Mittwoch, 13. Januar 2010

Sozialhilfe sprengt angeblich Budget von Wohlen



In Wohlen im Kanton Aargau beklagen die Behörden, dass anggeblich auffällig viele Personen, die aus dem EU- und EFTA-Raum eingewandert sind, in der Schweiz arbeitslos werden und in der Gemeinde Sozialhilfe beantragen.

Der Gemeinderat meint, Wohlen sei nicht länger in der Lage die Kosten selber zu tragen. Er fordert vom Bund und vom Kanton Aargau, dass die Situation von EU-Zuwanderern im Vorfeld besser abgeklärt wird. Zum Jahresanfang ziehen die meisten späteren Sozialhilfeempfänger nach Wohlen. Das hätten die neuesten Fallauswertungen ergeben, sagt Urs Spillmann, Leiter Soziale Dienste in Wohlen. Grund dafür seien zum Beispiel günstige Wohnungen in alten Häusern im Dorf. Eine Rückkehr zum früheren Prinzip, wo die bisherige Gemeinde die Sozialhilfekosten bei Wegzug in eine andere Gemeinde noch während zweier Jahre zahlen musste, dürfte den «Sozialtourismus» bremsen und für die Gemeinde Wohlen entlastend wirken, meint Urs Spillmann.
Es scheint, als sei die momentane Situation also nicht nur ein Problem durch EU-Zuwanderer.

by SF Schweiz