Das landwirtschaftliche Einkommen der Betriebe in den Bergzonen III und IV ist in den letzten zehn Jahren nur leicht gewachsen oder stagnierte sogar. Hingegen verzeichneten insbesondere die Betriebe in der Bergzone IV einen starken Anstieg der ausserlandwirtschaftlichen Einkommen.Innerhalb der Bergregion bestehen beträchtliche Unterschiede bezüglich der Entwicklung der landwirtschaftlichen Einkommen, des Arbeitsverdienstes sowie des Gesamteinkommens. So liegt der Arbeitsverdienst (Entschädigung der familieneigenen Arbeitskräfte) in Betrieben der Bergzone II im Jahr 2007 mit 31 790 Franken pro Arbeitskraft deutlich über dem Wert von 19 400 Franken in der Bergzone IV. Bezogen auf die Entwicklung der letzten 10 Jahre stagnierten die landwirtschaftlichen Einkommen in der Bergzone IV, während diese in der Bergzone II deutlich angestiegen sind. Die unterschiedliche Entwicklung erklärt sich in erster Linie damit, dass mit zunehmender Höhenlage die Fremdkosten stärker zugenommen haben als die Rohleistungen.
Im Gegensatz zur stagnierenden Entwicklung bei den landwirtschaftlichen Einkommen verzeichnen die Betriebe in der Bergzone IV heute rund 75 Prozent höhere ausserlandwirtschaftliche Einkommen als vor 10 Jahren; in der Bergzone II und III resultierte eine Erhöhung von rund 20 Prozent. Damit konnten die Betriebe in der obersten Bergzone das Gesamteinkommen in den letzten 10 Jahren um rund 25 Prozent oder 12 600 Franken steigern, was über den entsprechenden Werten von Bergzone II (16 Prozent) und Bergzone III (11 Prozent) liegt.
Die Studie beschreibt zum ersten Mal die langjährige Entwicklung der landwirtschaftlichen Einkommen innerhalb der Bergregion. Die Auswertungen zeigen, dass der Arbeitsverdienst je Familienarbeitskraft in der Bergzone II in den letzten zehn Jahren um 23 Prozent angestiegen ist, während dieser in der Bergzone IV mit einer Zunahme von lediglich knapp 2 Prozent praktisch stagniert hat. In der Bergzone II konnten die Betriebsleitenden mit diversen Massnahmen ihr landwirtschaftliches Einkommen steigern. Dazu zählt zum Beispiel die Vergrösserung des Betriebs, da sich ein Flächenzuwachs positiv auf das Einkommen auswirkt. Das gilt aber nur, wenn die Fläche, die pro Arbeitskraft bewirtschaftet wird, ausgeweitet werden kann.
Zudem versuchen viele Betriebe, ihr Einkommen durch andere Tätigkeiten aufzubessern. Bereits heute gehen 66 Prozent aller Betriebsleitenden in der Bergregion einer ausserbetrieblichen Erwerbstätigkeit nach. Rund 40 Prozent der Bergbetriebe haben ihre Betriebe diversifiziert, indem sie Milch oder Fleisch selber verarbeiten und direkt vermarkten, für die Gemeinden vertragliche Arbeiten wie Schneeräumen oder Waldarbeiten ausführen oder im Tourismus tätig sind.
AGROSCOPE
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