Donnerstag, 31. Dezember 2009
Mittwoch, 30. Dezember 2009
Silvesterknallerei: Horror für Mensch und Tier
Silvester, die Nacht der Nächte, das alte Jahr wird mit verschiedenen Bräuchen, Parties oder sonstigen Anlässen verabschiedet und das neue Jahr gleichzeitig willkommen geheissen. Doch nicht nur die Sektkorken knallen in dieser Nacht, Feuerwerk gehört für viele Leute einfach dazu. In der übermütigen Festlaune vergessen viele die Konsequenzen solch sinnloser Knallerei: Für Tiere und kranke, ältere Menschen ist Silvester der reinste Horror. Vor allem der Lärm aber auch das ungewohnte Leuchten am nächtlichen Himmel versetzt nicht nur Hunde und Katzen in Angst und Schrecken. Auch Wildtiere und Vögel fliehen im Schock. Durch von Feuerwerkskörpern aufgeschreckte Tiere rennen in Panik davon, finden oft nicht mehr nach Hause oder werden Opfer des Verkehrs. Die Schweizerische Gesellschaft für Tierschutz/ProTier empfiehlt Tierbesitzern deshalb früh genug Massnahmen zu ergreifen um ihrem Schützling den Albtraum zu ersparen. Katzen sollten an Silvester den ganzen Tag im Haus behalten werden, Knallerei beginnt oftmals schon am frühen Nachmittag oder am Abend. Auf keinen Fall sollten Hunde an Silvesterfeiern mitgenommen werden! Wer unbedingt Feuerwerk zünden will, sollte die Sicherheitsvorschriften beachten und entsprechende Vorkehrungen treffen. Feuerwerk sollte nie in der Nähe von Ställen und Scheunen gezündet werden. Findet die Party zu Hause statt, sollte dem Hund und/oder der Katze ein ruhiges Zimmer zur Verfügung stehen. Ob allenfalls ein Beruhigungsmittel in Frage kommt, wird am besten rechtzeitig mit dem Tierarzt besprochen.
Laut Medien dürfen wir heuer ja wieder jede Menge Radau zum Jahreswechsel erwarten. Zumindest wurden wieder Unmengen an Knallkörpern, Raketen usw. verkauft. Ich höre ja schon den ein oder anderen meckern, wir von der Redaktion seien humorlos und wollen den Leuten den Spass verderben. Abgesehen von den jährlich hohen ausgewiesenen Sachschäden, geht es uns aber auch um ältere und kranke Leute. Die können sich nicht so einfach auf einen ruhigen Platz verziehen. Wir appelieren einfach an die Vernunft, sich auf die kurze Zeit rund um den Jahreswechsel zu konzentrieren. Auch ihre Kinder sollen nicht schon mittags damit beginnen Kracher anzuzünden und schon gar nicht unter vorbeifahrende Autos zu schmeissen. Abgesehen von den tausenden abgebrannten Feuerwerkskörpern, welche die Landschaft verschandeln.
Feuerwerk: Sicherer Umgang mit Feuerwerkskörpern
Wer verantwortungsvoll mit Feuerwerk umgeht, schützt sich und andere vor Unfällen und hilft mit, Brände zu verhüten.
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Gesellschaft
Dienstag, 29. Dezember 2009
Integrationspreis für Menschen mit Behinderung
In Luzern hat die Albert Köchlin Stiftung im Hotel Schweizerhof zur grossen Preisverleihung geladen.
Verschiedene Institutionen, welche Menschen in schwierigen Situationen unterstützen stehen im Fokus. Einer der Preisträger ist der Wirt Markus Wicki. In dritter Generation führt er ein Hotel. Mit im Betrieb arbeiten die Gebrüder Thomas und Andi Wicki, beide wurden mit dem Down Syndrom geboren. Menschen mit einer Behinderung sollten vermehrt in Betrieben integriert werden, sagt Markus Wicki. Wie dies im Hotel Hirschen in Oberkirch funktioniert, zeigt der Beitrag von Sibylle Dubs.
by SF Schweiz Aktuell
Verschiedene Institutionen, welche Menschen in schwierigen Situationen unterstützen stehen im Fokus. Einer der Preisträger ist der Wirt Markus Wicki. In dritter Generation führt er ein Hotel. Mit im Betrieb arbeiten die Gebrüder Thomas und Andi Wicki, beide wurden mit dem Down Syndrom geboren. Menschen mit einer Behinderung sollten vermehrt in Betrieben integriert werden, sagt Markus Wicki. Wie dies im Hotel Hirschen in Oberkirch funktioniert, zeigt der Beitrag von Sibylle Dubs.
by SF Schweiz Aktuell
Montag, 28. Dezember 2009
Migros sprechen mit gespaltener Zunge
Der Monopolist spürt die Krise - Umsatz bleibt auf Vorjahresniveau - Das Weihnachtsgeschäft blieb hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Und auch im Gesamtjahr macht der Grossverteiler kaum mehr Umsatz. Schuld sind sinkende Preise - und die "Preisdrückerei" der Konkurrenz aus Deutschland, sagt Migros-Chef Herbert Bolliger. "Die Preisdrückerei in Deutschland schwappt auf die Schweiz über", sagt Bolliger im Interview mit der Zeitung "Sonntag". "Das ist eine ungesunde Entwicklung, die auch hierzulande volkswirtschaftliche Probleme verursacht."
Bolliger greift in dem Interview die deutschen Harddiscounter Aldi und Lidl scharf an. "Die Besitzer von Aldi und Lidl werden immer reicher und drücken auf Kosten der Produzenten und Mitarbeiter permanent die Preise", sagt der Migros-Chef. Dann kommt in weiterer Folge des Interviews noch die übliche Raunzerei zum volkswirtschaftlichen Schaden im Lande und der Verweis auf einen harten Preiskampf. Nun Herr Bolliger. Jammern auf hohem Niveau hat Tradition und wird auch dann nicht glaubwürdiger, wenn man auf Gott und die Welt schimpft und bei sich selbst keinerlei eigene Fehler erkennt. Fakt ist jedenfalls, dass heute zwar Aldi und Lidl in der Schweiz begonnen haben, ihre Märkte zu etablieren. Allerdings auf einem höherem Preisniveau, als für die Kunden in Deutschland. Das geht sogar teilweise soweit, dass die Schweizer im Grenzbereich wieder in deutschen Filialen einkaufen, so wie sie es schon Jahre früher getan haben. Dort befinden sich die Bauern nicht in einer geschützten Werksstatt, sondern unterliegen einem EU-weitem Agrarwettkampf. Wie oben erwähnt, ist es hinlänglich bekannt, dass dank diverser Netzwerke der Markt in der Schweiz geschützter und gestützter ist und dass sie es Herr Bolliger gerne sehen würden, wie die Kunden weiter ihre verlangten Preise wie in der Vergangenheit bezahlen.
"Der volkswirtschaftliche Schaden ist enorm, der brutale Preiskampf vernichtet ganze Existenzen." Die Harddiscounter drückten die Preise bei den falschen Produkten. Bei den Milchbauern werde der letzte Cent rausgewürgt, damit der Milchpreis nochmals gesenkt werden könne. Eine gefährliche Spirale sei auch bei den Löhnen im Gang, wo in Deutschland Leiharbeiter zu einem Stundenlohn von 7 Euro eingestellt würden. Am Schluss müssten die Steuerzahler die Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger zahlen. Damit haben sie nur teilweise recht. Bezieht sich allerdings auf die einheimischen Bezieher, die schon früher, lange vor dem Eintritt von Aldi und Lidl ennert der Grenze ihren Wocheneinkauf einkaufen erledigten, weil das Monat nun mal 30 Tage hat und der Einkauf bei Migros und COOP um einiges teurer zu stehen kam. Das war schon Jahre so und auch immer wieder Gegenstand zahlreicher Medienberichte.
Hören sie auf Lohnkosten zu vergleichen. Kehren sie vor der eigenen Tür. Die Schweiz hat ein ganz anderes System (brutto) als die umliegenden Länder. Hier werden die Krankenbeiträge und die Lohnsteuer u.a. schon abgezogen. Zu guter Letzt packen sie noch die Stellenabbaukeule aus. Dazu nur ein paar Links, welche zeigen, dass es schon früher mit der M-Personalpolitik nicht gestimmt hat . Der Beobachter hat erst jüngst 6 Beispiele gebracht, worin man erkennen kann, dass u.a. Firmentreue bei M nicht belohnt wird und ältere Arbeitnehmer gekündigt werden.
Ich bin schon etwas länger auf der Welt und muss neidvoll anerkennen, wenn Kunden der Migros trotz überrissener Preise in der Vergangenheit, ihrem Unternehmen trotzdem jahrelang die Treue gehalten haben, die sogar im Duttweilers Sinn in der Familie so ähnlich wie vererbt wurde. Diese einmalige Kundentreue beginnen sie jetzt mit den Füssen zu treten, indem sie vom Unvermögen ablenken und nicht bereit sind, sich einem fairen Wettkampf zu stellen. Für die zahlreichen Arbeitslosen, Sozialhilfebzieher und die Opfer der IV-Revision sind ein paar Franken mehr oder weniger sehr viel im Monat. In der Relation dazu, steht ihr Gehalt im keinen Vergleich zu dem einer Kassiererin.
“Angesichts dieses Drucks aus dem Ausland bleibe Migros keine andere Wahl, als die Preise ebenfalls zu senken“. Es ist nicht der Druck aus dem Ausland. Es sind die vielen Tage zwischen Monatsanfang und Monatsende, welche den Leuten zu schaffen macht. Gerade jetzt zu den Feiertagen, haben das viele Familien mit Kinder zu spüren bekommen. Viele von ihnen hatten schon ausgiebigere Feste im Kreise der Familie feiern dürfen.
“Migros nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau!“
Kommt ihnen die Schlagzeile bekannt vor? Das schrieb die Gewerkschaft UNIA in der Medienmitteilung vom 10. November zur angeblichen Lohnerhöhung. Und weil wir gerade bei den Arbeitnehmervertretern sind. Sie kündigte einem Mitarbeiter nach Erscheinen eines Artikels im SonntagsBlick mit der Begründung der Artikel sei "rufschädigend". Dabei hatte sich der zweifache Familienvater für bessere Arbeitsbedingungen im MV Suhr eingesetzt. Ja und wäre da noch der Blogger “Ex-Migros“, der uns seit langer Zeit Einblicke hinter die Kulissen der Migrospolitik gewährt. Auch auf unserem Blog findet sich die eine oder andere Nachlese zu Medienmeldungen über ihr Unternehmen. Lassen sie also die Kirche im Dorf. Ausserdem haben sie ja jetzt den Denner. Weder Aldi Süd, noch Lidl sind Waisenknaben. Da stimme ich ihnen voll zu. Anders wäre der weltweite Erfolg aber nicht zu erklären. Umgekehrt, ihre Auslandsengagemente zB. in Österreich und dem dortigen Konsum haben hunderte Millionen gekostet und nichts gebracht.
Lassen wir es für heute gut sein, grosser Häuptling. Trotzdem einen Tipp mit auf den Weg. Vergrämen sie ihre treuen Kunden nicht weiter mit solchen Irritationen. Nehmen sie sich kein Beispiel an mancher Politikeraussage die von Überfremdung im Lande sprechen. Der ein oder andere ist heute gar nicht mehr in der Politik. Ja und noch etwas zur Freizügigkeit: Mehr als 600.000 Schweizer/innen leben und arbeiten auch im Ausland.
Zum Schluss, ich kann ihnen gerne mal die Nebenkostenabrechnung unserer Wohnung übersenden. Die hat sich in 10 Jahren in 100%- Schritten erhöht. Auf der anderen Seite werden u.a. immer mehr Gesundheitskosten aus dem Leistungskatalog genommen. Es ist verdammt nicht einfach schwer krank zu sein. Leider verfügen wir Betroffenen nicht über die Lobby wie sie. Deshalb nützen sie den Status und bleiben sie, wenn schon, bei der Wahrheit. Immer mehr Schweizer haben Internet und können vergleichen und Pressemeldungen lesen und nachlesen. Die Zeiten haben sich halt schlichtweg verändert.
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IM-Mediennachlese,
Konsum und Alltag
Freitag, 25. Dezember 2009
Die andere Perspektive
An dieser Stelle findet man dem Anlass entsprechend, vielfach Jahresrückblicke, Statistiken, das wiederholte Aufwärmen von ausserordentlichen Ereignissen im abgelaufenen Jahr, einen kollektiven Rundumschlag auf unsere geschätzten Politiker/innen und da und dort vielleicht halbherzig gefasste Vorsätze für die nächsten 365 Tage.
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Rückblicke mit Fleisch am Knochen, wie man im Volksmund sagt, gäbe es im gemeinten Sinne jede Menge. Da und dort reicht es für ein tragisches Familienschicksal bis in die Topnews. Ohne Prominenz im medialen Beiboot, bleiben viele Schicksale im Dunklen. Doch wenden wir uns hin zum aktuellen Tagesgeschehen, so erkennen wir rasch die andere Seite der Medaille. Topmanager, Banker und Spekulanten welche die weltweite Wirtschaftskrise ausgelöst haben, waren nicht bereit daraus ihre Lehren zu ziehen. Sie haben nichts dazu gelernt oder wollen. Sie werkeln ungestraft, frisch und fröhlich in alter Manier* weiter. Ungeachtet dessen steuern wir auf ein Jahr mit neuer Rekordarbeitslosigkeit im Lande hin. Es gilt eher das Florianiprinzip. Mir geht es gut und wie es dir geht ist mir egal. Der Ellbogen wird/wurde zum wichtigsten Körperteil. Immer mehr Sand knirscht im Getriebe des Gesundheitswesen. Leider zum Nachteil der sozial Schwachen im Lande. Also jenen Mitbürgern, die ohnehin dafür äusserst anfällig sind. Erst der jüngste Spitalaufenthalt meiner Tochter hat gezeigt, hier liegt noch Vieles im Argen. Sicher ist es einfacher über Missstände zu jammern, als es selber besser zu machen. Aber sollen wir uns wirklich vom Arzt bis zum Beamten und Juristen ausbilden, um im Alltag unsere/n Frau/Mann zu stellen.
Spenden schafft Distanz
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Ja, wir haben Armut im Lande. Hier in der Schweiz. Das lässt sich weder statistisch, noch real verleugnen. Die letzten Wochen wurde national und international zwar gespendet und gesammelt. Glaubt man den Verantwortlichen, so wurden die Erwartungen mehr als übertroffen. Millionen flossen in die Spendentöpfe. Toll. Doch wohin wird das Geld gehen. Wird es im Lande verteilt oder wird es weltweit in zahlreichen bekannten und unbekannten Kanälen versickern. Bringen wir mit einer der viel beworbenen Patenschaften nicht den Dorffrieden in fernen Ländern ins Wanken, weil das ein oder andere Kind seinen Paten gefunden hat und andere weiterhin in ärmlichsten Verhältnissen leben müssen. Zweiklassengesellschaft auf unterstem Level sozusagen.
Um es hier gleich festzuhalten. Ob Kind in der Schweiz oder Kind in Afrika oder irgendwo. Keines hat es sich ausgesucht, wenn es in Armut leben muss. Sicher tragen die Eltern einen gewisse Verantwortung und man muss sich fragen, wie sieht es eigentlich mit der sexuellen Aufklärung aus. Mit der Verhütung. Wäre das nicht einmal ein sinnvoller Beitrag die weltweite Armut einzugrenzen. Hier in der Schweiz gilt man umgekehrt schnell mal unsozial, wenn man mehr als 2 Kinder hat. Die Politik hat die Familienagenda eben auch nicht auf der obersten Prioritätenliste. Ja es wurde gespendet. Per Erlagschein. Auf Distanz. Nur nichts zu Nahe an sich ranlassen. Das Gewissen ist beruhigt. Schliesslich hat man ja seinen Teil beigetragen. Es gibt löbliche Ausnahmen – Gott sei gedankt.
Ja, ich könnte hier noch ganze Romane dazu schreiben. Man könnte versuchen, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten einzubringen, ehrenamtlich tätig zu werden und aktiv seinen Teil dazu beizutragen. Umgekehrt leben wir nun mal in einer Ego-Gesellschaft. Mir persönlich ist vieles leider nicht mehr möglich. Ich bin selbst auf Hilfe angewiesen. Deshalb verstehe ich heute manches besser. Vor allem wie demütigend es hie und da empfunden wird, auf Hilfe angewiesen zu sein, Hilfe anzunehmen. Wobei Zögerlichkeit nicht unbedingt mit Undankbarkeit gleich zu setzen ist. Dazu zu gehören zu Jenen, die plötzlich aus gesundheitlichen oder anderen Gründen Hilfe brauchen. Stammleser kennen ja meine/unsere genaue Geschichte (sh. rechts Archiv). Auf den Punkt gebracht - ein Jahr hat nur 4 Adventsonntage.
Vielleicht ein Vorschlag für das bevorstehende Jahr, ohne besonderen Anlass oder medialer Einstimmung seine unmittelbare Umgebung mal aus einem anderen Blickwinkel bewusster wahrzunehmen. Armut muss man nicht suchen. Nein. Man kann sie sehr wohl erkennen. Vielleicht da und dort nicht auf den ersten Blick. Aber sie ist da. Und wenn man selbst nicht in der finanziellen Lage ist, ein paar Franken abzugeben, so würde es schon reichen, sich etwas Zeit zu nehmen. Betroffenen zuzuhören, abhören, ohne Oberlehrermentalität. Einfach nur zuhören. Glaubt mir, das hilft. Bei Managern nennt man das Burnout. Die Schwächeren in der Gesellschaft, die in einer ähnlichen Situation sind, steckt man dagegen gerne schnell in diverse Schubladen. Die wollen ja nicht und so weiter. Schmarotzer.
Wenn wir innerlich bereit sind, mal mit offenen Augen durch das Leben zu schreiten, werden wir Sachen entdecken, die wir früher schlichtweg so nicht gesehen haben. Es bleibt uns überlassen aktiv zu werden, oder einfach mit dem Erlagschein in der Hand auf die nächste Adventzeit zu warten. Oft sind es nur ein paar wohlwollende Worte zur rechten Zeit, die helfen können. So etwas lässt sich nun mal nicht per Erlagschein erledigen. Sie sind aber 365 Tage Pflaster, Balsam und Trost für die seelischen Wunden in unserer schnelllebigen Zeit.
In diesem Sinne besinnliche, erholsame Feiertage und vor allem Gesundheit und Lebensglück im neuen Jahr. Einfach Hilfe zur Selbsthilfe, Fairplay im Alltag – ganz ohne Gewalt. Mal von einer anderen Perspektive.
Zum Thema : * Mercedes Verpflichtung von Schuhmacher brüskiert Arbeiter die Sparen sollen und müssen - werden deshalb mehr Mercedes verkauft ? (Tagesanzeiger.ch)
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Um es hier gleich festzuhalten. Ob Kind in der Schweiz oder Kind in Afrika oder irgendwo. Keines hat es sich ausgesucht, wenn es in Armut leben muss. Sicher tragen die Eltern einen gewisse Verantwortung und man muss sich fragen, wie sieht es eigentlich mit der sexuellen Aufklärung aus. Mit der Verhütung. Wäre das nicht einmal ein sinnvoller Beitrag die weltweite Armut einzugrenzen. Hier in der Schweiz gilt man umgekehrt schnell mal unsozial, wenn man mehr als 2 Kinder hat. Die Politik hat die Familienagenda eben auch nicht auf der obersten Prioritätenliste. Ja es wurde gespendet. Per Erlagschein. Auf Distanz. Nur nichts zu Nahe an sich ranlassen. Das Gewissen ist beruhigt. Schliesslich hat man ja seinen Teil beigetragen. Es gibt löbliche Ausnahmen – Gott sei gedankt.
Ja, ich könnte hier noch ganze Romane dazu schreiben. Man könnte versuchen, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten einzubringen, ehrenamtlich tätig zu werden und aktiv seinen Teil dazu beizutragen. Umgekehrt leben wir nun mal in einer Ego-Gesellschaft. Mir persönlich ist vieles leider nicht mehr möglich. Ich bin selbst auf Hilfe angewiesen. Deshalb verstehe ich heute manches besser. Vor allem wie demütigend es hie und da empfunden wird, auf Hilfe angewiesen zu sein, Hilfe anzunehmen. Wobei Zögerlichkeit nicht unbedingt mit Undankbarkeit gleich zu setzen ist. Dazu zu gehören zu Jenen, die plötzlich aus gesundheitlichen oder anderen Gründen Hilfe brauchen. Stammleser kennen ja meine/unsere genaue Geschichte (sh. rechts Archiv). Auf den Punkt gebracht - ein Jahr hat nur 4 Adventsonntage.
Vielleicht ein Vorschlag für das bevorstehende Jahr, ohne besonderen Anlass oder medialer Einstimmung seine unmittelbare Umgebung mal aus einem anderen Blickwinkel bewusster wahrzunehmen. Armut muss man nicht suchen. Nein. Man kann sie sehr wohl erkennen. Vielleicht da und dort nicht auf den ersten Blick. Aber sie ist da. Und wenn man selbst nicht in der finanziellen Lage ist, ein paar Franken abzugeben, so würde es schon reichen, sich etwas Zeit zu nehmen. Betroffenen zuzuhören, abhören, ohne Oberlehrermentalität. Einfach nur zuhören. Glaubt mir, das hilft. Bei Managern nennt man das Burnout. Die Schwächeren in der Gesellschaft, die in einer ähnlichen Situation sind, steckt man dagegen gerne schnell in diverse Schubladen. Die wollen ja nicht und so weiter. Schmarotzer.
Wenn wir innerlich bereit sind, mal mit offenen Augen durch das Leben zu schreiten, werden wir Sachen entdecken, die wir früher schlichtweg so nicht gesehen haben. Es bleibt uns überlassen aktiv zu werden, oder einfach mit dem Erlagschein in der Hand auf die nächste Adventzeit zu warten. Oft sind es nur ein paar wohlwollende Worte zur rechten Zeit, die helfen können. So etwas lässt sich nun mal nicht per Erlagschein erledigen. Sie sind aber 365 Tage Pflaster, Balsam und Trost für die seelischen Wunden in unserer schnelllebigen Zeit.
In diesem Sinne besinnliche, erholsame Feiertage und vor allem Gesundheit und Lebensglück im neuen Jahr. Einfach Hilfe zur Selbsthilfe, Fairplay im Alltag – ganz ohne Gewalt. Mal von einer anderen Perspektive.
Zum Thema : * Mercedes Verpflichtung von Schuhmacher brüskiert Arbeiter die Sparen sollen und müssen - werden deshalb mehr Mercedes verkauft ? (Tagesanzeiger.ch)
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Sozialer Alltag,
Soziales
Donnerstag, 24. Dezember 2009
Vier Kerzen für die Welt
Eine Kerze für den Frieden,die wir brauchen,
weil der Streit nicht ruht.
Für den Tag voll Traurigkeiten
eine Kerze für den Mut.
Eine Kerze für die Hoffung
gegen Angst und Herzensnot,
wenn Verzagtsein unseren Glauben
heimlich zu erschüttern droht.
Eine Kerze, die noch bliebe
als die wichtigste der Welt:
eine Kerze für die Liebe,
voller Demut aufgestellt,
dass ihr Leuchten den Verirrten
für den Rückweg ja nicht fehlt,
weil am Ende nur die Liebe
für den Menschen wirklich zählt.
~Elli Michler~
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Redaktion und Interna
Dienstag, 22. Dezember 2009
Markante Einkommensunterschiede in der Berglandwirtschaft
Das landwirtschaftliche Einkommen der Betriebe in den Bergzonen III und IV ist in den letzten zehn Jahren nur leicht gewachsen oder stagnierte sogar. Hingegen verzeichneten insbesondere die Betriebe in der Bergzone IV einen starken Anstieg der ausserlandwirtschaftlichen Einkommen.Innerhalb der Bergregion bestehen beträchtliche Unterschiede bezüglich der Entwicklung der landwirtschaftlichen Einkommen, des Arbeitsverdienstes sowie des Gesamteinkommens. So liegt der Arbeitsverdienst (Entschädigung der familieneigenen Arbeitskräfte) in Betrieben der Bergzone II im Jahr 2007 mit 31 790 Franken pro Arbeitskraft deutlich über dem Wert von 19 400 Franken in der Bergzone IV. Bezogen auf die Entwicklung der letzten 10 Jahre stagnierten die landwirtschaftlichen Einkommen in der Bergzone IV, während diese in der Bergzone II deutlich angestiegen sind. Die unterschiedliche Entwicklung erklärt sich in erster Linie damit, dass mit zunehmender Höhenlage die Fremdkosten stärker zugenommen haben als die Rohleistungen.
Im Gegensatz zur stagnierenden Entwicklung bei den landwirtschaftlichen Einkommen verzeichnen die Betriebe in der Bergzone IV heute rund 75 Prozent höhere ausserlandwirtschaftliche Einkommen als vor 10 Jahren; in der Bergzone II und III resultierte eine Erhöhung von rund 20 Prozent. Damit konnten die Betriebe in der obersten Bergzone das Gesamteinkommen in den letzten 10 Jahren um rund 25 Prozent oder 12 600 Franken steigern, was über den entsprechenden Werten von Bergzone II (16 Prozent) und Bergzone III (11 Prozent) liegt.
Die Studie beschreibt zum ersten Mal die langjährige Entwicklung der landwirtschaftlichen Einkommen innerhalb der Bergregion. Die Auswertungen zeigen, dass der Arbeitsverdienst je Familienarbeitskraft in der Bergzone II in den letzten zehn Jahren um 23 Prozent angestiegen ist, während dieser in der Bergzone IV mit einer Zunahme von lediglich knapp 2 Prozent praktisch stagniert hat. In der Bergzone II konnten die Betriebsleitenden mit diversen Massnahmen ihr landwirtschaftliches Einkommen steigern. Dazu zählt zum Beispiel die Vergrösserung des Betriebs, da sich ein Flächenzuwachs positiv auf das Einkommen auswirkt. Das gilt aber nur, wenn die Fläche, die pro Arbeitskraft bewirtschaftet wird, ausgeweitet werden kann.
Zudem versuchen viele Betriebe, ihr Einkommen durch andere Tätigkeiten aufzubessern. Bereits heute gehen 66 Prozent aller Betriebsleitenden in der Bergregion einer ausserbetrieblichen Erwerbstätigkeit nach. Rund 40 Prozent der Bergbetriebe haben ihre Betriebe diversifiziert, indem sie Milch oder Fleisch selber verarbeiten und direkt vermarkten, für die Gemeinden vertragliche Arbeiten wie Schneeräumen oder Waldarbeiten ausführen oder im Tourismus tätig sind.
AGROSCOPE
Internet: http://www.agroscope.admin.ch/index.html
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Sozialer Alltag
Montag, 21. Dezember 2009
Vereinbarung in Sachen Google Street View
Am Mittwoch letzter Woche hat Google mit dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) Hanspeter Thür vor dem Hintergrund der Klage des EDÖB gegen Google Street View eine Vereinbarung getroffen. Google und der EDÖB haben sich mit Bezug auf die im Rahmen dieser Klage verlangten vorsorglichen Massnahmen wie folgt geeinigt :1. Google erklärt sich bereit, bis zur rechtskräftigen Beurteilung durch das Bundesverwaltungsgericht keine weiteren in der Schweiz für Street View aufgenommene Bilder in ihrem Online-Dienst Street View oder im Rahmen von anderen Produkten im Internet aufzuschalten. (IM ???)
2. Google verpflichtet sich, ein rechtskräftiges Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in der vorliegenden Sache zu akzeptieren und auf die für Street View getätigten Fotografien der Schweiz anzuwenden, sofern und soweit das Urteil dies verlangen sollte.
3. Google ist dazu berechtigt, auch weiterhin Kamerafahrten in der Schweiz zu unternehmen. Sie erfolgen im Hinblick auf den späteren Ausgang des Gerichtsverfahrens auf eigenes Risiko. Diese Kamerabilder werden im Sinne von Ziffer 1 nicht im Internet aufgeschaltet und verbleiben bis zur Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts innerhalb der Google-Gruppe und dürfen nur für nicht personenbezogene Zwecke und Produkte verwendet werden.
4. Anstelle eines bislang monatlichen Intervalls wird Google bei weiteren Kamerafahrten im öffentlichen Raum mindestens eine Woche im Voraus online darüber informieren, in welchen Bezirken oder im Umkreis von welchen Städten Fotografien geplant sind. (IM !!)
5. Der EDÖB betrachtet damit die durch die beantragten vorsorglichen Massnahmen verfolgten Zielsetzungen als erfüllt, weshalb die entsprechenden Massnahmebegehren beim Bundesverwaltungsgericht zurück gezogen werden.
6. Die Rechtspositionen der Parteien im anhängigen Hauptverfahren bleiben durch diese Vereinbarung unberührt.
Peter Fleischer, Datenschutzbeauftragter von Google: "Wir freuen uns darüber, dass wir mit Herrn Thür zu dieser Vereinbarung gekommen sind, unter der wir die Fotografien für Street View weiter fortsetzen können. Wir werden aber bis zur Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts keine zusätzlichen Bilder in Street View aufschalten."
Hanspeter Thür, Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter: "Mit dieser Vereinbarung werden die von uns mit den vorsorglichen Massnahmen beabsichtigten Ziele vollumfänglich erreicht: Während des Hauptverfahrens werden keine weiteren Bilder aufgeschaltet. Bei Kamerafahrten werden allfällig betroffene Personen rechtzeitig informiert.(???) Google verpflichtet sich weiter, ein rechtskräftiges schweizerisches Gerichtsurteil zu akzeptieren und dies auch auf die bereits im Ausland befindlichen Bilder aus der Schweiz anzuwenden."
Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter
Internet: http://www.edoeb.admin.ch/
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IT-Welt,
Konsum und Alltag
Sonntag, 20. Dezember 2009
Ja, auch das gibt es im Advent
Lieber guter Weihnachtsmann,jetzt ist's soweit, jetzt bist du dran.
Mein Chef ist nämlich Staatsanwalt.
Der klagt dich an, der stellt dich kalt.
Schon seit vielen hundert Jahren,
bist du nun durchs Land gefahren,
ohne Nummernschild und ohneLicht.
Auch TÜV und ASU gab es nicht.
Dein Schlitten eignet sich nur schwer,
zur Teilnahme am Luftverkehr.
Es wird vor Gericht zu klären sein:
Besitzt du 'nen Pilotenschein?
Durch den Kamin ins Haus zu kommen,
ist rein rechtlich streng genommen
Hausfriedensbruch - Einbruch sogar.
Das gibt Gefängnis, das ist klar.
Und stiehlst du nicht bei den Besuchern,
von fremden Tellern Obst und Kuchen?
Das wird bestraft, das muss man ahnden.
Die Polizei lässt nach dir fahnden.
Es ist auch allgemein bekannt,
du kommst gar nicht aus diesem Land.
Wie man so hört, steht wohl dein Haus
am Nordpol, also sieht es aus,
als kämst du nicht aus der EU.
Das kommt zur Klageschrift dazu!
Hier kommt das Deutsche Recht zum Tragen.
Ein jeder Richter wird sich fragen,
ob deine Arbeit rechtens ist,
weil du ohne Erlaubnis bist.
Der Engel, der dich stets begleitet,
ist minderjährig und bereitet
uns daher wirklich Kopfzerbrechen.
Das Jugendamt will mit dir sprechen!
Jetzt kommen wir zu ernsten Sachen.
Wir finden es gar nicht zum Lachen,
dass Kindern du mit Schlägen drohst.
darüber ist mein Chef erbost.
Nötigung heißt das Vergehen
und wird bestraft, das wirst du sehen,
mit Freiheitsentzug von ein paar Jahren.
Aus ist's bald mit Schlittenfahren.
Das Handwerk ist dir bald gelegt,
es sei denn dieser Brief bewegt
dich, die Jusitz reich zu beschenken.
Dann wird mein Chef es überdenken.
- Verfasser unbekannt -
Freitag, 18. Dezember 2009
Totalrevision des Bürgerrechtsgesetzes: Vernehmlassung eröffnet
Der Bundesrat hat gestern die Vernehmlassung für die Totalrevision des Bundesgesetzes über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts (Bürgerrechtsgesetz) eröffnet. Das revidierte Gesetz soll sicherstellen, dass nur gut integrierte Ausländerinnen und Ausländer den Schweizer Pass erhalten. Zudem sollen im Bereich der Einbürgerungen Doppelspurigkeiten zwischen den eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Einbürgerungsbehörden beseitigt und die Verfahren vereinfacht werden.Das Bürgerrechtsgesetz stammt aus dem Jahr 1952 und wurde in der Vergangenheit mehrfach geändert und revidiert. Die nun eingeleitete Totalrevision hat zum Ziel, das Bürgerrechtsgesetz auf das am 1. Januar 2008 in Kraft getretene neue Ausländergesetz (AuG) abzustimmen. Zentrale Bereiche sind die Integration von Ausländerinnen und Ausländern und die Kenntnis einer Landessprache. Zudem sollen die kantonalen und kommunalen Wohnsitzfristen harmonisiert und der administrative Gesamtaufwand reduziert werden.
Die wichtigsten vorgeschlagenen Änderungen:
• Präzisierung des Begriffs der erfolgreichen Integration;
• Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) als Voraussetzung für das Einbürgerungsgesuch;
• Herabsetzung der Aufenthaltsdauer in der Schweiz von heute 12 auf 8 Jahre im Sinne eines Anreizes für eine rasche Integration;
• Harmonisierung der kantonalen und kommunalen Aufenthaltsdauer;
• Daten- und Informationsaustausch unter den kantonalen Einbürgerungsbehörden;
• Vereinfachung der Bestimmung über die Wiedereinbürgerung;
• Einheitlicher Verfahrensablauf im Bereich der ordentlichen Einbürgerungen, um unnötige Leerläufe zu vermeiden;
• Klare Zuständigkeitsregeln mit Bezug auf die vorhandenen Schnittstellen zwischen Bund und Kantonen;
• Ordnungsfrist für die Erstellung der Erhebungsberichte im Sinne einer Verfahrensbeschleunigung.
Die im Zusammenhang mit der Gesetzesrevision erforderlichen Vollzugsbestimmungen werden erst nach erfolgter Totalrevision in einer Bürgerrechtsverordnung ausgearbeitet. Das Vernehmlassungsverfahren dauert bis zum 22. März 2010.
Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement
Internet: http://www.ejpd.admin.ch/
• Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) als Voraussetzung für das Einbürgerungsgesuch;
• Herabsetzung der Aufenthaltsdauer in der Schweiz von heute 12 auf 8 Jahre im Sinne eines Anreizes für eine rasche Integration;
• Harmonisierung der kantonalen und kommunalen Aufenthaltsdauer;
• Daten- und Informationsaustausch unter den kantonalen Einbürgerungsbehörden;
• Vereinfachung der Bestimmung über die Wiedereinbürgerung;
• Einheitlicher Verfahrensablauf im Bereich der ordentlichen Einbürgerungen, um unnötige Leerläufe zu vermeiden;
• Klare Zuständigkeitsregeln mit Bezug auf die vorhandenen Schnittstellen zwischen Bund und Kantonen;
• Ordnungsfrist für die Erstellung der Erhebungsberichte im Sinne einer Verfahrensbeschleunigung.
Die im Zusammenhang mit der Gesetzesrevision erforderlichen Vollzugsbestimmungen werden erst nach erfolgter Totalrevision in einer Bürgerrechtsverordnung ausgearbeitet. Das Vernehmlassungsverfahren dauert bis zum 22. März 2010.
Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement
Internet: http://www.ejpd.admin.ch/
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Gesellschaft,
Recht im Alltag
Donnerstag, 17. Dezember 2009
Gemeinsame elterliche Sorge(recht) mehrheitlich begrüsst
Das gemeinsame Sorgerecht soll zukünftig - unabhängig vom Zivilstand der Eltern - zur Regel werden. Dieser Vorschlag ist in der Vernehmlassung von einer klaren Mehrheit grundsätzlich begrüsst worden. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Vernehmlassungsergebnisse zur Kenntnis genommen und das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) beauftragt, eine Botschaft zur entsprechenden Revision des Zivilgesetzbuches (ZGB) auszuarbeiten. Vereinzelt ist in der Vernehmlassung vorgeschlagen worden, dass bei einer Scheidung das gemeinsame Sorgerecht nur dann zur Regel werden soll, wenn sich die Eltern auf eine Konvention verständigen. Eine solche Lösung macht für den Bundesrat jedoch keinen Sinn, weil die Sorgerechtsregelung damit weiterhin zum Gegenstand von Verhandlungen und Druckversuchen gemacht werden könnte. Er hält deshalb am Vorentwurf fest, wonach es bei einer Scheidung von Gesetzes wegen beim gemeinsamen Sorgerecht bleibt.
Keine Mehrheit gewonnen hat der Vorschlag des Bundesrates, wonach im Falle einer Anerkennung des Kindes durch den Vater das Sorgerecht automatisch beiden Elternteilen zustehen soll. Der Vorentwurf wird deshalb in dem Sinne überarbeitet, dass das Sorgerecht bei ledigen Eltern wie bisher vorerst einzig der Mutter zusteht. Zum gemeinsamen Sorgerecht kommt es nur, wenn sich die Mutter mit dem Sorgerecht des Vaters einverstanden erklärt oder wenn das Gericht auf Klage des Vaters hin so entscheidet. Diese Lösung entspricht der Logik des Konkubinats, wonach die Beteiligten ihre Beziehung grundsätzlich selber regeln.
Keine Aushöhlung des gemeinsamen Sorgerechts
Die Rechte der Eltern mit gemeinsamem Sorgerecht sollen im Gesetz ausführlicher geregelt werden, ist in der Vernehmlassung vereinzelt gefordert worden. Namentlich soll jener Elternteil über zusätzliche Kompetenzen verfügen, der sich stärker um die Kinder kümmert. Das gemeinsame Sorgerecht bedeutet indessen, dass die Eltern jene Entscheide, die ihre Kinder betreffen, grundsätzlich gemeinsam treffen. Daher drängt sich keine besondere Regelung der Entscheidzuständigkeit auf; im Gesetz wird lediglich geregelt, wie bei dringlichen und alltäglichen Angelegenheiten und im Fall von Uneinigkeit der Eltern zu verfahren ist.
Beistand nur wenn zum Wohl des Kindes nötig
Der Vorentwurf hat auf die Verpflichtung der Vormundschaftsbehörde verzichtet, dem Kind systematisch einen Beistand zu bestellen, wenn es keinen Vater hat. Der Verzicht auf die Bestellung eines Beistandes, der namentlich für die Feststellung des Kindesverhältnisses zum Vater zu sorgen hat, verletzt nach Ansicht zahlreicher Vernehmlassungsteilnehmer das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft. Dieser Kritik wird mit einer vermittelnden Lösung Rechnung getragen: Danach soll in Zukunft kein Zwang mehr bestehen, einen Beistand zu bestellen; die Vormundschaftsbehörde muss aber weiterhin einen solchen Beistand bestellen, wenn sie dies zum Wohl des Kindes für nötig erachtet.
Strafgesetzbuch wird ergänzt
Festgehalten wird an der vorgeschlagenen Ergänzung des Strafgesetzbuchs. Danach wird zukünftig auch jener Elternteil bestraft, der die Ausübung des Besuchsrechts behindert. Er soll gleich bestraft werden, wie jener Elternteil, der ein Kind nach einem Besuch nicht mehr zurückbringt.
Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement
Internet: http://www.ejpd.admin.ch/
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Archivablage unter:
Familie,
Recht im Alltag
Dienstag, 15. Dezember 2009
Soziale Sicherheit Ausgabe CHSS 6/2009
Den Sanierungspfad weitergehen Soziale Sicherheit darf etwas kosten. Das ist die erfreuliche Erkenntnis aus dem Abstimmungssonntag vom 27. September,an welchem Volk und Stände der vorübergehenden Erhöhung der Mehrwertsteuer für die Invalidenversicherung zugestimmt haben.54,5 Prozent Ja-Stimmen sind zwar kein Zufallsresultat, aber der Vorsprung ist alles andere als komfortabel. Die Vorlage wäre um ein Haar am Ständemehr gescheitert. Wäre es den BefürworterInnen mit einem taktischen Schachzug – der Verschiebung des Inkrafttretens um ein Jahr – nicht in letzter Minute noch gelungen, die Wirtschaftsverbände mit ins Boot zu holen, hätte das Resultat mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit anders ausgesehen.
Das bedeutet, über den Tag hinaus gedacht:
• Für die Finanzierung der Sozialwerke lassen sich Mehrheiten finden, aber die Mehrheitsverhältnisse sind labil und können schnell und ohne weiteres kippen.
• Die Invalidenversicherung wird vom Volk getragen und nicht leichtfertig preisgegeben, aber die zusätzliche Last, die akzeptiert wird, hat klare Grenzen.
• Bis ins Jahr 2018 haben Bundesrat und Parlament nun Zeit, die Ausgaben der IV in den Griff zu bekommen. Wer sich auf Mehreinnahmen für die Jahre danach verlässt, spekuliert mit ungedeckten Checks. (mehr dazu als PDF Download hier )
Unter diesen Vorzeichen gibt es aus heutiger Sicht nur einen gangbaren Weg: den Sanierungspfad weitergehen, den Bundesrat und Parlament vorgezeichnet und bereits eingeschlagen haben ...... (aus dem Editoral v. Rolf Camenzind, Leiter Kommunikation BSV)
Aus dem Inhalt:
Sozialpolitik
Interview mit Bundesrat Pascal Couchepin
Sozialpolitik
Neuerungen, Anpassungen und laufende Reformen bei den schweizerischen Sozialversicherungen
Gesundheitswesen
Das Medizinalberuferegister
Invalidenversicherung
Eine Partei allein gewinnt keine Abstimmung (R. Camenzind, BSV)
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Gesellschaft,
Soziales
Sonntag, 13. Dezember 2009
Zeit um zufrieden zu sein
Ich wünsche euch Zeit, für euer Tun und Denken,nicht nur für euch selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche euch Zeit, nicht zum Hasten und Rennen,
sondern Zeit zum zufrieden sein können.
Ich wünsche euch Zeit, nicht nur so zum Vertreiben,
ich wünsche sie möge euch übrig bleiben,
als Zeit fürs Staunen und Zeit fürs Vertrauen,
Zeit zum kennen lernen und füreinander zu schauen
Ich wünsche euch Zeit, zu euch selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche euch Zeit, Freundschaft zu pflegen,
ich wünsche euch Zeit:
Zeit zum glücklichen Leben.
Gabi Stadler
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Alltag
Sonntag, 6. Dezember 2009
Christmas-Impressionen (Video) FSK 12 Jahre
Einen schönen 2.Advent mit heiteren bis besinnlichen Ein- und Aussichten rund um die Weihnachtszeit.Kinder unter 12 Jahren bitte nur im Beisein der Eltern anschauen !
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IM-Mediennachlese,
Redaktion und Interna
Samstag, 5. Dezember 2009
"Federleichte" YouTube-Version
Das Online-Videoportal reduziert auf seiner Plattform die Web-Elemente und bietet für schwache Rechner eine "Light"-Version an. Unter dem Namen "Feather" (auf Deutsch: Feder) möchte das Online-Videoportal YouTube künftig ein neues und schlankes Design seiner Videoseiten anbieten. Damit will der Betreiber Google dafür sorgen, dass die Seiten auch bei geringer Bandbreite viel schneller laden und die Online-Ressourcen der Nutzer geschont werden. Das Angbeot befindet sich ncoh in der Beta-Phase. Zudem will man die Prozessorbelastung minimieren (Quelle: Kurier Online)
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IT-Welt
5.12.Tag der Freiwilligen (& Videobotschaft)
Die UNO-Vollversammlung hat den 5. Dezember zum jährlichen Tag der Freiwilligen erklärt.Der Schweizerische Gemeindeverband hat zusammen mit dem forum freiwilligenarbeit.ch die Gemeinden und Städte in einem Schreiben dazu aufgerufen, an diesem Tag den Bürgerinnen und Bürgern ein Dankeschön für das freiwillige Engagement auszusprechen.Freiwillige präsidieren Vereine in Dörfern und Städten, sie trainieren die Junioren, Jugendliche betreiben ein Kulturzentrum,Frauen und Männer organisieren den Mittagstisch für Schulkinder, fahren Behinderte zum Arzt, helfen Kindern bei den Schulaufgaben usw. Alle diese Aufgaben erfolgen ohne eine nennenswerte finanzielle Gegenleistung.Ohne das freiwillige Engagement würde das politische und gesellschaftliche System aus den Fugen geraten, der Sozialstaat infolge Finanzknappheit seine Leistungen abbauen, das vielfältige kulturelle Leben verschwinden,die Breitensportvereine in Gemeinden und Städten aussterben usw. Die Wohn- und Lebensqualität einer Gemeinde oder Stadt wird im Wesentlichen vom Ausmass unbezahlter Arbeit geprägt.
Der Nutzen eines freiwilligen Engagements Freiwilliges Engagement in Gemeinden und Städten gibt den freiwillig Tätigen die Möglichkeit, das politische und soziale Geschehen am Wohnort kennen zu lernen.
Videobotschaft zum Tag der Freiwilligen von BR Leuenberger
Bitte anklicken
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Donnerstag, 3. Dezember 2009
Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen
Behinderte Menschen nehmen stark am beruflichen und sozialen Leben teil – jedoch weniger als die übrige Bevölkerung.Am 3. Dezember 2008 wird das Bundesamt für Statistik (BFS) anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung einen ersten Indikatorensatz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen publizieren. Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und Mobilität
Ein weiterer Schwerpunkt des Gleichstellungsgesetzes ist die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und der Zugang zum öffentlichen Verkehr. In diesen beiden Bereichen sind die Unterschiede zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen offenkundig: 53 Prozent der behinderten Personen nehmen am gesellschaftlichen Leben teil (gegenüber 65% der nicht behinderten Personen), und 10 Prozent können nicht selbständig oder nur mit Mühe mit den öffentlichen Verkehrsmitteln reisen (gegenüber 1%).
Behinderte Menschen in der Schweiz
Gemäss der vom BFS übernommenen Definition gelten in der Schweiz rund 865'000 Personen in Privathaushalten als behindert; davon sind etwas mehr als ein Drittel (etwa 300'000) in ihren Aktivitäten stark eingeschränkt. Darüber hinaus leben rund 37'000 Personen in Institutionen für Behinderte und 135'000 Personen in Alters- oder Pflegeheimen. Damit leben in der Schweiz insgesamt rund eine Million Personen mit Gesundheitsproblemen, die sie mehr oder weniger stark einschränken. Mit steigendem Alter nimmt ihr Anteil in der jeweiligen Altersgruppe deutlich zu.
Themenfelder
Die neue Statistik beruht hauptsächlich auf der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2007 und zielt darauf ab, Stand und Entwicklung der Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen in der Schweizer Gesellschaft zu messen. Sie gibt zunächst einen allgemeinen Überblick zu den Menschen mit Behinderungen in der Schweiz (Anzahl, Porträt, Art der Behinderung). Darüber hinaus geht sie auf Gleichstellungsfragen ein und vergleicht dazu systematisch die Lebenssituation von Personen mit und ohne Behinderungen. Folgende Themenfelder werden durch die Statistik abgedeckt: Bildung, Erwerbstätigkeit, Lebensstandard, individuelles Wohlbefinden und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
BUNDESAMT FÜR STATISTIK
BUNDESAMT FÜR STATISTIK
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Es hat doch …
länger gedauert, als von mir erwartet. Ursprünglich hatte ich eigentlich mit gar keinen Nebenwirkungen zur Vorsorgeimpfung gerechnet . Offenbar scheint die Minigrippe abzuklingen. Trotz teilweiser Computerabstinenz, drangen die aktuellen Tagesmeldungen via WWW und TV in unsere Stube.-
Sicher habe ich überlegt, auch meinen Senf zum Abstimmungssonntag hier in der Schweiz abzugeben. Das erspare ich mir und beginne heute lieber mit der Einleitung eines Artikels auf Spiegel Online: "Populisten sagen es so: Nur Volksentscheide bilden die wahren Mehrheiten im Land ab. Doch bei einem solchen Votum gewinnt, wer am meisten in die Stimmungsmache investieren kann. Das Resultat ist gekaufte Politik - und weniger Demokratie!". Was mich zu einem anderen Thema bringt, welches zwar nicht unmittelbar die Schweiz betrifft, mich aber als gläubiger Christ und Familienvater doch leicht aus der Spur bringt. Das hat sicher nichts mit den jüngsten Schneefällen zu tun, sondern eher mit der scheinheiligen Politik der verantwortlichen Kirchenoberen im grossen Nachbarkanton.
Karlsruhe hat sein Urteil gesprochen
In ihren Verfassungsbeschwerden sprachen die Kirchen von einem Verstoß gegen den vom Grundgesetz garantierten Schutz der Arbeitsruhe und Erholung am Sonntag in Deutschland. (Anm. IM: kann das ebenso nicht auch montags oder freitags sein?) In der mündlichen Verhandlung im Juni hatten sie zudem geltend gemacht, auch das Recht auf ungestörte Religionsausübung sei von den zahlreichen Sonntagsöffnungen tangiert. Das Verfassungsgericht stellt den Menschen vor das Profitinteresse. Sonn- und Feiertage seien als "Tage der Arbeitsruhe" aus religiösen Gründen, aber auch zur persönlichen Erholung der Arbeitnehmer und ihrer Teilhabe am sozialen Leben geschützt, urteilten die Richter am Dienstag und gaben damit den Verfassungsbeschwerden der evangelischen und der katholischen Kirche statt. Die bisherige Regelung soll aber übergangsweise noch bis zum Jahresende in Kraft bleiben. Die vier verkaufsoffenen Adventssonntage in Berlin sind verfassungswidrig.
Nun ja – was soll man dazu sagen. Fast 40 Jahre meines Berufslebens (Hotelbranche)kannte ich keine Sonn- und Feiertage. Am Sonntag bewirteten wir eben diese Kirchenherren zum Mittagstisch. Mag sein, dass ich deshalb eine etwas andere Ansicht dazu habe, was das Grundgesetz einerseits, bzw den garantierten Schutz im Allgemeinen betrifft. Niemand hat mich aufgehalten, wenn ich morgens zur Arbeit ging. Die 4 Kinder zu Hause wollten ernährt werden. Bin ich deshalb ein schlechter Christ oder gar ein unmöglicher Familienvater? Brauche ich einen führende Hand, die letztendlich in der Not dann doch abwendet, wie ich heute weiss !
War es den kirchlichen Herren wirklich Ernst mit ihrem Vorstoss? Oder ging es dabei nicht eher um die Angst, schwindenden Einfluss und Daseinsberechtigung langsam zu verlieren. Von wegen Arbeitsruhe in Zeiten von Burn Out und Depressionen. Von wegen Erholung wenn unter der Woche zig Gratisüberstunden geleistet werden müssen, sonst droht die Kündigung. Leute das Wort Urlaub nur mehr aus Prospekten kennen. Von wegen Schutz – wo bleibt dessen Überwachung, die Vollstreckung ? Wo bleiben die harten Strafen für die Ausbeuterfirmen. Bei Gericht und den Behörden wird nur wochentags gearbeitet.
Manchmal frage ich mich " Haben wir überhaupt keine Wirtschaftskrise?". Geld muss dann verdient werden, wenn die Nachfrage da ist. Damit gäbe es wieder mehr Arbeitsplätze. Es muss lediglich dem Grund- und Arbeitsgesetzen entsprechend angewandt, überwacht und geleitet werden. Dazu zählt sicher nicht, eine Verkäuferin die jeden Sonntag arbeiten muss. Hier Lösungen zu finden wäre vielleicht nicht einfacher als ein generelles Verbot, aber es gäbe Arbeit und Brot für tausende Familien. Um an Gott oder seinen Gott zu glauben, brauche ich keinen, der mir als vollmündiger Mensch vorschreibt, wann ich arbeiten darf und wenn ich mit meinem Gott in Verbindung trete oder bete. Viel wichtiger dürfte doch im Interesse des Staates und der Gesellschaft sein, dass es überhaupt Arbeitsplätze gibt, damit endlich mal wieder Steuern eingenommen werden.
Geschenk an die Gesellschaft
Ein Gegenvorschlag an die kirchlichen Damen und Herren. Verzichtet künftig auf die Kirchensteuer und kassiert bei der Sonntagsmesse einen Eintritt. Dass wäre dann zwar nicht Kommerz, sondern wahrscheinlich eher ein Drama. Aber betreibt bitte nicht Familienpolitik, die am Grundrecht der Erwerbsfreiheit vorbeigeht. Denn somit hätte im Umkehrschluss jeder zumindest Anrecht auf einen garantierten Harz-IV Zuschuss für die verbotene Sonntagsarbeit. Alleine die Mehrwertsteuer für Hotels zu reduzieren reicht nicht, wenn im Gegenzug dazu die Infrastruktur nicht vorhanden ist und die Gäste aus aller Welt vor verschlossenen Läden stehen. Von zu Hause kennen sie solche Probleme nicht. Werden jetzt in weiterer Folge sonntags die Skigebiete, Krankenhäuser, Bahnbetrieb und Fremdenverkehrszentren usw. geschlossen? Sozusagen mit staatlichem Segen ? Deutschland wegen "ZU" geschlossen ! Ein Unding und weitab jeder funktionierenden Wirtschaft.
Die Sonntagsruhe betreffe zunächst die Christen, sei aber ein "Geschenk an die ganze Gesellschaft" sagte Frau Katrin Göring-Eckardt (Präses der Evangelischen Kirche in Deutschland) Wie bitte????
Karlsruhe hat sein Urteil gesprochen
In ihren Verfassungsbeschwerden sprachen die Kirchen von einem Verstoß gegen den vom Grundgesetz garantierten Schutz der Arbeitsruhe und Erholung am Sonntag in Deutschland. (Anm. IM: kann das ebenso nicht auch montags oder freitags sein?) In der mündlichen Verhandlung im Juni hatten sie zudem geltend gemacht, auch das Recht auf ungestörte Religionsausübung sei von den zahlreichen Sonntagsöffnungen tangiert. Das Verfassungsgericht stellt den Menschen vor das Profitinteresse. Sonn- und Feiertage seien als "Tage der Arbeitsruhe" aus religiösen Gründen, aber auch zur persönlichen Erholung der Arbeitnehmer und ihrer Teilhabe am sozialen Leben geschützt, urteilten die Richter am Dienstag und gaben damit den Verfassungsbeschwerden der evangelischen und der katholischen Kirche statt. Die bisherige Regelung soll aber übergangsweise noch bis zum Jahresende in Kraft bleiben. Die vier verkaufsoffenen Adventssonntage in Berlin sind verfassungswidrig.
Nun ja – was soll man dazu sagen. Fast 40 Jahre meines Berufslebens (Hotelbranche)kannte ich keine Sonn- und Feiertage. Am Sonntag bewirteten wir eben diese Kirchenherren zum Mittagstisch. Mag sein, dass ich deshalb eine etwas andere Ansicht dazu habe, was das Grundgesetz einerseits, bzw den garantierten Schutz im Allgemeinen betrifft. Niemand hat mich aufgehalten, wenn ich morgens zur Arbeit ging. Die 4 Kinder zu Hause wollten ernährt werden. Bin ich deshalb ein schlechter Christ oder gar ein unmöglicher Familienvater? Brauche ich einen führende Hand, die letztendlich in der Not dann doch abwendet, wie ich heute weiss !
War es den kirchlichen Herren wirklich Ernst mit ihrem Vorstoss? Oder ging es dabei nicht eher um die Angst, schwindenden Einfluss und Daseinsberechtigung langsam zu verlieren. Von wegen Arbeitsruhe in Zeiten von Burn Out und Depressionen. Von wegen Erholung wenn unter der Woche zig Gratisüberstunden geleistet werden müssen, sonst droht die Kündigung. Leute das Wort Urlaub nur mehr aus Prospekten kennen. Von wegen Schutz – wo bleibt dessen Überwachung, die Vollstreckung ? Wo bleiben die harten Strafen für die Ausbeuterfirmen. Bei Gericht und den Behörden wird nur wochentags gearbeitet.
Manchmal frage ich mich " Haben wir überhaupt keine Wirtschaftskrise?". Geld muss dann verdient werden, wenn die Nachfrage da ist. Damit gäbe es wieder mehr Arbeitsplätze. Es muss lediglich dem Grund- und Arbeitsgesetzen entsprechend angewandt, überwacht und geleitet werden. Dazu zählt sicher nicht, eine Verkäuferin die jeden Sonntag arbeiten muss. Hier Lösungen zu finden wäre vielleicht nicht einfacher als ein generelles Verbot, aber es gäbe Arbeit und Brot für tausende Familien. Um an Gott oder seinen Gott zu glauben, brauche ich keinen, der mir als vollmündiger Mensch vorschreibt, wann ich arbeiten darf und wenn ich mit meinem Gott in Verbindung trete oder bete. Viel wichtiger dürfte doch im Interesse des Staates und der Gesellschaft sein, dass es überhaupt Arbeitsplätze gibt, damit endlich mal wieder Steuern eingenommen werden.
Geschenk an die Gesellschaft
Ein Gegenvorschlag an die kirchlichen Damen und Herren. Verzichtet künftig auf die Kirchensteuer und kassiert bei der Sonntagsmesse einen Eintritt. Dass wäre dann zwar nicht Kommerz, sondern wahrscheinlich eher ein Drama. Aber betreibt bitte nicht Familienpolitik, die am Grundrecht der Erwerbsfreiheit vorbeigeht. Denn somit hätte im Umkehrschluss jeder zumindest Anrecht auf einen garantierten Harz-IV Zuschuss für die verbotene Sonntagsarbeit. Alleine die Mehrwertsteuer für Hotels zu reduzieren reicht nicht, wenn im Gegenzug dazu die Infrastruktur nicht vorhanden ist und die Gäste aus aller Welt vor verschlossenen Läden stehen. Von zu Hause kennen sie solche Probleme nicht. Werden jetzt in weiterer Folge sonntags die Skigebiete, Krankenhäuser, Bahnbetrieb und Fremdenverkehrszentren usw. geschlossen? Sozusagen mit staatlichem Segen ? Deutschland wegen "ZU" geschlossen ! Ein Unding und weitab jeder funktionierenden Wirtschaft.
Die Sonntagsruhe betreffe zunächst die Christen, sei aber ein "Geschenk an die ganze Gesellschaft" sagte Frau Katrin Göring-Eckardt (Präses der Evangelischen Kirche in Deutschland) Wie bitte????
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Gesellschaft
Mittwoch, 2. Dezember 2009
Auf den Punkt gebracht
Kein Frieden unter den Nationen ohne Friedenunter den Religionen.
Kein Frieden unter den Religionen ohne Dialog
zwischen den Religionen.
Kein Dialog zwischen den Religionen ohne
globale ethische Massstäbe.
Kein Überleben unseres Globus ohne ein globales
Ethos, ein Weltethos.
Hans Küng - Schweiz
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Gesellschaft
HP in trouble
HP-Deutschland streicht Jobs !!
Der Computerkonzern hat in Deutschland Umsatzeinbußen verbucht und kräftig Jobs abgebaut. Die Erlöse gaben im Ende Oktober abgelaufenen Geschäftsjahr um neun Prozent auf 4,6 Milliarden Euro nach, wie HP am mitteilte.
Damit blieb das Deutschlandgeschäft deutlich hinter der Konzernentwicklung des US-Unternehmens zurück (minus drei Prozent). Deutschland ist der viertgrößte IT-Markt der Welt. 2009 wurden nach Angaben des Branchenverbands Bitkom 65,4 Mrd. Euro umgesetzt (2008: 67,2 Mrd.). Für das kommende Jahr rechnen die Experten mit einem leichten Anziehen der Erlöse im Gesamtmarkt mit Hardware, Software und IT- Services um rund ein Prozent.
Die Zahl der Mitarbeiter belief sich bei HP nach dem Kauf des IT- Dienstleisters Electronic Data Systems (EDS) Ende Oktober auf 10 300. 500 Stellen bei HP und 1 700 bei EDS fielen im Zuge der Integration dem Rotstift zum Opfer. In den Zahlen zu Umsatz und Gewinn der HP Deutschland sind die Ergebnisse der EDS-Gesellschaften nicht berücksichtigt.
Der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard (HP) rechnet wegen der starken Nachfrage für 2010 mit einem anziehenden Geschäft. *
IM: Dazu heisst es allerdings noch an der Geschäftspolitik, sozialen Verantwortung, Preispolitik, Service und Qualität zu basteln. (sh Vergleich)
Die Zahl der Mitarbeiter belief sich bei HP nach dem Kauf des IT- Dienstleisters Electronic Data Systems (EDS) Ende Oktober auf 10 300. 500 Stellen bei HP und 1 700 bei EDS fielen im Zuge der Integration dem Rotstift zum Opfer. In den Zahlen zu Umsatz und Gewinn der HP Deutschland sind die Ergebnisse der EDS-Gesellschaften nicht berücksichtigt.
Der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard (HP) rechnet wegen der starken Nachfrage für 2010 mit einem anziehenden Geschäft. *
IM: Dazu heisst es allerdings noch an der Geschäftspolitik, sozialen Verantwortung, Preispolitik, Service und Qualität zu basteln. (sh Vergleich)
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