Krank durch Kränkung
Niederlagen können psychisch krank machen: Geld verloren oder Job gekündigt – Menschen mit Verbitterungsstörung schaffen es nicht, Misserfolge zu bewältigen.
Niederlagen können psychisch krank machen: Geld verloren oder Job gekündigt – Menschen mit Verbitterungsstörung schaffen es nicht, Misserfolge zu bewältigen.
Die Zeichen der Zeit stehen nicht günstig. Schuld daran ist eine weltweite Wirtschaftskrise, welche viel verdiente, langjährige Mitarbeiter plötzlich wegen Auftragsrückgang, Auslagerung oder Fusionierung um ihren Job und somit um ihr Einkommen bringt. Viele schütteln verwundert den Kopf, wenn heute ein nicht unerheblicher Teil von IV-Fällen im psychischen Bereich angesiedelt sind.
Hier einer der Gründe dafür:
Hier einer der Gründe dafür:
Ein Blick zum Nachbarn zeigt, dass dort rund zwei Prozent der Menschen (nach Schätzungen) an einem emotionalen Dauerschockzustand leiden, der sogenannten „posttraumatischen Verbitterungsstörung“ (PTED). Die Betroffenen sind unfähig, ein bestimmtes Ereignis zu verarbeiten, das sie als entwürdigend, kränkend oder ungerecht empfunden haben – den Verlust des Arbeitsplatzes, eine Niederlage vor Gericht oder eine Scheidung zum Beispiel. Unentwegt hämmert die Erinnerung an das Ereignis im Kopf der Patienten. Groll, Depressionen, Selbstmordgedanken oder Rachegelüste sind die Folge.
Bei einigen PTED-Patienten bricht die Wut aus.
Fachleute sprechen sogar davon, dass diese PTED Auswirkungen sich für Patienten schlimmer auswirken als Depressionen. Lange Zeit wurde sie sogar mit diesen verwechselt. Bösartig könnte man darin den Grund für eine gewisse Betriebsblindheit der Psychiater und Psychologen ableiten. Neu und noch wenig erforscht sind deshalb die Therapien . Ein paar der Patienten seien nach vielen Monaten spezieller Behandlung geheilt, andere immerhin „funktionsfähig“.
Zum Thema: Depressionen – Leben am Tiefpunkt (Fokus.de)
