Montag, 30. November 2009

Verflixt (Video)

Ja, ich sage euch. Nein ich schreibe es. Das Kindlein ward noch nicht geboren. Das dauert noch 23 Tage.

Meine "Nebenwirkungen" der Grippeschutzimpfung sind offenbar einen Symbiose mit den Föhnstürmen eingegangen. Zumindest fühlen sich meinen Knochen so an. Wobei, ohne jemand von der Vorsorgeimpfung abzuhalten, gar abzuraten, ich kann es nicht zu 100% definieren was , wann , wo, wie auslöst. Jetzt Schneit es auch noch dicke Flocken! Es ist soweit auszuhalten, aber Freudensprünge sind eher unangebracht.

Dafür schon eher für diese persönliche Videobotschaft aus fernen Landen, welche mich am Wochenende errreicht und uns sehr gefreut hat. Tempos gibt es an der Kasse. Bis die Tage.
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Sonntag, 29. November 2009

Zum 1. Advent









Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.

Theodor Fontane

Samstag, 28. November 2009

Prolongiert

Nach dem heutigen Stand der Medizin, leide ich derzeit an den Nebenwirkungen der wiederkehrenden saisonalen Grippeschutzimpfung. Also jener Vorsorgegrippeschutzimpfung, welche mich alle Jahre regelmässig etwas einschränkt.

Als Hochrisikopatient keine Glaubensfrage, sondern schlichtweg eine vorsorgliche Notwendigkeit. Aber nix mit Schweinegrippe. Die kommt uns nicht ins Haus. Möchte nicht so aussehen wie der Herr Pocher, und das dazu noch öffentlich.
Meine Frau hat zwei Minuten vor mir die Impfung bekommen und nur einen Tag laboriert. Da sag einer nochmals etwas über die Frauen von wegen schwachem Geschlecht. Der Einzigen, welcher das Ganze am Schwanz vorbei geht, ist unsere Hündin Laika. Deren Appetit ist weiterhin ungebrochen. Eine Schlafmütze war sie schon vorher.

Jetzt geniessen wir mal das Wochenende und dann werden wir weiter sehen. Da ich kein politisches Amt bekleide, muss ich auch nicht irgendetwas, irgendwann, irgendwo erledigen - das finde ich gut so ! Also bis die Tage, alles Gute und gute Besserung an alle "Impfgeschädigten" .
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Mittwoch, 25. November 2009

Vorübergehend wegen Zu geschlossen !!!!!

Werte Besucher, geschätzte Dame und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, werte Abobezieher unseres Blogs, hochgeschätzte PolitikerInnen im In- und Ausland. Mr. President, Frau Pascal Bruderer, Herr Merz, hochverehrte Presse und einfach an alle zufälligen Leser unsers Blogs über 12 Jahre - Schweizerinnnen und Schweizer.
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Tragt es mit Fassung , aber ich (wir) werde(n) diesen Blog leider aus gesundheitlichen Gründen für ein paar Tage nicht betreuen (ausser es regnete Sternentaler und Weihnachten wäre schon nächsten Sonntag) können, einfach - um mich/uns gesundheitlich wieder etwas zu erholen. Natürlich soweit es geht mit Generika um meine Krankenkasse finanziell zu entlasten.
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Keinen Angst - es ist nicht die Schweinegrippe. Kommt gut über die Zeit. Bis die Tage und bleibt uns verbunden. Wir verweisen inzwischen auf Slug.ch , unseren Bloggroll (Blogger zu Blogger), oder unser umfangreiches, hauseigenes Archiv (sh.rechts)
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Unsympatische Studentenstreiks

Das was derzeit auf nationalen und europäischen Unis abläuft, ist für mich unverständlich. Nur weil die Studenten jetzt mehr Anwesenheit und weniger Wahlfreiheit haben, streikt man. Sie werden halt schlicht mal mehr gefordert. Für mich stellt sich dabei die Frage, haben Studenten die Narrenfreiheit oder sind sie einfach anders?
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Was sollen dem die Lehrlinge entgegensetzen, die sich vom Anfang im hartem Arbeitsalltag bewähren müssen und mit geringen Lehrlingsentschädigungen ihr Auskommen finden müssen. Alle Tage und ohne diverse Nebenjobs und Stipendium. Ohne Auslandsaufenthalte. Die ganze Lehrzeit bis zum letzten Tag. Nicht alle die ein Anliegen vertreten möchten, können dazu auf die Strasse gehen. Das Kollektiv gegenüber dem Individuum wird zum Protestalltag.

Ich finde es deshalb unfair wenn die Einzelperson die Faust im Sack machen muss während diverse Gruppierungen ihren Streikgelüsten nachgehen können. Der einfache, gemobbte Mitarbeiter in einem Betrieb hat niemals die Chance, mittels Streik oder Arbeitsniederlegung seine Anliegen durchzusetzen oder auf sich aufmerksam zu machen. Im würde schlicht und einfach wegen Arbeitsverweigerung der Job gekündigt.

Streik

Er kann sehr verschiedenartige Ziele und Adressaten haben. Siehe GM/Opel, Quelle, Unia usw. Politische Streiks sollen Parlament und Regierung unter Druck setzten, mit dem Ziel, dass bei deren Entscheidungen die Interessen der Streikenden berücksichtigt werden. In politisch zugespitzten Situationen können sie zu Generalstreiks auswachsen, die die Wirtschaft eines ganzen Landes lahmlegen. Als „wilde Streiks“ bezeichnet man die von einer Gewerkschaft nicht autorisierten Arbeitsniederlegungen von Belegschaften. Arbeitgeber können mit Aussperrung und Betriebsstilllegung antworten

Streik dient also letzthin als ein taugliches Mittel einer Gruppierung. Einzelnen hilft er im Normalfall weniger bis gar nicht. Ob legitim oder nicht, ich finde das nicht sehr fair, liebe Studenten – eher unsympathisch.

HRK-Präsidentin kritisiert Studentenproteste / Bologna-Reform
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Apple verweigert Rauchern Garantiereparatur

Kuriose Begründung oder Kasperlitheater

Fragwürdiger Raucherschutz bei Apple. Trotz Garantieanspruchs verweigerte Apple die Instandsetzung zweier Geräte.


Nun, Apples Weltmarktanteil ist mit knappen 8 % nicht gerade berauschend. Wenn jedoch deren Beispiel Schule macht, kommen auf rauchende Computer- und Laptopbesitzer demnächst noch härtere Zeiten zu. Man kann nur hoffen, dass andere Hersteller nicht auf den Zug aufspringen. Denn so könnte der Glimmstängel schon bald in der Nähe oder beim Arbeiten mit dem Computer bald komplett der Vergangenheit angehören oder sie kaufen sich wie gestern berichtet, den Testsieger.

Keine Garantieleistung

Das Vorzeigeunternehmen Apple verweigerte in den USA zwei betroffenen Kunden die Reparatur zweier defekter Apple-Geräte. Und das nicht weil die Garantie abgelaufen wäre, sondern weil die Geräte laut Apple und der mit der Reparatur beauftragten IT-Firma zu stark von Zigarettenrauch verschmutzt waren.

Gefährdung der Mitarbeiter

Der Rauch führte zwar nicht zum Defekt, die Mitarbeiter würden bei der Instandsetzung den Giftstoffen jedoch zu stark ausgesetzt. Apple und die beauftragte Firma begründeten die Verweigerung damit, dass sie ihre Mitarbeiter keiner gesundheitlichen Gefährdung aussetzen dürfen. Die Teer- und Nikotinablagerungen würden aber genau eine solche Gefährdung hervorrufen. Inwieweit die beim verwendeten Materialien und Ausdünstungen der verbauten Komponenten ebenso die gesundheit gefährden könnte, wird sich ja sicher bald ein Umweltverband annnehmen. Abgesehen vom Rauchen, können ja verschiedene Gerüche von den Geräten aufgenommen werden oder sich dort ablagern. Dann sollte man aber auch bei Apple B sagen und schon beim Verkauf auf diese besonderen Kundenservice hinweisen, oder eine ärztliche Bestätigung , dass der Kunde Nichtraucher ist.

Aber es wäre sicher nicht Amerika , dass sich da nicht bald ein paar Rechtsanwälte einen goldene Nase verdienen werden. Unterm Strich einfach ein Kasperlitheater. Übrigens am 11.11. war Faschingsbeginn. Quelle: oen24.at
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Dienstag, 24. November 2009

n-tv Test ergibt Servicesieger Samsung

Service-Studie mit Apple, Sony, Toshiba und Samsung - nur fünf Computerhersteller bieten „guten“ Service

Wer sich heutzutage ein Notebook kaufen will, hat es nicht einfach: In allen Preisklassen findet man dutzende Geräte ähnlicher Ausstattung. An rein technischen Kriterien sind viele Angebote also kaum mehr zu unterscheiden. Umso wichtiger werden andere Faktoren: Welcher Hersteller bietet die bessere Beratung? Welcher glänzt mit gutem Service?


Unsere eigene Erfahrung hat gezeigt, den Markenhersteller schlechthin gibt es nicht mehr. Hier ähnelt die Situation dem der Autohersteller. Man kann sich bei den Computern nur über die die unterschiedlichen Garantiezeiten grün und blau ärgern. Hier hinkt die Schweiz hinter Europa um einiges nach. Vorbei auch die Zeiten, wo sie im Service- oder Garantiefall mit der Landesvertretung des Herstellers verbunden sind. Die kann überall auf der Welt sitzen. Meistens auch in Deutschland. Für mich schon mal beim Kauf ärgerlich, dass ich selbst für die Garantieverlängerung abdrücken muss. Wie gross muss wohl das Vertrauen in das eigene Produkt sein, wenn mir mit diversen Versprechungen Zwei- oder Dreijahresverträge angeboten werden müssen. Die werden dann vom Grossteil gar nicht ausgenützt, weil Microsoft inzwischen wieder sein Betriebssystem Windows um einen Zähler raufgeschraubt hat.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat insgesamt 16 Computerhersteller untersucht. Getestet wurden hauptsächlich Notebooks. Einerseits wurde die Qualität von Service und dem Kundenkontakt per Telefon oder E-Mail getestet. Aber auch auf deren Internetauftritte wurde ein Auge geworfen. Die Bedienbarkeit mancher Seiten, der Support und Download lässt bei manchen Seiten zum Wünschen übrig. Alleine 3 Stunden verbrachte ich heute mit der aktuellen Treibersuche für einen TV-Tuner der Marke Hauptauge, um schliesslich lesen zu müssen, dass es für Vista 64 doch kein Update gibt.

Unsere eigenen Tests zeigten, dass es wie vom Institut ebenso festgestellt, davon abhängig ist, welchen Mitarbeiter sie ans Telefon bekommen. Von dessen Grundeinstellung und Tagesverfassung hängt es ab, wie der Garantiefall weiter abläuft. Am schlimmsten sind die sogenannten Freaks, die einfach nicht bereit sind, sich auf ein verständliches Niveau eines Durchschnittusers zu begeben und sie mit Fachausdrücken niederbügeln.

Wir haben uns in einem Test bei Apple einfach an ein Mitglied der Geschäftsleitung gewandt. Zufällig ein Rechtsanwalt, der nicht im täglichen operativen Bereich von Apple tätig ist. Zumindest wurden wir mit einen freundlichen Brief besänftigt. Tage später wurde dann das Problem via Irland und Telefon und E-Mail zu unserer vollsten Zufriedenheit gelöst. Das wird aber eher die Ausnahme bleiben.

Lustig auch der Kommentar vom HP beauftragten Reparaturdienst. Die stellten bei einem originalverpackten Gerät Nutzerspuren und Dreck fest, sodass sie mal einen halbe Stunde reinigen mussten. Der Hausservice-Reparaturdienst eines anderen Herstellers ist auch nur dann zielführend und effektiv, wenn er die nötigen Austauschteile bei sich hat. Auch bautechnisch könnte man einiges ändern, damit zB. der Austausch einer Stützbatterie nicht 350.- FR kostet, wie bei Acer. Eine Frechheit finde ich einen Kostenvorschuss zum Einsenden des Gerätes. Den bekommt man dann zurück, wenn sich herausgestellt hat, dass nicht der Kunde durch einen Fehlbedienung den Fehler verursachte. Langer Rede, kurzer Sinn:

Sechs der 16 Computerhersteller wurden beim Service nur mit „ausreichend“ bewertet, lediglich fünf erzielten die Note „gut“. Gesamtsieger der Studie wurde wie im Vorjahr der Hersteller Samsung. Der Marktführer HP schaffte mit einem "befriedigend" den Platz 9. Eher unrühmlich.
Hier sollte man sich der alten Werte besinnen und nicht zigtausende Mitarbeiter weltweit abbauen und die Fertigung darunter leiden lassen. Gesundschrumpfen ist nur dann gut, wenn daraus keine Magersucht entsteht.

Nicht der Preis ist das Mass aller Dinge. Zum n-tv Videobeitrag.

(Grafik anklicken)

Montag, 23. November 2009

Reden ist Silber – Schweigen ist Gold.

SVA : Staatsanwaltschaft stellt Verfahren ein

Es war von vornherein klar, dass es schwer werden würde, Licht ins Dunkel rund um die Vorkommnisse bei der SVA St.Gallen zu bringen. Die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen hat das Verfahren wegen einer mutmasslichen Amtsgeheimnisverletzung im Zusammenhang mit der Sozialversicherungsanstalt vorläufig eingestellt.


U.a. haben wir ja verschiedentlich dazu berichtet 3 2 1 . Auch im Tagblatt sind Artikel erschienen. Deshalb sah sich das Departement des Inneren dazu veranlasst, wegen dieser Artikel Strafanzeige bei der Staatsanwalt einzureichen.

Die Vorsteherin des Departements für Inneres ist gleichzeitig auch Vorsteherin der Verwaltungskommission der SVA St.Gallen und nimmt weitere übergeordnete Aufgaben wahr. Die Verwaltungskommission überwacht die Geschäftsführung. Ein Schelm der Böses denkt.

Die zuständigen Journalisten nahmen von ihrem Quellenschutz Gebrauch. Die Mitglieder der Verwaltungskommission der SVA wollten keine Aussagen machen. Somit können keine konkreten Anhaltspunkte für einen möglichen Täterschaft ermittelt werden.
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Touch me – Segen oder Fluch ?

Ein Touchscreen ist ein Computereingabegerät, meistens Bildschirm oder Tablet-PC, bei dem durch Berührung von Teilen eines Bildes, direkt gesteuert werden kann.
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Haupteinsatzgebiet ist derzeit der Handybereich, neuerdings mehr udn mehr im PC-Bereich. Die technische Umsetzung der Befehlseingabe ist für den Nutzer quasi „unsichtbar“, und erzeugt so den Eindruck einer unmittelbaren Steuerung eines Computers per „Fingerzeig“. Statt einen Cursor per Maus oder Ähnlichem zu steuern, kann der Finger oder ein Zeigestift verwendet werden. Die Anzeige eines Cursors wird damit überflüssig. So richtig dürfte man bei HP auch nicht überzeugt sein, fehlt doch bei den neuen Geräten und den Laptops der Eingabestift. Manche Systeme können mehrere gleichzeitige Berührungen zu Befehlen verarbeiten (Multi-Touch), um zum Beispiel angezeigte Elemente zu drehen oder zu skalieren.

Das spricht für einen Touchscreen :

- Sicher mal die einfachere Bedienung: Vor allem kleineren Geräten fehlt schlicht der Platz für eine Tastatur und eine Maus funktioniert nur auf einem Tisch richtig gut. Per Touchscreen klappt die Bedienung von Handys oder Navigationsgeräten viel leichter. Texte lassen sich auch per Bildschirmtastatur oder handschriftlich mit einem Plastikstift eingeben. Das erspart die mühselige Tipperei etwa über die Telefon-Tastatur, bei der jede Taste mit mehreren Buchstaben belegt ist. Weiterer Vorteil: Je nach Menüpunkt oder aufgerufener Software erscheinen Bedienfelder auf dem Bildschirm – unmöglich mit einer klassischen Tastatur.
- Geringere Hardwarekosten: Ein Touchscreen kostet mehr als ein herkömmlicher Monitor, aber weniger als eine Tastatur zum Aufschieben oder Ausklappen.
- Größerer Bildschirm: Bei kleinen Geräten wie Handys und Taschencomputern spart der Verzicht auf eine Tastatur viel Platz. Das kann der Hersteller nutzen, um ein schlankeres Gerät zu entwickeln. Oder er baut bei gleicher Geräteabmessung ein größeres Display und einen leistungsstärkeren Akku ein.
- Aktuell / mehr Sicherheit: Mit einem Touchscreen geben Sie zum Beispiel Ihre Zugangsdaten fürs Internetbanking auf dem Bildschirm ein. Ganoven, die mit einem sogenannten Keylogger Ihre Tastatureingaben aufzeichnen, haben keine Chance. Zudem lassen sich zum Beispiel an Geldautomaten keine manipulierten Tastaturen anbringen.

So funktioniert die Berührungserkennung :

Egal, welche Technik dahintersteckt – zunächst erfasst die Elektronik die Position der Berührung auf dem Bildschirm und übermittelt die Information ans Betriebsprogramm. Das vergleicht die Infos mit den Positionen der angezeigten Bedienelemente, beispielsweise einer Schaltfläche. Stimmen die Werte überein, startet die entsprechende Funktion. Wenn ein Touchscreen mehrere Berührungen der Oberfläche gleichzeitig verarbeiten kann, spricht man von Multitouch-Technik. Diese Fähigkeit haben bisher nur wenige Geräte, zum Beispiel das iPhone: Bei diesem Handy lassen sich mit zwei Fingern zum Beispiel Fotos drehen oder Internetseiten vergrößern.

Praxis

In der Praxis erweist sich aber die dauernde Eingabe für die Arme und Finger am Bildschirm doch etwas ermüdend. Bei Handys mag es ja noch praktischer sein. Dort macht es auch Sinn. Andererseits gibt es, bis auf die Ausnahmen bei der Eingabe zum Schutz Bankverkehrs oder anderer sensiblen Daten, keine Veranlassung, die Hand von der Maus/Tastatur zu nehmen. Auch die Texterkennung bei herkömmlichen Bildschirmgrössen ist noch sehr mühsam und es muss einiges nachgebessert werden. Umgekehrt ist die Touch-Technik für bestimmte Menschengruppe, speziell Behinderte sicher eine Innovation. Als negative Begleiterscheinung erweist sich, dass der Bildschirm immer von unschönen Fingerabdrücken verunziert wird. Da heiss es immer den Putzlappen in Reichweite bereit zu halten. Man muss/sollte es selbst vor dem Kauf probieren. Ob jetzt alle User, die bei den Aldis All-in-One mit Touchscreen nachbestellt haben, im Endeffekt glücklich werden, wird die Praxis zeigen.

All in One mit Touchbildschirm Markteinsicht /

Sonntag, 22. November 2009

Schmieren, einseifen und im Notfall drohen

Sie verteidigen die Profite der Krankenkassen. Und sie kämpfen gegen die Suva: Die bezahlten Politiker der Privatversicherer.
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Jetzt kommt endlich die Initiative für eine «öffentliche Krankenkasse »: Die SP hat sie fürs nächste Frühjahr angekündigt. Die Idee: Eine einzige profitfreie Versicherung soll endgültig aufräumen mit dem Wirrwarr der über 80 privaten Krankenkassen im Land. Mit den insgesamt fast anderthalb Milliarden an Verwaltungs- und Werbekosten, die die Versicherungen jedes Jahr verschlingen, soll Schluss sein. Schluss auch mit der alljährlich wiederkehrenden, mühsamen, aber nutzlosen Suche der Versicherten nach der günstigsten Kasse. Und Schluss mit der unwürdigen Jagd der Versicherer nach möglichst junger, gesunder und profitabler Kundschaft.

Derzeit sitzen im Bundeshaus direkt oder indirekt bezahlt:

- 13 Vertreterinnen und Vertreter der Krankenkassen;
- 49 der Ärzteschaft, der Spitäler und der Krankenpflege;
- 9 Adlaten der Pharmaindustrie und
-18 Vertreter der Privatversicherer.

Die wirklichen Volksvertreterinnen und -vertreter kämpfen meist auf verlorenem Posten.

Kompletter Artikel Workzeitung

Dünnhäutig

Protestbrief gegen Kündigung im Migros Verteilzentrum Suhr MVS
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Aldis oder Lidsl Arbeitsbedingungen werden ja schon öfters mal in den Medien breit getreten, als wenn es umgekehrt um die Personalpolitik der etablierten Migros geht. Sie kündigte einem Mitarbeiter nach Erscheinen eines Artikels im SonntagsBlick mit der Begründung der Artikel sei "rufschädigend". Dabei hatte sich der zweifache Familienvater für bessere Arbeitsbedingungen im MV Suhr eingesetzt. Der Auslöser war eine Diesellokomotive, die bei jeder Fahrt in die Lagerhalle ungefilterte und krebserregende Abgase in die Luft blies. Hafir Sedolli handelte mutig und forderte Massnahmen zum Schutze der Betroffenen. Die Arbeitskollegen protestieren bei der Geschäftsleitung gegen die Kündigung. (Dokumente, Zeitungsartikel und der Protestbrief unter migros.unia.ch)

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Samstag, 21. November 2009

E-Mail Wurmfalle

"Windows XP SP3 Critical Update" ist eine Falle
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Angeblich wollen sie helfen, tatsächlich locken sie Internet-Nutzer in eine Falle: Derzeit verschicken Kriminelle E-Mails mit dem Betreff „Windows XP SP3 Critical Update“. Den Angeschriebenen soll vorgegaukelt werden, dass sich hinter eine angehängte Datei ein Sicherheitsupdate für ihr Betriebssystem befindet. Wer den Ornder öffnet, hat sich Schadsoftware eingefangen. „Die Installation der exe-Datei schleust einen E-Mail-Wurm auf den Rechner“, warnt G Data, Anbieter von Anti-Viren-Software. Befallene Rechner verbreiten den Wurm weiter. Der Schädling trägt sich laut G Data außerdem in die Autostartfunktion ein und deaktiviert TaskManager und RegEdit. Entsprechende E-Mails sollten sofort gelöscht werden.
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W A N T E D !!!!!!!!!!!!!!

Die Vermögen der privaten Haushalte in der Schweiz haben wegen massiver Kursverluste an den Aktienmärkten letztes Jahr erstmals seit 2002 wieder abgenommen. Pro Kopf der Bevölkerung betrug das Reinvermögen Ende 2008 rund 312 000 Franken.
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Mit der Schätzung des Immobilienvermögens ergebe sich ein Gesamtbild des Vermögens der privaten Haushalte, schreibt die Nationalbank. Nun ja, soweit ist mir das eigentlich wurscht von wegen Kursverlust. Aber, wir haben heute in der Wohnung alles von oberst nach unten gekehrt und die 312 000 Franken gesucht. Eigentlich müsste es ja das Doppelte sein. Aber nachdem nach den jüngsten Medienberichten nur jeder Zweite über 5823 Franken verdient, kann es schon sein, dass wir nur 312 000 Franken irgendwo gebunkert haben.

Ich kann ja nur hoffen, dass das Finanzamt hier nicht mitliest. Denn die Zahlen in meiner Steuererklärung schauen ganz anders aus. Steuerschonender. Mein Arzt hat mir ja empfohlen, mich zu schonen. Also, deshalb nicht die volle Wahrheit. Würde mich sonst zu sehr aufregen.

Als wir kurz vor Mitternacht verschwitzt und erschöpft am Boden hockten, eher mehr lagen, kam mir die Idee mit dem Internet. Da wurde ja schon manches gesucht und gefunden. Väterlose Töchter fanden ihren Erzeuger. Singles finden zur trauten Zweisamkeit. Warum sollte also nicht jemand wissen, wo unser Geld geblieben ist. Jetzt so kurz vor den Feiertagen - ein unerwarteter Geldsegen. Wäre schon schön, mal etwas mehr Batzerli in der Tasche zu haben. All die schönen Geschenke welche man damit kaufen könnte. Die Weihnachtsbäume werden ja auch wieder teurer.

Irgendwann träumend in den spätherbstlichen Sonnenaufgang des ausgehenden Novembers hinein, sassen wir engumschlungen an der Balkontür. Da meinte meine Frau, ob die Scheine vielleicht in der Pensionskasse versickert sind und wir nur einem virtuellen, fiktiven Vermögen nachlaufen, das längst bachab ist. So unrecht hat sie eigentlich damit nicht. Egal. Sollte jemand trotzdem einen Spur oder einen Hinweis haben – bitte melden. Es bleibt unter uns. Finderlohn ist garantiert. So unterm Tisch – steuerfrei. Danke an alle Bloggerkollegen wenn ihr die Augen offen haltet. Meine sind mir nach dem schreiben dieser Zeilen plötzlich zugefallen und ich bin sanft an der Schulter meiner Liebsten eingeschlafen.

Nicht ganz zur Freude unserer Hündin. Die hatte ein eher menschliches Bedürfnis. Kurz, sie musste einfach raus und sich lösen. Dabei hatte ich gerade so schön zu träumen begonnen

Freitag, 20. November 2009

Neueinführung Biometriedaten beim Ausländerausweis

Der Bundesrat hat heute die Botschaft zur Einführung der Biometrie im Ausländerausweis verabschiedet. Die dafür notwendigen rechtlichen Änderungen betreffen das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG) sowie das Bundesgesetz über das Informationssystem für den Ausländer- und den Asylbereich (BGIAA).

Die Verordnung (EG) Nr. 380/2008 vom 18. April 2008 stellt eine Weiterentwicklung des Schengen-Besitzstandes bezüglich der Aufenthaltstitel dar. Darin werden die neuen Sicherheitselemente und biometrischen Merkmale aufgeführt, die von den Mitgliedstaaten im einheitlichen Aufenthaltstitel für Drittstaatenangehörige verwendet werden müssen. Der Ausländerausweis muss zum Schutz vor Fälschungen hohen technischen Anforderungen genügen. Damit werden insbesondere die illegale Einwanderung und der illegale Aufenthalt bekämpft. Im Ausländerausweis müssen auf einem Datenchip ein Gesichtsbild sowie zwei Fingerabdruckbilder der betreffenden Person gespeichert sein. Nur diejenigen Behörden, die berechtigt sind, Aufenthaltstitel zu überprüfen, können auf die biometrischen Daten zwecks Überprüfung der Echtheit des Dokuments und der Identität der Inhaberin oder des Inhabers zugreifen. Die Fingerabdrücke einer Person werden jedoch nicht mit den im Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) gespeicherten Daten abgeglichen. Es ist vorgesehen, die erhobenen biometrischen Daten im ZEMIS für fünf Jahre zu speichern. Dies ermöglicht eine Verlängerung oder Erneuerung des Aufenthaltstitels (Ausweis B und L), ohne dass betroffene Personen das Verfahren für die Erfassung der biometrischen Daten erneut durchlaufen und Gebühren dafür bezahlen müssen. Dadurch wird auch die Arbeit der zuständigen Behörden erleichtert.
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In der Vernehmlassung, die vom 24. Juni bis am 7. Oktober 2009 durchgeführt wurde, hat eine grosse Mehrheit der Vernehmlassungsteilnehmenden die Einführung der Biometrie im Ausländerausweis sowie die befristete Speicherung von biometrischen Daten im ZEMIS begrüsst. Die Schweiz muss bis zum 20. Mai 2011 in der Lage sein, biometrische Ausländerausweise auszustellen. Da sich die Schweiz zur Übernahme der Weiterentwicklungen des Schengen-Besitzstandes verpflichtet hat, sind bis zu diesem Zeitpunkt die entsprechenden Rechtsgrundlagen anzupassen. Die Umsetzung dieser EG-Verordnung erfordert eine Anpassung des AuG und des BGIAA sowie der entsprechenden kantonalen Ausführungsbestimmungen. Der Bundesrat hat heute die entsprechende Botschaft verabschiedet.

Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement
Internet: http://www.ejpd.admin.ch/

Donnerstag, 19. November 2009

25% der Notebooks Schrott ?

Mit liegen ja heute noch die Worte eines FUST-Verkäufers in den Ohren, der meinte man solle doch bei einem Notebook unbedingt eine teure Garantieverlängeurng dazu kaufen, seien doch die Reparaturen später sauteuer.
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Dabei zeigte er auf einen Stapel Rechnungen. Wobei mich ja grundsätzlich schon der Umstand ärgert, dass wir in der Schweiz mit nur einem Jahr Garantie gegenüber der EU mit 2 Jahre abgespeist werden.Lediglich der Hauslieferant von ALDI, Medion gibt von Haus aus 3 Jahre Garantie. Beim Toshiba Tecra gibt es sogar einen neuen Laptop zur fälligen Reparatur gratis.

Niemand kann in die Zukunft und in die Geräte schauen. Die Produktion im fernen Osten mag zwar günstig sein, erweist sich aber auch als fehleranfällig. Wenn man sich die Berichte von den Produktionsstätten anschaut, nimmt es einen nicht wunder. Die dortigen Arbeiter werden ausgepresst wie eine Zitrone. Warum ich ihnen das alles erzähle? Nun ja, wir haben ja an dieser Stelle schon mehrfach über die selbsternannten Paradefirmen geschrieben, die sich zwar am Puls der Zeit orientieren und in immer kürzeren Rhythmen neue Geräte auf den Mark bringen, die einerseits immer mehr an Leistung und Möglichkeiten ausweisen, aber offenbar mit der Entwicklung nicht ganz Schritt halten. Auch der Modelldschungel ist für den Normalverbraucher nur schwer durchschaubar.

Jetzt gibt es zu unseren Bedenken einer Studie schwarz auf weiss. Diese besagt man sollte nur Notebooks von Asus und Toshiba kaufen. Die kleineren Brüder namens Netbooks sind noch um eine Spur anfälliger für Schäden.

Rote Karte für HP

25 Prozent derer Geräte sind nach 3 Jahren kaputt . Sieger der Studie Billiganbieter Asus und Toshiba produzieren die verlässlichsten Laptops, hat eine Studie eines US-Versicherers für Elektronikgeräte ergeben. Bei den beiden Spitzenreitern erwarten die Studienautoren, dass in den ersten drei Jahre nach dem Kauf knapp weniger als 16 Prozent der Geräte nicht mehr funktionieren. Das Schlusslicht im Rankings bildet HP, wo jeder vierte Laptop in diesem Zeitraum den Geist aufgeben soll.

Fast gleich unzuverlässig wie HP werden laut SquareTrade die Geräte von Acer und Gateway mit einer Ausfallquote von jeweils etwas mehr als 23 Prozent. Im Mittelfeld lagen Sony (16,8 Prozent), Apple (17,4 Prozent) und Dell (18,3 Prozent) erwartet.Weiters wurden Netbooks mit Notebooks verglichen. Das Ergebnis zeigte, dass Netbooks im ersten Jahr nach dem Kauf um 20 Prozent anfälliger für Schäden als billige Laptops sind. Im Vergleich zu teuren Geräten beträgt der Unterschied knapp 40 Prozent.Zusammenfassend muss jeder dritte Laptopinhaber nach dem Kauf in den ersten drei Jahren mit einem Ausfall rechnen. 2/3 dieser Schäden sind dann Hardwarefehler – der Rest eher unbeabsichtigte Beschädigungen. Die hohe Ausfallquote von 30 Prozent sei insofern kein Überraschung, da Laptops aus zahlreichen empfindlichen Komponenten besteht. Im Vergleich zu 2006 hat sich die Situation sogar extrem verschlechtert.
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Mit 30.000 Geräten die in der Studie berücksichtigt wurden, ergibt sich doch einen breite Abstützung quer durch alle Hersteller. Es mag ja unter diesen Umständen als sinnvoll erscheinen, eine Garantieverlängerung zu lösen. Andererseits zeigt uns die Erfahrung, wenn das Notebook das erste Jahr überlebt, dann meistens auch noch weitere Monate. Auf der anderen Seite unterliegen Notebooks einem immensen Wertverfall. Bei einem besseren bautechnischen Willen wären einige der teuren Folgekosten von vorne herein zu vermeiden. Vor allem wenn man die Stützbatterie so verbaut, dass das bei einem Wechsel, dass halbe Notebook zerlegt werden muss. Oder der Akkuneukauf den Zeitwert des Notebooks überschreitet.

Ja und was die kurze Garantie betrifft – hier sind die Konsumentenschützer und Politik gefordert, dass für die Schweiz künftig von Haus aus ebenso zwei Jahre Garantie Pflicht sind.
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Dienstag, 17. November 2009

Willkür oder Gewissensfrage (Gastkommentar)

PROFIL ONLINE / Elfriede Hammerl Gastkommentar*
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Was ist, wenn du das soziale Netz brauchst, aber niemand hilft dir hinein?

Gerti R. ist 81. Ja, das ist eine schwere Last für die Pensionsversicherung, aber eine Freude für alle, die Gerti R. lieben, und so eine schwere Last für die PVA (Pensionsversicherungsanstalt) wiederum auch nicht, denn Gerti R. bezieht eine ziemlich bescheidene Pension.

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Sie selber lebt, ’tschuldigung, auch noch gern. 81 ist sie, und man sieht es ihr, wie man so sagt, ganz und gar nicht an, obwohl sie alles andere als kerngesund ist. Krankes Herz, Sehschwäche, lädierte Wirbelsäule, künstliches Hüftgelenk. Im Vorjahr kam auch noch eine Brustkrebsoperation hinzu. Trotzdem. Das Leben ist schön. Bücher, Musik, Freundschaften. Sie geht auf Krücken, sie jammert nicht, im ­Gegenteil, sie lacht viel, man ist gern in ihrer Gesellschaft. Gerti R. bewohnt ein kleines Einfamilienhaus mit Garten in einer Gegend, die mittlerweile als teuer gilt. Als sie seinerzeit herzog mit ihrem Mann, waren die Grundstücke noch erschwinglich. Sie lebt allein, schon lang, ihr Mann ist mit 60 gestorben, ihre einzige Tochter hat es ins ferne Ausland verschlagen (sie kann sich Besuche bei der Mutter nur ganz selten leisten), wie das Schicksal halt so spielt. Seit einiger Zeit braucht Gerti R. Hilfe, sie kann nicht mehr selber einkaufen, sie kann nicht mehr selber putzen, sie kann das Gras nicht mehr mähen, ihre verhornten ­Zehennägel müssen, nur so als Beispiel für die vielen kleinen Widrigkeiten, mit denen sie zu kämpfen hat, von einer Fußpflegerin gefräst und gekürzt werden. (Äh, will das jemand so genau wissen? Nein, nicht unbedingt, aber auch wenn Zehennägel für die anderen kein Thema sind – wenn man 81 ist und nicht allein damit zurechtkommt, werden sie ­eines, jedenfalls für einen selber.
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So banal können Probleme sein und doch so belastend. Schon einmal versucht, mit zu langen Zehennägeln und auf schwieligen Fußballen zu ­gehen?) Hilfe kostet, hier ein Handgriff und dort einer, für den sie sich erkenntlich zeigen muss, damit die Hilfe nicht ausbleibt, das geht ins Geld. Vor einiger Zeit entschloss sich Gerti R. daher nach langem Zögern (man will ja schließlich nicht unverschämt sein), um Pflegegeld anzusuchen. Mit einem kleinen Zuschuss wäre ihr sehr geholfen, hat sie sich gedacht, und vielleicht könnte sie dann sogar ab und zu mit dem Ortstaxi in den Supermarkt fahren und sich ihre Lebensmittel selber aussuchen, statt auf das angewiesen zu sein, was ihr andere mitbringen. Nicht, dass sich die anderen über ihre Wünsche hinwegsetzen, aber wie soll man sagen, was man will, wenn man mittlerweile gar nicht mehr weiß, was es alles gibt? (Ja, das Ortstaxi verrechnet einen verbilligten Tarif, aber auch verbilligte Tarife wollen bezahlt sein.)
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Ins Haus kam als Gutachterin eine junge, freundliche Ärztin. Die freundliche Ärztin sah das Haus, sah sich im sonnigen Garten um und sagte: „Schön haben Sie’s hier. Mein Mann und ich hätten auch gern einen Garten, aber das können wir uns nicht leisten.“ Gerti R., die im Alter der jungen Ärztin auch noch keinen Garten besessen und lange sparen hatte müssen, um ihr kleines Haus abzubezahlen, sagte nichts. Die freundliche junge Ärztin sah sich ihre Befunde an und war voll Mitgefühl. So ein schwaches Herz, so eine ­kaputte Wirbelsäule, das zweite Hüftgelenk eigentlich auch schon operationsreif und der Brustkrebs, wirklich bedauernswert. Aber dann sagte sie: „Ich mache Sie lieber gleich darauf aufmerksam, dass ich Ihr Ansuchen ablehnen werde.“ Sie könne es nämlich, fügte sie hinzu, nicht guten Gewissens ­befürworten. Eine Gewissensfrage also. Darf man guten Gewissens ­einer hilfsbedürftigen alten Frau Pflegegeld bewilligen? Darf man guten Gewissens zusehen, wie eine alte Frau in ­einem Haus mit Garten sitzt, statt ihre irdischen Besitz­tümer zu verscherbeln und um den Erlös in ein Heim zu ziehen, wo sie, wenn es blöd läuft, die Gesellschaft im End­effekt mehr kostet als 150 Euro im Monat? Ach so, vielleicht läuft es ja auch nicht blöd, und sie stirbt bald, aus Kummer vielleicht, das wäre dann eine Ersparnis.Um die Geschichte kurz zu machen: Gerti R. resignierte nicht, als ihr bald darauf ein ablehnender Bescheid zugestellt wurde. Es fanden sich nämlich Menschen in ihrem Umfeld, die redeten ihr zu, sich zu wehren. Zum Glück war darunter auch ein junger Anwalt, der ihr die für den Einspruch nötigen Amtswege abnahm. Eine mobile Freundin chauffierte sie dann zu einem anderen Gutachter, den das Gericht ­bestellt hatte, er ordinierte im tiefsten Niederösterreich, fern von allen öffentlichen Verkehrsmitteln, so richtig passend für gehbehinderte alte Leute.
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Am Ende sprach eine einsichtige Richterin, hurra, ­Gerti R. einen Pflegezuschuss zu. Na bitte, könnte man jetzt sagen, so fürsorglich ist unser Staat, er lässt die Alten und Schwachen nicht verkommen. Allerdings: Was ist mit den Alten, denen niemand zuredet? Denen kein befreundeter Anwalt hilft? Die niemand an entlegene Orte chauffieren kann? Ja, wir haben – noch – ein soziales Netz, das sich im Großen und Ganzen sehen lassen kann. Und dennoch: Wie viele fallen durch seine Maschen? Im Grunde sind diejenigen, die es brauchen, der Willkür oder dem guten Willen mehr oder weniger qualifizierter Amtspersonen ausgeliefert und umso schlechter dran, je schwächer, unbeholfener und bedürftiger sie sind. Keine beruhigende Erkenntnis.
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* Mit freundlicher Genehmigung / Profil.at
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Montag, 16. November 2009

Kaufwahn,Besitzwahn, Alltagswahn ...

Vom Fest der Freude über Christi Geburt, ist ja Weihnachten inzwischen zum kommerziellen Schenkfestival verkommen. Ja, es ist bald wieder soweit. Wer kann denn all der schönen neuen Technik im Haushalts-, Unterhaltungs- und IT-Bereich widerstehen.

Die Werbung vermittelt uns ja mit immer ausgefeilteren Werbebotschaften, wie wichtig es für den Stromverbrauch sei, doch endlich flach zu Fernsehen, energiesparend am PC zu tokeln und immer grüner und schneller durch das Internet zu surfen. Steroanlagen werden mit Lautsprecherboxen ausgeliefert, womit man früher einen ganzen Stadtteil unterhalten konnte. Die Hörschäden der Jugendlichen nimmt man billigenden im Kauf. Phonak lässt sich bedanken. Die IV weniger.

Heute, wo die 12-jährigen Mädchen schon aussehen wie 20-jährige , da ist einfach die Zeit ihre Lieblingsbeschäftigung - das Simmsen - auf immer neueren Handy-Modellen an die Frau, sprich Mann zu bringen. Der Mann von Welt braucht unbedingt sein Alleskannich-Handy mit Supervertrag und 10 Megapixelcamera für die 20-jährigen Teenager und dessen Standortbestimmung. Die Konsumentenstimmung muss angekurbelt werden. Damit die Wirtschaft und somit gibt es wieder mehr Arbeitplätze (sagen die Experten) . Klingt irgendwie logisch, ist aber grundlegend falsch. Selten übereinstimmen Theorie und Praxis. Hoffen darf man aber.

Es ist ja hinlänglich bekannt - wir stecken mitten in der wahrscheinlich grössten Wirtschaftskrise. Wie lange sie uns noch bis zur Nasenspitze reicht, werden die nächsten Monate zeigen. Somit ergibt sich aber für die ganze Gesellschaft der westlichen Sphäre ein kleiner Existenz bedrohender Unterschied. Das eine ist die grosse Wirtschaftskrise, verursacht durch die Bankenkrise und Überschätzung mancher Möchtegern-Manager. Und das Zweite, ist für uns als Kleinbürger weit näher und im Alltag bestimmender - die private Krise, respektive die Überschuldung – der Konkurs in all seinen Facetten - von privat bis Firmen. Sie trifft die Leute härter und früher als die allgemeine Wirtschaftskrise. Steigende Arbeitslosenzahlen sind erste Vorboten dafür, dass es der ein oder andere im privaten Umfeld es nicht mehr schafft, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Der Leasingvertrag für den BMW hängt wie ein Betonklotz am Bein. Es geht ums Eingemachte. Mieten wird auch nicht eben mal billiger.

Schuldenfalle

Viele Arbeitslose, speziell Langzeitarbeitslose, sahen ihr Heil auf den Weg in die Selbstständigkeit, wozu sie nicht selten die letzten Ersparnisse zusammengekratzt haben oder sich in der Familie, Verwandtschaft oder bei Freunden Geld besorgt haben. Nicht selten getrieben von dem Umstand, dass die Arbeitplätze immer weniger wurden und die staatlichen Vermittler wenige finanziell tragende Jobs zu vergeben hatten. Sie sind das Schwächste Glied im Wirtschaftskreislauf. Umsomehr ihnen der Markt wenig Chancen bietet sich dauerhaft zu etablieren. Normal braucht es etwa 2 -3 Jahre bis man sich im Markt behaupten kann. Manche sehen in der Selbständigkeit eine Flucht zur Beendigung ihres Untergebenenstatus. Andere wieder sind der festen Überzeugung, sie bringen dem Markt die Innovation, welche schon lange überfällig ist. Sie möchten alles anders, besser machen und scheitern schlussendlich an denselben Fehlern wie ihre ehemaligen Arbeitgeber und Vorgänger. In der Vergangenheit haben wir ja alles ungeprüft übernommen, was über den grossen Teich schwappte. Keine Idee war zu schräg, als das wir sie nicht als Vorbild sahen und flugs übernahmen. Wir sahen in Amerika den grossen Vordenker für Erneuerung, Innovation und Welthandel. Gerne wurde dabei manches flissentlich übersehen. Auch die ersten Mahner dagegen, wurden zum Schweigen gebracht.
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Risken

Ein Teufelskreis, aus dem es fast kein Entkommen gibt. Sicher , mit Hilfe von Freunden und einer günstigen Prognose schafft es ein kleiner Prozentsatz via Privatkonkurs. Alle anderen sind ihr Leben lang mit Schuldverschreibungen behaftet. Hier schafft sich der Staat selbst seine Sozialfälle. Denn würde man die Gesetze dahingehend ändern, dass jemand per Betreibungsstopp a la america noch eine zweite Chance bekommt, wird betrieben und gepfändet bis der Arzt kommt.

Ich befürworte in keinster Weise das Schuldenmachen. Aber die Chancen jemals aus dieser Schuldenfalle rauszukommen sind eher gering. Paradox aber tägliche Praxis. Es muss ja nicht immer an dem Kleinunternehmer oder der Person des Inhabers liegen, wenn die Firma den Bach ab ging. Zu mangelnder Zahlungsmoral kommt es hüben und drüben.Während also die Grossen auf der Karriereleiter eher aufsteigen, bleibt dem Kleinen oft nur die Faust im Sack. Dabei spreche ich explizit von unverschuldeten Fällen und nicht von Möchtegernunternehmern mit ausgeprägtem Grössenwahn. Auch im privaten Alltag warten viele Fallstricke, Scheidungen, Krankheiten und persönliche Schicksalsschläge die einem runterziehen. Hier wäre mal ein Umdenken im Gesetz angebracht. Innovation und Reform kann den Staatssäckel entlasten und kann manche private Tragödie helfen zu verhindern oder zumindest mindern.
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Ja und beim Konsumwahn klappt es hoffentlich bald mit einer Schutzimpfung.

Sonntag, 15. November 2009

Mei Windows

Mein ganz persönliches Fenster zum Sonntag (klicken)
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Gleicher als Enke

In einer achtseitigen Sonderbeilage mit insgesamt 228 Todesanzeigen haben die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» und «Neue Presse» in ihren Samstag-Ausgaben an Robert Enke erinnert.

Der Tod des Nationaltorhüters bestimmte tagelang die Schlagzeilen, Presse und Fernsehen. Er war ein Sympathieträger, ein Vorbild, einer, der immer ein offenes Ohr für die Teamkollegen hatte. Er war aber auch ein Familienmensch der an seiner Familie hing. Doch der Tod seiner Tochter Lara, welche mit einem schweren Herzfehler zur Welt kam und leider im Alter von 2 Jahren bei einer Operation stirbt, veränderte im Innersten des Menschen Enke etwas. Heute wissen wir, dass er an Depressionen litt und diesbezüglich in Behandlung war. Weitere Fakten wie seine Tierliebe, seine soziale Ader wurden auch mehrfach am Rande erwähnt.

Interessiert der Mensch Enke. Er war offenbar ein Mensch, in sich gekehrt wenn es darum ging, seine innersten Ängste und Befürchtungen vor seiner Umwelt zu verbergen. Nur der engste Familienkreis wusste ob seiner Krankheit. Bewundern muss ich ihn dafür, dass er für sich die Kraft gefunden hat, sich selbst aus dem Leben zu nehmen. Egal, ob viele heute sagen er hätte gerettet werden können. Millionen von Enkes sind unter uns und wir können oder möchten nicht erkennen, dass sie krank sind. Es sind die "Leiden der anderen". Leiden und Leid welches wir vielleicht manchmal bewusst nicht sehen. In diesem Fall, weil er in erster Linie der "Tormann" war, der funktionieren musste und der offenbar nichts mehr mehr scheute, als dass seine Depressionen öffentlich wurden. Ist dieser tragische Schritt jetzt der Preis dafür. Oder ist es nicht so, dass wir uns solcherart Vorbilder schaffen, Menschen die nicht verletzlich sein dürfen. Die einfach funktionieren müssen und deshalb permanent mit dem Rücken an die Wand stehen. Unabhängig wie es in ihnen aussieht. Ersatzmenschen praktisch, die auf der Austauschbank sintzen und auf ihren Einsatz warten.

Die Menschen, die unter Depressionen leiden, "sind nicht faul, sie sind keine Drückeberger, sie sind einfach psychisch nicht in der Lage, etwas zu leisten". Hier nähert sich der Mensch Enke zumindest mental den Millionen Arbeitslosen in Europa an. Sie stehen unter Dauerstrom. Sie haben Pflichten zu erfüllen. Sie müssen die Managementfehler ausbaden. Sie stehen ihren Familien und Kindern im Wort alles zu tun, damit ihr Leben lebenswert ist und die Kinder was Anständiges lernen.

Ich kenne zahlreiche Enkes. Enkes die auch am Anschlag leben und vielleicht nicht den Mut haben den letzten Schritt zu wagen um aus dem Leben zu scheiden. Für viele scheint es aussichtslos, welche Hürden das Leben für sie vorgesehen hat. Von schweren Krankheiten, von behinderten Kindern, bis zur krebskranken Frau. Vor allem, sie haben keine Lobby. Sie sind alleine. Nicht selten verlässt der Partner in diesen "schlechten Tagen" noch dazu den gemeinsamen Haushalt. Leidtragende sind die Kinder. Väter und Mütter erleiden in dieser Situation denselben Schmerz wie Enkes. Einen Schmerz der droht dir schier die Luft abzuschneiden. Aber, es ist derselbe Schmerz den Enkes empfunden haben muss. Er, der Schmerz ist schlicht und einfach menschlich. Er ist unter uns. Wir müssen ihn nur sehen wollen.

Was macht nun gerade Enkes Schicksal zur Tragödie schlechthin. Was ist so anders?Warum erlebt ganz Deutschland und der internationale Fussballsport es so? Jetzt wo eigentlich das passierte, was er laut Abschiedsbrief vermeiden wollte. Die grosse, ungeteilte Öffentlichkeit fokussiert sich auf ihn. Warum fand er nicht die Kraft zu bleiben und hat sich der Situation gestellt? So, wie jetzt seinen Frau von der ersten Minute der schlimmen Nachricht an ihren Mann gestanden hat. Die Antwort werden wir nie erfahren. Einen Versuch wäre es vielleicht wert gewesen zu bleiben, sich zu outen. Und wenn, dann gäbe es noch immer diesen schrecklichen, nicht mehr korrigierbaren Weg.

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht"

Diese einfachen Worte, die eigentlich sehr viel aussagen, standen auf seiner Todesanzeige. Sie zeugen davon, dass er in seinen eigenen Ansprüchen gefangen war. Jedes Menschenleben ist es wert gerettet zu werden. Nur, schaffen wir uns nicht solcherart künstliche Idole, Götzen, sondern versuchen wir so zu leben, als hätten wir die Gewissheit, dass alles gut ausgeht. Wir nicht mit Scheuklappen durch den Alltag gehen. Egoistisch nach Höherem streben. Ellbogen einsetzen. Unmögliches verlangen. Menschlichkeit hinten anstellen. Enke litt unter Depressionen und Versagensängsten. Ein paar Monaten ging es ihm wieder gut, zumindest sagt er das. Aber er verstellte sich. Er täuscht sein Umfeld. Hat seine persönliche Lösung gewählt und ist den Weg dazu alleine gegangen.

Ich für meine Person habe mit diesem kollektivem Ausdruck von Betroffenheit nach dem Tode mancher Mitbürger und der Presse meine Probleme. Jeder trägt Zeit seines Lebens einen Rucksack mit jenen Teil, welche er fähig ist zu tragen. Der eine mehr, der andere weniger – menschlich gesehen bleibt es gleichwertig. Das ist doch der entscheidende Punkt. Egal ob Idol, Star oder einfacher Buezer.
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Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinung über die Dinge.
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Samstag, 14. November 2009

Street View - Klage nicht notwendig

Trotz ihres unbestrittenen Nutzens schafft Google Street View eine neue Schwelle für den Persönlichkeitsschutz, findet Medienrechtler Peter Studer. Er stellt fest, dass sich heikle Situationen häufen.

Per sofort verlangt der eidgenössische Datenschützer Hanspeter Thür ein provisorisches Verbot, die für die Schweiz bereits veröffentlichten 20 Millionen Bilder auf Google-Streetview weiter auszustrahlen und ab Ende 2009 weitere Bilder zu veröffentlichen, wie Google angedroht hat. Die Argumente für die Klage sind aus meiner Sicht eher dürftig und nicht mehr zeitgemäss. Zeitgemäss, weil dabei nicht die Bedürfnisse jener Menschen berücksichtigt werden, die durch die Bilder eine der wenigen Möglichkeit haben einen virtuelle Tour durch die Schweiz zu unternehmen, die entweder inmobil sind oder nicht über finanzielle Mittel für eine weite Reise verfügen. Begründet wird auch mit weitgehenden Eingriffen, auch angesichts der Kommunikations- und Wirtschaftsfreiheit. Dazu braucht es kein Google. Jeder Restaurantbetreiber muss heute mit dem Rauchverbot nach der Pfeife anderer tanzen und darf nicht seine eigene wirtschaftlichen Freiheiten und Konzepte umsetzen.

Im Sozialbereich hat Persönlichkeits- und Datenschutz überhaupt keinen Relevanz, umsomehr Daten erhoben werden, die in keinem ursächlichen Zusammenhang zu einem Antrag stehen. Als Beispiele gelten Bankauszüge im Detail (jede Bewegung) obwohl es Praxis ist, nur den Monatsanfang- und Endbestand zu erheben. Ausserdem zeigen die Kontounterlagen zur Steuererklärungen mit eventuellen Zinsgutschriften eventuelle längerfristige Guthaben. Die Liste liesse sich beliebig fortsetzen. Hat zwar mit Datenschutz zu tun, kümmert aber niemand.

Am meisten Druck scheint es offenbar von den Villenbesitzern zu geben. Dabei würde mit Goggle nicht das Ausforschen der Villenobjekte verhindert. Dazu reicht einen kleine handliche Videocam mit Zoomfunktion. Warum sind Videohandys heute in Bädern usw. verboten. Es dürfte so gesehen keinen Fernsehübertragungen mehr geben. Vom "Musikantenstadl", über "Wetten dass" bis hin zu allen möglichen "Sportübertragungen". Das heisst im Klartext eigentlich jede öffentliche Veranstaltung. Ich hätte keine Probleme, wenn ich im öffentlichen Raum im Beisein meiner Gattin gefilmt würde. Nur ich kann leider nicht mehr so oft in die Öffentlichkeit. Möchte ich das andererseits nicht und würde mir eine Skimütze übers Gesicht ziehen, wäre ich bald verhaftet.

Ein weiteres Argument sind die Autonummern. Nur in der Schweiz kann man europaweit noch diese von jedem Auto nachschlagen. Genauso wie in Steuerdaten Einsicht nehmen. Abgesehen von Bewerbungsformularen bei Arbeitssuche und Wohnungssuche.

Hier überall vermisse ich den Herrn Datenschützer Herr Peter Studer schreibt in seinem Kommentar im Tagesanzeiger : Diese moderne Technologie schafft eine neue Schwelle für den Persönlichkeitsschutz. Das «Recht am eigenen Bild», seit hundert Jahren vom Bundesgericht anerkannt, wiegt meines Erachtens schwerer als ein gewisser Gewinn an bildlicher Übersicht im Alltag.

Zusammenfassend – vor hundert Jahren gab es noch keinen Videohandys, Cameras in Kugelschreiber,Stofftieraugen u.v.a.m. Herr Studer. Die Zeiten ändern sich. Heute kann jeder ohne grossen Aufwand alles aufnehmen. Einerseits lamentiert man über den rückläufigen Fremdenverkehr, andererseits versäumt man die Möglichkeit Land und Leute zu zeigen und so mehr Gäste ins Land zu locken. Umgekehrt unterstützt die Hotellerie mit einem reduzierten Mehrwertsteuersatz und versucht so alles, die Schönheiten des Landes zu verwässern. Das sieht man leider auch bei den Hubschrauberflügen im SF ohne Detailortsangaben und einer vernünftigen Musik bzw. Sprecherunterlegung.

So werden Behinderte und ältere Leute weiterhin nur ihre unmittelbare Wohngegend kennenlernen. Nur weil irgendwo ein Herr Direktor mit seiner Geliebten spazieren geht und dabei nicht gesehen werden möchte. Hier sollte doch das Interesse des Landes, welches Arbeitsplätze für die Jugend einerseits und den Fremdenverkehr gesamt schafft, höher gewichtete, als die Angst einzelner beim Pinkeln abgefilmt zu werden. In jedem billig produzierten Krimi wird heute schon mehr Videotechnik verwendet um Objekte vorab auszuspionieren, Seitensprünge zu dokumentieren oder einen Banküberfall zu planen. Für mich ist Street View eines der letzten offenen Probleme im Land. Da könnte man gleich versuchen die Zeitungen ohne Druckerschwärze zu drucken. Datenschutz ja. Aber zuerst in den Bereichen, die über das Fortkommen und Einkommen von Menschen am Rande der Gesellschaft entscheiden. Deren Persönlichkeitsschutz wahren und nicht nur die Interessen der Besserverdienenden vertreteten.
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Freitag, 13. November 2009

1080p HD-Is Coming zu YouTube

*Wir freuen uns, zu sagen, dass die Unterstützung für das Ansehen von 1080p HD-Videos in voller Auflösung ist auf dem Weg. Ab der kommenden Woche wird das YouTube-HD-Modus Unterstützung für Anzeigen von Videos in 720p oder 1080p hinzufügen, je nach Auflösung der ursprünglichen Quelle, bis von unserer Leistung von maximal 720p heute.

Als Auflösung von Consumer-Kameras steigt, möchten wir sicherstellen, dass YouTube ist das beste Zuhause im Web zu präsentieren Ihre Inhalte. Für die Zuschauer mit großen Monitoren und einen schnellen Computer, versuchen Sie zu 1080p, um das Beste aus dem Vollbild Erfahrung. Wie YouTube im offiziellen mitteilte, wird die Höchstlänge der Videos weiterhin bei zehn Minuten liegen. Bislang lag die maximale Auflösung bei 720p. Auf dem Videoportal ist schon ein Test-Clip in voller Auflösung zu sehen. Wie viel größer ist 1080p? Werfen Sie einen Blick auf die folgenden Screenshots aus Video.
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(*Original Text Schnellübersetzung via Google aus dem Englischen ! )
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Donnerstag, 12. November 2009

Es rappelt weiter im Ka(n)rton bei der SVA

Es wir weiter gemauert bei der SVA St.Gallen. Die Leiterin der IV-Stelle bei der St.Galler Sozialversicherungsanstalt (SVA) hat nach nur fünf Monaten ihren Dienst quittiert. Damit gehen die Unruhen in der SVA in die nächste Runde.
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Nun gut, das Disziplinarverfahren gegen den SVA-Direktor läuft noch und ist noch nicht abgeschlossen. Die Besetzung seiner Lebengefährtin in die Geschäftsleitung rückgängig gemacht. Doch hinter den Mauern scheint es weiterhin zu rumoren. Die überschwengliche Vorstellungsseite der neuen IV-Leiterin wurde von der Homepage genommen ist aber trotzdem als PDF Datei verfügbar. Sie war vorher Leiterin der Stabsdienste bei der Kantonspolizei. Auf Anfrage wollte der in die Kritik geratene Direktor der SVA, Linus Dermont, keine direkte Stellung nehmen, Fragen liess er nicht zu ( ja geht das so einfach ?). Durch seinen Pressesprecher, der gleichzeitig der Sohn seiner Lebenspartnerin ist, liess er per Mail folgendes ausrichten: «Die SVA St.Gallen und die Leiterin der IV-Stelle, Ursula Uttinger, haben das Arbeitsverhältnis in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst. Es wurde vereinbart, keine weiter gehenden Stellungnahmen abzugeben. Interimistisch wird die IV-Stelle ab sofort vom bisherigen stellvertretenden Leiter, Michael Rimle, geführt.» berichtete das heimische Tagblatt.

Schweigen im Kanton

Das ehemalige SVA-Geschäftsleitungsmitglied Ursula Uttinger selbst hält sich auf Anraten ihres Anwalts mit Äusserungen ebenfalls zurück. Keine zusätzlichen Stellungnahme seitens der Präsidentin der Verwaltungskommission der SVA, der St.Galler Regierungsrätin Kathrin Hilber. Man bedenke, es geht um die Sozialversicherungsanstalt und um keine private Firma. Ist es daher legitim, dass man die Steuer- und Beitragszahler im Regen stehen oder auf gut Deutsch gesagt, dumm sterben lässt? Wie sieht es hiebei mit dem öffentliches Interesse aus und warum halten die Parteien alle so still ?
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Fragen, zu denen wir hoffentlich bald ehrliche Antworten bekommen.
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Ich habe es gewagt !

Genau gesagt - wir haben es getan. Meine Frau und ich hatten gestern grossen Arzt- und Impftag. Ja man weiss ja wirklich nicht, was ist gut und wo kann es schlecht rauskommen. Man diskutiert hin und her. Sich gegen die Grippe zu impfen wie alle Jahre, oder gegen die Schweinegrippe, von der ja die Gazetten voll an Meldungen und Meinungen sind.
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Umgekehrt, die normale Schutzimpfung soll ja sinnvoller sein, als nur gegen die Schweinegrippe geimpft zu werden, die als schwächer eingestuft wird. Sagen die Experten. Dazu kommt noch, dass der normale, alljährliche Vorsorgeimpfstoff nicht mehr zu haben ist. Angeblich sind auch die Lager leer. In den Nachrichten tönte es wieder ganz anders. Zu spät. Ich habe es gewagt. Da Zeugs fliesst jetzt durch meinen Adern. Sogar zwei Stunden Schlaf am Stück habe ich geschafft.

Als Hochrisikopatient ist es nicht so einfach sich so oder so zu entscheiden. Wir haben uns mit dem Arzt auf die normale Grippeschutzimpfung geeinigt. Die hätte es gestern noch gar nicht gegegeben . Ein zweites Mal die belastende Tour wollte ich meinem Körper nicht unbedingt nochmals zumuten. Dann bekam ich noch eine zweite Spritze gegen meine Schulterschmerzen (direkt ins Zentrum- Freude !....) und vorab wurde ich ja noch wegen der Laborwerte gepixt. Ein nettes Bild mit all den Pflästerchen. Und unter uns "Frauen" gesagt, auch der Schwangerschaftstest fiel negativ aus. Die Brustdrüsenschmerzen sind die Nebenwirkung eines meiner zahlreichen anderen Medikamente, die ich einnehmen muss. Auch meine Frau hatte noch eine Kontrolle und dann wurden wir zur Freude der anderen wartenden Patienten wieder entlassen. Wenn es keinen Verschlimmerung oder grössere Probleme gibt, dann sehen wir uns erst nächstes Jahr wieder. Dann ohne Spritzen – versprochen !
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Und wegen der Schutzimpfung - die Chancen stehen bei 33 %. 33,33% für Nein, 33,33 % für saisonalen Grippeschutz, 33,33% für Schweinegrippschutzimpfung. Nebenbei habe ich noch gehört, die nächste Grippewelle soll für eine bessere Medienwirksamkeit Stubenfliegengrippeschutzimpfung heissen. Aber bis dahin sind es ja noch zwei Jahre. Der Vorteil wäre dann, dass man alle Stubenfliegen verbietet und ich bräuchte die warme Jahreszeit nicht hinter einem Fliegengitter verbringen. Schauen wir mal !
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Mittwoch, 11. November 2009

Existenzkrise Firmenpleite

Für eine Kultur der zweiten Chance – Teil 2

Besonders betroffen von der hohen Zahl von Insolvenzen seien kleine und mittelständische Betriebe, da die Kreditvergabe der Banken sehr restriktiv sei und die staatlichen Kreditprogramme beim Mittelstand noch nicht wirkten schreibt die SZ.
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Gestern brachten wir ja den ersten Teil zum Tagebucheintrag von Attila von Unruh, Gründer des Selbsthilfenetzwerkes Anonyme Insolvenzler. Mit über 35.000 Firmenpleiten rechne der Verband Insolvenzverwalter Deutschlands (VID) für das Jahr 2009, berichtet die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG. Viele Betriebe gerieten deshalb unverschuldet in eine bedrohliche Lage. »Im Mittelstand droht eine regelrechte Katastrophe«, zitiert die SÜDDEUTSCHE den VID-Vorsitzenden Siegfried Beck. Wie diese finanziellen Katastrophen bei den gescheiterten klein- und mittelständischen Firmenchefs auch zu schweren persönlichen Krisen führen, kommentiert heute Attila von Unruh, Gründer des Selbsthilfenetzwerkes »Anonyme Insolvenzler« im Tagebuch. Über diese Existenzkrisen zu sprechen gelte als gesellschaftliches Tabu.

In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit

Nichts liegt ja nach hunderten von Bewerbungen näher, als sich einfach seinen eigenen Arbeitsplatz selbst zu schaffen. Manche warten nicht einmal diese Zeit ab, sondern wagen noch in jungen Jahren ohne Lebens- und Arbeitserfahrung den Sprung in die Selbstständigkeit. Für manchen folgt einen bitterböse, harte Landung. Die hohe Arbeitslosigkeit ist nicht selten ein Spiegelbild der momentanen Wirtschaftskrise. Ein erste grosse Hürde, denn manche auf ihrem Weg in die scheinbare Selbstständigkeit gerne beiseite schieben. Dem folgen noch manche Steine auf den Weg, um zu den rund 14 % Schweizer selbständige Unternehmer zu gehören. Rund 37.000 sind im Handelsregister eingetragen. Manche getragen von dem Gedanken und der Überzeugung eigene Ideen zu verwirklichen, sich etwas Eigenes aufzubauen – einfach der eigene Chef zu sein.

Doch der Markt ist ein grosses Haifischbecken in dem auch gestandene Konzerne ihre Probleme haben. Zwar ist Innovation gefragt, doch nur als Beispiel die Gastronomie zu nehmen, herrscht hier ein Überangebot. Noch dazu, seit die Zugangsbarrieren des zB. Wirtepatents gefallen sind.

Die Existengründervoraussetzungen sind in der Schweiz nicht eben die Besten. Spezielle Branchen haben fast keine Chance auf Kleinkredite oder Finzierungen. So mit einem Minimalkapital ausgestattet sind die Überlebenschancen für die meisten Existenzgründer von vornherein eher gering.

Schmerzvoller Weg

Danach beginnt aber für die meisten ein noch schmerzvollerer Weg, als wenn sie versucht hätten ein Angestelltenverhältnis anzustreben. Im Gegensatz zu Amerika beginnen für die gescheiterten bei einem Konkurs magere Zeiten. Bis hin zum sozialen Abstieg und Ausstieg. Es zählt nicht das wie, sondern dass sie Konkurs anmelden mussten. Ihre Chancen am Arbeitsmarkt sinken extrem. Kein Arbeitgeber hat es gerne als Drittschuldner im schlimmsten Fall für ihre Verbindlichkeiten einzustehen. Angesehen von den Lohnpfändungen und dem verbundenen Umtrieben. Aus vielen Gesprächen kenne ich das Argument, bei mir wäre das normal nicht passiert wenn, …………………

Jetzt gibt der Insolvenzverwalter den Ton an. Und der kann schlimmer sein als mancher ungeliebte Chef. Dem können sie nicht kündigen. Das schlimmste in diesem Moment ist die familiäre Situation. Da braucht es einen starken Partner, dass die Beziehung nicht auch ncoh in die Brüche geht. Das derzeitige Insolvenzrecht sieht keine zweite Chance vor wie zB. in Amerika. Es ist eher auf Vernichtung und Auflösung einer Existenz ausgerichtet, als den Fehler der Betroffenen zu korrigieren. Keinen zweite Chance mehr, mit der sie eventuell die Schulden der verspielten ersten Chance ausgleichen können.

Der Ansatz der Projektidee von Hr. Unruh ist der Weg für die Zukunft.. Die Umsetzung mit allen gesetzlichen Drumherum wird bei Kleinunternehmen noch lange dauern. Bei den Grossen klappt es ja eher, wie uns die Vergangenheit gezeigt hat.

Ich bin insolvent. Ich kann nicht mehr. Es ist vorbei - Gebt mir eine zweite Chance !

Zum Thema :
Insolvenzrecht Schweiz / SchKG /

Dienstag, 10. November 2009

Für eine Kultur der zweiten Chance – Teil 1

Unsere Stammleser kennen ja sicher den ein oder anderen Artikel der dtsch. Webseite "dieGesellschafter". Im dortigen Gesellschafter-Tagebuch verfassen viele wechselnde Autoren Einträge zu tagespolitischen Anlässen oder Ereignissen ihrer Wahl: subjektiv, persönlich, direkt.

In den nächsten zwei Ausgaben möchten wir uns mit dem Eintrag von Attila von Unruh, Gründer des Selbsthilfenetzwerkes Anonyme Insolvenzler über Existenzkrisen und Firmenpleiten, befassen.

Ich bin insolvent. Ich kann nicht mehr. Es ist vorbei. (Attila von Unruh)

Insolvenz : Für mich verband sich damit das Ende. Gleichbedeutend mit Tod. Deshalb hatte ich es immer verdrängt, mich damit auseinanderzusetzen. Selbst als ich pleite war. Lieber kämpfen, weitermachen. Hoffen, dass alles nur ein böser Traum ist. Ich hatte doch keine Schuld an der Pleite – wie konnte ausgerechnet mir so etwas passieren?

Wie kam es dazu? Ich hatte verschiedene Firmen erfolgreich aufgebaut, war deren Gesellschafter und Geschäftsführer. Um Geld machte ich mir keine Sorgen und investierte alles immer wieder in die Firmen. Als ich sie verkaufte, sah die Zukunft viel versprechend aus. Doch der Käufer hielt sich nicht an die Verträge, schlimmer noch, er meldete mit der Firma, die er übernommen hatte, nach kurzer Zeit Insolvenz an. Als Folge wurden Bürgschafen fällig gestellt, für die ich noch persönlich haftete – der Albtraum begann, meine eigene Insolvenz war die Folge.

Insolvenz ist ein großes Tabuthema in Deutschland. »Man spricht nicht darüber«. Wer betroffen ist, kann in der Regel seine sozialen Kontakte nicht mehr bewahren – man gehört nicht mehr dazu, kann es sich finanziell einfach nicht mehr leisten, dabei zu sein. Selbst wenn die Freunde einen einladen möchten, will man sich nicht als Almosenempfänger fühlen – Rückzug ist häufig die Folge. Der Verlust des Selbstwertgefühls geht einher mit Scham. Unternehmer, die es gewohnt waren, Entscheidungen zu treffen, fühlen sich von ihrem Insolvenzverwalter »entmündigt«. Oft geht die Entwurzelung aus sozialen Kontakten einher mit dem Verlust der Wohnung. All das führt häufig zu schweren persönlichen Krisen, die sich dann auch auf die Ehe oder Partnerschaft auswirkten. Auch die Partner sind oft überfordert - sie sitzen meistens mit im sinkenden Boot.

Gesprächskreis
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Was hat mir geholfen? Ich traf auf andere »Insolvenzler« – und merkte, wie gut es mir tat, auf Augenhöhe zu reden. Ich brauchte mich nicht zu schämen, mein Gegenüber wusste, wovon ich sprach. Wir hatten ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich merkte: reden hilft. So entstand die Idee für den Gesprächskreis »Anonyme Insolvenzler«, der im Herbst 2007 in Köln startete. Die Regeln der Selbsthilfegruppe sind einfach: Eingeladen sind Menschen, die von Insolvenz betroffen sind, die Teilnehmer bleiben anonym, es wird Vertraulichkeit vereinbart, Probleme werden benannt, aber nicht bewertet. Eingeladen sind auch Menschen, die noch nicht in der Insolvenz sind und Hilfe suchen – denn die Zeit vor der Insolvenz ist für die meisten Betroffenen die schwerste Zeit.

Inzwischen ist ein bundesweites Netzwerk entstanden von Menschen, die sich gegenseitig unterstützen und es sind viele interessante Projekte aus dem Kreis der Betroffenen entstanden. Über das Internet wurde die Initiative schnell in ganz Deutschland bei vielen Betroffenen bekannt. Ich stelle einen ungeheuren Bedarf nach Kontakt bei ihnen fest. Wir erfahren bereits viel Hilfe. Die brauchen wir aber auch, denn wir haben noch viel vor, damit sich in Deutschland eine Kultur der zweiten Chance entwickelt.
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Montag, 9. November 2009

Nicht mit Holzhammermethode

Nicht alles lässt sich mit Streiks und Demos demokratisch regeln. Manchmal wäre die Dialoglösung kostengünstiger und vorallem demokratischer. Das sieht man im Nachbarland. Der Protest gegen die Studentenproteste, bei denen Hörsäle an allen Universitätsstandorten Österreichs besetzt wurden, nimmt zu. Nicht zur Freude aller.
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Im Internet haben sich mittlerweile rund 20.100 Nutzer des Netzwerks Facebook der Gruppe "Studieren statt Blockieren“ angeschlossen, die Gruppe der Audimax-Besetzer hält bei rund 25.200 Fans.

Vernunft ?

Wir "Studieren statt blockieren" grenzen uns hiermit eindeutig ab von unseren "Kollegen", die das Audimax besetzen. Auch uns ist klar, dass es an unseren Unis einiges zu verbessern gibt. Dies wird aber nicht durch derartige Aktionen zu erreichen sein! Kritik am universitären Bildungswesen sollte man in konstruktiverer Form äußern, als tagelang Studieneinrichtungen zu besetzen und damit Studierwillige von wichtigen Vorlesungen und Prüfungen abzuhalten. Dieses Verhalten ist in jeder Hinsicht asozial und richtet sich gegen... (read more)

Demokratie

Geschätzte 300.000 Studenten in Österreich und (wenn's hoch kommt, weil das ist die Schätzung der Aktivisten selbst) 10.000 waren in Wien beim "großen" Marsch dabei. Das sind keine 3,5%... 86% sind laut Umfrage gegen diese Proteste und stehen nicht dazu! Das heißt von allen Befragten sagt jeder 10te: "ja, das finde ich gut" und knappe 9: "Nein, Schluss mit der Verschwendung von Steuergeld, geht's studieren". Aber sie machen weiter. Die Besetzungen würden anderen Studenten schaden, weil Vorlesungen ausfielen. Zudem hätten manche Forderungen wenig mit Unipolitik, sondern mit gesamtgesellschaftlichen Fragen zu tun. „Man muss sich auf das Wesentliche beschränken, sonst kommt man mit den unispezifischen Forderungen nicht mehr durch“, begründet Johannes Bauer gegenüber der APA den Widerstand. Derzeit ist er noch Sprecher von „Studieren statt Blockieren“. Er und rund zehn weitere Personen wollen sich allerdings wegen der vielen „niveau- und belanglosen“ Forenbeiträge, die Bauer auf den „etwas radikalen Namen“ der Gruppe zurückführt, abspalten.

Rückbesinnung gefordert

Eine relativ kleine Facebookgruppe mit rund 200 Mitgliedern stellt sich zwar hinter die Audimaxbesetzung, fordert allerdings eine „Rückbesinnung auf studentische Forderungen ohne ideologischen Beigeschmack“. Derzeit werde der Protest nämlich „von unzähligen marxistischen Sekten dazu missbraucht, sich zu profilieren“, heißt es auf der Seite von „Ideologie - Raus aus dem Audimax!“.

Studenten räumen Hörsaal

"Gebt die Sowi-Aula frei!“ will sich durch die geplanten Räumung des Hörsaals der Uni Innsbruck gegen eine Instrumentalisierung „von einer kleinen, wenn auch lautstarken Gruppe, die nicht die Interessen der Studierenden, sondern nur ihre ewiggestrige Ideologie vertritt“, wehren. Bisher haben 250 Facebook-Nutzer ihre Teilnahme um 18 Uhr angekündigt, „falls die Besetzer wirklich so basisdemokratisch sind, werden sie der Mehrheitsentscheidung nachgeben“.
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Studenten suchen nun Verbündete / Linzer Studenten geben Hörsaal frei / Akademikerverbände / Studentenproteste
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Sonntag, 8. November 2009

Schreie für Dein Recht !

Inhalt des Videos
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Einfache, eindringliche Aufforderung an jedermann und jedefrau, seine/ihre Stimme zu erheben. Eine interessante Anregung. Bei diesem Clip sind die Schreie tatsächlich ohne Ton, um die Machtlosigkeit auszudrücken.
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Deshalb kann der Dialog nicht als Untertitel angeboten werden, wohl aber Untertitel für Gehörlose, die darauf hinweisen, dass die Akteure im Spot ihrer Stimme beraubt sind. (
dieGesellschafter.de Filmwettbewerb)
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Intern. Tag der Putzfrauen und Männer

Der SGB zum internationalen Tag der Putzfrau: Schutz von Putzfrauen und Putzmännern verbessern

Heute ist der internationale Tag der Putzfrau. Damit wird an Menschen und ihren Beruf erinnert, deren Ansehen nicht sehr hoch ist. Dabei würde vieles in unserer Gesellschaft nur ungenügend funktionieren ohne die Männer und Frauen, die Tag für Tag den Schmutz und die Unordnung anderer beseitigen. Hauspersonal ist - wie die Statistik belegt - in besonderem Masse von Armut bedroht; viele in diesem Bereich Beschäftigte sind Working poor. Hauspersonal ist überdies stark von Lohndruck und Lohndumping geprägt; Schwarzarbeit kommt häufig vor und die Benachteiligung von Putzfrauen und Putzmännern bei den Sozialversicherungen ist notorisch.
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Der Schweizerische Gewerkschaftsbund setzt sich seit längerem für die Interessen des Hauspersonals ein. Eine wichtige Forderung des SGB ist der Erlass eines Normalarbeitsvertrages (NAV), der die berufliche Situation und die materielle und soziale Absicherung von Putzfrauen und Putzmännern verbessern würde. Der internationale Tag der Putzfrau soll in der Schweiz auch Anlass sein, diese gewerkschaftliche Forderung endlich ernsthaft zu prüfen und endlich umzusetzen. Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB .
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Zum Thema : “Tag der Putzfrau”: Lächelt doch mal! Hirndübel Blog
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IM: Unser Dank an dieser Stelle an all die fleissigen Geister, welche uns unsere Schweiz das ganze Jahr über sauber halten. Natürlich auch Dank an unsere Mütter, Frauen und Partnerinnen.
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Samstag, 7. November 2009

Erholung der Konsumentenstimmung ?

Gemäss der durch das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) vierteljährlich durchgeführten Umfrage bei rund 1'100 Haushalten ist der (neue*) Index der Konsumentenstimmung im Oktober 2009 deutlich gestiegen (-14 Punkte im Oktober gegenüber -39 Punkten im Juli).

Diese Aufhellung der Konsumentenstimmung ist hauptsächlich auf optimistischere Erwartungen bezüglich der allgemeinen Wirtschaftslage in den kommenden zwölf Monaten einerseits sowie weniger pessimistische Einschätzungen der weiteren Entwicklung der Arbeitslosigkeit anderseits zurückzuführen.

Von den vier Fragen, welche in die Berechnung des neuen Konsumentenstimmungsindex einfliessen, fielen die Erwartungen über die allgemeine Wirtschaftslage in den kommenden zwölf Monaten deutlich optimistischer aus (+18 Punkte im Oktober gegenüber -33 Punkten im Juli). Ebenfalls positiv wirkte sich aus, dass die Erwartungen einer weiteren Zunahme der Arbeitslosigkeit in den kommenden zwölf Monate nachgelassen haben (von +117 Punkten im Juli auf +88 Punkte im Oktober). Sowohl die Einschätzungen hinsichtlich der Entwicklung der Haushaltsbudgets für die kommenden zwölf Monate (0 Punkte gegenüber -9 Punkten im Juli) als auch über die Sparmöglichkeiten in den kommenden zwölf Monaten (+13 Punkte gegenüber +2 Punkten im Juli) verbesserten sich, wenn auch in geringerem Ausmass.

Auch die übrigen Subindizes der Umfrage, welche nicht in die Berechnung des Gesamtindex einfliessen, bestätigen mehrheitlich die Aufhellung der Konsumentenstimmung. So hat sich die Einschätzung zur Sicherheit der Arbeitsplätze auf tiefem Niveau leicht verbessert(-118 Punkte versus -125 Punkten im Juli). Die allgemeine Wirtschaftslage der letzten zwölf Monate (-75 Punkte gegenüber -100 Punkten) wurde als weniger schlecht beurteilt. Hingegen veränderte sich die Beurteilungen bezüglich des Zeitpunkts für grössere Anschaffungen kaum. Die Einschätzungen zur Preisentwicklung der vergangenen zwölf Monate fielen etwas tiefer aus (+28 Punkte gegenüber +39 Punkten), wogegen die Teuerungserwartungen nach oben angepasst wurden (+41 Punkte gegenüber +26 Punkten im Juli). Beide Subindizes befinden sich weiterhin deutlich unterhalb ihres langfristigen Mittelwerts. Auch der alte Konsumentenstimmungsindex, wie er vor Oktober 2009 berechnet wurde, hat sich deutlich von -42 Punkten im Juli auf -30 Punkte im Oktober verbessert.

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IM: Insgesamt betrachtet, darf man aber diese Zahlen mit Vorsicht geniessen. Wie sagte schon Moses - Statistiken sollte man nicht blind folgen. Vorallem, wenn sich die Zahlen der arbeitslosen Menschen im Lande gravierend von den statistischen unterscheiden.