Freitag, 31. Juli 2009

Ungleiche Ausgangslage

Inzwischen ist es ja amtlich. Die aufgedeckte Missbrauchsquote im Rahmen der 5.Revision liegt bei rund 2 %. Die Wiler-Nachrichten (S.35) brachten am 30.07. ein Interview mit dem Leiter der Sozialversicherungsanstalt, Linus Dermont, des Kantons St.Gallen, der uns auch Einblicke in die Kontrolltätigkeit seines Fachteams und Behörde gibt. Hier erfahren wir, wie mit einem leitenden Spezialisten, einer Checkliste und einem interdisziplinären Fachteam das Missbrauchsrisiko im Sinne der fünften IV-Revision wesentlich gesenkt wurde.

Neben der rascheren Wiedereingliederung, die zB. in St.Gallen konsequent durchgeführt wird, ist auch die Missbrauchsbekämpfung mit Nachdruck verfolgt worden. Laut einer Checkliste werden zur genaueren Begutachtung vorliegende Fälle im interdisziplinäres Team erstellt, das IV-Leistungen kritisch zu beurteilen hat. Inzwischen wurden bereits 5000 Neurenten und Revisionen näher untersucht. Insgesamt wurden 60 Fälle mit erhöhtem Missbrauchsrisiko festgestellt. Die Spezialisten haben 30 Fälle ausgeschieden, bei denen mit grösster Wahrscheinlichkeit von einem Missbrauch ausgegangen werden muss. Soweit liest sich der Artikel für einen Nichtbetroffenen schlüssig. Geht es doch um öffentliche Gelder um dokumentiert welcher Aufwand getätigt wird. (IM: Mit diesen Vorgehen wird das Klima gegen IV-Bezieher weiter “gepflegt“ ).

Renten um 37 Prozent gesunken
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Dass die Massstäbe strenger gewor­den sind, lässt sich auch statistisch belegen. In den Jahren 2004 bis 2008 sank die Zahl der zugespro­chenen Renten um 37 Prozent. Der SVA-Direktor verspricht sich von den genaueren Prüfungen der Ge­suche auch eine präventive Wir­kung. «Wenn es sich herumspricht, dass Anträge genau abgeklärt wer­den, ist auch die Gefahr wesent­lich geringer, dass «geschummelt» wird», versichert er.

Nur bleibt ein etwas schaler Geschmack. Der Stärkere (SVA) hat aufgerüstet, die finanziellen Schwächere wurde um die mögliche Rente gebracht. Wo bleibt da der Solidarprinzip der Versicherung ? Auch bei der SVA arbeiten Menschen, denen auch mal Fehler passieren. Zuviel haben wir auch in den Medien darüber nachlesen müssen, wie da und dort eine notwendige IV-Rente verweigert wurde. Dazu haben wir hier schon verschiedentlich berichtet. Ärztliche Gutachten von anerkannten Spezialisten wurden nicht akzeptiert oder angezweifelt. Dazu berichtete auch der Kassensturz und der Beobachter . Sicher würde sich an dieser Stelle auch einen Statistik zu diesen Fälle gut machen. Vor allem, wenn all diese vor dem Versicherungsgericht oder höheren Gerichtsinstanzen weiter durchgezogen würden. Doch hier scheiden sich die Geister. Hier fehlt dem kleinen Mann schlichtweg das "öffentliche Geld", mit dem die SVA im Gegenzug all ihre Aktionen durchführen kann. Es kommt auch nicht gut, sich über den einen oder anderen Vorgang zu beschweren. Schnell hat man einen Stempel aufgedruckt. Der grosse Teil der SVA-Angestellten macht einen sehr guten Job. Das möchte ich hier explizit festhalten. Umgekehrt gibt es aber auch solche, die in ihrem Job oder ihrem Ego offenbar überfordert sind. Sie werden durch das System geschützt. Sind sie es doch, die für die Quoten verantwortlich sind. Denn irgendwie/wo müssen die Renten reduziert werden. Wir kennen das ja aus dem Gesundheitswesen bei sogenannten blutigen Entlassungen.

Der Vorgabe bzw. Auflage der Wiedereingliederung in den Arbeitprozess kann man grossteils verstehen. Nur wie verträgt sich das mit steigenden Arbeitslosenzahlen. Hier sei doch ein kleiner Einwurf erlaubt. Einerseits heisst es so schön “Wiedereingliederung vor Rente“. Andererseits haben die RAV-Verantwortlichen schon bei der Berechnung der Arbeitslosenentschädigung Probleme (bis zu 3 Monate), sodass die Leute zur Sozialhilfe verschoben werden. Lange vor der Vermittlung. Sind wir uns doch ehrlich. Welcher Arbeitgeber wird sich in diesen Zeiten dazu überreden lassen, einen Mitarbeiter einzustellen, der in seiner Leistung aufgrund einer Behinderung eingeschränkt ist. Dazu kommt noch die hohe Jugendarbeitslosigkeit.

Zuviel ausbezahlte Beträge werden bei einem überwiegenden Teil der Bezieher nur schwer zum Rückholen (Inkasso) sein. Man hat zwar die Anfangsrenten reduzieren können, ob man die Kosten für ältere Fälle auch wirklich wieder eintreiben konnte, darüber schweigt die Statistik.

IV-Bezieher sind keinen Almosenempfänger

Über all das kann man sicher stundenlange diskutieren. Mir geht es aber um jene abgewiesene Fälle, egal aus welchen Gründen ( ausser bei nachweislich betrugsmässigen Ansätze) denen das Geld fehlt, ihre Rechte einzuklagen. Verfahrenshilfe gibt es ja nur bei einer hohen Wahrscheinlichkeit den Prozess zu gewinnen (??!). Darüber kann im Vorfeld sicher keine haltbare Vorhersage gestellt werden. “Ohne Geld keinen Musi!“ sagt der Volksmund. Hier scheiden sich die Weg der Fairness. Den für Betroffene geht es ebenso um viel Geld, ja sogar um ihre künftige Existenz und Fortkommen. Aber auch um das Vertrauen in den Staat, in die Bürokratie. Einfach um Fairness im Alltag.

Auf die 5. wird die 6.Revision folgen. Mit welchen Folgen werden wir dann rechnen müssen ? Werden dann endlich auch mal Gesetzesstellen für Bezieher korrigiert, für die es heute keine offizielle Erklärung gibt. ZB. wenn einem Ergänzungsleistungsbezieher zwar die Wohnkosten ersetzt werden, die Nebenkostenabrechnung aber keine Berücksichtigung findet. Sie fehlt dann im ohnehin knappen Budget. Soll doch froh sein, wenn wir die Miete zahlen ! Werden mit der neuen Revision weiterhin die Menschen als Almosenempfänger abgetan? Als ob es so lustig wäre, wenn man gesundheitlich eingeschränkt ist. Was wäre wenn ... ? Wie sieht es mit der Behindertenquote im öffentlichen Dienst aus, wie bei den SVA oder im BAG? Oder heisst IV zu beziehen nur zu betrügen, zu schummeln und anderer Leute ihr Geld abzujagen (haben ja vorher auch selbst Beiträge bezahlt)? Wie sieht man sich selbst in solch einer unvorhersehbaren Situation! Mit mehr Fairness würde das Thema um einiges entschärft.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Mac Book für 50.- Euro

Während Frau M. Schickedanz (Tochter Quelle Gründer) von 600.- Euro monatlich leben muss, nachdem ihre Aktien in den Keller gingen und ihr Vermögen extremst schmälerten, verbreitet Mitbewerber Otto.de helle Freude für die Freunde des Apfelbooks- Flachmanns.

Über das Internetprotal otto.de gab es für kurze Zeit MacBook und MacBook Pro für Euro 50.-Schnäppchenpreis. Die Bestellung wurde den Kunden sogar noch per E-Mail bestätigt.

Nach gut zwei Stunden war der Spaß allerdings vorbei und Otto korrigierte die Preise nach oben, wie die "IT-Times" berichtet. Ob sich bei dem deutlich geringeren Preis um einen Fehler bzw. eine Falschauszeichnung handelte, ist aber noch offen. Otto nahm offiziell noch keine Stellung zu den Vorfällen. Die Vermutung einer Falschauszeichnung liegt aber nahe. Ob Kunden nun allerdings einen Anspruch auf das kostengünstigere Notebook haben, ist noch offen.

1.-August-Feuerwerk mit Nebenwirkungen

Brauchtumsfeuer und Feuerwerkskörper erfreuen am Nationalfeiertag jung und alt. Doch das Erlebnis hat auch unerwünschte Nebenwirkungen. Dazu gehören neben dem Unfallrisiko insbesondere erhöhte Luftbelastungen mit Schadstoffen und Lärm. Alljährlich werden in der Schweiz nach Schätzungen des BAFU rund 1700 Tonnen Feuerwerkskörper abgebrannt. Davon sind ca. 400 Tonnen pyrotechnische Feuerwerkssätze. Diese enthalten neben Schwarzpulver auch farbgebende Metallverbindungen. Diese Substanzen gelangen als Niederschlag in Boden und Gewässer.

Atemprobleme bei empfindlichen Personen

Bei schönem windstillem Wetter lassen Feuerwerke und 1.-August-Feuer die Messwerte für Feinstaub stark ansteigen, so dass die Tages-Grenzwerte der Luftreinhalte-Verordnung überschritten werden können.

Bei grossen Feuerwerken entstehen kurzfristig beträchtliche Mengen von Feinstaub und Metallverbindungen. Eine Studie aus dem Jahr 2001 zeigt jedoch: Im Vergleich mit anderen Schadstoffemittenten (z.B. Verkehr) ist die Schadstoffbelastung durch Feuerwerkskörper übers ganze Jahr betrachtet eher gering. Feinstaub kann bei empfindlichen Personen zu Atembeschwerden und Husten führen. Personen mit Erkrankungen der Atemwege und mit Kreislauferkrankungen sollten deshalb Feuerwerke meiden.

Abfall gehört nicht ins 1.-August-Feuer

1.-August-Feuer können giftige Stoffe (z.B. Dioxine) freisetzen, wenn in ihnen Kunststoffabfälle, chemisch behandeltes Holz, Abbruchholz oder Bauabfälle verbrannt werden. In den letzten Jahren hat sich die Situation jedoch merklich gebessert. Holzstösse, zusammengesetzt aus trockenem, naturbelassenem Holz aus dem Wald oder aus Sägereien sowie getrocknetes Schwemmholz sind für ein 1.-August-Feuer problemlos.

Stress für die Tiere

Feuerwerke verursachen aber auch Lärmbelastungen, was eine grosse Belastung für die Tierwelt bedeutet. Feuerwerke sollten daher zurückhaltend eingesetzt und nicht bereits mehrere Tage vor dem 1. August abgebrannt werden. Wenn auf Umwelt und Tiere Rücksicht genommen wird, sind 1.-August-Feuerwerke ein spezielles und einzigartiges Erlebnis.

Bundesamt für Umwelt
Internet: http://www.umwelt-schweiz.ch/

Zum Thema: So überstehen Bello & Co den 1.August (Tagesanzeiger)

IM: Soweit der offizielle Teil. Vergessen wir nicht die Realität. Der Verkauf der Knallkörper ist ein gutes Geschäft. Detto der Feuerwerkskörper. Es geht schon Tage vorher los. Unbeaufsichtig zünden Kinder in den Quartieren alle möglichen Kracher. Schon Tage vor dem 1. August. Manche landen auch unter vorbeifahrenden Autos. Ja und am Abend selbst. Abstand von bewohnten Gebäuden, Rücksicht auf kranke und gebrechliche Menschen - keinen Spur. Die Zeitungen beschweren sich, dass heuer in den Grosstädten kaum etwas los ist.

Man muss aufs Land fahren. Da geht der Bär am nächtlichen Himmel ab - explosionsartig. Gutgemeinte Aufrufe die polnische oder chinesische Ware nicht zu kaufen, werden in den Wind geschlagen. Mangelnde Qualiität der Produkte. Nö. Es ist ja schliesslich Tradition. So wie schon fast jedes Wochenende übers Jahr bei Geburtstagen, Hochzeiten und Scheidungen. Was kümmern mich da die anderen. Zumindest kracht es schon fast das ganze Jahr. Nur wie erkläre ich das meinem Hund oder Nachbars Katze und meiner alten Tante im Altersheim?

Mittwoch, 29. Juli 2009

Windows Mobile und Symbian S60 / neue Landeskarten der Schweiz

Das Bundesamt für Landestopografie swisstopo erweitert Swiss Map Mobile um zwei weitere Plattformen für Mobiltelefon: Windows Mobile und Symbian S60. Dank des integrierten GPS-Empfängers des Telefons wird der jeweilige Standort des Nutzers auf den Landeskarten der Schweiz angezeigt. Bleibt der GPS-Empfänger eingeschaltet, wandert die Karte dank der Moving Map-Funktion mit, wenn man sich fortbewegt. Das erfassen von Waypoints und Routen ist auch möglich.

Swiss Map Mobile deckt die ganze Fläche der Landeskarte der Schweiz in den Massstäben 1:25 000 sowie 1:100 000 ab und ist analog zu Swiss Map 25 in acht Sektoren aufgeteilt. Auf jedem Sektor sind zusätzlich als Übersichtskarten die Landeskarte 1:500 000 und 1:1 Million flächendeckend über die ganze Schweiz enthalten. Die einzelnen Sektoren enthalten ebenfalls die Swiss Map Mobile-Software.

Swiss Map Mobile wird direkt via toposhop (swisstopo Online Shop) als Download-Produkt angeboten, welches via Heim-PC auf das Mobiltelefon bzw. den PDA installiert wird. Swiss Map Mobile lädt die Karten-Kacheln von der eingelegten Speicherkarte bzw. vom internen Speicher des Mobiltelefons. So sind die Karten auch dann verfügbar, wenn man keinen Mobilfunk-Empfang hat. Die Übertragung der Kartendaten via Mobile-Internet entfällt.

Swiss Map Mobile unterstützt die Sprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Swiss Map Mobile 2009 Windows Mobile und Symbian S60 Edition, CHF 89.- pro Sektor.

Produktinfo

Über 300 Webseiten im Anflug auf die BIENE

Mit 326 Einreichungen haben die Initiatoren des BIENE-Wettbewerbs am 15. Juli 2009 die Bewerbungsphase abgeschlossen. Bewerbungen aus dem deutschsprachigen Ausland legen zu. Immer komplexere Anwendungen unter den Einreichern des Wettbewerbs für barrierefreie Webgestaltung.

Die Zahl derjenigen, die ihre eigenen Webangebote eingereicht haben, ist im Vergleich zu 2008 noch einmal leicht gestiegen, die Zahl der Vorschläge blieb nahezu konstant. Einen neuen Rekord stellen die Webangebote aus dem deutschsprachigen Ausland auf. Aus Österreich nehmen 25 Webseiten teil, die Schweiz steigert sich mit 22 Bewerbungen erheblich gegenüber den zwei Einreichungen vom Vorjahr und erstmals sind auch vier Wettbewerbsbeiträge aus Liechtenstein mit dabei. "Die Zahlen führen fort, was auch schon im letzten Jahr sichtbar wurde: Der BIENE-Wettbewerb bietet über Grenzen hinweg ein Forum, sich mit neuen Ideen und Entwicklungen zu präsentieren", freut sich Iris Cornelssen, BIENE-Projektleiterin bei der Aktion Mensch.

Immer komplexere Webangebote aus der freien Wirtschaft

Die Komplexität und Qualität der eingereichten Webangebote sind deutlich gestiegen. Ein Schwerpunkt der Angebote aus der Wirtschaft liegt bei den Banken. "Wir freuen uns, dass immer mehr Unternehmen sich mit der Barrierefreiheit auseinandersetzen und sind sehr gespannt, ob ein wirklich barrierefreies Online-Angebot für Bankgeschäfte dabei ist", erläutert Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen. Etwas zurückhaltender waren dieses Jahr Bundesbehörden und -ministerien. "Wir können nach der ersten Sichtung nur vermuten, dass die anstehende Bundestagswahl im Herbst der Grund für die verhältnismäßig wenigen Bewerbungen aus diesen Reihen ist. Schließlich sind sie zur Barrierefreiheit durch die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BIT-V) verpflichtet", erörtert Iris Cornelssen.

Auslese im Testverfahren

In einem mehrstufigen Prüfungsverfahren wird in den nächsten Monaten festgestellt, welche Wettbewerbsbeiträge die Kriterien der Barrierefreiheit erfüllen. Begleitet wird das Verfahren durch den Fachlichen Beirat der BIENE, der aus Experten mit und ohne Behinderung besteht. Grundlage des Prüfungsverfahrens ist ein überarbeiteter Kriterienkatalog, der auch die aktuellen internationalen Richtlinien, die so genannten Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG 2.0), zur Zugänglichkeit von Webseiten berücksichtigt.
Um ins Finale zu gelangen, müssen die Bewerbungen mehrere Testphasen durchlaufen und bis zu 94 Kriterien erfüllen, die anhand mehrerer Prüfschritte getestet werden. Am Ende steht ein Praxistest durch Menschen mit Behinderungen. Das Zünglein an der Waage ist danach die prominent besetzte Jury, zu der auch Mitglieder des Fachlichen Beirats zählen. Sie legt fest, wer am 4. Dezember 2009 mit einer BIENE die Preisverleihung in Berlin verlassen darf. Entscheidend ist dann, ob die Angebote neben der reinen Barrierefreiheit, sowohl für Menschen mit als auch für Menschen ohne Behinderung, inhaltlich interessant und gut gestaltet sind.
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Dienstag, 28. Juli 2009

Saubere Sache oder Putzen für lau

Wir haben ja hier schon mehrmals rund zur Schwarzarbeit rund ums`s Putzen berichtet. Sommerzeit – Mückenzeit. Wenn ich erst diese Woche darüber via Magazinssendung aufgeklärt wurde, dass Mücken nicht unbedingt dem Licht nachfliegen um sich ihre blutige Nahrung zu holen, so bleiben sie weiterhin einen lästige Erscheinung der Jahreszeit. Warum dieses Beispiel. Nun, ein Jungunternehmer hat sich unter grossem Medieninteresse der Putzfrauenvermittlung verschrieben. (Bildquelle: Hauswirtschaft.ch)

Vordergründig um den Kunden die lästige Bürokratie für einen regulär angemeldete Putzfrau abzunehmen. Doch heute wissen wir laut dem jüngsten Bericht im Beobachter , dass dieser Herr viele Kunden und vor allem Putzfrauen geblendet hat. Nicht mit dem Glanz erstklassiger Arbeit, sondern mit der zähen Abführung von Sozialbeiträge. Auch die tariflich versprochenen Stundenansätze hat der Herr nicht eingehalten. All inclusiv sozusagen. Auch Urlaubsgeld und Entschädigung.

Mit FR 38.- pro Stunde verrechnete er den Kunden einen auf den ersten Blick sauberen Lohn. Nur was die Damen und Herren dann schliesslich netto ausbezahlt bekamen, spottet jeder Beschreibung. Vorallem schädigt er die Angestellten bei ihren lfd. und späteren Ansprüchen im AHV-Alter , weil er für die Abgaben mehrfach betrieben wurde, nachdem sich die Zahlungen immer öfters verzögert hatten. Von der knausrigen Bezahlung erfahren die Kunden kaum etwas. Von schmutzigen Auseinandersetzungen hinter der Fassade der Saubermänner schon: So haben Kunden am Zürichsee Anfang Juli gleich zweimal Rechnungen erhalten: von der Zentrale in Zürich und von einer Subunternehmerin in Erlenbach, die über einen Franchisingvertrag* mit Zürich zusammenarbeitete. (*Knebelvertrag)

Hier wurde bewusst, dass Vertrauen der Kunden einerseits und der Arbeitskräfte andererseits aufs Gröbste missbraucht. Kein Wunder wenn manche Kundschaft wieder auf die “ Perle“ der Schwarzarbeit zurückgreift. Damit werden alle Bemühungen das Putzen zu legalisieren absurdum geführt. Lesen sie den ganzen Bericht im Beobachter.

Zum Thema :
Schluss mit Schwarzarbeit!
Kassensturz

Tchibo im Onlinetest 4 Sterne

Man könnte, wenn man wollte, auch einen Teil des Sortiments in einigen Läden, die sich in zahlreichen grösseren Städten befinden, Vorort einkaufen. Uns geht es aber bei unserer Testserie darum, welche Auswahl und Möglichkeit haben inmobile Menschen, wenn sie online shoppen gehen und über der durchschnittlichen Konfektionsgrösse liegen.

Es gibt viele gute Gründe bei Tchibo.ch einzukaufen:

- jeden Dienstag eine neue Themenwelt
- Grössere Auswahl und besondere Schnäppchen
- Wechselnde, attraktive Zusatzsortimente
- Bequeme Lieferung - wohin Sie möchten
- 14-tägiges Umtausch- und Rückgaberecht
- Sichere Zahlung – auch auf Rechnung
- Umfassender Schutz aller Kundendaten

Auf der Onlineplattform Tchibo ideas treffen Verbraucher mit Alltagssorgen auf kreative Köpfe mit Lösungsvorschlägen. Kabelsalat beim MP3 Hören oder beschlagene Brillengläser, nasse Fahrradsättel oder Chaos im Kleiderschrank – alltägliche Probleme werden aufgezeigt und Lösungsansätze für diese gefunden. Die besten Ideen werden schließlich von Tchibo produ­ziert und vermarktet. In der aktuellen Wochenwelt „Italienküche `09“ ist mit einem hochwertigen Schneidebrett nun das erste Produkt der Ideenplattform bei Tchibo erhältlich, natürlich in geprüfter Qualität. (Tchibo)

Soweit die eigene Werbung. Das Angebot schwankt saisonal extrem. Für den Herren im gesetzteren Alter, die Damen mit grösseren Konfektionsgrössen findet sich dabei nur schwer etwas. Die Bekleidungsangebote sind eher auf die jüngere Generation ausgerichtet. Auch der Sportlertyp findet das ein oder andere Outfit. Der Einrichtungsbereich orientiert sich am Zeitgeist, ist aber preislich sehr hoch angesiedelt. Und die Officeutensilien bekommt man am Markt um einiges billiger. Am interessantesten für mich - der %-Shop. Dort konnte ich schon manches Uhrenschnäppchen erstehen. Zwischendurch stehen Prominente und Designer Pate für eine Linie aus der Sortimentspalette.

Das Angebot und die Navigation zeigt sich soweit übersichtlich. Für mich aber der eigentliche Punkt bei Tchibo einzukaufen, ist die Möglichkeit via Rechnung zu bezahlen. Das findet sich nur selten im Internet. Ware gegen Geld. Umgekehrt verfällt man aber in keinen Kaufrausch, weil die Preise im Grossen und ganzen doch etwas höher angesiedelt sind. Umtäusche werden einfach gehandhabt. Der Versand erfolgt durchschnittlich innert Wochenfrist. Ein Gag – egal wie gross. Sie zahlen immer dieselben Versandkosten, egal was sie bestellen. Hier könnte sich LeShop einen Scheibe abschneiden. Seit jüngerer Zeit, werden ihre Einkäufe auf Wunsch als Geschenk verpackt. So kann man an Tchibo zusammenfassend 3 Punkte für Angebot und Service vergeben. 1 Punkt Abzug für die doch etwas hohe Preisgestaltung, 1 Punkt für die beschränkten Kleidergrössen (Senioren?) und wenig Abwechslung in der Auswahl. Via Prozentshop können sie mal das ein oder andere Schnäppchen aus dem reduziertem Angebot bestellen.

Wer immer über die neuesten Wochenschlager informiert sein möchte, abonniert den Newsletter, der jeden Dienstag neu erscheint. Ein Shop eher für zwischendurch. (Bildlogorechte by Tchibo)

Montag, 27. Juli 2009

Sportregeln oder wie wird "Sport" geregelt

Die Tour de France ist am Sonntag wie üblich in Paris zu Ende gegangen. Eigentlich ja schon am Samstag. Denn das traditionelle Radrennen ist das einzige Rennen vom internationalen Rang, welches schon einen Tag vorher seinen Sieger kennt. Von Beginn der Geschichte an, löste das Rennen auf Anhieb Erstaunen und Bewunderung aus, welche durch die Berichterstattung in L'Auto noch gesteigert wurde. Da fahren die Leute in knapp drei Wochen über 3500 km auf schlecht gepflegten und teilweise nicht vorhandenen Strassen quer durch Frankreich. Eine Geldmaschine ward erfunden. Und in solch einem Umfeld wird offenbar vieles toleriert. Ob fair , steht auf einem anderen Blatt. Gleichzeitig konnten ihre immer zahlreicher am Straßenrand wartenden Anhänger das Geschehen aus nächster Nähe verfolgen. Schnell entwickelten die Franzosen eine echte Begeisterung für ihre neuen Helden der Landstrasse. Man gönnt sich ja sonst nichts. Frau Carla Bruni kam bekanntlich erst weit später.

Oder umgekehrt. Man stelle sich dies bei der Formel-1 vor. 5 Runden vor Schluss darf nicht mehr überholt werden. Die Boliden drehen lediglich für Werbezwecke ihrer Sponsoren weiterhin ihre Runden. Damit diese nochmals so richtig weltweit sich nochmals präsentieren können. Doch der Sieger steht auch hier schon fest und darf nicht mehr überholt werden.

Ähnliches bei einem 100-m Sprintrennen. Der Weltrekord wird schon bei der 80-m Marke genommen. Der Rest dient nur zum Auslaufen der hoch trainierten Athleten. Wird dann ein Sportler des Doping überführt, könnte er theoretisch für das 100m-Rennen gesperrt werden. Nachdem dies aber schon bei 80 m faktisch zu Ende ist, müsste man die Urinabgabe und Probe auch ebenort im Laufschritt genommen haben, was bei einer grossen Zuschauerkulisse doch die Persönlichkeitsrechte der Sprinter verletzen würde. So verzichtete man lieber und nie wieder wird einer des Dopings überführt.

Das schöne an den sogenannten Sportregeln ist – man kann sie wenden und drehen wie man will. Hauptsache es lässt sich dabei einen goldene Nase verdienen. Und das macht den Sport doch erst so volksnahe.

Der Blog ist tot – es lebe der Blog

Herr Bauer versucht uns in seinem neuesten Sonntagszeitungsartikel weisszumachen, das die Karawane der Blabalblogger und Freizeitschreiber zu Twitter und Facebook & Co weitergezogen sei. Von wegen. Auch wenn sogenannte Statistiken angeblich einen andere Sprache sprechen. Statistiken sind eine Form Strömungen, Daten und Veränderungen eines einfach zu handhabendes Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu spezifischen Themen in Zahlen und Grafiken zu fassen. Wird auch häufig als Ausrede für Nichterfolg genommen oder um von eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken. Man kann damit seine subjektive Meinung untermauern. Allerdings ohne Anspruch, das diese dadurch glaubwürdiger wird.

Für mich sind Blogs eher die logische Nachfolgeform von Foren und Forenbeiträgen. Diese haben im Kern ihre Daseinsberechtigung darin, dass Erfahrungen, Wissen und praktische Hilfe, auch Lebens- und Alltagshilfe im grossen Kreis einer Zielgruppe besprochen werden kann. Allerdings im Blog ausführlicher.

Diese Geschichte beginnt mit dem Ende. Dem Ende der Blogs als Jedermann-Medium. Die breite Masse zieht weiter, einer nach dem anderen, dorthin, wo jetzt alle sind. (Salzburg ?) Zu Twitter und Facebook, in die Welt der Statusmeldungen, dem neuen Jedermann-Medium. Seit Ende letzten Jahres wächst der Kurznachrichtendienst Twitter explosionsartig. Soweit ein kurzer Abriss aus dem Artikel von Herrn Bauer. Es folgt ein Wulst von Zahlen, die man nach Lust und Laune interpretieren kann.

Die Bloggerszene ist noch lange nicht am Ende. Im Gegenteil. Ihr Problem ist einfach dasselbe, wie das der gedruckten Zeitungen. Keiner nimmt sich mehr die Zeit, Verfasstes zu lesen. Schnell wird die Zeitung durchgeblättert. Steht ja ohnehin überall die gleiche Argenturmeldung. Nicht der Inhalt zählt, sondern die Überschrift. Hätte Herr Bauer nicht die im Sinne ähnliche Überschrift gegen die Blablablogger, wie bei seinem letzten Artikel verwendet, so hätte davon sicher nur die Hälfte der Leser Notiz genommen, wenn überhaupt.

Zweitens hat sich die Zahl der Webblogs in den letzten Jahren explosionsartig vervielfacht. Man müsste also auch ein Mehr an Zeit investieren um alle zu lesen, bzw. nach persönlichen Interesse zu sortieren, wie sie von Aggregatoren grob vorselektiert werden. Qualität vor Quantität zählt weniger. Technorati erfasst nicht die Qualität von Einträgen.

Es fehlt an Ideen und Disziplin, einen guten Blog zu führen (wie bitte?!!)

Wie kommt es, dass immer weniger sich die Mühe machen, ihre Gedanken in ganze Texte giessen, eben zu bloggen? Und stattdessen lieber in 140 Zeichen antworten auf: Was tust du gerade? Diese nichtssagende Art kennen wir doch auch von zahlreichen Blogs. Sie haben proportional zu den inhaltsreichen leider extrem zugenommen. Damit wird aber nicht eine Art Missverständnis korrigiert. Dank des Blogs konnte erstmals jeder kinderleicht Dinge im Netz publizieren - aber können konnte eben doch nicht jeder (Bauer). Dieses Phänomen kennen wir doch auch von den ungezählten VIPS und Stars, welche mit Büchern ihrer Stories den Markt überschwemmen. Die muss man dann noch bezahlen. Unsere Blogbeiträge sind gratis ! Andererseits kann es nicht Sinn der Sache sein, zum Lesen eines nach dem Kriterien Bauer verfassten Artikels ob dessen Sinn, ein Fremdwörterbuch bereitzuhalten.

So stellt sich die Frage, wer benutzt Facebook & Co?

Sicher nicht der Buezer von der Arbeitersiedlung am Rande der Stadt. Sondern diejenigen welche nach dem Schema mein Haus , mein Auto usw. glauben, etwas sagen und darstellen zu müssen, ohne denjenigen jetzt nahe zu treten. Nur sie haben dann die Schwierigkeiten bei Stellenbewerbungen, wenn man via Internet nachlesen kann, welche flippigen Typen es doch im Lande gibt. Facebook ist eine Website zur Bildung und Unterhaltung sozialer Netzwerke, die der Firma Facebook Inc. mit Sitz im kalifornischen Palo Alto gehört. Am 15. Juli 2009 hatte die Plattform nach eigenen Angaben genau 250 Millionen Nutzer weltweit. (Wikipedia).

Ergo findet man dort weniger die Randständigen, die Menschen im Schatten der Gesellschaft oder Sozialschwachen. Es ist eher eine Spielwiese für die Intellektuellen dieses Planeten. Man sollte die Menschen nicht aufgrund ihres Standes oder Interessen gegeneinander ausspielen. Aber als Diskussionsbeitrag finde ich den Einwurf durchaus angebracht. Meinen Freunde suche ich mir jedoch selber aus (sh. Bill Gates).

Zusammenfassend wird es also künftig weiterhin alle möglichen Medien geben. Ebenso Leute die Bloggen und solche die gerne das Aussergewöhnliche suchen und sich Zeit nehmen, auch längere Blogbeiträge zu lesen (Vor allem auch wieder verstärkt ausserhalb ihres Kollgenkreises). Genau so wie es künftig das Internet weiterhin geben wird. WWW in all seinen Facetten, in inklusiver teurer Handyabos und überzogener Folgekosten und wechselnden Zeiterscheinungen.

Die Moral von der Geschicht? Herr Bauer wird es nicht schaffen, sich als Totengräber der Schweizer Blogszene in die Geschichtsbücher zu schreiben. Denn nur mit ewig gleichlautendem Blabla, fehlt einfach das Fleisch am Knochen. Alles andere habe ich hier erst vor ein paar Tagen hier geschrieben. Dem Bloggen soll das aber keinen Abbruch tun. Noch weniger der Meinungsvielfalt im Lande. Ob mit Sonntagszeitung oder ohne, wird die Zukunft zeigen.

Zum Thema : Lupe - der Satireblog / netzwertig.com / Sonntagszeitung / Gates verlässt Facebook / Twittern Welt Online

Samstag, 25. Juli 2009

Swissmedic für die Zulassung von Pandemieimpfstoffen sehr gut vorbereitet


Alle Experten sind sich einig: das A(H1N1)-Virus breitet sich schneller aus als erwartet und wird verschiedenen Einschätzungen zufolge die Schweiz im September, spätestens aber im Oktober erreichen. Stark diskutiert wird derzeit die Frage, zu welchem Zeitpunkt Impfstoffe gegen die Grippe zur Verfügung stehen werden. Dies hängt einerseits von der Entwicklung (zurzeit sollen erste klinische Versuche durchgeführt werden) und Produktion, andererseits von der Zulassung und Chargenfreigabe der Impfstoffe durch das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic ab. Sobald bei Swissmedic ein Gesuch um Zulassung eines Pandemieimpfstoffes eintrifft, kann die Begutachtung umgehend erfolgen. Das Heilmittelinsitut hat dafür alle notwendigen Vorbereitungen getroffen.

Ein Case-Team, bestehend aus Fachleuten der Abteilungen Quality Review, Preclinical Review und Clinical Review wird mit hoher Priorität solche Gesuche auf Zulassung bearbeiten und nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik eine Nutzen-Risiko-Beurteilung vornehmen. Für Impfstoffe muss, wie für jedes Arzneimittel, belegt werden, dass sie die Kriterien der Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität erfüllen.

Swissmedic handelt zudem nicht isoliert, sondern ist mit ausländischen Heilmittelbehörden vernetzt. Falls ein Pandemieimpfstoff bereits in einem anderen Land mit vergleichbarer Arzneimittelkontrolle - dies wären zum Beispiel die USA, die EU, Kanada, Japan oder Australien - zugelassen ist, berücksichtigt Swissmedic die Ergenisse der dafür durchgeführten Prüfungen. Schliesslich kann Swissmedic in dringlichen und gesundheitlich sehr kritischen Fällen auch eine zeitlich befristete Bewilligung für den Vertrieb der neuen Impfstoffe nach Art. 9 Abs. 4 HMG (Heilmittelgesetz) ausstellen. Diese Bestimmung erlaubt Swissmedic, in ausserordentlichen Situationen einen akuten Versorgungsengpass zu beseitigen. Eine Anwendung des Artikels würde sich dann rechtfertigen, wenn die Impfstoffe sofort appliziert werden müssten, um beispielsweise einer unkontrollierten Ausbreitung der Pandemie entgegen wirken oder besonders gefährdete Bevölkerungsteile schützen zu können.

Swissmedic wird alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen, um auch in dieser speziellen Situation ihren Auftrag zeitgerecht und korrekt zu erfüllen: dafür zu sorgen, dass die zugelassenen Arzneimittel qualitativ einwandfrei, wirksam und sicher sind.

Schweizerisches Heilmittelinstitut
Internet: http://www.swissmedic.ch/

Freitag, 24. Juli 2009

Der gläserne Kunde

Heute war ich ja überrascht, als ich ein paar Verbrauchsteile wie Filter usw. für meinen Sauerstoffkonzentrator nachbestellen wollte. Da ich ja leider keine E-Mailmöglichkeit fand, wählte ich die Hauptnummer der Firma PanGas in Dagmersellen.

Ich nannte brav meinen Namen und wurde mit der zuständigen Sachbearbeiterin verbunden. Dort war ich dann überrascht, das diese schon meinen Kundennummer am Bildschirm hatte. Normalerweise bin ich ja nicht so erfreut, gläsener Kunde zu sein. Heute ja keinen Seltenheit, bei der Datenflut, welche bei einem Bestellvorgang via Internet so verlangt wird. Doch in diesem Fall sehe ich es doch ausnahmsweise etwas erfreulicher. Insbesondere wenn ich daran denke, dass man ja aufgrund seines Leidens sich nicht immer so verständigen kann. Erspart dies doch einiges an Kommunikation. Sicher hat mir auch mein Familienname geholfen, den es in der Schweiz nur 9x gibt. Interessanterweise fast sind fast alle Zahnärzte. Dies nur so nebenbei.

Da ich ja mangels Mobilität an Balkonien gebunden bin, versuche ich die Onlineangebote diverser Firmen in der Sommer - Urlaubszeit einerseits, bzw. speziell auf ihre Kundennähe nach dem Kauf zu testen und euch via Blog an meinen Erfahrungen teilnehmen lassen.

Bei der Firma PanGas handelt es sich einen Anbieter, der unter anderem eben auch im Gesundheitsbereich tätig ist. Bei meinem Sauerstoffgerät braucht es halt immer wieder diverse Vorfilter und Hauptfilter, die die aufgesaugte Umgebungsluft reinigen bzw. filtern, den Sauerstoffanteil konzentrieren und via Sauerstoffbrille an den Patienten abgibt. In gewissen Zyklen müssen die ausgetauscht werden. Hygiene ist dabei sicher ein wichtiger Punkt. Soweit bin ich also mit dem Gerät, Programme und dem Service der Firma zufrieden. Wenn ich mir vielleicht für die Zukunft wünsche, die Bestellung auch via E-Mail abgeben zu können. Insgesamt zeigt mir die Erfahrung, das wir zwar in manchen Bereichen zum gläserenen Kunden mutieren. In dem ein oder anderen Fall kann das ein klein wenig zum Vorteil gelangen.

Weil wir gerade so schön beisammen sind. Kennt jemand in der Schweiz eine Firma, die kleinen Sauerstoffdosen oder Flaschen vertreibt, die man bei kleinen Spaziergängen oder Arztbesuchen leicht mitnehmen kann. Es gibt zwar teure Akkugeräte. Aber mir geht es dabei um einen Lösung die nicht viel kostet, aber trotzdem helfen kann. Wobei ich gelesen habe, dass zB. Kleinflugzeugpiloten solche kleine Flaschen mitführen. Würde mich über eventuelle Tipps an redaktion.blog (at) bluewin.ch freuen - danke.

Donnerstag, 23. Juli 2009

« Zur Sozialhilfe gedrängt »

Während die einen heuer noch ihren Urlaub am Strand verbringen können, heisst es für einen Teil der heimischen Arbeitnehmer sich schon heute bei der Arbeitslosenkasse zu melden. Die Zahl der Arbeitnehmer, die als Folge der weltweiten Wirtschaftsflaute ihre Stelle verlieren, steigt an. In den vergangenen Monaten erlebten diejenigen von ihnen, die sich bei der kantonalen Arbeitslosenkasse meldeten und auf eine rasche Teilzahlung der versicherten Leistungen angewiesen waren, eine weitere bittere Konsequenz ihrer Entlassung. Dazu kommt ein unausgereifter Pilotversuch des SECO zur Einführung eines Dokumenten-Managementsystems

Bitte warten

Die Bearbeitungszeiten verlängern sich mit steigender Zahl der Arbeitslosen. Das hätte man voraussehen können und zusätzliches rechtzeitig Personal einstellen. So verzögern sich die Prüfungszeiten und die Betroffenen müssen bei den Sozialämtern der Gemeinden vorsprechen. Dort läuft ein bekanntes, übliches Prozedere ab: Sie mussten detailliert offenlegen, dass sie keine finanziellen Mittel besitzen, und dafür zahlreiche Dokumente und Belege einreichen.

Die Betroffenen würden unnötig in die Sozialhilfe gedrängt, was viele persönlich belaste,. Dies sei «entwürdigend». In dieser Zeit erhalten die Verantwortlichen weiterhin ihren Lohn und es fehlt ihnen die wichtige Erfahrung , wie es denn so ist, wenn man weitergereicht wird. social

So fasste es zB. ein Sozialarbeiter in seinen Leserbrief an den Bund zusammen. Er muss es als Mann an der Front ja wissen.

Kürzung der Arbeitslosenversicherung auf Kosten Sozialhilfe?!

Der Teufelskreis ist geschlossen, nun wird also wohl die Beitragsdauer für Arbeitslosenversicherung gekürzt, die Kassen versuchen sich so zu sanieren, vorzeitig Ausgesteuerte, Versicherte mit Wartetagen, mit Kürzungen, Junge Erwachsene mit sinkenden Löhnen (wegen zumutbarer unzumutbarer Arbeit) gleich sinkenden Versicherungsleistungen - sie alle müssen sich an die Sozialhilfe wenden, der dann natürlich wieder vorgeworfen werden kann, sie gebe zuviel Geld aus. Es ist ein völlig absurdes Nullsummenspiel: die Steuergelder, die als Investition in die defizitäre Arbeitslosenkasse oder IV fliessen könnten, fliessen stattdessen einfach in die Sozialhilfe, die unweigerlich zum Auffangbecken werden muss.

Bedürftige wenden sich mit noch weniger Akzeptanz an die ungeliebte Sozialhilfe, Sozialarbeitende und Sachbearbeiter müssen immer mehr Entscheide vertreten, mit denen sie sich bei aller Loyalität mit dem bestehenden Sozialversicherungssystem nicht mehr genügend identifizieren können. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit wird konflikthafter, weil jede Kasse nur noch ihre Interessen vertreten will oder muss. (Abriss Tgablatt)

Wann hört endlich dieses Kässeli-Denken auf? Bedürftigkeit wird von jeder Kasse immer mehr nur noch als belastende Zumutung ans System betrachtet, ein System, das doch für geprüfte Bedürftigkeiten eingerichtet worden ist! Es sind doch alles Budgetposten im gleichen grossen Konto öffentlicher Gelder, die einen mit Sozialversicherungsleistungen gespiesen, die anderen „nur“ durch Steuergelder. Nein, Nullsummenspiel ist zu wenig gesagt, mir scheint, mit so viel konflikthaften Schnittstellen wird es letztlich für alle Beteiligten teurer zu stehen kommen. Und das mit dem Ziel, dass es billiger werden sollte? Das kann so nicht aufgehen. Übung sofort abblasen! (S. F., Sozialarbeiter )
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Zum Thema : Arbeitslose bei der Fürsorge Tagblatt.ch

Mittwoch, 22. Juli 2009

Tabuthema Krebs als VIP-Quotenbringer

Die Öffentlichkeit und auch das persönliche Umfeld tabuisieren noch immer das Thema Krebs. Daher fühlen sich viele Betroffene ausgestoßen und allein gelassen. Um dies zu ändern, sind Selbsthilfegruppen so wichtig. Sie bieten eine zusätzliche Hilfe an, die Ärzte und Therapeuten oft nicht leisten können, nicht nur für die Patienten selber, sondern auch für ihre Familien, Freunde oder Kollegen.

Soweit der Alltag. Nur wie sieht die Presse das Thema Krebs. Wenn ich mir so die laufenden Meldungen der Print – und Onlinemedien anschaue, wie jeder Prominente auf ein Podest geschrieben wird, dessen Gesundheit und Leben von irgendeiner Art von Krebs gefährdet ist, stellen sich mir schon einige Fragen. Warum sollten wir bei VIP`s mehr Mitleid haben, als wenn es Otto Normalbürger von der Strasse erwischt hat. Diese sogenannten Prominenten sind sogar im Vorteil. Sie können sich all die Medikamente leisten, die hiesige Krankenkassen einschränken oder gar nicht in ihrem Leistungskatalog führen. Sie können sich Spezialärzte und Kliniken leisten, von denen wir nur träumen können.
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Sylvie van der Vaart ist das jüngste Opfer. "Schockdiagnose" Brustkrebs – immer wieder trifft es eine junge prominente Frauen. Brustkrebs – eine schreckliche Diagnose, die auch schon andere Promi-Frauen verarbeiten mussten. Bei Sängerin Anastacia (40) entdeckten die Ärzte einen Tumor. Kylie Minogue (41) musste 2005 sechs Monate Chemotherapie über sich ergehen lassen. Barbara Rudnik († 50) kämpfte tapfer gegen die Krankheit, starb am 24. Mai. Und SF-Frau Monika Schärer (41) kehrte nach einer OP wieder auf den Bildschirm zurück. (Blick)

Nicht immer ist die Lebensweise schuld, wenn sich Tumore bilden. Fragwürdig wie die Plakatserie der Lungenliga mit ihrer Kitschbildern a la capone, sich als angebliche Advokaten der "gesunden" Bevölkerung ausgibt. Schliesslich soll man keiner Statistik trauen, die man nicht selbst gefälscht hat. Was in diesem Fall sicherlich ein diskutabler Kernpunkt darstellt. Denn viele der sogenannten Prominenten haben nie geraucht. Leben in ihren gossen Villen mit viel frischer Luft und optimaler Klimaanlage. Ernähren sich nach den Vorgaben ihrer Ernährungsberater und stehen auch nicht so im täglichen Stress, wie zB. eine Kassiererin bei der Migros, die nebenbei noch Kinder und Mann versorgen muss.

Vorkommen und Verlauf

Prinzipiell kann jedes Organ des menschlichen Körpers von Krebs befallen werden, es gibt jedoch erhebliche Häufigkeitsunterschiede nach Alter, Geschlecht, kollektiver Zugehörigkeit, geographischer Region, Ernährungsgewohnheiten usw. In Deutschland treten Krebserkrankungen gehäuft in Organen wie Brustdrüse (Frauen), Prostata (Männer), Lunge und Dickdarm auf.

Krebs ist nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Dennoch ist nicht jeder Krebsverlauf tödlich, falls rechtzeitig eine Therapie begonnen wird oder der Krebs erst in hohem Lebensalter auftritt und dann langsam wächst. Die derzeitige Heilungsrate bei allen Krebserkrankungen beträgt durchschnittlich 30 bis 40 Prozent. Als geheilt wird in der Onkologie ein Patient bezeichnet, der mindestens fünf Jahre lang ohne Rückfall (Rezidiv) überlebt. Diese Definition von geheilt ist problematisch, weil viele der Rückfälle erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Es fließen mithin viele Patienten in die Krebs-Erfolgsstatistik ein, die später an Krebs sterben.

Jedes Leben beginnt als Zelle. Durch Teilung wird sie sich vervielfachen und sich dabei spezialisieren. Normale, spezialisierte Zellen sind aufeinander abgestimmt und funktionieren harmonisch untereinander. Sie gruppieren sich zu Geweben, welche die verschiedenen Organe bilden.

Am Anfang einer Krebserkrankung wandeln sich normale in bösartige Zellen, die sich unkontrolliert zu teilen beginnen. Wenn die Abwehrmechanismen des Körpers sie nicht zerstören können, entstehen immer mehr kranke Zellen, die zu Beginn eine örtlich begrenzte Geschwulst (Tumor) bilden. Dann werden die Nachbargewebe durchwuchert. Über die Lymph- und Blutgewebe können Krebszellen an entfernte Körperstellen gelangen, wo sie neue Krebsgeschwülste (Metastasen) bilden. Bei Leukämien und gewissen Lymphdrüsenkrebsen verteilen sich die Krebszellen rasch im ganzen Körper.

Für Betroffene nimmt Krebs oft eine menschliche Form an. Krebs wird zum Feind: "An Krebs zu denken ist, als wäre man in einem dunklen Zimmer mit einem Mörder eingesperrt. Man weiss nicht, wo und wie er angreifen wird", schildert die Schriftstellerin Maxie Wander ihre persönlichen Erfahrung in ihren Tagebuchaufzeichnungen "Leben wäre eine prima Alternative". So möchte ich hier vielleicht zusammenfassend noch einmal eines klarstellen.

Krebs ist also nicht nur eine Krankheit der Reichen und Schönen. Er ist die zweithäufigste Todesursache. Und so sollten wir diese, wenn auch tragische Diagnose sehen. Auch die Presse dürfte sich mit ihren marktschreierischen Schlagzeilen zurücknehmen und stattdessen den Platz für Aufklärung und Hilfe zur Krankheit nutzen. Im Sinne und der Verantwortung gegenüber ihren Lesern. Den Menschen Wege aufzeigen, wie sie damit umgehen können. Anstatt dieser permanenten Starhysterie. (Bild: Schmerz.ch)

Krebsliga Schweiz : Sonnenschutz ( TV Spot)
Schmerztherpahie Krebs : Leben mit Krebs ohne Schmerz
Krebsliga Schweiz : Gemeinsam gegen Krebs

Montag, 20. Juli 2009

Danke, ich twittere nicht

-kann ich sprichwörtlich behaupten. Heute geht es mir eher um die Frage, wieviel Social Communities braucht es, damit man(n)/frau trotzdem nicht als unsozial gilt. Ich mag ja zu den wenigen Schweizer gehören, die in ihrem Leben noch kein einziges SMS versandt haben. Sehe dazu keinerlei Veranlassung. All diese Handys mit ihren überladen Funktionen die man unnötigerweise mitfinanzieren muss, oder deren monatlichen Kosten, einem die Haare vom Kopf fressen.

Andererseits lebe ich zwar fast am Land. Jedoch nicht soweit hinter dem Mond, als das ich nicht wüsste, wozu man Twitter, Facebook, Skype usw. benützen kann. Aber gerade die ersten beiden genannten, haben bei mir noch keinerlei Begehrlichkeiten erweckt. Skype nütze ich ab und zu, um mit meinen Kindern zu telefonieren. Dabei muss ich mich jedoch halb zu Tode ärgern. Die eine Tochter wohnt ziemlich in der Pampas des Alpenvorlandes und dort funktioniert das Internet nur via Funkübertragung. Nach 10 Minuten verändert sich die Modulation des Gespräches verfälscht sich ins ausserirdische und plötzlich geht nichts mehr. Neu anwählen und dann kann das Theater wieder von vorne beginnen. Eben, ein eher technisches Problem den ein soziales.

Zudem bin auch nicht mehr bereit, immer weiter neue Sache zu lernen nur um „IN“ zu sein. Sie kennen das ja sicher. Zuerst war es Win 3.1, dann weitere Versionen dazwischen und derzeit parken wir bei Vista. Win 7 steht bereits in den Startlöchern. Früher habe ich gerne geholfen, wenn Not am Mann war. “Ja du kennst dich ja aus und kannst du mir nicht helfen !“. Heute habe ich hier einen Riegel vorgeschoben. Dazu kommt noch das komplette Office-Programm und zahlreiche verschieden Bildbearbeitungsprogramme. Ja das ist auch so eine Sache. Jedem Drucker oder Scanner, jeder Camera liegt ein anderes Programm bei. Nun wird erwartet, dass ich in all diesen konform bin um bei Bedarf helfen zu können. Wenn ich da meinen Kollegen betrachte, die das heute gegen Cash machen, das heisst Stundenansätze ab 60.- Fr aufwärts, ja dann würde mein Leben finanziell anders aussehen. Nur mehr ein kleiner, elitärer Kreis zählt heute zu meinen erlauchten “Klienten“ aus der Familie und Bekanntenkreis, denen ich noch hie und da unter die Arme greife. Und das für lau. Einst war ich ja noch recht gläubig. Gläubig insofern, dass ich all die Versprechungen mir dann bei Bedarf im Gegenzug zu helfen anschaue, hätte ich manche Stunden gut. Leider haben all diese lieben Kollegen dann Terminprobleme, wenn ich deren Versprechungen zur Hilfe einziehen möchte.

Eines lehrt einem eine schwere Krankheit. Man lernt jeden Tag mehr die verbleibende Lebensqualität zu schätzen. Jene Lebensqualität, die man nicht kaufen kann, sondern die man sich einfach leistet, nimmt. Wo man sich freut, wieder einen Tag geschenkt bekommen zu haben. Einfach abzuhängen und nichts tun. Vorher war ich ja fast 40 Jahre im Hotelgewerbe und “musste“ alle Tage kommunizieren. Mit ein Grund, warum ich heute Restaurants und Hotels meide. Zurück zum Thema. Ich sehe keinen Sinn, mich mit kurzen Nachrichten a la Twitter immer wieder in Erinnerung zu rufen oder den Leuten mitzuteilen, das wievielte Mal ich heute schon Wasser lösen war. Erinnert stark an die CB –Funkzeiten ( Wo bist du, wie komme ich an usw.) Sociale Netzwerke hört man, sind ebenso wenig das Gelbe vom Ei. Vor allem wenn man dazu neigt, im Internet von sich mehr preiszugeben, als der Nachbar weiss. Bei Bewerbungen kann es schon mal eng werden. Ob dem ganzen Promburri verlernen wir visuell zu kommunizieren, zu jedem Gespräch auch in der Mimik und Gestik seines Gesprächpartners lesen zu können. Wir sind dabei ein Volk von Egoisten, Selbstdarstellern und Betrügern zu werden. Betrüger insofern, weil mancher mehr in Facebook vorgibt, als er tatsächlich real darstellt. Merkt doch keiner. Das Internet vergisst nie.

In Ruhe ungestörte Minuten, Stunden ohne Unterbrechungen zu verbringen ist mir heute viel mehr wert. Auch das klappt nicht immer. Wenn ich mir unsere kleinen Welt des Wohnquartiers anschaue, wie hier gemobbt, getrascht und mit den Ellbogen gekämpft, alles auf engstem Raum. Wie sieht das erst aus in der grossen weiten unendlichen Welt. Sicher, wenn man jung ist, mag man das anders sehen. Mir reicht jedenfalls der tägliche Mailverkehr, die Spams und Werbemails die stundenlangen Sex im 7.Himmel versprechen. So wie erst jüngst, versprach doch eine Frau Doktor 24 Stunden Sex am Stück. Wer möchte so etwas eigentlich? Irgendwie sehe ich das bei Kontakten mit meinen Kindern. Man muss los lassen können. Darf nichts erwarten und nichts fordern. Wenn sie sich nicht melden, dann läuft es rund bei ihnen. Sonst höre ich schon von ihnen, wenn sie was brauchen.
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Die PC-Welt ist heute einen fantastische Einrichtung. Erst jüngst habe ich mich von Unmengen Büchern, CD`s und Unterlagen getrennt. Dank Google und anderer Anbieter verfüge ich in Sekunden über fast alle Informationen. Auch zu der Körbchengrösse meiner Nachbarin und den Lieblingsessen des Studenten von oberhalb kann ich nachschlagen. Ähnliche Erkenntnisse hielt auch jüngst ein schreibender Kollege bei Stern.de in seiner wöchentlichen Kolumne fest und stellt sich die ähnliche Frage, ob solches Verhalten gar Online-un-sozial sei? Als aktives Pressebüro kommt er im Alltag ohne all diesen Schnickschnack aus. Und seiner int. Firma geht es gut. Dann werde ich das wohl als Privater auch noch ohne schaffen, oder? Persönlich ist einfach persönlicher.
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Der entblösste Mensch - Sueddeutsche Zeitung

Samstag, 18. Juli 2009

Füllmengenphilosophie a la LeShop

Nachtrag zu unserem LeShop Beitrag. Zeigt die Aufstellung doch, wie LeShop für den Transport von "Luft" kräftig zulangt. Für einen im Grunde sicher gute Idee, darf dabei aber kein Viertel des Gesamtartikelwertes als Lieferkosten entstehen. ( Ware = 125 FR Lieferkosten = 25.- FR + 5.- FR Depot) Es gibt einfach Haushalte, die nicht die Höchstgrenzen an Bestellmenge ausschöpfen können. Sie werden solcherart vom Kundendienst ausgeschlossen. Gerade sie aber wären es, für welche die Hauslieferung einen grosse Erleichterung im Alltag darstellen könnte Dazu kommt, dass lfd. Aktionspreise nicht berücksichtigt werden. Das Antwortmail vom Kundendienst spricht ja eher für sich.



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(Bitte Bild zur besseren Lesbarkeit anklicken.) Die Bildrechte bleiben bei LeShop und dienen lediglich zur Darstellung eines Auszuges aus dem Prospekt "Frischer Wind im Tiefkühlsortiment"

Haushaltsbudgeterhebung 2007

Wirtschaftliche und soziale Situation der Bevölkerung

2007 haben die Privathaushalte von der guten Wirtschaftslage profitiert
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Im Jahr 2007 gaben die Privathaushalte in der Schweiz durchschnittlich 5430 Franken pro Monat für den Konsum aus. Dies entspricht einer Zunahme um rund 240 Franken im Vergleich zum Vorjahr. Ein Ausgabenplus gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere in den Bereichen Wohnen, Wohnungseinrichtungen, Reisen, Unterhaltung und Freizeit festzustellen. Den Mehrausgaben standen auch Mehreinnahmen gegenüber. Diese basierten insbesondere auf einem Zuwachs der Arbeitseinkommen. Dies zeigen die Ergebnisse der Haushaltsbudgeterhebung 2007 des Bundesamts für Statistik (BFS).

Das durchschnittlich verfügbare Einkommen der Privathaushalte in der Schweiz betrug im Jahr 2007 6275 Franken pro Monat, was einer Zunahme von rund 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies ist vor allem auf einen Anstieg der Arbeitseinkommen um rund 330 Franken zurückzuführen. Daneben sind auch die Einkommen aus Vermögen und Vermietung um rund 90 Franken gestiegen. Die Renten haben ebenfalls etwas zugelegt (rund 45 Franken aus der ersten und 55 Franken aus der zweiten Säule), während die Sozialleistungen leicht zurückgegangen sind. Die gestiegenen Einkommen haben zu höheren obligatorischen Ausgaben im Umfang von rund 180 Franken geführt. Darunter fallen die Sozialabzüge und Steuern, deren Höhe direkt an das Arbeitseinkommen gekoppelt ist, sowie die Ausgaben für die Krankenkassenprämien der Grundversicherung. Letztere sind im Jahr 2007 gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben. Da die Steigerung bei den Einkommen höher ausfällt als bei den obligatorischen Ausgaben, resultiert daraus ein Nettozuwachs des verfügbaren Einkommens. Dieser Einkommenszuwachs ist bei allen Einkommensklassen feststellbar, wobei er bei den höheren Klassen deutlicher ausfällt.

Die Resultate der Erhebung 2007 weisen gegenüber dem Vorjahr zudem einen Sparbetrag von 605 Franken pro Monat und Privathaushalt aus. Das entspricht einem Anstieg um 50 Franken Mehrausgaben beim Wohnen – wenig Veränderung bei den Nahrungsmitteln. Für den Konsum haben die Privathaushalte durchschnittlich 5430 Franken pro Monat ausgegeben. Den grössten Anteil davon machten die Wohnkosten mit rund 1435 Franken pro Monat aus. Die Wohnkosten sind damit im Vergleich zum Vorjahr um 50 Franken gestiegen. Die im Vergleich zum Vorjahr höheren Hypothekarzinszahlungen der Wohneigentümer verursachten 2007 Kosten von rund 840 Franken pro Eigentümerhaushalt also 70 Franken mehr als im Vorjahr. Bei den Mieterhaushalten ist der Anstieg der durchschnittlichen Mieten auf 1195 Franken pro Mieterhaushalt mit 45 Franken etwas geringer ausgefallen.

Die Ausgaben für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke sind mit rund 640 Franken pro Monat stabil geblieben. Hier sind keine wesentlichen Veränderungen zum Vorjahr festzustellen.
Bei der Wohnungseinrichtung hingegen weisen einige Posten eine signifikante Zunahme auf: So wurde beispielsweise für Möbel, Dekorationen und Bodenbeläge mit durchschnittlich 120 Franken pro Monat 20 Franken mehr ausgegeben als im Vorjahr. Dies entspricht einer Zunahme von 20%. Zunahmen im Bereich Reisen, Unterhaltung und Freizeit Ausgabensteigerungen sind in Bereichen feststellbar, die über die Befriedigung der Grundbedürfnisse hinausgehen. So zeigen verschiedene Posten in den Bereichen Reisen, Unterhaltung und Freizeit deutliche Zuwächse. Für Übernachtungen gaben die Privathaushalte 65 Franken pro Monat aus, was einer Zunahme von knapp 10 Franken gegenüber dem Vorjahr entspricht. Für Pauschalreisen und Flugtickets haben die Privathaushalte 2007 mit etwas über 220 Franken ebenfalls mehr ausgegeben (25 Franken) als ein Jahr zuvor.

Die Ausgaben für audiovisuelle, Foto- und EDV-Produkte beliefen sich durchschnittlich auf rund 110 Franken pro Monat. Das entspricht einer Zunahme von knapp 17 Franken gegenüber dem Vorjahr. Darunter fallen beispielsweise Ausgaben für Computer, Fotoapparate, Fernseher usw.
Auch die Ausgaben für Internet (wie Internetzugangsgebühren) haben eine markante Steigerung von fast 15% auf knapp 30 Franken pro Monat erfahren. Der Anteil Haushalte mit Internet-Breitbandanschluss ist im gleichen Zeitraum von 53% auf 63% angestiegen. Weitere Bereiche mit spürbarer Zunahme. Die Ausgaben für Bekleidung und Schuhe sind insgesamt um 15 auf 240 Franken pro Monat angestiegen, wobei ein grosser Teil (10 Franken) dieser Zunahme auf die Ausgaben für Damenbekleidung entfällt. Im ähnlichen Ausmass haben auch die Ausgaben für Coiffeur und Körperpflege zugelegt (um 5 auf rund 55 Franken pro Monat).
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Der Nettozuwachs des verfügbaren Einkommens hat den Privathaushalten 2007 einen zusätzlichen Spielraum verschafft, der auch für Spenden und Geschenke ausgenutzt wurde. Hierfür wurden 205 Franken pro Monat ausgegeben, 50 Franken mehr als im Vorjahr.

BUNDESAMT FÜR STATISTIK

Freitag, 17. Juli 2009

Putin greift durch

Man kann ja sicher geteilter Meinung zu Herrn Putin und seinen Machtspielchen sein. Laut einer Meldung im Tagesanzeiger hat er sich scheinbar mal am richtig Ort durchgesetzt. Das müsste den wieder erstarkten Bankern auch passieren, die wie in alten Tagen schon wieder daran sind, ihren Risikogeschäften nachzugehen. So als wäre nie etwas geschehen. Warum auch. Die Krise wird aus Steuergeldern bereinigt oder gedämpft. Was hält uns da noch auf ?

Und dieser Telman Ismailov, Grosshändler in Moskau, scheint auch so ein besonderes Früchtchen zu sein und so zu denken. Er schmiss in der Türkei ein rauschendes Fest für die VVIP`s dieser Welt. Auf die Tanzfläche regnete es 100-Dollar-Noten. Das, so heisst es, fand Putin den Gipfel der Geschmacklosigkeit, besonders in Zeiten der Krise. Das machte den russischen Premier rasend.

Aber leider scheinen die Banker und das Business in unserer modernen Netzwelt, weiterhin Welpenschutz zu geniessen. Laut Nachrichten der letzten Tage geht es wieder weiter wie gehabt.
In der Meldung zu Putin geht es so weiter: Es folgte eine investigative Fernsehsendung – ausgestrahlt vom Staatsfernsehen – das die angeblich dunklen Machenschaften Ismailovs anprangerte. Schliesslich schlug Putin zu und liess den Markt schliessen. Wenn die Meldung annähernd so stimmt, dann wurde hier richtig kurz und bündig durchgegriffen. Aber eben. Man kann Dank der Gnade Herrn Putins Millionär werden. Man kann aber auch lebenslänglich im Gefängnis landen.

LeShop bei den Lieferkosten Top (Testshopping)


Immer mehr Schweizer Konsument/innen erledigen ihren grossen Wocheneinkauf online

Im ersten Halbjahr 2009 konnte der grösste Schweizer Online-Supermarkt seinen Umsatz erneut deutlich steigern. Er lieferte Lebensmittel und Nonfood-Artikel für über 65.5 Millionen Franken in alle Schweizer Sprachregionen. Das sind 9.4 Millionen Franken mehr als in der Vorjahresperiode. Das stabile Wachstum ist unter anderem auf die grosse Anzahl Neukunden (22’400 im 1. Semester) und die stabile Warenkorbgrösse der Stammkunden zurückzuführen. Laut Ökobilanz wurden in den letzten 12 Monaten insgesamt rund 1’100 Tonnen CO2 gespart.

Über 35’000 Schweizer Haushalte erledigen ihren Grosseinkauf ein bis mehrere Male monatlich bei LeShop.ch. Der Schweizer Marktführer beliefert damit regelmässig rund 120’000 Menschen mit Lebensmitteln – das entspricht der Gesamtbevölkerung der Stadt Bern. Im ersten Semester 2009 nutzten 22’400 Haushalte das Angebot ein erstes Mal. Für das stabile Umsatzwachstum von 9.4 Millionen Franken auf neu 65.5 Millionen sorgte auch die treue Stammkundschaft. Sie kauft durchschnittlich für 223 Franken ein, das entspricht einem Warengewicht von über 70 Kilogramm oder drei prall gefüllten Einkaufswagen.

Dominique Locher, Direktor Marketing und Verkauf: «Wir sind überzeugt, dass der durchschnittliche Warenkorb weiter wachsen wird. Eine einfache und clevere Logistikinnovation ermöglicht die ökonomisch und ökologisch sparsame Lieferung von Tiefgekühltem: Eine Kühlbox mit Trockeneis garantiert die lückenlose Kühlkette vom LeShop-Lagerhaus bis an die Haustüre von 91% der Schweizer Haushalte in allen Sprachregionen. Allerdings ergibt sich auch ein Gefahrenpotential für Kinder, wenn die in der abgestellten Box herumkramen. ( Bildlogo und Rechte bei LeShop)

Kleiner Einkauf – grosse Kosten

Für den Hauptaktionär ein grosses Geschäft. Für den Kunden, der nicht wirklich den grossen Einkauf tätigt (oder kann) , dann doch eher eine teure Angelegenheit. Von wegen gleicher Preise wie im Laden. Was mag wohl ein Zweipersonenhaushalt mit Standardkühlschrank und drei Tiefkühlladen so auf Vorrat einkaufen können. Um den Einkauf abgesehen von den heimischen Logistikproblemen, halbwegs im Kostenrahmen zu halten, muss der schon bei FR 300.- liegen. Für die Tiefkühlprodukte fallen extra Versandkosten an und Kaution (Abgabe) . Sicher ist der Onlineshop nicht hauptsächlich für den Kleineinkauf gedacht. Doch bei unserem Testkauf heute, fielen insgesamt über FR 25.- Versandkosten an. Mindesteinkauf um die FR 100.- .

Weiteres Manko des Marktführers. Mehrere Gutscheine können derzeit nicht auf einmal eingelöst werden. Wir hatten diverse Gutscheine aus dem Cummulusprogramm und als Preise beim Onlinespiel im Gesamtwert von FR 35.- Der Gedanke, die Lieferkosten so zu amortisieren ging damit von uns aus in die Hose. (anklicken !!)

Speziell für Senioren und EL-Bezieher mit schmaler Brieftasche, dann doch nicht die erhoffte Erleichterung, um künftig keinen schweren Taschen nach Hause schleppen zu müssen. Diese zusätzlichen Wege müsste man bei der Ökobilanz gegen rechnen. Sicher muss sich für die Migros das Ganze rechnen. Nur der Gründervater Duttweiler war da doch anderer Ansicht, die heute scheinbar überholt ist. Der soziale Gedanke als Genossenschaft ohne Gewinnzwang, scheint sich aus den Köpfen der Verantwortlichen verflüchtigt zu haben. Dabei zeigt uns der Zuzug von ALDI & Co, wie wir vorher schon mit erhöhten Preisen abgezockt wurden.

Aus unserer Sicht müsste man sich nochmals über die Kalkulation setzen und preisgerechtere Modelle entwickeln. Denn einmal ist es vorbei mit der Migrosgeneration von derzeit 55 plus, die es offenbar in die Wiege gelegt bekamen, Einkaufen nur bei der Migros - koste es was verlangt wird.

Wir können dem Marktführer LeShop für die Angebotsvielfalt sicher 5 mögliche Punkte vergeben. Die kommerzielle Gier führt aber zu einem Punkteabzug in der B-Note. Der Service ist teilweise senioren- und behindertenfeindlich. Detto der schriftliche Kundenservice. (Bitte anklicken und nachlesen). Und warum das Gmurk`s mit den Gutscheinen. Gutscheine, die man dann doch nicht einlösen kann? Wenn wenn ich die Mietkosten, Lagerkosten, Personalkosten und Infrastrukturkosten eines örtlichen Marktes dem Lieferservice entgegenhalte, dann spart man sich schon ein paar Franken bei der Kalkulation. Aber offenbar geht es um hier den Fünfer und`s Weggerli. Das finden wir nicht sehr fair. Übrigens ein Grund warum ich nur selten, bis gar nicht im Internet einkaufe. Warum soll ich zweimal für den Transport bezahlen ? Die alten Migroswagen fuhren ja auch noch gratis übers Land.

Donnerstag, 16. Juli 2009

Einigung revidiertes Doppelbesteuerungsabkommen CH - A

Schweiz und Österreich einigen sich auf ein revidiertes Doppelbesteuerungsabkommen

Die Schweiz und Österreich haben die Verhandlungen über die Ausweitung der Amtshilfe in Steuerfragen nach Art. 26 des OECD-Musterabkommens abgeschlossen und ein revidiertes Doppelbesteuerungsabkommen DBA paraphiert. Das DBA wurde nach den vom Bundesrat beschlossenen Eckwerten ausgehandelt.

Der Bundesrat hatte am 13. März 2009 entschieden, dass die Schweiz die internationale Zusammenarbeit in Steuerfragen neu ausrichtet und den OECD-Standard bei der Amtshilfe in Steuersachen nach Art. 26 des OECD-Musterabkommens übernimmt. Das erlaubt den Informationsaustausch in Steuerfragen im Einzelfall auf konkrete und begründete Anfrage.

Nach dem Bundesratsentscheid vom März 2009 ist Österreich der elfte Staat nach Dänemark, Luxemburg, Norwegen, Frankreich, Mexiko, den USA, Japan, den Niederlanden, Polen und Grossbritannien, mit dem die Schweiz ein DBA mit der erweiterten Amtshilfeklausel paraphiert hat. Der paraphierte Text ist noch vertraulich und als nächstes können die Kantone und die betroffenen Wirtschaftsverbände dazu Stellung nehmen. Danach entscheidet der Bundesrat über die Unterzeichnung, wonach das Abkommen veröffentlich wird.

Paraphierung und weitere Etappen bis zum Inkrafttreten

Paraphierung bezeichnet die Zustimmung zu einem Vertragstext durch Anbringen der Initialen (= Paraphen). Damit legen die Verhandlungsführer bei DBA (und anderen völkerrechtlichen Verträgen) den ausgehandelten Vertragstext vorläufig fest. Dieser paraphierte Text ist vorerst vertraulich. Den Kantonen und den betroffenen Wirtschaftsverbänden wird der Inhalt in einem Kurzbericht bekannt gegeben, damit sie dazu Stellungnahme nehmen können.

Das Abkommen wird erst nach der Unterzeichnung veröffentlicht. Die Ermächtigung zur Unterzeichung erteilt der Bundesrat. Ein DBA kann jedoch erst in Kraft treten, wenn es danach durch den National- und den Ständerat genehmigt worden ist. Zudem muss auch der Partnerstaat das Abkommen genehmigt haben.

DBA, die wichtige zusätzliche Verpflichtungen vorsehen, unterstehen nach bisheriger Praxis dem fakultativen Referendum. Das erste vom Parlament genehmigte Doppelbesteuerungsabkommen mit den neuen Amtshilfebestimmungen soll deshalb nach Ansicht des Bundesrates dem fakultativen Referendum unterstellt werden. Wie bis anhin obliegt der Entscheid über die Unterstellung eines DBA unter das fakultative Referendum aber dem Parlament.

Eidgenössisches Finanzdepartement
http://www.efd.admin.ch/

Dossieranalyse: Invalidität aus psychischen Gründen

Im Rahmen des mehrjährigen Forschungsprogramms zur Invalidenversicherung (FoP-IV) untersuchte ein Forscherteam rund 1000 IV-Dossiers von Rentnern mit einer psychischen Gesundheitsstörung. Die Studie ,Dossieranalyse der Invalidisierung aus psychischen Gründen" zeigt, dass die Abklärungen der IV unvoreingenommen und auf Grund rein medizinischer Befunde erfolgten. Sie ortet Verbesserungspotenzial bezüglich der Abklärungen zu Arbeitsfähigkeit und Eingliederung und empfiehlt interdisziplinäre Abklärungsverfahren. Die Stossrichtung der 5. IV-Revision wird dadurch bestätigt.

Der sogenannte ,Gebrechenscode 646", eine Untergruppe der Kategorie ,Psychosen, Neurosen und Persönlichkeitsstörungen", umfasst psychische Leiden, die schwierig einzuordnen sind, wie etwa psychogene oder milieureaktive Störungen, Neurosen oder Borderline cases, depressive, hypochondrische oder wahnhafte Fehlentwicklungen, aber auch Sprachstörungen wie Stottern oder psychosomatische Störungen. In der Beobachtungsperiode der Studie ,Dossieranalyse der Invalidisierung aus psychischen Gründen" 1992-2006 kamen zunehmend neue Leidensformen hinzu. Gemäss IV-Statistik haben hauptsächlich psychische Leiden dieser Art zur starken Zunahme der Anzahl IV-Renten in den vergangenen zwanzig Jahren geführt.

Die Studie geht der Frage nach, welche gesundheitlichen, psychosozialen und gesellschaftlichen Konstellationen hinter dem raschen Anstieg der Fälle dieses Codes und der damit erfassten psychischen Störungen stehen. Weiter versucht sie, eine sinnvolle Gruppierung vorzunehmen, die als Grundlage für spezifische Konzepte zur Frühintervention, beruflichen Rehabilitation und Invaliditätsprävention dienen könnten.

Rehabilitation wird zuwenig berücksichtigt

Die Forscher haben Belastungsmerkmale, medizinische Diagnosen und IV-Verfahren untersucht und typologisiert und sind dabei zu den folgenden Schlüssen gekommen:

•Erfahrungen in Kindheit oder Jugend, belastende Situationen von Alleinerziehenden sowie Probleme, die mit der Migration zusammenhängen, führten am häufigsten zu den Krankheitsbildern, die dem IV-Code 646 zugeordnet werden.
•Zunehmend wurden auch Depressionen diagnostiziert bei älteren Schweizern mit geringen Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
•In der Hälfte der medizinischen Dokumente, auf deren Grundlage eine Rente zugesprochen wurde, wurde nicht ausreichend erörtert, wie sich die Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit der Gesuchsteller auswirkt.
•Der Aspekt der Rehabilitation wurde im ansonsten sehr umfassenden und differenzierten ärztlichen Abklärungsverfahren zu wenig berücksichtigt.
•Die Art des Verfahrens wurde ausschliesslich durch die Erkrankungen bestimmt. Der Einfluss von IV-fremden oder diskriminierenden Faktoren (Herkunft, Geschlecht, soziale Schicht o.ä.) auf die Abklärungsverfahren und die Festsetzung der Renten konnte ausgeschlossen werden.
Die Ausrichtung der 5. IV-Revision erweist sich als richtig

Die Schlüsse, welche die Forscher aus dem Studium der Dossiers der Jahre 1992 bis 2006 ziehen, bestätigen die Stossrichtung der 5. IV-Revision: Arbeitsfähigkeit und Rehabilitation müssen im Zentrum stehen. Seit Inkrafttreten dieser Revision Anfang 2008 verfolgt die IV den Leitsatz ,Eingliederung vor Rente". Die neuen Instrumente Früherfassung und Frühintervention erlauben eine frühe und präventive Eingliederung. Die Eingliederungsmassnahmen wurden ausgebaut und gezielt auf Menschen mit psychischen Problemen ausgerichtet (neue Integrationsmassnahmen).

Die Wissenschafter empfehlen weiter interdisziplinäre Abklärungsverfahren und neue Interventionskonzepte für die grosse Gruppe von Menschen mit Persönlichkeitsstörungen, Schmerzstörungen und Depressionen. Berufliche Massnahmen sollen zudem auch Personengruppen angeboten werden, die bisher grösstenteils davon ausgeschlossen wurden, insbesondere Migrant/innen und Personen mit depressiven Störungen.

Invalidenversicherung,
Bundesamt für Sozialversicherungen
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IM: Dieser Beitrag gibt nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Er gibt lediglich die subjektive Meinung einer Studie wieder, die nach unserer bisherigen Erfahrung nicht deckungsgleich mit der Praxis konform geht.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Das etwas besondere Sommermärchen

Jahrelang schlugen zwei Herzen in der Brust der kleinen Hannah: Als ihr eigenes versagte, bekam sie ein zusätzliches Organ von einem Spender. Vielleicht war es mehr als Glück, vielleicht Schicksal? Der ungewöhnliche Fall der kleinen Britin mit den jetzt zwei Herzen lässt einige Vermutungen zu.

Schon als Kleinkind hatte sie Probleme. Nur dank einem Spenderherz überlebte das Mädchen einen unheilbare Herzkrankheit. Das Organ, welches die Herzchirurgen zusätzlich inplantierten war zwar schon damals zu klein. Hält aber das Mädchen für weitere 10 Jahre am Leben. Das kleine Herz wurde auf ihr schwaches Herz aufgesetzt um es künftig bei seiner Arbeit zu unterstützen. Doch der weitere Weg der Kleinen war nicht beschwerdefrei. Tumorzellen besiedelten ihren Körper, die mit Chemotherapien bekämpft werden. Zusätzlich wurde das Immunsystem aufs Äusserte strappaziert. Es wehrte sich eggen das fremde Organ. Mit aller ärztlichen Kunst und der familiären Unterstützung trotze die Kleine den gesundheitlichen Problemen.

Dann geschah die medizinische Sensation: Während das neue Herz ermattete, erholte sich das alte - und arbeitet nun wieder allein. Deshalb entschieden sich die Ärzte zu einem gewagten Schritt: Vor dreieinhalb Jahren entschieden sich die Ärzte zu einem gewagten Eingriff. Sie entfernten sie Hannah das geschwächte Spenderherz wieder. Die Operation verlief ohne Komplikationen, und das Ergebnis war exzellent. Hannahs Fall sei lehrreich für die Biologie, für Transplantationen sowie für die Erforschung bösartiger Erkrankungen und der Herzregeneration.

Heute lebt sie ein normales Leben unter Gleichaltrigen. Sie muss keine Medikamente mehr schlucken, die Krebszellen sind seit der Operation nicht mehr aufgetaucht, und ihr Herz pumpt das Blut mit voller Kraft durch ihren Körper. Für mich ist das ein kleines Sommermärchen, welches mich speziell für das tapfere Mädchen freut. Eine enorme Leistung moderner Medizin. Die Details können sie bei Spiegel Online nachlesen.

Dienstag, 14. Juli 2009

Wenn die Psyche Achterbahn fährt

Während einer Kur hat der medizinische Leiter eines Abends bei einem Vortrag über die Kur im allgemeinen einen Argument zum Kurerfolg gebracht, welches sich in meinem Kopf eingebrannt hat. Es nützt die beste Medizin oder Anwendungen nichts, wenn sich der Patient nicht physisch wohlfühlt. Heisst im Klartext, es muss auch das Umfeld und der Draht zum Arzt auf grün stehen. Leider ist es ja nicht immer so. Speziell der ein oder andere Arzt übt seinen Beruf so aus, als ob er im Bergwerk tätig wäre. Und doch gibt es sie, die Ärzte, welche in ihrem Beruf die Berufung sehen.

Der Ton macht die Musik, besagt ein altes Sprichwort
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Gerade bei schweren oder lebensbedrohlichen Krankheiten ist die Kommunikation zwischen Arzt und Patient besonders wichtig. "Der Patient muss das Gefühl haben, als Partner behandelt zu werden. Leider lässt unser Gesundheitssystem nicht mehr zu, dass uns der Arzt dort abholt wo wir stehen. So wie es ein bekannter Chirurg und Univ.-Prof. R.J. an der medizinischen Uni Wien gerne ausdrückt.

Nicht umsonst bezieht er sich dabei auf seinen Erfahrung als Ganzheitsmediziner und die Bedeutung der Emotion. Ich durfte das selbst in der Hirslanderklinik in Zürich bei meiner ersten Ballondillertation erfahren. Ein Routineeingriff, allerdings nicht ganz ohne Gefahren mit einem Restrisiko von etwa 5 %. Nach der Aufdehnung der verlegten Aterie bekam ich in der Intensivstation plötzlich einen neuerlichen Infarkt. Man brachte mich zurück in das Kathederlabor. Und plötzlich mitten im Gespräch, erlitt ich einen Herzstillstand. Heute, wenn ich diese Zeilen schreibe, ist für mich auch ein grosser Teil der positiven Einstellung des Chefarztes in guter Erinnerung. Er hat mit seinem Team mein Herz wieder zum Schlagen gebracht. Noch mehr als halbe Stunde sass er an meinem Bett und versuchte mir die eben erlebte Situation zu erklären. In einer anderen Klinik würde sich der Chefarzt nicht so intensiv um einen einfachen Kassenpatienten kümmern.

Hintergrund: Positive und negative Gefühle haben nicht nur Einfluss auf unsere seelische Befindlichkeit, sondern auch unseren Zustand. "Es ist in allem eine Botschaft enthalten, auch in Krankheiten". Es führe "kein Weg" an einer Auseinandersetzung mit sich selbst vorbei: "Jeder Patient muss sich mit seinen höchstpersönlichen Themen beschäftigen. Dabei muss er begleitet werden. Der Arzt soll dabei das Gefühl vermitteln, dem Patienten bei der Suche nach dem Sinn des Lebens zu helfen. Das bestätigt so auch die eine oder andere Studie.

Psychische Ebene

Die Präsidentin des Berufsverbands der Psychologen sieht es so : "Schwere Krankheit bringt oft einen Kontrollverlust mit sich. Viele stürzen bei einer Diagnose in ein großes Gefühlschaos. Da ist es wichtig, die Gefühle ein Stück mit ihnen auszuhalten, Dinge zu benennen und die nächsten Schritte zu planen."

Für mich persönlich hat sich in dieser Situation gezeigt, dass ein verlässlicher und verständlicher Lebenspartner in dieser Situation die halbe Miete ist. Darum bin ich froh, so einen Person in der Person meiner Frau an meiner Seite zu haben, die selbst mit schweren Krankheiten leben darf.

Erinnert mich an ein Erlebnis im Kantonsspital. Ein Italiener hatte einen Infarkt erlitten und wurde in der Nacht eingeliefert und am nächsten Tag sofort im Katheterlabor untersucht. Laut Diagnose sollte er mehrere Bypässe erhalten. Der Mann war komplett fertig und begann zu weinen und mikch sich zu hadern. Auf den ersten Blick unverständlich. Niemand kümmerte sich gross um ihn. Ich setzte mich zu ihm ans Bett und versuchte zu erfahren, was ihm nach dem überstandenen Infarkt so traurig machen würde. Er hätte doch Glück, den Infarkt überlebt und mit den Bypässen noch gute Chancen auf ein erfülltes Leben. Anderen war das nicht vergönnt. Bis er mir erklärte, dass es für ihn schlimm sei, wenn er am Herzen operiert wird. Er sei dann als Italiener kein vollwertiger Mann mehr. Bald beruhigte er sich. Ärzte sollten sich ausreichend Zeit für Aufklärungsgespräche nehmen. Aus meiner Erfahrung heraus wird derartige Begleitung gerne angenommen. So hatte bei diesem Mann das männliche Ego über die Freude des Überleben gesiegt. Die Angst vor der Familie, vor der Frau nicht mehr ein vollwertiger Mann zu sein.

Das kann ein Gefühlschaos auslösen. So habe es sich bewährt, wenn in einem Behandlungsteam im Spital von Anfang an ein Psychologe eingebunden ist. Der Patienten spüre oft eine große psychische Not, die Antworten aus fachlichem Mund erfordern. Àrzte sollten also Partner des Patienten sein und keinen Halbgötter. Professionelle Begleitung kann Lebensqualität und Befindlichkeit nachhaltig verbessern. Diese Zeit muss dem Patienten auch ein künftiges Gesundheitssystem zugestehen. (Teilquelle : Kurier Online)

Montag, 13. Juli 2009

Seien wir uns doch mal ehrlich

Am 10. Dezember 1997 haben 159 Vertragsstaaten der Rahmenkonvention der Vereinten Nationen zu Klimaänderungen einstimmig das sogenannte Kioto-Protokoll angenommen. Die letzten Tage, vielleicht sommerlochbedingt, empörten sich Politiker, Presse und Organisation um unsere natürliche Nahrung. Kochstar Vincent Klink erklärt im SPIEGEL ONLINE Gel-Schinken, Analogkäse und Co. zur logischen Folge von Renditehunger und Verbrauchergeiz: "Jetzt werden die Leute wachgerüttelt."

Nur, müssen wir uns glaube ich, etwas selbst bei der Nase nehmen. Wobei ich vorausschicken möchte, dass dies nach meinem Dafürhalten in keinster Weise etwas mit der Geiz-ist-geil-Mentalität zu tun hat. Eine Bezeichnung, die man hoffentlich beim nächsten Augustfeier endgültig in Rauch aufgehen lassend darf. Sondern eher mit Scheinheiligkeit und dem derzeitigen sozialem Gefüge in unserer Gesellschaft. Gerade wenn ein Starkoch von Renditehunger spricht, muss man an dieser dieser Stelle schon die Frage erlauben, wie ernähren wir uns eigentlich heute ?. In den diversen Kochshows wird es uns ja vorgekocht. Zwar spricht man immer von Bevorzugung des regionalen Einkauf und der Verwendung heimischer Produkte. Doch nur ein Blick auf den Postwurf eines der Discounter zeigt die Realität in unseren heimischen Küchen. Dabei sprechen die nicht einmal unbedingt die Arbeiterklasse an, sondern da stehen die Leute mit ihren Edelkarossen vor der Tür um bei Hofer, Lidl und Denner Sekt, Wein und Spirituosen einzukaufen.

Diese kommen nicht etwa aus dem heimischen Weinbau oder aus den traditionellen Nachbarländern. Nein es ist ein gehaltvoller Weisswein aus Kalifornien, China oder Australien. Das führt doch Kioto absurdum. Auch Fische und Früchte, wobei manche nicht einmal wissen, wie sie zubereitet oder bearbeitet werden, karrt man via Nacht-Flugzeug um die halbe Welt. Es ist doch ein Selbstbetrug zu glauben, die Weltmeere sind noch nicht leer gefischt. Lachse kommen zum überwiegenden Teil heute aus Lachsfarmen. Andere heimische Fische detto.

Unser Ego, das zu kochen, was uns die Medien vorgeben, lässt uns jegliche Logik vermissen. Fast täglich eine Kochsendung oder Show. Speisen werden ja von den „Sterneköchen“ heute eher zum Fotografieren und Publizieren, denn zum Essen und zur Sättigung zubereitet. Dazu gibt es hunderte von Kochbüchern der Gebührengelder gesponsterten Elite.

Natürliche Nahrung - ist das nur mehr die Ausnahme?

Nun ja, ganz so schlimm ist es noch nicht. Dabei finden sich unter den “ Sündern“ auch Markenartikelhersteller, die dazu auch noch teuere Werbspots schalten. Es bestätigt sich meinen These nicht nur teuer ist gut und sauber produziert. In den “Aromaküchen“ der Provence können sie heute jeden Geschmack ordern. Z.B. Erdbeergeschmack aus Baumrinde. Von Erdbeeren allerdings weit und breit nichts zu sehen. Die Food-Industrie versteht es scheinbar meisterhaft, via Preis und Werbung mit VIP-Stars Produkte in den Fokus zu stellen, die sogar via Biolüge an den Mann gebracht werden möchten. Wir vertrauen doch unserem Serienstar – Sie etwa nicht ?

Pflanzenfett statt Kuhmilch, gepresstes Eiweiß statt Fisch, Geschmacksverstärker statt Meerrettich: Immer mehr Lebensmittelhersteller sparen an den Zutaten (Abriss Spiegel Online) - ohne dass der Verbraucher es merkt. Eine Liste der Verbraucherzentrale Hamburg nennt einen Auszug von Plagiatoren. Was lernen wir daraus? Zuerst jammern die Produzenten, dann die Fabrikanten und jetzt die Konsumenten. Das Vertrauen in die Lebensmitteln wurde schwer erschüttert. Blauäugig haben wir uns verführen lassen, alles für die angepriesenen Waren zu bezahlen um “IN“ zu sein. Künftig sollten wir lieber wieder zweimal hinschauen. Normale Hausmannskost war und ist nicht mehr zeitgemäss. Aber bedenken wir, sie hat Generationen von Menschen ernährt.
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Mit “FDH“ und weniger kohlehydrathaltiger Bindung ist sie aber nachwievor zeitgemäss und vor allem leistbar. Es muss nicht Molekular- und Sterneküche sein. Und Kioto hat schlussendlich nur dann einen Sinn, wenn wir wieder aufhören Lebensmittel um den halben Globus zu karren. Aber empören darf man sich dann gratis und ohne Kochhaube.

Sonntag, 12. Juli 2009

The next Jackson`s

Beim Casting für den Spot, wurden nur die Köpfe der Babys mit Mimik und Gestik eingescannt. Der Rest, also auch die quirligen Körper, wurden am Computer bearbeitet. Ein wieder einmal etwas anderer Werbeclip, für einen bekannte Minerlawassermarke. (via next Jackson)