(reloaded IM 14.09.2008)Nachtbetrachtungen (Gedanken aus den Stunden schlafloser Nächte)Ob stundenlanges Eintauchen in die unendliche Datenflut des WWW schon mit Sucht bezeichnet werden kann, möchte ich Jedem für sich selbst überlassen zu entscheiden. Eines ist aber vorab mal sicher nicht passiert, obwohl wir immer wieder darauf verwiesen wurden. Die Rettung der Regenwälder ging an der Entwicklung des Internets nicht spurlos vorüber. Allerdings in die umgekehrte Richtung, als angenommen. Heute verbrauchen wir weltweit mehr Papier als je zuvor. Mag es daran liegen, dass wir gewohnheitsmässig nicht umlernen konnten, ein E-Mail, auch ohne es auszudrucken weiterzuleiten . Es passierte sogar in grossen internationalen Welt-IT-Firmen, das intern ausgedruckte E-Mails durch die Hauspost zum Nachbarbüro vertragen werden.Andererseits, und da kann ich nur für mich sprechen, hat das Internet auch viele Vorteile gebracht, die mir heute effizienteres Arbeiten ermöglicht und den Wohnungsinhalt ziemlich reduziert hat. Die Regale wurden leerer. Noch heute bin ich am Aussortieren alter Ordner mit allen möglichen Fachthemen und Lernunterlagen aus den letzten Jahrzehnten. Teile davon landeten auf elektronischen Medien.
2Alternativ heute ein paar Wörter in die Suchmaschine getippt und schon verfüge ich über einen breitgefächerte Auswahl möglicher Antworten. Das eröffnet mir gesammelten Magazine und Zeitschriften bis weit zurück in die Amigazeiten auszusortieren und via Altpapier zu entsorgen. Nostalgiker werden sich sicher noch erinnern, als es noch keinen GratisCD als Beilage gab und man alles Stundenlange mühsam eintippen musste. Nur der Summenzähler half in letzter Minute, denn ein oder anderen Tippfehler einzugrenzen oder auszumerzen. Zumindest bei mir privat hat sich der Papierverbrauch in bedruckter Form extrem reduziert. Und seien wir uns doch ehrlich – war ja doch ein grosser Unterschied zu früher. Heute ist die Hälfte eines Magazins nur mehr Werbung.Ich finde es schon passabel, wenn ich bei einem Computerproblem dies mit kurzen Worten dem Gegenüber in die Tastatur tippe und sekundenschnell verschieden Ansätze offieriert bekomme. Zumindest schneller als der E-Mailkontakt mit einem Supportmitarbeiter von HP, auf dessen Antwort ich zB. schon seit 14 Tagen warte. Die Anzahl der Bücher hat sich bei uns im Haushalt stark dezimiert. Gott sei Dank aber sind ein paar der letzten Räumungsaktion entkommen, sonst hätten wir für unser zusammengebrochenes Bett keinen Stützen mehr gehabt. Nein nicht durch nächtliche Spiele. Sondern ein Notarzt, zwei Sanitäter und meine Wenigkeit waren dann doch zuviel für die Tragfähigkeit des Teils. ( NACHTRAG: Inzwischen wurde das Bett druch ein neues,modernes ersetzt)
Das Web unterstützt uns also im Alltag
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Mit den richtigen Eingaben, der richtigen Suchmaschine oder den Gratis-Onlineangeboten von Fachzeitschriften einerseits, aber auch durch die zahlreichen Photos, Rezepte und Geschriebenem sind wir rasch am Ziel unserer Wünsche. Die Stunden vergehen beim Surfen im Sauseschritt und schon bald hört man die naheliegende Kirchturmuhr immer kürzer schlagen. Ein Zeichen das der neue Tage schon begonnen hat.Wie überall im Leben, kann man das Netz auf mehrere Arten nutzen. So wie ein Brotmesser primär zum Runterschneiden einer knusprigen Scheibe Brot dient, aber auch um jemand damit böse zu verletzten. Schon mancher musste seelische Verletzungen verkraften, weil das Internet in seiner möglichen Anonymität, den lieben Mitsurfern allerlei Unfug und Eingriffe erlaubt. Von Mobbing bis zu übler Nachrede. Neuerdings eben auch, um den Nachbar zu Unrecht an den Pranger zu stellen. Dass sind eben die dunklen Seiten des Netzes, die doppelt gefährlich sind, weil dort noch zusätzlich Bedrohungen für den Computer lauern – von Viren bis Spams, von Trojanern bis Malware.
Schlimm wird es für jene Mitbürger, für die das Internet die einzige Verbindung nach aussen ist. Menschen die an ihre Wohnung gebunden sind. Viele Kontakte laufen via WWW. Sie trifft es besonders hart, wenn sie nicht einmal ungestört ihre Tagesgeschäfte erledigen können. Sei es Internetbanking, Einkaufen, Lebensmittel bestellen oder Kontakte pflegen. Doch diese Art von bösen Menschen wird es immer geben oder gab es schon immer. Sich solcherart am Wenigen des Anderen zu bereichern, ist für mich unterste Schublade. Nur passiert in diesen Bereich noch zuwenig für einen Absicherung. Manche haben eben einen eigenen Art von Humor. Auch das neue hochgelobte Zukunfstprojekt
CERN in Genf blieb nicht lange ohne unerwünschte Besucher.Internet kann aber auch helfen, dem Leben wieder einen Sinn, Inhalte zu geben. Es lässt einen stundenlang eintauchen in die grosse Welt der Informationen aller Art. Wenn wir auch nicht alles für bare Münze nehmen sollen, so bringst es den ein oder anderem seine Unterstützung, die er braucht um seine Art des Lebens zu absolvieren. Man kann Millionen von Menschen kennenlernen, ohne sie je im Leben persönlich zu sehen oder gar zu treffen.
Dann diskret zurückziehen, wenn es wieder mal einer übertreibt, man sich nicht mehr wohlfühlt. Man kann aber auch bloggen und andere an seinen Gedanken und Gefühlen, seinem Platz in der Gesellschaft, sowie Alltagsproblemen teilhaben lassen.Nur dann und wann wir es wollen, dafür bereit sind. Nicht weil wir müssen, sondern weil wir es können. Das ist WWW. Ich bin dann mal kurz web. Facebook, windows, twitter
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IM-Mediennachlese