansprache als BR - Anpassung Mindestumwandlungssatz BVG (es gilt das gesprochene Wort)
* 1.Ansprache als BR - Anpassung Mindestumwandlungssatz BVG (es gilt das gesprochene Wort)
Die Gewerkschaft Unia macht die Teilnehmer der a.o. Delegiertenversammlung der Zürcher FDP im Casino Zürich Horn heute Abend mit einer Flugblattaktion darauf aufmerksam, dass die von den Rentensenkern vorgebrachten Argumente nicht stichhaltig sind. Das Argument der steigenden Lebenserwartung weist die Unia als spekulativ zurück. Die Tricks der Lebensversicherer, welche je nach Versicherungsart verschiedene Sterbetafeln zur Berechnung der Renten bzw. Versicherungspolicen verwenden, liefern dafür den besten Beleg. So hat in der Versicherungsmathematik ein 65 jähriger BVG-Rentner eine um 4,7 Jahre längere Lebenserwartung, als ein 65jähriger Mann, der eine Todesfallversicherung abschliesst. Darüber hinaus verweist der Bundesrat selber in seiner Abstimmungsbotschaft darauf, dass die Zunahme der Lebenserwartung bis 2015 bereits mit der BVG-Revision von 2003 (Senkung des Umwandlungssatzes auf 6,8%) ausgeglichen worden sei.
Die Behauptung des Pro-Komitees, bereits heute seien Rentenbezüge von 600 Millionen Franken ungedeckt, entlarvt das Flugblatt als «frei erfunden». Tatsache ist: Den Pensionskassen geht es prächtig. Ende 2009 erreichten sie einen Deckungsrad von über 105%. Schliesslich weist das Flugblatt darauf hin, dass die Lebensversicherer zwar einerseits in der zweiten Säule ein Rücknahme der Renditerwartung auf unter 3,5% verlangen, andererseits aber interessierten Kapitalanlegern über Jahre hinaus eine
Eigenkapitalrendite von 10-12 Prozent (Swiss Life) ja sogar von bis zu 16% (Zürich Financial) versprechen.
Eigenkapitalrendite von 10-12 Prozent (Swiss Life) ja sogar von bis zu 16% (Zürich Financial) versprechen.
Autonome Vorsorgeeinrichtungen: kein Problem mit aktuellem Umwandlungssatz
Unterstützt wird die Argumentation der Unia von einem heute Donnerstagmorgen verbreiteten Communique der Interessengemeinschaft der autonomen Sammel- und Gemeinschaftsstiftungen. Darin heisst es, den autonomen Vorsorgeeinrichtungen der zweiten Säule entstünden mit der Beibehaltung des aktuellen Umwandlungssatzes keine Probleme.
Die Unia ruft in dem von den Veranstaltungsteilnehmer/innen beim Casino Zürich Horn mit Interesse entgegengenommen Flugblatt abschliessend zu einem Nein zum Rentenklau in der Volksabstimmung vom 7. März auf. Nicht der Umwandlungssatz zu Lasten der Rentenbezüger müsse in der zweiten Säule gesenkt werden, sondern die im Vergleich zur AHV sechsmal teureren Verwaltungs- und Vermögensverwaltungskosten bzw. die Profite der grossen Lebensversicherungsgesellschaften.
.jpg)