Mittwoch, 30. September 2009
Internationaler Tag der älteren Menschen
Werner Schärer, Direktor Pro Senectute Schweiz
«Der mögliche Ausschluss aus der Gesellschaft und die Angst vor sozialer Isolation belasten ältere Menschen besonders stark. Mit der Aktion ‹Denk dran. Ruf an.› rütteln wir auf und weisen darauf hin, dass Armut an sozialen Kontakten eine Tatsache ist.»
Schweizer Aktion für soziale Kontakte von Pro Senectute , Swisscom, Schweizer Familie
Leichter Anstieg der Unterbeschäftigung
Im 2. Quartal 2009 waren in der Schweiz 182'000 Personen erwerbslos
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Zwischen dem 2. Quartal 2008 und dem 2. Quartal 2009 ist die durchschnittliche Erwerbslosenquote der EU-27-Länder um 2 Prozentpunkte angestiegen (von 6,8% auf 8,8%). Die Schweiz verzeichnete demgegenüber eine vergleichsweise niedrige Zunahme (von 3,4% auf 4,1%). Die Schweiz ist weiterhin eines der Länder, die von der Erwerbslosigkeit am wenigsten betroffen sind. Die höchste Zunahme der Erwerbslosenquote mussten die baltischen Staaten (Estland, Lettland und Litauen) sowie Spanien und Irland hinnehmen. Ausserdem beträgt in diesen Ländern sowie in Ungarn und in der Slowakei die Erwerbslosenquote über 10 Prozent.
Die 25-39-Jährigen sind am stärksten von der Zunahme der Erwerbslosenquote betroffen
Innerhalb eines Jahres nahm die Erwerbslosenquote in der Schweiz durchschnittlich um 0,7 Prozentpunkte zu. Nicht nur in der jüngsten Altersgruppe, sondern auch bei den 25-39-jährigen Personen (+1,6 Prozentpunkte auf 4,7%) ist der Anstieg deutlich überdurchschnittlich. Dasselbe gilt für die Personen ohne nachobligatorischen Bildungsabschluss (+1,3 Prozentpunkte auf 7,4%). Nur wenig über dem Durchschnitt liegt die Zunahme der Erwerbslosenquote bei den Personen ausländischer Staatsangehörigkeit (+0,9 Prozentpunkte auf 7,2%) sowie in der Westschweiz und im Tessin (+0,9 Prozentpunkte auf 5,6%)
Leichter Anstieg der Unterbeschäftigung
Im 2. Quartal 2009 zählte die Schweiz rund 294'000 Unterbeschäftigte, d.h. Teilzeiterwerbstätige, die ihr Arbeitspensum erhöhen möchten und innerhalb von drei Monaten für einen höheren Beschäftigungsgrad auch verfügbar wären. Ihr Anteil an der Erwerbsbevölkerung beträgt 6,6 Prozent (gegenüber 6,3% im 2. Quartal 2008). Ein Drittel der unterbeschäftigten Frauen (32%, 76'000 Personen) und über die Hälfte der unterbeschäftigten Männer (56%, 33'000 Personen) würden lieber Vollzeit als Teilzeit arbeiten. Die übrigen Unterbeschäftigten möchten ihren Beschäftigungsgrad erhöhen, aber nicht vollzeitlich arbeiten
Zusätzlich gewünschtes Arbeitspensum entspricht 238'000 Vollzeitstellen
Insgesamt hatten im 2. Quartal 2009 demnach 10,7 Prozent der Erwerbsbevölkerung (476'000 Personen) keine oder nicht genügend Arbeit. Dieser Anteil ist gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal gestiegen (2008: 9,6%). Das von den Erwerbslosen bzw. Unterbeschäftigten zusätzlich gewünschte Arbeitspensum beläuft sich auf umgerechnet rund 238'000 Vollzeitstellen (gegenüber 192'000 im Vorjahr). 63 Prozent davon (151'000 Vollzeitstellen) sind auf Erwerbslosigkeit zurückzuführen, die somit weiterhin stärker ins Gewicht fällt als die Unterbeschäftigung (87'000 Vollzeitstellen).
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Dienstag, 29. September 2009
Virtuell nicht vorhanden
Von der Putzfrau, die keine E-Mail-Adresse hatteDiese Geschichte habe ich vor einiger Zeit per Mail bekommen. Ich weiss nicht mehr von wem. Der Autor ist mir auch unbekannt. Ich gebe sie unverändert weiter. Vor allem, weil sie die heutige Technikgläubigkeit ad absurdum führt:
Eine Arbeitslose bewirbt sich als Reinigungskraft bei SAP
Der Personalleiter lässt sie einen Test machen (den Boden reinigen) darauf folgt ein Interview und schliesslich teilt er ihr mit: "Sie sind bei SAP eingestellt. Geben Sie mir Ihre E-Mail-Adresse, dann schicke ich Ihnen die nötigen Unterlagen."
Die Frau antwortet ihm, dass sie weder einen Computer besitzt noch eine E-Mail hat.
Der Personalmensch antwortet ihr, dass sie ohne E-Mail-Adresse virtuell nicht existiert und daher nicht angestellt werden kann. Die Frau verlässt verzweifelt das Gebäude mit nur 10 Euro Reisekosten in der Tasche. Sie beschliesst, in den nächsten Supermarkt zu gehen und 10 Kilo Tomaten zu kaufen.
Dann verkauft sie die Tomaten von Tür zu Tür und innerhalb von zwei Stunden verdoppelt sie ihr Kapital. Sie wiederholt die Aktion drei Mal und hat am Ende 160 Euro. Sie realisiert, dass sie auf diese Art und Weise ihre Existenz bestreiten kann, also startet sie jeden Morgen und kehrt abends spät zurück. Jeden Tag verdoppelt oder verdreifacht sie ihr Kapital. In kurzer Zeit kauft sie sich einen kleinen Wagen, dann einen Lastwagen und bald verfügt sie über einen kleinen Fuhrpark für ihre Lieferungen.
Innerhalb von 5 Jahren besitzt sie eine der grössten Lebensmittelketten Europas. Sie beschliesst an ihre Zukunft zu denken und einen Finanzplan für sich und ihre Familie erstellen lassen. Sie setzt sich mit einem Berater in Verbindung und er erarbeitet einen Vorsorgeplan.Am Ende des Gesprächs fragt der Vertreter sie nach ihrer E-Mail-Adresse, um ihr die entsprechenden Unterlagen schicken zu können. Sie antwortet ihm, dass sie nach wie vor keinen Computer und somit auch keine E-Mail-Adresse besitzt.
Der Versicherungsvertreter schmunzelt und bemerkt: "Kurios, Sie haben ein Imperium aufgebaut und besitzen nicht mal eine E-Mail-Adresse. Stellen Sie sich mal vor, was Sie mit einem Computer alles erreicht hätten!"
Die Frau überlegt und sagt: "Ich wäre Putzfrau bei SAP".
Lehre Nr. 1: Das Internet rettet nicht Dein Leben.
Lehre Nr. 2: Wenn Du diese Geschichte per E-Mail erhalten hast, sind die Chancen, Putzfrau zu werden grösser als die, Millionär zu werden.
* Die Wahl der Bezeichnung SAP ist rein zufällig. Die traurige Tatsache ist heute, dass mit oder ohne Computer die Arbeitslosigkeit weiterhin steigen wird. Und das gilt nicht nur für Putzfrauen.
Fundament für eine gesunde IV
Im Abstimmungskampf über die IV-Zusatzfinanzierung wurde von keiner Seite in Frage gestellt, dass die Schweiz ihre Sozialversicherungen AHV und IV braucht. Umstritten war jedoch, wie die hoch verschuldete IV wieder zu einem soliden Fundament kommt. Bundesrat und Parlament erarbeiteten eine ausgewogene und politisch breit abgestützte Vorlage über die IV-Zusatzfinanzierung.
Sie sieht eine befristete und moderate Erhöhung der Mehrwertsteuer vor. Die IVZusatzfinanzierung ist der 2. Teil des IV-Gesamtpakets. Der 1. Teil war die 5. IVG-Revision, welche vom Volk 2007 gutgeheissen worden ist. Der 3. Teil wird die 6. IV-Revision sein. Mit dem zweiten Ja sagen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger weiterhin ja zu einem schrittweisen Vorgehen bei der IV-Sanierung, ohne jedoch einen Kahlschlag bei den Leistungen zu verursachen. Die Behinderten und ihre Organisationen danken dem Schweizervolk, dass die IV-Sanierung mit Augenmassfortgesetzt wird.
Nüchternes Abwägen der Stimmberechtigten
Es ist den Stimmberechtigten hoch anzurechnen, dass sie trotz der destruktiven Kampagne der IVGegner in der Diskussion um die Zukunft der IV einen kühlen Kopf bewahrten und zur befristeten Mehrwertsteuer-Erhöhung ja sagten – im Wissen darum, dass unsere Sozialversicherungen eine wertvolle politische Errungenschaft sind, die wir nicht leichtsinnig aufs Spiel setzen dürfen, zurzeit kein anderer Weg für die Sanierung dieser Versicherungen zur Verfügung steht, die Kosten für jeden Einzelnen tragbar und befristet sind, behinderte Menschen die Unterstützung der Gesellschaft brauchen.
Weiterhin für die Rechte der Behinderten
Die 68 Mitgliederorganisationen des Vereins der Behinderten- und Gesundheitsorganisationen Schweiz «pro IV» sind hoch erfreut über den klaren Volksentscheid an diesem Sonntag. Er ist ein deutliches Votum für solide Sozialversicherungen und für die legitimen Bedürfnisse behinderter Menschen, am sozialen Leben teilzuhaben. Die Mitglieder des Vereins werden sich auch in Zukunft – zum Beispiel im Rahmen der 6. IV-Revision – dafür einsetzen, dass die IV leistungsfähig bleibt und dass behinderte Menschen weiterhin ein möglichst eigenständiges und selbst bestimmtes Leben führen können.
Kontakt : Urs Dettling-Nagel, Präsident des Vereins Behinderten- und Gesundheitsorganisationen Schweiz «pro IV», Mitglied der Geschäftsleitung Pro InfirmisMontag, 28. September 2009
Knapper Etappensieg der Vernunft
Es war für die Verantwortlichen ein hartes Stück Arbeit. Nur runde 41 % der Schweizer Stimmberechtigten schafften den Weg an die Urne. Daran ändert auch die bequeme Möglichkeit einer Briefwahl nicht viel. Es scheint, als würden viele nicht mehr so recht an die vielen Versprechungen und Versprecher der Regierenden glauben. Für mich stellt sich die Frage, warum gelingt es unseren Volksvertretern nicht mehr, eine höhere Anzahl von Wählern an die Urnen zu locken.Befürwortet wurde die IV-Zusatzfinanzierung vor allem in den Westschweizer Kantonen sowie in den Kantonen mit grossen Städten. Am deutlichsten fiel das Resultat im Kanton Genf aus, wo 65,9 Prozent der Stimmberechtigten Ja sagten. Das Nein-Lager wird von Appenzell Innerrhoden angeführt mit 64,3 Prozent. Mit dem knappsten möglichen Ständemehr erreichte die Verfassungsänderung das ja nur ganz knapp. Somit sollten wir die Abstimmungsergebnisse in diesen Zusammenhang der Zahlen sehen. Kein grosser Anlass zum Jubeln, aber ein beachtlicher verdienter Etappensieg.
Unverständlich, dass bei diesen Zahlenmaterial die SVP-Granden nach wie vor Schwierigkeiten haben. Zumindest meinte Frau Jasmin Hutter am TV, der Nein-Anteil sei ja höher als der SVP-Wähleranteile. Daraus schliesst sie, dass zusätzlich zu den SVP-Wählern auch andere Parteiangehörige mit Nein gestimmt haben. Frau J. Hutter, es war nur jeder zweite mögliche Wähler an der Urne. Die Mehrheit hat sich der Stimme als sogenannte Nichtwähler enthalten und ist so der Wahl ferngeblieben (vielleicht lauter SVP-Wähler Herr Brunner). Es ist also an diesem Abstimmungssonntag nur jener Teil des Volkes von rund 41 % zur Anrechnung gelangt, die auch ihr Kreuzchen gemacht haben und gültig gestimmt haben. Nichtwähler fast 60 %?!!!
Die vorübergehende Erhöhung der Mehrwertsteuer zu Gunsten eines der möglichen Instrumente um die Invalidenversicherung zu sanieren, erreichte einen Ja-Anteil von rund 54, 4 %. Jährlich sollen so etwa 1,1 Milliarden Franken der IV zufliessen. Die Zeit bis 2017 will die Regierung nutzen, die Versicherung mit einer reinen Sparvorlage wieder auf finanziell gesunde Füsse zu stellen. Ein Etappensieg der Solidarität, der durch die Missbrauchs- und Betrugsdebatte der SVP untergraben werden sollte, was dank der Vernunft der Wählenden nicht umgesetzt wurde, obwohl die Bürger damit eine 7-jährige Steuererhöhungen in Kauf nehmen müssen. Und das in Zeiten wie diesen. Hut ab.
Was die IV jetzt braucht, ist ein weiterer Beweis der Vernunft für den eingeschlagenen Weg. Nur mit Verhinderungen von neuen IV-Renten, Kürzung oder Streichung bestehender IV-Renten, mit Ausländerfeindlichkeit und einer unrealistischen Kaufkraftanpassung alleine wird es nicht gelingen. Dazu sind die Summen aus all diesen Teilpunkten zu gering. Die IV ist eine Versicherung, in der die Politik rechtzeitig versäumt hat, siee auf stabile Beinen zu stellen. Das viele der heutigen IV-Rentner im Ausland leben, hat damit zu tun, dass die Rente zum Auskommen in der Schweiz nicht reicht. Würden alle Personen wieder in die Schweiz zurückkehren, dann stiegen die Leistungen der Ergänzungsleistung, Krankenkassenzuschüsse usw. Das wäre eine Nullnummer. Die Sozialwerke der Schweiz sind im Art. 1 (Präambel) erwähnt und mit diesen Worten verbrieft: …..dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen. Mit sachlichen Instrumenten lässt sich sicher einiges an der IV einsparen. Nur in einem Dialog der Menschen wird diese Reform gelingen. Mit Phantasieaktionen wird der gute Weg wieder steiniger werden. Verantwortungsvolle Politik und eine sachliche Presse wird dabei ein hilfreicher Mitstreiter sein.
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Diese Agenden des EDI erwarten BR Burkhalter (Blick.ch)
Freitag, 25. September 2009
Outtime
Die letzten Tage waren für mich sehr anstrengend. Ich muss meinem Herzen eine kleine Verschnaufpause sowie eine Sauerstoffkur vergönnen. So bleibt mir nur, für den kommenden Abstimmungssonntag an ihr/euer Fairpaly zu appelieren. Mit Logik und Verstand wird jeder freie Bürger der Schweiz wissen, wo er sein Kreuzchen machen soll oder vielleicht via Briefwahl schon gemacht hat. Wir behinderten Menschen zählen auf eure Solidarität. Bis die Tage und wir lesen uns dann gerne wieder. (Bild anklicken)Schönes, erholsames Wochenende
Scheinpolitiker im Chat
Herr Toni Bortoluzzi, Scheinpolitiker der SVP, stellte sich gestern im Chat den Fragen der BLICK-Leser zur Haltung seiner Rechtspartei, die ja schon seit Jahren gegen alles ist, dem nur irgendwie der Hauch von "sozial" anhaftet. Er präsentiert sich zwar als staatskritisch und sein Hauptaugenmerk gilt scheinbar dem Sozialbereich und der Familienpolitik. Umgekehrt liegt sein parlamentarischer Abstimmungschwerpunkt eher bei einer starke Armee und Polizei im Staate.Mit dem selben Recht, mit dem man bei der SVP bedürftigte IV-Bezieher als Scheininvalide und Schmarotzer bezeichnet, präsentiert er sich bei seinem politischen Tun auch eher als Scheinpolitiker, den als gestandener Volksvertreter. Er gehört zwar seit 1991 dem Nationalrat an, hat sich aber in dieser Zeit eher erfolglos um diverse Ämter beworben. 2002 erfolglos für den Bundesrat, 2005 bei den Ersatzwahlen als Zürcher Regierungsrat. Ohne je selbst eine Meisterprüfung zu absolvieren, betreibt er eine kleine Schreinerei mit rund 6 Angestellten (Quelle : Wikipedia). Als fast 60 jähriger hätte er somit heute mangels Qualifikationen wenig Chancen am freien Arbeitsmarkt. Noch dazu ohne Behinderung bei voller Arbeitsfähigkeit.
Die abgedruckten Chatantworten spiegeln einen Widerspruch zum Artikel 1 der Verfassung wieder. Sein Abstimmungsverhalten im Nationalrat spricht Bände.
Eine seiner Antworten: Die IV ist nicht dazu da, wirtschaftliche Probleme zu lösen. Wenn die gesundheitlichen Probleme unbestritten sind, steht einer IV-Massnahme nichts entgegen. Soweit die Theorie. Vorausschicken möchte ich vielleicht, dass die IV grundsätzlich eine Versicherung ist und die Arbeitnehmer im Laufe ihres Berufslebens Prämien, sprich Beiträge, einbezahlten. Nur heute scheitern ihre Ansprüche an den politisch vorgegebenen Kleingedrucktem, was manche Mitbürger an den Rand des Existenzminimum treibt. Herr Bortoluzzi hat in dem Chat selbst keine konstruktiven Vorschläge gebracht , wie er bei 5% Arbeitslosigkeit und bei bekanntem Desinteresse der Wirtschaft 10000 Arbeitsplätze für (Ex)Behinderte schaffen möchte?
Die eigentliche Hilflosigkeit der SVP-Politik erkennt man an dieser Frage von Hr. Hannes aus Altstätten: Herr Bortoluzzi, ab wann bekommt man Ihrer Meinung nach eine IV Rente? Ich habe Bypässe – die Bandscheibe 2 Mal operiert – mein Bein ist angewinkelt und ich muss an Krücken gehen. Bekomme aber keine Rente. Ist das unser Staat? Toni Bortoluzzi: Rentenberechtigt ist laut Gesetz, wer gesundheitliche Einschränkungen geltend machen kann, die einen Erwerb ausschliessen. Die IV ist beauftragt, Umschulungen und mögliche Eingliederungen zu finanzieren. Eingliederung vor Rente! (lt. Webseite hat er diesbezüglich noch niemand eingestellt)
Warum ist die IV anfälliger für Betrüger: Das Problem liegt im Gesundheitsbegriff, der sich nie genau definieren lässt. Heute sind Ärzte und die Gesellschaft dazu übergegangen, auch weniger grosse gesundheitlichen Einschränkungen als gravierend zu bezeichnen. Neben den IV-Beziehern wird jetzt auch noch voll Richtung studierter Ärzte ausgeteilt. Sie unterliegen dem hypokratischen Eid und sind sich ihres Tuns durchaus bewusst, weil sie sonst ihre Zulassung verlieren würden. Ausserdem geniessen sie keine Immunität. Nur kann die Politik nicht den Druck ausüben, wie bei den IV-Stellen.Es wäre an dieser Stelle eine zu grosse Werbung für einen Scheinpolitiker, ihm auf diesem Blog noch mehr Raum zu geben. Konstruktives aus dem Chatprotokoll konnte ich jedenfalls nicht finden. Wie antwortetet er abschliessend einem Fragesteller: Es geht vor allem darum, die Durchführung zu optimieren. Das heisst, Neurenten zu verhindern.(??)
Mit diesem Satz möchte ich hier schliessen. Er spricht für sich. Traurig. Mehr kann man zu so Scheinantworten nicht schreiben.
Donnerstag, 24. September 2009
Booklet-PC Courier von Microsoft enthüllt
Quelle : News.at
Braucht es die Wahlhilfe der Lungenliga ?
Die Lungenliga hat uns ja in der Vergangenheit schon mehrmals in plastischen Bildern gezeigt, wie sie es mit dem Rauchverbot in der Schweiz sieht. Alleine wenn ich mich an die Bilderkampagne mit den Capone-Bildern, wo Tote in Blutlachen lagen, erinnere, die nicht jugendfrei waren. Wobei bis heute noch nicht ganz klar publiziert wurde, ob die gezeigten "Banditen" an Bleivergiftung oder an Lungenkrebs verstorben sind. Ich möchte hier keineswegs die Verdienste und Arbeit der Lungenliga in Frage stellen. Sie hat sich sicher in den vergangen Jahren bemüht, die Folgen lasterhafter Lebensweise durch das Rauchen aufzuzeigen. Heute bedarf es plötzlich nicht mehr solcher Empfehlungen. Denn es geht ja bei der Abstimmung darum, uns praktisch via öffentlichen Verordnung gar keinen Auswahlmöglichkeit mehr zu geben, welches Lokal wir aufsuchen möchten. Speziell über Raucher wird so eine Art Hausarrest verhängt. Sie sind in der Gastronomie unerwünschte Gäste. Egal ob beim Italiener, Chinesen, bürgerlichen Lokal oder in der Sternegastronomie.
Ja, bevor ich es vergesse. Der Schutz soll ja nicht nur den Gästen dienen, sondern auch dem Personal. In meiner mehr als 30 jährigen Tätigkeit im Hotel- und Gastronomiebereich war ich laut den finalen Argumenten der Gegner Passivraucher. Doch dies wird mir heute nicht ärztlich anerkannt, weil ich selbst rauche, wie übrigens auch eine grosse Anzahl von Ärzten. So bleibt mir heute lediglich die Frage, wäre ich heute auch herzkrank wenn ich selbst nicht geraucht hätte, oder hätte meinen aktive Zeit als Passivraucher dafür gereicht (neben den vererbten Genen). Zumindest den Medienberichten nach wäre ich in derselben Situation wie als Nichtraucher.Als Angestellter in der Gastronomie unterliegt man ja so im Nahfeld weiteren Versuchungen. Einer Versuchung namens Alkohol, der volkswirtschaftlich zwar den grösseren Schaden anrichtet, Familien zerstört, Autounfälle verursacht aber derzeit noch sher salonfähig ist und dem unsere Jugend leider immer mehr zuspricht. Für mich ist Alkohol nie ein Thema gewesen. Hilft mit allerdings heute wenig. Hierüber wird nicht abgestimmt. Vielleicht , weil uns unsere Jugend und deren Werdegang scheinbar egal ist. Wo sind die Kampagnen für ein Ausschankverbot von Alkohol? Ein Einfuhrverbot von Wein aus Australien, China, Kalifornien usw.
Es wird bei der IV-Revision immer der prozentuale grosse Anteil an psychischen Erkrankungen angekreidet. Sind wir nicht selbst daran schuld, wenn die Leute bei all den Verboten in Depressionen verfallen, weil sie sich nicht mehr als Menschen sehen sondern nur mehr als Mittel und Marionetten für den gesellschaftlichen Zweck des Stärkeren. Zu Zeiten von Tell gab es offenbar noch kein Mobbing. Heute leiden viele Arbeitnehmer darunter. Und wollen sie nicht zu Sozialschmarotzer abgleiten, stemmen sie sich dagegen, bis der Körper nicht mehr mitmacht. In diesem Stress sehe ich, durch zahlreiche internationalen Studien bestätigt , einen der grössten Auslöser von Herzerkrankungen. Und wenn wir heute weniger Herzerkrankungen und Infarkte verzeichnen, dann ist auch die Medizin und Medikamente nicht ganz daran unbeteiligt. Die Tage hat man sich am TV über die 4 Herzkathederlabore in Basel mokiert. Am Beispiel AKH Wien, welches jetzt wie zahlreiche andere Spitäler im In- und Ausland einen 24 Stundendienst anbieten, wurden dank diesem Angebot die Sterberate um fast 20 % gesenkt. Ganz einfach, weil die bisherigen Wartezeiten wegfallen und nicht, weil weniger in Lokalen geraucht wird.
So bleibt letztendlich nur die Frage, ob die Wahlbeteiligung dieses Mal die 50 % Marke überschreitet. Die ewige Diskussion wegen der Gewerbefreiheit, einer der tragenden Säulen im Schweizer Wirtschaftssystem, verschieben wir auf Übermorgen. (Bildrechte bei den jeweiligen Erstellern)
Zum Thema :
- Lokalsterben in England – 5 Pubs schliessen täglich Spiegel Online
- Rauchverbot – stoppt die Lungenliga Klaus J. Stoehlker
- Alkoholwerbung spaltet Parlament 20 min.
Mittwoch, 23. September 2009
Man muss ein bisschen schlau sein
Inzwischen pfeifen es ja schon die Spatzen von den Dächern. Aldi und Lidl sind nur in die Schweiz gekommen, um hier endlich höhere Margen einzuholen als in Deutschland. Das nennt man indirekte Wirtschaftsförderung der Schweiz. Da können uns die Professoren und Fachleute noch soviel Sand in die Augen streuen. Die Schweiz ist eine Hochpreisinsel und die Preise sind im Lande abgeschottet, wie selten sonst. Den einzigen positiven Effekt den wir verzeichnen konnten, war, dass die Preise der etablierten Migros und Coop nach unten gingen. Für mich eher ein Zeichen mangelnder Kundewertschätzung. Denn wären die beiden nicht über die Grenze gekommen, dann würden wir heute noch die überhöhten Preise der beiden heimischen Grossdetailisten zahlen. Damit war es aber dann schon. Auch die Markenhersteller schotten die Grenzen ab. "Herr Denner kann da ganze Bücher erzählen !"Bei den Netzwerken in der Schweizer Nahrungsmittelindustrie konnte man ja wirklich nicht langfristig damit rechnen, dass hier für die beiden Nachbarhändler ein grosses Fass aufgemacht wurde. Dafür ist der Markt in der Schweiz zu klein. Aldi ist ja heute weltweit vertreten. Ist also keine Eintagsfliege, die schnell mal versuchen über Discountpreise Marktanteile zu erobern. Nicht umsonst zählen die beiden Brüder heute zu den reichsten Männern der Welt. Dahinter steckt eine langjährige Geschäftspolitik, die leider auch mal auf den Rücken des Personals ausgetragen wird. Während sich die Migros beim Konsumengagement in Österreich die Finger furchtbar verbrannte, dürften es die Verantwortlichen bei Aldi und Lidl lockerer sehen. Personalmässig ist auch nicht alles im Butter bei der Migros.
Nur ein für ein paar Wochen hat sich der Kundenstrom über die Grenzen ins benachbarte Deutschland reduziert. Heute finden sich auf den Gratisparkplätzen im Nachbarkanton wie in alten Zeiten wieder mehr als die Hälfte Autos mit Schweizer Kennzeichen. Es lohnt sich bei den meisten Markenartikeln wieder ein Gang über die Grenze. Produkte von Multis wie Danone, Ferrero, Nestlé oder Unilever kosten bei Lidl in der Schweiz bis zu 75 Prozent mehr als in den deutschen Filialen. Jährlich zahlen die Schweizer so 10 Milliarden mehr.
Am Schweizer Agrarschutz kommen die deutschen Hard-Discounter nicht vorbei. So kostet Butter weniger als die Hälfte wie in der Schweiz. Einzige Ausnahme: Kaltbach-Emmentaler von Emmi ist in Deutschland teurer. Markant billiger ist Lidl nur dann, wenn derselbe Artikel in einer grösseren Verpackung angeboten wird. Ansonsten kann sich der Schweizer Ableger des viertgrössten Detailhändlers Europas der Marktmacht grosser Nahrungsmittelhersteller nicht entziehen.
Wenn der Druck oder die Hürden zu hoch werden, dann wird sich das Experiment Schweiz wahrscheinlich steuerlich unterbringen lassen und die beiden werden die Kundschaft aus der Schweiz wieder ennert der Grenze empfangen. So, wie sich der Trend heute schon andeutet. Denn mit gemeinsamen Einkaufstouren/gemeinschaften lassen sich die Kosten niedrig halten und so fallen auch die Fahrtkosten für Schweizer nicht so ins Gewicht.
Und mancher wird sich dabei denken, mit mir lasse ich das nicht machen. Ähnlich verhält sich das Preisgefälle bei Möbeln, Haushaltsgeräten und Gesundheitsartikeln, speziell bei Hilfsgütern für Behinderte. Möbelhaus KIKA Dornbirn liefert bis ins Haus und übernimmt dabei noch für den Kunden die Verzollung.
«Man muss eben ein bisschen schlau sein», sagt eine Kundin aus AG, beim Verstauen der Einkäufe in ihrem Kombi. «Lidl ist zwar auch in der Schweiz, aber in Deutschland sind die Preise immer noch tiefer.» Meines Erachtens sollte das den Verantwortliche zu denken gäben. Einerseits kommt die Schweizer Hotelerie in den Genuss eines ermässigten Steuersatzes und andererseits macht man die Grenzen dicht. So wird das nichts mit dem fremden Verkehr.
- Vergleichsliste Comparis als PDF zum Download
Dienstag, 22. September 2009
Sozialversicherungen im Überblick
Sozialversicherungen sind staatlich geregelte Leistungssysteme, die bestimmte, genau definierte Risiken absichern, wobei es in den meisten Fällen um einen Ausgleich für den Erwerbsausfall geht. Bedarfsabhängige Sozialleistungen sind Sozialleistungen, die den persönlichen Bedarf an finanziellen Ressourcen zur Deckung des Existenzminimums voraussetzen.Im Bereich der Sozialversicherung werden vier Grundbereiche unterschieden:- der Schutz bei Krankheit und Unfall
- die Arbeitslosenversicherung
- sowie die Familienzulagen, wo sich allerdings die Bundeskompetenzen auf die Familienzulagen in der Landwirtschaft beschränken.
Jugend – bitte warten !
Die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) bedauert, dass die Beiträge für die Weiterbildung von stellenlosen Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern des dritten Konjunkturpakets im Nationalrat an der Ausgabenbremse gescheitert sind. Der Nationalrat schickt damit ein fatales Signal an die Jugendlichen, die sich bis jetzt in der Mehrheit motiviert und leistungsbereit gezeigt haben.Junge Erwachsene im Alter von 20 - 24 Jahren, darunter auch viele Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger, sind die ersten Opfer der gegenwärtigen Rezession. Die Arbeitslosenquote für diese Altersgruppe (6.2 %), lag im August 85 % höher als noch vor einem Jahr. Damit trifft die Wirtschaftskrise ausgerechnet jene Altersgruppe am stärksten, die für die Fehlentwicklungen der letzten Jahre am wenigsten verantwortlich gemacht werden kann. Nach Ansicht der EKKJ sind Massnahmen zugunsten dieser Gruppe von Jugendlichen angebracht.
In einer Zeit der Rezession, in der jugendliche Arbeitslose mit erfahrenen Arbeitskräften um eine sinkende Zahl freier Stellen konkurrieren müssen, können selbst sinnvolle Massnahmen wie Coaching ihre Wirkung nicht immer entfalten. Solange die Rezession anhält, werden auch Jugendliche, die eigentlich alles richtig machen und gute Qualifikationen haben, keine Stelle finden. Weiterbildungsmassnahmen oder Stipendien zur Erlangung der Berufsmaturität - wie sie die EKKJ zusätzlich fordert - erlauben es den Jugendlichen hingegen, zusätzliche Kompetenzen zu erwerben.
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Diese werden auf dem Arbeitsmarkt gefragt sein, sobald die Krise überstanden ist. Solche Massnahmen können verhindern, dass Jugendliche durch zu lange Arbeitslosigkeit in eine Abwärtsspirale geraten, demotiviert werden und letztlich ihre berufliche Qualifikation verlieren. Die EKKJ bittet deshalb die Nationalrätinnen und Nationalräte, in der Differenzbereinigung mit dem Ständerat auf ihren Entscheid zurückgekommen.
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Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen EKKJ http://www.ekkj.ch/
Montag, 21. September 2009
Die dunklen Geschäfte des Vatikan
Wie aus der Feder eines Romanautors liest sich das Interview mit dem Journalisten Gianluigi Nuzzi , der die auf einen entlegenen Schweizer Bauernhof geschmuggelten Dokumente überarbeitete und kürzlich veröffentlichte.
Enthüllungen verdeutlichen das Ausmaß der Affäre (News.at)
Sonntag, 20. September 2009
Zitat des Tages
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Samstag, 19. September 2009
30‘000 Menschen fordern die politische Wende
Mindestens 30‘000 Menschen, bedeutend mehr als von den Gewerkschaften erwartet, haben heute in Bern für eine politische Wende demonstriert. Sie setzten ein überdeutliches Zeichen an Bundesrat und Parlamentsmehrheit, die Krise endlich zu bekämpfen, statt sie zu verlängern!Die eindrückliche und farbenprächtige Demo stand unter dem Motto „Arbeit, Lohn und Rente sichern". Unverzüglich soll die Politik nun Massnahmen zur Sicherung der Arbeit verabschieden: ein umfassendes Konjunkturprogramm und wirksame Massnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit schnüren, den unsinnigen Sparkurs beenden, die Kurzarbeit auf 24 Monate verlängern. Mit Nachdruck verlangt wurde auch die Sicherung der Kaufkraft: durch Lohnerhöhungen von 80 bis 120 Franken im nächsten Jahr, durch Erhöhung und längeren Bezug der Arbeitslosen-Taggelder während der Krise, durch sofortige Rückerstattung der CO2-Abgabe und den vollen Ausgleich der massiv steigenden Krankenkassenprämien für tiefe und mittlere Einkommen. Entschieden sagten die Demonstrierenden zum dritten jeglichem Abbau bei AHV und Zweiter Säule den Kampf an.
Nach der heutigen Demo ist klar: Die Menschen in diesem Land wollen eine andere Politik als Bundesrat und Parlamentsmehrheit. Sie haben genug von einer Politik, wie sie der Nationalrat anfangs der Woche gezeigt hat, als er das ohnehin bereits lächerlich magere Programm einer konjunkturellen Stützung zum nackten Huhn gerupft hat – angesichts der täglichen Schreckmeldungen von Entlassungen ein blanker Hohn. Die Menschen haben es satt, eine Krise, die sie nicht verursacht haben, doppelt zu bezahlen: durch Verlust des Arbeitsplatzes und Abbau der sozialen Sicherheit. Sie haben es satt, dass die Politik jedes Mal spurt, wenn die Manager pfeifen. Sie haben genug von den Anmassungen der Chefboni-Bezüger, die nach einem tiefen Taucher sich wieder in altgewohnter Arroganz bemerkbar machen. Die Gewerkschaften werden, nach dieser eindrücklichen Demonstration gestärkt, mit den Menschen zusammen für die Sicherung von Arbeit, Lohn und Renten und gegen Profit und Gier kämpfen, an den Arbeitsplätzen und auf der politischen Bühne.
Die nationale Demonstration „Arbeit, Lohn und Rente sichern" ist vom SGB und seinen ihm angeschlossenen Gewerkschaften organisiert und von allen übrigen grossen Arbeitnehmer-Verbänden sowie von SPS, den Grünen und weiteren Organisationen unterstützt worden.
Auskünfte: Hans Hartmann, Unia-Mediensprecher Nico Lutz, Unia-Mediensprecher Anne Rubin, porte parole Unia
Freitag, 18. September 2009
Seniorenschläue
Studie, stationärer Gesundheitsvorsorge

80 Tage im Spital vor dem Heimeintritt
Von den 21’230 Personen, die 2007 in einem Heim gestorben sind, traten 5200 direkt von zuhause in die Einrichtung ein, ohne im Beobachtungszeitraum 1999-2007 hospitalisiert gewesen zu sein. Die übrigen Personen waren vor ihrem Heimeintritt einmal oder wiederholt hospitalisiert, wobei die kumulierte Aufenthaltsdauer im Spital durchschnittlich 80 Tage betrug.
2007 ereigneten sich 34 Prozent der Todesfälle von Personen ab 75 Jahren im Spital, 51 Prozent in einem Pflegeheim (bzw. einer anderen sozialmedizinischen Institution) und 15 Prozent zuhause oder an einem anderen Ort. Der Anteil der Todesfälle in Pflegeheimen nimmt mit dem Alter zu: 75 Prozent der 90-Jährigen starben in einer solchen Einrichtung, gegenüber 20% im Spital. Im Spital betrug das durchschnittliche Sterbealter 83,9 Jahre, während es im Pflegeheim bei 86,4 Jahren lag.
Die Spitalsterberate der Männer ist höher als jene der Frauen und die Differenz zwischen den geschlechtsspezifischen Quoten steigt mit dem Alter rasch an (Spitalsterberate der 75-79-Jährigen: Männer 50%, Frauen 47%; ab 90 Jahren: 27% Männer, 17% Frauen). Diese Differenz lässt sich unter anderem dadurch erklären, dass die Männer, die eine tiefere Lebenserwartung aufweisen als die Frauen, dank der Präsenz einer in der Regel jüngeren Partnerin im Alter häufig zuhause leben können. Sie sterben deshalb im Allgemeinen nicht im Pflegeheim, sondern eher im Spital, dies nach einer akuten Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes. Frauen verbringen ihren letzten Lebensabschnitt dagegen häufiger ohne Partner in einem Pflegeheim und bilden daher einen Grossteil der hochbetagten Bevölkerung.
Bis zu 15 Hospitalisierungen vor dem Heimeintritt
Jede vierte Person, die im Jahr 2007 in einem Pflegeheim verstorben ist, war durchschnittlich im Alter von 83,3 Jahren direkt von zuhause in die Institution eingetreten ohne Spitalaufenthalte (ab 1999 untersucht). Alle übrigen Heimbewohnerinnen und –bewohner, die 2007 verstorben sind, wurden vor ihrem Heimeintritt ein oder mehrere Male hospitalisiert. Je mehr Hospitalisierungen eine Person aufweist, desto kleiner ist der Zeitabstand zwischen dem letzten Spitalaufenthalt und dem Eintritt ins Pflegeheim. Die Aufenthalte in einem Pflegeheim sind deutlich länger, wenn zuvor keine Hospitalisierung stattgefunden hat: 4,6 Jahre ohne vorgängigen Spitalaufenthalt, gegenüber 1,4 Jahren mit einem solchen Aufenthalt.
Überweisungen ins Spital vor allem für spezialisierte Behandlungen
Auch Personen, die in einem Pflegeheim wohnen, müssen manchmal hospitalisiert werden. Überweisungen lassen sich oft nicht vermeiden, wenn Erkrankungen spezialisierte Behandlungen benötigen, die nur in einem Spital zur Verfügung stehen. Personen aus Pflegeheimen werden häufig in die Chirurgie überwiesen (44%). Das Spektrum der Diagnosen ist gross. Oberschenkelhals-, Schulter- und Armbrüche sind die häufigsten Ursachen für eine Hospitalisierung (28% der Fälle).
Von den 14'300 Personen ab 75 Jahren, die im Spital verstorben sind, waren rund 10 Prozent in einem Pflegeheim wohnhaft. 81 Prozent dieser Personen wurden notfallmässig ins Spital überwiesen. Häufigste Hospitalisierungsgründe waren Erkrankungen des Kreislaufsystems (28%) und der Atemwege (15%), traumatische Verletzungen wie Knochenbrüche (12%) und Erkrankungen des Verdauungstrakts (12%). Bei Spitalaufenthalten mit tödlichem Ausgang beträgt die Aufenthaltsdauer durchschnittlich 8,5 Tage.Statistische Grundlagen
Die Ergebnisse basieren auf den Daten der Medizinischen Statistik der Krankenhäuser 1999-2007 sowie auf den Daten der Statistik der sozialmedizinischen Institutionen. Dank einem anonymen Verbindungscode, der in den beiden genannten Erhebungen automatisch erzeugt wird, können sämtliche Aufenthalte einer Person in den auskunftspflichtigen Krankenhäusern und Pflegeheimen bzw. sozialmedizinischen Institutionen identifiziert werden.
Eidgenössisches Departement des Innern EDI
Bundesamt für Statistik BFS
http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de
Donnerstag, 17. September 2009
Pro IV Argumente auf Sachebene
Wir bringen ja seit Wochen in loser Folge Stellungnahmen quer durch die Befürworterszene in der Schweiz. Hiebei geht es weniger um ewig gestrige, haltlose Argumente, sondern auch um belegbares Zahlenmaterial, welches von den Nein-Sagern nur schlampig in ihrer Argumentation eingebaut wird, nur um negative Stimmung zu erzeugen. Der heutige Beitrag von Urs Dettling-Nagel, Präsident ProIV kommt von einem Fachmann, der durch seine täglich Arbeit mit der Materie Invalidenversicherung vertraut ist. Er argumentiert nicht politisch blind ins Blaue, sondern ist sich dabei durchaus bewusst, dass in der Vergangenheit Fehler gemacht wurden. Doch lesen sie selbst:
Die IV-Gegner drehen mit dem Missbrauchsargument auf (grosse Inserate in der Tagespresse). Sie finden unten Gegenargumente gegen die haltlosen Vorwürfe. Die ProIV-Kampagne läuft sachlich weiter. Wir werden unsere Präsenz aber noch verstärken. Unsere grosse Chance ist, dass die meisten relevanten Parteien und Organisationen sowie Bundesrat und Parlament hinter dem JA zur IV und AHV stehen. Die Gegner können viel Geld in Inserate und Plakate stecken. Unsere Stärke aber sind unsere Argumente. Es verbleiben nur noch 3 Wochen. Wir wollen die Abstimmung im Interesse behinderter Menschen am 27. September gewinnen.
Die Kampagne der Gegner hat den IV-Missbrauch zum Thema
Die Themen Betrug, Missbrauch und Ausländer werden ins Zentrum gerückt. Unsere Stossrichtung der Gegenargumentation:
- Die SVP beschreibt die Vergangenheit, die Realität heute ist eine andere.
- Das eigentliche Problem heute ist die Aushöhlung des AHV-Fonds, welche sofort gestoppt werden muss.
Der Missbrauchs-Kampagne kann auf der Metaebene und auf der Sachebene begegnet werden.
Kontern auf der Sachebene
- In der Vergangenheit wurden tatsächlich Fehler gemacht, aber das ist vorbei. Die IV hat die Anzahl neuer Rente seit 2004 um fast 50 Prozent gesenkt.
- Es stimmt, dass Personen aus Ex-Jugoslawien (0.67%) und der Türkei (0.76%) häufiger eine IV-Rente erhalten als Schweizer (0.32%), EU- (0.21%) und andere Ausländer (0.24%). Darum nimmt die IV diese Personengruppe bei der Betrugsbekämpfung jetzt speziell ins Visier. Bekannt ist zudem, dass sie auch überdurchschnittlich in Berufen mit hohem Invaliditätsrisiko arbeiten.
- Die sogenannte „Balkanisierung“ ist eine massive und unfaire Übertreibung: Selbst wenn keine einzige Rente mehr nach Kosovo geschickt würde, wären nur 4 Mio. Fr. gespart. Das Defizit der IV beträgt aber momentan 4 Mio. Fr. pro Tag (1,4 Mrd. / Jahr). In alle Länder Ex-Jugoslawiens gehen rund 3'000 IV-Renten (ca. 40 Mio. Fr.)
- Ausländer-/innen bezahlten im Jahr 2008 26% aller Beiträge in die Kasse der IV und erhielten 28% aller Leistungen. Die Behauptung, die IV werde von den Ausländer-/innen ausgenützt, ist offensichtlich nicht haltbar.
- Der Anteil Ausländer-/innen mit IV ist seit den 90er Jahren stabil. Die Aussage, sie seien verantwortlich für den Anstieg der IV-Renten seit den 90er Jahren, ist offensichtlich ebenso unrichtig.
- Es war früher offenbar relativ einfach, die IV zu betrügen. Heute verfolgt sie eine Politik der Null-Toleranz und verfügt nun auch über die Mittel, um sich dagegen zu wehren (IV-Detektive).
- Kosovo ist das Paradebeispiel dafür, dass sich die IV nicht mehr betrügen lässt. Weil der Einsatz von Detektiven dort nicht möglich ist, werden in Verdachtsfällen die Renten sistiert.
- Der Versicherungsbetrug in der IV macht maximal etwa 50 Mio. Fr. pro Jahr aus. Die Nulltoleranz ist ganz wichtig, reicht aber bei weitem nicht aus, um die IV zu sanieren.
- Die jüngste Studie zu psychisch Kranken mit unklarem Krankheitsbild (IV-Code 646) hat gezeigt, was früher falsch lief (die Studie untersuchte Fälle aus den 90er Jahren und Anfangs 2000) und dass mit der 5. IV-Revision in der Zwischenzeit genau das Richtige gemacht wurde („Eingliederung VOR Rente“).
- Die IV geht diesen Weg mit der 6. Revision konsequent weiter („Eingliederung STATT Rente“).
Damit hat die IV alle ihre Hausaufgaben gemacht:
- Keine neuen Renten für Personen, die noch arbeiten können (5. Revision)
- Wiedereingliederung von IV-Rentnern, die noch arbeiten können (6. Revision)- Keine Rente für Personen, die Arbeitsunfähigkeit nur vortäuschen (Betrugsbekämpfung)
- Die IV-Zusatzfinanzierung ist ein Überbrückungskredit, der nur so lange benötigt wird, bis alle diese Massnahmen vollständig wirken. Die Verweigerung dieses Überbrückungskredits macht die Situation der IV nicht besser, sondern schadet nur der AHV. Je länger wir warten, desto teurer wird es.
JA zur IV-Zusatzfinanzierung – Dieses JA erreichen wir nur mit dem Einsatz von uns allen. Wir brauchen ein JA von Volk und Ständen (Kantonen). Sie sind gefordert! Machen Sie bitte mit, engagieren Sie sich persönlich in Gesprächen, an Anlässen, an Standaktionen, mit Leserbriefen etc. Setzen Sie Ihr JA zur IV den IV-Gegnern entgegen. Besten Dank für Ihre wertvolle Unterstützung und für Ihr JA am 27. September 2009!
Urs Dettling-Nagel, Präsident ProIV,
Mitglied der Geschäftsleitung Pro Infirmis urs.dettling@proinfirmis.ch
Christine Häsler, Geschäftsstelle ProIV, info@proiv.ch, 062 206 88 88 www.proiv.ch
Mittwoch, 16. September 2009
ÖBB: Datenskandal mit System
Kranke Mitarbeiter müssen ärztliche Diagnose preisgeben !ÖBB-Mitarbeiter werden gezwungen, Krankheiten und ärztliche Befunde preiszugeben. Jetzt packen Betroffene und erstmals auch Betriebsräte aus. Sie sagen: Das ist System. Es wurden illegale Krankenakten aller Mitarbeiter verfasst.
Nach Deutscher Bahn, Lidl und Tiger Lacke – erweitert sich offensichtlich die Reihe der großen Datenmissbrauchsaffären. Die Österreichische Bundesbahnen stehen neu als staatlicher Konzern im Verdacht mit speziellen Formularen, Befragungen und Hausbesuchen von Vorgesetzten bei Kollegen die in Krankenstand sind, einen eigenen Datenstamm aufzubauen, der dann bei Beförderungen, Versetzungen und Wechsel des Dienstortes zum Einsatz kommt. Unter dem sperrigen Titel "Fehlzeitenmanagement“ etablierten sich unter der Ägide des im Sommer abgetretenen Personalchefs Franz Nigl dubiose Praktiken – alle mit dem erklärten Ziel, die Krankenstände zu verringern.
Die Geschichte war nicht zu glauben: Ein ÖBBler, der im Verschub arbeitet, hatte sich die Hand gebrochen. Als er aus dem Krankenstand zurückkam, wurde er zum Betriebsarzt bestellt. Reine Routine nach dem Eisenbahndienstrecht. Bei längeren Krankenständen zum bahneigenen ärztlichen Dienst geschickt, der dann die Diagnose des Hausartzes oder Spitals abklärt oder bestätigt.
Laut profil.at vorliegenden Informationen wurden körperliche Gebrechen, Verletzungen und ärztliche Behandlungen in großem Stil erfasst und auf Anweisung von oben quer durch alle Bereiche für die Bewertung von Mitarbeitern herangezogen. Empfohlen wurden Hausbesuche durch Vorgesetzte und Krankenstandsrückkehrgespräche, im ganzen Konzern kursierten Formulare mit einem „Diagnose“-Feld zum Ausfüllen.
Hier wurde ein Überwachungssystem offenkundig, das dazu diente, Mitarbeiter einzuschüchtern und Kranke auszusortieren und gegen den Datenschutz verstösst.
Intensiv kritisch
Ein internes ÖBB-Handbuch, das Profil , dem Österreichischen Nachrichtenmagazin vorliegt und welches sich des Themas intensiv angenommen haty, unterweist die Führungskräfte in drei Arten des Krankenstandsrückkehrgesprächs: das „kurze fürsorgliche“, das „intensiv fördernde“ und das „intensiv kritische“. Letzteres ist für Mitarbeiter gedacht, denen unterstellt werden darf, „dass egoistisch geleitete und dem Unternehmen Schaden zufügende Gründe die Ursache für das Fehlen sind.
Die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, und die Angst, in der Öffentlichkeit als Tachinierer dazustehen, lähmen den Widerstand. Inzwischen erübrigt sich der Druck: Viele Bedienstete legen von sich aus alles auf den Tisch, „manche geben ihre Diagnose mündlich bekannt, manche schriftlich, und manche schicken ihren ganzen Befund an die Personalabteilung“, sagt Betriebsrat Klaus R.: „Es ist zum Verzweifeln.“
Den ganzen Artikel um die skurillen Vorfälle bei der ÖBB finden sie im Profil.at
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Dienstag, 15. September 2009
Arbeit, Lohn und Rente - statt Profit und Gier
19. September: Grosse Unia-Demonstration für sichere Arbeit und Renten.Die Wirtschaftskrise ist die Folge der grenzenlosen Profitmacherei. Jetzt wollen die Profiteure des blinden Marktglaubens auch noch, dass wir die Zeche für ihre Abzockerei zahlen. Dazu sagen wir laut Nein! Wir fordern:
Rentenklauer - zahlt eure Krise selber
Nein zum Rentenklau bei Pensionskassen und der AHV. Nein zur Erhöhnung des AHV-Alters. Kein Abbau bei der Arbeitslosenversicherung.
Investitionen für sichere Arbeitsplätze
Es braucht endlich ein wirksames Konjunkturprogramm für den ökologischen Umbau der Wirtschaft, gegen die Jugendarbeitslosigkeit und zur Unterstützung von Kurzarbeit statt Entlassungen.
Kaufkraft erhalten
Ausgleich des Prämienschocks bei den Krankenkassenprämien und höhere Löhne – sonst sinkt die Kaufkraft.
Schluss mit dem Spekulations-Casino! Wir wollen eine Wirtschaft, die von Bedürfnissen der Menschen ausgeht. Dafür gehen wir am 19. September gemeinsam auf die Strasse.
Praxis-Strafgebühr
Da meine Hüftproblem ohne OP schlimmer geworden sind, wird das Verlassen der Wohnung zum grossen Hindernis und fast nicht mehr möglich, so auch die Praxisbesuche. Ausserdem bin ich bei Atemproblemen auf mein stationäres Sauerstoffgerät angewiesen. Meinen Frau hat sich ja durch die jahrelange Pflege ihrer Mutter im Rollstuhl einiges an medizinischen Wissen angeeignet, dass ich so nicht mehr missen möchte und mir zu Gute kommt. Wie das Schicksal leider so spielt hat sie vor 2 Jahren selbst die Diagnose Krebs erhalten.Sozial bedenklich
Würden wir also in Summe alle unserer beiden notwendigen Kontrolluntersuchungen absolvieren und dafür noch Praxisgebühr von je 30.- FR entrichten müssen, wäre dies eine stolze Summe, die unsere finanziellen Verhältnisse weit überschreitet. Nach dem wir ja beide noch zu einer Generation des alten Schlages zählen, haben wir ohnehin mit den ldf. Kosten der unerwünschten Erkrankungen ein schlechtes Gewissen. Andererseits sorgen die Sparmassnahmen für höhere Selbstzahlungen.
Eine Erfahrung , die wir auch im Bekanntenkreis gemacht haben. So darf bezweifel werden, ob die von Bundesrat Pascal Couchepin geplante Praxisgebühr den gewünschten Lenkungseffekt bringt. Ausserdem haben die Leute heute aufgrund der Wirtschaftslage grosse Angst um ihren Arbeitsplatz und die Zahl der Krankenstände ist enorm zurückgegangen. Parallel dazu die Arztbesuche. Dabei wären die sozialen Sicherungssysteme dazu da, im Bedarfsfall die medizinisch notwendigen Leistungen ohne jegliche soziale Ausgrenzung bereitzustellen. Körperliche Leiden, die es nun eben leider mal gibt und nicht selten durch die Arbeit selbst entstehen, lassen sich so nicht verhindern. Sie verschieben sich nur nach hinten.
Wichtig wäre meines Erachtens höchstens eine persönliche Gesundheitskarte, worauf alle Erkrankungen erfasst und gespeichert werden. Damit würden einmal teure Doppeluntersuchungen vermieden. Sie würden aber auch das Verhalten eines Patienten bei Arztbesuchen aufzeigen. Gerade in Hinblick auf jene, die gerne als Tagesbeschäftigung eine Praxis aufsuchen und jenen, die chronisch bedingt, leider dazu gezwungen sind. So könnte man Praxis-Zahlenmaterial sammeln, um künftig zu überlegen, wie man in mit einer Praxisgebühr verfährt. Anders wäre es nicht nur sozial, sondern auch moralisch ungerecht, wenn wir versuchen die Arztbesuche auf einen Minimum zu reduzieren und andere Arztbesuch als Kontakttreffen sehen. Die Praxisgebühr erhöht die bestehende soziale Ungleichheit im Gesundheitssystem – für mehr Gerechtigkeit im Gesundheitswesen sorgt sie nach dem derzeit in Deutschland erprobten Modell keineswegs. So sehe ich in der geplanten Praxisgebühr eher eine Strafgebühr.
Montag, 14. September 2009
Mamamia
Normalerweise kommentiere ich ja nur in Ausnahmefällen Blogs von Kollegen. Wobei sich bei hier die Frage stellt, ist dieser Blog eher Broterwerb oder journalistische Heimarbeit ? Nichts desto trotz wurde der Beitrag eifrig kommentiert. Bis Samstag Abend gaben in etwa 80 Mitleser ihre Kommentare abgaben. Und fürwahr, einige waren nicht sehr kinderfreundlich. Sowie zB. der von einem gewissen Peter Studer, Ex- Chefredaktor des Schweizer Fernsehens, der festhielt, dass man schliesslich auch keine Kinder im Spital einen Leber operieren lasse(?!!) . Ein anderer meinte, dass man ja mit Kindern auch nicht zur Verkehrsschulung auf die Autobahn ginge. Mit den vielen Brettern vor dem Kopf, wie beim Grossteil der Kommentatoren, könnte man ein ganzes Baumhaus für die Kinder bauen. Auffallend, kein Kind hat sich über die Tätigkeit der Kinder als Reporter oder Nachrichtensprecher aufgeregt. und auch Aeschbacher vom SF kann nicht irren. Bis heute wurde nicht als Folge der künstlichen Aufregung bei keiner Nachrichtensendung eine Warnung eingeblendet, dass die nachfolgende Sendung mit News der Wirtschaftskrise und Bilder der Katastrophen und Kriege dieser Welt, nicht für Kinder geeignet ist. Gewalt, die heute in jedem Zeichtrickfilm offenbar zum guten Ton gehört. Hier lernen doch Kleinkinder Gewalt, die so im realen Leben tödlich verlaufen oder schwere Verletzungen auslösen können.
Alleine die zahlreichen hanebüchenen Vergleiche zeigen, dass die Idee des SF nicht angekommen oder in den Köpfen richtig umgesetzt wurde. Ja manche sahen sogar darin einen Angriff auf ihre Berufsehre. Wenn das so leicht wäre und so weiter. Ich hätte mir nur die Hälfte an Empörung für die Antiraucherkampagne der Lungenliga mit den blutigen Caponebildern (links), die netten Bilderchen auf den Zigarettenpackungen der Eltern u.v.a.m. gewünscht. Die sexistische Werbung, ohne die es heute offenbar bei keinem Anlass mehr geht, regt auch niemand auf. Auch nicht die Werbträger am Schulweg. Realität ist, das ärmere Kinder in der Schule gemobbt werden, wenn sie keinen Markenklamotten tragen, alte PC`s haben usw. Die Beispiele liessen sich beliebig fortsetzen. (zum Vergössern anklicken)Für mich stellt sich nur die Frage als Vater: “ Wollen wir unsere Kinder bis zur Schwelle des Erwachsenseins in Watte packen und sie dann am ersten Arbeitstag entnervt und geschockt zusammenbrechen?“ Oder sind wir wirklich sowenig von unseren Berufen überzeugt, dass wir in Kindern, welche ihn für einen kurze Zeit auf ihre Art ausüben und ausführen, einen grosse Gefahr sehen. Manche Firmen haben ja bewusst deshalb den Kindertag in ihren Firmen eingeführt, damit der Nachwuchs einmal sieht, was Papa da so den ganzen Tag macht und nicht nur das Taschengeld nach Hause bringt. Oder die emanzipierte Mama, wie sie den Laden ohne Papi schmeisst.
Bei Gott, es gäbe dazu genug sich zu echaufieren. Meine gute Kinderstube verbietet mir aber, an dieser Stelle weitere Sätze der Empörungen niederzuschreiben. Da eröffne ich lieber einen halbseriösen Opablog und schreibe über meine Erfahrung als männliche Haushalts-Emanze im Wandel der Jahrtausende und Kindheitstagen.
Sonntag, 13. September 2009
Helvetia zeigt uns ihr Windows
Top Fotograf Noë Flum
Der Fotograf Noë Flum hat im Auftrag von Windows eine Interpretation der modernen Helvetia geschaffen. Der Schweizer Ableger von Microsoft will so das Publikum anregen, selbst ihr Hintergrundbild zu gestalten und damit am momentan laufenden „Windows 7 Wallpaper Wettbewerb" teilzunehmen.
Making of Windows.ch from msn_switzerland on Vimeo.
Samstag, 12. September 2009
Am 27. September 2009 stimmt das Volk über die IV-Zusatzfinanzierung ab. Diese sieht vor, während einer beschränkten Zeit die Mehrwertsteuersätze zu erhöhen und damit einen Beitrag zur Sanierung der enorm verschuldeten IV zu leisten. Eine Ablehnung der Vorlage würde das Defizit der IV in ungeahnte Höhen schnellen lassen und somit den Druck zum Leistungsabbau bei der IV massiv erhöhen. Dies hätte unweigerlich zur Folge, dass potenzielle IV-Bezügerinnen und Bezüger an die Sozialhilfe abgeschoben würden. Aus diesem Grunde unterstützt die SKOS die Vorlage zur IV-Zusatzfinanzierung.
Fakten
Die finanzielle Situation der IV hat sich in den letzten Jahren stark verschlechtert. Bei einer zunehmenden Zahl von Rentnerinnen und Rentnern hielt die Einnahmenseite der Versicherung mit dieser Entwicklung nicht Schritt. Die längst fällige Sanierung der IV wurde während Jahren politisch verschleppt. Inzwischen gefährdet das Defizit die AHV, aus deren Fonds dieses finanziert wird. Allerdings konnte durch die 5. IV-Revision mittlerweile die Zahl der Neurenten stabilisiert werden. Wenn die Sanierung der IV jedoch ausschliesslich über Sparmassnahmen realisiert würde, müssten die Renten um rund 40 Prozent gesenkt werden. Das ist sozialpolitisch nicht verantwortbar und würde zehntausende von Bezügerinnen und Bezüger in Armut und Prekarität treiben.
Überschätzter Missbrauch führt zu Augenwischerei
Seit einiger Zeit wird die Diskussion um die IV von der Missbrauchsdiskussion überschattet. Das BSV ist der Sache in einer Studie nachgegangen und ist zum Schluss gelangt, dass das Phänomen sehr wohl existiert, dessen Ausmass jedoch überschätzt wird. Angesichts der aktuellen Verschuldung der IV von knapp 13 Milliarden Franken – die auch den AHV-Fond belastet – ist eine Sanierungsstrategie, die sich ausschliesslich auf die Missbrauchsbekämpfung beschränkt, weniger als ein Tropfen auf einen heissen Stein. Das Argument, die IV könne durch eine konsequente Missbrauchsbekämpfung saniert werden, ist Augenwischerei. Im Falle einer Ablehnung der Vorlage zur IV-Zusatzfinanzierung würden der Druck zum allgemeinen Leistungsabbau und die Zulassungseinschränkungen bei der IV massiv zunehmen.
Verschiebung zur Sozialhilfe
Dies hätte unweigerlich eine Verlagerung von potenziellen IV-Bezügerinnen und Bezügern – insbesondere im Bereich psychischer Erkrankungen – zur kantonal und kommunal finanzierten Sozialhilfe zur Folge. Bereits jetzt übernimmt die Sozialhilfe immer mehr strukturelle Probleme, für deren Lösung sie bis anhin nicht konzipiert war. Eine solche Verlagerung zu Kantonen und Gemeinden stellt keine Lösung der sozialen Probleme dar. Es handelt sich eher um eine Vogel-Strauss-Politik, welche die Augen vor einer Gesamtsicht der sozialen Sicherung verschliesst. Sie würde im Weiteren die Gesamtausgaben in diesem sozialen Bereich nur unwesentlich mindern; allerdings würde sie stärker aus kantonalen und kommunalen Kassen bezahlt. Angesichts bereits steigender und in naher Zukunft weiter steigender Fallzahlen in der Sozialhilfe, auf dem Hintergrund der herrschenden Wirtschaftskrise, stellt dies keine verantwortungsvolle Politik dar.
Aus all diesen Gründen ruft die SKOS die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger auf, ein «JA» zur Zusatzfinanzierung der IV in die Urne zu legen.
Für weitere Auskünfte:
Walter Schmid, Präsident der SKOS
Wo ist der Mittelpunkt der Schweiz ?
Bei all der unnötigen Diskussion um Google View wird offenbar vergessen, dass die Topografie der Schweiz schon lange vermessen wurde und der geografische Mittelpunkt gefunden wurde, der diese fiktiv im Lot halten würde. Zum 150. Geburtstag berechnete das Bundesamt für Landestopografie swisstopo aus den eben erst digitalisierten Landesgrenzen den Flächenschwerpunkt des Landes. Würde man eine Schweizerkarte auf Karton aufkleben und der Grenze nach ausschneiden, so wäre sie dort auf einer Nadelspitze im Gleichgewicht. Damit war die Frage nach der Mitte der Schweiz endgültig geklärt: 660 158/183 641, Älggialp, Sachseln /OWWer auf der Landeskarte 1 :25 000 nachschaut oder mit seinem GPS auf dem Feld geht und die Koordinaten aufträgt, findet den Punkt gerade oberhalb der Felswand westlich von Chli Aelggi. Ausser für Gemsen ist dort aber kaum Zugang. Für das Publikum hat man ihn darum um 500 Meter nach Südosten verschoben.
In der Gemeinde wurde die Idee gut aufgenommen, diesen Punkt im Gelände zu markieren. Die Korporation Sachseln stellte den Boden auf der kleinen Kuppe unentgeltlich zur Verfügung. swisstopo spendete eine Triangulationspyramide, und der Steinmanndli-Klub Sachseln baute eine Mauer drum herum in der Form der Schweiz. Am Stein ist auch eine weitere Plakette mit den Namen der "Schweizer des Jahres" angebracht.Für eine Wanderung mit der Familie, für eine Schulreise oder für einen Ausflug mit dem Verein eignet sich die Älggialp ganz besonders. Auf 1650 m locken Wiesen und Weiden, Tannen und Felsen, das Berggasthaus und der See.
Bundesamt für Landestopografie swisstopo
Freitag, 11. September 2009
Frau J. Hutter – nicht alles in Butter
Wenn sie im letzten Aufbäumen vor der Babypause und dem publizierten Rücktritt aus den politischen Ämtern offenbar nochmals durchstarten, dürfte man bei ihrem diesbezüglichen angetönten Konsequenzverhalten erwarten, dass sie sich am Ende ihres "politischen" Wirkens etwas versöhnlicher mit der Wahrheit auseinandersetzen würden.Ihre Beiträge im NZZ-Votum zur Invalidenversicherung und dem bekannten Defizit sind jedoch weit davon entfernt, mit sich selbst einen politischen Seelenfrieden zu schliessen. Provozieren mag für eine kurze Zeitspanne alle Aufmerksamkeit auf sich lenken. Bei ihrem künftigen familären Status als erziehende Mutter, sind sie ja näher beim Volk, als es ihre politischen Ämter und Parteiaura der SVP vielleicht bisher je ermöglicht haben.
Wenn man das Internet nach der Person Jasmin Hutter durchforstet, erlebt man eine Berg- und Talfahrt zu ihrer politischen Karriere, ebenso wie zur Person Jasmin Hutter. Nicht immer ging die Presse freundlich mit ihren Äusserrungen und Behauptungen um. Das haben sie weggesteckt, wie vom Parteivater Blocher gelernt. Manchmal ganz trotzig wie ein kleines Kind wie in Sachen Partikelfilter. Aber mal im Ernst. Sie kennen ja sicher die Verfassung der Eidgenossenschaft. Speziell den Artikel 1.(Präambel)
Andererseits darf ich annehmen, dass sie als Kauffrau wissen, wie man sich gegen die Risken des Alltags und des Lebens versichern kann. Mit Versicherung wird das Grundprinzip der kollektiven Risikoübernahme (Versicherungsprinzip) bezeichnet: Viele zahlen einen Geldbetrag (= Versicherungsbeitrag) in den Geldtopf Versicherer ein, um beim Eintreten des Versicherungsfalles aus diesem Geldtopf einen Schadenausgleich zu erhalten. Da der Versicherungsfall nur bei wenigen Versicherten eintreten wird, reicht der Geldtopf bei bezahlbarem Beitrag aus. Voraussetzung ist, dass der Umfang der Schäden statistisch abschätzbar ist und demnach mit versicherungsmathematischen Methoden der von jedem Mitglied des Kollektivs benötigte Beitrag bestimmbar ist. (wiki)
Im konkreten Fall der Invalidenversicherung, langläufig zwar als Sozialwerk bezeichnet, bleibt die statistische und versicherungsmathematische Abschätzung im öffentlichen Einfluss, sprich der Politik. Das heisst es obliegt ihnen und ihren Kollegen der Politik in Zusammenarbeit mit den Sozialversicherungsträgern dafür Sorge zu tragen, wenn der Fall der Invalidität eintritt, der Bürger zu seinen Leistungen kommt, für die er Beiträge bezahlt hat. Ihre Partei hat sich ja den Missbrauch bei und rund um diese Versicherung auf die Fahnen geschrieben. Dabei dürfte man der ordnunghalber nicht vergessen, dass die ganze Versicherungsbranche in diversen Sparten ( Haftpflicht, Kasko, Haushalt) mit Missbrauch im zweistelligen Bereich zu Recht kommen muss. Sie haben schon bei Zeiten begonnen, bei offensichtlichen Missbrauchsfällen Abklärungen zu treffen. Ergänzend vielleicht noch der Hinweis auf das Kleingedruckte. Das kennen wir ja alle, wenn die Versicherungen sich aus der Leistungspflicht stehlen wollen. Schliesslich muss ja die Rendite am Jahresende stimmen.
Also ehrlich, hatten sie jemals Bedenken das ihre diversen Versicherungen im Schadensfall nicht bezahlen würden? Trotz pünktlich bezahlter Prämie! Haben sie schon davon gehört, dass irgendeine Versicherung der Schweiz ihre Kunden als Schmarotzer oder Betrüger bezeichnet hat. Wäre wohl nicht so gut fürs Geschäft. Erfahrung und rechtzeitiges Handeln ist angesagt.
Woher nimmt ihre Partei (SVP) also die Berechtigung auf die IV-Bezüger einzudreschen und als Schmarotzer und Betrüger hinzustellen. Sie erwarten nur die Leistungen, welche ihnen beim Eintritt ins Berufsleben versprochen wurden. Herr Urs Dettling kennt Betroffene aus seiner täglichen Arbeit bei Pro Infirmis. Auch er schreibt für die NZZ an gleicher Stelle wie sie. Ihm vertraue ich untr uns gesagt mehr. Wenn wir am 27. September zur Abstimmung gehen, kennen wir nicht die genauen Zahlen und Querverbindungen des IV-Problems. Einzig wissen wir, dass wir für die Mehrwertsteuerhöhung stimmen werden. Warum ? Weil ich mir anmasse, nach 35 Jahren Berufserfahrung im Hotelgewerbe, einem schwerem, irreparablen Herzproblem und dem Krebs meiner Frau zu erkennen, wer bereit ist für die Vergangenheit Verantwortung zu übernehmen und wer nur sozialen Unfrieden im Lande schüren will, indem er wider besseren Wissens die Invalidenversicherung als Selbstbedienungsladen darstellt. Es sind Dinge passiert, die so nicht ablaufen hätten dürfen. Keine Frage. Nur gemeinsam und im Kollektiv wird es gelingen den Karren aus dem Dreck zu ziehen.Auch 4 Kinder erwarten von uns, nicht in Jahrzehnten vor leeren Kassen zu stehen. Wir haben sie zu Ehrlichkeit und Objektivität erzogen. Sie pflegen keine besondere politische Richtung. Sie wollen nur, dass das von Gott und uns geschenkte Leben, halbwegs mit Spass, Frieden und Lebensqualität zu erleben. So, wie Sie es ihrem Kind vergönnen möchten und deshalb künftig politisch kürzer treten. Nicht mehr und nicht weniger.
Internetabstimmung für Auslandsschweizer
Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer sollen neu die Möglichkeit erhalten, per Internet abzustimmen. Dafür haben die Regierungen der Kantone Freiburg, Solothurn, Schaffhausen, St. Gallen, Graubünden, Aargau und Thurgau unter Mitwirkung des Kantons Zürich als Lizenzgeber Zusammenarbeitsverträge abgeschlossen. Die elektronische Internetlösung wird den im Ausland wohnhaften Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern frühestens ab dem Jahr 2010 zur Verfügung stehen.
Mehr als ein Drittel der rund 117`000 stimmberechtigten Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer haben ihren politischen Wohnsitz in den acht beteiligten Kantonen. Diese Gruppe der Stimmberechtigten hat ein besonders starkes Interesse an Vote électronique. Es kommt immer wieder vor, dass Stimmkuverts aus dem Ausland zu spät beim Abstimmungsbüro eintreffen. Die Stimmabgabe per Internet erleichtert deshalb die Beteiligung der Auslandschweizerinnen und -schweizer am politischen Leben in der Heimat.
Das Bundesgesetz über die politischen Rechte der Auslandschweizer verpflichtet die Kantone, den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern die Möglichkeit zu geben, per Internet abzustimmen. Nur Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die in einem Land wohnhaft sind, das den Verträgen von Wassenaar (http://www.wassenaar.org/) über den Umgang mit Software und anderen Dual-Use-Gütern beigetreten ist, können das Abstimmungssystem benützen. Rund 90 Prozent aller Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern sind in solchen Ländern wohnhaft.
Die sieben Partnerkantone und die Bundeskanzlei entwickeln eine Informatikanwendung auf der Grundlage des Zürcher E-Voting-Modells. Die Zusammenarbeit erlaubt den beteiligten Kantonen Kostensenkungen. Der Anpassungsbedarf in Rechtsetzung und Vollzug ist in den einzelnen Kantonen unterschiedlich. Daher wird das Projekt nicht in allen Kantonen gleichzeitig umgesetzt werden können. Im günstigsten Fall starten in einzelnen der beteiligten Kantone erste Versuche Ende 2010. Das System wird in allen vier Landessprachen angeboten.
Der Bund beteiligte sich finanziell an den Pilotprojekten zur elektronischen Abstimmung per Internet in den Kantonen Genf, Neuenburg und Zürich. Die beteiligten sieben Kantone schliessen sich dem Zürcher Projekt an, weil die angebotene Informatikplattform gut zur Organisation der politischen Rechte in diesen Kantonen passt. Das Projekt bildet den ersten Schritt der beteiligten Kantone im Bereich der Abstimmung per Internet. Die Erfahrungen sollen zu einem späteren Zeitpunkt im Hinblick auf einen allfälligen Ausbau für in der Schweiz wohnhafte Stimmberechtigte genutzt werden.
Bundeskanzlei
Internet: http://www.bk.admin.ch/


