Swisstransplant bittet die Bevölkerung um Hilfe zur kritischen Situation beim Organspenden. Nicht sehr durchdacht dazu die Schlagzeile bei 20min.ch mit : "Spendenfaule Schweizer".
Nein, es sind eher die Ängste in der Bevölkerung. Ein Mensch gilt als tot, wenn die Funktionen seines Hirns einschliesslich des Hirnstamms endgültig ausgefallen sind. Dieses Todeskriterium ist im Transplantationsgesetz verankert. Der Tod einer Person muss vor einer Organentnahme von zwei unabhängigen Ärztinnen oder Ärzten in einem Zeitabstand von mindestens sechs Stunden (in speziellen Fällen von 4 oder 48 Stunden) diagnostiziert werden. Dazu führen sie eine Reihe von Tests durch, die den Tod zweifelsfrei nachweisen. (via Medienmitteilung Bundesverwaltung BAG)
Der Mangel an Organspenden in der Schweiz ist nach wie vor gravierend. Im vergangenen Jahr starben 62 Menschen, die auf ein Organ warteten. Die Organspenderzahlen in der Schweiz waren auch 2008 tief. Der daraus resultierende Organmangel führte zu einer Warteliste von 1544 Patienten, die ein Organ benötigten. 62 Personen verstarben, ohne dass das rettende Organ für sie gefunden werden konnte.
Als Betroffener der auf eine Herz warten würde, sehe ich bei der jährlichen Anzahl von +/- 25 Spenderherzen, hauptsächlich aus dem Tessin, mit diesen nackten Zahlen konfrontiert.
Würde man nur 20 % der Mittel und Energie, welche man bei der Durchsetzung des Rauchverbotes einsetzt, in die Aufklärung der Bevölkerung umlenken, wäre das Geld sinnvoller angelegt. Oder wenn man sieht, dass das Budget für Werbung rund um die Organspenden die Securitaskosten eines Spitzenfussballspiele ausmachen, beginnt man über Sinn und Unsinn zum Nachdenken.
Sich schon im Vorfeld darüber informieren, kann also die Verwandten in der schweren Stunden des Verlustes eines geliebten Menschen enorm entlasten und es dem ärztlichen Personal erleichtern, sie dazu anzusprechen. Einen Spenderausweis können sie sich via Swisstransplant in Eigenregie runterladen und ausdrucken.
http://infomagazin-nachlese.blogspot.com/search?q=Spender
Diese Zahlen gab Swisstransplant, die Schweizerische Nationale Stiftung für Organspende und Transplantation, bekannt. «Denn jedes gespendete Organ kann Leben retten», schreibt die Stiftung. Geplant sind entsprechende Informationskampagnen für die breite Öffentlichkeit und gezielte Schulungen für Ärzte in Spitälern.
IM-Medienachlese
Nein, es sind eher die Ängste in der Bevölkerung. Ein Mensch gilt als tot, wenn die Funktionen seines Hirns einschliesslich des Hirnstamms endgültig ausgefallen sind. Dieses Todeskriterium ist im Transplantationsgesetz verankert. Der Tod einer Person muss vor einer Organentnahme von zwei unabhängigen Ärztinnen oder Ärzten in einem Zeitabstand von mindestens sechs Stunden (in speziellen Fällen von 4 oder 48 Stunden) diagnostiziert werden. Dazu führen sie eine Reihe von Tests durch, die den Tod zweifelsfrei nachweisen. (via Medienmitteilung Bundesverwaltung BAG)Der Mangel an Organspenden in der Schweiz ist nach wie vor gravierend. Im vergangenen Jahr starben 62 Menschen, die auf ein Organ warteten. Die Organspenderzahlen in der Schweiz waren auch 2008 tief. Der daraus resultierende Organmangel führte zu einer Warteliste von 1544 Patienten, die ein Organ benötigten. 62 Personen verstarben, ohne dass das rettende Organ für sie gefunden werden konnte.
Als Betroffener der auf eine Herz warten würde, sehe ich bei der jährlichen Anzahl von +/- 25 Spenderherzen, hauptsächlich aus dem Tessin, mit diesen nackten Zahlen konfrontiert.
Würde man nur 20 % der Mittel und Energie, welche man bei der Durchsetzung des Rauchverbotes einsetzt, in die Aufklärung der Bevölkerung umlenken, wäre das Geld sinnvoller angelegt. Oder wenn man sieht, dass das Budget für Werbung rund um die Organspenden die Securitaskosten eines Spitzenfussballspiele ausmachen, beginnt man über Sinn und Unsinn zum Nachdenken.
Sich schon im Vorfeld darüber informieren, kann also die Verwandten in der schweren Stunden des Verlustes eines geliebten Menschen enorm entlasten und es dem ärztlichen Personal erleichtern, sie dazu anzusprechen. Einen Spenderausweis können sie sich via Swisstransplant in Eigenregie runterladen und ausdrucken.
http://infomagazin-nachlese.blogspot.com/search?q=Spender
Diese Zahlen gab Swisstransplant, die Schweizerische Nationale Stiftung für Organspende und Transplantation, bekannt. «Denn jedes gespendete Organ kann Leben retten», schreibt die Stiftung. Geplant sind entsprechende Informationskampagnen für die breite Öffentlichkeit und gezielte Schulungen für Ärzte in Spitälern.IM-Medienachlese
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